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  Forum: Auswege
    Thema: Essstörungen
VardaWollte dieses Unterforum nutzen um zu fragen, ob sich jemand mit Essstörungen auskennt?
Wenn ich darf...

Danke, Varda
mcbearmhh.. essstörungen.
das ist ein ziemlich breiter begriff.
essstörungen können zum beispiel bei depressionen auftreten.
in diesem fall wird oft weniger bis gar nichts oder ein totales übermaß konsumiert.
in meinem fall war es eine zeit lang gar nichts.. was zur folge hatte
dass ich einige wochen kaum was essen konnte.. weil mir jedesmal schlecht wurde wenn ich nur ein happen gegessen habe.

ich hab erstmal überhaupt nicht mitbekommen, dass ich aufgehört hab zu essen.
dann wollte ich .. und so war mir einige zeit tagelang nur übel.
von einer banane oder einem toast den tag..

wenn ich mehr gegessen habe wurde mir noch schlechter und somit musste ich mich wieder langsam rantasten.
war glücklicherweise keine allzulange zeit und mein körper ist robust.
hats gut getragen.



totale fresssucht kommt auch oft mit depressionen und zieht oftmals
boulemie oder magersucht generell nach sich..

das hab ich selber nich erlebt aber ich kenne menschen...
äusserlich meist erst nach jahren erkennbar ist es dann reichlich schwer zu
therapieren..


eine aus meinem bekanntenkreis isst so gut wie gar nichts.
alle 3-4 tage mal ein brötchen.. ansonsten nur hier und da nen salatblatt..
nur im seltensten fall mal nen apfel oder ähnliches...
ich bin immer wieder erstaunt wie sie damit klar kommt aber sie scheints
nicht zu stören und wir haben keinen einfluss auf diese entscheidung.




generell sollte man bei depressionen eines nahestehenden menschens
und dadurch anfänglichen essstörungen
durch lieblingsessen kochen etc. unterstützung leisten und so wirklich
darauf drängen dass der mensch wieder mehr isst.
stück für stück natürlich... langsam.

zudem sollte dieser das rauchen und kaffee trinken lassen bzw. stark einschränken, da dies das kaum vorhandene hungergefühl total ausschaltet
und die übelkeit extrem verstärkt..


---
hoffe ich konnte dir helfen
mcbear
FrostwyrmIch hatte eine Zeitlang mit Betroffenen Kontakt...
Um welche Form der Essstörung geht es denn?
VardaAb wann beginnt denn eine Essstörung? Ist jemand schon essgestört, der sich mehrmals am Tag wiegt und erwartet, dass das Gewicht immer sinken müsse? Oder dann, wenn dasEssen den ganzen Tagesablauf und alle Gedanken einer Person bestimmt? Oder mit dem ersten Erbrechen?

Um welche Form es geht... hm. Es geht glaub ich darum, das rauszufinden.

Danke schon mal für die Antwort.
lavernaIch weiß nicht, ab wann man es als "Essstörung" bezeichnet. Allerdings denke ich, dass man bei dem, was du in deinem letzten Posting aufgezählt hast, von zumindest von einer gestörten Haltung/Einstellung zum Essen sprechen kann.
Wo man nun von Essstörung redet, weiß ihc nicht. Dazu fehlt mir das Wissen.

Ich denke, es gibt sehr viele Mögliche Ursachen und Auslöser für ein gestörtes Essverhalten.
Ich persönlich hatte auch eine Weile (ca. 1 bis 1,5 Jahre) Probleme mit dem Essen. Das lag nciht daran, dass ich z.B. super schlank werden wollte, das hatte andere Gründe, die nichts mit dem Essen oder dem äußeren Erscheinungsbild zu tun hatten.
Vielleicht hilft es ja schon ein wenig, wenn du dich im Internet schlau machst. Es gibt eine Seite magersucht.de, auf der ich auhc viel gelesen habe und ich denke, man kann dort einiges erfahren.

Letzten Endes kann nur ein Arzt genau sagen, was los ist, woher es kommt. Und effektiv kann man nur durch eine richtige Behandlung etwas ändern. Es bringt nichts, die "Ausprägungen" einer Essstörung zu behandeln, es ist unbedingt erforderlich, dass man nach den Grünedn und Ursachen forscht und genau dort behandelt.

