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  Forum: Auswege
    Thema: Kann man die Seele töten?
FirestoneIch frage mich manchmal, wie viel Schicksal der Mensch ertagen kann, wie viel muß geschehen, das wir uns abwenden von allem guten und unser Herz erfriert?
Ich selbst erlebe immer wieder solche Zeiten und auch wenn die Zeit es irgendwann lindert, mit etwas Glück vergessen lässt so kommen doch immer wieder Zeiten, in denen man sich fagt - Wozu das alles?
Der einzige Wunsch, den ich seit so langer Zeit habe ist ein ganz normales Leben führen zu können, nichts weiter, ich will weder Millionär sein noch sonst was ausgefallenes!
Jetzt bin ich wieder an diesem Punkt, an dem ich mich selbst am liebsten völlig verändern würde, ein anderes ich annehmen - kalt, gefühlstod, hart! Doch ich bin es nicht und auch wenn ich es versuche, so ist es nicht mein wahres Ich, es entspricht nichtmeiner Natur! Und so frage ich mich, was muß noch geschehen, was kommt noch?
Und wäre dieses kleine etwas nicht, das sich da Seele nennen mag, ich denke der Scherz in mancher Situation wäre nicht vorhanden?
Also frage ich euch? Was kann ich tun? Wie wird man so ein Mensch, der ich gern sein würde?
nullpromilleschau! diese frage habe ich mir heute intensiv gestellt nur anders.

ich möchte eben auf keinen fall kalt sein - ich möchte mich nicht anpassen um durchs leben zu kommen. welchen sinn hätte dein leben, wenn du deine identität aufgibst?

ich sehe deine problematik - denke ich. wenn lange auf einen eingedroschen wird - dann muss etwas verändert werden - aber sicher nicht das, was du bist - sonst hast du dich vernichten lassen! du bist der verlierer, wenn du dich an diese gegebenheiten anpasst. ziehe grenzen, ohne dich zu verändern, suche dir die leute aus, sdenen du deine liebenswürdigkeiten schenken kannst - unbedingt, ohne dafür geprügelt zu werden. den anderen musst du aber paroli bieten, auch wenn es dir schwer fällt - gerade um deine identität zu schützen.

dein gedankengang solte sich also nicht darum drehen, wie du "böse" wirst, sondern wie du mit mitteln, die dir gegeben sind - durch das was du bist- den anderen grenzen setzt. gib dich abweisend, dreh dich um, weiche ihnen aus - und wende dich denjenigen zu, die es verdient haben, die dich verdient haben.

lg

np
HeikoD@ Firestone
manchmal bedarf es nur einer "Kleinigkeit" die dem betroffenen Menschen vor Augen führt wie kalt, grausam und ungerecht diese Welt doch sein kann und du fängst an, an allem zu Zweifel, auf einmal erscheint dir diese Gesellschaft als so schlecht und überflüssig dass die Apokalypse erstebenswert scheint. Doch ebenso gibt es Momente in denen ein Mensch all seine Sorgen vergessen kann und sich einfach am Schein der Sonne, der freien Natur, dem Frieden eines einsamen Platzes oder einfach nur am Spiel des Windes erfreuen kann. Dass du in der Lage bist derartige Gefühle warzunehmen und zu differenzieren ist meiner Meinung nach der eindeutigste Beweis dafür dass deine Seele keineswegs tot ist. Nur eine Seele ist ein zartes und zerbrechliches Gewächs und so hat es Tage des Trauers und Tage der Freude.
@ Nullpromille
es gibt sogar Menschen die sich erst völlig frei fühlen wenn sie jegliche Identität aufgeben. Es kommt lediglich darauf an wie du für dich selbst Identität definierst. Ob als dein eigenes Selbst oder nur als das was andere Menschen von dir wahrnehmen.
Der Schmerz kommt meist nicht von den Menschen die pausenlos auf uns einschlagen, denn von denen erwartet man nichts anderes, Schmerzen bereiten vielmehr enttäuschungen von Menschen, von welchen man eigentlich zusprache erhofft.
Zuletzt bleibt mir nur die Frage ob ich nicht bereits nachgebe und mich anpasse indem ich ausweiche und mich abwende.
TrauerwesenHm, ich bin selber sehr emotional, was mir viele Probleme bereitet (um nicht zusagen emotional persönlichkeitsgestört...ok, sagen wir es). Oft wünschte ich mir, kalt zu sein, rationaler, unemotionaler. Aber wozu? Sicherlich leidet man auch mehr, aber ich stellte auch fest, dass ich vieles positive bestimmt auch intensiver erlebe als manch anderer. Fühlen, man kann soviele tolle Dinge fühlen, was man sicherlich nicht als kalter Mensch fühlen würde.

Lies Dir mal Camus' Der Fremde durch, und überleg Dir, ob Du wirklich so sein willst. Mir zeigte das Buch, dass diese Kälte zwar irgendwie in gewisser WEise bewundernswert sein kann, aber irgendwie auch abschreckend. Ich versuche mich lieber in manchen Dingen mehr zu kontrollieren, denn im Endeffekt können Emotionen (was eben nicht Kälte ist) soviel geben und so schön sein. Gabe und Fluch zugleich, nutze die Gabe, vermeide den Fluch oder so ähnlich. Sei also lieber, wie Du bist und mach das beste draus.
verrückteWölfinIch habe Probleme mit unkontrollierte Wutausbrüchen und Stimmungsschwankungen,hab das versucht mit Alk zu lindern und weiß das es verkehrt ist. Nun wurde mir aufgetragen statt mir alles schön zu saufen,ich soll die Gefühle ergründen warum und wieso. Und damit lerne ich was über mich und finde mich wohl möglich auch. Anders sein wollen ist eigentlich selbst Betrug. Versuchen sich so zu nehmen wie man ist, das ist eigentlich der bessere Weg. Ich lerne es auch noch.. :(
FirestoneMit euren Ansätzen hab ihr sicherlich recht und wäre ich nicht geprägt, so würden sie mir Mut machen!
Doch mein Leben sieht anderst aus! Ich habe schon von klein auf gesehen, wie beschissen das Leben sein kann und das regelmäßig! In jungen Jahren hab ich mir dann meinen Mut zusammengenommen und versucht dagegen anzugehen, weil es ja immer so schön heißt, das man seines Glückes Schmied sei! Jedoch bin ich damit so saftig auf die Schnauze gefallen, das es mich beinahe im wahrsten Sinne des Wortes selbst umgebracht hätte!
Es ist sicherlich so, das man manches nicht ändern kann, doch wie soll ich meine Sichtweise ändern, wenn es um Menschen geht, die ich liebe und zusehen muß, wie sie alle samt das gleich Schicksal erleiden und ich selbst stehe nur machtlos da und weiß ich kann nichts für sie tun! Und es bricht mir so oft das herz, das ich die meiste Zeit damit beschäftigt bin, einfach zuverdrängen und wegzusehen, doch irgendwo in meinem Kopf herscht die gewissheit, das das mein Leben ist, meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft! Und wenn ich mit meinen 25 Jahren schon beinahe daran zerbreche, wie soll ich dann der Zukunft entgegentreten? Mit meinem jetzigen ich, verletzbar, schmerzempfindlich? Wäre es da nicht besser sich sein Herz in flüssigen Stickstoff zu legen! Es ändert nicht, was kommt, doch dann wäre es mir egal! Und ich bin so müde immer zu kämpfen....
king of foolsdu wirst es vielleicht nicht glauben aber ich weiß wenn auch nur etwas schwächer wie es dir geht. dass schicksale die du erleidest auch anderen püassieren und du nichts dagegen machen kannst. ich habe mir mit der zeit einen mathematischen und rationalen verstand angeeignet sodass ich meine emotionen in kleine päckchen packen konnte und jederzeit zugriff habe aber sie auch wegschließen kann. um kontrolliert zu fühlen brauchst du nur jede menge selbstkontrolle und viel arbeit. das problem dabei ist nur wie unmenschlich du dir dann irgendwann vorkommst...
finsteres Wesen@ king of fools:

Das Selbe habe ich auch versucht... Unmenschlich kam ich mir dabei nicht vor, im Gegenteil. Ich war froh darüber, mir das nicht mehr antun zu müssen, was jeden Tag um mich herum geschieht. Jeder Mensch hat schwere Phasen in seinem Leben; doch manchen Menschen geht es einfach schlechter als anderen. Du hast das mit den Päckchen, in denen du deine Gefühle "aufbewahrst" ziemlich gut erklärt, finde ich. Wie gesagt, mir ging es eine Zeit lang genauso. Nun stehe ich vor einem anderen Problem: Ich komme an meine Gefühle nicht mehr dran. So wie Firestone die Gefühle loswerden möchte, will ich meine wiedererlangen. Es ist merkwürdig, dass ich nichts mehr spüre, wenn ich mir mein Leben ansehe. Früher ging es mir schlecht, ich konnte mein Leben nicht genießen, weil ich mir andauernd Gedanken darüber gemacht habe, wie es weitergehen soll. Jetzt mache ich mir keine Gedanken mehr, ich bin der festen Überzeugung, das Leben sei ein Spiel. Und dennoch kann ich mein Leben nicht genießen, denn ich empfinde weder Trauer, noch freue ich mich über schöne Dinge des Lebens.


Und Firestone, ich weiß nicht, ob jeder Mensch seine Gefühle einfach in einer Box einschließen kann. Bei mir waren sie von einem auf den anderen Tag einfach weg; mich störte es plötzlich nicht mehr, was mit meiner Umwelt geschah. Ich bin von dem bedürftigen Wesen, das Hilfe braucht, zu der Person geworden, die stark ist, die nicht mehr jeden Tag heulend zusammenbricht. Das mag zuerst verlockend klingen, aber man merkt, dass das nicht das Wahre ist. Man sollte sich seinen Gefühlen stellen, statt sie einfach abzuschütteln. Es ist sicher nicht leicht, seine Gefühle zu kalkulieren, da jeder Mensch welche hat und sie nicht vom Körper, sondern vom Geist gesteuert werden. Wenn Kinder schlimmes erleben, hören sie manchmal einfach auf, zu sprechen. Alleine deshalb, weil sie Gesehenes vergessen wollen, sie vergraben es tief in sich. Die Seele eines solchen Kindes ist verletzt, sie ist vermutlich nicht mehr zu heilen. Aber man kann solche Wunden verbinden, man kann sie schließen, wenn auch die Narben ewig bleiben werden...
gunslingerhALLO; BIST DU DIR SICHER; DASS DU SO SEIN MÖCHTEST WIE DU ES BESCHREIBST:iCH GLAUBE; AUCH DAZU MUSSMAN SICH ERSTMAL ÜBERWINDEN: iCH WÜRDE NICHT SO GEFÜHLSKALT SEIN WOLLEN; ES WÜRDE MICH EHER BELASTEN:oBWOHL ES MIR ABER AUCH NICHTS GEBRACHT HAT; DASS ICH MEIN BISHERIGES lEBEN LANG VERSUCHT HABE; EIN LIEBER; NETTER mENSCH ZU SEIN; UND WAS HABE ICH DAVON GEHABT?.iCH BIN JETZT TROTZDEM IM rOLLSTUHL: dAS lEBEN BZW:gOTT; HAT ES MIR NICHT GEDANKTaBER ICH FAND ES TROTZDEM BESSER UND FÜR MICH BEFRIEDIGNDER, STATT KALT UND HERZLOS ZU SEIN:IN DIESEM sINNE; BLEIB SO; WIE DU BIST; HERZLOSE mENSCHEN GIBT ES GENUG: gRUß; GUNSLINGER
FirestoneIch bin es so leid, das mein Leben so verläuft wie bisher! An den meisten Tagen meines Lebens, frage ich mich, was das ganze eigentlich soll? Seit einigen Tagen habe ich Urlaub und wenn ich morgens aufwache, denke ich nur: Oh nein, wieder ein scheiß bedeutungsloser Tag! Ich möchte einfach das sich mein Leben ändert, ich nicht länger der Vergangenheit nachhänge in Phantasien verliebt bin und mich ewig von der Hoffnung ernähre!
Sollen die, die mich so enttäuscht haben doch einfach in der Hölle schmorren! Ihr habt wohl recht, in Zukunft werde ich mich portionieren und nur noch die, welche ich ess als wert erachte, werden was von meiner guten Seite abbekommen! Die anderen erhalten nur noch meinen Hass und Kälte! Ich weiß, das ich dazu fähig bin und ich werde es durchziehen! Das schöne am Leben ist doch, das wir alle auf einem großen Maskenball tanzen und ich habe viele Masken! Ich werde es nicht mehr zulassen, das mich Menschen verletzen, damit ist jetzt schluß!!!
Soll der Tag kommen, an dem sie meinem alten Ich hinterherweinen, denn ich werde es Stück für Stück beerdigen! Wie ihr schon sagtet, man kannn sowas wohl lernen und ich will es!
Die Welt ist in meinen Augen nicht wert, bei soviel Schlechtigkeit ein freundliches Wesen zu erleben, also soll es so sein!
Schicksal kann Menschen zerstören! Wenn wir diese Energie aber richtig leiten, kann daraus aber auch ein "schwarzer Schmetterling" geboren werden!
schattenlichter[QUOTE]Oh nein, wieder ein scheiß bedeutungsloser Tag!

