| Lyanna | Hallo in die Runde.... nach langer Zeit SVV und Suizid Gedanken habe ich beschlossen mich um einen Platz bei einem Therapeuten zu bemühen. Hier im Umkreis liegen die Wartezeiten bei minimal 4 Monaten. Meine Frage... wie geht ihr mit solch einer Wartezeit um? Momentan bin ich ein bisschen ratlos und habe Angst vor den kommenden Monaten. Zwar stehe ich auf 10 Wartelisten aber es kann eben dauern. Ich möchte diese Zeit nicht mit Tabletten überbrücken und mich auch nicht einweisen. Vielleicht habt ihr ja Erfahrungen... Danke schonmal! LG |
| Wüsti | Was ist SSV ? Also ich war vor vielen vielen Jahren auch sehr suizidgefährdet, ich möchte dich bitten wenn es geht lieber Tabletten zu nehmen bevor du dir noch was antust. Das Buch von einem Freund damals ausgeliehen bekommen, welches er nie zurück gekriegt hat, (Emotionale Intelligenz), hatte mir sehr geholfen. Ich war sehr schnell verletzend damals zu anderen auch zu dem Freund, und darum hat er mir das auch empfohlen. Es hilft auch sich zu entspannen und nicht mehr so schnell sehr wütend zu sein. |
| Demon17 | SVV heißt Selbstverletzendes Verhalten, Wüsti. Ist ein Fachbegriff. Hallo Lyanna, leider ist dieses Board nur noch ein Relikt aus der Vergangenheit. Wir haben nicht mehr die Psychologen und Menschen, die aus eigener Erfahrung an Deinem Schicksal Anteil nehmen können. Es kann eine Weile dauern, bis Du die Antworten erhältst, die Du Dir wünscht. Bitte halte durch. demon17 |
| Alte Pizza | Leider ist das mit den langen Wartezeiten auf einen freien Therapieplatz Gang und Gäbe. Als Übergangslösung würde ich mich an eine Sozialpsychiatrische Beratungsstelle wenden. |
| Nóirín | Vier Monate Wartezeit sind noch kurz ;) Wenn du es so weit geschafft hast, packst du die Wartezeit auch noch. [QUOTE][i]Original geschrieben von Alte Pizza [/i] [B]Als Übergangslösung würde ich mich an eine Sozialpsychiatrische Beratungsstelle wenden. [/B][/QUOTE] Diakonien usw. sind da wohl ganz gut. Da bekommt man meist recht schnell einen Termin und die helfen auch aktiv wirklich die Zeit zu überbrücken bis man einen festen Platz hat. Oder du rufst mal bei deiner Krankenkasse an und fragst, ob die wissen, wie es aussieht. In manchen Regionen gibt es wohl zentrale "Sammelstellen" bei denen sich Therapeuten melden können, wenn sie freie Plätze haben. Ist aber eher selten. Abgesehen davon könnte vllt ein Selbsthilfeforum was für dich sein, allerdings ist das auch mit Vorsicht zu genießen, mag helfen, kann aber auch ziemlich triggern sein und einen runterziehen. Für konkrete Stressituationen bietet es sich auch an Skills zu erlernen (einfach mal googlen) |
| SisterNajade | Eine ganz so lange Wartezeit hatte ich damals zwar nicht zu ueberbruecken, aber mir hat es geholfen Hilfe in meinem direkten Umfeld zu suchen. Sie zu bitten, in den folgenden Wochen besonders auf mich zu achten und mich so oft wie möglich abzulenken, um mich ein wenig die Zeit vergessen zu lassen. Der Idee mit den Beratungsstellen/Selbsthilfegruppen solltest du wirklich nachgehen, wenn es so etwas in deiner Nähe gibt. Sich zu alldem aufzuraffen und tatsächlich hinzugehen ist zwar anstrengend, aber aber es kann dir auf jeden Fall helfen diese Zeit zu ueberstehen. Ich wuensche dir viel Kraft, Lyanna. |