Das ist alles natürlich nur mein subjektives Empfinden, das nicht 100% korrekt sein muss, aber ich schreibe mit der besten Absicht!

Lieben Gruß
laverna
Cold Rain@ varda

Was du beschrieben hast, ist auf alle Fälle ein Weg in eine Essstörung. Es steigert sich langsam aber sicher und irgendwann findet man nicht mehr hinaus, obwohl man ja alles unter Kontrolle hat^^
Ich habe es bei meiner besten Freundin erlebt und auch bei mir ist es so ähnlich.

Ich persönlich denke, dass eine Essstörung irgendwo da anfängt, wo man Essen zur Hauptsache erhebt... nicht mehr nebenbei einfach was isst, sondern immer darüber nachdenkt (außer bei absoluten Fressanfälle, da scheint das Gehirn auszusetzen). Oder man in Gesellschaft anderer nicht mehr ohne Gedanken essen kann.

Kannst dich bei Fragen ja mal melden.
Schwarze Katze@varda

dass, was du beschreibst sieht sehr nach eine Esstörung aus.

So hat es bei mir angefangen:
mehrmals pro Tag wiegen, nur ans Gewicht denken, Kalorien zählen. Und irgendwann kam Erbrechen dazu.

Du kannst sich an mich per PN wenden, ich bin aus der Sache raus und halte mich für stabil
MenedemosWenn man zum All-you-can-eat-Japaner geht und bei jeder Sushi-Rolle schlechtes Gewissen hat...

Wir sollten es endlich mal tun, um es herauszufinden!

Aber abgesehen davon, ich denke, der Übergang ist fließend.
Die_Wölfin*malwiederhochhol*
wie siehts unter euch so aus? ist jemand betroffen?*vorsichtigfrag*
Lady_PsychoJap...ich...
HexentanzHallo,

ich glaube das ich ein Musterexemplar der Essstörungen bin. Bis zu meinem 15 Lebensjahr litt ich unter starkem Übergewicht. Zum Schluss fast 110 Kg. Danach verviel ich dem Gegenpol. Ich machte eine Diät die erst in Bulemie und dann in Anorexia Nervosa (Magersucht) und akuter Lebensgefahr bei 32,5 kg endete. Ich war dann ein halbes Jahr im Krankenhaus in der Kinder und Jugendpsychiatrie in Essen.

Das ich das überlebt habe ist heute noch ein Rätsel für alle Ärzte und die die mich kennen, denn ich bin 1,70 m gross und normalerweise hätte ich schon bei 38 kg das zeitliche segnen müssen. Dazu kommt bei mir auch noch Borderline und sonstige Depressionen. Na ja wie gesagt ein Musterexemplar. Mit 19 wurde ich dann aus der Klinik entlassen. Seitdem kämpfe ich immer wieder mal mit meinem Gewicht. Ich habe immer mal Phasen in denen Magersucht oder Bulimische Magersucht durchkommt. Mein Körper ist organisch schon geschädigt (Magen Darm). Aber ansonsten sehr robust. Ich muss nur aufpassen, das ich nie unter 42 kg falle, dann heist es Krankenhaus. Im Moment habe ich ca. 48 kg und möchte wieder 51 kg erreichen.

Ich habe nämlich eine anstrengende Zeit hinter mir. Das einzigst gute was ich jemals erreicht habe ist eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung von OBerhausen und meine kleine Tochter die oh wunder (keiner kann sich erklären das ich schwanger wurde, eigendlich unmöglich) kerngesund und quietschfidel geboren wurde. Sie ist sogar in ihrer Entwicklung extrem weit (Man vermutet hochbegabung sie soll vor der Einschulung den Test machen) jetzt ist sie 3.

Na ja also das bin ich

Gruss

Dany
Die_Wölfinwow, du hast ja echt schon ne menge durchmachen müssen... finde es aber echt stark, dass du den kampf nie aufgibst! :)
werde ab nächste woche wieder in ne klinik gehen... hoffe, dass es diesmal was bringt... bin selbst ms mit bulimischen phasen... aber zur zeit bin ich wieder extrem abgerutscht von 58kg auf 48kg bei 1,78m...
darf ich fragen wie alt du bist?
glg wölfin
HexentanzHi,

also ich bin jetzt 27 Jahre alt und halte mich tapfer. Ich drücke Dir auch alle Daumen.