Ihr habt wohl recht, in Zukunft werde ich mich portionieren und nur noch die, welche ich ess als wert erachte, werden was von meiner guten Seite abbekommen! Die anderen erhalten nur noch meinen Hass und Kälte! Ich weiß, das ich dazu fähig bin und ich werde es durchziehen! Das schöne am Leben ist doch, das wir alle auf einem großen Maskenball tanzen und ich habe viele Masken! Ich werde es nicht mehr zulassen, das mich Menschen verletzen, damit ist jetzt schluß!!!
[/QUOTE] Denkst du, dass dein leben dann bedeutungsvoller wird? warum?

grüße sarah
koshiki[QUOTE]Ich bin es so leid, das mein Leben so verläuft wie bisher! An den meisten Tagen meines Lebens, frage ich mich, was das ganze eigentlich soll? Seit einigen Tagen habe ich Urlaub und wenn ich morgens aufwache, denke ich nur: Oh nein, wieder ein scheiß bedeutungsloser Tag![/QUOTE]

Ein Tag ist bloß eine Zeitstrecke. Die Bedeutung des Tages für uns, ob bedeutungsvoll
oder -los, muss schon von uns selbst kommen.
Wenn nichts von uns kommt, dann sieht der Tag für uns bedeutungslos aus.
Leider liegt hier wohl auch das Problem.
Sweet IsolationIch kann Firestone sehr gut verstehen, er nimmt mir geradezu die Worte aus dem Munde. Sein letzter Beitrag trifft die gefühlslager von mir heute abend sehr gut... Naja, weiter im Text. ^^

@koshiki:
Ja, "bloß" ein Zeitabschnitt.
"Mach was draus!" und am besten noch missbilligende Blicke sind das, was man zu sehen/hören bekommt... Wie freundlich, denke ich mir dann. Ich verstehe solche Menschen einfach nicht. Sie haben sehr wahrscheinlich noch nie meine Situation erlebt, warum sagen sie so etwas zu mir? Bin ich schlecht? Bin ich schwach? Bin ich minderwertig, wenn ich meinen Tag einfach nicht "positiv" gestalten kann?
Immer wieder Demütigung und Leid, irgendwann ist es einem so egal, ob man die guten Momente noch auskosten kann oder nicht, da es lange her ist, seit ich einen solchen erlebte.
Mein "Hauptproblem" wenn man es so nennen will, ist einfach die emotionale Leere ohne einen Partner... Tja, was soll ich machen? Es passt nichts und alles stört... Tolle Zusammenfassung... <.<
Also krame ich meine kleinen Boxen hervor und sperre alles ein... und schon grinse ich... Und blicke auf einmal nach vorn! Bin selbstsicherer, "nein, sowas lässt du mit dir nicht machen!" usw. Also, wen juckts... Vllt kommt ja mal jemand der es zurückdrehen kann, doch um mein "Leben" weiterleben zu können, erscheint es mir die beste Möglichkeit...
LadyKe@firestone

ich kenne diese bedeutungslosen tage... natürlich nicht so wie du, sondern nur aus meiner perspektive... dazu weiß ich zuwenig von dir... letztendlich liegt es aber an dir, diese tage zu füllen... sie zu etwas besonderem zu machen... masken und päckchen voller gefühle, die ungeöffnet bleiben sollen, helfen nur bedingt... es ist wichtig auch eine zeitlang traurig zu sein, wütend zu sein und zu reflektieren... aber es ist ebenso wichtig zu verzeihen und neu anzufangen... egal wie oft... letztlich machen unterdrückte gefühle noch unglücklicher... tritt heraus aus deinem selbstmitleid und fange an zu leben... fange an, das leben zu lieben... die lediglich schlechten dinge, die man sieht, haben meist nur die guten überlagert... aber sie sind da... suche dir neue freunde... gehe aus... hab spaß... finde neue hobbies... keine ahnung, es gibt so vieles, das das leben schöner macht... wenn du dich jetzt verkriechst, kalt, herzlos und verbittert wirst, haben die "bösen" menschen erreicht, was sie wollten... und vor verletzungen schützen kann man sich eh nicht... durch gefühlskälte verletzt man sich nur ständig selber... das ist, wie sich täglich mit dem messer in die seele zu ritzen... leben bedeutet veränderung... sich hinsetzen und warten macht nichts besser... sich oder seine gefühle verstecken auch nicht... es macht keinen sinn zu schummeln... das leben holt einen früher oder später ja doch ein... da muss man durch... die guten dinge im leben sind unvorhersehbar... und da es stets möglich ist, dass etwas schönes unvorhergesehenes eintritt, lohnt es sich auch, dafür zu leben, dafür zu kämpfen... ich wünsche dir viel kraft und mut auf deinem weg... mögest du die stärke finden, zu dir selbst zu stehen und dein leben zu meistern...

in diesem sinne,
take care,
ladyke.
Sweet IsolationOk, angeregt durch LadyKe's Beitrag noch eine kleine Ergänzung:
Ich habe auch schon festgestellt, dass dieses "Einpacken" eine Zeit funktioniert. Eine kleine feine sorgenfreie Zeit... In dieser musst du mal all das tun, was dir sonst nicht in den Sinn kam... Lass alles raus, treib Sport, eben solcherlei Dinge. Aber verzichte eben auf solch schwieriges "Zeug" wie gefühle... (Man klingt das dämlich... Oo)
Und dann kommt man an einen Punkt, an dem man selber die Kraft findet zurückzukehren. Nur liegt die Entscheidung dann bei einem selber. Du kannst auch so weiter machen, wobei es dann schwierig wird, ohne Hilfe jemals wieder dort herauszukommen, so ist zumindest meine Erfahrung... Also bisher war es so etwas wie ein temporärer Schild... Und den bastel ich mir nun gerade XD (Sagte ich schon, dass ich manche Menschen abgrundtief hasse? XD)
AstatosTage an denen alles irgendwie innerlich erst bergab geht, dann schließlich gefriert.. Sie kommen und gehen, ich hasse sie, ich liebe sie... mal sehr emotional, mal wie erfroren. Hochgefühl, gefolgt von der Tiefe... einem schwarzes Loch.. nach außen ein gleichgültiges Gesicht, keinerlei wirkliche Gefühlsregung – Masken, sie zu tragen, Schutz vor der Welt, oder Schutz vor sich selbst? Doch im Inneren, niedergeschmettert, Dunkelheit... Schmerz..
Können Gedanken so grausam sein? Wie viel Leid erträgt ein Mensch, bevor er zu seinem eigenem Leid wird? Wie lange dauert es, bis die Seele beginnt, zu erstarren? Erstarrt ist die meine noch nicht.. noch lange nicht.. Doch was ebenso schmerzt, vielleicht noch mehr als eine erstarrte Seele... eine Seele welche sich ihr eigenes Gefängnis schuf, sich einmauerte.. die verzweifelt versucht, die Mauern niederzureißen, wieder aufzublühen.. wenn sie spürt, dass sie gefangen ist, gefangen in einem Teufelskreislauf aus Drang nach Freiheit und dem anschließenden Fall zu Boden.. immer wieder von vorn... Ein falscher Gedanke, eine Erinnerung und alles fällt wieder in sich zusammen, was in mühevoller Kleinarbeit innerhalb von Monaten aufgebaut wurde.. Schmerz, der den Körper durchfährt.. und sei es nur, um einmal mehr die Schmerzen, tief im Inneren, zum Schweigen zu bringen.. Ein kurzes Hochgefühl..
Ein kurzes Erwachen, anschließendes Verstummen.. solange dies kein Ende findet, solange wird sie gefangen sein, wird sie die Mauern einreißen und wieder aufbauen... Fortwährend.. Immer wieder aufs neue... Gedanken können grausam sein... Verwirrende Gedanken...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Firestone [/i]
Sollen die, die mich so enttäuscht haben doch einfach in der Hölle schmorren! Ihr habt wohl recht, in Zukunft werde ich mich portionieren und nur noch die, welche ich ess als wert erachte, werden was von meiner guten Seite abbekommen! Die anderen erhalten nur noch meinen Hass und Kälte! Ich weiß, das ich dazu fähig bin und ich werde es durchziehen! [/QUOTE]Allerdings wird Hass immer wieder zu dir zurückkehren. Bessere Erfahrungen habe ich damit gemacht, es mit Freundlichkeit bei Menschen zu versuchen, die ich noch nicht kenne und die mich noch nicht kennen, und die Leute, von denen ich (aus Erfahrung) nichts Gutes zu erwarten habe, nicht zu hassen, sondern einfach zu ignorieren.

[QUOTE]Soll der Tag kommen, an dem sie meinem alten Ich hinterherweinen, denn ich werde es Stück für Stück beerdigen! Wie ihr schon sagtet, man kannn sowas wohl lernen und ich will es! Die Welt ist in meinen Augen nicht wert, bei soviel Schlechtigkeit ein freundliches Wesen zu erleben, also soll es so sein! [/QUOTE]Wie schon jemand schrieb: Wenn du deine Seele verlierst, dann hast DU verloren!

Es gibt immer genug Menschen, denen wir Freundlichkeit schenken können. Freundlichkeit als Trotzreaktion.

[QUOTE]Schicksal kann Menschen zerstören! Wenn wir diese Energie aber richtig leiten, kann daraus aber auch ein "schwarzer Schmetterling" geboren werden! [/QUOTE]Mir helfen in tristen Tagen weniger Dinge, die im allgemeinen als "Auflockerung" empfohlen werden. Ich gewinne meine Kraft meist aus solchen Kunstwerken, die anfangs traurig, kalt und düster erscheinen und irgendwann zu Sanftheit und Wärme führen, zum Beispiel "Les Memoires Blessees" von Dark Sanctuary oder "Evidence Of Heaven" von Faith & The Muse.
Astatos[QUOTE]"Les Memoires Blessees" von Dark Sanctuary[/QUOTE]

Dieses hat auch mich schon so manches mal während schwerer Stunden begleitet und mir geholfen, mich nicht selbst zu verlieren... oder zumindest, mich wiederzufinden..
FirestoneSo viele gut gemeinte Ratschläge, so schöne Worte und doch stehe ich noch immer allein da! Ich wünschte da wäre jemand, der mir zuhört, aber die Vergangenheit hat mir gezeigt, das es heutzutage in unserer Fun-Gesellschaft doch niemand hören will, wenn es einem schlecht geht und sei es der beste Freund!? Also trage ich mein Problem weiter alleine mit mir rum und es zieht mich stückchenweise so sehr runter, das ich ernsthaft darüber nachdenke, ob es nicht besser wäre zu gehen? Ich weiß, das ich jetzt vorsichtig sein muß, gut in mich hineinhören, den wenn es erst mal soweit ist, ist man zu vielem fähig! Und ich denke mir - noch nicht!
Es zerfrist mich regelrecht! Ein endloses, kräftezerrendes Ringen in sich selbst, ob nun das Dunkel endgültig siegt oder das Licht! Und ich wünschte mir, das Licht würde siegen, kämpfe also! Doch ich zweifle, das es besser wird, das dies mein Weg ist, denn auch das Licht ist nur von dauer und die Traurikkeit so viel intensiver, stärker!
Und sie ist so viel mehr mein Begleiter als Freude und Lebenslust!
Und warum? Weshalb hält mich mein Herz so sehr gefangen in dieser Finsterniss? Warum will ich lieber alles beenden, als weiter zu machen?
Die Antwort lacht mich geradezu aus, den es ist Liebe!
Ein enzelner Mensch, der für mich unerreichbar ist und doch scheint er in meinen Augen alles was ich will! Und so steh ich da, verzweifel, ständig in Erinnerung, Hoffnung und das Wissen, das es nie sein wird! Und dann klopfen mir da alle auf die Schulter und sagen, denk nicht daran!? Aber wenn ich so sehr abhängig bin, so lange schon vergeblich hoffe, dann kann man es nicht einfach abstellen! Und so meine ich doch, vieleicht kann ich nicht lieben, doch dann wenigstens das Gegenteil! Und so beginne ich zu hassen, andere zu verletzten und zeige mich kalt und hart! Und auch wenn es in mir vieleicht anderst aussieht, fühlt es sich doch so viel besser an! Und nie wieder will ich für irgendeinen Menschen jemals wieder fühlen, was ich jetzt fühle! Denn es bringt mich sprichwörtlich beinahe selbst um!!!
apnoeIch denke auch, dass die Seele das Leben erst lebenswert macht und uns zu unterschiedlichen Wesen.

Dennoch, auch in mir ist viel erkaltet...

Früher lag ich in meinem Bett und habe mich in den Schlaf geweint darueber, ob ich jetzt mich selbst umbringen soll, oder meinen Stiefvater.

Heute wuerde ich ihn wohl nicht gleich umbringen statt mir diese Frage ueberhaupt zu stellen, aber auf jeden Fall wuerde ich ihn ganz boes verpruegeln...

Und auch all den Verzicht, insbesondere der Verzicht auf Freiheit, den ich all die Zeit habe erdulden muessen, haben mich nicht zu einem waermeren Menschen gemacht...


