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  Forum: Auswege
    Thema: Verständnis mehr will ich nicht
thanatos4lifeIch schreibe hier, weil ich nicht mehr weiß wohin, weil mich meine Freunde nicht verstehen und ich denen, die es ansatzweise versuchen nicht mehr auf die Nerven fallen will.

Ja, ich gebe es offen zu: Ich bin emotional abhängig von meiner Freundin! Sie ist alles, was ich habe... und... sie ist fort. Sie ist seit 4 Tagen in der geschlossenen Station eines Bezirkskrankenhauses (freiwillig).

Ich bin am Boden zerstört, kann mich kein bisschen auf die Uni konzentrieren (dabei stehen in 3 Wochen 2 wichtige Klausuren an) und niemand kann mich verstehen (vllt ja jemand von euch).

Der Montag war schon ein komischer Tag für mich. Ich hatte da so eine Ahnung. Tatsächlich rief sie mich gegen 16 Uhr (die genaue Zeit weiß ich nicht mehr) "nur" an, um sich "zu verabschieden". Ich hasse alleine schon diesen Satz. Er stieß mich in ein schwarzes Loch, obwohl ich es gewusst hatte. Seitdem hab ich zweimal mit ihr telefoniert. Sie ist in der Klinik sicherlich besser aufgehoben als bei ihrer Familie und es ist wohl auch die beste Lösung... für sie!
Die Klinik macht aus ihr einen anderen Menschen - mir so fremd. Am Telefon hat sie mir nichts zu sagen. Würde ich nicht unwichtige Themen ansprechen, wir würden uns anschweigen. Sie ist so distanziert und das macht mich fertig. Es raubt mir die Luft aus der Lunge sie so zu hören. Ich habe fürchterliche Verlustängste und male mir jeden Tag aufs Neue aus, wie sie aus der Klinik kommt (in ein paar Monaten) und mich "nur" anruft, um sich von mir zu trennen. Nach all der Zeit, nach all dem, was ich durchgemacht habe, was wir durchgemacht haben.

Die meisten unserer Freunde sind froh darüber, dass sie fort ist. Sie reden mir gut zu. Ich kann es nicht mehr hören. Sie wissen nichts... gar nichts! Sie wissen nicht, wie es für mich ist in dieser Klinik anzurufen (ich hasse es fremde Menschen anzurufen), mich von der Pforte auf die Station verbinden zu lassen, von dort wieder in die Warteschleife und dann aufs Telefon im Stationsflur, um mit meiner Freundin als Fremde zu sprechen für 5 Minuten. Sie wissen nicht, wie es für mich ist den ganzen Tag mit dem Gefühl des Verlassenseins zu leben (was wohl das schlimmste für mich ist).

Ich leide... kann das irgendwer da draußen verstehen???
DarkHeartDoch ich kann Dich verstehen, weil ich auch eine "Bezugsperson" brauche und auch die Verlustangst sehr gut kenne, allerdings mehr so krass, wie frueher mal.

Vielleicht solltest Du nun bedenken, das es ihr momentan mega schlecht geht, wenn sie schon freiwillig, in die Geschlossene ging. Das heisst, ihr gehts wirklich mies und findet daher auch keine lieben Worte fuer Dich und kann sich deshalb nur auf sich konzentrieren. Nehme ihr das nicht uebel. Die Klinik macht aus ihr keinen anderen Menschen, sie war ja schon vorher so kurz angebunden, als sie dort rein ging.

Warum sollte sie Dich verlassen, hattet Ihr in der letzten Zeit Streit?

Hast Du vielleicht jemanden, zu dem Du so lange ziehen kønntest, damit Du nicht so lange alleine bist?
thanatos4lifeDanke für die schnelle Antwort Darkheart.

Ich kann es ihr überhaupt nicht übel nehmen. Mein Konflikt besteht ja zum großen Teil daraus, dass ich weiß, es ist so die beste Lösung und sie braucht die Klinik jetzt und deswegen muss ich sie hier draußen unterstützen, sie abschirmen von dem, was ich hier tue (vegetieren). Zur selben Zeit würde ich ihr gern ins Gesicht sagen, dass sie mir den Boden unter den Füßen wegzieht, wenn sie mir nicht einen Hauch von Zuneigung entgegenbringt.

