| trigger | In letzer Zeit gerate ich von einer Misere in die andere. Die ersten paar Mal schiebt man die Schuld entweder auf die Umstände oder auf andere. Aber beim Dritten mal sucht man den Fehler bei sich und fragt sich nur noch.. Wie konnte das passieren? Hasse ich mich selber so sehr, dass ich meinen Hass auf meine Nahestehende abwälze? Kurze Erklärung zu den Vorfällen: 2006: wurde in einer, eigentlich glücklichen Beziehung, mehrmals Betrogen ohne es zu merken oder akzeptieren zu wollen. 2007: Flucht nach vorne, Auslandaufenthalt. Kaum bin ich zurück, jagt mir ein Bekannter meine Freundin ab. 2008 :Neus Jahr neues Glück. Von wegen. Meine Angebete macht mir monatelang Hoffnungen um mich dann vor versammelter Meute zum Blamieren. Aus Liebe wurde blinder Hass Obwohl ich mir Mühe gebe.. Jedesmal wenn ich sie oder den anderen Kerl sehe, flammt der Hass in mir auf. Den hass auf ihn, aber auch den Hass auf mich selber, weil ich es zugelassen habe, dass jemand so nahe am min rankommt um mich dann dermassen zu verletzen... ich kanns langsam aber sicher nicht mehr sehen.... |
| Nezach | Hallo trigger, bevor Dir hier hoffentlich jemand einen Ausweg weist, möchte ich erst mal mein Verständnis und Mitgefühl zum Ausdruck bringen. Ich kann einigermaßen nachvollziehen, dass Deine Erfahrungen sehr schmerzlich und bitter waren und immer noch sind. Dass derartige, schwere Verletzungen Hass hervorrufen, ist doch klar. Wem von uns würde es da anders gehen? Die Zuneigung zu Deiner Angebeteten hat Dich extrem verletzbar gemacht und wenn dann auch noch gerade sie Dich verletzt und dazu in aller Öffentlichkeit, ist das katastrophal. Ich würde an Deiner Stelle nicht so weit gehen, mir auch noch Vorwürfe zu machen, weil ich jemandem gegenüber mein Herz geöffnet habe. Das ist nämlich etwas sehr schönes. Wünschenswert wäre es, wenn Du Dich trotz Deines nachvollziehbaren schlimmen Schmerzes ihr, ihm und anderen nicht völlig verschließt. Es ist passiert, doch vermutlich nicht mit der ausschließlichen Absicht, Dir Leid zuzufügen. Wahrscheinlich hat sie gar nicht geahnt, was sie anrichtet bzw. ist sich dessen bis heute nicht recht bewusst. Ich nehme an, dass Du nicht genau bescheid weißt, was sie sich dabei gedacht hat. So ist es immerhin möglich, dass das alles tatsächlich weniger böse war/ist, als es zu sein scheint. Der Mann kann vermutlich nichts dafür. Mache Dir klar, dass er unschuldig ist und dass, wenn die Sache nur ein wenig anders gelaufen wäre, vielleicht Du an seiner Stelle wärst und ein anderer Mann womöglich an Deiner. Was sie nun betrifft, so ist sie jetzt vielleicht glücklich mit dem anderen Mann. Da sie Deine Angebetete war/ist, hast Du ihr wahrscheinlich gewünscht, glücklich zu werden. Wenn sie es nun tatsächlich geworden ist, hast Du einen Grund, Dich für sie zu freuen, auch wenn es Dir sicherlich aufgrund des eigenen Verlustes usw. schwer fallen mag. Vielleicht kannst Du mit dem, was ich bisher schrieb, noch nichts anfangen. Bitte nimm es nicht zu ernst. Es ist nur ein erster Versuch, einen richtigen Lösungsansatz habe ich noch nicht. Einen zu finden bzw. zu erhalten ist vermutlich der Grund, weshalb Du hier geschrieben hast. Dazu möchte ich sagen, dass natürlich nur jemandem geholfen werden kann, der sich auch helfen lassen will. Zwei "Dinge" müssen zusammenkommen, damit es Dir schließlich besser geht: jemand, der Dir helfen kann und Deine Bereitschaft/Fähigkeit, Dir helfen zu lassen. Beides ist nicht leicht. Damit einem wirklich geholfen werden kann, muss man sowohl selbst nach einem Ausweg suchen, als auch "zuhören" und bereit sein, an sich zu arbeiten. D.h. man muss gewillt sein, auch mal den eigenen Standpunkt in Frage zu stellen bzw. zu hinterfragen. Dabei können Ängste, Wut und Traurigkeit "hochkommen", wodurch die Versuchung groß ist, doch lieber der alte zu bleiben. Ich schreibe dies nur mal, weil ich es wichtig finde. Du scheinst ja tatsächlich auf der Suche nach Antworten zu sein und auch offen für Gedanken, die von anderen kommen, um Dir zu helfen. Ich wünsche Dir, dass Dein Schmerz bald verschwindet und Du wieder zufriedener und friedlicher sein kannst. Gruß Nezach |