Ich denke frueher war ich besser....


Daher kann ich dir nur den Rat geben, halte dich an dem kleinen goettlichen Funken in dir Fest und sorge dafuer, dass er weiter brennt, anstatt ihn auszuloeschen!

LG
apnoe
CarzinomIch verstehe manchmal nicht, wie manche so salopp irgendwas daher sagen können, wie dies und das doch war, da kommts immer so rüber, als wär's nie schlimm gewesen. Zumindest für die person an sich.

Ich glaube, wenn es Dinge gibt, die man nicht mehr "los wird", wenn man irgendwelche Fehler getan hat, die da bleiben oder wenn man den "Seele" einfach etwas nicht geben konnte, was sie vielleicht gebraucht hätte, kann sie "sterben"... wenn man einfach gewisse Schritte nicht macht. Obwohl "Sterben" dann falsch ist, viel mehr "abtöten".
FirestoneManchmal denke ich, wenn man so eine Haltung wie ich hat, oft enttäuscht wird und immer wieder so kalt sein will, wird man es automatisch! Manchmal komme ich an Situationen, an denen ich mich vor mir selbst erschrecke! Denn ich merke wie verbittert ich schon jetzt bin und das bringt mir eine entsprechende Art ein, über Dinge zu reden und zu denken!So gesehen bin ich dann vieleicht auf dem besten Weg, zu werden, was ich sein will!
Auf der anderen Seite denke ich aber über alles nach und da ich ja noch einen "guten" Kern habe und nicht völlig dumm ( denke ich zumindest ) sehe ich vieles dann d0och anderst und das bringt mich von diesem Weg ab!
Ich denke im Grunde ist es egal, was wir sind und wie wir unseren Weg gehen, denn am Ende zählt doch nur das Ich!?
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Firestone [/i]
Ich denke im Grunde ist es egal, was wir sind und wie wir unseren Weg gehen, denn am Ende zählt doch nur das Ich!? [/QUOTE]Wahrscheinlich muss man erst voller Verzweiflung sein, ehe man zu solchen Erkenntnissen gelangt ...

Als ich mal ziemlich am Boden war, und im wahrsten Sinne des Wortes "von allen guten Geistern verlassen" war, schrieb ich [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=352170#post352170]das hier.[/URL]
(Ich staune selbst irgendwie darüber, dass ich den nächsten Eintrag erst fast 2 Jahre später hinzugefügt habe, und dass der schon viel optimistischer klingt.)

Nichtsdestotrotz kann es mehr als 30 Jahre dauern, bis man die Kraft hat, [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=259302#post259302]einige schmerzliche Erlebnisse[/URL] zu verarbeiten.

Aber egal ob das Herz vor Traurigkeit schmerzt, oder wie wild schlägt vor Freude und Aufregung - solange man es noch spürt, ist man noch nicht tot.
Firestone[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Aber egal ob das Herz vor Traurigkeit schmerzt, oder wie wild schlägt vor Freude und Aufregung - solange man es noch spürt, ist man noch nicht tot. [/B][/QUOTE]

Ich denke nicht, das sich das Leben dadurch definiert, das man ein "Herz hat".
Menschen leben, das sind die größten Schw..... und die Leben wie die Könige!
Leben heißt doch nicht als freundlicher, netter Mensch durch die Welt zu gehen?
Und egoistische und harte Menschen werden nicht umsonst oft beneidet, denn so ein Leben bietet denke ich schon viele Vorteile! Man ist nicht mehr abhängig von anderen, kann tuen und lassen was man will und wer einem nicht passt, wird einfach in Grund und Boden gestampft!
Sweet Isolation[QUOTE][i]Original geschrieben von Firestone [/i]
[B]Ich denke nicht, das sich das Leben dadurch definiert, das man ein "Herz hat".
Menschen leben, das sind die größten Schw..... und die Leben wie die Könige!
Leben heißt doch nicht als freundlicher, netter Mensch durch die Welt zu gehen?
Und egoistische und harte Menschen werden nicht umsonst oft beneidet, denn so ein Leben bietet denke ich schon viele Vorteile! Man ist nicht mehr abhängig von anderen, kann tuen und lassen was man will und wer einem nicht passt, wird einfach in Grund und Boden gestampft! [/B][/QUOTE]

Hmm, ja, fühle mich sehr ähnlich. Würde mich daher freuen, wenn ich aus irgendeinem Beitrag etwas Positives gewinnen könnte... =/

[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]
Aber egal ob das Herz vor Traurigkeit schmerzt, oder wie wild schlägt vor Freude und Aufregung - solange man es noch spürt, ist man noch nicht tot.[/B][/QUOTE]
Kann ich ehrlich gesagt, so nicht zustimmen. =/ Ein Herz, welches nur noch schmerzt, mag einem zeigen, dass man biologisch gesehen noch am Leben ist, jedoch sehe ich darin nicht das, was ich unter meinem Leben zu verstehen wünsche, welches ich eher durch mein Seelenleben geprägt sehe.
Und wenn dieses verbittert ist, und so umso mehr erkaltet, ist es für mich ein Zeichen dafür, dass mein Leben "nicht mehr so ist, wie es sein sollte" - d.h. ..hmm... "es nicht mehr lebenswert erscheint"... wäre vllt schon etwas übertrieben, jedoch so, dass ich Hände ringend nach Halt suche, diesen jedoch nirgendwo finde. (Jaja, sich ausdrücken können, ist schon eine Kunst für sich. Oo) Nur... weiß ich langsam nicht mehr weiter... Ich mag nicht mehr in diesem Zustand verharren... -_-
lg an Firestone... Ich kann es nachvollziehen wie du fühlst.... =/
Aymynt CandanDir ist offenbar nicht bewußt, daß es Dich wirklich gibt, denn nur, wer nicht ist, hat Probleme. Und wenn ich jemandem antworten würde, der Probleme hat und deshalb nicht ist, wäre mir nicht bewußt, daß ich nicht bin, der nicht ist und deshalb Probleme hat. Weshalb sollte ich also jemand sein wollen, der nicht ist und deshalb niemandem, der auch nicht ist, Auswege aus Problemen zeigen kann, die es gar nicht gibt?!
Firestone[QUOTE][i]Original geschrieben von Aymynt Candan [/i]
[B]Dir ist offenbar nicht bewußt, daß es Dich wirklich gibt, denn nur, wer nicht ist, hat Probleme. Und wenn ich jemandem antworten würde, der Probleme hat und deshalb nicht ist, wäre mir nicht bewußt, daß ich nicht bin, der nicht ist und deshalb Probleme hat. Weshalb sollte ich also jemand sein wollen, der nicht ist und deshalb niemandem, der auch nicht ist, Auswege aus Problemen zeigen kann, die es gar nicht gibt?! [/B][/QUOTE]


Also so schön das klingen mag und so tiefsinnig es ist - aber ich denke nicht, das jemand wirklich versteht, was du gerade meinst?Oder kann mir das mal jemand übersetzen?
Aymynt CandanIch bitte um Verzeihung für meine verwirrende Formulierung, und da ich das Ganze verbrochen habe, will ich nun mal versuchen, es zu übersetzen.

Firestone, Du deutest an, daß Du Dich in einer Situation befindest, die Du als schmerzlich empfindest, so schmerzlich, daß Du am liebsten kalt, gefühllos, hart, böse, dafür aber gepanzert und geschützt sein möchtest. Du fragst, ob das möglich ist und erwägst, ob es Dein Weg ist.

Du schätzt Deine Situation ein. Und damit im Zusammenhang steht das Bild, das Du von der Welt und von Dir hast. Es ist typisch für den Menschen, daß er von der Welt, von sich und von seiner Situation eine verkehrte Vorstellung hat, jedoch fest daran glaubt, die Welt, er selbst und seine Situation seien wirklich so, wie er es sich vorstellt. Und so gerät der Mensch desöfteren in einen Teufelskreis bzw. in eine Sackgasse.

Der Mensch täuscht sich immer wieder an dem oberflächlichen Schein der Dinge, d.h. an den Erscheinungen, über die Wirklichkeit und Wahrheit. Krisensituationen rütteln an den Grundfesten der menschlichen Luftschlösser und geben dem Menschen die Chance, der Wahrheit näher zu kommen. Und mit der Zeit erweisen sich viele, ja sogar die allermeisten Vorstellungen über die eigene Situation als Illusionen. Der Mensch erkennt sich selbst und die Welt mit der Zeit besser. Ent-täuschungen bringen den Menschen zu Klarheit und Einsicht.

So haben viele Menschen gewissermaßen verkehrte oder zumindest noch unreife Vorstellungen darüber, was Liebe bedeutet oder was das Leben ist, und wenn sie dann nach Jahren auf ihr bisheriges Leben zurückblicken, wird ihnen mitunter bewußt, daß sie immer wieder großen Täuschungen über dies alles erlegen waren, die sie zunächst für die Wahrheit hielten und die sich dann zu ihrem Erstaunen wirklich nur als Täuschungen erwiesen haben.

Mit anderen Worten: was Du heute für schier unlösbare und heftig quälende Probleme hältst, kann sich morgen oder übermorgen oder auch nach Jahren in nichts auflösen. Und mit diesen Problemen lösen sich auch verkehrte Welt- und Selbstbilder auf. So kommt es zu der seltsam anmutenden Aussage, daß der Mensch, der einmal bestimmte Probleme hatte und sehr darunter litt, in Wahrheit nicht existiert, nie existiert hat. Und auch die Welt von damals war nur ein traumartiges Gebilde, das in der Zeit verweht. Wirklich und wahr ist nur, was nicht vergeht, was immer bleibt. Was Du in Deinem tiefsten Inneren bist, wird nicht berührt durch Freude oder Leid, und je mehr Du zu Dir selbst, zur Besinnung und zur Einsicht kommst, um so mehr fallen alle Schein-Probleme von Dir ab.

Was ich Dir hier schreibe, ist noch nicht der Weisheit letzter Schluß. Ich möchte nur Deine anscheindende Erstarrung etwas auflockern und Dir zuzwinkernd sagen: es gibt Hoffnung! Ich möchte Dir auch nicht suggerieren, daß Du Grund hast, darüber unglücklich zu sein, daß Du so manche verkehrte Vorstellung hast. Im Hintergrund und eigentlich ist doch schon jetzt alles gut und in Ordnung. Das wird etwas verwirrend sein, kann es auch ruhig.

Deine Situation, so unerträglich schmerzlich und traurig sie sein mag, bietet Dir wertvolle Möglichkeiten, durch eigene Anstrengungen große Kräfte zu entwickeln. Du sammelst Erfahrungen, die ganz genau auf Dich abgestimmt sind. Was zunächst lange Zeit befremdlich auf Dich wirkt, wird Dir nach und nach seinen Sinn und Wert offenbaren. Du wirst noch staunen und glücklich sein, wenn Du es eines schönen Tages einsiehst. Und das wirst Du sicher.

Vielleicht fühlst Du Dich einsam und ungeliebt in einer scheußlichen, ungerechten Welt. Dann bist Du schon mal insofern nicht einsam, weil sich die meisten Menschen nicht viel anders fühlen. Was Du vielleicht für das Glück bei anderen hältst, ist oft nur Fassade und Maskerade. Es gibt gar keinen Grund, andere Menschen zu beneiden. Wenn Du genauer hinsiehst, hat jeder sein Päckchen zu tragen.

Wenn Du ein junger Mann bist, kennst Du vielleicht ein nettes Mädel, in das Du sehr verliebt bist und leidest furchtbar darunter, daß sie Deine Liebe nicht erwidert. Und wenn Du dies dann für Deine wirkliche (traurige, schmerzliche) Situation hältst, bist Du auch schon dem großen Täuscher auf den Leim gegangen. Und vielleicht erfährst Du immer wieder Ablehnung, was Dir suggeriert, daß Dein ganzes Leben nur Leid und Sinnlosigkeit bedeutet. Doch sinnlos ist das alles keineswegs, was Du schon bald einsehen wirst.

Du machst Liebe an bestimmten Merkmalen fest, doch ist Liebe noch weit mehr, als Du glaubst. Während Du am Verzweifeln darüber bist, daß das Mädel, in das Du Dich verliebt hast, Deine herzliche Zuneigung nicht erwidert, wirst Du von eben diesem Mädel während der ganzen Zeit schon geliebt. Deine irrigen Vorstellungen ziehen Dich wie in einem Strudel hinab in eine Welt der Traurigkeit, in der Du aber auch entwickeln kannst, was in Dir steckt. Deine Seele schreit Dir schon die ganze Zeit zu: es ist nicht wahr, was Du glaubst. Sie liebt Dich! Verzweifle nicht! Doch Du kannst es noch nicht hören. Schlag Dir Deine Illusion aus dem Kopf, daß sie Dich nicht liebt. Laß Dir nicht weiter durch irgendwelche täuschenden Äußerlichkeiten einsuggerieren, daß sie Dich nicht liebt und Du deshalb tief unglücklich sein mußt. Die Liebe, Deine wie ihre, befindet sich im Herzen – was Deine Augen sehen, Deine Ohren hören, Deine Hände tasten, ist nicht Wirklichkeit. Es ist ausgeschlossen, daß das Mädel, das Du liebst, Dich nicht liebt. Du weißt oberflächlich noch nicht, daß Du dieses Mädel selbst bist. Deine Seele aber weiß es schon.