Ich wohne nicht allein. Meine Mitbewohnerin kenn ich schon seit Jahren. Wir sind ein gutes Team, trotzdem ist sie nicht der Mensch, dem ich zeigen könnte, was mit mir los ist. Ich wahre den Schein, denn ich hab ihr nicht mal gesagt, was passiert ist.

Einige Menschen wissen Bescheid, doch keiner von ihnen erahnt die Dimension meiner Quälerei. Meine Freundin ist eben die einzige Person auf diesem Planeten, die mich kennt und versteht (normalerweise).

Streit hatten wir keinen. Meine Angst vor der Trennung resultiert allein aus meinen Verlustängsten, die ich schon zeige seitdem ich sprechen kann. Außerdem kommt ihr letzter Aufenthalt vor 3 Jahren hinzu. Ich fühle mich so als würde die ganze Geschichte wieder von vorne beginnen. Damals war ich auf Abschlussfahrt in Rom, als sie eingewiesen wurde. Ich hab sie von dort aus angerufen, nachdem ich allein durch die ganze Stadt zu meinem Handy gefahren bin. Sie hat mich mit demselben Satz begrüßt und mich nicht zu Wort kommen lassen. Sie redete und redete und redete... daraufhin hab ich sie nach der Rückkehr besucht. Sie war kalt und distanziert, rauchte eine nach der nächsten und sprach kaum ein Wort mit mir. Ich schrieb ihr Briefe - jeden Tag einen und bekam keine einzige Antw.
Jodeich kann deinen schmerz verstehen. man bemüht sich um einen andere person und von ihr kommt keinerlei rückmeldung. ein gedanke, der mir kam, ist folgender: könntest du dir vorstellen zu versuchen, für dich eine eigene kraftquelle zu erschließen? das ist zum einen für dich sinnvoll, weil du dann mehr 'aus dir heraus' leben kannst und zum anderen auch anderen menschen etwas abgeben kannst.
ich meine damit keineswegs, dass dir die haltung deiner freundin egal sein sollen, um himmels willen, das sicher nicht. aber indem du deinen zustand von den worten abhängig machst, die sie für dich hat (oder wie im moment nicht), brauchst du ihre energie und die muss sie, wenn ich deine zeilen recht verstand, derzeit ganz für sich nutzen.
ich wünsche dir, dass du einen weg für dich findest und gestärkt aus dieser zeit hervorgehen kannst!
thanatos4lifeDanke für deine Antwort Jode.

Eine Kraftquelle... wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht woher ich die nehmen sollte. Aber ich werde weiter darüber nachdenken.

Übrigens soll ich sie bald besuchen. Sie fehlt mir keine Frage, aber ich weiß nicht, ob ich dieses Treffen unbeschadet überstehen würde. Ich müsste schon allein um dort anzukommen meinen ganzen Mut zusammen nehmen. Dann würde ich mit dem Menschen konfrontiert, der mir seit Jahren alles bedeutet und der mir fremder ist denn je. Für meine Verlustängste wäre das sicherlich das gefundene Fressen.

Wenn ich mir das alles so durchlese, muss ich feststellen, dass ich total in mir selbst eingekerkert bin. Was tut man gegen selbsterrichtete Gefängnisse?
SoulReaper696Ich weiß auch nicht, ich muss dir irgendwie schreiben. Du willst wissen, wie man aus seinem Gefängnis ausbrechen kann. Auf deutsch gesagt, ich bin grade auch ziemlich in der Scheiße - vielleicht hast du meinen Topic auch gelesen - und ich kann dir eigentlich nur sagen, beiß die Zähne aufeinander und überleg, was für dich das Beste ist. Der Weg mag mit Reissnägeln gespickt sein, aber diesesmal zählt nicht der Weg, sondern das Ziel.

