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  Forum: Auswege
    Thema: Was passiert mit mir?
Black_Angel26Hallo an alle,

ich weiß zwar nicht, ob ich hier richtig schreibe unter diesem Forenbereich. Wenn es nicht so sein sollte, dann bitte ich, diesen Beitrag in den richtigen Bereich zu verschieben.

Ich bin ein neuer Schreiber hier. Ich habe bis jetzt immer nur gelesen und das seit einiger Zeit und nun muss ich mich auch einmal zu Wort melden, weil mir etwas sehr seltsam erscheint.

Seit einigen Wochen befinde ich mich irgendwie in einem tiefen Loch, was mich sehr verwirrt.
Ich verstecke mich momentan vor Menschen, warte auf die Dunkelheit um nicht gesehen zu werden und beschäftige mich mit Gedanken, mit denen ich mich vorher nie beschäftigt habe.

Ich weiß garnicht,wie ich diese Gefühlslage erklären soll, aber es ist so, als ob ich jemanden nahestehenden verloren habe und ich trauere.
Aber dies ist nicht der Fall und selbst als mein Vater vor einigen Jahren sehr grausam gestorben ist, habe ich noch nie so ein Gefühl gehabt.

Die Lebenslust lässt nach, aber doch fürchte ich mich vor dem Tod. Ich bin in einrer Phase, wo mich alles total runterzieht, aus dem ich nicht wieder hinauf komme.
Ich könnte Tag für Tag in Tränen ausbrechen, ohne den Grund zu kennen. Es geht mir einfach seelisch sehr miserabel.

Ich dachte zuerst, das es mit dem Winter zu tun hat, aber selbst dieses kann nicht sein, da der Winter meine liebste Jahreszeit ist.
Ich dachte zuerst, ich habe mich verliebt, aber mit 30 Jahren, sollte ich das Gefühl Liebe endlich mal kennen, wobei die " Liebe" nicht sein kann.

Ich weiß, das Ihr dieses natürlich nicht sagen könnt, woran dies liegt, aber meine Frage ist doch, habt Ihr soetwas vergleichbares schon erlebt? Wenn ja, was habt Ihr getan, was war die Ursache dafür?

Bin ich in einer Depression und wo ist der Grund zu finden?

Ihr seht, ich suche Antworten auf meine Fragen. Ihr könnt mir sie wahrscheinlich nicht geben, das ist mir klar,aber vielleicht Tipps und Tricks um damit klarzukommen.

Ich habe hier etwas geschrieben, was meine Familie und Bekannte/Freunde nicht wissen und auch nicht merken, da ich im Laufe der Zeit, gelernt habe, Masken aufzusetzen, die mich selber schützen.

Ich hoffe, Ihr könnt mir einigermassen helfen.

Mit freundlichen Gruss

Black_Angel

P.S. Finde das Board echt super und habe schon Nächte davor verbracht. Mußte ich bei der Gelegenheit auch mal loswerden.
Nezach[quote][i]Original geschrieben von Black_Angel26[/i]
[b]Ich könnte Tag für Tag in Tränen ausbrechen…[/b][/quote]Worüber würdest Du Dich freuen? Wofür lohnt es sich, traurig zu sein?
AzraiylHast du ein Lebensziel vor Augen? Irgendwelche Wünsche, die du mit dir rumträgst? (Reicht die Fragen mit Ja oder Nein zu beantworten, falls Details niemanden etwas angehen)
Black_Angel26Vielen Dank für Eure Antworten,

@Nezach: tja, es gibt momentan nichts, so sehr ich auch suche, worüber ich mich freuen könnte.
Ic spiele Situationen in meinem Kopf durch, die vor einiger Zeit schön waren, aber wenn die Situationen jetzt eintreten würden, wäre es mit keiner Änderung verbunden. Da ich die Erfahrung gemacht habe, wie viele andere bestimmt auch, das jede schöne Seite, leider auch eine schlechte Seite hat.

