German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Auswege
    Thema: Eine kleine Bitte um Rat
Celeste DeloreHey ho ...

Ich habe gehofft, dass ich so ein Theard nie wieder eröffnen muss... aber irgendwie bin ich jetzt gerade ratlos und komme alleine nicht mehr weiter. Ich weiss, jeder hat seine Probleme und jetzt belästige ich euch noch mit meinen. Entschuldigt.
Um was es eigentlich geht - ich bin mit meinem Freund zusammen und eigentlich recht glücklich ... wäre da nicht das, dass ich nicht zu ihm kommen kann, wenn es mir schlecht geht. Ich hab es ein paar mal getan und da wurde er meist aggressiv und hat mir dann noch viel Spaß beim weinen gewünscht. Und gestern meinte er, ich solle mich mehr zurückhalten. In was?! Keine Ahnung. Als ich mit ihm darüber reden wollte, meinte er, er seie müde und ging schlafen. Das ist typisch für ihn, mitten im Thema einfach zu verschwinden ...
Und jetzt, wenn ich mir vorstelle, dass ich in nur wenigen Monaten mit ihm zusammenziehen werde und vor ihm ständig die glückliche und fröhliche spielen werden muss, die sich in allem zurückhält ... fang ich wirklich an zu weinen. Ist es zuviel verlangt, zu meinem Freund gehen zu können und sich bei ihm auszuheulen? Ist es zu viel verlangt, bei ihm Trost zu suchen und bei ihm so sein können, wie ich bin? ._.

Ich ... brauche einfach nur euren Rat, eure Meinung... irgendetwas ... entschuldigt, ich wußte nicht, wohin damit, wohin mit mir ...

Lg
Celeste
hagzissa13Hallihallo und guten Morgen!

Ich denke, dieses Thema wird in die "Auswege" verschoben werden, da es dort besser hin paßt.

Zu Deiner Frage:
So, wie Du das beschreibst, scheint Dein Freund überfordert mit der Situation, wenn es Dir schlecht geht. Das erklärt diese Ausbrüche und das "hinaus gehen" aus der Situation. Darüber solltest Du mit ihm reden, wenn es Dir gut geht. Es könnte sein, daß ihm das gar nicht wirklich bewußt ist. Zudem solltet ihr Strategien besprechen für einen solchen Fall. Vielleicht wäre es gut, wenn Du in solchen Situationen mit jemand anderem redest/Dir Trost holst.
WüstiHallo Celeste,
ich glaube auch das dies im Auswege besser aufgehoben ist.
Wird bestimmt verschoben,dann können das nur regstrierte lesen.
Meine Idee :
Dein Freund war sauer wegen irgendetwas.
Darauf würde ich ihn mal ansprechen.
Und wenn das immer so ist also keine Ausnahme,
würde ich Hagzissas Rat befolgen.
LG
BrokenSilence79Warum dein Freund so reagiert hat, kann vielfältige Ursachen haben.

Wenn es Dich stört, würde ich tatsächlich mal in einer ruhigen Minute (wenn er gut gelaunt ist) mit ihm sprechen.
Mach ihm dabei aber keine Vorwürfe, sondern schildere einfach nur, wie es Dir geht, wenn Du dich an ihn wendest, er Dich jedoch zurückweist. Frag ihn, warum er so reagiert bzw bitte ihn, Dir das auf sachliche Art zu erklären. Das weitere Gespräch wird sich dann wahrscheinlich aus der Situation heraus ergeben...

Ich denke, damit bist Du dann auch schon mal einen Schritt weiter und kannst entsprechend reagieren.
Celeste DeloreVielen dank für eure Ratschläge ... nur das Schlimmste daran ist - es ist jedes Mal. Und ich hab ihn schon mal darauf angesprochen, als wir beide gut gelaunt waren und er meinte, dass ich es von ihm nicht verlangen kann, dass er für mich da ist. Ich hätte das wohl noch voher erwähnen sollen. Keine Ahnung, was ich noch machen soll ...
Ich verbiege mich schon so sehr, damit ich ihm gefallen und langsam habe ich die Nase voll... Wenn er nicht einmal für mich da sein kann... wenn er nicht einmal dazu bereit ist und mir noch sagt, ich soll am besten gar nichts mehr sagen ... still schweigen und mich in allem zurückhalten ... da konnte er sich eine Puppe in XXL Größe kaufen und ins Regal stellen. Sie hervornehmen, wenn er mal Lust hat und sie dann wieder sorgfälltig verstauen. Ich glaube er hat sich für ein lebendes Exemplar entschieden, weil es keinen Staub fängt, denn er abputzen müsste.

