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  Forum: Auswege
    Thema: "Ich dachte, es wird was aus uns"
BosmerIch lernte sie auf der Arbeit kennen. Anfangs dachte ich fast, es wäre meine Flamme aus der Abi-Zeit. Sie sah ihr auf den ersten Blick verdammt ähnlich. Nee, sie war es nicht, aber sie ist mir an sich aufgefallen und ich verspürte schon ein Interesse. Wir sahen uns hinundwieder, sie schaute mich öfters interessiert an, paar mal haben wir bei einigen lustigen Situationen ein Lächeln ausgetauscht. Einige Tage haben wir uns nach der Arbeit mit einem zwar kurzen, aber intensivem und tiefem Augenkontakt verabschiedet. Und unser "Tschüss!" war von der Tonlage her auch recht aussagekräftig, und so kamen wir bald ins Gespräch.
Ich mache kein Hehl draus, dass ich das Mädchen verdammt interessant fand, und das mir ihre Blicke und ihr Interesse verdammt imponierten. Aber irgendwie ergriff eher sie damals die Initiative. Beim Gespräch im Pausenraum war ich recht verkrampft, obwohl ich draußen bei der Arbeit recht oft Späße mit den Kollegen machte und schon recht viel lachte. Es war dennoch cool, mit ihr zu quatschen.
Ich glaube, es war vor der zweiten Pause, da würde ich sie wieder sehen. Da habe ich Gott, an den ich nicht wirklich glaube, darum gebeten, dass sie mich abgöttisch liebt.
Im Pausenraum unterhielten wir uns wieder, aber nur kurz. Ich habe einen unglaublichen Druck verspürt und ging raus auf die Rampe. Mir ging es verdammt übel. Einerseits mochte ich sie, andererseits hatte ich Angst, dass in dem Moment, wo ich tatsächlich gefühlsmäßig etwas aufgebaut habe, alles wieder zusammenbricht. Und ich bin verdammt verletzlich, extremst verletzlich.
Nach der Pause hat sie mich paar mal auf einige kleine Dinge angesprochen, aber ich antwortete sehr wortkarg, und versuchte sie zu meiden. Denn ich mochte sie. Und je höher ich fliegen würde, desto tiefer würde ich später fallen, und davor hatte ich riesige Angst. Und je mehr ich sie mochte, desto mehr schlugen bei mir damals die Alarmglocken.
Nach der Arbeit stieg ich aufs Fahhrad, sie war mit ihrem Fahhrad weiter hinten, und es sah fast so aus, als hätte sie auf mich gewartet. Als ich bei ihr vorbeifuhr, fragte sie, ob ich Lust hätte mit ihr zu fahren.
Wir radelten und quatschten über unsere Zukunftspläne, über die Arbeit, über Kunst.

Ich habe jetzt keine Zeit und Lust das alles aufzuschreiben. Später mache ich das auf jeden Fall. Es ist eine lange Geschichte, und heute abend habe ich nochmals vor, um sie zu kämpfen. Denn es sah fast so aus, als ob sie um mich kämpft, doch wo ich einmal in eine Situation kam, wo ich schwach war, und wo ich auf sie angewiesen war, krachte alles zusammen, wie ein Kartenhaus.

Ihr braucht mir nichts von Tausenden anderen Frauen zu erzählen. Von Ablenkung usw..
So einen Kummer habe ich noch nie verspürt, und das einzige Heilmittel ist sie. Ansonsten bin ich am Ende.
Ich kann kaum essen, arbeiten schon gar nicht, mein Leben ist kurz vorm Zusammenbrechen, ich kann keine Musik machen, mir geht es so schlecht, wie noch nie in meinem Leben.

Eine konkrete Frage an Euch. Ich habe in den Forenregeln gelesen, dass die Forenleiter hier keine professionelle medizinische Beratung leisten, aber ich frage jetzt trotzdem.
Was gibt es für Medikamente, mit denen ich meinen Schmerz lindern kann, um sich dabei wohl zu fühlen, und auch einige Sachen erledigen zu können?
Dazu muss ich sagen, dass ich weder rauche, noch trinke, noch irgendwas nehme und ziemlich stolz darauf bin, nicht auf irgendwelche Substanzen angewiesen zu sein. Aber mit diesem Schmerz kann ich nicht leben, es ist schrecklich, es muss weg. Und sie - ich glaube, es wird nichts mehr.
Ich will wieder Eisen pumpen können, ich will wieder essen, Arbeit schmeiße ich jetzt hin, dafür will ich meine privaten Projekte endlich fertig machen.
Es geht mir nur einigermaßen gut, wenn ich schlafe.
Antidepressiva, Schlaftabletten oder was auch immer - was gibt es da, was gut wirkt, keine Nebenwirkungen hat, und mir wieder ein erträgliches Leben ermöglichen kann? Ich hoffe, es klingt nicht zu naiv.
Aber so wie ich jetzt bin, wird es nicht lange weitergehen. Ich dachte schon vor einigen Jahren, in dieser verdammt dunklen Zeit, an Selbstmord. Doch kaum fand ich einen geeigneten Ast, fing ich doch an zu stauen, wie sich manche Leute sowas trauen können, und fragte mich was in diesen Leuten vorgeht.
Jetzt bin ich zwar auch noch nicht ganz am Ende, aber meine Vorstellungen von einer heilen schönen Welt rückten von einem Tag auf den anderen in eine ungreifbare Ferne. Und der Schluss ist so nah, wie nie zuvor. Auch wenn er immernoch weit weg ist.

