| Mrs. Spookiness | So, da ich nicht wusste ob man einen bereits vorhandenen Thread gleich nochmal für sich selbst benutzen kann, mach ich nen neuen auf! Ich hoffe mir wird verziehen! Zu meinem Problem: Ich hab seit knapp 3 Wochen abwechselnd Panikattacken und Angststörungen, in denen ich für kurze Zeit nur einfach das absurde Gedankenspiel bekomme, wahnsinnig zu werden oder die Kontrolle zu verlieren. Jemandem Schaden zufügen zu können, oder so in der Art. Mir wird immer wieder klar, dass so etwas vollkommen bescheuert ist, da ich keinem Wesen etwas tun KANN, ich konnte nicht mal in Selbstverteidigung den Lehrer schlagen weil ich ein schlechtes Gewissen und solche Hemmungen hatte. Ich hab mir die ganze Zeit gedacht "Meine Güte, das packst du doch, ist doch kein Problem für dich", aber es wird nicht besser. Wenn ich mit Freunden was mache, mit meiner Mutter spazieren gehe, dann ist es zeitweise ganz weg, wenn ich einfach nicht daran denke. Aber des Problem ist, dass ich mich so verdammt schnell wieder in diese Situation hineinsteigere, dass ich dann wirklich Panikattacken bekomme, der Puls rast, trockener Mund, Zittern, etc... Wirklich schlimm, sehr schlimm. Ich trau mich nicht den Leuten, Freunden davon zu erzählen, aus Angst, mir dann Gespött, misstrauische Blicke oder Vertrauensbruch ihrerseits einzuhandeln. Dass es nicht normal ist weiß ich, vor allem, da ich vorher gerne sagen konnte "Oh mein Gott, was sind denn das für Verrückte!!!" - nun sich aber selbst eingestehen zu müssen, das man z.T. auch zu diesen "Verrückten" dazugehört ist hart. Ich weiß momentan nicht was ich machen soll, wirklich nicht. Psychologe!? Hatte einer von euch auch schon mal solche Panikattacken? Ängste? Hat jemand Erfahrung, wie damit umzugehen ist? Was könnten denn dafür mögliche Auslöser sein? Ich hab eine zeitlang sehr viele Horrorfilme gesehen, die mir aber bis zum jetzigen Tag nicht wirklich an die Nieren gegangen sind... Jetzt bin ich mir aber sicher, dass die sehr viel dazu beigesteuert haben! Punktum: Bin vollkommen fertig und nur noch am Flennen. Bitte schreibt was! Liebe Grüße, Mrs. Spookiness |
| Bartimäus | Ich kann dir da leider nicht viel helfen aber was ich dir ratten würde wäre vielleicht mal einen artzt oder vielleicht auch Psychologe nur anzurufen und ihm des problem zu beschreiben und sie werden dir sagen können ob da mehr benötigt wird oder dir tipps geben ich wünsche dir auf jeden fall gute besserung |
| Trauerwesen | Verstehe ich das richtig, dass du Panik davor hast durchzudrehen? Das kommt mir bekannt vor, auch wenn ich dadurch keine Panikattacken bekomme (die kommen woanders her, juhu). Mir sagte man jedenfalls damals (fachlicher Experte), dass wenn ich selber Angst davor hätte, Amok zu laufen, dann würde ich es auch nicht tun. Und du wirst dich wohl im Kreis drehen, wenn du weiterhin Angst davor hast. Wenn du bewusst Angst davor hast durchzudrehen, dann werden die Panikattacken nicht weggehen. Und lass den Horror weg, vielleicht hat der dich unterbewusst beeinflusst. Gut sind vorerst auch Entspannungsübungen wie Meditation, ein wenig Spazierengehen, Sport. Macht den Kopf frei und da kannst du das innere ausleben ohne jemanden zu schaden. Trotzdem wäre es vielleicht nicht schlecht, mal einen Arzt aufzusuchen, der dich dann vielleicht zu einem Psychologen schickt. |
| DarkHeart | Hei, ich habe seit vielen Jahren Panikattacken, manchmal bekomme ich die sogar, wenn ich nachts einen Alptraum hatte, allerdings hatte ich nie den Wunsch jemanden zu verletzen unbedingt Psychologe Woher das kommt kønnen unterschiedliche Gruende sein, meistens ist man einem starken Druck ausgesetzt, das man Angst entwickelt. Entfehlung: Trinke nichts coffeinhaltiges. Kaffee plus kleinste Aufregung jagt den Puls richtig schøn in die Høhe und die næchste Panikattacke wartet nicht lange. VG |