Tut mir leid, dass ich das Thema falsch gepostet habe ... konnte nirgendwo was finden ö.ö sehe wohl dieses Theard "Auswege" nicht oder übersehe es irgendwie ö.ö"""
BrokenSilence79Ich mache es kurz, da meine Gedanken aufgrund der fortgeschrittenen Stunde etwas unstrukturiert werden:

Aber selbstverständlich kannst Du von ihm verlangen, dass er für Dich da ist!!
Also, eine Beziehung besteht meines Wissens aus geben und nehmen. Deinem aktuellem Post nach scheint er aber eher nur zu nehmen... Du verstehst, was ich meine? Eine Beziehung lebt davon, dass der Partner für einen da ist und man auch für seinen Partner da sein kann. Und vor allem: Wenn er Dich liebt, akzeptiert er Dich so wie Du bist, also auch deine Gefühle, wenns Dir mal schlecht geht usw.

Aus deinem Geschriebenen schliesse ich, dass Du in dieser Beziehung bzw. seinem Verhalten nicht mehr so richtig glücklich bist und gleichzeitig, dass Du ihn noch liebst. Das ist eine echt schwierige Situation und ich weiss auch nicht ganz so genau, was man da raten könnte...

Du musst Dir einige Fragen stellen und beantworten, wie zB: Stört Dich sein Verhalten sehr? Wenn ja, bist Du bereit dafür, für eine Änderung zu kämpfen (dies kann aber mitunter deinen Beziehungsstatus ändern)? Möchtest Du gerne mit ihm zusammensein?