Was kann mich retten, was soll ich nehmen, ich kann nicht auf Dauer mit diesem Gefühl leben, ich habe wahrscheinlich die letzten zehn Jahre nicht so bitter geweint, wie in diesen Tagen, ich bin am Ende. Und ich will meine Sachen fertig kriegen.
Morgen gehe ich zum Arzt, aber ich wollte erstmal Euch fragen, was Ihr mir empfehlen könnt. Es ist wichtig, verdammt wichtig.
Ich blicke nach vorne, und sehe eine Welt ohne mich.
Vor dem Tod habe ich immernoch zuviel Angst, und muss sowieso noch viele wichtige Sachen erledigen. Aber so, wie ich jetzt bin, kann ich nur dahinvegetieren.
Ich brauche irgendwas, was mir hilft, dass ich wieder aufatmen kann, sie vergessen kann, dass ich wieder zunehme, wieder lachen kann, meine Sachen fertig kriegen kann.

Verdammt, ich schreibe immer das Selbe.
Helft mir, bitte, ich halte es kaum aus.


PS: Das mit meiner Bitte an Gott, das geht praktisch nie gut aus. Ich habe immer das Gefühl, dass Satan meine Wünsche abhört, und sie mir dann in pervertierter Form erfüllt, dass ich richtig auf die Fresse flieg. Andererseits habe ich einige versprochene Gegenleistungen nicht erfüllt, aber in dem Zustand konnte ich auch nicht, oh verdammt, ich bin in einem Loch drin, mir ist alles so fremd, doch vor einigen Tagen war es noch meine Welt, meine Straßen, meine Cafes, meine Mitmenschen, mein Mädel, meine Zukunft. Ich flehe um Hilfe, verdammt, ich flehe Euch an, ich bin ganz alleine auf dieser Welt, sagt mir was ich tun soll.
HrefnadisSchmerz ist dazu da, angenommen zu werden, ausgelebt, verarbeitet. Ihn sich wegzudopen, hilft nicht wirklich, denn der Schmerz bleibt ja, auch wenn Du ihn damit fürs Erste umgehst. Du wirst Dich ihm irgendwann stellen müssen.

Dennoch ... sollte Dir jetzt gerade die innere Stärke dafür fehlen, können Medikamente helfen. Welche das sind, wird Dir ein Psychologe bzw. ein Psychiater sagen können, bei dem Du Dich dann aber auch in Behandlung begeben müsstest. Solche Medikamente gibt es nur auf Rezept und mit Verlaub, die meisten davon haben Nebenwirkungen, die man eigentlich nicht unbedingt braucht. Du solltest Dir das wohl überlegen.

Auf jeden Fall rate ich Dir dringend einen Gang zum Fachmann/zur Fachfrau an. Hier wird Dir niemand effektiv helfen können, Du brauchst reale Hilfe vor Ort. - meine Meinung