Ja, wofür es sich lohnt traurig zu sein. Die Frage kann ich garnicht beantworten, da momentan keine Möglichkeit besteht,darüber nachzudenken, von meiner Seite her. Es lohnt sich in vielen Situationen bestimmt nicht zu trauern, nur in dieser Situation, gibt es keine Einzelfälle, sondern es fällt alles irgendwie in einem zusammen.

@Azraiyl:
Nein, mittlerweile nicht mehr. Es gibt zur Zeit keine Wünsche und auch kein Lebensziel, ausser das dieser Zustand nicht schlimmer wird.

Ich würde die Fragen auch gerne mit Details beantworten, aber ich kann dieses seelische Wirrwarr nicht auf einzelne Details begrenzen.
Schön wäre es, dann wüßte ich auch, wo ich dieses Problem anpacken könnte.
AzraiylWenn du jetzt nicht beide Fragen mit Nein beantworten hättest, dann wüsste ich auch nicht mehr was schreiben. Zumindest ich muss für mich auch beide mit Nein beantworten, befinde mich auch in einem Loch und wär manchmal dankbar darüber es würde jemand den Deckel oben zu machen. Dabei glaube ich dass ein Grossteil dieser Misere genau den Grund darin hat, dass ich nicht weis wie weiter. Früher hatte ich Wünsche die sich in zwei Gruppen geteilt haben. Die ersten habe ich mir alle (vor zwei drei Jahren) erfüllt und die zweiten sind so unerreichbar weit weg, dass ich sie nie erreichen werde, da lohnt es sich quasi nicht einmal dafür zu kämpfen. Hingegen merke ich, wenn ich manchmal etwas kleines mache was etwa so ein Monat, eine Woche, an intensiver Zeit einnimmt, quasi soviel dass nur noch zum Schlafen, Arbeiten, Hobby Platz ist, dass dann die dummen Gedanken schwinden (Man hacke gerne auf mir rum um zu zeigen dass ich einer jener dummen bin die Arbeit benötigen). Die Weihnachtszeit hingegen ist wieder perfekt geeignet um das Loch noch tiefer zu buddeln weil man an sich rum studiert und (halbwegs schlaue) Literatur liest, welche das Dilemma eher noch vergrössern. Nur schon die normale Arbeit hilft zu mir wenigstens das Loch nicht noch tiefer zu machen, wobei ich langfristig auch nach oben möchte, nur habe noch keine erdenkliche Idee was ich umsetzen/machen möchte. Zumindest ich bin überzeugt davon wenn dieser "Neuanfang" geleistet ist, dass der Rest dann sich selber löst.

Gibt es eigentlich so etwas wie Zukunftsberater? So Leute die einem helfen dem eigenen Leben einen neuen Weg zu geben? Ist natürlich einfach gesagt jeder sei seines eigenen Glücks Schmied, wenn einem jegliche Ideen fehlen.
smart_hicksHallo,

dann melde ich mich mal zu Wort :). Solche Gefühle meine ich zu kennen und als ich in der Vergangenheit in einer ähnlichen Situation war, konnte ich mich nach einigen Wochen dazu durchringen, diese Gefühlslage als Chance zu betrachten, mich mit meinem eigenen Leben und dem Leben der Menschen in meiner Umgebung auseinanderzusetzen; versuchte die Ausgangslage zu betrachten, analysieren und dachte darüber nach, wie ich vom gegenwärtigen Punkt aus betrachtet, meine eigene Zukunft gestalten möchte. Die negative Trauer wandelte sich in eine süßliche Melancholie um - ich hoffe das gleiche Gefühl wird auch Dir widerfahren, muss es aber natürlich nicht. Solltest Du jedoch verbittern und Deine Gefühle sterben ab oder werden taub, kann es auch krankhafte Ausmaße annehmen, was dann meistens auf eine Depression hinweist, aber es gibt auch andere seelische Probleme, die ähnliche Bilder aufweisen - will mich jetzt aber nicht aus dem Fenster lehnen, schließlich bin ich weder Psychotherapeut noch Psychiater :). Ich hoffe Du lernst mit der gegenwärtigen Stimmung umzugehen, vielleicht hilft es auch mit vertrauten Personen zu sprechen, das kann manchmal sehr hilfreich sein. Hast Du auch Sehnsüchte? Mit denen solltest Du dich dann vielleicht beschäftigen und darüber nachdenken, wie Du diese Bedürfnisse - seien sie nun materieller oder emotionaler Natur - befriedigen kannst oder fragst andere um Rat, wenn es Dir selbst zu schwer fallen sollte.