Ich an deiner Stelle würde auf alle Fälle versuchen, das zu klären, bevor Du mit ihm zusammenziehst.
Achja: Du darfst Dich nicht mehr für ihn verbiegen, wenn er Dir im Gegenzug nichts (positives) zurückgibt. Dreh den Spiess einfach mal um. Verlangt er von Dir, für ihn da zu sein, wenn es ihm schlecht geht? Wenn ja, würde ich dieses "für ihn da sein" einfach mal drastisch reduzieren, damit er sieht, wie sich das anfühlt.
hagzissa13ich bleibe dabei: Er scheint überfordert, es sei denn, Du hast Dir von Anfang an einen Emotionslegastheniker ausgesucht, das wäre die andere Variante. Die Frage danach kannst nur Du beantworten. Falls Variante zwei zutrifft, dann kann ich Dir nur dringend raten, Dich zu trennen. Da würde ich mir dann wirklich die Frage stellen, was Du an ihm findest?
Demon17Das ist ein absolutes No Go, den wichtigsten Menschen auf der Welt einfach vor den Kopf zu stößen, wenn es ihm schlecht geht. Wenn er weiterhin "dicht" macht, solltest Du Dir auf jeden Fall überlegen, pb Du mit ihm zusammen ziehst. vielleicht wäre eine Probezeit nicht schlecht. Wichtig ist, dass zu der psychologischen Abhängigkeit, die ein Mensch nun mal hat, wenn er verliebt ist nicht auch noch eine materielle Abhängigkeit hinzukommt. Was machst Du, wenn es in Berlin nicht klappt und Du weh willst. Kannst Du Dir eine eigene Wohnung leisten, oder kennst Du eine WG, in die Du ziehen könntest? Ich halte hier jede Ferndiagnose für unangebracht. Es kann Überforderung sein, oder Bindungsangst oder die Ideologie der CoS, die ja ziemlich sozialdarwinistisch ist, oder einfach mangelnde Liebe. Auf jeden Fall gehört zu einer Lebenspartnerschaft erheblich mehr als nur die glücklichen Seiten des Lebens zu teilen und den Partner zu wegzustoßen wenn es ihm schlecht geht. Das sind Grundlagen der Solidarität, die vollkommen selbstverständlich sind. Ohne diese Grundlage ist keine vertrauensvolle Beziehung möglich. Alles andere ist definitv krank.
Celeste DeloreWir sind jetzt schon seit 3 Jahren zusammen. Das erste Jahr war mehr oder weniger toll ... im Sinne von, nach einem halben Jahr (wo wir zusammengekommen sind) habe ich nacktfotos von seinen Exen auf seinem Rechner gefunden. Das hat weh getan, aber naja?!
Ja, ich war immer für ihn da. Aber er ist nie zu mir gekommen. Ich meinte immer, dass ich alles für ihn tun würde, alles, was er nur braucht...
Nein, glücklich war ich nach diesem halben Jahr nicht mehr aber geliebt habe ich ihn immer, die ganze Zeit, als wir zusammengekommen sind und tue es noch heute.
Ich kann mich erinnern, als ich das erste Mal bei ihm war ... und als ich gegangen bin hat er mir ein Gedicht geschrieben, was ich richtig doll süß fand. Ich konnte früher zu ihm gehen, wenn was los war, er war anfangs so romantisch gewesen und hat mir so sehr geholfen. Und jetzt habe ich mich fast das ganze Wochenende die Augen wegen ihm ausgeheult. Und er merkt es nicht einmal, wenn ich ihm kaum auf skype antworte, wenn ich ... einfach kaum da bin.
Und meist gefällt mir auch der Satz, wenn er mich weinen sieht: Ist doch gar nichts los, was hast du?!
Ich versuch einfach mal unerreichbar zu sein - kein, ich helfe dir, wenn du meine Hilfe brauchst. Kein - ich bin für dich da. Mache mir keine Zeit für ihn, wenn er danach fragt (weil wenn ich nach Zeit frage hat er NIE Zeit aber ich immer).
Ich kanns ja mal Versuchen..., BrokenSilence...^.^
Sonst geb ich's auf ... ._. Ich hab echt überhaupt keine Lust mehr darauf da irgendwie weiter zu machen und mich täglich wegen ihm zu quälen. Der größte Witz - er. merkt. es. nicht. einmal. Nada. Nichts.
@Demon:
Ich werde wohl eine Probezeit riskieren. Ich hab da 3 weitere Freunde, die meinten, das egal was passiert, ich dann zu ihnen ziehen kann.

Ich dachte ich wäre die, die zu viel verlangt. Da der Freund von meiner Kollegin total gleich ist... Ich dachte das ich die merkwürdige bin, wenn ich das von ihm verlange. Also, ich hab es mehr und mehr gedacht.... ._.
Demon17Hallo Celeste,