Das ist alles, worauf es ankommt:


[U]das Ziel.[/U]
solipsismusEine Frage ... beziehst du dein Selbstwertgefühl eher aus ihrer "Anerkennung" oder von dir selbst?
Wenn sie in dem Sinne der Mittelpunkt deines Lebens ist, dass du dich praktisch nur wohl fühlen kannst, wenn sie in deiner Umbgebung ist/wenn sie dir ihre Aufmerksamkeit schenkt, ist das ziemlich riskant. Ich meine damit, dass es zwangsläufig für dich immer bedeuten müsste in ein tiefes Loch zu stürzen, wenn du -aus welchen Gründen auch immer- längere Zeit keinen Kontakt mit ihr hast.
[i]Sollte[/i] dem so sein, wäre es wohl hilfreich, wenn du einen Weg fändest, auf dem du selbst einige Rollen übernimmst, die normalerweise bei ihr lagen; Anerkennung für etwas Gutes, das du erreicht hast bspw. oder einfach auch Verständnis für dein Verhalten. Es mag sonderbar klingen, wenn ich sage, dass du Verständnis für dich selbst brauchst, aber es gibt wirklich sehr viele Menschen, die nur davon leben, dass sie von Außen (Freunden, Familie, Vorgesetzten) gesagt bekommen, dass sie etwas gut gemacht habenund damit vermittelt bekommen, dass sie wertvoll sind.

Ich hoffe, das war nicht zu sehr spekuliert und einigermaßen verständlich...

Ich wünsch dir viel Kraft.
thanatos4lifeDanke auch euch beiden.

Soulreaper ich hab deinen Post gelesen und ich denke, dass du Recht hast. Der Weg hat immer nur einen Sinn, wenn man auf ein Ziel hinarbeitet. Ich wünsch dir ebenfalls viel Kraft.

Ich konnte dir durchaus folgen solipsismus. Ich würde nicht behaupten, dass ich Bestätigung nur von Außen suche. Sie ist mir wichtig wie jedem anderen Menschen auch, aber sie kommt durchaus auch von mir selbst. Allerdings hat sich im Laufe der Zeit eine Tatsache in mir festgesetzt: Mir wird die Anerkennung von meiner Freundin immer die wichtigste und wertvollste sein. Das liegt wohl daran, dass sie mich als einziges Wesen auf der Erde kennt (also wirklich mit allen Facetten, allen Abgründen, allen Narben, allen Masken, allen Spinnereien, Schwächen und Stärken). Mich ängstigt wirklich, dass sie mich auch unbewusst in die Ecke stellen kann, denn sie weiß ganz genau wie es mir geht und wie sehr ich mal drei gutgemeinte Sätze von ihr brauche in solchen Zeiten. Wie gesagt, ich nehme es ihr nicht übel, aber es erschreckt mich zu sehen, dass es (sei es jetzt auch aufgrund ihrer Krankheit) möglich ist mich auf solche Art und Weise regelrecht in die Abstellkammer zu stellen.
Jode,,wie bricht man aus einem selbsterrichteten gefängnis aus?''
versuche herauszufinden, was eigentlich die ,,wände'' deines gefängnisses sind. das können zum beispiel angst (vor einsamkeit, verletzbarkeit) sein, es können unaufrichtigkeit oder wut, ablehnung oder überheblichkeit sein. <- dies sind nur beispiele. ich will damit nicht sagen, dass das auf dich zuträfe. es können dir viele dinge begegnen, wenn du dich auf die suche machst.
,,sie kennt mich so gut ... stellt mich in die ecke.'' andere menschen können nur das mit uns machen, was wir zulassen. das klingt vielleicht hart, aber vielleicht kannst du so einen neuen ansatzpunkt für dich finden.

hast du denn die absicht, dich aus diesem dilemma zu lösen? denn glücklich klingen deinen worte nicht.

noch einmal zur kraftquelle: so lapidar es klingt, aber diese ist immer da. die frage ist allerdings, ob wir zugriff darauf haben.
,,der mensch fürchtet nicht seine schwäche, sondern seine stärke.''
ich wünsche dir alles gute!
SeelenreiseHallo thanatos4life,
zuerste möchte auch ich sagen, dass ich dir nachfühlen kann und deinen Schmerz verstehe. Es muss sehr schwer für dich sein zu lieben und das Gefühl zu haben wenig oder nichts zurück zu bekommen.