Gruß

Hicks
Nageth[QUOTE][i]Original geschrieben von Black_Angel26 [/i]
[B]Vielen Dank für Eure Antworten,

@Nezach: tja, es gibt momentan nichts, so sehr ich auch suche, worüber ich mich freuen könnte.
Ic spiele Situationen in meinem Kopf durch, die vor einiger Zeit schön waren, aber wenn die Situationen jetzt eintreten würden, wäre es mit keiner Änderung verbunden. Da ich die Erfahrung gemacht habe, wie viele andere bestimmt auch, das jede schöne Seite, leider auch eine schlechte Seite hat.

Ja, wofür es sich lohnt traurig zu sein. Die Frage kann ich garnicht beantworten, da momentan keine Möglichkeit besteht,darüber nachzudenken, von meiner Seite her. Es lohnt sich in vielen Situationen bestimmt nicht zu trauern, nur in dieser Situation, gibt es keine Einzelfälle, sondern es fällt alles irgendwie in einem zusammen.
[/QUOTE]

Wie leer dein Leben sein muss ... überleg einmal ... meinst du du kannst verhindern das alles seine Schatten seiten hat? meinst du ernsthaft Licht könne ohne Schatten existieren oder andersrum? Wäre es dir lieber wenn du in einem grauen Matsch aus Nichts leben würdest? wo es weder schwarz noch weiß gibt. Es gäbe keine Probleme... aber auch kein Glück. Wenn du beginnst dir alles was schön ist, jedes Licht dunkel zu reden ... damit machst du dich selbst kaputt. bist du nicht stark genug um wieder aufzustehen wenn du einmal gefallen bist?
Überleg einmal, ob dir mal etwas schlechtes wiederfahren ist, das in nachhinein aber etwas möglich gemacht hat das dir ein Lächeln aufs gesicht zaubert. Es ist deine eigene Entscheidung. Gibts du dich der Trauer hin, das kei Glück DURCHGÄNGIG erreichbar ist? oder gibts du dich der Aufgabe hin, immer danach zu streben zu lernen, aus jeder situation, einfach jeder. Es formt und trägt dich immer weiter nach vorn wenn du dich nicht hinsetzt und aufgibts. und aufgeben ... ist etwas für schwache geister ... ich sagte es schon ... es ist allein deine entscheidung. denk einmal darüber nach ...

[QUOTE]
@Azraiyl:
Nein, mittlerweile nicht mehr. Es gibt zur Zeit keine Wünsche und auch kein Lebensziel, ausser das dieser Zustand nicht schlimmer wird.

Ich würde die Fragen auch gerne mit Details beantworten, aber ich kann dieses seelische Wirrwarr nicht auf einzelne Details begrenzen.
Schön wäre es, dann wüßte ich auch, wo ich dieses Problem anpacken könnte. [/B][/QUOTE]

Na wo wohl? an deiner einstellung! du kannst mir nicht erzählen das alles was du erlebt hast scheiße war, das nichts dir je ein lächeln ins gesicht gezaubert hat! kannst du nicht. Das menschliche hirn merkt sich aus "schutzgründen" eher schlechte dinge. Besiege den verstand, und hör auf soviel zu erwarten. Wer das geringste erwartet, den wird jede kleinigkeit erfreuen. Wer nichts erwartet, kann sich selbst mit kleinigkeiten beschenken. Keine Ziele, keine Wünsche, keinen Traum? Hast du Hobbies? Wie wäre es mit einer Kampfkunst? etwas das körper und geist fordert ... das dir unter anderm auch das gefühl gibt gebraucht zu werden falls es dir daran fehlt. ich finde es ziemlich traurig sowas zu lesen ... du denkst also weiter ... schön .. aber du kommst nicht damit zurecht, statt das es dir klar macht das enttäuschen dazugehören, das es nicht immer perfekt laufen kann... statt das es dich stark macht und dich dafür kämpfen lässt probleme und hürden zu überlaufen ... statt dessen setzt du dich hin und gibts dich dem selbstmitleid hin .. traurig wirklich ...