jede Beziehung hat Krisen und man sollte nicht gleich weglaufen, aber wenn er fragt was Du hast solltest Du es ihm vielleicht erklären. Das Spiel mit der Zeit ist in Deiner Lage vielleicht sinnvoll. Es kann der anderen Seite bewusst machen, dass auch sie dich braucht. Normalerweise gibt es in jeder Beziehung Phasen, wo einer den anderen mehr braucht als umgekehrt. Insofern spielt sich das ein, oder auch nicht. Solange Du sicher bist, dass Du nicht in einseitige Abhängigkeit gerätst, würde ich es an Deiner Stelle auch riskieren. Liebe ist nicht zu ersetzen.
hagzissa13also, je mehr ich lese, desto mehr stelle ich mir die Frage, ob das alles noch einen Sinn hat? Ich bin bestimmt keiner, der Beziehungen leichtfertig beendet und nicht um Beziehungen kämpft, aber wenn die Basics schon nicht (mehr) stimmen und keine Besserung in Sicht ist, dann sollten auch solche Überlegungen mit einbezogen werden, insbesondere deshalb, da Du, Celeste, Dich anscheinend eh in einer schwierigen Phase befindest und sich die Frage stellt, ob Du die Kraft hast, an beiden Fronten gleichzeitig zu kämpfen.
Celeste DeloreDu hast recht, jede Beziehung hat seine Höhen und Tiefen. Ohne das existiert es nicht.
Meist wenn ich noch zu ihm komme, versuche es zu erklären, er dann meist meint, das es nichts ist - eine Kleinigkeit und dann meint er hör auf zu weinen. Und als ich dann meine, dass er nicht für mich da ist, sagt er wiederum, das wir ja jetzt darüber reden und so quasi für mich da ist. Argh...
Ich setz einfach mal auf die Zeit und ziehe mich wirklich zurück. Mal sehen, wie er reagieren wird ... irgendwie sagt mir mein Gefühl, das er es nicht einmal merken wird ...
Demon17Also wichtig ist, dass Du Dir darüber klar wirst, warum Du weinst. Es ist unheimlich schwer Menschen in Deiner Lage Ratschläge zu erteilen, wenn man die Beteiligten nicht eine längere Zeit kennt. Manchmal wirkt ein bisschen Zurückhaltung Wunder.
hagzissa13da kann ich Demon nur zustimmen.
Diese schwierige Phase, in der Du Dich augenscheinlich befindest, braucht vielleicht auch professionelle Hilfe, um sich klar zu werden, was eigentlich los ist. Wenn es einem insgesamt nicht gut geht, ist es nicht selten, daß sich die Umgebung fragt, warum man weint und scheinbar kein Verständnis hat. Das führt bei der Umgebung zu Verunsicherung, manchmal auch Unverständnis und Überforderung. Natürlich sollte man erwarten können, daß der Partner einen begleitet, aber vielleicht ist das, was Du von ihm erwartest, einfach zu viel für ihn?

Wenn deine Probleme über das "normale Maß" hinaus gehen, wird er Dir eh nicht helfen können, daß es Dir wieder gut geht. Da müssen dann "härtere Geschütze" ran. ;)
Demon17Sorry, dass ich Dir widerspreche Hag, aber weder Du noch ich haben die geringste Ahnung was Celeste fehlt. Das Board ist mir viel zu therapiefreundlich. Eine Wissenschaft, die ihre Paradigmata alle 10 Jahre ändert irrt sich wohl ziemlich oft. Für die Soziologie, ich verweise hier auf Pierre Félix Bourdieu. Der in verschiedenen Untersuchungen Die verborgenen Mechanismen der Macht, gerade im Bezug auf die Psychologie untersucht hat. Die praktisch zur Disziplinierung von Abweichendem Verhalten genutzt wird. Und das hier in dieser Subkultur, die sublim genug sein sollte psychologische Krankheitsbilder als interessante Eigenarten zu begreifen, die oft auch eine Fülle an Psyche, Kreativität, Sensibilität, Sehnsucht und Trauer hervorbringen, welche geradezu die Essenz der Schwarzromantik sind. Eine Wissenschaft wie die Psychologie die in 50% aller Therapien Behandlungsneurosen hervorruft, sollte auf ganz schwere Fälle begrenzt bleiben. Hier scheint es mir eher um einen schweren Fall von Liebeskummer zu gehen, aber sowohl Dir als auch mir, liebe Hag fehlt das notwendige Wissen um dies zu entscheiden. Insofern lass bitte die Kanonen stecken, die beste Experte für Celestes Trauer ist Celeste selbst. Nur sie kennt die vielen verborgenen Ursachen oder kann sie ergründen. Entschuldige Celeste, wenn ich ein bisschen weit ausgeholt habe, aber ich kann diesen ewigen Therapiehype nicht ertragen. Man kann Menschen nicht reparieren wie Maschinen und wer in dieser Welt weint und traurig ist, ist noch lange nicht kaputt, er erkennt nur den kranken Zustand dieser Welt. Dieser Erkenntnis hat die Schwarze Szene ihre Existenz zu verdanken, vergessen wir das nicht.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Sorry, dass ich Dir widerspreche Hag, aber weder Du noch ich haben die geringste Ahnung was Celeste fehlt. [/B][/QUOTE]