Jode hat sehr Recht mit dem was er sagt, wir selbst sind die Karft. Vielleicht kann man es vergleichen mit einem Wanderer. Wir alle sind Wanderer, und liebende gehen nur gemeinsam. Es macht mehr Spass zu zweit, man kann sich stützen und des nachts wärmen. Doch gehen müssen wir alle allein, und vielleicht bist du an diesem Punkt an welchem du wiederlernen musst von selbst auf die Beine zu kommen und weiter zu gehn. Und du musst auch lernen woher die die Kraft nimmst für deinen Weg, ausruhen. Was das konkret für dich ist, musst du herrausfinden. Sport, Gesellschaft, Alleinsein wie auch immer. Etwas was dich beschäfftig, ablenkt und dir neuen Mur gibt.

Hatte es dir geholen ihr damals Briefe zuschreiben? Wenn ja, dann mach das doch jetzt auch, nur schick sie nicht ab sondern bewahre sie auf bis sie wieder aus der Klink ist. Vielleicht sind ihr in der Siruation ihre Probleme und Gefühle genug und sie kann sich nciht noch mit anderem befassen, ich weiss es nicht. Aber diese Briefe könnten für dich eine Chance sein mti deinem Schmerz und der Verzwiflung umzugehn.

Deine Verlustängste und dein Gefängniss. Ich weiss nicht wie es in dir aussieht, aber hast du schon einmal darüber nachgedacht, dich deshalb behandeln zu lassen?
Willst du überhaupt aus deinem inneren Gefängniss ausbrechen? Und wenn ja dann wie?
Ich muss sagen es geht mir in dieser Beziehung ähnlich, auch ich habe Mauern gebaut um mich zu schützen um irgendwann fest zustellen, ich bin gefangen in meiner eigenen Schutzvorrichtung. Du musst kleine Schritte machen, deine Angst bekämpfen. Aber vorallem solltest du dir jemanden zum reden suchen, jemanden neben deiner Freundin der dich versteht und dir zuhört.

Auch SoulReaper696 hat wahres gesagt, das ziel zählt. Dein Ziel sollte nun sein die Sache mit den Klausure auf die Reihe zubringen. Mach einen Plan. Nimm dir Zeit zu lernen, so und so viele Stunden am Tag, und während dieser Zeit muss alles andere warten. Ob es dann mit der Vorbereitung in dieser zeit klappt oder nicht, dannach hörst du auf und befasst dich mit allem anderen. Versuche auf jeden Fall dich nicht verrückt zu machen!

Ob ich dir jetzt irgendwie helfen konnte, weiss ich nicht. Ich wies nciht was für ein Mensch du bist und wie es in dir aussieht. Aber ich hoffe zumindest es lässt dich nicht gänzlich den Mut verlieren.
Ich wünsch dir das Beste.
thanatos4lifeAlso ich muss sagen, dass ich froh bin hier geschrieben zu haben. Irgendwie ist es gut zu wissen, dass es außerhalb meiner Gefängniswelt einige Individuen gibt, die mein Problem verstehen. Ich danke nun auch Seelenreise für die lieben Worte.

Ich beginne am besten mit dem geringsten Übel: Meinen Klausuren. Vor 3 Jahren hab ich meine Zeit mit Lernen totgeschlagen. Meine Mutter sagte nach meinem Abitur: "Für deine Noten war es gut, dass sie monatelang weg war." Danach hab ich mich als "Frustlerner" betitelt. Vielleicht ist es dazu aber noch zu früh. Ich denke, dass sich das wieder einstellt. Bis dahin muss ich mich wenigstens ein paar Minuten dazu zwingen. Heute hat es ganz gut geklappt. Die Tage zuvor war es nahezu unmöglich. Als ich also über einer Frage hing, klingelte das Telefon und ratet mal, wer angerufen hat. Sie hatte zwar was davon gesagt sich eine Telefonkarte zu besorgen, aber geglaubt hab ich es ihr nicht. Sie rief mich heute an, um mich zu hören. Um ehrlich zu sein, war ich total baff. Ich weiß gar nicht wie lange ich mich mental auf das Lernen vorbereitet hab, nach dem kurzen Anruf jedenfalls ging es viel besser.