besorgte Grüße

Hrefna
BosmerVerdammt, meine Gedanken kehren grade zu ihr zurück, und ich kann es einfach nicht fassen, dass so ein kleines Mädchen, das ich kaum kenne, mich derart aus der Fassung bringt.
Es ist unerträglich, ich atme schwer, mich plagt ein Panikgefühl, mir geht's dreckig.
Was für Nebenwirkungen gibt es denn bei den ganzen Tabletten?
Ich habe ja bereits einige Adressen in der Gegend ausfindig gemacht, ich gehe da morgen hin.
Und geht es denn so einfach ohne Weiteres? Bei den Psychotherapeuten-Seiten war öfters irgendwas von Kostenübernahmen seitens der Krankenkasse die Rede und so ein Zeug. Reicht es, wenn ich dem Typen meine AOK-Karte gebe, er mich etwas rumheulen läßt, und mir irgendein Wundermittel verschreibt, und ich es dann bei der Apotheke abhole, es einnehme und wieder anfange zu leben und wieder gesund bin und wieder esse und trainiere und Musik mache und vielleicht sogar arbeiten gehe und sich vielleicht wieder um meine Sachen kümmern kann?
Es wäre schön, wenn die ganzen Grufties hier mir so ein wundervolles Szenario einfach mal garantieren und mir ganz ganz fest versprechen, dass es so sein wird. Und das Versprechen soll bitte verbindlich sein, es soll sich erfüllen, und zwar so schnell wie möglich. Ich kratze echt irgendwie ab.
Ich habe Blumen gekauft, ich werde sie ihr in die Fahrradspeichen einflechten, bringen wird es nichts. Ich habe ihr heute am Telefon gesagt, dass ich sie in Ruhe lasse, dass ich ihr alles Gute wünsche und blabla. Sie hat mit auch bis jetzt weitere Treffen verweigert, weil sie habe damit Erfahrungen, dass die Gespräche wieder auf eine richtige Beziehung zurückkommen. Ich sagte, bei mir ist das nicht so.
Nun merke ich, ich will sie immer noch, aber viel zu viele entscheidene Impulse kamen von ihr, ohne diese hätte ich tatsächlich schnell losgelassen. Denn mir geht es nicht um Ablenkung, um Sex, um keine Ahnung was, mir geht es um sie.
Sie hat mich nach unserem damaligen Gespräch ausfindig gemacht - nach fast einem Monat. Wobei ich an selben Tag dabei war, sie ebenfalls zu finden bzw. ein Treffen zu arrangieren. Sie hat mich nach der Arbeit abgeholt, sie sagte mir am nächsten Tag, den Tränen nahe, sie habe gedacht, aus uns könnte werden, AUS UNS HÄTTE WAS WERDEN KÖNNEN, das ist der Satz, der mich so auf sie fixiert hat, denn ich will, dass es aus uns was wird, und sie gab selber zu, dass sie das dachte, sie hat mich ausfindig gemacht, wir kamen uns nahe, sie kann dann nicht einfach so alles den Bach runterwerfen, was war denn das, ohne diesen Scheiß hätte ich jetzt mein Leben weitergelebt, und ich hätte zwar nicht diese tolle Tage mit ihr gehabt, aber auch nicht diesen unerträglichen Schmerz in mir, verdammt, ihre Stimme damals am Telefon, sie hat meine Nummer rausgefunden, bei meiner alten Firma, ich war grade in der Umkleide vorm Spiegel, da klang ihre Stimme so warm und weiblich und freundlich und so verdammt interessiert. Ein paar Tage später auf der selben Stelle höre ich diese kalte abweisende Stimme, es ist vorbei, ich lehne mich kraftlos gegen die Wand, sinke, wälze mich zerbrochen auf dem Boden, gehe weg, nach Hause, fühle, dass ich kein richtiges Zuhause mehr habe, ich hatte es auch praktisch nie, schreibe ihr halbes Dutzend SMS, beschimpfe sie, flehe sie an, will wissen, warum, kann sie tatsächlich überreden wieder ranzugehen, oh man, mir geht es so Scheiße.
Es ist schon Montag, ich werde sie in ca. 4-5 Stunden sehen, und da will ich es noch einmal wissen.
Ich hätte kein Recht sie zu verfolgen, wenn ich sie selber angemacht hätte, aber da waren zu viele Annäherungsversuche ihrerseits. Ich kann es nicht ertragen.
Wenn ich jetzt stark wäre, könnte ich sie vielleicht überzeugen, aber ich werde vor ihren Füßen kauern und sie anzuflehen, mich zu erlösen. Und unter ihrem Geschrei komplett zusammenbrechen, sie wird die Blumen ausreißen, sie wird mich verfluchen, aber das hat sie sich selber eingeborgt. Mir geht es Scheiße. Und ich will, dass sie für diesen Satz Rede und Antwort steht.
Ich frage mich echt, was in einer Woche mit mir sein wird, ich kann da nichts wirklich erkennen. Ich werde wohl auf ALGI hocken, und sich stupide aufm Bett wälzen, werde wieder Haut und Knochen sein, werde sie womöglich weiter mit SMS und Anrufen stressen, keine Ahnung, was soll ich denn noch schreiben.
Ich werde jetzt versuchen, das alles zu klären versuchen.
TöggelieIch würde dir ebenfalls raten, dich an einen Fachmann zu wenden, denn wir können dir hier bestenfalls theoretische Tipps oder Geschichten aus dem eigenen Leben bieten. Natürlich, das mag in einigen Fällen sehr hilfreich sein, aber ich vermute jetzt mal (und da denke ich auch an persönliche Erfahrungen, nicht dass du denkst, es ist nur hohles Gequatsche), dass es in bestimmten Situationen nicht einfach ist, die Kraft aufzubringen, diese Tipps anzunehmen und umzusetzen, daher ist deine Idee mit dem Arzt wohl wirklich das Beste und womöglich Effektivste.
Töggelie[QUOTE][i]Original geschrieben von Bosmer [/i]
[B] Was für Nebenwirkungen gibt es denn bei den ganzen Tabletten?
Ich habe ja bereits einige Adressen in der Gegend ausfindig gemacht, ich gehe da morgen hin.
Und geht es denn so einfach ohne Weiteres? Bei den Psychotherapeuten-Seiten war öfters irgendwas von Kostenübernahmen seitens der Krankenkasse die Rede und so ein Zeug. Reicht es, wenn ich dem Typen meine AOK-Karte gebe, er mich etwas rumheulen läßt, und mir irgendein Wundermittel verschreibt, und ich es dann bei der Apotheke abhole, es einnehme und wieder anfange zu leben und wieder gesund bin und wieder esse und trainiere und Musik mache und vielleicht sogar arbeiten gehe und sich vielleicht wieder um meine Sachen kümmern kann?
[/B][/QUOTE]


Das mit den Nebenwirkungen ist so eine Sache, das variiert natürlich von Person zu Person extrem, das kann man dir nicht pauschal beantworten. Manche merken gar nichts und andere wiederum haben Schwindelgefühle, etc. aber das kann man ggf. dann mit dem behandelnden Arzt besprechen.
Also, das mit dem Arzt kann natürlich ebenfalls unterschiedlich ablaufen, aber ich kenne das so, dass man erstmal zum Hausarzt geht, diesem schildert, was Sache ist und erklärt, dass man gerne zu einem Fachmann überwiesen werden möchte. Du kannst dich natürlich auch erstmal selbstständig bei einem Therapeuten/Psychiater melden und fragen, ob er noch Termine frei hat. Ist das der Fall, gehst du hin, guckst, ob du ihn leiden kannst und dann stellt er einen Antrag für die Krankenkasse wegen der Kostenübernahme, aber das wird dir dann alles noch erklärt und das ist auch wirklich kein Drama, im Gegenteil. ;-)
Das Wundermittel schlechthin wird es wohl leider nicht geben, tut mir leid. Aber es gibt viele Wege und viele Möglichkeiten, man muss sich nur darauf einlassen und sich selbst ein bissel Zeit geben. :-)
HrefnadisJa, das mit dem Wundermittel ist so eine Sache. Ein akuter psychisch-emotionaler Blackout ist keine Infektion bei der man mal eben Antibiotika schluckt und nach ein paar Tagen ist alles wieder schick. Psychopharmaka sind eher auf lange Sicht ausgelegt, zumindest die, die ich kenne. Es gibt zwar auch welche, die schnell wirken, aber die - wie soll ich das jetzt richtig formulieren? - machen einen innendrin erst einmal ganz tot. Das ist wie mit Kanonen auf Spatzen schießen, klar, der Spatz ist auch hin, aber das Loch in der Landschaft ist gewaltig. Mit solchen Pillen kannst Du z.B. auch nicht mehr Autofahren, die Reflexe verlangsamen sich, die Aufnahmekapazität ist stark begrenzt. So hab ICH das zumindest erlebt. Ich musste einmal stärkere Mittel nehmen nach dem Tod eines nahen Familienmitgliedes. Allerdings wurden mir diese Medikamente auch nur für ein paar Tage gegeben, danach musste ich mich dem Schmerz wieder stellen. Denn das Präparat, was ich bekam, hatte als Nebenwirkung eine hochgradige Suchtgefahr.