tut mir wirklich leid wenn das zu hart klingt.. ich hab dasselbe durchgemacht als ich so um die 16 war... aber mir ging es nichtmal um mich selbst, ich hab die menschen um mich rum sich selbst unglücklich machen sehen und das hat mich wütend gemacht und im endeffekt in dasselbe loch getrieben ... damit meine ich vor allem die die mir nahe stehen .. ich konnte es nicht begreifen aber sie wollten auch keine hilfe ... also vergib mir bitte...
wannadie@ Nageth:
Ich muss schon sagen, dass ich deinen Beitrag eher weniger hilfreich finde.
Schließlich gibt es einen grundlegende Unterschiede zwischen dem, was Black Angel beschreibt und dem, was du als Loch bezeichnest...

1. Du kannst einen Grund benennen, warum du dich so gefühlt hast.
2. Dein Loch bezieht sich auf andere, Black Angel ist in diesem Loch nicht aus Mitleid und ich wage zu behaupten auch nicht aus Selbstmitleid.

Ich bin etwas enttäuscht, dass man auf Personen, die Hilfe suchen und sich in dem bechriebenen Zustand befinden so scharf reagiert, man kann alles schließlich auch etwas freundlicher ausdrücken.

@ Black_Angel26:
Ich war in einem ähnlichen Loch, doch mir war nicht nach weinen zumute... Ich hab ganz schlicht gar nichts mehr gefühlt, ich hätte mir gewünscht lachen zu können, doch ich habe keinen Grundgesehen, so ging es mir auch mit Trauer und allem anderen, im Prinzip war mir alles gleichgültig...(gefühlsmäßig zumindest) Das soll heißen, dass ich mir nicht gerade weniger Gedanken um alles mögliche gemacht hab... Die Welt kam mir plötzlich furchtbar vor, nicht auf etwas bestimmtes bezogen, ich hab einfach über alles nachgedacht, über Gott, die Welt, die Menschen und konnte Nachts nicht schlafen, weil ich mit Nachdenken beschäftigt war.
Ich hab mich zuhause versteckt und Filme geguckt... Ne Menge Filme, da das meine einzige Möglichkeit war zu weinen... Ich konnte nicht über meine Situation weinen, aber über die der Hauptpersonen aus den Filmen, in die ich mich hineinversetzt habe.

Das hat mir echt geholfen, so doof das auch klingt... Mein allgemeiner Zustand schien nicht mehr so hoffnungslos, schließlich hatte mein Körper ja noch nicht verlernt Tränen zu produzieren.

Viele Meiner Freunde haben gesagt, ich spinne oder versinke im Selbstmitleid, weil sie das nicht nachvollziehen konnten. Inzwischen muss ich sagen, bin ich froh, dass ich Freunde habe. Sie waren erst da, wie ein Seil, an dem ich mich festklammern konnte und haben mich dann mit vereinten Kräften aus dem Loch gezogen. Ich muss allerdings auch sagen, dass das nicht ganz ohne professionelle Hilfe erst von der Psychotherapeutin und dann vom Psychater ablief, da ich wirklich in argen Depressionen war. Aber dadurch, dass meine Freunde mir das Gefühl gegeben haben, dass sie mich brauchen und dass sie für mich da sind und mich mehr oder weniger allabendlich "mitgeschleift" haben, wohin sie auch immer gegangen sind(auch wenn ich der totale Stimmungskiller war) Hab ich doch ab und zu lachen müssen. ;) Und dann war mein bester Freund in argen Problemen mit Alkohol und Schlägereien und plötzlich hatte mein Leben eine Aufgabe, einen Sinn.

[B]Du hast gesagt, dass jede gute Sache auch ihre schlechte Seite hat, aber ich habe in dieser Situation erfahren, dass es auch andersherum ist, nichts ist nur schlecht. [/B]

[B]Mein Beispiel:[/B]
-bester Freund: trinkt viel Alkohol(auch alleine), prügelt sich betrunken mit wildfremden Menschen, endet mit einer Gehirnerschütterung nach der anderen und am Ende sogar mit einigen gebrochenen Rippen, Mittelhandknochen und einem gebrochenen Schlüsselbein im Krankenhaus.

>>>schlechte Erfahrung, da man sich Sorgen macht, schließlich wird er trotz allem nicht schlauer und kommt aus eigener Kraft nicht voran

-ich: habe eine Aufgabe gefunden, schlafe jede Nacht bei ihm und lasse ihn auch sonst nur aus den Augen, wenn andere Freunde bei ihm sind, koche für ihn, geh mit ihm abens was trinken, er fährt, darf also keinen Alkohol trinken und ich trinke aus Solidarität auch keinen, mir ist das ja eh gleichgültig...

>>positive Auswirkung auf mich, ich habe eine Aufgabe und plötzlich keine Zeit mehr über Gott und die Welt nachzudenken, ich sehe einen Sinn im Leben und habe jemandem, in den ich mich hineinversetzen kann


Nun hat meine Psychotherapeutin zwar gesagt, das Aufopferung für andere nur eine Ablenkung von den eigenen Problemen ist, aber so hatte ich Zeit erstmal wieder nen bisschen Lebensfreude durch Verdrängung zurück zu gewinnen und dann mit professioneller Hilfe mein Problem mit umso mehr Tatendrang anzugehen.

Du siehst also, ich denke, dass es keine allgemeingültige Problemlösung gibt, ich kann dir nur von Erlebnissen berichten und hoffen, dass dir das eine Hilfe ist.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Nageth [/i]
Wäre es dir lieber wenn du in einem grauen Matsch aus Nichts leben würdest? wo es weder schwarz noch weiß gibt. Es gäbe keine Probleme... aber auch kein Glück. Wenn du beginnst dir alles was schön ist, jedes Licht dunkel zu reden ... damit machst du dich selbst kaputt. bist du nicht stark genug um wieder aufzustehen wenn du einmal gefallen bist?[/QUOTE]Für mich liest es sich eher so, als ob Black_Angel26 gerade in diesem "grauen Matsch aus Nichts" steckt. Wenn man oft genug aufgestanden und wieder hingefallen ist, kann man dieses Spieles überdrüssig werden.

[QUOTE]Gibts du dich der Trauer hin, das kei Glück DURCHGÄNGIG erreichbar ist? oder gibts du dich der Aufgabe hin, immer danach zu streben zu lernen, aus jeder situation, einfach jeder. Es formt und trägt dich immer weiter nach vorn wenn du dich nicht hinsetzt und aufgibts. und aufgeben ... ist etwas für schwache geister[/QUOTE][b]Was ist "vorn"?[/b]
Ich glaube das ist die Frage, um die es hier eigentlich geht.

[QUOTE]Keine Ziele, keine Wünsche, keinen Traum? Hast du Hobbies? Wie wäre es mit einer Kampfkunst? etwas das körper und geist fordert ... das dir unter anderm auch das gefühl gibt gebraucht zu werden falls es dir daran fehlt.[/QUOTE]Ja, was ist dann? Wie kann man durch Kampfkunst das Gefühl erreichen, gebraucht zu werden?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Black_Angel26 [/i]
es gibt momentan nichts, so sehr ich auch suche, worüber ich mich freuen könnte ... Da ich die Erfahrung gemacht habe ... das jede schöne Seite, leider auch eine schlechte Seite hat ... Es lohnt sich in vielen Situationen bestimmt nicht zu trauern, nur in dieser Situation, gibt es keine Einzelfälle, sondern es fällt alles irgendwie in einem zusammen ... Es gibt zur Zeit keine Wünsche und auch kein Lebensziel, ausser das dieser Zustand nicht schlimmer wird. Ich würde die Fragen auch gerne mit Details beantworten, aber ich kann dieses seelische Wirrwarr nicht auf einzelne Details begrenzen.[/QUOTE][QUOTE][i]Original geschrieben von Azraiyl [/i]
Gibt es eigentlich so etwas wie Zukunftsberater? So Leute die einem helfen dem eigenen Leben einen neuen Weg zu geben?[/QUOTE]Ich glaube, die Probleme kommen gerade daher, dass man seinen Blick zu sehr auf weitgesteckte Ziele lenkt. Es entsteht dann genau der Effekt, dass man den Blick für naheliegende Detals verliert.

[URL="http://www.dr-mueck.de/HM_Denkhilfen/Hermann-Hesse_Glueck.htm"]"Solang du um Verlornes klagst und Ziele hast und rastlos bist,
Weißt du noch nicht, was Friede ist." (Hermann Hesse)[/URL]

[QUOTE][i]Original geschrieben von wannadie [/i]
Ich war in einem ähnlichen Loch, doch mir war nicht nach weinen zumute... Ich hab ganz schlicht gar nichts mehr gefühlt, ich hätte mir gewünscht lachen zu können, doch ich habe keinen Grundgesehen, so ging es mir auch mit Trauer und allem anderen, im Prinzip war mir alles gleichgültig...[/QUOTE]So ähnlich ging es mir auch, vor längerer Zeit - und mein Weg aus dieser Situation war auch ähnlich dem von wannadie:[QUOTE]Ich konnte nicht über meine Situation weinen, aber über die der Hauptpersonen aus den Filmen, in die ich mich hineinversetzt habe. Das hat mir echt geholfen, so doof das auch klingt... Mein allgemeiner Zustand schien nicht mehr so hoffnungslos, schließlich hatte mein Körper ja noch nicht verlernt Tränen zu produzieren. Viele Meiner Freunde haben gesagt, ich spinne oder versinke im Selbstmitleid, weil sie das nicht nachvollziehen konnten.[/QUOTE]Bei mir ist es nur statt Filmen einfach [URL="http://www.amazon.de/dp/B0015WLYYI"]"traurige" Musik.[/URL] Heute erscheint mir diese Trauer gar nicht mehr negativ, sie stiftet Friede und Seelenruhe.

[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
versuchte die Ausgangslage zu betrachten, analysieren und dachte darüber nach, wie ich vom gegenwärtigen Punkt aus betrachtet, meine eigene Zukunft gestalten möchte. Die negative Trauer wandelte sich in eine süßliche Melancholie um - ich hoffe das gleiche Gefühl wird auch Dir widerfahren, muss es aber natürlich nicht.[/QUOTE]Ich glaube auch, dass es gut ist, sich mehr der Gegenwart zu widmen. Was kann ich [b]hier und jetzt[/b] tun, damit es mir besser geht? Worauf habe ich [b]jetzt gerade[/b] Lust? Wer kann schon so genau sagen, was die Zukunft bringt? Das Einzige, was einigermaßen sicher ist, ist dass wir irgendwann in der Kiste landen. Was ist also falsch daran, wenn sich meine Gedanken vor allem um mein Hier und Jetzt und [b][URL="http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1316847#post1316847"]um mich selbst drehen?[/URL][/b]
Nageth[QUOTE]Du hast gesagt, dass jede gute Sache auch ihre schlechte Seite hat, aber ich habe in dieser Situation erfahren, dass es auch andersherum ist, nichts ist nur schlecht. [/QUOTE]

ja, das wollte ich damit eigentlich auch sagen ... bzw. manchmal ist der übergang auch nicht so fließend ... ein banales beispiel dafür: ich habe wie bekloppt 3 wochen jeden tag 2 Stunden für meine Französisch Nachprüfung geübt, und ich war eine halbe Note zu schlecht um die Oberstufenqualifikatin zu erreichen. Natürlich ging es mir reichlich schlecht, ich wusste nicht wie es weiter gehen soll ... keine Perspektiven in dem Moment ... nunja, doch bin ich aus der Kleinstadt nach Hamburg gezogen und mache hier meine Ausbildung zu einer Mediengestalterin und ich war sogar über ein Jahr sehr glücklich damit. Wie es im MOment aussieht steht auf einem anderen Blatt und deshalb entschuldige ich mich auch für die scharfen Worte ... hat mich total auf dem falschen fuß erwischt und mich geärgert zu lesen, das hier im Nachhinein auch gute Zeiten nicht mehr wert scheinen ihnen ein Lächeln zu schenken ... Es tut mir leid ... sollte meine Emotionen auch ein wenig unter Kontrolle halten :)

zurück zum thema:
[QUOTE]Was ist "vorn"?
Ich glaube das ist die Frage, um die es hier eigentlich geht.[/QUOTE]
Vorn, die nächste Sekunde, die nächste Stunde und das nächste Jahr. Da ich davon ausgehe, das das Leben ein Kreis ist und keine Linie und es immer in bewegung ist, also, mal stehst du oben ound bist mehr als entspannt, und dann bist du in der unteren hälfte und musst dich wieder hocharbeiten ... in diesem fall wäre "vorn" ebenso jeder schritt in diesem Kreis ... egal von wo ...

[QUOTE]Ja, was ist dann? Wie kann man durch Kampfkunst das Gefühl erreichen, gebraucht zu werden?[/QUOTE] Es vermittelt verschiedenen Personen verschiedene Gefühle. Je nach dem warum und wie man es anpackt. Das Gefühl, wichtiges verteidigen und beschützen zu können, auch wenn es noch nicht dazu kam, aber es zu können.

[QUOTE]Ich glaube, die Probleme kommen gerade daher, dass man seinen Blick zu sehr auf weitgesteckte Ziele lenkt. Es entsteht dann genau der Effekt, dass man den Blick für naheliegende Detals verliert.[/QUOTE]
ganz genau ... viele planen weit in die zukunft, bauen auf "vielleichts" die vielleicht überstanden werden können ... vielleicht bricht der plan auch nicht beim ersten oder zweiten "vielleicht" ... vielleicht aber beim 3 oder 4, oder nie, oder sofort ... statt bis zum ersten "vielleicht" zu denken und erst dann weiter zu planen ... ist einer der Gründe warum ich mich momentan "in der unteren Hälfte" befinde.

[QUOTE]Bei mir ist es nur statt Filmen einfach "traurige" Musik. Heute erscheint mir diese Trauer gar nicht mehr negativ, sie stiftet Friede und Seelenruhe.[/QUOTE]
hmm .. ja das kenne ich auch mehr als gut ... aber ist auch mit vorsicht zu genießen denn wenn man davon nicht loslassen kann zieht einen die Musik immer wieder nach unten ... oder was meint ihr? ich weiß nicht wie es bei anderen ist ... mir gehts so : /

Ich bitte nochmal um verzeihung wegen der scharfen worte .. habs mir nochmal durchgelesen und das, was ich damit sagte meinte ich zwar so, aber zu dem wortlaut hatte ich kein recht.

Nageth
Black_Angel26Hallo an alle,

vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten und entschuldigt bitte, das ich mich dazu erst sehr spät diesmal äussern kann.

Ich will mal versuchen, auf die Antworten einzugehen, aber werde wohl nicht alles beantworten können.

Nun, erstmal am Anfang gesagt, es ist nicht mehr ganz so schlimm. Ich habe versucht,mich selber aus dem "Loch" zu befreien, was mir teilweise gelungen ist, so das ich beschlossen habe, am Montag wieder arbeiten zu gehen, nachdem ich 3 Wochen ausser Gefecht gesetzt war.

Diese Gefühle, die ich am Anfang des Beitrages erwähnte, sind nicht vorbei. Es ist nur so, das die Gefühlsausbrüche nicht mehr so oft vorhanden sind.

Das was übrig geblieben ist, das ist eine Leere, fast schon eine Mauer, die mich vor anderen Menschen und Situationen auf Distanz hält.

Ich weiß nicht, ob Ihr versteht, wie ich das meine, ehrlich gesagt,kann ich es immer noch nicht erklären, was da allgemein geschieht.

@Nageth:

Nein, das ist kein bemitleiden meiner selbst. Da widerspreche ich Dir, da ich mich selber noch nie ernsthaft bemitleidet habe und dieses wahrscheinlich auch nie geschehen wir.

Ein Hobby ist was tolles, wenn man auch in dem Zeitpunkt den Elan hat, dieses Hobby auszuführen. Dabei ist es egal, welches Hobby man hat.

Das alles in meinem Leben "Scheisse" war, habe ich nicht behauptet und würde ich auch so nicht unterstreichen. Nur in dem Moment, in dem jetzt, ist nichts da, woran ich freudig zurückblicken könnte, nunmal ich auch bezweifele, das es mich weiterbringen würde, da dieses in der Vergangenheit liegt.

Keine Sorge, das war nicht zu hart. Wenn ich davor "Angst" hätte, dann hätte ich dieses Posting nicht erstellt.

Es ist richtig, das ich zu viel über Sachen nachdenke, die vielleicht Bestimmung sind oder die man "wahrscheinlich" nicht ändern kann.

Leider ist es mir nicht möglich, dieses Denken abzustellen. Ob ich das will oder nicht.

Das Leben, die Menschen und was alles zusammen gehört, werfen für mich Rätsel auf.

Ich könnte ewig so weiter erzählen und schreiben,aber ich denke mal, das es den Rahmen sprengen würde.

Dieses ewige auf und ab, diese teilweise doch sehr starke Arroganz der Menschen*nein, bin kein Feind der Menschen*, machen mir auch ausserhalb dieser Situation teils zu schaffen.

Leider gibt es nach einem auf ein noch tieferes ab...Ich tue einen Schritt nach vorne und dann im wahrsten Sinne, zwei Schritte wieder zurück...
Gothic_MessageHallo Black_Angel26!

Ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst, da ich gerade in einer ähnlichen Phase stecke.
Ich merke, wie meine Stimmung, mein Lebensmut und damit auch meine Selbstachtung wieder schwindet, die ich mir letztes Jahr in der Therapie so mühsam aufbauen musste.
Ich merke, wie der Druck auf mir größer wird und ich über jede Kleinigkeit in Tränen ausbrechen könnte.
Dazu kommt noch, dass ich für eine bestimmte Person etwas empfinde, jedoch nicht weiß, was es ist...

Ich habe schon einíge Jahre in diesem Zustand verbracht, letztes Jahr hatte ich allerdings eine Hoch-phase... ich dachte, ich wäre die Depression endlich losgeworden, ich fühlte mich besser, fast gesund.
Jetzt stelle ich fest, dass ich es doch noch nicht geschafft habe.

Ich werde wieder eine Therapie machen - und hoffen.


Ich würde dir raten, nicht zu vergessen, wer dir wichtig ist.
Menschen, für die es sich lohnt, am Leben zu bleiben, die dir wieder helfen können auf die Beine zu kommen.
Mir hilft es, mit jemandem darüber zu reden wie es mir geht, selbst wenn die Person überhaupt nicht helfen kann (es gibt nur eine Person, der ich so sehr vertraue).

Manchmal hilft es auch einfach zu weinen.

Versuch, dir selbst etwas Gutes zu tun, belohne dich und mach dir keine Selbstvorwürfe.

Ich weiß, dass es vor allem dann schwer ist, sich etwas zu gönnen, wenn man diese innere Leere spürt, dieses "eigentlich ist es doch sowieso egal"-Gefühl.
Trotzdem habe ich bei mir festgestellt, dass es mir manchmal trotzdem kurzweilig besser ging...


Ich hoffe sehr, dass dir das ein wening weiterhelfen konnte!
Alles Liebe,
Cat

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