Eben. Und wir werden es eben hier auch nicht eruieren können.
Aber den Ausführungen Celestes zufolge, scheint es durchaus "mehr" zu sein, als der übliche Kram, der den Otto-Normalbürger verfolgt. Und wenn man niemanden zum Reden hat, bietet sich ein professioneller Zuhörer an. Das stempelt einen weder als "krank" ab, noch muß eine Therapie notwendig sein. Das allgemeine Gespenst der professionellen Hilfe als "überflüssige Pseudo-Irrentherapie" scheint leider noch immer vor zu herrschen.
Celeste DeloreEntschuldigt, dass ich erst jetzt antworte, mir gings heute richtig schlecht.
Ihr habt recht, dahinter steckt mehr. Viel mehr ... ich denke, nicht einmal ein Autor könnte sich noch eine elendere Geschichte ausdenken, als die, die mein Leben selbst aufweißen kann. Kurzfassung ist wohl, das ich eine nicht so tolle Kindheit hatte, ständig neue Kindermädchen hatte, Eltern waren nie zu Hause, ich als Ausländerin geschimpft wurde, mobbing an den Schulen ertragen mußte (sowohl in CH als auch in CZ), mein Vater war nie wirklich da für mich und wenn, dann hat er mich und Ma meist nur angeschrien, mit 14 ist mein Großvater gestorben, Ma griff da immer mehr zu Alkohol, mein Vater ebenfalls, meine Omi erwartete nur Spitzenleistungen von mir in der Schule, ich unter SVV anfing zu leiden, vom Psychologen vergewaltigt wurde, von meinem ersten Freund wegen einer anderen verlassen wurde und von meinem zweiten Freund ebenfalls wegen einer anderen verlassen wurde. Ja, das ist mal wirklich eine kleine Kurzfassung ö.ö" Aber ich glaube so die Hauptpunkte bei mir. Ja, es hinterlässt Spuren das alles... und ja, ich hab nächtliche Alpträume, ich wache meist weinend auf oder mit einem Schrei... ich versuche aber sehr angestrengt mich nicht mehr zu verletzen. Und zu einem Psychologen hab ich richtig Angst zu gehen ._. Will nicht ...
Ich kann hauptsächlich nicht damit abschließen, das mein Opa gestorben ist und ich so gemein zu ihm gewesen war. Ich kann es mir nicht verzeihen. Nach alldem was mir mit 14 passiert ist war ich ein regelrächtes Monster. Hab mich mit allen möglichen geschlagen, wollte einfach nur den Schmerz spüren und wissen, dass ich noch irgendwie lebe...
Und als mein Freund mich dann von sich noch abstieß gab es mir irgendwie denn Rest. Das war noch sozusagen die "kirsche" auf dem Kuchen.
Ich kann dich verstehen, Demon. Ich wollte einfach nur euren Rat, keine Therapie.
Und du hast recht, die Welt ist krank, zerfallen, zerrottet. Das hab ich schon sehr früh gemerkt,... sogar früher, als es mir lieb war...
Ich hab mich auch nie als eine Maschiene betrachtet, die man einfach so reparieren kann... der Schmerz wird wohl immer bleiben, ich werde nur damit lernen müßen mehr und mehr damit zu leben, damit umzugehen... Schlußendlich wird das alles irgendwie wieder, nicht? ...
hagzissa13Ich verstehe, daß Du nach Deinem Erlebnis nicht zu einem Psychologen willst (aber was wäre z.B. mit einer PsychologIN?) Und ich verstehe, daß Du am liebsten hier die Bestätigung haben möchtest, daß alles von allein wieder gut wird. Aber was soll ich sagen? Natürlich besteht eine Chance, aber ich würde lügen, würde ich die als realistisch einschätzen. Du hast allen Grund, schlecht drauf zu sein und Du hast allen Grund, durch bestimmte innere Muster gerne auch mal an den falschen (Partner) zu geraten. Ich kenne Deine Beziehung nicht und kann darum noch immer nur mutmaßen, ob er emotionslegastheniker ist, oder überfordert mit Deiner Situation. Ich gehe ja mal strack davon aus, daß er Deine Geschichte kennt. Ist schwer zu sagen.... Aber ich spüre in Deinen Worten den Zwiespalt. Auf der einen Seite
wünschst Du Dir nichts sehnlicher, als seine Nähe. Auf der anderen Seite tut Dir sein Verhalten, gelinde gesagt, nicht gut.
Celeste DeloreEntschuldige, dass ich erst jetzt zurückschreibe, hab viel um die Ohren.
Er kennt meine Geschichte nicht ganz. Er kennt das mit dem Psychologen nicht ... also, ich hab es ihm gesagt, aber als ich gesehen habe WIE fertig es ihn macht, meinte ich, dass ich gelogen hätte. Konnte ihn einfach nicht so sehen.
Ich weiß, ich SOLLTE zu einer Psychologin gehen ... aber jetzt fällt es mir nicht gerade leicht mich wieder zu einem Seelenklemptner zu begeben -.-"
Wir haben uns gestern über alles mögliche ausgesprochen ... mal sehen, wie es jetzt wird. Fühle mich aber schon ein bissel besser nachdem. Ich hab vor meine Probleme einfach für mich zu behalten...^^" Es wird schon irgendwie ...
eine Anderewenn du dich in dieser Rolle wohl fühlst, wird sie wohl das richtige für dich sein..