| Töggelie | Na Du? Diese Wartezeiten sind leider wirklich normal und fast noch als "human" zu bezeichnen, mir wurde bereits mit Bedauern mitgeteilt, dass unter 10 Monaten nichts zu machen wäre; viele sagen auch direkt, dass die Wartelisten so lang sind, dass sie niemanden mehr aufnehmen. Ich meine allerdings, dass es bei allzu langen Wartezeiten und dringenden Fällen möglich ist, einen Platz bei einem Arzt/Therapeuten ohne Kassenzulassung zu bekommen (wird dann scheins trotzdem von der Kasse übernommen, aber ich könnte jetzt keine genauen Voraussetzungen nennen). Tja, wie geht man damit um...ich meldete mich damals online bei der Telefonseelsorge an und wechselte daraufhin mit einer sehr netten Frau alle paar Tage Mails. Dort ist die Gefahr auch nicht allzu groß, dass man Triggern begegnet, was bei Foren natürlich immer mal wieder der Fall sein kann - was nicht heißen soll, dass es einem prinzipiell nicht guttut, sich mit Betroffenen auszutauschen, man muss eben ein bisschen vorsichtig sein, sollte sich nicht übermäßig durch die Themen schnüffeln und Trigger-Warnungen ernstnehmen. Ich denke, es ist einfach wichtig, dass man spürt: Ich steh damit nicht alleine da, andere wissen, wie sich das anfühlt, ich werde ernstgenommen. Mein Arzt rät übrigens - gerade bei suizidalen Gedanken und autoaggressivem Verhalten - unterstützend zu Sport, dient auch super als Skill. Das muss noch nichtmal ein mords Act werden, einige simple Muskelaufbauübungen oder ein bisschen einfaches Boxtraining (bei Interesse einfach PN schicken ;)) wirken da schon ganz gut. Vielleicht wäre das auch noch eine Idee, es hilft tatsächlich. Ich wünsche Dir jedenfalls weiterhin ganz viel Kraft. |
| Nóirín | [QUOTE][i]Original geschrieben von Töggelie [/i] [B]Ich meine allerdings, dass es bei allzu langen Wartezeiten und dringenden Fällen möglich ist, einen Platz bei einem Arzt/Therapeuten ohne Kassenzulassung zu bekommen (wird dann scheins trotzdem von der Kasse übernommen, aber ich könnte jetzt keine genauen Voraussetzungen nennen). [/B][/QUOTE] Wenn du diesen Weg gehen möchtest, musst du meiner Erfahrung nach, nachweisen, dass du bei einem Kassentherapeuten keinen Platz bekommst. Also, aufschreiben mit wem du telefoniert hast, was die Antwort war und möglichst damit zeigen, dass du alles versucht hast. Ergo, möglichst viele angerufen hast. Dann musst du bevor du bei diesem Therapeuten fest anfängst (ein Recht auf 5 kostenlose Probesitzungen solltest du meistens haben), das mit deiner Kasse klären. Vermutlich wird diese einen Befundbericht verlangen von dem Therapeuten verlangen. Das ist zumindest das Vorgehen das ich kenne. Das hängt aber sicher sehr von deiner Krankenkasse und der Gutmütigkeit / Kenntnis des Bearbeiters ab. Im Vorfeld informieren kann da nicht falsch sein ;) Bei so jemanden die Chance auf einen Platz zu bekommen sollte auf jedne Fall deutlich schneller gehen... |
| Töggelie | Genau, so ähnlich habe ich das ebenfalls recherchiert. Ich persönlich kläre das Ganze auch gerne von Anfang an schriftlich, dann hat man den Nachweis gleich direkt. Mir wurde sogar mal gesagt, dass bereits 3 Absagen genügen würden...aber ich habe so meine Zweifel, ob das wirklich ausreicht, das kommt mir fast zu einfach vor. |