Was das Briefeschreiben angeht, ja, damals hat es mir geholfen. So hatte ich wenigstens eine Stunde am Tag das Gefühl mit ihr zu reden. Diese eine Stunde war im Vergleich zu den vielen Stunden, in denen ich mich geärgert hab keine einzige Antwort zu bekommen nicht viel wert. Deshalb hab ich es diesmal lieber sein lassen. Ich schreibe ihr am Tag eine Sms und bevor ich mich schlafen lege, lass ich den vergangenen Tag noch einmal an mir vorbeiziehen. Dazu schreibe ich ein paar Zeilen auf. Ich hoffe, dass mir diese Methode mehr bringt.

Mein Gefängnis ist nun ein viel größeres Problem. Ich musste heute darüber nachdenken, ob es über meiner akuten Ebene nicht vielleicht eine viel problematischere Ebene des Schemas gibt. Wird es denn in der nächsten Beziehung (falls es dazu kommt) besser werden? Oder habe ich es hier mit einem System zu tun, das unabhängig von meiner Freundin ist?
Diese Frage zu beantworten fällt mir sehr schwer, da ich zwar weiß, dass dieser Konflikt erst mit dieser Beziehung auftauchte, aber nicht sicher bin, ob es ihn nicht schon immer gegeben hat. Ich habe schon oft darüber nachgedacht mir Hilfe zu holen, denn meine Verlustängste haben einige Nebenerscheinungen (z.B. Eifersucht), die mir das Leben (im Normalzustand) auch nicht gerade leicht machen.
Ich muss dazu sagen, dass ich diese Themen durchaus schon in einer Beratungsstelle besprochen habe. Wir sind eben darauf gekommen, dass ich diese Ängste schon von klein auf habe. Woher kann sich niemand erklären. Bin mir nicht sicher, ob es auf dieser Basis Hilfsangebote für mich gibt.
Jodedas sind doch schon mal einige positive dinge: sie hat wider erwarten angerufen, du hast einen weg für das 'reden' gefunden (ich drück dir die daumen, dass es erfolgreich ist) und hast dich auch mit den klausuren befasst.

was nun den letzten abschnitt angeht, kann ich nur vermuten und ein bisschen meine erfahrungswelt einbringen: ich habe feststellen müssen, dass das gefühl des nicht beachtet werdens (eines meiner probleme) immer wieder in beziehungen (ob freundschaft oder partnerschaft) aufgetaucht ist. das ist also definitiv etwas, was mit mir und meiner geschichte zu tun hat. letztendlich habe ich mir dort nur ein stück weit raushelfen können, als ich mich damit auseinandersetzte (und die hoffnung auf den richtigen menschen, der doch einmal kommen müsste, aufgab).
ich glaube mit diesen zeilen kann ich am besten ausdrücken, was ich sagen möchte. vielleicht hilft es dir ein bisschen.
ich wünsch dir weiterhin viel glück und gutes lernen (ob klausuren oder das leben an sich).
du kannst mir auch gern eine pn schreiben!
SeelenreiseIch muss dazu sagen, dass ich diese Themen durchaus schon in einer Beratungsstelle besprochen habe. Wir sind eben darauf gekommen, dass ich diese Ängste schon von klein auf habe. Woher kann sich niemand erklären. Bin mir nicht sicher, ob es auf dieser Basis Hilfsangebote für mich gibt. [/B][/QUOTE]

Man ist selten allein mit seinen Gefühlen und Problemen, man glaubt es nur oft;)

Das sie angerufen hat muss doch zeigen, dass sie doch noch viel an dich dneken und du ihr wichtig bist. Dass die das sehr geholfen hast solltest du ihr bei Gelegenheit mitteilen,vielleicht freut sie sich ja.
Das dir das schreiben etwas hilft, find ich schön. Wenn du das brauchst und möchtest, kannst du sicher auch einiges hier loswerden, doch das lieg in deinem ermessen. Jedoch bin ich mir sicher, deine Worte werden hier gehört bzw. gelesen.