So einfach ist das mit den Wunderpillen eher nicht. Zudem: Schmerz ist was völlig Normales, was völlig Menschliches. Es ist eine "Krankheit" für die es nur ein wirksames Gegenmittel gibt: aussitzen, verarbeiten. Das dauert eine Weile und ist nicht angenehm. Sich dabei Hilfe zu suchen beim Fachmann ist kein Sakrileg - auf Dauer jedoch davor wegzulaufen schon.

Einem Arzt oder Therapeuten was "volllzuheulen" um an Medikamente zu kommen, ist wohl eher der falsche Weg. Das "Heulen" sollte nämlich die Medizin sein, nicht die Pille, die kann nur dabei unterstützen.
BosmerVielen Dank für Eure Antworten,
die Bearbeiterin, die diesem Mädchen meine Telefonnummer gegeben hat (wofür ich ihr immer noch dankbar bin) hat mir Baldrian empfohlen. Soll schön ruhig stellen, aber man kann damit arbeiten und z.B. am Computer sitzen. Ich gehe gleich in ein Krankenhaus, der ist bei mir gleich um die Ecke, an den habe ich gar nicht gedacht (vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr gesehen).
"Vollheulen" war eher als Synonym für "meine Geschichte erzählen" gemeint, so klang es kürzer, und ging in eine sehr sehr änliche Richtung.
Und diese "akute psychisch-emotionale Blackouts" kommen irgendwie immer schubweise. Heute morgen dachte ich, ich verrecke. Ich bin nicht zu ihr hingefahren.
Und jetzt im Moment fühle ich mich wieder besser, vielleicht durch das Gespräch mit meiner ehemaligen Personaldissponentin meiner Ex-Firma. Hat mir gut getan. Scheint so. ´
Aber ich kann immer noch nur kaum essen und kaum schlafen. Ich hätte früher nie gedacht, dass Liebeskummer so dermaßen intensiv ist. Sowas kannte ich nicht, und ich hielt es nicht für möglich.

PS: Danke für die Antworten und gute Besserung an alle, die eine anstreben.
poisoneinen rat vermag ich dir nicht zu geben
liebeskummer kenne ich allerdings selber als das grausamste gefühl überhaupt
bin selber schon als zombie durch die gegend gelaufen, erstarrt, nur noch funktionierend, beherrscht von unendlichem schmerz
was mir - zumindest ein wenig - half, waren die stunden, die ich in der arbeit verbrachte
dort gab es für eine weile ablenkung, selbst, wenn die gedanken natürlich ständig kreisten, die qual nicht wirklich nachliess
immer noch besser für mich, als löcher in wand und decke zu starren
dazu kam, dass wir als team ein sehr familiäres verhältniss pflegen - man findet offene ohren, tröstende umarmungen, ratschläge
ein kollege von mir fiel nach der trennung von seinem partner in ein dermassen tiefes loch (bei ihm spielten zusätzlich noch andere probleme eine rolle), dass er sich für einige monate sogar stationär in eine klinik einweisen liess - richtig gut geht es ihm noch immer nicht, aber wir fangen ihn auf, so weit es eben möglich ist
ich bin sicher, hilfreich können meine worte für dich nicht sein - nur so viel vielleicht - du erlebst solches nicht als einziger und es gibt immer einen weg in eine zukunft
Töggelie[QUOTE][i]Original geschrieben von Bosmer [/i]
[B]
Aber ich kann immer noch nur kaum essen und kaum schlafen. Ich hätte früher nie gedacht, dass Liebeskummer so dermaßen intensiv ist. Sowas kannte ich nicht, und ich hielt es nicht für möglich. [/B][/QUOTE]


Ich fürchte fast, dass das in einem wirklich heftigen Fall gar nicht soooo selten ist. Da wird man letztendlich wirklich von einer gigantischen Welle Schmerz, Trauer und Verzweiflung weggeschwemmt, also man kann da wirklich ganz extrem leiden.