Aber das musst du selber wissen, nicht er, nicht dieses Forum, du ganz alleine musst entscheiden ob es wirklich das ist, was du willst.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Celeste Delore [/i]
[B]Er kennt meine Geschichte nicht ganz. Er kennt das mit dem Psychologen nicht ... also, ich hab es ihm gesagt, aber als ich gesehen habe WIE fertig es ihn macht, meinte ich, dass ich gelogen hätte. Konnte ihn einfach nicht so sehen.[/B][/QUOTE]

Was meine These stützt, daß er überfordert ist mit der Situation.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Celeste Delore [/i]
Wir haben uns gestern über alles mögliche ausgesprochen ... mal sehen, wie es jetzt wird. Fühle mich aber schon ein bissel besser nachdem. Ich hab vor meine Probleme einfach für mich zu behalten...^^" Es wird schon irgendwie ... [/B][/QUOTE]


....ihr habt euch ausgesprochen, Du fühlst Dich besser seitdem, aber in Zukunft willst Du Deine Probleme für Dich behalten. Diese Kausalkette verstehe ich nicht ganz....


Ich bin jetzt mal ganz knüppel hart, nachdem Du in etwa geschrieben hast, worum es geht:
Ich kann verstehen, daß Du Angst hast, zum Psychologen zu gehen bei Deiner Vorgeschichte, ABER ich bin mir recht sicher, daß Du Deine Probleme nicht alleine in den Griff bekommen wirst auf Dauer. Zudem bin ich mir recht sicher (mittlerweile, nachdem, was Du geschrieben hast), daß Dein Freund mit Deinen Problemen überfordert ist. DASS Du diese Probleme hast, sollte er wissen, doch auch er wird Dir, außer einer unterstützenden Begleitung, nicht helfen können. Es scheint, daß er sich immer weiter von Dir entfernt, sofern er das Gefühl hat, daß Du von ihm problemorientierte Hilfestellung erwartest. "Es wird schon irgendwie" kannst Du, so befürchte ich, getrost vergessen, denn Du hast keine "kultgruftige Befindlichkeitsstörung".
Celeste Delore@eine andere:
Entschuldige, ich wollte nicht, dass das Forum für mich dieses Problem löst, ich wollte lediglich Rat, dass ist alles. Man kann die Probleme der anderen nicht lösen - das geht nicht und war mir schon vor Jahren klar.