Die Sache mit dem Gefängniss wirst du wohl nur herraus finden wenn du es "ausprobierst", was wohl weniger in deinem Interesse liegen mag, oder du dir helfen lässt. Ausprobieren kannst du es ja, wenn du feststellst das dieser weg nicht die richtige Lösung ist kannst du immer noch nach einem anderem Ausweg suchen. Ich selbst habe mich schliesslich dazu überreden lassen Hilfe anzunehmen und auch wenn es meine Sitaution vorerst nur bedingt verändert hat, konnte ich mir zumindest einfach mal alles von der Seele reden. Hatte das Gefühl mir hört jemand zu, ohne schon eine vorgefertigte Meinung zu haben. Mir sind einige Dinge welche ich eigentlich schon wusste nochmals klar geworden und so ist es etwas einfacher an mir zu arbeiten. Ein Stückweit wirst du aus deinen Mauern raus müssen,sonst erdrücken sie sich irgendwann.
Ich hoffe es geht dir bereits besser.
thanatos4lifeBesser ist für mich momentan so eine Sache, denn irgendwie befinde ich mich in einer Gefühlsachterbahn und besser heißt damit auch immer tiefer fallen zu können.

Sie hat mich also gestern angerufen, um mir mitzuteilen, dass sie mich heute vielleicht anruft, wenn sie Ausgang hat. Was sie selbstverständlich nicht getan hat. Ich denke, ich werde ihr heute abend in meiner Sms schreiben, dass ich mich wohler fühle, wenn sie sich meldet. Allerdings habe ich auch da schon wieder das Problem des Aufbürdens. Wenn sie sich nicht meldet, wird das seinen Grund haben und ich will ihr keinen Druck bereiten, indem ich sie quasi dazu zwinge mich anzurufen. (Kann es denn ein Zwang sein den Menschen zu sprechen, den man liebt?) Ich drehe mich im Kreis, ganz egal an welcher Stelle ich beginne.
Gestern durfte ich mir von ihr sagen lassen, dass ich abwesend und panisch klinge. Aber sie scheint sich keine Sorgen zu machen sonst hätte sie sich heute davon vergewissern wollen. So hat dann also auch mein Gefühlszustand zwei Seiten: Wenn ich ehrlich zu ihr bin, bekomme ich (vielleicht) mehr Aufmerksamkeit (was meinen Zustand verbessert), übe gleichzeitig aber Druck auf sie aus, da sie sich ja Sorgen macht (was ich eigentlich verhindern will).

Langsam aber sicher werde ich schier wahnsinnig!!!

Wenn sich das nicht innerhalb der nächsten 3 Wochen ändert, werde ich meine altbekannte Beratungsstelle aufsuchen. Dort kann ich mir dann alles von der Seele reden und mir den mitleidigen Blick ansehen. Ob mir das in meinem Dilemma weiterhilft...
CabalKeine Hochs ohne Tiefs.

MfG
Cabal
SeelenreiseIch weiss nicht was für ein Mensch deine Freundin ist, aber vielleicht ist ihr gerade alles zu viel. Eventuell ist sie momentan schlicht nicht in der Lage sich auch noch mit deinen Gefühlen und Problemen rum zuschlagen und hat sogar ein schlechtes Gewissen dir gegenüber.
Ja es kann ein Zwang sein einen Menschen zu sprechen den man liebt. Man denk man muss jetzt, weil sonst der Gedanke aufkommt etwas geht schief. Wenn es mir schlecht geht will ich mit niemand sprechen, bin evtl auch ungerecht zu Menschen die es nur gut meinen und mache mir keine Sorgen, es liegt mir zu fern in dem Moment.
Deine Ehrlichkeit ihr gegenüber ist nicht falsch, wie ich finde. Ehrlich sein bedeutet nur nicht immer alles zu sagen was man denk und fühlt. Du wirst wohl einiges schlucken oder woanders loswerden müssen (Jode hatte doch angeboten du könntest ihm schreiben und auch ich würde dir zuhören, auch wenn wir beide nur wenig helfen können...) Ich kann mir nur vorstellen, dass sie momentan so sehr mit sich selbst beschäfftigt ist, dass sie dir nicht geben kann was du brauchst.
Leider befindest du dich in einer Sitaution in welcher ich kaum Raum für richtig handeln sehe. Wenn sie sich dort so verändert, dass sie nicht mehr der Mensch ist den du liebst oder sie dich nicht mehr liebt, dann wird dir nur bleiben zu kämpfen und sie im schlimmsten Fall gehen zulassen. Dann wird es mehr weh tun als es nun schon schmerzt, aber manchmal muss man loslassen um denjenigen glücklich zu machen den man liebt, acuh wenn es einen zerreisst.
Hast du schonmal darüber nachgedacht einige Tage keinen Kontakt zur ihr zu haben und wenn dann nur zu abgemachten Zeiten (soweit man sich absprechen kann). Könnte verhindern, dass du jeden Tag wie auf Kohlen sitzt. Etwas Abstand ist nicht immer schädlich für eine Beziehung , vorallem nicht wenn sie schon lange anhält.

Was darf ich mir den unter deiner Beratungsstelle vorstellen? Wenn du dich dort belächelt fühlst, solltest du dich nach etwas anderem umsehen. Nicht ernst genommen zu werden ist der Sache wenig zuträglich.

"Everything will be okay in the end.
If it's not okay it's not the end"
(unknown)
Nicht den Mut verlieren!
thanatos4lifeIch bin zu meiner Beratungsstelle (na wen wird es wundern?!) durch meine Freundin gekommen. Ich hatte durch ihre Erkrankung (die damals noch nicht diagnostiziert war) und durch die Entwicklungen unserer Freundschaft (bis hin zu Beziehung) irgendwann das Gefühl mit ihr festzustecken. Ich hatte es mir schließlich damals zur Aufgabe gemacht für sie da zu sein und ihr in meinem Rahmen zu helfen. Dies überstieg meine Kräfte bei weitem (was ich mir natürlich nicht gerne eingestehe). Mir wurde kläglich bewusst, dass ich nur einschlafen konnte, wenn ich wusste, dass sie ok ist und ich am vergangenen Tag alles in meiner Macht stehende dafür getan hatte.
Wir erkannten dieses Problem und sie (wofür ich ihr heute dankbar bin) hat nicht locker gelassen bis ich zur Beratungsstelle ging.

Dort sitzt nun eine Sozialpädagogin, die sowohl mich und meine Geschichte kennt als auch den Weg zusammen mit meiner Freundin bis heute beschritten hat. Sie hat mich immer als stärker und stabiler eingeschätzt (womit sie im Verhältnis zu meiner Freundin wohl auch Recht hat). Sie weiß, wie abhängig ich bin. Aber sie hat es nie für schlimm oder gefährlich gehalten.
Das Lächeln werde ich mir schon abholen, wenn ich sie anrufe. Schließlich komme ich immer an, wenn meine Freundin weg ist. Mein Problem wird sie auch schon wissen. Ich hoffe nur, dass ich in diesem Fall meine Dringlichkeit deutlich machen kann.

Welche institutionellen Möglichkeiten seht ihr für mich? Soll ich mir mit meinem Problem einen Psychologen suchen?
SeelenreiseAn deiner Stelle würde ich mich an einen Psychologen wenden. Wirklich helfen kann dir die Sozialpädagogin wahrscheinlich nicht, oder?
Kann auf jeden Fall nicht schaden einen Psychologen aufzusuchen. Allerdings weiss ich nicht in wie weit die Krankenkasse zahlt, da die Therapeutin welche ich schon aufgesucht habe keine Kassenzulassung hatte. Aber das sollte deine kleinste Sorge sein, vorranig ist nun, dass du da irgendwie raus kommst und es auch deiner Freundin bald wieder besser geht.

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