Deine eigentliche Seele kann nicht getötet werden, da sie über Leben und Tod erhaben ist. Während Du glaubst, Deine Seele gepanzert und tiefgekühlt zu haben, ist es doch nur der Aspekt von ihr, den Du wahrzunehmen glaubst, während sie im Grunde quicklebendig oder vielmehr völlig unberührt davon ist. Weder ist etwas verloren, noch ist etwas gewonnen. Es ist, wie es ist.

Du leidest auch noch unter beschissenen Umständen bei Dir und in Deiner Umwelt? Ich weiß nicht genau, wie es ist und was Dich bedrückt. Doch verhält es sich auch nicht viel anders als mit der Liebe. Mit falschen Vorstellungen von den Menschen und dem Leben gehen Angst und Haß, Minderwertigkeitsgefühle, Verletzungen, Schuld, Scham und ähnliches mehr einher. Doch ist dies alles viel weniger real, als es zunächst (und womöglich hartnäckig) den Anschein hat. Die Schleier werden nach und nach von Deinen Augen abfallen und die Welt wird in einem freundlicheren Licht erscheinen. Zu Deinen Fragen werden sich Antworten gesellen, Deine Probleme werden sich in Wohlgefallen auflösen und Deine Sorgen werden sich als unbegründet erweisen. Also, Kopf hoch! Und sei guten Mutes! Alles ist gut.
Firestone@Aymynt Candan

Danke für den Beitrag, ich habe zwar noch immer so meine Probleme, zu verstehen, was du mir sagen willst, aber zumindest klingt es irgendwie tröstlich -auf den ersten Blick!

Denoch glaube ich nicht - wie du selbst schon sagst - das es der Weisheit letzter Schluß ist!
Du sagst, wenn ich dich recht verstehe, das alles nur ein Teil meines Weges im Leben ist, alles nur eine Illusion! Aber ich frage mich ob du weißt, was es heißt, in einer Welt zu leben die dir von klein auf als so falsch vorkommt, das es dir jeden Tag schwer fällt, dich zu orientieren, deinen Weg zu finden! Ich hatte wirklich eine scheiß Kindheit und Jugned in vielerlei beziehung! Einsamkeit? Ja! Traurichkeit? Ja! Hass und schmer? Ja! Und es ist wie es ist! Doch bisher habe ich aus all der Erfahrung aus all den Bildern, die sich mir im Leben zeigten nicht sagen können, das ich es gut hieß!
Natürlich hat jeder sein Päckchen zu tragen und ich will niemanden in den Schatten stellen, den für jeden ist das seine das schwerste!?
Doch wenn mich all dies soweit führt, das ich keine Freude mehr an diesem eben habe, ich immer wieder daran denke, das ich lieber nicht leben würde, was bringt es mir dann zu glauben, das all dies nur Illusion ist?
Und ja, da gibt es auch einen Menschen, denn ich glaube ich sehr liebe! Und eben dieser Mensch erwiedert selbe nicht! Aber dieser Mensch bin nicht ich! Du magst recht haben!
Menschen projezieren Bilder von etwas wie Liebe auf andere, Vorstellungen, wie diese Liebe wohl sein könnte, wie sie sich selbe wünschen! Dieser Illusion bin ich erlegen und jetzt fällt es mir unglaublich schwer, mich davon zu lösen, den es hat sich so festgefahren in meinem Herzen und Hoffnung hindert mich, einfach loszulassen!
Ich denke ni8cht, das diese Weisheit so auf mich zutrifft, wie du es schreibst!
Manche Menschen leben, erfahren und sehen anderst! Und ich glaube nicht, das meine doch sehr intensiven Erfahrungen mir ein völlig falsches Bild im Leben gegeben haben! Im gegenteil! Ich fürchte, das sie mir die traurige Wahrheit gezeigt haben! Und es gibt so viele Arten zu leben, zu erleben, das Leben kann man wohl kaum mit der einen Wahrheit beantworten, denn für jeden von uns hält sie eine andere bereit!
Meine Leiden und mein Leben spielen letztendlich keine Rolle, denn am Ende ereilt uns alle das einzige selbe Schicksal und wenn wir Vergangenheit sind, ändert sich nichts! Es ist ohne bedeutung, ob wir existieren, wie und warum!
Daher spielt es auch keine Rolle, wie wir im Leben spielen und wenn ich daran so wenig Freude empfinde, möchte ich doch wenigstens den Joker ziehen können, mir die Verkleidung des Bösewichtes anzulegen!
Unsere Seele ist wohl weitaus mehr, als du glaubst! Und erfährt sie nur genug Schmerz und Trauer, dann denke ich, kann aus den "strahlenden, kraftvollen Seinchen" ein verkümmertes, schrumpeliges etwas werden, das seiner Funktion nicht mehr gerecht werden kann! Und da ich nicht zusehen will, wie dies über Jahre bei mir langsam geschieht, schlage ich lieber selbst mit dem Beil darauf, um die Zeit dahin zu gut es geht zu verkürzen!
Aymynt Candan[quote]Original geschrieben von Firestone:
Du sagst, wenn ich dich recht verstehe, das alles nur ein Teil meines Weges im Leben ist, alles nur eine Illusion! Aber ich frage mich ob du weißt, was es heißt, in einer Welt zu leben die dir von klein auf als so falsch vorkommt, das es dir jeden Tag schwer fällt, dich zu orientieren, deinen Weg zu finden! Ich hatte wirklich eine scheiß Kindheit und Jugned in vielerlei beziehung! Einsamkeit? Ja! Traurichkeit? Ja! Hass und schmer? Ja! Und es ist wie es ist! Doch bisher habe ich aus all der Erfahrung aus all den Bildern, die sich mir im Leben zeigten nicht sagen können, das ich es gut hieß![/quote]

Falsche Welt im Sinne von verkehrt, nicht der Vorstellung entsprechend, enttäuschend? Schlimmer, als sie ist, kann die Welt kaum sein!? Nichts geht. Es ist kalt, ich fühle mich verlassen, weiß nicht, wohin ich gehen soll, was ich tun soll! Warum hilft mir denn keiner?! Falsche Welt im Sinne von verlogen. Ich weiß nicht, wo ich hineingeraten bin. Wo bin ich? Wer bin ich? Ich kann nicht klar sehen, mir fehlt der Durchblick. Niemand sagt mir, was Sache ist. Alle Welt lügt. Die Welt ist nicht schön! Es lohnt sich überhaupt nicht zu leben! Ich bin nicht glücklich und sehe auch keinen Weg, jemals glücklich zu werden – wozu auch?! Ich habe keinen Plan. Ich kann mich so schwer entscheiden. Wozu soll ich gut sein, wenn es mir nur Kummer und Schmerz einbringt?! Wozu soll ich gut sein – die anderen sind es doch auch nicht! Den größten Schweinehunden geht es gut! Wo ist da Gerechtigkeit?! Diese Welt ist nicht gut, ich will hier weg! Oder ich will wenigstens ein Schwein sein, vielleicht fühle ich mich dann besser?

So etwa?

Und da kommt so ein A. C. daher und behauptet, alles sei gut! Er muß hoffnungslos weltfremd sein oder ein Lügner. Das ist er beides schon auch, und doch dürfte ein Fünkchen Wahrheit an dem sein, was er schreibt.

Was bitte schön soll denn gut sein an meiner Kindheit und Jugend, an meinem Leben?! Was, wenn es doch schmerzt?!

Ich habe bisher niemandem etwas bedeutet. Niemand hat sich um mich gekümmert. Ich durfte nicht so sein, wie ich bin. Ich war nur lästig. – Ich bin gefallen auf meine eigenen Füße. Ich bin auf mich selbst gestellt. Ich bin selbständiger geworden. Ich habe gelernt, mir selbst zu helfen. Ich kann auch anderen eine Stütze sein. Ich bin ein wertvoller Mensch geworden. Mein Selbstbewußtsein ist gewachsen. Ich kann andere besser verstehen, denen es ähnlich ergeht. Ich kann einfühlsam, rücksichtsvoll und hilfsbereit sein. Ich bin ein liebenswerter Mensch geworden. Ich falle so schnell nicht um, bin einiges gewöhnt. Wo für andere schon die Welt zusammenbricht und sie den Mut verlieren, lächle ich noch unbekümmert, habe einen humorvollen Scherz auf den Lippen und bin zuversichtlich. Ich bin groß und stark geworden. Ich weiß, welche Fehler Menschen machen können. Darum kann ich es einmal besser machen. Ich bedeute vielen etwas. Menschen möchten bei mir sein, sorgen sich um mich. Sie sind froh, daß ich so bin, wie ich bin. Ich bin willkommen.

Ich habe versagt. Nichts gelingt mir. Die Zukunft macht mir Angst. Ich weiß den Weg nicht. Bald bin ich tot. – Ich lebe noch. Ich bin nicht völlig handlungsunfähig. Ich kann noch einiges ausprobieren. Manche Dinge sind mir gelungen. Es ist möglich, daß Dinge gelingen. Ich kann erfolgreich sein. Ich habe Fähigkeiten, Stärken. Ich kann mich verbessern. Ich kann mit wenig etwas anfangen. Ich fange klein an. Ich gebe anderen die Möglichkeit, mir zu helfen. Meine Niederlagen waren die Triumphe anderer. Ich habe Menschen glücklich gemacht. Ich bin so frei, mich zwischen mehreren Möglichkeiten zu entscheiden. Mir fällt etwas Schönes, Sinnvolles, Nützliches ein, was ich morgen tun kann. Wenn die Welt ideal wäre, würde ich morgen dieses oder jenes tun, was mir Freude macht. Ich bin nicht allein. Ich muß nicht alle Probleme der Welt allein und in kurzer Zeit lösen. Ich weiß nicht sicher, ob es nicht vielleicht doch einen Ausweg gibt. Ich könnte mich getäuscht haben. Vielleicht gibt es mehr Glück, als ich ahne. Es ist gar nicht so schlimm, ein paar Fehler zu machen. Andere Menschen machen auch Fehler. Das gehört zum Leben dazu. Am Ende erweisen sich Fehler als nützlich. Fehler sind gar nicht nur Fehler. Niederlagen sind gar nicht nur Niederlagen. Ich finde den Mut, (m)einen Weg zu gehen, weil es gar nicht um Alles oder Nichts geht. Ich kann nur gewinnen, gleich, welchen Weg ich einschlage. Ich bin schon so oft gefallen und habe es - reicher als zuvor - überstanden. Das Fallen macht mir weniger Angst als früher. Manche Dinge sind gar nicht so schlimm, wie sie zu sein scheinen. Ich hatte keine perfekte Vorstellung von ihnen. Es hat mir geholfen, sie zu erfahren. Die Zukunft ist jetzt. Jetzt schaffe ich es. Später geht mich nichts an. Ich bin nicht allein. Über den Tod weiß ich noch fast nichts. Ich kann mich irren. Darum ziehe ich jetzt noch kein Fazit. Das Thema "Tod" kann noch warten. Jetzt lebe ich. Ich lebe so, als gäbe es den Tod nicht. (Denn gäbe es ihn so, wie ich es mir jetzt vorstelle, könnte ich nicht leben.)

Die Person, die ich liebe, erwidert meine Liebe nicht. All meine Erwartungen sind enttäuscht. Wie soll ich also glücklich sein?! Und wie soll ich meine Liebe unter Beweis stellen? – Niemand hindert mich, die Person weiter zu lieben. Die Person ist nicht aus der Welt, nicht aus meinen Gedanken und Vorstellungen - und schon gar nicht aus meinem Herzen. Ich glaube nur, daß meine Liebe nicht erwidert wird, aber ich weiß es nicht sicher und kann mich auch irren. Ich weiß nicht genau, was Liebe ist, folglich weiß ich auch nicht sicher, was Erwiderung von Liebe ist. Wenn ich über all das gar nicht sicher bescheid weiß, warum soll ich mich dann schon in Traurigkeit und Resignation stürzen?! Schon so mancher Goldgräber hat sich durch fortgesetzte Mißerfolge niedergeschlagen gefühlt und schließlich enttäuscht die Hacke weggeworfen und aufgegeben, und war doch kurz davor, auf eine Goldader zu stoßen. Ich werde niemals aufgeben, nach Gold zu graben. Ich werde Gold finden. Denn tief in meinem Inneren habe ich die Ahnung, daß nur das der Sinn meines Lebens sein kann. Wie könnte ich eine Idee von Liebe haben, wenn es nirgends Liebe gäbe?!

Mir werden tausend kluge Ratschläge gegeben, doch bei mir helfen sie nicht, denn mich versteht keiner! Es ist gut? Es ist NICHT gut! – Ein altes Sprichwort lautet "Geduld bringt Rosen.". Für den Anfang genügt es, die Hoffnung nicht aufzugeben und den Zweifel gegen die eigene schwarze Weltsicht (bitte nicht mißverstehen) zu richten. Hinterfrage: ist es wirklich so (schlimm), wie es zu sein scheint? Könnte es nicht vielleicht doch etwas anders sein? Ist wirklich gar kein gutes Haar daran zu finden? Die Welt braucht Dich. Sie braucht Deine Zuwendung, Dein Wohlwollen, Deine Geduld, Dein Vertrauen, Deine Beharrlichkeit uvm. Im Gegenzug kannst Du ihr Deine Fragen stellen. Aber schleudere sie ihr bitte nicht vor(ver)urteilend und vorwurfsvoll ins Gesicht. Stell Dir vor, die Welt wäre Deine Freundin, ein einziger großer Mensch. Würdest Du Dir dann an ihrer Stelle nicht auch wünschen, freundlich gefragt zu werden und Dir die Geduld wünschen, in Ruhe überlegen und antworten zu können? Du bekommst Antworten, verlaß Dich drauf. Wie Du zur Seele der Welt (Deiner Freundin) findest, so findet diese auch zu Dir. Je kindlicher und naiver Du an die Sache herangehst, um so besser.

...
Aymynt CandanFortsetzung

[quote]Original geschrieben von Firestone:
Natürlich hat jeder sein Päckchen zu tragen und ich will niemanden in den Schatten stellen, den für jeden ist das seine das schwerste!?[/quote]

Ich will damit nicht sagen, daß Du nicht schwer zu tragen hast. Und ich glaube Dir auch, daß Du leidest, vielleicht mehr, als viele andere Menschen, wer weiß das?


[quote]Original geschrieben von Firestone:
Doch wenn mich all dies soweit führt, das ich keine Freude mehr an diesem eben habe, ich immer wieder daran denke, das ich lieber nicht leben würde, was bringt es mir dann zu glauben, das all dies nur Illusion ist?[/quote]

Deine psychische Situation paßt zu den Vorstellungen, die Du vom Leben hast. Andere Menschen haben andere Vorstellungen, weshalb ihre psychische Verfassung anders ist. Manche Menschen finden zuweilen sogar etwas Geschmack am Leben. Dies dürfte Deine Vorstellungen schon mal infrage stellen. Die Situation lockert sich. Das letzte, endgültige Urteil über Dein Leben kannst Du aufschieben. Da Du Deiner vermutlichen Vorstellung gemäß sowieso die längste Zeit tot bist, besteht wohl kaum ein Grund zur Eile. Was also spricht dagegen, sich noch ein wenig auf der Erde umzusehen? Immerhin hast Du schon ein nettes Mädel "hier unten" entdeckt. Ist also schon mal nicht alles schlimm und häßlich in der Welt. Wenn Du tot bist, kannst Du sie womöglich gar nicht mehr sehen oder ihr mal helfen, wenn sie in Schwierigkeiten ist. Und wünscht sie sich – wider Erwarten – doch mal einen Kuß von Dir, mußt Du passen, da es Deinerseits dann u.U. an liebevollen Lippen mangelt.


[quote]Original geschrieben von Firestone:
Und ja, da gibt es auch einen Menschen, denn ich glaube ich sehr liebe! Und eben dieser Mensch erwiedert selbe nicht! Aber dieser Mensch bin nicht ich! Du magst recht haben![/quote]

Sie ist zunächst ein anderer Mensch, nicht Du. Aber wenn sie nicht quasi in Dir wäre, könntest Du sie nicht lieben. In ihr erkennst Du außen etwas wieder, was Du (wohl ohne daß es Dir bewußt ist) schon in Dir hast. Du findest in ihr etwas, was Du suchst. Und nur dadurch, daß Du genau sie suchst, unterscheidet sie sich für Dich von den vielen anderen Menschen, denen Du begegnest. Sie ist (für Dich), weil Du sie siehst. Sie ist, was Du bist. Sie ist Du. Du bist sie. Und darum gibt es keine Widersprüchlichkeiten und keinen Grund zu verzweifeln. Weil Du sie bist, kannst Du sie nie verlieren.


[quote]Original geschrieben von Firestone:
Menschen projezieren Bilder von etwas wie Liebe auf andere, Vorstellungen, wie diese Liebe wohl sein könnte, wie sie sich selbe wünschen! Dieser Illusion bin ich erlegen und jetzt fällt es mir unglaublich schwer, mich davon zu lösen, den es hat sich so festgefahren in meinem Herzen und Hoffnung hindert mich, einfach loszulassen![/quote]

Deine Wünsche und Träume sind Wirklichkeit. Und die Wirklichkeit ist ein Traum. Laß Dich von dem Schreckgespenst, das Du Wirklichkeit zu nennen geneigt bist, nicht entmutigen. Vielmehr zeige ihm, daß Du der Meister und Gebieter aller Geister bist. Ich habe mal gehört, die Liebe sei stärker als jede (böse) Macht und ist imstande, alle Hindernisse zu überwinden. Wenn das wahr ist und Du die Liebe in Deinem Herzen fühlst, was kann Dich noch aufhalten und einen finsteren Schatten über Deine Seele ausbreiten?! Höre auf, Dir einzubilden, sie liebe Dich nicht! Diese Vorstellung macht Dich krank. Vielmehr rate ich Dir, in der Gewißheit zu leben, daß sie Deine Liebe erwidert, gleich, was Deine Augen und Ohren Dir vorgaukeln. Es ist besser, Du beginnst damit, an Geistergeschichten zu glauben, Firestone, Du steckst in einer drin!


[quote]Original geschrieben von Firestone:
Ich denke ni8cht, das diese Weisheit so auf mich zutrifft, wie du es schreibst![/quote]

Ja, klar doch. Du wirst Deine Weisheit selbst finden und auch die Erfahrung machen, daß sie schwer mit Worten auszusprechen ist und es noch schwerer ist, sie anderen verständlich zu machen.


[quote]Original geschrieben von Firestone:
Manche Menschen leben, erfahren und sehen anderst! Und ich glaube nicht, das meine doch sehr intensiven Erfahrungen mir ein völlig falsches Bild im Leben gegeben haben! Im gegenteil! Ich fürchte, das sie mir die traurige Wahrheit gezeigt haben! Und es gibt so viele Arten zu leben, zu erleben, das Leben kann man wohl kaum mit der einen Wahrheit beantworten, denn für jeden von uns hält sie eine andere bereit![/quote]

Natürlich siehst Du viele Dinge, die ich nicht sehe. Und ebenso ist es richtig, daß Deine Erfahrungen für Dein Weltbild wichtig sind, wenn Du es nach ihnen ausrichtest. Es mag jedoch zu diesen Erfahrungen noch etwas hinzukommen, das Licht Deines Geistes etwa, und je nach dem, wie das Licht auf Deine Erfahrungen scheint, entsteht in Dir ein anderes Weltbild. Der Mensch leidet nicht so sehr unter der Wirklichkeit, wie unter seinen Vorstellungen von ihr. Schon der Gedanke, Deine schmerzlichen Erfahrungen seien fehlerhaft und sinnlos gewesen, lassen diese Erfahrungen in einem düsteren Licht und viel schlimmer erscheinen. Stellst Du Dir hingegen vor, die schmerzlichen Erfahrungen seien notwendig gewesen, um Dein (Liebes)Glück zu finden, erscheinen sie gleich freundlicher und Du nimmst sie bereitwilliger an.


[quote]Original geschrieben von Firestone:
Meine Leiden und mein Leben spielen letztendlich keine Rolle, denn am Ende ereilt uns alle das einzige selbe Schicksal und wenn wir Vergangenheit sind, ändert sich nichts! Es ist ohne bedeutung, ob wir existieren, wie und warum![/quote]

Du hast eine Neigung, tief zu denken, und das kann erst einmal eine Last sein. Doch denke auch tief genug! Da Du noch jung bist, würde ich Dir empfehlen, diese Deine Schlußsätze später noch einmal einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen und die Behandlung des Themas "Tod = Ende!?" noch ein paar Jahre aufzuschieben. Es könnte mit etwas mehr Erfahrung und Reife ein völlig anderes Ergebnis 'rauskommen. (Frei nach dem Motto: "Gib einem Baby kein Kotelett zu essen, es könnte daran zugrunde gehen!")


[quote]Original geschrieben von Firestone:
Daher spielt es auch keine Rolle, wie wir im Leben spielen und wenn ich daran so wenig Freude empfinde, möchte ich doch wenigstens den Joker ziehen können, mir die Verkleidung des Bösewichtes anzulegen![/quote]

Du bist mir schon ein rechter Bösewicht, Firestone! Na klar, zieh den Joker, warum denn nicht?! Erschrecke die Leute, statt selbst weiter erschrocken zu sein. Ein guter Weg, die Stimmung zu heben. Das ändert auch Deine Perspektive. Du wirst Dich in den Erschrockenen wiedererkennen und über sie/Dich/es lachen. Wem wirst Du als erstes eins auswischen? Verdient haben es ja schließlich genügend. Laß Dich nicht erwischen.


[quote]Original geschrieben von Firestone:
Unsere Seele ist wohl weitaus mehr, als du glaubst! Und erfährt sie nur genug Schmerz und Trauer, dann denke ich, kann aus den "strahlenden, kraftvollen Seinchen" ein verkümmertes, schrumpeliges etwas werden, das seiner Funktion nicht mehr gerecht werden kann! Und da ich nicht zusehen will, wie dies über Jahre bei mir langsam geschieht, schlage ich lieber selbst mit dem Beil darauf, um die Zeit dahin zu gut es geht zu verkürzen![/quote]

Keine Sorge, die eigentliche Seele wird (dadurch) nicht berührt.
Konkalit_4Warum, lässt du es nicht zu? Du wirst gefühlskalt und abgestumpft, ich denke das ist der beste Weg den man einschlagen kann, ich habe mich auch entschieden und versuche dieses konsequent zu leben, die Gesellschaft hilft einem doch kräftig dabei... Es ist nicht wert zu versuchen, immer wieder zu denken "Es wird alles besser", denn das wird es nicht, die Gesellschaft bricht dich, du kommst drüber weg, es läuft besser du fängst an wieder zu vertrauen und ZACK- bricht man dich wieder, ich hab es satt immer wieder die helfende Hand zu greifen, wieder aufzustehen und zu hoffen und zu vertrauen das es wieder besser wird, ich bleibe liegen, ich bleibe unten und ziehe die Welt um mich herum, die mich runterstieß mit runter, konsequenter hass, frißt einen innerlich auf, aber warum soll ich das anderen überlassen?
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Firestone [/i]
Aber ich frage mich ob du weißt, was es heißt, in einer Welt zu leben die dir von klein auf als so falsch vorkommt, das es dir jeden Tag schwer fällt, dich zu orientieren, deinen Weg zu finden! Ich hatte wirklich eine scheiß Kindheit und Jugned in vielerlei beziehung! Einsamkeit? Ja! Traurichkeit? Ja! Hass und schmer? Ja! Und es ist wie es ist! Doch bisher habe ich aus all der Erfahrung aus all den Bildern, die sich mir im Leben zeigten nicht sagen können, das ich es gut hieß! [/QUOTE]Wenn du weißt, dass es falsch ist, warum versuchst du nicht, etwas daran zu ändern? Wenn du erst mal die Welt, so wie sie jetzt ist, akzeptabel findest, und dein Herz weder Freude noch Leid spürt, dann vegetierst du wirklich nur noch jahrelang als Zombie dahin.

[QUOTE]Natürlich hat jeder sein Päckchen zu tragen und ich will niemanden in den Schatten stellen, den für jeden ist das seine das schwerste!? [/QUOTE]Meins ist nicht das Schwerste. Es kann manchmal sogar sehr viel Spaß machen, [b]FÜR[/b] die Liebe zu kämpfen.

[QUOTE]Und ja, da gibt es auch einen Menschen, denn ich glaube ich sehr liebe! Und eben dieser Mensch erwiedert selbe nicht! Aber dieser Mensch bin nicht ich! [/QUOTE]In dem von mir verlinkten Beitrag schrieb ich:
[COLOR=limegreen][b]"Lerne, dich selbst zu lieben,
dann gibt es wenigstens einen Menschen, der dich liebt."[/b][/COLOR]

Liebst du dich selbst?
Wenn ja, was tust du, um dir dein Leben lebenswert zu gestalten?
Wenn nein, aus welchem Grund sollte dich dann die von dir verehrte Person lieben?
(Und damit meine ich wirklich das, was in DIR steckt, und nicht dein Geld, dein Haus oder dein Auto.)

[QUOTE]Menschen projezieren Bilder von etwas wie Liebe auf andere, Vorstellungen, wie diese Liebe wohl sein könnte, wie sie sich selbe wünschen! Dieser Illusion bin ich erlegen und jetzt fällt es mir unglaublich schwer, mich davon zu lösen, den es hat sich so festgefahren in meinem Herzen und Hoffnung hindert mich, einfach loszulassen! [/QUOTE]Ja, das ist das Problem: die Vorstellungen, Wünsche und Hoffnungen verstellen den Blick, um Liebe wirklich zu sehen.

[QUOTE]Manche Menschen leben, erfahren und sehen anderst! Und ich glaube nicht, das meine doch sehr intensiven Erfahrungen mir ein völlig falsches Bild im Leben gegeben haben! Im gegenteil! Ich fürchte, das sie mir die traurige Wahrheit gezeigt haben! Und es gibt so viele Arten zu leben, zu erleben, das Leben kann man wohl kaum mit der einen Wahrheit beantworten, denn für jeden von uns hält sie eine andere bereit! [/QUOTE]Wenn es so viele Arten zu leben gibt, warum soll dann ausgerechnet deine momentane Sicht auf das Leben die richtige sein?

[QUOTE]Meine Leiden und mein Leben spielen letztendlich keine Rolle, denn am Ende ereilt uns alle das einzige selbe Schicksal und wenn wir Vergangenheit sind, ändert sich nichts! Es ist ohne bedeutung, ob wir existieren, wie und warum! [/QUOTE]Wenn du am Ende deines Lebens sagen musst, es war umsonst und ohne Bedeutung, dann war es das wohl wirklich. :(

[QUOTE]Daher spielt es auch keine Rolle, wie wir im Leben spielen und wenn ich daran so wenig Freude empfinde, möchte ich doch wenigstens den Joker ziehen können, mir die Verkleidung des Bösewichtes anzulegen! [/QUOTE]Was gewinnst DU dabei, anderen Menschen ihr Leben zu verpfuschen? Wenn du irgendwem Freude bereiten kannst (und wenn es "nur" du selbst bist), dann kannst du wenigstens das Lieben genießen - und manchmal passiert es sogar, dass du dafür geliebt wirst. Wenn du Bösewicht spielen willst, dann tu das, aber dann hast du gar nichts von beidem, weder das Geliebt-Werden noch das Lieben-Dürfen.

[QUOTE]Unsere Seele ist wohl weitaus mehr, als du glaubst! Und erfährt sie nur genug Schmerz und Trauer, dann denke ich, kann aus den "strahlenden, kraftvollen Seinchen" ein verkümmertes, schrumpeliges etwas werden, das seiner Funktion nicht mehr gerecht werden kann! Und da ich nicht zusehen will, wie dies über Jahre bei mir langsam geschieht, schlage ich lieber selbst mit dem Beil darauf, um die Zeit dahin zu gut es geht zu verkürzen! [/QUOTE]Nimm statt dem Beil lieber einen Geigenbogen, der löst jahrelang auf der Seele abgelagerten Schmutz und Eis viel besser und kann deine Seele irgendwann wieder zum Klingen bringen.

[COLOR=limegreen][b]"If we remove the Reality defined by human social structures,
we may find that the world is not only beautiful, but can be limitless."[/b][/COLOR]
(Monica Richards, "InfraWarrior" CD Booklet)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Konkalit_4 [/i]
Warum, lässt du es nicht zu? Du wirst gefühlskalt und abgestumpft, ich denke das ist der beste Weg den man einschlagen kann[/QUOTE]Glaub mir, spätestens in 10 Jahren hast du diesen Weg satt ...

[QUOTE]ich hab es satt immer wieder die helfende Hand zu greifen, wieder aufzustehen und zu hoffen und zu vertrauen das es wieder besser wird, ich bleibe liegen, ich bleibe unten und ziehe die Welt um mich herum, die mich runterstieß mit runter, konsequenter hass, frißt einen innerlich auf, aber warum soll ich das anderen überlassen? [/QUOTE]Schlimmer noch, du machst dich zu [b]ihrem[/b] Werkzeug.
Ich erwarte und erhoffe nichts von Anderen, aber ich habe gelernt, mir selbst zu vertrauen, und meine Devise lautet nun nicht "konsequenter Hass" (der ist genauso Selbstverleugnung wie das "Uneigennützig-Sein"), sondern [b]Konsequenter Eigennutz.[/b] Oder wie es Hermann Hesse ausdrückte: "Eigensinn macht Spaß". Wenn dabei Nutzen für Andere abfällt, dann soll es ruhig so sein, ich bin nicht missgünstig ... und mit der Zeit fällt eine ganze Menge für Andere ab ...
Firestone@ The Turing Point

Es war nicht immer so, ich habe früher durchaus versucht zu kämpfen, für andere, in Liebe und das mit aller Kraft, aber das war es, das mich krank machte! Den Es gibt Dinge im Leben, die kann man vieleicht nicht ändern, ob man es glaubt oder nicht! Man kann Menschen nicht ändern! Und als es mir bewußt wurde, bin ich daran zerbrochen!

Über die Art zu leben kann man sicherlich diskutieren, was der richtige Weg ist, was Sinn macht und warum! Aber genauso frage ich dich, woher willst du wissen, das es gerade dein Weg ist, der richtig sein soll? Wer bestimmt es? Warum? Du allein tust es! Denn so ist deine Sicht im Leben!
Meine ist anderst! Wenn man viel negatives im Leben erfährt konzentriert sich der Blick vieleicht mehr darauf! Das mag auch nicht die endgültige Wahrheit sein, aber sie ist genauso wahr wie deine! Vieleicht wäre die vernüftigste Sichtweise ein ausgewogener Blick, wohlwissend um das Schlechte wie das Gute!
Und warum ist es den wichtig für uns, wenn wir sterben, wie wir gelebt haben! Das macht nur Sinn, wenn wir davon ausgehen, das es etwas nach dem Tode gibt, ein weiterer Weg auf uns wartet! Wenn wir aber einfach vergehen, wird es sein, als hätte es uns nie gegeben! Und ich denke so geht es mit Milionen Menschen! Die wenigen, die in Gedenken bleiben, sind berühmte Personen!


Ebenso gibt es in der psychologie die Theorie das der Mensch weitergeben muß, was er selbst erfahren hat! Und da denke ich ist schon was wahres dran! Und ich muß ehrlich gestehen, es erfüllt mich mit Zufreidenheit, wenn ich sehe, das ich es schaffe andere ebenso zu verletzen! Das heißt, nicht, das ich nicht auch Mitleid fühlen kann, aber oft freue ich mich erst mal beinahe daran!
Vieleicht hat es auch etwas mit Macht zu tun, die ich in diesem Moment verspüre!
Aymynt Candan[quote]Original geschrieben von TheTurningPoint:

In dem von mir verlinkten Beitrag schrieb ich:
[COLOR=limegreen][b]"Lerne, dich selbst zu lieben,
dann gibt es wenigstens einen Menschen, der dich liebt."[/b][/COLOR]

Liebst du dich selbst?
Wenn ja, was tust du, um dir dein Leben lebenswert zu gestalten?
Wenn nein, aus welchem Grund sollte dich dann die von dir verehrte Person lieben?
(Und damit meine ich wirklich das, was in DIR steckt, und nicht dein Geld, dein Haus oder dein Auto.)[/quote]
Manchmal nimmt ein Mensch Schaden und leidet gerade deshalb, weil er sich selbst liebt. Und es kommt vor, daß andere seine Liebe (zu sich selbst) nicht erkennen. In letzter Zeit hörte ich öfter den Vorwurf: "Du liebst Dich ja selbst nicht, wie sollen Dich dann andere lieben?!" Solche Sätze machen denjenigen glauben, er würde sich tatsächlich nicht lieben (können). Verständlicherweise fühlt sich der Betreffende dann (noch) niedergeschlagen(er). Ich kann mir vorstellen, daß die Frage "Liebst du dich selbst?" manchem als mächtige Keule erscheint und die, welche diese Frage stellen, wirken u.U. überheblich. (gegenseitiges Mißverständnis)

Es wird ja nicht jeder mit einer leichtverständlichen Bedienungsanleitung "Wie liebe ich mich selbst richtig" geboren. Was es bedeutet, "sein Leben lebenswert zu gestalten", erscheint wohl so manchem als rätselhaft und keineswegs als selbstverständlich. So mancher rutscht bei dem Versuch, die Frage "Liebst du dich selbst?" für sich zu beantworten, in ein finsteres Loch. Es gibt unendlich viele Gründe, einen Menschen zu lieben, auch wenn dieser es scheinbar nicht schafft, sein Leben lebenswert zu gestalten. Gerade dieser Mensch kann hervorragende Anlagen haben, die vielleicht nur etwas mehr Zeit brauchen, um in Erscheinung zu treten. Mancher macht sich die Beantwortung der Frage "Liebst du dich selbst?" nicht leicht. Für viele versteht sich das Leben (und dessen Sinn) von selbst. Und dann gibt es Menschen, die diesen Fragen erst auf den Grund gehen wollen/müssen, bevor sie mit Leben anfangen…
Aymynt Candan[quote]Original geschrieben von Firestone:
Den Es gibt Dinge im Leben, die kann man vieleicht nicht ändern, ob man es glaubt oder nicht! Man kann Menschen nicht ändern! Und als es mir bewußt wurde, bin ich daran zerbrochen![/quote]Folgerichtig.

[quote]Original geschrieben von Firestone:
Aber genauso frage ich dich, woher willst du wissen, das es gerade dein Weg ist, der richtig sein soll? Wer bestimmt es? Warum? Du allein tust es! Denn so ist deine Sicht im Leben![/quote]Korrekt. Nachvollziehbare Reaktion.

[quote]Original geschrieben von Firestone:
Wenn man viel negatives im Leben erfährt konzentriert sich der Blick vieleicht mehr darauf![/quote]Genau! Und das ist auch logisch.

[quote]Original geschrieben von Firestone:
Und warum ist es den wichtig für uns, wenn wir sterben, wie wir gelebt haben! Das macht nur Sinn, wenn wir davon ausgehen, das es etwas nach dem Tode gibt, ein weiterer Weg auf uns wartet! Wenn wir aber einfach vergehen, wird es sein, als hätte es uns nie gegeben![/quote]So ist es.

Es gibt jedoch keinen Tod. Wir sind unsterblich. Der Tod ist eine Illusion. Zumindest scheint mir das die Antwort zu sein, die Du suchst, Firestone. Und der einzige Weg zu verhindern, daß Du zerbrichst.
FirestoneNun haben wir meist nur über Pro und Kontra geredet und das es mölich ist oder nicht! Aber was ist den nun, wenn einer sich tatsachlich so ändern will, das er in einer gewissen Weise gleichgültig und kalt gegenüber vielem werden will, auch wenn er es vieleicht eigentlich nicht ist? Wie kann er es,schaffen, wenn wir annehmen, das ein Mensch so viel Kontrolle über sich hat?
Ich denke, zum einen darf man es nicht aus Frust wollen! Man muß mit sich selbst zufrieden sein, im reinen! Bereit sein und auch fähig, allein sein zu können! Und vieleicht einen gewissen Hass oder vieleicht Frust doch in der Sache von vornherein mitbringen!
Was denkt ihr? Wie würdet ihr vorgehen, wenn ihr euch dazu entschließen wollt, so ein Mensch zu werden, aus welchem Grund auch immer!
Vieleicht muß sich ja gar nicht so viel ändern! Egoismus ist dabei sicher sehr hilfreich!
Nanny Ogg[QUOTE][i]Original geschrieben von Firestone [/i]
[B]Nun haben wir meist nur über Pro und Kontra geredet und das es mölich ist oder nicht! Aber was ist den nun, wenn einer sich tatsachlich so ändern will, das er in einer gewissen Weise gleichgültig und kalt gegenüber vielem werden [/B][/QUOTE] Für mich hört sich das sehr schrecklich an. Kalt und gleichgültig zu werden, dann darf man kein Mitgefühl gegenüber anderen Menschen haben.
Moridin[QUOTE][i]Original geschrieben von Nanny Ogg [/i]
[B]Für mich hört sich das sehr schrecklich an. Kalt und gleichgültig zu werden, dann darf man kein Mitgefühl gegenüber anderen Menschen haben. [/B][/QUOTE]
ähm...nein...@Firestone hat des wesentliche gesagt: es geht dabei um kontrolle über sich selbst
daher ist hier zu differenzieren zwischen menschen, die wirklich kein mitgefühl erleben und menschen, die es zwar erleben (mitunter stärker als "normale" menschen), einfach nur anders handeln oder es bewusst nicht in ihr handeln einfließen lassen
wenn jemand kalt und gleichgültig erscheint, heißt dies nicht, dass es diesem menschen an emotionalen empfindungen wie mitgefühl mangelt

ich bin ziemlich fest davon überzeugt, dass der großteil derer, denen man kein mitgefühl zuschreibt, dies sehr wohl empfinden, aber anders umsetzen
so wird z.b. meiner meinung nach oft fälschlicherweise angenommen, dass pädophile, die ihren fetisch gewaltsam ausleben, emotional nicht begreifen, was sie da tun, dies tun sie aber meist sehr wohl (genauer gesagt begreifen die meisten dies viel besser als nicht-pädophile)
nur setzen sie diese empfindung in lustbefriedigung um und nicht in auf mitgefühl basierende schutzbestrebungen gegenüber der opfer
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Firestone [/i]
Nun haben wir meist nur über Pro und Kontra geredet und das es möglich ist oder nicht! Aber was ist den nun, wenn einer sich tatsachlich so ändern will, das er in einer gewissen Weise gleichgültig und kalt gegenüber vielem werden will, auch wenn er es vieleicht eigentlich nicht ist? Wie kann er es,schaffen, wenn wir annehmen, das ein Mensch so viel Kontrolle über sich hat? [/QUOTE]Wahrscheinlich sind der Weg, den du suchst, und der Weg, den ich gerade gehe, gar nicht so weit voneinander entfernt. Ich verstehe meine Beiträge nicht als "Kontra", sondern nur als eine kleine Abwandlung deines Vorhabens. Ich [b]bin[/b] gleichgültig und kalt gegenüber Vielem, und wie Aymynt Candan schon schrieb, wirken meine Aussagen auf manche Leute vielleicht überheblich. Der einzige Unterschied zu deinen anfänglichen Vorstellungen ist, dass es bei mir zwar eine ganze Menge an Gleichgültigkeit und Kälte geben mag, aber eben keinen Hass. In meiner ersten Antwort zu diesem Thema schrieb ich:
"Allerdings wird Hass immer wieder zu dir zurückkehren. Bessere Erfahrungen habe ich damit gemacht, ... die Leute, von denen ich (aus Erfahrung) nichts Gutes zu erwarten habe, nicht zu hassen, sondern einfach zu ignorieren."

[QUOTE]Ich denke, zum einen darf man es nicht aus Frust wollen![/QUOTE]Richtig. Um die Herrschaft über dich selbst erlangen zu können, muss die Herrschaft, die Andere über dich haben, verringert werden. Solange sie wissen, wie sie dich in Rage und zum Hassen bringen können, haben [b]Sie[/b] die Kontrolle über dich.

[QUOTE]Man muß mit sich selbst zufrieden sein, im reinen! Bereit sein und auch fähig, allein sein zu können![/QUOTE]Ja, genau. Das ist wie bei einer belagerten Burg. Wenn es da auch noch innerhalb der Burg ständig Zwistigkeiten gibt, wird sie der Belagerung nicht lange standhalten. Und je besser die Burgbewohner in der Lage sind, sich selbst mit allem was sie brauchen zu versorgen, je mehr sie ihr Leben in der Burg lebenswert gestalten, um so länger können sie darin aushalten und Angriffen von außen widerstehen.

[QUOTE]Und vieleicht einen gewissen Hass oder vieleicht Frust doch in der Sache von vornherein mitbringen![/QUOTE]Gewöhnlich sind Hass und Frust [b]RE-[/b]aktionen auf äußere Einflüsse. Besser ist es, zu [b]agieren[/b] und von äußeren Einflüssen möglichst frei zu werden. Auf Dauer tut es den Burgbewohnern nicht gut, in ständigem Kriegszustand zu sein. Langfristiges Ziel ist die Freiheit, die Burg auch verlassen zu können, also sich möglichst frei bewegen zu können - immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass man sich notfalls in die Burg zurückziehen kann (also das Vertrauen zu sich selbst).

[QUOTE]Was denkt ihr? Wie würdet ihr vorgehen, wenn ihr euch dazu entschließen wollt, so ein Mensch zu werden, aus welchem Grund auch immer![/QUOTE]Zwei Punkte hast du schon selbst genannt:
1. mit sich selbst ins Reine kommen
2. sich auf ein längeres Alleinsein vorbereiten, möglichst unabhängig werden

[QUOTE]Vieleicht muß sich ja gar nicht so viel ändern![/QUOTE]Eben. Der dritte Punkt ist, sich selbst möglichst genau kennenzulernen und daraus abzuleiten, wie man sich am besten gegen Angriffe von außen schützen kann, welche seiner Eigenschaften man dazu wie am besten einsetzen kann. Dabei stellt man schnell fest, dass auch die meisten "schlechten" Eigenschaften sehr nützlich sein können.

[QUOTE]Egoismus ist dabei sicher sehr hilfreich![/QUOTE]Das hängt nun ganz davon ab, was man genau unter "so ein Mensch zu werden" versteht. Wenn du Anderen als stark und unangreifbar erscheinen willst, egal wie dreckig es dir im Inneren wirklich geht, dann ist Egoismus sicher hilfreich. Wenn du innerlich stark und unangreifbar werden willst und es dir dabei egal ist, ob du für einige Menschen vielleicht doch liebenswert bist, kannst du versuchen, den Unterschied zwischen Egoismus und Eigensinn herauszufinden.

Weiter oben schriebst du:
[QUOTE]Es zerfrist mich regelrecht! Ein endloses, kräftezerrendes Ringen in sich selbst, ob nun das Dunkel endgültig siegt oder das Licht! Und ich wünschte mir, das Licht würde siegen, kämpfe also! Doch ich zweifle, das es besser wird, das dies mein Weg ist, denn auch das Licht ist nur von dauer und die Traurikkeit so viel intensiver, stärker! Und sie ist so viel mehr mein Begleiter als Freude und Lebenslust![/QUOTE]Ich will mal versuchen, daran den Unterschied zwischen Egoismus und Eigensinn, so wie ich ihn sehe, zu erklären. Der Egoismus sagt dir "Ich will genauso fröhlich und unbeschwert sein wie Andere", und du kämpfst gegen die Traurigkeit in dir an und zerstörst dich selbst. Der Eigensinn sagt "Wenn Traurigkeit und Dunkelheit so ein starker Teil von mir sind, dann will ich ihnen Nahrung geben", und du befasst dich mit ihnen und lernst, jedes kleine Fünkchen Freude und Licht genau zu sehen, jedes Quentchen Wärme zu spüren und in dir aufzunehmen.

Egoismus entsteht immer aus dem Vergleichen: "Ich will besser sein als der Andere (oder wenigstens genauso gut), ich will mehr haben als der Andere (oder wenigstens genauso viel)."
Eigensinn verzichtet auf das Vergleichen: "Ich will das was ich brauche, ich will mich wohlfühlen."
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Firestone [/i]
Es war nicht immer so, ich habe früher durchaus versucht zu kämpfen, für andere, in Liebe und das mit aller Kraft, aber das war es, das mich krank machte! Den Es gibt Dinge im Leben, die kann man vieleicht nicht ändern, ob man es glaubt oder nicht![/QUOTE]Das "Kämpfen für Andere" ist so eine Sache. Meist wird es von diesen Anderen gar nicht bemerkt. Und wenn sie es bemerken, dann erscheint es ihnen unglaubwürdig, wenn es nicht mit einem Kämpfen für dich selbst verbunden ist. Und dann ist es auch noch fraglich, ob die Ziele, für die du kämpfst, überhaupt in ihrem Sinne sind.

[QUOTE]Man kann Menschen nicht ändern! Und als es mir bewußt wurde, bin ich daran zerbrochen![/QUOTE]Ich glaube, dass man Menschen immer verändert (oder sie veranlasst sich zu verändern), wenn man irgendwie auf sie einwirkt. Nur hat man dummerweise kaum Einfluss darauf, [b]wie[/b] sie sich verändern. Eine gutgemeinte Tat kann das genaue Gegenteil von dem bewirken, was man beabsichtigt hat. Eigentlich will ich andere Menschen gar nicht verändern, sondern bin nur neugierig darauf, sie kennenzulernen. Ich habe sogar eine gewisse Scheu davor, mich allzusehr in ihr Leben einzumischen.

[QUOTE]Aber genauso frage ich dich, woher willst du wissen, das es gerade dein Weg ist, der richtig sein soll?[/QUOTE]Wer weiß schon, was richtig ist? Du hast vollkommen Recht, mein Weg ist genauso wie dein Weg einer von unzählig vielen möglichen Wegen.

[QUOTE]Wenn man viel negatives im Leben erfährt konzentriert sich der Blick vieleicht mehr darauf! Das mag auch nicht die endgültige Wahrheit sein, aber sie ist genauso wahr wie deine! Vieleicht wäre die vernüftigste Sichtweise ein ausgewogener Blick, wohlwissend um das Schlechte wie das Gute![/QUOTE]Ich habe mit Gut-oder-Schlecht-Bewertungen immer so meine Probleme. Ansonsten stimme ich dir zu, dass man beim Betrachten von Gegensätzlichkeiten die jeweils andere Seite nicht aus dem Blick verlieren sollte. Im Ozean kann eine Sand-Insel die Rettung sein, in der Wüste erfüllt ein Wassertümpel diesen Zweck. In einem Meer aus Hass und Zwietracht kann ein Fünkchen Liebe und Zuneigung eine Oase sein.

[QUOTE]Und warum ist es den wichtig für uns, wenn wir sterben, wie wir gelebt haben! Das macht nur Sinn, wenn wir davon ausgehen, das es etwas nach dem Tode gibt, ein weiterer Weg auf uns wartet! Wenn wir aber einfach vergehen, wird es sein, als hätte es uns nie gegeben![/QUOTE]Wenn es etwas nach dem Tod gibt, dann haben wir immerhin die Möglichkeit, unsere Erfahrungen weiterzugeben. Aber wenn nicht, dann erscheint es mir sehr frustrierend, feststellen zu müssen, dass man ein Leben lang umsonst gelitten hat.

[QUOTE]Ebenso gibt es in der psychologie die Theorie das der Mensch weitergeben muß, was er selbst erfahren hat![/QUOTE]Seine Einzigartigkeit zeigt sich darin, wie er seine Erfahrungen vor der Weitergabe verarbeitet.

[QUOTE]Und ich muß ehrlich gestehen, es erfüllt mich mit Zufreidenheit, wenn ich sehe, das ich es schaffe andere ebenso zu verletzen! Das heißt, nicht, das ich nicht auch Mitleid fühlen kann, aber oft freue ich mich erst mal beinahe daran! Vieleicht hat es auch etwas mit Macht zu tun, die ich in diesem Moment verspüre![/QUOTE]Vielleicht ist das eine Zufriedenheit, die aus langanhaltender Ohnmacht entsteht. Meiner Macht, zu verletzen und zu zerstören, bin ich mir sehr früh bewusst geworden. Die Macht, heilen und erschaffen zu können, ist eine größere Herausforderung für mich.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Aymynt Candan [/i]
Ich kann mir vorstellen, daß die Frage "Liebst du dich selbst?" manchem als mächtige Keule erscheint und die, welche diese Frage stellen, wirken u.U. überheblich. (gegenseitiges Mißverständnis) [/QUOTE]Leider lassen sich Missverständnisse nie ganz vermeiden. Die drei Fragen sind ganz und gar nicht verachtend gemeint, sondern sollen gerade als erste Schritte aus dem Teufelskreis gegenseitiger Verachtung dienen. Die Erkenntnis "Lerne, dich selbst zu lieben" entsprang einem solchen Teufelskreis gegenseitiger Verachtung und gegenseitigen Misstrauens. Wenn man meint, von niemandem geliebt zu werden, wenn man niemandem mehr traut, dann bleibt nicht mehr viel, woran man sich noch halten kann. Einen Anstoß, den Blick auf mich selbst zu richten, erhielt ich durch das Lied "The Turning Point" von Lacrimosa, von dem ich auch meinen Nicknamen entlehnt habe.

Wer die Frage "Liebst du dich selbst?" mit Ja beantworten kann, der kann sich glücklich schätzen. Er kann auf ähnliche Weise, wie er sich selbst das Leben schöner macht, ganz bestimmt auch anderen Menschen die er liebt das Leben schöner machen.

Wer sich selbst (noch) nicht liebt, der kann sich Gedanken darüber machen, was ihn für die verehrte Person anziehender und liebenswerter machen könnte. Zum Beispiel "Ich könnte ihr täglich ein schönes Essen bereiten". OK, warum dann nicht die Probe aufs Exempel machen und sich selbst täglich ein schönes Essen bereiten? Warum nicht all das, was man für die verehrte Person gern tun würde, für sich selbst tun?

Ein Hindernis sehe ich darin, dass Selbstliebe und Selbstmitleid im allgemeinen als negative Eigenschaften und Schwächen gelten. "Liebe dich selbst" ist der Schlachtruf gegen diese Vorurteile.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Firestone [/i]
Ich denke im Grunde ist es egal, was wir sind und wie wir unseren Weg gehen, denn am Ende zählt doch nur das Ich!? [/QUOTE]Meine Bestätigung dieser Erkenntnis war durchaus ernstgemeint.
dunkle elfeBei diesem Thema warte ich gerne mit einem physikalisch/chemischem Gesetz auf: Energie kann nicht zerstört werden, nur umgewandelt.
Versteht ihr, was ich meine?

[B]Firestone...[/B]ein Stein im Feuer. Hart, vielleicht kühl, und unberührt. Mit geschwärztem Äußeren vielleicht...
Vielleicht machst du es dir mit deinen Grübeleien selbst schwer. Hart zu werden erfordert Konsequenz und Dinge, die man meint, anders nicht ertragen zu können- oder die Fähigkeit, sich Dinge gut einzureden und sich in Dinge stark hineinzusteigern.
Ich war hart und gefühllos, es war eine Zeit des Untergangs, und irgendwann im Sinken, kurz vor dem Grund, spürte ich die Kälte wieder selbst, nicht nur in der Seele, und dann wurde ich wieder etwas weicher, und nach langem wieder etwas, und nach viel Zeit wieder ein Stückchen. Das ist ein bewusster Prozess, ein sich-wieder-auf-die-Umwelt-einlassen, wieder Reaktion zu zeigen. Das Hart-werden-wollen ist der Schalenwunsch, der Wunsch nach einer festen und undurchdringlichen Haut, die schützt, indem sie ab- und fernhält.

Du fragst dich, was noch kommt? Du musst sowieso warten, was kommt. Tu es mit Ruhe, wenn du kannst, es kommt sowieso, du musst nicht mit schreckensgeweiteten Augen verharren, wenn du vielleicht am liebsten in Panik darauf zustürzen würdest. Auch wenns irrational ist...
Frage dich nicht, was ncoh kommt. Du weißt es nciht. Frage dich lieber, warum das kommt! Ich denke, das Leben ist da, um zu lehren, eine Zeit des Lernens. Herausforderungen und schlimme Dinge sind dornenüberwucherte Klippen, deren Überwindung blutig und schwer und sehr lehrreich ist. Das ist es: warte mit Ruhe auf die Lehrzeit, die kommen wird, nicht auf das, was sie auslöst. Versuch es, vielleicht ist es ein Schritt!

Vielleicht lernt man irgendwann auch, sich selbst zu lieben... auch wenns nicht leicht ist. Ich persönlich ziehe es vor, eine Art Waffenruhe mit mir zu schließen, mich nicht zu lieben, aber zu dulden. Und nicht zu hassen, denn das lässt den Krebs in seiner Schale verenden, auch wenn sie ihn vor so vielem anderen schützen konnte/gekonnt hätte.

Vale.
Die Elfe
Firestone[QUOTE][i]Original geschrieben von dunkle elfe [/i]
[B]Bei diesem Thema warte ich gerne mit einem physikalisch/chemischem Gesetz auf: Energie kann nicht zerstört werden, nur umgewandelt.
Versteht ihr, was ich meine?

[B]Firestone...[/B]ein Stein im Feuer. Hart, vielleicht kühl, und unberührt. Mit geschwärztem Äußeren vielleicht...
Vielleicht machst du es dir mit deinen Grübeleien selbst schwer. Hart zu werden erfordert Konsequenz und Dinge, die man meint, anders nicht ertragen zu können- oder die Fähigkeit, sich Dinge gut einzureden und sich in Dinge stark hineinzusteigern.
Ich war hart und gefühllos, es war eine Zeit des Untergangs, und irgendwann im Sinken, kurz vor dem Grund, spürte ich die Kälte wieder selbst, nicht nur in der Seele, und dann wurde ich wieder etwas weicher, und nach langem wieder etwas, und nach viel Zeit wieder ein Stückchen. Das ist ein bewusster Prozess, ein sich-wieder-auf-die-Umwelt-einlassen, wieder Reaktion zu zeigen. Das Hart-werden-wollen ist der Schalenwunsch, der Wunsch nach einer festen und undurchdringlichen Haut, die schützt, indem sie ab- und fernhält.

Du fragst dich, was noch kommt? Du musst sowieso warten, was kommt. Tu es mit Ruhe, wenn du kannst, es kommt sowieso, du musst nicht mit schreckensgeweiteten Augen verharren, wenn du vielleicht am liebsten in Panik darauf zustürzen würdest. Auch wenns irrational ist...
Frage dich nicht, was ncoh kommt. Du weißt es nciht. Frage dich lieber, warum das kommt! Ich denke, das Leben ist da, um zu lehren, eine Zeit des Lernens. Herausforderungen und schlimme Dinge sind dornenüberwucherte Klippen, deren Überwindung blutig und schwer und sehr lehrreich ist. Das ist es: warte mit Ruhe auf die Lehrzeit, die kommen wird, nicht auf das, was sie auslöst. Versuch es, vielleicht ist es ein Schritt!

Vielleicht lernt man irgendwann auch, sich selbst zu lieben... auch wenns nicht leicht ist. Ich persönlich ziehe es vor, eine Art Waffenruhe mit mir zu schließen, mich nicht zu lieben, aber zu dulden. Und nicht zu hassen, denn das lässt den Krebs in seiner Schale verenden, auch wenn sie ihn vor so vielem anderen schützen konnte/gekonnt hätte.

Vale.
Die Elfe [/B][/QUOTE]



Ich denke nicht, das ich es schlecht ist, "grübel" zu können, denn dadurch beginnt man denke ich über den Tellerrand zu sehen und über Fragen nachzudenken und evtl. antworten zu finden, die sich mir vieleicht sonst später noch von selbst stellen und ich dann vieleicht daran scheitere, weil ich nicht mehr fähig bin so zu denken.
So wie ich es sehe, ast du es falsch angegangen, denn wenn du diesen Weg gehen willst, dafst du es nicht aus Enttäuschung oder Frust tun und ich denke es ist unbedingt notwendig, sich selbst zu "lieben" bzw. mit sich im Reinen zu sein! Sonst gehst du einen Weg, denn du eigentlich nicht gehen willst und es wird mehr zu einem Hilfeschrei, in der Hoffnug, gerettet und bemerkt zu werden! Darum geht es mir aber nichT!
Firestone[QUOTE][i]Original geschrieben von dunkle elfe [/i]
[B]
Vielleicht machst du es dir mit deinen Grübeleien selbst schwer. Hart zu werden erfordert Konsequenz und Dinge, die man meint, anders nicht ertragen zu können- oder die Fähigkeit, sich Dinge gut einzureden und sich in Dinge stark hineinzusteigern.
Ich war hart und gefühllos, es war eine Zeit des Untergangs.... spürte ich die Kälte wieder selbst, nicht nur in der Seele, und dann wurde ich wieder etwas weicher, und nach langem wieder etwas, und nach viel Zeit wieder ein Stückchen. Das ist ein bewusster Prozess, ein sich-wieder-auf-die-Umwelt-einlassen, wieder Reaktion zu zeigen. Das Hart-werden-wollen ist der Schalenwunsch, der Wunsch nach einer festen und undurchdringlichen Haut, die schützt, indem sie ab- und fernhält.

Vielleicht lernt man irgendwann auch, sich selbst zu lieben... auch wenns nicht leicht ist. Ich persönlich ziehe es vor, eine Art Waffenruhe mit mir zu schließen, mich nicht zu lieben, aber zu dulden. Und nicht zu hassen, denn das lässt den Krebs in seiner Schale verenden, auch wenn sie ihn vor so vielem anderen schützen konnte/gekonnt hätte.

Vale.
Die Elfe [/B][/QUOTE]



Ich denke nicht, das ich es schlecht ist, "grübel" zu können, denn dadurch beginnt man denke ich über den Tellerrand zu sehen und über Fragen nachzudenken und evtl. antworten zu finden, die sich mir vieleicht sonst später noch von selbst stellen und ich dann vieleicht daran scheitere, weil ich nicht mehr fähig bin so zu denken.
So wie ich es sehe, ast du es falsch angegangen, denn wenn du diesen Weg gehen willst, dafst du es nicht aus Enttäuschung oder Frust tun und ich denke es ist unbedingt notwendig, sich selbst zu "lieben" bzw. mit sich im Reinen zu sein! Sonst gehst du einen Weg, denn du eigentlich nicht gehen willst und es wird mehr zu einem Hilfeschrei, in der Hoffnug, gerettet und bemerkt zu werden! Darum geht es mir aber nichT!
kien@firestone

Bitte, ich weis, dass es schwer ist zu leben, gerade auch auf dieser Welt. Ich wünschte mir schon immer sehr, dass es eine schöne Welt wird, das Leben hier stellte ich mir immer anders vor. Ganz anders. Ich will sogar weniger als wenig. Ich würde auch micht fast nichts auskommen. Mit 30 Euro pro Monat würde ich in einem armen Land leben wollen, hätte ich nur eines: Die Liebe.

Nichts mehr wünsche ich mir doch, als geliebt zu werden von einem Menschen, dessen Seele ich liebe.

Bitte ersticke deine Seele nicht. Ich bin mir sicher du hast eine gute Seele. Mir kommt es so vor, als wollen die Dämonen auf der Erde mit Hilfe des Schlechten genau diese Seelen auslöschen.

Genau weil der Satan weiß, dass wir uns doch nur das Gute wünschen...
kienAlso ich töte dann doch lieber mein Gehirn. Mein "Freund" sagt mir immer "ich bin mir sicher, dass sie mich versteht". Ja, wie denn? Seelisch oder geistig?

Vom Mund her macht er immer so Anspielungen "ich kann dich nicht lieben" usw., aber von meiner Seele her verstehe ich immer wieder "ich liebe dich, Gott ich liebe dich doch". Was soll das.

Ich verstehe ihn überhaupt nicht. Wenn ich gespaltene Meinungen haben, wie soll ich ihn denn verstehen???

Heute werde ich einfach zu ihm gehen, und er soll mir einfach knallhart und ohne große Worte ins Gesicht sagen, wie er denn nun denkt! Oder besser fühlt.

Ich töte meine Seele niemals, nur mein Gehirn.
Konkalit_4@TheTurningPoint
Nun um genau zu sein habe ich diesen Weg schon jetzt satt, ich habe ihn satt gehabt als er sich mir offenbarte. Doch noch satter hatte ich immer wieder bei einigen guten Momenten aufzutauen nur um dann wieder verarscht, belogen, betrogen und mein Herz zerrissen zu bekommen. Der Gedanke daran stärkt einen und lässt einem die selben Fehler nicht noch einmal machen. Viele Menschen sehen frühere Beziehungen als Fehler die sie nicht nochmal machen wollen, das sie sich dann doch wieder verlieben, meistens wieder in den Falschen ist dann der "springende Punkt ;)". Es ist nunmal anscheinend statistisch seltener als ein Sechser im Lotto den richtigen Partner im Leben zu finden oder auch allgemein zufrieden zu werden.
Purgatorium999Es kommt drauf an, was Du unter Seele meinst. Denn es gibt deren 2:

- Astralseele (zerstörbar)

- Unterbewußtsein (kannst Du auskippen)

In beiden Fällen bist Du für lange Zeit "seelenlos" und gefühllos, also das, was Du willst. Beide Vorgehensweisen (Unterbewußtsein auskippen oder gar Astralseele zerstören lassen) sind mehr als gefährlich...
finsteres Wesenkönntest du das vielleicht etwas näher erläutern? mich würde interessieren, wie genau so etwas zustande kommen kann und wie man seine seele wieder "retten" kann.
FirestoneNach langer Zeit möchte ich mich wieder einmal zu Wort melden, vieleicht interessiert es den ein oder anderen/andere wie es mir so ergangen ist - quasi als Bericht für vergangene Zeiten...
Bisher habe ich überlebt, weiter mit und der Welt gezaudert und bin älter und vieleicht auch reifer geworden. Vor ca. 2 Jahren habe ich einen weiteren Versuch unternommen mein Leben vorzeitig zu beenden - davon wissen nur sehr wenige bis heute. Und da ich nicht wollte das es schief geht habe ich mich für eine Methode entschieden, die mir als sicher erschien - Insulin + ein Narkotikum intravenös...
Fakt ist - und ich kann mir bis heute nicht erklären warum - ich bin wieder aufgewacht....
Danach hat sich glaube ich wirklich was in mir verändert. Ich hatte den irrationalen Gedanken das ich entweder tatsächlich zu dumm dazu bin oder es einfach nicht sein soll aus welchem Grund auch immer? Also bin ich meinem Alltag weiter gefolgt, habe niemandem davon erzählt und auch niemandem gezeigt, was in mir vorgeht....
Irgendwann habe ich angefangen vermehrt zu trinken, mehr und mehr - gesteuert so das es mir im beruflichen alltag keinen ärger macht - heute bin ich mir nicht mehr sicher ob ich es überhaupt noch unter kontrolle habe... Natürlich hat das nicht funktioniert und so musste ich zwischenzeitlich meinen Arbeitsplatz wechseln...
Heute bin ich irgendwie entspannter - ich trinke nach wie vor zu viel - fast täglich und eigentlich ist mir vieles irgendwie auch egal.... Ich kann die Welt nicht ändern und es ist nun mal auch nicht meine Aufgabe! Ich habe mich dem Rausch hingegeben, mich fallen gelassen und irgendwie geht es mir damit gut. Es ist mir inzwischen relativ egal was Menschen von mir denken. Ich bin was ich bin,wer ich bin. Ich habe aufgehört nach größeren Zielen zu streben, lebe einfach in den Tag hinein und lasse die Zeit verstreichen bis der Tag kommt an dem ich meinen letzten Atemzug tue....
Es ist mir egal geworden, nicht zu letzt weil einer der wichtigsten Menschen die ich im Leben hatte inzwischen verstorben ist. Und oft denke ich das es gut so ist, aufzuhören nachzudenken, sich fallen zu lassen, die Dinge einfach geschehen zu lassen und nur noch Einfluss zu nehmen wenn ich die Lust und kraftt dazu habe. Ich denke nicht das das Leben des Einzelenen im großen und ganzen von Bedeutung ist, weshalb sollte es mich also weiter kümmern? Letzten Endes sind wir alle nur ein Staubkorn - wenn überhaupt in etwas das vermutlich so groß ist das es unser dummer kleiner Verstand nie begreifen wird... Das Leben geht seinen Weg und es ist gut wie es ihn geht, ich spiele dabei nur eine unbedeutende Rolle....

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