Ich finde es jedenfalls sehr gut, dass du dich um dich selbst kümmerst und um eine Lösung bemühst, das ist schonmal ein wichtiger Schritt. Und wie poison schon in einer ähnlichen Form erwähnte: dafür sorgen, dass man abgelenkt ist und Gesellschaft hat. Mich hat das damals innerhalb von drei Wochen so weit abgelenkt, dass ich nicht mehr kurz vor'm Zusammenbrechen war, dachte ich nur an den Namen der Person. ;-)


[QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i]
[B]Psychopharmaka sind eher auf lange Sicht ausgelegt, zumindest die, die ich kenne. Es gibt zwar auch welche, die schnell wirken, aber die - wie soll ich das jetzt richtig formulieren? - machen einen innendrin erst einmal ganz tot. Das ist wie mit Kanonen auf Spatzen schießen, klar, der Spatz ist auch hin, aber das Loch in der Landschaft ist gewaltig. Mit solchen Pillen kannst Du z.B. auch nicht mehr Autofahren, die Reflexe verlangsamen sich, die Aufnahmekapazität ist stark begrenzt. So hab ICH das zumindest erlebt. [/B][/QUOTE]


Kann ich so aus meiner Sicht bestätigen, man kann in seinen Bewegungen etc. extrem träge und schwerfällig werden, was sich natürlich noch ein bissel steigern kann: Manchen wird extrem schwindelig, ein bissel Sprachstörungen kenne ich da ebenfalls, etc.
BosmerDanke Euch,

ich habe sie wieder angerufen, sie war voll genervt, hat wieder mit mir geredet, irgendwann nach zwölf Minuten aufgelegt, aber sonst sprach sie recht sachlich. Einige Sachen habe ich immer noch vermisst, aber nicht desto trotz, ich habe jetzt die Sache mit ihr erstmal tatsächlich begraben. Ja, ich bin zwar schon lange kein Jüngling, aber hatte noch extrem wenig Erfahrung mit Frauen. Sie meinte, man merkt es auch an meinen Worten. Man trifft sich halt, kann sein, dass eine Person sich erstmal interessiert gibt und sich hingezogen fühlt, aber später dann doch denkt, das ist nicht ihr Fall. So ist das Leben.
Ich sagte, ich will in diese Märchenwelt zurück. Sie war baff, wir haben ja jetzt keine zweijährige Beziehung gehabt, das waren nur drei Treffen. Waren es auch. Aber ich habe mir schon so viele Sachen mit ihr vorgestellt, sowohl beziehungsmäßig, als auch auf beruflicher Ebene, ich wäre auch glücklich, einfach nur ein guter Freund von ihr zu sein. Dennoch, da ist nichts mehr, das hört man ihr an, aber es tat gut mit ihr zu reden, und einfach ihre Erklärungen so sachlich auf der Hand zu haben.

Ja, ich glaube ich sah das viel zu maximalistisch, zu übertrieben, und ich habe mich, wie sie auch sagte, viel zu sehr reingesteigert.

Ich muss sagen, ich will vor ihr wie ein Mann stehen, und nicht vor ihren Füßen kauern, und ich merke, dass ich das jetzt nicht mehr kann - dass ich dem Typ vom Freund, der ich für sie sein wollte, jetzt nicht entsprechen kann. So, wie ich jetzt bin, kann ich nicht vor ihr auftreten, das scheint es endgültig gewesen zu sein.

Diese Gefühlschübe, ich hoffe, sie kommen nicht wieder.
Es ist immernoch bitter, und da sind noch einige Sachen, die ich gerne von ihr wissen würde, aber irgendwie werde ich sie nicht mehr kontaktieren können. Hoffentlich hat es bald ein Ende, und ich werde wieder normal.

Einige ihre Kommentare, wie "na dann bringe dich doch um", "dann fahr zu deiner Mutter" waren gemein, und sie hätte sie sich sparen können. Und hätte sie mich getröstet, dann hätte ich ihr auch nur danke gesagt und losgelassen.

Ich hoffe, ich kriege mich in den nächsten Tagen wieder ein. Obwohl ich mich heute kündigen ließ und schon ziemlich viel abgenommen habe.

War auch im Krankenhaus, aber viele Leute, die da sitzen, und sich da rumtreiben - ich will sie meiden. Habe nichts persönlich gegen sie, aber es tut mir nicht gut. Ich muss wieder an die frische Luft, ins Leben rein, in meine Kunst, in die Musik, zu anderen Leuten. Ich hoffe, ich bin jetzt auf dem Weg dahin.
Der Psychiator war nicht ganz sauber. Ich sagte, ich habe Liebeskummer, ich muss diese Zeit überbrücken, aber er wollte immer mehr Details wissen, er kam mir unsympathisch rüber, er meinte, er ist kein Drogendealer, aber ich habe ihm schon genug erzählt. Ich bin dann gegangen.

Danke für Eure Kommentare, es tut gut, mit Euch über die Sache zu reden, womöglich werde ich mich demnächst wieder stabilisieren.

Und beim letzten Mal hatte ich nach dem Gespräch mit ihr ein ziemliches Hoch, und danach fiel ich wieder. Heute ging es nicht so sehr bergauf, aber hoffentlich dann auch nicht so sehr bergrunter. Ich hoffe es.

Liebe Grüße
solipsismusNur ein Einwurf: ich finde, du hast das gut gehandhabt. Und die Frau? Ihre Bemerkungen sind nicht "gemein", sondern spiegeln Unreife und Grausamkeit wider. Es ist eigentlich gut - so klingt es für mich - das keine Beziehung mit ihr in Frage kommt.

Viel Erfolg und gute Besserung
TöggelieNein, also gemein finde ich auch untertrieben. Vielmehr...ja, mir fehlen die Worte. Auf diese Art und Weise geht man einfach nicht mit einem Menschen um, vor allem nicht, wenn man doch eigentlich weiß, in welcher Lage sich dieser befindet, wie er zu einem steht und wie sehr man ihn damit noch zusätzlich verletzen kann. Das ist hämisch und - wie Psi so schön sagte: einfach nur unreif und grausam. So, wie es sich hier liest, bist du ein netter Mensch, der sicher Chancen auf mehr als solche Unverschämtheiten hat.


Ich hoffe jedenfalls, dass es dir bald merklich besser geht, aber ich denke, du bist auf dem richten Weg. ;-)
BosmerOk, die schlimmste Phase scheint überstanden zu sein.
Und ich habe grade in der Apotheke Beruhigungstabletten gekauft und einen Tee fürn Magen.

Zu ihrem "bring dich doch um"-Kommentar muss ich allerdings gestehen, dass meinerseits beim Gespräch einige Sachen geäußert wurden, die ich verdammt schlecht formuliert habe, und sie können der Auslöser gewesen sein. Außerdem habe ich sie schon eine Weile am Telefon mit SMS und Anrufen vollgeladen.
Verdammt, sie sagte, ich solle mir ein anderes Mädchen suchen.
Ich sagte, ich werde es machen, ich suche sie grade, aber der stecke ich eine Tüte auf den Kopf und schreibe deinen Namen drauf. Mit "Tüte" meinte ich eigentlich so einer Art Maske, aber es ist mir erst später eingefallen, dass sie das so verstanden haben könnte, dass ich jemanden stellvertretend für sie umlegen wollte. So war es nie im Leben gemeint! Sie meinte, das wäre so dumm.
Wenn sie das so verstanden hat, war es ihrerseits gerechtfertigt, mir den Freitod zu empfehlen.
Und ich sagte etwas von "Rache", dass ich schon daran gedacht habe. "Willst du mich unter Druck setzen, willst du mich unter Druck setzen?!" "Nein nein, ich will, dass es dir gut geht..."
Ich weiß echt nicht... Kann sein, dass das mit dem "netten Menschen" doch nicht ganz stimmt, keine Ahnung... Ich habe durch solche unreife Sprüche ebenso Dreck am Stecken...
Sie ist mir allerdings in Sachen Erfahrenheit haushoch überlegen, und ich habe mich immer cool gegeben, aber wo ich das erste mal selber nicht mehr weiter wusste, war es aus. Vielleicht habe ich ihr so den Anlass gegeben, mich zu überschätzen.
Ich hätte sie so treffen sollen, es kann sein, dass ich sie überzeugt hätte. Es am Telefon zu machen, und das so oft war wohl der größte Fehler. Der allergrößte.
Sie dachte wohl, sie wird mich nicht los, und war genervt, und bekam womöglich auch Angst.
Und ich wollte, dass sie sich zu einigen ihren Sätzen äußert, die mir voll Hoffnung auf unsere Zukunft gaben.

Nee, ich stelle mich auch sehr unerfahren an, und dramatisiere schon irgendwo. Ach man, da gibt es so viele Details, die alle irgendwo eine Rolle spielen, und die mir erst im Nachhinein einfallen.

Dass wir uns näher kamen, ging von uns beiden aus.
Und sie ist schon ein klasse Mädel, und wenn ich an sie denke, denke ich ans Fahrrad fahren, über Kunst quatschen, im Cafe sitzen, zusammen essen, dass sie mir Malen beibringt. Ich habe ihr eine CD gebrannt, und sie wollte von einem Foto von mir ein Bild mit Öl malen. Eine Freundschaft würde mir dicke reichen. Und sie ist in jeder Hinsicht mein Typ, ich vermisse sie immer noch. Wir hatten doch so interessante Sachen vor, das ginge auch als gute Bekannte.
Das sagte ich ihr, aber sie glaubt mir das nicht, sie hätte schon anderen Kerlen geglaubt, dass sie nur Freunde sein wollen, aber beim nächsten Treffen ging es wieder los.

Ach verdammt, auf jeden Fall geht es wieder bergauf, nicht zuletzt dank Euer Unterstützung, und Gesprächen mit anderen Leuten, ich habe schon hin und wieder lachen können, und sehe wieder nach vorne.
BosmerAch ja, ich habe ihr auch gesagt, dass ich kaum essen kann und keine Arbeit mehr habe, sie fühlte sich wohl getadelt, und hält mich für einen kompletten Vollpfosten.
Sie sagte, glaube ich, ich soll mein Leben leben, und ich sagte, mein Leben wäre nun keins. Da kam vielleicht auch das mit dem "sich umbringen", denn so langsam ging ich ihr echt auf den Sack, und das war bestimmt nicht ohne Ironie. Eine Bestie ist sie bestimmt nicht.
Aber es geht mir immer besser, ich vermisse sie, als ein Mädel, mit dem ich mich eigentlich super verstand, und vielleicht derart drauf war, dass ich sie mit dieser Penetranz und dem "sterbender Schwan"-Getue nachhinein völlig verschreckt habe.
Scheiße. Ich sehe andere Frauen auf der Straße, viele verdammt hübsch und intilligent aussehend, aber keine von denen ist für mich interessant. Denn mit ihr hätte ich zur Ausstellungen gehen können und Fahrrad rumfahren und keine Ahnung was. Hätte ich sie kurz danach getroffen, und hätte sie mich so gesehen, wie ich jetzt bin, würden wie vielleicht richtige Kumpels werden. Ich Vollidiot.
Ich finde es gemein von ihr, von einer Minute auf die andere alles durchzustreichen, ich hätte dies aber vielleicht auch verhindern können.
Ich glaube, da ist nichts mehr zu sagen, ich habe einen richtig interessanten Menschen verloren, und ich finde es schade.
Nicht, dass ich keine andere Leute kenne, aber die kommen alle nicht in Frage. Außer ihr. Und dann gibt sie mir zu verstehen, dass ich in Frage komme. Mein Leben war so gesättigt in diesen Tagen, ich dachte, jetzt habe ich tatsächlich einen Artgenossen. Sie ist weg.

Wenn ich eines Tages den Durchbruch haben sollte... keine Ahnung, was passiert, wenn ich sie dann noch einmal sehen sollte. Ich hoffe, wir werden uns dann neutral begegnen. Ich hoffe es, denn ich kann ihr diesen Weggang nicht verzeihen.
Selene71Ich weiß auch wie hart Liebeskummer sein kann.

Nach 17 Jahren Beziehung hat sich mein Lebensgefährte 2007 von mir getrennt. Er hat mich nicht mehr geliebt.
Ich war am Boden zerstört und bin in ein tiefes Loch gefallen. Im Laufe der nächsten Monate habe ich bestimmt 10 Kilo abgenommen, schlecht geschlafen und hatte auch sonst wenig Lust irgendwas zu machen. Bei der Arbeit ist auch einiges schiefgelaufen.

Irgendwann hab ich mir gesagt: jetzt reichts, denk an dich und deine Gesundheit, das ist er nicht wert. Obwohl wir weiterhin befreundet waren und sind.
Ich habe mich auf andere Dinge konzentriert, bin 2008 eine Woche nach Südengland auf eine Rundreise gefahren (etwas, das er auch nie machen wollte) und hatte viel Zeit zum Nachdenken und Durchatmen.
Und von wegen es gibt noch andere Männer: ich wollte erstmal keinen mehr. Musste mit mir selbst ins Reine kommen und zu mir selbst finden.

Anfang 2009 habe ich dann meinen jetzigen Lebensgefährten kennengelernt und nun weiß ich erst, was wahre Liebe ist und eine richtige Partnerschaft.

Auch wenn es im Moment nicht so für dich aussieht: Auch du wirst darüber hinwegkommen. Und vielleicht war die doch nicht die Richtige...die kommt bestimmt erst noch.

Kopf hoch und alles Gute.
BosmerHaltet mich für paranoid, aber viele Zwickmühlen, in die ich hin und wieder gerate, begleitet ein Zeichen. Es kommt an verschiedensten Stellen, so, dass es mir auffällt, und es kommt oft grade dann, wenn ich mich an den Kernpunkt dieser Zwickmühle annähre.
Und ein Dillema hat ja zwei Seiten, und man muss nun zwischen Pest und Cholera wählen. Deswegen weiß ich dann auch nicht, ob dieses Zeichen mich warnt, oder ob es einfach eine Begleiterscheinung ist. Die mich nicht warnt, sondern einfach nur ansagt - jetzt ist dicke Luft. Was auch immer du machst.
Wenn ich zugreife plagt mich hinterher die Enttäuschung, wenn ich mich enthalte, quäle ich mich hinterher mit dem Gedanken womöglich eine große Chance vertan zu haben.
Als ich grade in diesen Thread reinging, fiel mir dieses Zeichen auf. Und wo ich bereits schrieb, kam es von außen, der Zeitpunkt liegt ein paar Sätze zurück.
Da war vielleicht auch das dritte Mal, aber dies könnte tatsächlich Einbildung oder Zufall sein.
Ihr werdet sagen, es sind immer entweder Zufälle, oder es ist meine Fantasie - ich wäre derart auf dieses
Zeichen fixiert, dass ich es überall zu erkennen glaube.
Mitnichten. Ich bin bestimmt nicht auf der Suche nach diesem Zeichen, eher sucht es mich. Ich versuche mich selber immer glauben zu lassen, dass meine Vorstellungskraft da etwas zusammendoktert, was sie mir dann als etwas Übersinnliches präsentiert. Doch kaum habe ich mich mit dieser Erklärung zu beruhigen versucht, kommt das Zeichen, es kommt unaufhaltsam, es kommt oft, es kommt so penetrant und auffällig, dass es mich schaudert. Ich weiß nicht woher das kommt, und ich kann es mir nicht erklären.

Vielleicht wird die misteriöse Grundlage für diesen Bericht in Tausend Jahren geklärt worden sein. Da wird tatsächlich etwas, was heute übersinnlich erscheint, wissenschaftlich erfasst. Und man wird sagen - tja, vor Tausend Jahren hat man die Leute, die von sowas berichtet haben, verlacht. Sie als Spinner abgetan. Aber die heutige Wissenschaft hat diese Schweinehunde auf dem Mars nun endlich entlarvt und legt ihnen ihr perfides Handwerk. Damit sie keine unschuldigen Leute mehr verarschen. Alle Leute, die einst wegen Verfolgungswahn in der Klapse landeten, werden nachträglich postmortum gesellschaftlich reabilitiert. So wie einst die Hexen. Heute weiß man ja, dass sie alle unschuldig waren. So wird es vielleicht mit mir und manch einem anderen Verzweifelten in Tausend Jahren stehen.

Angefangen hat es vor einigen Jahren, es kam so oft, dass ich selber baff war, warum es mir immer vor die Augen springt. Nach einem halben Jahr zog ich in eine andere Stadt, und einige Tage glaubte ich es abgehängt zu haben. Aber es hat mich eingeholt. Und nach noch einem halben Jahr ist mir durch einen Zufall eingeleuchtet, was dieses Zeichen bedeutet, woraus es sich zusammensetzt, und wie es funktioniert. Bzw. durch diesen Vorfall habe ich eine in sich schlüssige Erklärung hergeleitet.

Nach einigen Zwickmühlen kam ich allerdings
doch recht unbehelligt raus, es hatte nicht immer so ein schlechtes Ende, relativ gesehen habe ich manchmal nach so einer missglückten Sache mehr Schwein gehabt, als jemand, der sich selbst erfolgreich wähnte.
Und manchmal fiel ich voll auf die Fresse. Und das Zeichen war mein ständiger Begleiter. So wie auch bei der Sache mit ihr. Es kam oft, verdammt oft. Auch nur, wenn ich an sie gedacht habe. Kaum habe ich es tatsächlich gelassen, hat auch das Zeichen aufgehört mich verrückt zu machen.
Doch wo ich grade in das I-Net-Cafe reinging, hatte ich wieder vor Kontaktversuche zu unternehmen. Und man hat mir gleich klargemacht, dass ich mich wieder auf Ärger einlasse.
Bzw. so interpretiere ich das mittlerweile.
Aber vielleicht ist auch nur ein Test, um zu schauen, wie ernst ich es meine. Oder es ist tatsächlich eine Warnung, die Sache ist heiß, sie verheißt eine Menge Schmerz - falls ich es nicht richtig durchziehe. Also bereite dich sorgfältig vor, und denke an alles. Denn ich bin ja schon paar mal relativ heil aus solchen Sachen rausgekommen, wobei ein Nachspiel noch nicht ausgeschlossen ist.

Keine Ahnung. Heute morgen war ich wieder sehr unglücklich wegen ihr, aber ich glaube, ich hätte ich sie behalten können, wenn ich nicht einige Fehler gemacht hätte. Ich hätte sie als eine gute Freundin behalten.
Es ist tatsächlich bescheuert - sie hat mich angesprochen, wir sind zusammen von der Arbeit gefahren und haben eine Tee getrunken.
Fast einen Monat später fand sie meine Nummer, und nahm Kontakt auf - am selben Tag, wo ich auch dabei war, unser Treffen zu arrangieren. Am selben Tag hat sie mich nach der Arbeit abgeholt und wir haben wieder recht interessant gequatscht und uns darauf geeinigt, dass ich sie morgen abhole.
Doch abends schrieb ich ihr eine SMS auf französisch, dass sie das hübscheste Mädchen auf der Welt ist.
Am nächsten Tag war ich auch derjenige, der anfangs ein paar Komplimente gerissen hat und später noch viel mehr in der Richtung unternahm. Obwohl, sie hat mich beim allerersten "date" doch recht eindeutig angelächelt. Keine Ahnung, man kommuniziert halt, man äußert seine Wünsche. Sie tat es, ich tat es auch. Und danach schrieb ich auch ein paar saublöde SMS, die nach dem letzten Treffen so nicht wirklich angebracht waren. Hätte ich sie getroffen und wieder nett mit ihr gequatscht, wäre vielleicht alles ok.

Ach egal, ich weiß jedenfalls, worauf sie steht und ich habe ihr schon was in dieser Richtung geschenkt - nach ihrem Wunsch. Und gleich versuche ich nachzulegen. Ich dachte die letzten Tage größtenteils daran, was ich brauche, und ich brauchte halt sie und ihr Lächeln und ihre Worte und ihre Nähe.
Das ist bestimmt nicht die erste Frau, die ich kennengelernt habe, doch ich war die letzten Tage völlig aus dem Häuschen. Teilweise schäme ich mich richtig dafür, doch manchmal packt es mich wieder - auch wenn nicht mehr so stark. Ich fasse es selber nicht, dass ich so krass weg war. Ich war richtig krass weg. Sie war das, was ich wollte, genau das. Keine Ahnung.

Auf jeden Fall hat mir diese Begegnung erstmal auch einige fette Erfolgserlebnisse beschert, auch wenn es im Nachhinein seelisch derart schmerzte, wie ich es bislang nicht für möglich hielt.
Und wenn dieses Scheißzeichen bloß nicht wäre.

Ich versuche jetzt etwas fertig zu machen, und wenn es morgen nicht klappt, dann werde ich es anderweitig verwenden. Sie meinte danach, ich wäre "nicht ihr Typ", aber da sind wir schon doch recht weit gekommen. Bzw. ich denke das. Aber nicht sie. Ich sah das alles so verbindlich. Obwohl ich mich vor dem dritten und letzten Treffen selber darauf einstellte, sich an nichts zu binden, und alles locker zu nehmen. Und dann ist bei mir in ihrer Hinsicht mental etwas eingerastet. Und dann wurde es mit Blut wieder ausgerissen. Keine Ahnung.

Irgendwie habe ich generell ein Scheißgefühl, vielleicht weil ich diese Sache mit dem Zeichen geäußert habe. Und es sich halt vor kurzem wieder blicken ließ.
BosmerUnd schon wieder. Ich soll es lassen. Verdammt.
BosmerUnd noch einmal. Ich habe mich grade etwas beruhigt, und meinen Job wiede aufgenommen. Jetzt will das Zeichen wieder was von mir.
Solche Zufälle gibt es nicht!!!
Grade dachte ich an sie, aber ich weiß, dass es nichts wird. Aber vielleicht gibt es anderweitig irgendwie negative Konsequenzen, es ist voll bescheuert. Diese Geschichte mit dem Zeichen gehört eigentlich in den Gruselthread bei Dies und Das. Ich krieg' die Krise. Ich dachte schon, ich habe mich wieder eingekriegt, jetzt stresst mich das Ding schon wieder. Und ich werde nervös. Und ich suche bestimmt nicht nach diesem Zeichen, es weiß was, was ich nicht weiß, und es (oder die Macht hinter diesem Zeichen)findet mich selber. Ich weiß nicht, ob es etwas weiß, was ich nicht weiß, ich weiß jetzt gar nichts mehr.
Scheiße.

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