| Hrefnadis | Hab auch schon immer Panikattacken gehabt, durch die Hormonschwankungen während meiner Schwangerschaft kamen sie wieder verstärkt, weil man da mental sowieso ziemlich labil ist und das Ganze sich da gern besonders hochschaukelt. Seitdem ist wieder ein wenig Ruhe eingekehrt, aber manchmal bekomme ich Attacken einfach aus lauter Angst davor, wenn ich weiss, ich komme in Situationen, die das auslösen KÖNNEN. Meine Ratschläge: 1. wenn Du nicht mal weisst, WAS Auslöser der Attacken ist -> zum Psychologen 2. WENN Du es weisst, vermeide erst einmal bewusst sämtliche auslösende Faktoren bis Du Dich selbst als stabil genug empfindest dafür 3. gehe in solche Situationen - so Du sie nicht vermeiden kannst - mit jemandem hinein, der um die Problematik weiss, der die Symtome erkennt und der Dich rausziehen kann, wenn es zu schlimm wird Ich selbst habe eine Sozialphobie. Bei Volksfesten, Konzerten o.ä. habe ich immer jemanden dabei, der mich ans Händchen nimmt und mich aus den Menschenmassen rausführt, sollte ich Anzeichen von Reizüberflutung und Desorientierung zeigen. Es ist auch immer ganz praktisch, irgend einen kleinen Gegenstand bei sich zu haben, den Du mit etwas absolut Gutem in Verbindung bringst. Ein Stofftuch mit Deinem Lieblingsparfum, eine kleine Figur, ein besonders schöner Stein, irgend etwas, dass Dir hilft, wenn Du es zur Hand nimmst und Dich darauf konzentrierst und nur darauf und das Gute, was es verkörpert -> autogenes Training. Hilft. Und lerne, Dich selbst aus solchen Situationen allein rauszuziehen. Bin ich allein unterwegs, merke ich mir beispielsweise "Landmarken" Orte, zu denen ich selbst in Panik zurückkehren kann und wo ich weiss, dass ich von dort aus wieder hinausfinde aus der Einkaufspassage, dem Fest, dem Menschenauflauf. Da ich nicht weiss, was bei Dir Auslöser sind, kann ich Dir natürlich keine Tricks empfehlen, die in deinem Fall helfen würden, aber das kann ein Psychologe sicher. Viel Glück! |
| Mrs. Spookiness | Danke für die netten Antworten! Ich habe jetzt meinem Freund davon erzählt der mich auch unterstützt, mir aber auch geraten hat bei einer weiteren Verschlechterung meines Zustandes zu einem Psychologen zu gehen. Das Problem sind jetzt noch die Eltern, die ich nicht allzu sehr schocken will, was aber wahrscheinlich unausweichlich scheint - alleine komm ich da nicht raus, oder nur sehr sehr schwer, habe ich gemerkt. Das Eigenartige ist, wenn ich mit Freunden zusammen bin, in der Schule, dann ist dieses Gefühl weg und fast nicht mehr vorhanden, auch schon ganz vergessen. Wenn ich dann jedoch Nachmittags wieder mit mir selbst alleine bin und mich wirklich nicht gezielt ablenke, kommen die Gedanken und Gefühle wieder hoch und ich bekomme wieder diese Panik - und somit in den altbewährten Kreis der Angst. Dabei dreht es sich momentan auch eher darum, dass ich Furcht bekomme diese verdammte Panik und das damit verbundene Gefühl der Schwäche und schieren Angst nie wieder loszuwerden - das mit dem Kontrolle verlieren hat eher nachgelassen, weil ich mir eingeredet habe keinen Schwachsinn zusammen zu spinnen. Ich kann keinem Lebewesen, weder Mensch noch Tier, wirklich wehtun - dessen werde ich mir dann immer bewusst, wenn mein Gehirn wieder über die Stränge schlägt. Auch (und wenn es sich jetzt wirklich dumm anhört, ich weiß) habe ich immer noch Angst davor zum Psychologen zu gehen - wenn man bis vor wenigen Wochen noch vollkommen kuriert war und von geistiger Instabilität nur vom Hörensagen her wusste, ist es sehr schwer sich selbst einzugestehen, dass man anscheinend doch einen Schlag hat und das so nicht weitergehen kann. :( Aber danke für eure Antworten! GlG Mrs.Spookiness |
| Impermanence | Vielleicht ein [URL=http://www.amazon.de/Medizin-Emotionen-Stress-Angst-Depression/dp/3442153530/ref=pd_sim_b_img_1]guter Tip![/URL] Ich lese das Buch gerade und bin ziemlich angetan. Es geht dort auch darum, wie man bei Angststörungen abseits von Medikamenten und Psychotherapie tun kann (was natürlich nicht den Gang zum Arzt oder Psychomenschen seines Vertrauens ersetzt). Es ist dort auch ein Fall beschrieben und erklärt, bei dem jemand seine Panikattacken mit regelmäßigem Sport in den Griff bekam und warum das funktioniert. Schon Platon wußte, daß das dabei hilft. Hilft dir bestimmt auch...! :) |
| Mrs. Spookiness | Danke, danke! Das mit dem Sport hilft wirklich, vielleicht war ich mit meiner allgemeinen Lebenssituation sehr unzufrieden, den Nachmittag nichts zu tun, sich nicht bewegt, etc. Verlorene Lebenszeit, die ich jetzt gezielt wieder aufhole! Bei dem Psychiater war ich auch (und es war wirklich nicht schlimm, ich musste nicht mal auf die obligatorische weiße Liege!) der das ganze mit einer so professionellen Coolness abgetan hat, dass ich mir danach richtig lächerlich vorkam und der ganzen Dreck bewusst vergessen habe. Zeit heilt Wunden, und ich denke in dem Falle wird das ebenso sein. Außerdem: was einen nicht umbringt, macht nur stärker ; ) Danke für die Hilfe und dass welche geantwortet haben! GlG, Mrs. Spookiness |