@hagzissa
Ich hatte Angst, dass ich ihn jetzt verlieren würde. Deswegen ging es mir nach dem "sich aussprechen" besser. Aber du hast recht und ich sehe, dass er mit der Situation überfordert ist. Deswegen mein Entschluss, alles für mich zu behalten.
Mich störte auch nur, dass er nicht einmal die unterstützende Begleitung war. Es war ihm egal, als ich mal vor ihm in Tränen zusammengebrochen bin.... er hat mich nicht einmal in den Arm genommen und ist zocken gegangen. Es würde mir einfach enorm helfen, wenn er einfach nur für mich da wäre. Mehr verlange bzw. habe ich auch nicht von ihm verlangt.

Zu einem Psychologen kann ich so oder so nicht gehen. Meine Ma hat mir strickt verboten je über meine Gefühle zu reden oder zu irgendjemanden zu gehen ausser meinem Freund. Und sie hat mir erst recht verboten, die Hilfe eines Psychologen anzunehmen. Sie weiß auch nicht, dass ich bei einem Psychologen war. Ich komme mir vor wie in einer Sackgasse.
Keine Ahnung, was ich tun soll, was ich machen soll... Diese Situation scheint mir aussichtslos zu sein.
Es tut mir leid, jetzt fange ich auch noch zu jammern, wie aussichtslos die Situation ist und verstoße so gegen die Regeln. Entschuldigt, heute ist wohl einfach nicht mein Tag.
hagzissa13wie alt bist Du denn, daß Deine Mutter die Macht hat, Dir zu verbieten, einen Psychologen auf zu suchen? Selbst, wenn Du noch keine 18 bist, kann sie das nicht. Hast Du denn niemanden im RL, dem Du Dich anvertrauen kannst (Hausarzt/Lehrer/gute Bekannte), um Rückhalt zu bekommen, zu einem Psychologen zu gehen?


Zum anderen: Ich glaube, daß das auch ein Zeichen von Überforderung ist, wenn Dein Freund sich zockend zurück zieht. Natürlich ist das schofelig und ich will ihn da auch gar nicht in Schutz nehmen, aber es erklärt sein Verhalten. Er zieht sich aus der Situation raus, weil es ihn überfordert und ich fürchte, ihr werdet da auch nicht übereinkommen, denn das, was Du momentan brauchst, geht weit über das hinaus, was er Dir geben kann.
Zu Deiner Mutter scheinst Du ja auch nicht das beste Verhältnis zu haben.... oh wei, oh wei.... das wird ja immer heftiger, wenn man das alles zusammen nimmt, was Du in den letzten Posts geschrieben hast.... und ich habe das dumpfe Gefühl, daß auch das nicht das Ende der Fahnenstange ist. Das kannst Du gar nicht alles alleine bewältigen. Oder sagen wir so: Die Chance ist verdammt gering. Darauf kannst Du Dich nicht verlassen.
Demon17Hallo Celeste,

was Du brauchst ist menschliche Wäreme. Jemand der Dir zuhört und Dich in den Arm nimmt. Die Welt ist nicht so kalt wie Sie Dir erscheinen muss. Du wirst Deinem Freund auf Dauer nichts vorspielen können. Vielleicht schnallt er es irgendwann. Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe Du lernst die Trauer zu genießen. Auch sich überlagernde Traumata lagern sich irgendwann ab, wichtig ist, dass Du nicht irgendwelchen Arschlöchern in die Arme läufst. Ich glaube Du weißt gar nicht, wie Du relativ ehrliche Beziehungen führen kannst. Das ist auch schwer, die Menschen spielen sich gegenseitig zuviel vor. Im Grunde ist es erst möglich, wenn es Dir egal ist ob Du allein bist oder nicht.
Celeste DeloreWarum habe ich immer das Gefühl, dass du den Nagel auf den Kopf triffst? Ich habe mit meinem Freund gerade gestritten... weil wir irgendwie zu einer sehr unangenehmen Sache gekommen sind, die wir weiß-nicht-wie ausgegraben haben ... und ... jetzt ... ist da niemand zu dem ich kommen könnte und der mich in den Arm nehmen könnte. Gar niemand.... Ich war mein ganzes Leben lang alleine. Niemand war wirklich da und das zerfleischt mich. Ich hab Angst mich jetzt wieder mit jemanden anzufreunden, da mich 2 meiner guten Kollegen in der Schule verlassen haben, mit der Begründung dass ich mich selbstverletze und das es von mir egoistisch ist...
WüstiCeleste,hat dir meine email garnicht weitegeholfen?