L. G.

Dany
moreIch denke fast 70% der Bevölkerung leidet an Essstörungen, leider wird es nur bei einer geringen Zahl diagnostiziert. Die Sache ist die, niemand weiss was normal ist. Wer weiss denn schon was genau er isst? Wer kennt sein Normalgewicht, mal abgesehen von dieser teuflichen und unsinnigen Erfindung wie dem BMI, der total an der menschlichen Anatomie, dem menschlichen Wohlfühl-Index vorbei geht? Als wäre das so einfach ein paar Zahlen durch den Taschenrechner zu jagen um zu wissen, dass man "Normal" ist.
Ich kämpfe auch jeden Tag aufs Neue mit meinem Gewicht, ich mache das nun seit vielen Jahren. Und ich bin mit Sicherheit krank. Und dass, obwohl ich sechs Jahre Ernährungslehre studiert habe, und weiss was mein Körper braucht, wieviel, in welcher Zusammensetzung, was ich vermeiden soll, bla, bla, bla...

Geht doch mal mit offenen Augen durch die Stadt, oder seht euch in eurer Schule um. Und dann denkt mal nach, wen ihr als normal einstufen würdet, und was für eure Augen normal ist... DAS sollte doch mal definiert werden... Die eine zu dick, die andere zu dünn, die eine unsportlich, die andere hat vom Fastfood eine unreine Haut, die Haare zu fettig, oder zu dünn, zu durchtrainiert, ect. Kommt auch alles von der Ernährung...

Ich könnte da Geschichten erzählen, ich treibe zwei mal die Woche Sport mit einer Nachbarin, zusammen haben wir sicherlich 30-40kg zuviel auf den Rippen, ich am Bauch, sie an Hintern und Beinen. Sie macht Weight-Watchers was ihr gut hilft, jedoch quält sie sich seelisch, ist unzufrieden, hat Angst um den Job, oder um ihrer Schwiegermutter nicht zu gefallen. Hüftumfang: 130cm... Taile 95cm, wusstet ihr schon, dass die Taille bei einer Frau 85cm nicht übersteigen darf? BMI 33, also adipös...
Ich schule gerade um, habe ein Gesundheitszeugnis gebraucht. Ich möchte Hauswirtschaftslehrerin werden. BMI 30, 8kg zuviel um verbeamtet zu werden. Ich habe Kleidergrösse 40/42

Und da soll man nicht krank werden? Es ist wohl so, wenn jeder auf seinen Körper hören würde... Aber leider tönen die Stimmen von TV und Bekanntenkreis viel lauter... Ich wünsch euch allen viel Erfolg, und lasst euch nicht wahnsinnig machen... Ihr seid alle wertvoll, so wie ihr seid...
Lady_PsychoIch schreib' jetzt auch 'mal meine Geschichte auf...:
Ich musste mit 12 anfangen, die Pille zu nehmen, weil ich meine Tage 3 Monate am Stück ohne Pause hatte...zwar nicht immer gleich stark, aber das Blut war immer da...Ich hab' die Pille genommen und dann total zugenommen...auch weil ich keinen Sport machen konnte, da ich natürlich totalen Eisenmangel hatte...
Ich hab' immer mehr zugenommen, bis ich 64 Kg auf 1,55m wog...ich hab' ständig Diäten gemacht, alle Leute haben gesagt, wie wenig ich esse, aber ich habe nie abgenommen. Dann hab' ich angefangen, zu kotzen...erst war's nicht oft, ca. 1 Mal in 2 Wochen...dann hab' ich 14 Tage gefastet...mit Almased. Ich wollte das eigentlich länger machen, aber das ging nicht, weil ich einen totalen Ausschlag bekommen habe (später hat man dann eine Sojaallergie, bzw. jetzt nur noch -intoleranz) bei mir festgestellt.
Nachdem ich nicht mehr fasten konnte, hab' ich wieder angefangen, zu kotzen...erst hab' ich normal gegessen, und die Mahlzeiten dann eben (vor allem das Mittagessen) ausgekotzt. Dann hab' ich mich 'ne Zeit lang total einseitig ernährt...'mal 2 Wochen nur Quark, 'mal 2 Wochen nur Obst und Gemüse. Nix hat 'was gebracht...Ich hab' wieder angefangen, zu kotzen. Ich hab einmal am Tag gegessen und das ausgekotzt, manchmal hab' ich auch 5 Mal am Tag gekotzt. Ich bin total depressiv geworden, hatte Haarausfall, hab' nur noch geheult. Ich hab' angefangen, Diätpillen zu fressen wie blöd (Stacker, die darf man ja eigentlich auch nicht nehmen, wenn man depressiv is), hab' nur noch gegessen, wenn ich genau wusste, dass ich danach kotzen kann. Ich bin ständig umgekippt, hatte keine Kraft mehr...Ich hab's kaum noch die Treppe vom EG hoch in mein Zimmer geschafft... irgendwann haben meine Eltern was gepeilt und ich bin in Therapie gegangen...
Ich hatte auch schon immer Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, habe schon alle möglichen OPs hinter mir und 2003 wurde bei mir das PCO-Syndrom diagnostiziert.
Ich hab's eine Zeit lang geschafft, nicht zu kotzen und einigermaßen wenig zu essen, in der Zeit hab' ich 47 Kg gewogen, was ja für meine Größe echt ok is. Wirklich wohl hab' ich mich da zwar nicht gefühlt, aber es war ok.
Dann hab ich wieder angefangen, zuzunehmen. Ich hab' gefastet, ich hab' exzessiv Sport getrieben, ich hab gekotzt, nichts hat was gebracht...Mittlerweile bin ich wieder bei 55 Kg und so lang ich daheim bin, kotze ich auch...sonst wird halt nicht gegessen, aber ich nehme trotzdem ständig weiter zu.
Jetzt, nach 2 Jahren, die ich essgestört bin (d.h. eigentlich war ich's davor ja schon, aber erst EDNOS, dann seit 2 Jahren eben definierbar bulimisch und anorektisch), und nach 5 Jahren, in denen ich meinem Hausarzt mindestens einmal im Monat erzählt habe, dass ich ständig zunehme (ich war auch bei einer Ernährungsberaterin in Therapie, die meine genauen Tagespläne über Monate dokumentiert hat, und die sich das auch nicht erklären konnte), UND ihn mehrmals gefragt habe, ob das daran liegen könnte, dass ich das PCO-Syndrom habe (70% der betroffenen Frauen leiden an Übergewicht und Insulinresistenz), kam ihm die Erleuchtung, dass es ja wohl SCHON daran liegt...am 11.9. hab ich 'nen Termin in Ulm in der Uni-Klinik...Ich hoffe, ich bekomme dann Medikamente dagegen. So lange ich mein Gewicht wenigstens kontrollieren kann und weiß, dass ich x Kg abnehme, wenn ich y Kalorien am Tag esse, und so lang ich nicht daheim bin (bin grad dabei, auszuziehen, bzw um den Auszug zu kämpfen ^^), hab' ich wenigstens die Bulimie einigermaßen im Griff...meine Freunde wissen alle von der ES und unterstützen mich, auch wenn ich dann mal blöde Ausraster hab' oder mich echt scheiße verhalte (in irgendeiner Weise "borderlinemäßig" halt)...und ich weiß auch, dass sie was tun, falls ich's mal wieder nicht mehr blick' und immer mehr abnehme...wobei im Moment ja keine Gefahr besteht, dass das passiert...
Die_WölfinHey lady psycho, ich finde die bulimie ist wirklich die schlimmste von allen essstörungen. sie zestört dich körperlich und seelisch in kürzester zeit... vor allem wird sie (wenn überhaupt) erst spät entdeckt, da sich ja am gewicht nicht wirklich was ändert... meine eltern dachten in meiner schlimmsten bulimie-phase, dass ich keine ES mehr hab...
und more, du hast vollkommen recht! normal ist der kleinste teil der bevölkerung, aber ich denke, dass es schon noch einen unterschied zwischen gestörten und kranken essverhalten gibt...
lg wölfin
Lady_Psycho[QUOTE][i]Original geschrieben von Die_Wölfin [/i]
[B]Hey lady psycho, ich finde die bulimie ist wirklich die schlimmste von allen essstörungen. sie zestört dich körperlich und seelisch in kürzester zeit... vor allem wird sie (wenn überhaupt) erst spät entdeckt, da sich ja am gewicht nicht wirklich was ändert... meine eltern dachten in meiner schlimmsten bulimie-phase, dass ich keine ES mehr hab...
[/B][/QUOTE]
Ja, das stimmt...in meinen ms-Phasen war ich wenigstens einigermaßen gut drauf, hatte schöne Haut, kein audgequollenes Gesicht, keinen ständig aufgeblähten Bauch und mein Magen hat nicht 8 Std gebraucht, um 'nen apfel zu verdauen...wobei ich ja durch die Bulimie schon abgenommen hab...aber das kommt ja da auch wieder auf die Form an...is natürlich 'n Unterschied, ob man einmal am Tag was isst und das auskotzt (1/2 Brötchen, 5 Gummibärchen und 'n Apfel waren bei mir damals 'n FA), oder ob man normal isst, dazu noch Fressanfälle hat und dann kotzt...
Im Mom kotz' ich auch alles aus, auch wenn's nur Obst is...ich nehm' trotzdem zu... -.-*
Aber wenigstens bekomm' ich keine Heulkrämpfe mehr, wenn jemand von mir verlangt, 'nen Teller Salat zu essen und danach am Tisch sitzen zu bleiben ^^ -.-*
Lady_PsychoHuh...irgendwie kann ich meinen Beitrag nicht editieren...seltsam ^^
Naja ich hatte noch vergessen, zu schreiben, was ich eigentlich zu dem Zitat noch sagen wollte :D : Ich glaub', total viele Familienmitglieder, Freunde und Bekannte verdrängen einfach, dass jemand essgestört sein könnte oder is, weil sie Angst haben...bei mir hat sich auch ewig niemand getraut, mich drauf anzusprechen... Und meine Mutter meinte auch 'mal, nachdem ich 2 Monate nicht gekotzt hatte und einigermaßen normal gegessen hab' "Ja, wie...du hast doch keine Bulimie mehr"... Klar...nach 2 Monaten ohne kotzen is man mal schnell geheilt... -.-*
Cold RainIch denke auch, es fällt kaum auf, dass jemand essgestört ist. Außer wenn es absolut offensichtlich wird (absolut dünn/dick). Aber dann ist es ja auch irgendwie zu spät.
Ich weiß es mittlerweile von vielen Menschen aus meinem Bekanntenkreis, auch solchen, von denen man es nie denken würde. Von mir denkt es ja auch keiner, es wissen nur die beste Freundin (selber ES) und mein Freund, der nicht weiß, wie er damit umgehn soll.

Es ist nicht offensichtlich bei mir, mein Gewicht schwankt immer so um 4/5 Kilo. Aber wenn man zwanghaft dauernd an Essen bzw. Nicht-Essen denkt, ist das nicht normal.
Wie ich schon weiter oben sagte, [QUOTE]Ich persönlich denke, dass eine Essstörung irgendwo da anfängt, wo man Essen zur Hauptsache erhebt... nicht mehr nebenbei einfach was isst, sondern immer darüber nachdenkt (außer bei absoluten Fressanfälle, da scheint das Gehirn auszusetzen). Oder man in Gesellschaft anderer nicht mehr ohne Gedanken essen kann.[/QUOTE]

Ich versuche immer, es zu lassen, normal zu essen und nicht zu kotzen, aber irgendwann kommt es wieder (nach einem Jahr dachte ich, ich wäre soweit "clean" aber das war wohl nix^^).
Aber obwohl ich momentan äußerst selten erbreche und es auch nie wirklich exzessiv gemacht habe, bereitet mir der Magen Probleme =(

Weiß nicht, wies weitergehn wird.. mal sehn
Vampire 81Hi ihr....

Jetzt kommt mal ne ganz komische Frage...
Bei mir wurde auch ne Essstörung Binge Eating Disorder diagnostiziert... War auch 6 Wochen in der Reha deswegen. Doch irgendwie scheint das nicht genug gewesen zu sein. Die haben ja nicht mal die Ursache gefunden. Ich bin anschließend jetzt noch in einem Rehanachsorgeprogramm. Doch ich glaube das verschlimmert die Sache irgendwie nur noch...

Meine Fragen (sind doch mehr) sind nun, was haltet ihr davon wenn man nach Klinik und Nachsorge noch mal in eine Klinik zurück geht. Bringt das was?
Sollte das die selbe Klinik sein?

Und ist es möglich, dass bei der Behandlung von Essstörungen oder gerade durch diese Behandlung evtl. noch andere... naja.... zumindest die Gefahr oder Tendenz zu anderen Krankheiten auffallen können?

LG

Vampire81
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Varda [/i]
[B]Ab wann beginnt denn eine Essstörung? Ist jemand schon essgestört, der sich mehrmals am Tag wiegt und erwartet, dass das Gewicht immer sinken müsse?[/b][/quote]

definitiv JA!

[b][quote] Oder dann, wenn dasEssen den ganzen Tagesablauf und alle Gedanken einer Person bestimmt? [/b][/quote]

defintitiv auch JA!

[b][quote]Oder mit dem ersten Erbrechen? [/B][/QUOTE]


defintiv auch JA!


Alle drei Aussagen für sich sind ernste Anzeichen einer Eßstörung, unabhängig davon, in welcher (zeitlichen) Reihenfolge sie auftreten.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Hi ihr....

Jetzt kommt mal ne ganz komische Frage...
Bei mir wurde auch ne Essstörung Binge Eating Disorder diagnostiziert... War auch 6 Wochen in der Reha deswegen. Doch irgendwie scheint das nicht genug gewesen zu sein. Die haben ja nicht mal die Ursache gefunden. Ich bin anschließend jetzt noch in einem Rehanachsorgeprogramm. Doch ich glaube das verschlimmert die Sache irgendwie nur noch...

Meine Fragen (sind doch mehr) sind nun, was haltet ihr davon wenn man nach Klinik und Nachsorge noch mal in eine Klinik zurück geht. Bringt das was?
Sollte das die selbe Klinik sein?

Und ist es möglich, dass bei der Behandlung von Essstörungen oder gerade durch diese Behandlung evtl. noch andere... naja.... zumindest die Gefahr oder Tendenz zu anderen Krankheiten auffallen können?

LG

Vampire81 [/B][/QUOTE]


In der Regel sind sind Eßstörungen Dinge, die über Jahre oder Jahrzehnte gewachsen sind. Es ist utopisch zu glauben, daß man die Ursachen in kurzer Zeit findet, geschweige denn die Störung in kurzer Zeit bewältigt. Ein Klinkaufenthalt kann nur der Anfang einer längeren/langen Reise sein (ohne Dich demotivieren zu wollen, aber es muß jedem klar sein, daß das keine Kurzzeitsache ist).
Sechs Wochen sind in meinen Augen zu wenig, um zu erwarten dort Ursachen wirklich aufdecken zu können, bzw. geheilt rauszugehen. Das mit den Ursachen kann klappen, muß aber nicht, Heilung kann in meinen Augen in so kurzer Zeit nicht erfolgen.
Die Nachsorge soll stabilisieren, aber gerade bei Eßstörungen weiß man, daß die meisten nach den stationären Therapien wieder in alte Muster zurückfallen, wenn nicht konsequent auch Psychotherapie betrieben wird, wo der atient auch konsequent mitarbeitet. In Deutschland ist das Therapieangebot zu klein, die Plätze begrenzt, die Kiniken in meinen Augen häufig ungeeignet und die Krankenkassen geizig bezüglich der Länge der Aufenthalte, was den Patienten oft jahrelange Leiden beschert, da sie nie wirklich komplett therapiert werden.

Nicht selten sind Eßstörungen ein Symptom einer weiteren psychischen Erkrankung. Darum kann es durchaus sein, daß in der Therapie lavierte Erkrankungen demaskiert werden. Das sollte nicht abschrecken, sondern als Fortschritt gewertet werden, denn man kann die Eßstörung nur bekäpfen, wenn man sich selbst genau kennt! ;)

Alles Gute und nicht den Kopf in den Sand stecken! Wenn man wirklich will, hat fast jeder eine Chance, auch wenn das viel Kraft kostet auf einem sehr steinigen Weg! ;)
Ceryni[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Hi ihr....

Jetzt kommt mal ne ganz komische Frage...
Bei mir wurde auch ne Essstörung Binge Eating Disorder diagnostiziert... War auch 6 Wochen in der Reha deswegen. Doch irgendwie scheint das nicht genug gewesen zu sein. Die haben ja nicht mal die Ursache gefunden. Ich bin anschließend jetzt noch in einem Rehanachsorgeprogramm. Doch ich glaube das verschlimmert die Sache irgendwie nur noch...

Meine Fragen (sind doch mehr) sind nun, was haltet ihr davon wenn man nach Klinik und Nachsorge noch mal in eine Klinik zurück geht. Bringt das was?
Sollte das die selbe Klinik sein?

Und ist es möglich, dass bei der Behandlung von Essstörungen oder gerade durch diese Behandlung evtl. noch andere... naja.... zumindest die Gefahr oder Tendenz zu anderen Krankheiten auffallen können?

LG

Vampire81 [/B][/QUOTE]
Stell dir selbst einmal folgende Fragen:

1. Habe ich das Gefühl gehabt, dass die Klinik mir geholfen hat, mein BED halbwegs zu verstehen und etwas dafür zu machen?
2. Habe ich mehrere Möglichkeiten in Anspruch genommen, die BED zu verstehen?
3. Waren die psychologischen Gespräche ausreichend für mich?
4. Fühlte ich mich dort wohl?

Nur du selbst kannst entscheiden, ob du dich nochmals in eine Klinik begeben möchtest, vorallem weil du das Gefühl hast, dass dir dort geholfen wird und nicht weil du dort einen Teil deiner Selbstverantwortung abgibst.

Offiziell hab ich das BED nicht (offiziell gibt es BED ja nicht mal im ICD-10 *seufz*), doch nach Gesprächen mit meinem Thera und vorallem mit anderen Betroffenen kann ich zu recht behaupten, auch BED zu haben.
Ich war in einigen Kliniken über einen Zeitraum von mehreren Jahren - nicht wegen der BED, sondern wegen anderen "Störungen", u.a. schwere Depressionen, Borderline, Fressucht, die nun eben zur BED geworden ist. Am Schluß des letzten Klinikbesuches wurde mir mitgeteilt, das ich KEINE Esstörung jedweder Art mehr habe, kaum war ich daheim fingen die Fressanfälle wieder an :( Was also stimmt?

Rede mit Betroffenen, frage nach geeigneten Kliniken, vielleicht auch weiter weg von deinem Wohnort, such dir eine/n Therapeutin/en und lass dich nicht unterkriegen. Meines Wissens nach gibt es noch keine wirklich gute Methode für BED, doch Austausch ist sehr wichtig und auch die Scham zu verlieren, darüber zu sprechen!

Viel Glück!
Vampire 81Danke für eure ehrlichen Meinungen...
Nein ich gehe natürlich nicht davon aus, dass so etwas schnell heilbar ist...
Doch hätte ich nicht gedacht, das mir die Nachsorge mehr bringt als die Klinik, aber gleichzeitig auch evtl. eine andere Sache ans Licht bringt wo ich halt jetzt verunsichert bin, ob ich hart an der Grenze zu BPS bin.
Wie orientierungsrichtig sind die Symptome über BPS die man im Internet findet?
Wenn man da mehrere Symptome bei sich wieder findet, ist dann da was dran? Sollte man das ernst nehmen und abklären lassen? Oder ist das alles Bullshit?
Es kann ja nicht sein, dass die Behandlung einer Essstörung noch andere evtl. Krankheiten ans Tageslicht bringt. Zumal, wenn da was dran sein sollte mich das total überfordern würde.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Ceryni [/i]
Stell dir selbst einmal folgende Fragen:

1. Habe ich das Gefühl gehabt, dass die Klinik mir geholfen hat, mein BED halbwegs zu verstehen und etwas dafür zu machen? [/QUOTE]


Definitiv ja. Es war sehr informativ und ich habe einiges an Wissen über BED bekommen, wenngleich es so komplex ist, dass man es wohl nie ganz verstehen wird.

[QUOTE]
2. Habe ich mehrere Möglichkeiten in Anspruch genommen, die BED zu verstehen? [/QUOTE]

Die angebotenen Infoabende und Therapeutengespräche. JA.

[QUOTE]
3. Waren die psychologischen Gespräche ausreichend für mich? [/QUOTE]

In der Klinik? Definitiv NEIN. Viel zu wenig. Viel zu oberflächig irgendwo...

[QUOTE]
4. Fühlte ich mich dort wohl?
[/QUOTE]

Anfangs überhaupt nicht. Erst in den letzten 2 Wochen begann ich mich einigermaßen wohl zu fühlen... Wohl weil es auch dem Ende zu ging.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Danke für eure ehrlichen Meinungen...
Nein ich gehe natürlich nicht davon aus, dass so etwas schnell heilbar ist...
Doch hätte ich nicht gedacht, das mir die Nachsorge mehr bringt als die Klinik, aber gleichzeitig auch evtl. eine andere Sache ans Licht bringt wo ich halt jetzt verunsichert bin, ob ich hart an der Grenze zu BPS bin.
Wie orientierungsrichtig sind die Symptome über BPS die man im Internet findet?
Wenn man da mehrere Symptome bei sich wieder findet, ist dann da was dran? Sollte man das ernst nehmen und abklären lassen? Oder ist das alles Bullshit?
Es kann ja nicht sein, dass die Behandlung einer Essstörung noch andere evtl. Krankheiten ans Tageslicht bringt. Zumal, wenn da was dran sein sollte mich das total überfordern würde. [/B][/QUOTE]


Die Nachsorge bringt Dir vielleicht deshalb mehr, weil vielleicht derjenige, mit dem Du arbeitest mehr auf Deiner Wellenlänge ist? Oftmals ist nicht die Frage, was für eine Therapie man macht, als die Frage, wer einen begleitet.
Was BPS angeht, da sind sich ja nichtmal die Experten alle einig. Ständig ändert sich die Nomenklatur und die Einteilung sämtlicher psychischen und psychiatrischen Erkrankungen. Sicherlich gibt es Punkte, die sehr aussagekräftig sein können, aber was hilft es Dir, einen Namen für das Kind zu haben? Wichtig ist, finde ich zumindest, daß Du verstehst, was vielleicht falsch bei Dr läuft. Natürlich sind Erkenntnisse über sich selbst sehr schmerzhaft und es ist gut, wenn Menschen um einen herum sind (Therapeuten z.B.), zu denen man Vertrauen hat und die einen auffangen. Es wird eine Weile dauern, bis Du diese Erkenntnis für Dich annehmen kannst, doch wirst Du nur dann eine echte Chance erfahren, Deine Eßstörung dauerhaft in den Griff zu bekommen.

Vielleicht ist dies sogar der Schlüssel. Vielleicht solltest Du Dein Augenmerk gerichteter auf genau diese Sache richten, als auf die Eßstörung, denn diese scheint ja ein Symptom zu sein, dessen Ursache eine tiefergreifende ist....
Vampire 81[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]

Vielleicht ist dies sogar der Schlüssel. Vielleicht solltest Du Dein Augenmerk gerichteter auf genau diese Sache richten, als auf die Eßstörung, denn diese scheint ja ein Symptom zu sein, dessen Ursache eine tiefergreifende ist.... [/B][/QUOTE

Würde ich ja furchtbar gerne... Aber find mal einen Einzeltherapieplatz bei spezialisierten Therapeuten... Wartezeiten von über 1 Jahr oder bitte KEINE Kassenpatienten... :( War schon mehrmals kurz davor, die Therapeutensuche aufzugeben. Suche ja NICHT NUR in meiner Stadt.

Hoffe da mal bald eine zu finden.

Zu der Frage ob ich mit der Therapeutin in der Nachsorge besser klar komme als in der Klinik? Würde ich jetzt nicht so sagen. Beide waren in meinem Alter, sehr jung. Nur die in der Klinik machte auf mich einen oberflächlicheren Eindruck. So nach dem Motto, in 6 Wochen bin ich sie eh los... Ich bin nur ein Übergangstherapeut....
hagzissa13Ich weiß gar nicht, ob Du überhaupt einen "speziellen-Futter-Spezial-"Therapeuten brauchst, um eine ehrliche Selbstreflektion vorzunehmen. Der Therapeut kann Dir ja auch nur unterstützend zur Seite stehen, damit Du Deinen Weg findest. Ich denke, vielen Menschen ist tief in ihrem Inneren klar, wo sich des Pudels Kern befindet, aber sie wollen es nicht wissen und nicht wahrnehmen, denn es tut einfach zu weh, das Augenmerk dorthin zu lenken.
Weißt Du, wenn man sich hinsetzt und in sich geht und einfach mal dahin fühlt, wo es am meisten weh tut, dahin, wo man eigentlich gar nicht hin will, dahin, wo es unerträglich scheint, dort wirst Du Antworten finden.
Natürlich kann ein Therapeut hilfreich sein, um Dir Wege zu zeigen, wie Du dorthin gelangen kannst. Er kann Dich begleiten, aber dorthin gehen, wo es mehr schmerzt, als irgendwas sonst, mußt Du alleine. Und Du mußt es wollen.

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