Ich denke auch und weiß ,dass liebende Memschen alles sind die einem verstörten abgestoßenden Menschen helfen können,vielleicht hast du es noch nicht gemerkt ich will dir auch sowie die anderen hier helfen und du kannst uns gerne volltexten mit deinen Problemen.
Vielleicht hillft es dir ja ein wenig,dass zu wissen.
LG
Wüsti[QUOTE]Mich störte auch nur, dass er nicht einmal die unterstützende Begleitung war. Es war ihm egal, als ich mal vor ihm in Tränen zusammengebrochen bin.... er hat mich nicht einmal in den Arm genommen und ist zocken gegangen. Es würde mir einfach enorm helfen, wenn er einfach nur für mich da wäre[/QUOTE]

Und ich kann mir garnicht vorstellen ,dss er ,der so intelligent und kreativ ist ,dich einafch so sitzen läßt-mit Absicht.
Das bildest du dir evt. etwas ein,und er zieht den Rückzug an,weil du ihm nicht genug vertraust.Und ihn vielleicht flasch siehst.
Ich kann mir nicht vorstellen ,dass er ein gemeines Arschloch ist,den die Probleme seiner Freundin nicht interessieren.
Ich hoffe ich irre mich und du lernst dich ihm anzuvertrauen.
Wenn es echt nicht geht,dann würde ich ehrlich gesagt Schluß machen.
Also ich bin da so.
Oder du akzeptierst es und suchst dir andere hilfe-professionelle.
Was meiner Meinung nach aber traurig wäre ,denn er sollte für dich da sein jetzt.
eine AndereCeleste, mein Post bezog sich nicht auf "dein Problem", sondern auf die Rolle, die du in Beziehungen (dem Lesen nach) immerwieder einnimst.

Leiden, Verzicht, leiden abgewiesen werden, deswegen noch mehr leiden und zweifeln, wieder abgewiesen werden..

Ist es das, was du willst (oder am besten kennst/kannst)...? <- Das kommt garnicht so selten vor, ist den meisten aber nicht bewusst.

Was glaubst du, muss passieren, damit dieser Kreislauf durchbrochen wird ?
Celeste DeloreWas passieren muss?... Wenn mich mein Freund einfach in den Arm nehmen würde, wenn es mir schlecht gehen würde und mich nicht von sich wegstossen würde. Ich glaube, dass es mir da um vieles besser gehen würde und ich nicht das Gefühl hätte, meinen Problemen alleine überzustehen. Und dabei müsste er auch nichts sagen... mich einfach nur schweigend in den Arm nehmen wäre für mich genug... ._.
Wüsti[QUOTE]Leiden, Verzicht, leiden abgewiesen werden, deswegen noch mehr leiden und zweifeln, wieder abgewiesen werden.. [/QUOTE]
@eine andere :Das kenne ich,hast du gut erkannt.
Wüsti@Celeste
aber ihr seht euch doch gerade nicht .Also ich meine er ist woanders als du.
Vielleicht hat Hagzissa doch Recht und er ist überfordert.Was du ja auch meintest.
Den Kreislauf durchbrechen,wenn er es nicht kann ,dann mußt du dir was anderes überlegen,außer du fühlst dich wohl in dieser Rolle.
Celeste DeloreEr nimmt mich eben nicht einmal in den Arm wenn er bei mir ist oder ich bei ihm, weisst du? Das ist das Problem
eine AndereKannst du dich auch in den Arm nehmen lassen, wenn es dir NICHT schlecht geht ?

bzw. kann/tut er es denn dann ? Ich meine - einfach so aus Zuneigung, aus Freude?
Celeste DeloreJa natürlich kann ich mich auch in den Arm nehmen lassen, wenn es mir NICHT schlecht geht. Ich bin auch sehr knuddelsüchtig ...^^""" Ja, das tut er und ich auch. Nur eben wenn es mir schlecht geht, geht er auf Abstand.

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur