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  Forum: Das Foyer
    Thema: Mal schnell Hallöchen sagen
PatriziaHallo ihr nachtliebenden Gleichgesinnten,

mein Name ist Patrizia. Ich bin eine Schriftstellerin, deren Erstlingsroman "Schöne Unsterblichkeit" vor einigen Wochen veröffentlicht wurde. Ich liebte schon immer die Nacht und ihre Wesen und als ich bei meiner Reise durchs Internet auf diese Nachtwelt gestoßen bin, dachte ich mir, schau doch mal rein.

Lasst mich bitte wissen, was für Charaktere und Wesen mir hier begegnen werden. Ich freue mich schon auf aufregende und informative Diskussionen.

Wer Lust hat kann mal auf meine HP klicken, habe sie gerade runderneuert. Ihr könnt mir ja mal sagen, wie ihr sie findet. Dann weiß ich wenigstens, ob ich mir die Nerven beim Erstellen nicht umsonst kaputt gemacht habe. :D

[URL]http://www.patrizia-schneider-zwischen-federkiel-und-pergament.de/[/URL]
OdessaWas mir sofort gefiel (bei dem schönen Wetter und der herrlich erwachenden Natur überall gucke ich nur für kurze Minuten abends in den Rechner und clickte jetzt gleich mal auf Deine hp, neugierig geworden), waren die Bilder... sehr romantisch, ein bisserl wie Anne Sudworth; hast Du die auch selbst gemacht? Und das Foto von Dir auf Deiner "Persönliches-Seite" sprach mich an; Du wirkst wahnsinnig natürlich, offen, sympathisch, ein Mensch mit dem ich auf der Stelle in eine Eisdiele möchte und Gespräche führen. Hast ein bisserl was von Meryl Streep auf diesem Foto, ganz große Klasse :-)

Deine Werke lese ich später, wenn ich mehr Zeit und Ruhe habe. Ich habe gesehen, man kann sie auch direkt bestellen bei Dir, die Bücher?

Auf jeden Fall herzlichstes Willkommen hier :)
PatriziaHi Odessa,

schön, dich kennen zu lernen und vielen Dank für den herzlichen Willkommensgruß und für die netten Komplimente. Würde sofort mit dir ein Eis essen gehen und ich liebe lange, tiefgehende Diskussionen sowie lockere leichte Sommergespräche. Ich hoffe, dass ich all das bin, was mein Bild verspricht, zumindest gebe ich mir Mühe, das zu sein oder zu werden. Als ich in Hollywood lebte, wurde ich oft mit Meryl Streep verglichen, was für mich riesen Kompliment ist, da sie eine meiner Lieblingsschauspielerinnen ist.

Leider kennen ich die Anne Sudworth nicht, werde sie mir aber mal im Internet anschauen. Die Bilder auf meiner habe ich mir aus verschiedenen Anbietern im Internet herunter geladen.

Ich kann absolut verstehen, dass man an einem so schönen Tag lieber in die Natur will, sich mit Leben umgeben will, als vor dem Pc zu sitzen.

Genieße den Frühling. Ich freue mich schon auf unser nächstes Gespräch :D

Meine Bücher kann man über mich und über die Links auf meiner Webseite bestellen.
OdessaMahlzeit Meryl *kalauer* ;)

Heute hat mich der Alltag wieder und ich muß zumindest für einige Stunden am Rechner sitzen, sprich in einem geschlossenen Raum.. etwas, was mir mehr und mehr unerträglich wird, sobald es draußen warm ist und sonnig, aber das verstehst Du, entnehme ich Deinen Worten, nur allzugut :-).

Du warst in Hollywood? Das interessiert mich sehr, ich war noch nie in den Staaten, habe aber eine Handvoll Bekannter und Freunde da und war, bin immer noch, ganz fasziniert von dem Leben dort, zumindest in Teilbereichen: die grenzenlose Weite des Landes, die Naturschönheiten (Grand Canyon, die Berge in Montana und Colorado usw.), und nicht zu vergessen die Offenheit und "take it easy"-positive Lebenseinstellung der Leute dort (naja zumindest der, die ich kenne).

Wie waren denn Deine Erfahrungen dort, wenn ich fragen darf (und Du darüber berichten willst)? Warst Du lange dort, konntest Du für Dich Positives erleben? Es interessiert mich sehr, weil man von "Landsleuten" ja doch immer eine andere Sicht der Dinge erfährt als von den Einheimischen selbst, die meistens keine Vergleichsmöglichkeit haben.

Lieben Gruß und einen sonnendurchfluteten Tag, dem eine hoffentlich ebenso schöne romantische Mondnacht mit ihrer Kühle folgt...
PatriziaHallo Odessa,

ich hoffe, du hattest einen schönen Tag, auch wenn du eingepfercht in einem Büro gesessen hast. Ich kann dich gut verstehen, dass dich diese Situation bedrückt. Ich habe Bürokauffrau gelernt, habe aber, Gott sei Dank, meinen Traumjob nun gefunden, der aber auch seine Schattenseiten hat, wie ich heute feststellen musste. Es tut mir Leid, dass ich erst so spät antworte, aber ich musste den ganzen Tag Zeitungen in ganz Deutschland anrufen, um nach redaktionellen Berichten und Rezensionen für meinen Roman zu fragen. Bin hundemüde.

Trotzdem beantworte ich dir gerne deine Frage nach meinem Aufenhalt in den USA. Ich habe dort 2 Jahre und 3 Monate verbracht und habe sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen gemacht, wie das halt im Leben so ist. Ich lebte im Süden und im Süd-Westen der States, am längsten in L.A - genauer gesagt 6 Monate in Inglewood, in der Nähe des Flughafens, 6 Monate in Echo Park, einem lateinamerikanischen Stadtteil, und 6 Monate in Hollywood, wo ich ein Angebot für eine TV-Serie bekommen habe, das ich aber leider, zu meinem größten Bedauern, ausschlagen musste. Ich lebte dort mit Stars und Produzenten Wange an Wange. Aber das ist eine lange und keine sehr glückliche Geschichte, die unter das Kapitel "sehr schlechte Erfahrungen" fällt, was den Grund für das Ausschlagen der Rolle angeht, ansonsten habe ich mich mit den Menschen dort super verstanden. Dann lete ich etwa 6 Monate in Texas, bei Dallas, und etwa drei Monate in Louisiana, am Mississippi, genau gegenüber von Vicksburgh, einer Stadt im Bundesstaat Mississippi. In Louisiana lebte ich als einzige weiße Frau in einer "Black Comunity", auch da könnte ich dir stundenlang Geschichten erzählen, besonders von den Mosquitos, die mich als einzige Weiße aufgefressen haben. Doch das sprengt wohl den Rahmen. :D

Wenn du noch fragen hast, zögere nicht, sie mir zu stellen. Ich stehe gern Rede und Antwort.

Ich wünsche dir einen schönen Abend und eine romantische Mondnacht.

Patty
PatriziaGuten Morgen, ihr Lieben,

hab vergesse zu fargen, ob es erlaubt ist, sein Buch in diesem Forum vorzustellen, und wenn ja, wo darf ich das.

Patty
OdessaGuten Morgen,
danke für die Antwort... ich wollte gestern abend noch antworten, aber dann hat der Y-Chromosomenträger des Haushalts seinen laptop für sich beansprucht;-)

Sehr schlechte Erfahrungen (Hollywood) - das klingt nach dem, was ich auch so kenne aus dieser Ecke der Staaten: mehr Schein als Sein, Körperkult, verlogene "Freundschaften" um emporzukommen, viele Versprechungen und "Glitter", wo eigentlich nur Verzweiflung, Trostlosigkeit und Einsamkeit ist... zumindest erlebte ich das bei einer Freundin, die als Modell nach LA zog, den Versprechungen eines mehr als dubiosen Agenten folgend... sie kam heroinsüchtig, auf 43 kg abgemagert, wieder zurück. Aus Texas wiederum kenne ich eigentlich relativ bodenständige, aber auch sehr sture und stolze Menschen, sind manchmal, zumindest empfinde ich es so, ein bisserl so wie die schottischen Highlander. Deine Geschichten interessieren mich auf jeden Fall sehr:-)

Wie lief denn das Ergebnis Deiner Telefoniererei? Hattest Du Erfolg?

Wegen des Buches: also soweit ich weiß, wäre das am besten im "Buchsalon"-Subforum aufgehoben, aber frag besser die moderatorin dort, autumnnight, die weiß es ganz bestimmt :-)


(Wegen Büro bei mir: ich bin zu Hause im Büro und werde gerade eingelernt in meinen neuen Job; ich mache da das gegen Bezahlung, was ich im Privatleben umsonst tue: Leuten zuhören, die sich auskotzen, Ratschläge und Hilfe anbieten, bei Streitereien online schlichtend und "vermittelnd" eingreifen etc. Ich kann mir die Arbeit nach Lust und Laune einteilen, stundenmäßig, und werde die Tage in die ganzen technischen Dinge und die Abläufe eingewiesen, weshalb ich täglich 1-2 Stunden online bin derzeit)
PatriziaHi Odessa,

auch ich habe so ein Y-Chromosomenträger zu Hause, der gerne den Pc blockiert, wann kapieren die endlich, dass wir ein Vorrecht auf alles im Leben haben. :D

Tut mir echt Leid, was deiner Freundin passiert ist, echt schlimme Sache. Geht es ihr wieder gut? Was meine Erlebnisse in den Staten angeht. All die Punkte, die du über das Leben in L.A. erwähnt hast, habe ich eigentlich weniger kennen gelernt, da ich mit den meisten Menschen persönlich kaum Problehme hatte, aber natürlich hörte ich all diese Dinge von den befreundeten Schauspielern. Damals war ich eine echte Lebenskünstlerin, habe mir meine Brötchen mich Dachdecken und Malern verdient, mich konnte wenig kratzen und ich hatte und habe noch eine gute Menschenkenntnis. Ich war den Produzenten in unserem Haus aufgefallen, die ich dann über die Schauspieler, die ich befreundet hatte, näher kennen lernte. Natürlich ist mir auch das Drogenproblem aufgefallen, aber ich hatte immer einen heiden Respekt vor Drogen und machte mich aus dem Staub, wenn sie ausgepackt wurden, das tue ich übrigens immer noch. Das war wohl mein Glück. Das Schlimme, was mir passiert ist, werde ich dir mal privat erzählen, das ist nichts fürs Forum.

Sture und stolze Menschen in Texas, das kann man laut sagen, doch sie sind zumindest ehrlich dort. Am wohlsten fühlte ich mich in Louisiana, am romantischen Mississippi, ich, die schmalzige Tussi, mal abgesehen von den Mosquitos- autsch. Für solche Scherze habe ich nicht genug Blut in meiner etwas zu dünnen Seelenbehausung.

Meine Telefonaktion, die übrigens immer noch läuft, ging echt gut. Danke für die Nachfrage. Ich habe mich wieder in die Köpfe der Redaktheuer gebracht. Habe heute das Frühstücksfernsehen auf Sat 1 angerufen und durfte ein Rezensionsexemplar schicken, mal sehen, ob was und wenn, was überhaupt passiert. Morgen geht’s weiter durch die Zeitungsredaktionen, mit Schmackes und Elan!!

Danke für den Tipp mit dem Buchforum, werde autumnnight gleich mal anschreiben.

Dein Job klingt ja echt interessant, da bist du ja am Pulsschlag des Lebens, hast aber auch eine gewaltige Verantwortung, die du schleppen musst, und sicherlich belasten dich die Probleme derer, denen du zuhörst. So stelle ich mir das zumindest vor. Du scheinst mir ein sehr mitfühlender Mensch zu sein, ein guter Zuhörer und wie geschaffen für das, was du lernst. Man fühlt sich wohl sich mit dir auszutauschen, zu mindest geht mir das so, und dabei kennen wir uns nur übers Internet. Ich weiß, wie angenehm es ist zu Hause zu arbeiten und sich die Zeit selber einteilen zu können - auch wenn es in meinem Fall etwas einsam macht, immer in seinen Fantasiewelten zu sein.

Wenn du noch Fragen hast, nur her damit. Macht Spaß mit dir zu chaten.
Odessa:cool: Oha, der Satz ist gut - "wir haben ein Vorrecht auf alles im Leben". Klingt viel besser als mein gerne genommenes "das ist so weil ich eine Frau bin", es hat mehr Dominanz, Selbstbewußtsein und ist trotzdem so herrlich sinnlos-unlogisch-weiblich, daß jeder richtige Mann nur haareraufend kopfschüttelnd nachgibt. So funktioniert die Welt ;)

Der Freundin geht es - naja. Vier Entzüge, einen davon in der Klinik/Psychiatrie in der ich bis letztes Jahr noch arbeitete, und jedesmal wieder rückfällig. Heroin ist das übelste Dreckszeug das ich kenne. Ich sehe das wie Du - ich habe mich von Drogen immer ferngehalten, habe in 43 Lebensjahren noch nicht mal eine Zigarette geraucht oder mehr als ganz seltene wenige Male (letztes Jahr) 2-3 Schluck Rotwein getrunken oder, übers Jahr verteilt, vielleicht 10 Mon Cherie gegessen...aber ich war und bin umgeben von Freunden, die massive Drogenprobleme bzw. Drogenkonsum haben oder hatten, von Alk über Heroin, Kokain bis zu Tabletten. Die Todesfälle gehen in ein halbes Dutzend mittlerweile und so langsam wird man nur noch zynisch-bitter, wenn man sieht, wie sich manche Menschen selbstentschieden zugrunde richten. Als Freund kann man nur hilflos danebenstehen, Unterstützung anbieten, auffangen - aber man kann keinem Menschen sein Leben abnehmen.

In Louisiana ist eine Bekannte von mir, sie hat einen Amerikaner geheiratet (hat ihn über ein gemeinsames Rock-Forum kennengelernt) und ist total glücklich, sie schreibt mir alle paar Wochen mal und schickt Fotos... ist eine schöne Gegend dort. Die Beiden haben mich oft eingeladen, aber da ich nicht fliegen kann, bleibt Amerika ein unerfüllbarer Traum für mich so lange, bis ich das Geld habe für eine Schiffsreise. Und die Zeit. Was nie der Fall sein wird ;-)

Das sind gute Nachrichten, wegen Sat. Man muß einfach Werbung machen und seinen Stoff unter die Leute bringen, anders kommt ein gutes Produkt nicht "an den Mann", ganz klar:-). Ich drück Dir die Daumen daß sich da was tut und man bei jedem Kultur- oder Literatur-Bericht von Dir hören/lesen/sehen wird.

Ich wünsch Dir eine gute Nacht, und es macht auch Spaß mit Dir zu schreiben:-).


edit: mal schauen wie sich das mit dem Job "anläuft". Bisher ist noch die Einlernphase, wegen der techn. Dinge und des Aufbaus weiterer Chatrooms und -lines. Das mit den Problemen - ich bins irgendwie gewohnt, ständig der Zuhörer und Kummerkasten zu sein, aber ich habe mittlerweile eine gesunde Distanz und einen nötigen Selbsterhaltungstrieb entwickelt, der mir ein "stop, ab jetzt und hier darf das mein eigenes Leben nicht tangieren" sagt... ohne gehts nicht, das ist wie bei Ärzten oder Sanitätern oder Feuerwehrlern: man muß sich einen Schutzwall zulegen, um den Job machen zu können. Ist man zu sehr selbst emotional involviert, behindert es die Arbeit und hilft den Opfern somit kein Stück..
PatriziaMorgen Odessa,

sorry, dass ich dir erst heute Morgen antworte, aber ich war gestern Abend zu kaputt.

Zitat: Oha, der Satz ist gut - "wir haben ein Vorrecht auf alles im Leben". Klingt viel besser als mein gerne genommenes "das ist so weil ich eine Frau bin", ... Da kannst du mal sehen, was du alles von mir lernen kannst.;)

Das mit deiner Freundin ist ja schrecklich. Gibt es denn da gar nichts, was man für sie tun kann, die Ärmste? Solche Schicksale müssten doch jeden davon abschrecken, jemals Drogen zu probieren - MÜSSTE!!!

Zitat: Du - ich habe mich von Drogen immer ferngehalten, habe in 43 Lebensjahren noch nicht mal eine Zigarette geraucht ...
Da hast du mir was voraus. Ich habe Jahre lang geraucht, aber vor fast genau sieben Jahren aufgehört. Leider Gottes habe ich auch sehr früh angefangen, und zwar mit neun Jahren. Ich bin einfach mit der Scheidung meiner Eltern nicht klar gekommen, wurde auch mit zwölf dann sehr Krank - Herz - durch das rauchen -, hörte auf, fing mit sechszehn wieder an, hörte drei Jahre später wieder auf, und fing drei Jahre wieder an – ich Idiot. Dieses Dreckzeug. Da kann ich meiner Zeit in London dankbar sein, weil da die Zigaretten so teuer waren, dass ich vor sieben Jahren wieder aufgehört habe. Da sieht man mal, was Geld bewirken kann. Aber ich habe nie Alkohol getrunken, da ich gesehen habe, wie in der Familie meines Vaters einige Alkoholiker mit der wohl größten legalisierten Droge der westlichen Welt einen Kampf auf Leben und Tod führten und konsequent ihre Leben zerstörten.

Du bist in einem Rock-Forum? Ist ja interessant. Bist du etwa eine Rockerbraut? :D Ich mag Rockmusik sehr gerne, aber bin einfach zu soft und höre am Liebsten "British Pop". Obwohl 'ne schöne Rockballade mir immer and Herz geht.

In welcher Stadt in Louisiana lebt denn deine Freundin? Wieso kannst du denn nicht fliegen? Leidest du etwa auch an Flugangst, so wie ich. Nach London musste ich mehrere Male in einem Jahr fliegen und bin jedes Mal fast vor Angst gestorben. Aber bitte gib die Hoffnung nicht auf einmal die Staaten zu besuchen, denn eins haben mich die vergangenen anderthalb Jahre gelehrt, es ist alles möglich in dieser Welt. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal eine Chance hätte, ein Buch zu verlegen, und dass auch mir mal etwas Gutes passieren kann, nach so vielen Jahren voller seelischen Leiden.

Danke, dass du mir die Daumen drückst für den Erfolg meines Romans, du bist lieb. Heute hab ich, was das Verlegen angeht viel vor - Zeitungen, Radiosender etc.

Ich finde es super, dass du es geschafft hast, eine Distanz zu den Problemen aufzubauen, die dich in deinem Job überschwemmen. Eine Freundin von mir und ich hatten erst vor ein paar Tagen ein Gespräch darüber, dass keiner von uns so einen Job, wie du ihn machen wirst, jemals machen könnte. Wir haben beide eine zu dünne Haut. Ich bin schon fast am Sterben, wenn es meiner siebzehnjährigen Kater schlecht geht. Ihr musste vor einigen Wochen das Auge heraus operiert werden, dem Ärmsten, dann bekam er auch noch eine Grippe, die aber wieder weg ist, und nun versuchen wir alles, um ihn wieder fit zu bekommen. Es mag seltsam für manche klingen, dass jemand so viel für ein Tier tut, aber ich liebe meinen Teddy, habe ihn sogar in die Widmung in meinem Buch geschrieben. Er schläft seit siebzehn Jahren über meinem Kopf und ich kann mir ein Leben ohne ihn gar nicht vorstellen. Um nochmals auf deinen Beruf zurück zu kommen, ich bin mir sicher, dass du deinen Weg machst, und dass du vielen Menschen helfen wirst. Schön, dass es Menschen wie dich gibt!!!!

Ich wünsche dir einen schönen Tag. Hats du dir mal inzwischen meine Webseite genauer angesehen?
OdessaGuten Morgen :-)
Keine Sorge, es gibt wohl niemand der das besser versteht als ich, daß man für ein Tier alles tut. Mir sind Menschen ein Rätsel und ein Greuel, die für Tiere nichts über haben oder sich um ihre Tiere nicht mehr kümmern, wenn diese krank oder alt werden. Mein Kater starb vor - morgen - genau 2 Jahren, und er fehlt mir noch heute jeden Tag. Er schlief seit seinen Babytagen immer bei mir in der Armbeuge Nacht für Nacht. Ich hatte viele Katzen, bin damit großgeworden, und sah viele Katzen "gehen", eigene und fremde. Meski starb, wie auch "Schneeflocke" Jahre zuvor, in meinen Armen und danach war ich 2 Monate lang mit der Welt am Ende. - Ich wünsch Dir alles alles Gute für Teddy, und hoffe daß er mit seiner neuen Situation, das fehlende Auge betreffend, einigermaßen klarkommt.

Wegen der Drogen - ich weiß nicht, es hat mich nie interessiert. Mein Vater ist Kettenraucher, der übelste den man sich vorstellen kann. Ich erinnere mich an Kindheitstage, wo wir am Tisch saßen und er sogar WÄHREND des Essens geraucht hat. Zwei Löffel Essen, dann Pause, währenddessen an der Zigarette gezogen. Am Tag 3 Schachteln waren das Minimum, und ich war seit dem Zeitpunkt der Meinung, daß Raucher das rücksichtsloseste Volk sind daß es gibt - was sich geändert hat, als ich feststellte daß es sehr wohl Raucher gibt, die anständig sind ihren Mitmenschen gegenüber und daß männliche Raucher meistens extrem sexy Stimmen haben :D . Aber wie auch immer - es hat mich niemals gereizt, es selbst auch nur zu probieren, genauso mit anderen Drogen. Meine Droge ist die Natur - ein Sonnenaufgang über den Bergen, ein Sonnenuntergang am Meer, ein Spaziergang über Gemüsemärkte und Gewürzbasare... das sind Drogen die mich high machen, und sie sind nebenwirkungsfrei (bis auf extrem ausgeprägte Lebensfreude *g*) und kostenlos ;-)

Deine Lebensgeschichte klingt auch nicht gerade sehr rosig, wenn ich das mal so sagen darf... die Herzgeschichte, die Scheidung der Eltern usw. Hast Du jetzt mit ihnen beiden ein gutes Verhältnis?

Wegen der dünnen Haut - glaub mir, meine ist sehr dünn. Sie wird sogar immer dünner, deswegen ja der Panzer drumrum. Ich hatte Erlebnisse, gerade was mir nahestehende Menschen und Tiere angeht, wo ich wochenlang nicht schlief, nur weinte, oder von solchen Kreislaufattacken heimgesucht wurde und von Migräneanfällen, daß ich mehr Tage in den Notfallambulanzen der Krankenhäuser verbrachte als zuhause. Irgendwann war es zuviel, das war als ich mit Vorhofflimmern in die Klinik kam und unser Oberarzt sagte: Entweder Du trittst jetzt endlich kürzer und denkst an Dich oder Du wirst Dein 40. Lebensjahr nicht erreichen". Darüber hab ich dann eine Woche nachgedacht, die Zeit die ich auf Station lag, und beschlossen, dass ich 40 werden will;-). Jedenfalls bekommen seitdem die Leute, die sich mit Problemen an mich wenden, von mir keine hilf-losen Trostworte a la "Oh Du Armer die Welt ist so böse zu Dir" mehr zu hören, sondern eine Analyse, was ihr Eigenschuldanteil an der Situation ist und die Mitteilung, daß man alles im eigenen Leben selbst ändern kann und es auch muß, das ist die Verantwortung, die jeder für das eigene Leben hat; aber eine Situation kann nur korrekt beurteilt werden, wenn man aus der Situation raustritt, sie von allen Seiten aus betrachtet und sie wirklich ändern bzw. das Problem lösen will. Das kann ich dann als Außenstehender in dem Moment besser als derjenige, der direkt mitdrinhängt und sich in seinem Leid/seiner Wut gerade völlig ego-zentrisch austobt:-)

Meine Freundin wohnt in Lafayette, nicht direkt drin, sondern am Stadtrand. Ihr gefällt es allerdings am besten bisher in Colorado, wo sie wohl des Öfteren Urlaube verbringt mit ihrem Mann :-).

Deine hp hab ich mir genauer angeschaut, auch schon die Leseproben - und jetzt weiß ich auch woher mir das Bild des Romans so vertraut vorkam: WELTBILD Verlag *lach*... da bestell ich öfters meine Bücher, weil mein Mann dort seit Jahren Kunde ist und wir oft von diesen Schnäppchen-Angeboten profitieren. Da hab ich Dein Buch schon gesehen :-) Ich werde mir auf jeden Fall was bestellen, ich muß nur noch überlegen was zuerst: das Gedicht über den 11. September würde mich interessieren und auch das mit/über den Kalten Krieg.

Lieben Gruß und einen schönen erfolgreichen Tag wünsch ich Dir :-).
PatriziaHi Odessa,

tut mir Leid, dass du deine geliebten Katzen verloren hast, dann weißt du ja, wovor ich Angst habe. Sie hatten sehr schöne Namen, „Schneeflocke“ kann ich mir noch erklären, aber „Meski“. Wie kamst du denn auf diesen Namen? Auch kann Menschen nicht verstehen, die Tiere nicht lieben oder Ihnen nicht helfen wollen. Meine Oma sagt immer: Wer Tiere nicht leiden kann, kann auch keine Menschen leiden. Das ist wohl wahr. Die Tierärztin, die meinen Teddy operiert hat, erzählte mir, dass viele Tierbesitzer ihre Tiere einfach einschläfern lassen, wenn sie krank sind, selbst wenn noch eine Chance auf Heilung besteht - schrecklich und herzlos. Und die schimpfen sich Menschen, aber das ist alles andere als menschlich. :( Ich möchte keine alten Wunden wieder aufreißen, darum musst du meine nächste Frage nicht beantworten, wenn es dich schmerzt: Woran sind deine Katzen denn gestorben?

Das mein Teddy sein Auge verloren hat, scheint ihm nichts auszumachen. Er war ja vorher schon über einige Jahre langsam erblindet, der Arme. Und trotzdem haben wir, leider vergebens, versucht, sein Auge zu retten.

Ich kann gut verstehen, dass du nie eine Lust auf eine Zigarette hattest. Mit deinem Vater zu essen klingt wirklich nicht appetitlich. Er war ja ein echt starker Raucher. Ich hoffe, es geht ihm noch gut, sein Körper muss unter den ganzen Zigaretten unheimlich gelitten haben.

Zitat: [I]Meine Droge ist die Natur - ein Sonnenaufgang über den Bergen, ein Sonnenuntergang am Meer, ein Spaziergang über Gemüsemärkte und Gewürzbasare... das sind Drogen die mich high machen, und sie sind nebenwirkungsfrei (bis auf extrem ausgeprägte Lebensfreude *g*) und kostenlos ;-)[/I]

Das sind die besten Drogen überhaupt, speziell die Lebensfreude. Da fällt mir ein, dass heute der Wiesbadener Kurier angerufen hat. Sie wollen einen Bericht über mein Buch schreiben. Ich bin noch immer high!!! :D :D :D

Leider habe ich zu meinem Vater gar keinen Kontakt mehr. Ist wohl aber besser so. Er hat mir nicht wirklich viel Gutes in meinem Leben getan, und ich habe gelernt, mich von solchen Menschen fern zu halten, so schlimm es auch ist, so etwas über den eigenen Vater zu sagen.:( und es tut weh.

Du hast also auch schon unter Migräneanfällen gelitten, dass mache ich leider auch durch, wobei meine Migräne leider erblich bedingt ist und von meinem kaputten Rücken kommt, den ich mir vor vier Jahren bei einem schweren Autounfall gebrochen habe.

Mein Gott, jeder, der das liest glaubt, ich würde jede Minute zusammenbrechen. Dabei habe ich gerade ein riesen Hoch. :D

Ich finde es klasse, wie du deine dünne Haut ummantelst, dass muss ich wohl noch lernen. Denn es ist wirklich besser, mit Problemen konstruktive umzugehen und somit die daraus resultierenden Krankheiten zu beseitigen, wie sich ständig selbst zu bemitleiden und immer an der Welt zu verzweifeln. Jemand zu bedauern hilft jemanden, dem es schlecht geht, nicht. Obwohl das manchmal leichter gesagt als getan ist - da spreche ich aus eigener Erfahrung.

Deiner Freundin gefällt es also im mittleren Westen der USA. In Colorado war ich noch nie, weiß nur dass dort der Grand Canyon ist. Den habe ich leider verpasst, obwohl ich einige Male, während ich in den USA war, etwa dreitausend Kilometer von Louisiana nach L.A. mit dem Auto gefahren bin - durch Texas, New Mexiko, Arizona und durch Kalifornien und mir immer vornahm, einmal einen Abstecher zu diesem Naturwunder zu machen. Die Freiheit in der Wüste scheint unendlich zu sein. :cool:

Schön, dass ich dich bald zu meinen Lesern zählen darf. Aber wieso denn meine Gedichte zuerst, würde gerne wissen, was du von meinem Roman hälst, oder liegt dir Vampirromantik nicht? Aber es ist natürlich ganz deine Entscheidung, was und ob du ein Buch von mir liest, daran mache ich keine Freunde oder selbst Bekannte fest, es interessiert mich nur mal, was du so schmökerst. :)

Es macht Spaß sich mit dir auszutauchen
OdessaMich traf es eben ziemlich beim Lesen Deiner Zeilen...Wenn Du im Subforum "Freundeskreise" hier lesen würdest, wärst Du vor wenigen Tagen auf wortwörtlich diesen Satz von mir gestoßen, über die Oma. Meine sagte nämlich auch immer "Wer Tiere nicht mag, kann kein guter Mensch sein". Ein schwerer Unfall - bei mir auch. Seitdem nur noch halbe Lungenkapazität, Koma-Spätfolgen. Naja das alles können wir mal im Privaten beplauschen;-).

Meski ist das persischkurdische Wort für "der Schwarze", und da er rabenschwarz war, paßte das;-). Er hatte Nierenversagen durch Nierenkrebs, und es zog sich über Monate. Schneeflocke starb an der gleichen Krankheit, nur ohne Tumor dazu, ihn ließ ich einschläfern als er einen langen Todeskampf zu erwarten hatte der begonnen hatte mit den untrüglichen Zeichen "des Endes": umfallen beim Gehen, keine Koordination mehr, den Urin nicht mehr halten können, nichts mehr essen und trinken und abgemagert sein auf keine 1000 g. Der Tod stand wenige Stunden bevor, und da Schneeflocke Schmerzen zu erwarten hatte und fast eh schon im Nierenkoma lag, habe ich dann den Arzt gerufen, der auch sofort noch in der Nacht zu mir fuhr und Flocke, in meinem Arm, einschläferte. Bei Meski wäre es auch soweit gekommen, doch tat er mir den "Gefallen", 20 Minuten bevor die Ärztin eintraf, in meinen Armen an sekundendauerndem Herzversagen dann zu sterben. Ein Aufbäumen, ein Schrei - wie ich ihn niemals, niemals im Leben, werde vergessen, und wie ich ihn auch in dieser furchtbaren herz- und seele-zerreissenden...mir fehlt das Wort.. Endgültigkeit? Abgründigkeit? Verzweiflung? nie gehört hatte und nie mehr hören will... dann war es vorbei. 13 Jahre Liebe mit diesem stillen, stets wie ein Schatten bei mir seiendem weisen beschützendem Katzengott... und in wenigen Sekunden vorbei. - So, jetzt kommen die Tränen und ich schreib später weiter



Mit den Eltern - auch das kenne ich. Es genügt sicher wenn ich sage daß ich seit dem 14. Lebensjahr nicht mehr bei ihnen wohnte aufgrund Richterbeschluß... aber nach Jahrzehnten der Funkstille fanden wir dann vor wenigen Jahren wieder einen Weg zueinander, meine Eltern entschuldigten sich für ihre Taten und ich schaffte es, ihnen zu verzeihen. Seitdem sind übrigens auch meine Alpträume und diverse "Phobien" wie weggeblasen. Man glaubt gar nicht was man alles unverdaut mit sich rumschleppt an unbewältigten Haß- oder Rachegefühlen. Aber sind diese weg und konnte man sogar Tötungsversuche jemand verzeihen - dann hat man, glaube ich, seinen inneren Frieden irgendwo gefunden. Ich würde Dir sehr wünschen, daß das bei Dir und Deinem Vater vielleicht auch noch möglich wäre...

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Da fällt mir ein, dass heute der Wiesbadener Kurier angerufen hat. Sie wollen einen Bericht über mein Buch schreiben. Ich bin noch immer high!
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Und DAS ist ganz fantastisch und freut mich sehr! Ich habe einen Freund in Wiesbaden, der kann mir vielleicht den Artikel dann sogar schicken:-).

Mit Vampirromanen habe ich es ehrlich gesagt nicht soooo wirklich, aber was ich gelesen habe gefiel mir, allein schon die Namen. Venedig mag ich übrigens auch sehr gerne, eine meiner Lieblingsstädte. Einen schönen Abend wünsch ich Dir, mich ruft jetzt mein neuer "Traum-Held-Mann" Jack Bauer auf DVD ;-)
PatriziaHi Odessa,

ich muss mich für die späte Antwort entschuldigen, aber musste heute für meine Mutter auf ihrer Arbeit einspringen - Hauswirtschaft in einem Heim für Schwerbehinderte. Ich hoffe, du hattest einen schönen Abend mit dem "Traum-Held-Mann".

Schrecklich, dass auch du einen schweren Autounfall gehabt hast, der wohl noch schwerer war als meiner. Wie lange ist der Unfall denn her?

"Wer Tiere nicht mag, kann kein guter Mensch sein". Sieht so aus, als ob unsre Omas gleichermaßen Weise sind. Meine wurde letzte Monat 79, da hat man 'nen Haufen Lebenserfahrung angesammelt, und ich bin froh, dass sie ihn an mich weiter gibt. :) Das kommt mir bei meinem Schreiben zu Gute, so wie mein kleine Kater, der auf meinem Sekretär liegt und mich inspiriert - meine kleine Muse! :D Wie alt ist denn deine Oma?

Danke für die Namenserklärung "Meski - der Schwarze", ist immer spannend zu erfahren, wie solche Namen zustande kommen. Aber wie kommst du denn zu persisch-kurdisch? Ist das etwa dein Kulturkreis, das wäre ja interessant.

Dass deine Katzen so schlimm gestorben sind, bricht mir das Herz. Tut mir Leid, dass meine Frage dich in Tränen gebracht hat, dass habe ich nicht gewollt. Aber auch mir sind bei deiner Beschreibung die Tränen gekommen. Da hast du bestimmt lange gebraucht, um das einiger Maßen zu verwinden. Warum müssen Katzen immer so grausam sterben. Alle Katzen, die wir hatten, mussten so entsetzlich zu Grunde gehen - immer Krebs, oder langsam an Organversagen usw. Ich glaube, dass liegt daran, dass Katzen Kämpfer sind, sie halten so lange es geht am Leben fest. Die Tierärztin sagte zu mir, dass Hunde schneller sterben als Katzen, an der selben Sache. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen.

Da hattest du wirklich keine schöne Kindheit. Ich fühle mit dir, denn ich weiß wie es ist, verlorene Jahre nicht mehr zurück holen zu können. Aber es ist wunderbar, dass du es geschafft hast, mit deiner Vergangenheit über das Verzeihen der Fehler deiner Eltern zu innerem Frieden zu gelangen. Das freut mich sehr für dich. Auch ich müsste diesen Weg der Verzeihung und der Annäherung zu meinem Vater gehen, um zu gesunden, wenn ich doch nur etwas mutiger wäre. Aber wie ich ihn kenne, will er das gar nicht, denn er sieht seine Fehler nicht ein.

Kannst du mir die Rezension über meinen Roman aus dem Wiesbadener Kurier kopieren, wenn du ihn von deinem Freund erhältst, und zuschicken, falls ich ihn nicht zugeschickt bekomme. Muss mal meinen Verlag oder die Zeitung selber fragen, dass hatte ich in der Aufregung vergessen.

Schade, dass dir Vampirromane nicht liegen, aber, was liest du denn gerne? Aber zumindest haben wir Venedig in der Liste unserer Lieblingsstädte. ;) Und was sind eigentlich deine Lieblingsfilme?
OdessaHallo Schmetterlingsfrau,
Du brauchst Dich doch nicht entschuldigen... ich komme auch nicht jeden Tag dazu, ausführlich zu antworten, gerade übers Wochenende oftmals :-). - Dem Freund habe ich eine mail geschickt und hoffe, er ruft sie rechtzeitig ab; wenn nicht, versuchen wir, über die Zeitung selber ranzukommen an den Artikel:-).

Wegen Deines Vaters - weißt Du oder vermutest Du, daß er seine Fehler nicht einsieht? Kannst Du mit jemand Anderem darüber reden, von Deiner Familie? Vielleicht könnte da jemand als quasi Mittler einspringen, versuchen, vorsichtig tastend mal anzufragen wie die "Gefühls-Lage" bei Deinem Vater ist... wenn Dir das helfen würde? Ich würde es Dir wirklich sehr wünschen, es gibt nichts Schlimmeres als Hass oder Wut in der engsten Familie.

Wegen der Katzen: mach Dir keine Sorgen, Deine Fragen waren nicht Schuld dran. Die Tränen kommen oft, einfach so, wenn ich z. B. eine andere schwarze Katze sehe die über die Felder läuft, und das passiert hier auf dem Land sehr oft... und manchmal, wie an Meskis Todestag (am Freitag) ist es gar nicht sooo schlimm, da bin ich so darauf eingestellt daß ich mit der Trauer umgehen kann und den ganzen Tag über mich gut ablenke. Die Tränen kommen meistens dann, wenn man damit gar nicht rechnet, genau wie bei all meinen anderen toten Vierbeinern, deren Tod "nur" schon länger zurückliegt und besser vernarbt ist, und sie sind auch genauso schnell wieder weg. Ein nasser Kloß im Hals und in den Augen, wenn Du verstehst was ich meine..

Wie hast Du denn das Wochenende verbracht? Hottenbach klingt - das meine ich positiv! - nicht nach einer lauten stinkigen grauen Betonstadt, sondern eher nach "Fachwerkhäuser, Bauernhöfe, viel Grün, viel Wald, viel Ruhe"...?

Lieben, etwas eiligen Gruß (die Sonne, der Gemüsegarten und der Besuch zweier lieber Freunde zum mittäglichen Salatbuffet samt Grillgemüse, von gestern übrig, warten auf mich...) Dir, und einen schönen schmetterlingsreichen Sonntag bis zum Wiederlesen für Dich :)
PatriziaHi Odessa,

Schmetterlingsfrau? Das gefällt mir gut, die Schmetterlingsfrau von Novalis, die gerne ein Vampir wäre, das gibt's wohl auch nicht alle Tage.

Was meine Vater angeht. Ich habe leider keinen Kontakt in den letzten Jahren zu ihm oder zu der väterlichen Seite meiner Familie. Also ich wüsste nicht, wenn ich da als Vermittler fragen sollte. Es ist einfach so, dass ich bei unserem letzten Kontakt natürlich versucht habe, ihn auf das Thema Schuld anzusprechen, doch davon wollte er nichts wissen. Ist wirklich schade und ich gebe dir Recht, dass Streit in der nächsten Familie etwas Furchtbares ist. Es ist so, als ob ein Teil von einem fehlt. Ich habe mir immer ein Vater gewünscht, der mich so liebt wie ich bin, doch das wird wohl ein Wunsch bleiben - leider.

Wenn es um die lange Trauer um Haustiere geht, verstehe ich gut, was du meinst, wenn du sagst, dass es immer wieder hoch kommt. Ich trauere noch immer um meinen Schäferhund-Collie-Mischling Rex, den Hund aus meinen Kindertagen. Das war ein echter Freund, der mich die ersten zehn Jahre meines Lebens begleitet hat. Auch um meine kleine Maus die vor vier Jahren gestorben ist traure ich noch immer. Sie wurde über drei Jahre alt, hatte schon einen Buckel und ich musste sie in ihren letzten Tagen immer ans Wasser zum Trinken setzen und passte auf, dass die fraß. Hast du noch Tiere, denn ich habe mich dazu entschlossen, keine Haustiere mehr zu halten, wenn meine Katzen gestorben sind. Es tut einfach zu weh, sie gehen zu lassen. Auch wenn ich letztes Jahr noch eine streunenden Kater aufgenommen habe, den wir Flitt tauften, da er ganz weiß ist. So ist das mit den guten Vorsätzen.

So, wie du Hottenbach einschätzt, ist es auch. Es ist ein kleines Dorf im Hunsrück, das Land zwischen Mosel, Rhein und Nahe. Hier gibt es im Umkreis von 7o - 8o Km überhaupt keine Großstadt, die nächste ist wohl Mainz, Trier oder Koblenz, und dass sind schon keine wirkliche Großstädte. Hier gibt es viel, sehr viel Natur und viel Geschichte - Römer - Kelten und alte Burgruinen, die von den Franzosen zerstört wurden -, ein Landfleck, der wie geschaffen ist für eine mystische Schreibtussi wie mich. :D

Übrigens spielt der 2. Band der "Chronik der Legenden" im Hunsrück in der Zeit des Rokoko.

Wie sieht es eigentlich in deiner Gegend aus?

Wäre schön, wenn ich dich in meinem Gästebuch finden würde, dann könnte ich mich immer an dich erinnern! Nur mal so ne kleine Anmerkung am Rande bemerkt.;) Ist kein Muss, nur 'ne freundliche Anregung.

Wünsche dir und deiner Familie einen schönen Sonntag, genieße den Frühling.
OdessaGuten Morgen,

"schon erledigt" ;-).

Wenn Marian - die Katze die ich jetzt noch habe - gestorben ist, werde ich auch keine Tiere mehr haben, leider. Mein Mann hat eine Allergie (auf alles was in der Luft fliegt und kreucht und auf Katzen ganz besonders - auch wenn die natürlich für gewöhnlich nicht durch die Luft fliegen *g*), und sein Asthma ist mittlerweile trotz Desensibilisierungsprogramm seit 1 Jahr so schlimm, daß er manchmal überhaupt nicht mehr richtig atmen kann. Es ist furchtbar für mich, ihn so leiden zu sehen, aber er würde auch nie verlangen daß die Katze weg muß, das hab ich auch vor unserer Ehe schon klargestellt: mich gibt es nur MIT meinen Tieren oder gar nicht. Außerdem bleiben die Haare auch ohne Katze noch 9-12 Jahre in der Wohnung, ganz egal wie gründlich man jeden Tag alles absaugt, und somit, so mein Mann trocken, "ists eh wurscht, ob ich jetzt an den Birken- und Haselnusspollen eingeh oder an Marian..." Oder, wie ich zu sagen pflege: "Sterben muß man sowieso. Der eine stirbt gesund und der andere hatte was vom Leben" (Erwähnte ich daß meine Familie einen bösartig-schwarzen Humor hat? Wir rätseln immer noch, woher der kommt, vermutlich liegt es daran, daß meine Eltern in Schottland - standesamtlich - und in England "rituell" geheiratet haben, da färbte wohl das Schwarze ab *g* ).

Das klingt sehr schön wo Du da wohnst. Ich kenne die Ecke nur aus Erzählungen und weil einige mir sehr liebe Nachtweltler aus der Ecke sind: Trier, Koblenz und Mainz;-). Hier ist es auch traumhaft, Du kennst sicher den Tegernsee? Wer auch nur einmal IRGENDEINEN Fernsehfilm oder eine der Kultserien (Bulle von Tölz, Irgendwie und Sowieso, Münchner Gschichten, Kir Royal) gesehen hat, "war schon mal hier" ;-)

Die Gegend hier um Bad Tölz, Wolfratshausen und den Lenggries-Raum bis zum Tegernsee mit Gmund, Rottach, Bad Wiessee und gleich daneben Miesbach, Hausham, Schliersee, mit dem angrenzenden Skigebiet Sudelfeld/Tatzelwurm, dem Wendelstein-Gebirge und benachbart Tirol (Kufstein, St. Johann, Salzburg) ist eine der traumhaftesten Ecken der Welt. Wir haben deswegen eigentlich das ganze Jahr über Ströme von Touristen: im Winter die Skifahrer, im Frühjahr die Bergsteiger und Wanderer, im Sommer die Badegäste, Wanderer und die ganzen Familien, die naturnahen Urlaub auf dem Bauernhof finden, im Herbst dann wieder die Wanderer und Bergsteiger. Und nicht zu vergessen die Kulturinteressierten, die die unendlich vielen barocken Kirchen und Kapellen hier besichtigen und die zahllosen Museen, Galerien, Ausstellungen besuchen. Heimat- und Bauerndorf-Museen mit Vorführungen alter Handwerkskunst gibt es am nahen Chiemsee und am Kochelsee in Murnau, und mit den Königsschlössern am Chiemsee sowie im auch nicht weit entfernten Allgäu (1-2 Stunden Fahrzeit max.) haben wir weitere weltbekannte Touristenattraktionen :-).

So, genug geschwärmt... so wie es klingt, sieht es bei Dir ja mindestens genauso schön und erholsam aus. Ich habe 35 Jahre lang in einer Großstadt gelebt, in München, und obwohl das als die schönste Stadt Deutschlands gilt, möchte ich dort nicht mehr "tot überm Zaun hängen"... ich war irgendwann soweit, daß ich in einen Bus oder eine U-Bahn einstieg und beim geringsten Pieps den jemand machte bereit war, loszuschlagen. Alles zu eng, alles zu voll, viel zu viele Menschen dichtgedrängt aufeinander, viel zu laut das alles... wie Ratten in Käfigen zusammengedrängt, furchtbar. Nicht das, was ich mir unter gesundem Umfeld vorstelle, und deshalb zogen wir raus aus München und seitdem bin ich wieder Mensch.

Ich sende Dir einen sonnigen Gruß von der "Touri-Ecke Tschörmänies", mit unserem Bussardpärchen das wie jeden Tag um die Zeit über meinen Feldern hier kreist und mit einer träge nach erfolgreicher Mäusejagd auf unserer Ulme schlafenden Marian, die dabei aussieht wie ein Koalabär mit Streifen;-)
PatriziaHi Odessa,

auch dir einen guten Morgen. Wie geht's denn so? Ich hoffe, alles ist in Ordnung im schönen Bayern. Danke nochmals für den Gästebucheintrag, ich hab' mich riesig gefreut. :D

Wie alt ist denn deine Marian? Noch ein so schöner Name. Wie kamst du auf den? Also für schöne Namen zu finden hast du echt ein Händchen. Bei Namensvergabe fällt mir ein: Hast du eigentlich Kinder?

Dein Mann tut mir echt Leid. Die blöden Allergien. Ich habe nur eine Allergie gegen Hausstaubmilben und das reicht mir schon. Mag mir gar nicht vorstellen, wie er sich fühlt. Aber wenn Katzenhaare, selbst nach dem Tod der Katze, so lange in der Wohnung bleiben, ist es ja egal. Und ich kann auch dich gut verstehen, selbst, wenn ich selber eine Katzenhaarallergie bekommen würde, könnte ich meine Tiere nicht abgeben. Bei mir, und ich bin gegen ihn wohl kaum als Allergiker zu bezeichnen, hat die Hypersensibilisierung auch nicht gewirkt, na sagen wir kaum gewirkt, es ist nicht mehr ganz so schlimm wie früher. Mein Arm hat nur zwei Jahre lang nach der Injektion höllisch weh getan und war geschwollen, und das alles für nichts und wieder nichts. Aber ich finde den schwarzen Humor deiner Familie cool. Ist doch ’ne gute Art mit unabänderlichen Dingen umzugehen. Habe auch so einen Mann zu Hause, der gerne solchen Humor pflegt. Das hat mir an den Briten schon gut gefallen, als ich in London wohnte. Wie kommt es denn, dass deine Eltern in Schottland standesamtlich und in England "rituell" geheiratet haben. Bist du Engländerin?

Aber vor allem bist du ja ein Bayer. Leider war ich noch nie am Tegernsee, aber ich kenne ihn, auch nur, wie du schon vermutet hast, aus Fernsehserien und vom Hörensagen. Du solltest wirklich als Reiseverkaufsfrau arbeiten. War echt Klasse, wie du deine Heimat beschrieben hast. Da möchte man gleich die Koffer packen. Bei uns gibt es zwar auch viel Natur und Geschichte aber wir haben hier so gut wie keine Touristen hier, noch nicht, und darüber bin ich echt froh. Ist nicht böse gemeint, hab’ eigentlich nichts gegen Touristen, mag nur nicht moderne Häuser, diese Hotelkasten, und die würden sie hier hoch ziehen. Sie planen jetzt eine Wintersporthalle bei uns im Nachbarort, dort gibt’s schon eine Skibahn auf dem Idarkopf – ein Berg, etwa 742 Meter hoch. Natürlich ist der Idarkopf gegen eure Berge ein Hügel, aber für uns ist er ein Berg. Es gibt auch noch den Erbeskopf hier in der Gegend. Der ist etwa 800 Meter hoch, sozusagen die Zugspitze des Hunsrücks. Doch die Natur ist echt noch einiger Maßen intakt. Deswegen sind auch so viele gegen diese neue Wintersporthalle, und ich auch. Ich möchte einfach nicht einen Kasten sehen, der an der Flanke unseres Berges liegt. Aber, was kann man dagegen tun?

So, wie du dein Leben in München beschreibst, erging es mir oft in London oder L.A.. Ich bin auch nicht für das Leben in der Stadt gemacht, brauche die Natur. Übrigens meine ehemals beste Freundin lebt in München.

Mach's gut. Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag und ich hoffe, dass es deinem Mann bald besser geht.
OdessaHallo,
jetzt wird sich ein Freund vermutlich ins kleine Fäustchen lachen, wenn ich Dir den Namen erkläre, denn eben schrieb ich noch Lästerliches über die Band, der ich den Namen verdanke: Marian ist ein Liedtitel von Sisters of mercy, und um einen anderen Menschen liebevoll zu necken wählte ich diesen Namen für meine Katze. Eine andere Katze, die ich zeitgleich vorübergehend bei mir aufnahm bis zur Vermittlung, nannte ich aus selbigem Grund mit selbem Hintergrund dann Alice ;-). Wie alt Marian ist, weiß ich nicht, ich habe sie von einem ehem. Patienten, der sie während seiner Delirien über Wochen vergessen hatte, mit den anderen Tieren die er in seinem Appartment ohne Nahrung und Fürsorge eingesperrt hatte. Sie wurde auf ca. 3 Jahre geschätzt, somit wäre sie jetzt in etwa 6-7 Jahre.

Das mit der Hypersensibilisierung hat also nichts gebracht bei Dir? Mein Mann setzt darauf seine einzige Hoffnung, macht es auch erst seit letztem Herbst und hat noch 3 Jahre mit monatlichen Spritzen vor sich. Spürst Du gar keine Besserung? Hat sich das mit dem Arm wenigstens wieder gebessert?

Meine Eltern heirateten in England, weil mein Vater aufgrund seiner Herkunft damals nicht die erforderlichen Papiere für eine standesamtliche Heirat hier hatte bzw. er hätte erst monatelang auf ein bestimmtes Dokument von einer Behörde warten müssen. Ich bin hier geboren und fühle mich Deutschland auch verpflichtet, es ist ein gutes Land mit überwiegend vernünftigen und korrekten Menschen; man weiß es erst zu schätzen, ist man in der Welt herumgekommen und hat andere Regime und "Kulturen" erlebt.

Das mit dem Tourismus verstehe ich sehr gut; wir brauchen ihn hier auch und bestimmt 80% der Menschen leben unmittelbar davon - aber die negativen Auswirkungen haben vor allem Diejenigen zu ertragen, die nicht profitieren davon. Ständig, wirklich ständig, versperrte Straßen, kilometerlange Staus da wo "Natur" genossen werden sollte (man will ja nicht zwei oder drei Kilometer zu Fuß gehen, nee, man muß direkt am See, möglichst noch auf dem Berg und IM urigen alten denkmalgeschütztem Gasthof parken auf daß die Füße ja nicht zum Gehen benutzt werden müßten... von den Hinterlassenschaften ganz zu schweigen: tonnenweise Abfall, auf den Straßen und in den Wiesen alle paar Meter Taschentücher, Dosen, Flaschen, Picknick-Reste.... ich frage mich immer ob diese Menschen daheim auch so hausen. Wie auch immer - Hotelbunker gibt es hier nicht, da sorgen rigorose Baugesetze dafür daß sowas nicht erbaut wird. Sogar die Mc-Donalds-Filialen (es gibt eh nur erfreulich wenige, keine Handvoll im ganzen Gebiet) sind angepaßt im Stil, sind mit Holz gebaut, haben die typisch dörfliche Bauweise und fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. Die meisten Hotels sind ebenfalls maximal 3-stöckig und im Landhaus-Stil oder sind ohnehin alte Landhäuser oder Jagd-Schlösser :-)

Nach München fahre ich gleich wieder, meine Mamma hat Geburtstag heute und da ist Essengehen angesagt. Also werde ich mir den MM - Moloch München - heute wieder antun und mich freuen, wenn ich abends zurück bin in meinem Einödhof ;-)

Einen schönen Tag wünsch ich Dir :-)
PatriziaHi Odessa, hier ist wieder einmal die Schmetterlingsfrau - oder sollte ich sagen , die Flattertussi?:D

Ich hoffe, du hattest einen schöne Geburtstagsfeier mit deiner Mutter im MM. Noch herzliche Geburtstagsgrüße von mir, wenn auch etwas verspätet. Wie war's denn so?

Lustige Geschichte, wie deine Katzen zu ihren Namen kamen. Du bist echt einfallsreich und neckisch, das gefällt mir, unter vielem anderen, so an dir.

Da hatte deine Katze aber ein schlimmes Schicksal zu erdulden. Grauenhaft, wenn hilflose Tiere unter den Krankheiten ihrer Besitzer leiden müssen. Aber Gott sei Dank hat sie es gut bei dir, das arme Tier. Was ist denn mit den anderen Tieren geschehen, die ebenfalls in dem Appartement eingesperrt waren?

Zitat: Das mit der Hypersensibilisierung hat also nichts gebracht bei Dir? Mein Mann setzt darauf seine einzige Hoffnung, macht es auch erst seit letztem Herbst und hat noch 3 Jahre mit monatlichen Spritzen vor sich. Spürst Du gar keine Besserung?

Oh mein Gott, ich möchte doch deinen Mann nicht mit meiner Geschichte seine letzte Hoffnung rauben. Meine Allergie ist ja bei weitem nicht so schlimm wie seine. Und was ich normalerweise höre, funktioniert diese Therapie bei den meisten sehr gut. Ich hingegen habe nur kurz eine leichte Verbesserung gespürt. Das Ergebnis war es mir nicht wert nochmals durch die Schmerzen in meinem Arm zu gehen. Ich habe einfach gelernt, damit zu leben. Mein Arm war immer nur nach der Spritze geschwollen und schmerzte, dann schwoll er ab, und als die Schmerzen nachließen kam die nächste Spritze in den anderen Arm, so hat's sich ausgeglichen. Aber das muss nicht bei jedem so sein. Ich war wohl wieder einmal die Ausnahme. Bin mir sicher, dass es bei deinem Mann funktioniert, ganz bestimmt, bitte nicht wegen mir die Hoffnung aufgeben. :(

Zitat: Ich bin hier geboren und fühle mich Deutschland auch verpflichtet, es ist ein gutes Land mit überwiegend vernünftigen und korrekten Menschen; man weiß es erst zu schätzen, ist man in der Welt herumgekommen und hat andere Regime und "Kulturen" erlebt.

Wohl wahr. Ich war zwar nur in den USA und in Europa herumgereist, aber ich kann deinen Standpunkt absolut verstehen. Weiter werde ich wohl auch nie mehr reisen, durch meine Flugangst, die du ja teilst.
Wo warst du denn schon überall? Reist du gerne und oft?

Du hast den Tourismus treffend geschildert. Sehr erschreckend, ich hoffe, das bleibt uns erspart. :eek:

Zitat: Wie auch immer - Hotelbunker gibt es hier nicht, da sorgen rigorose Baugesetze dafür daß sowas nicht erbaut wird. Sogar die Mc-Donalds-Filialen (es gibt eh nur erfreulich wenige, keine Handvoll im ganzen Gebiet) sind angepaßt im Stil, sind mit Holz gebaut, haben die typisch dörfliche Bauweise und fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. Die meisten Hotels sind ebenfalls maximal 3-stöckig und im Landhaus-Stil oder sind ohnehin alte Landhäuser oder Jagd-Schlösser :-)

Da habt ihr aber Glück. Bei uns darf alles gebaut werden. Hier stehen sogar norwegische Blockhäuser und bunte Schwedenhäuser zwischen Fachwerkhäusern. Ich habe gar nichts gegen Blockhäuser oder gegen irgendeines dieser Länder, doch diese Häuser passen einfach nicht in unsere Landschaft und zu dem hier gepflegten Baustiel.

Ich wünsche dir einen schönen Abend. ;)
OdessaSonnigen Nachmittag wünsch ich Dir,

hier mäht gerade meine Nachbarin Rasen und das ist etwas nervig. Mir ist ein Rätsel weshalb man - kaum daß seit 3 Wochen Blumen aus der Erde gucken und das Gras wächst - sofort mit einem Rasenmäher anrücken muß um das Ganze auf 2 mm zu trimmen. Wenn Engländer und Deutsche eines gemeinsam haben, dann ist es dieser Rasenmähfetischismus ;-)

Die anderen Katzen habe ich an Plätze vermittelt in der Nachbarschaft und nachdem die Babies geboren und 12 Wochen alt waren, auch diese. Der Abschied war furchtbar, man gewöhnt sich so an das quirlige Gewusel:-).

Die Flugangst ist übel, kann ich verstehen, die hindert mich auch daran - vom Geldmangel und Zeitnot abgesehen - dahin zu reisen wohin es mich ziehen würde. Ich kenne bisher auch nur die südlichen Länder Europas und einige im Osten sowie England, Frankreich, Österreich, Schweiz. Die arabischen Länder kenne ich von meinen Verwandten und Bekannten, die dort entweder leben oder regelmäßig für einige Monate dort sind. Kollegen aus verschiedenen meiner ehem. Jobs sind auch immer im Orient gewesen, v. a. im Libanon und Irak, von daher kenne ich die Lebensgewohnheiten dort aus 1. Hand. In Kriegszeiten ganz besonders, wenn man wieder mal um seine Lieben dort bangt mit jeder Rakete, die einschlägt, oder mit jedem Regimewechsel, was der wohl bringen wird für das einfache Fußvolk.
In Afghanistan habe ich einige Bekannte und einen Brieffreund, der mich mehrfach einlud und sobald es mein Geldbeutel und meine Zeit erlaubt, werde ich dieser Einladung auch Folge leisten, ebenso wie ich den Iran unbedingt mal sehen muß. Durch eine Heirat habe ich noch heute - für die iranischen Behörden - die iranische Staatsangehörigkeit, die bleibt auch nach der Scheidung und unabhängig davon ob sie in Deutschland noch existiert (tut sie nicht mehr), und das wäre sehr von Vorteil wenn man dorthin reist.
In den Staaten und England habe ich die meisten Bekannten und "ferneren" Freunde, was wiederum auch mit früheren Tätigkeiten zu tun hat und mit gemeinsamen musikalischen Interessen. Vom Leben in den USA bekam ich dadurch Einiges mit, aber halt auch nur durch die 1.-Hand-Erzählungen und Erlebnisse dieser Bekannten und Freunde :-).

Hast Du Dich denn hier schon wieder eingelebt, nach der Zeit auswärts? Gibt es Dinge, die Du Dir hier auch wünschst oder wo Du sagst: "Das vermisse ich hier"?

Das mit dem Arm kann ich verstehen, daß Dir da die Lust verging auf eine erneute Tortur der Art. Man glaubt gar nicht WIE weh so ein Arm tun kann, ich hatte so eine Reaktion mal auf Penicillin und dachte wirklich ich gehe die Wand hoch vor Schmerz. Schön, daß es keine Folgeschäden bei Dir hinterließ, z. B. neuralgische Dauerschäden wie Nervenentzündungen oder dergleichen.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende mit "Mann, Kater und Kegel" und werde jetzt meiner Nachbarin, dieser agilen alten Dame, klammheimlich das Kabel aus der Steckdose ziehen auf daß heilige Ruhe einkehre. Bis sie merkt, daß das Kabel aus der Dose ist, ist es dunkel und sie könnte eh nicht mehr weitermachen ;-)
PatriziaHi Odessa,

wie läuft's denn so in den Bergen? :D Hier ist noch alles senkrecht.

Danke für die netten Wünsche. Aber mein Wochenende werde ich wohl vor de PC verbringen. Muss noch einiges erledigen, was die Verlegung meines Buches angeht, und was durch die erneute Erneuerung meiner HP liegen bleiben musste. Ich habe jetzt Presseberichte eingestellt und es kommen mehr, wie mir mein Verlag mitteilte. Nicht nur vom Wiesbadener Kurier, sondern auch von der AZ - Mainz, von dem Trierer Volksfreund, von dem Rhein-Hunsrück-Anzeiger - die außerdem noch jede Woche eine DIN A 4 Seite meines Romans abdrucken - 5 Wochen lang - und zwei Exemplare verlosen werden, von der Rhein - Main - Presse und einige andere mehr. Dann mein Buch als Buchtipp in den mehreren Radiosendungen genannt, und ich habe 20 Minuten auf Kanal 5 im TV, in etwa fünf Wochen, um meinen Roman vorzustellen. Schau dir mal noch mal meine HP an. Ich habe auch mein Geburtshoroskop eingestellt. Dann siehst du mal, mit wem du es zu tun hast, mit einer völlig Verrückten.

Ich liebe es, wenn der Rasen gemäht wird, mag wie geschnitteneres Gras riecht, das erinnert mich an Sommer - dafür nehme ich den Krach gerne in Kauf. Aber ich gebe dir Recht, dass ich trotzdem lieber die Blumen sehe, die unberührte Natur und man nicht übertreiben sollte mit dem Rasenmähen. Für den tollen Geruch gibt's ja das Heuwetter. ;)

Ich finde es Klasse von dir, dass du den Katzen und den Kätzchen geholfen hast. Du bist ein guter Mensch. Es müsste mehr solche Menschen geben wie dich. Ich finde es so trollig, wenn die kleinen Kätzchen noch so unbeholfen sind. Mir wächst auch gleich jedes Tier und fast jeder Mensch ans Herz. Bin einfach zu anhänglich – ein echter Klammeraffe.

Du bist ja ein echter Weltenbürger. Du hast ja Freunde und Bekannte auf dem ganzen Erdenrund, in so vielen Kulturen, das ist ja cool.
Ich habe die Lebensgewohnheiten von meinen zehn Brieffreunden, die in ganz Europa verteilt sind, mitbekommen. Ist schon seltsam, wie stark sich doch Kulturen unterscheiden, obwohl sie neben einander liegen.

Du warst also mit einem Iraner verheiratet? Wie war denn das so? Ich meine, was den Unterschied der Kulturen angeht und was die Religionen betrifft?

Zitat: Hast Du Dich denn hier schon wieder eingelebt, nach der Zeit auswärts? Gibt es Dinge, die Du Dir hier auch wünschst oder wo Du sagst: "Das vermisse ich hier"?

Da meine Auslandsaufenthalte schon einige Jahre zurück liegen, habe ich mich sehr gut wieder eingelebt, auch wenn das einige Jahre gebraucht hat. Ich vermisse immer noch L.A., auch wenn das die Wenigsten verstehen können. Ich mag den Strand dort, und wie locker das Leben dort ist, im sonnigen Kalifornien. Ich vermisse die warmen Nächte auf dem Dach meines Appartementkomplexes am Hollywood Boulevard, wo die Stadt - Millionen Lichter, fesselndes Gefunkel - sich glitzernd zu meinen Füßen ausbreitet. Ich vermisse die Freiheit in den USA. Die langen Fahrten durchs Land, nach Texas und Louisiana, den Mississippi, die Schaufelrad Dampfer, die viktorianischen Häuser, die Südstaatenromantik, Ich vermisse die Countrymusic, die sich hier einfach weniger cool anhört. Ich sehne mich nach den Nächten in der Wüste, wenn Milliarden Sterne über einem funkeln, wie Diamanten auf einem samtenen, schwarzblauen Schleier, den der Allmächtige über den Erdenrund geworfen hat. Ich vermisse die lockrere Art der Amerikaner, die Freundlichkeit … Ich glaube, diese Liste könnte ich lange fortsetzen. Wenn du nun fragst, warum ich, da ich so viel vermisse, nicht wieder hin gegangen bin. Da gibt es noch eine Negativliste, die mich davon abhält. Außerdem gefällt es mir da weit aus besser auf den britischen Inseln. Als ich in London lebte, bin ich auf de Geschmack gekommen. Dort wollen mein Mann ich auswandern, wenn auch nicht gleich morgen. Aber nicht wieder nach London, dieses Mal aufs Land, vielleicht nach Schottland oder Wales.

Jetzt wünsche ich dir noch ein tolles Wochenende, viel Spaß mit deiner Familie und deinen Tieren – und lass dich nicht von den Rasenmähern ärgern.

Liebe, liebe Grüße

Patty
:D
Odessa:D Ahoi aus den senkrechten vertikal horizontalen Bergen,

ich hoffe daß Du ein schönes Wochenende hattest mit Deinem Mann und Du weiterhin Erfolgsmeldungen verzeichnen kannst, die Verkaufszahlen betreffend. Wenn Du mal ganz reich bist - engagier mich als Deine Pressesprecherin oder Sekretärin, in sowas bin ich nämlich ganz brauchbar ;-)

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Ich vermisse die Freiheit in den USA (..) und die lockere Art der Amerikaner..
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Niemand der das besser verstehen kann momentan als ich. Was immer ich höre oder erlebe von Deutschen, die in den Staaten waren - sie sind sich alle darin einig, daß das Leben dort unkomplizierter ist im Umgang mit den Menschen. Aus meinem Umfeld kann ich das soweit bestätigen, daß ich meine besten Erfahrungen auch mit Amis und Engländern machte, was das faire Miteinander angeht. Von 2 Ausnahmen abgesehen, wobei es sich um einen reichlich faschistoiden Musiker handelte und seine Freundin. Aber davon abgesehen waren gerade die Amis von einer herzerfrischenden Ehrlichkeit und Direktheit, aber nie verletzend dabei.

Wegen des Bekanntenkreises - ich bin auch ganz dankbar dafür daß ich über die Welt verteilte Bekannte, Verwandte und ein paar Freunde habe. Man bekommt Informationen aus 1. Hand und ist nicht auf die immer irgendwie beeinflußte Meinung von Medien angewiesen :-). Freunde nenne ich aber nur sehr wenige Menschen, und es werden immer weniger je älter ich werde und je mehr ich "durchblicke", weshalb sich manche Menschen an einen hängen. Daß meine zwei liebsten Vertrauten und besten (männlichen) Freunde - von meinem arabischen Exmann abgesehen - ein Engländer und ein Halbamerikaner sind, erstaunt von daher sicher nicht.

Nach London ziehen - niemals, England ist interessant an den Küsten und in den Ortschaften wie Bath ... Herrenhäuser, römische Thermen und Badeanlagen, und um Arundel herum (etwas überhalb Brighton und Portsmouth) die Normannen-Burgen... das wäre auch meine Ecke, keine Frage:-). Was macht denn eigentlich Dein Mann - könnte der einen Job bekommen dort?

Lieben Gruß am Hoch-Mittag, um nicht country-und-westernmäßig high noon zu sagen ;-)
PatriziaHi Odessa,

tut mir Leid, das ich wieder einmal so spät antworte. Bin ein zerstreuter Schreiberling - hoffnungslos, völlig hoffnungslos zu versuchen, mich zu ändern.

Ich hatte ein hektisches Wochenende. Hab die ganze Zeit an meiner HP gearbeitet. Ich habe jetzt zwei neue Rubriken eingestellt, eine für redaktionelle Berichte und Rezensionen und eine für meine privaten Bilder. Da kannst du mich im Wandel der letzten 15 Jahre sehen, aber hol dir nicht das Grauen. :D

Hattest du wenigsten ein schönes Wochenende mit deinen Lieben, in der Natur, bei dem schönen Frühling, den man wirklich genießen sollte.

Ich habe tatsächlich noch mehr Erfolgsmeldungen zu verzeichnen. Einige Rezensionen und redaktionelle Berichte und Radiotipps, doch wird wohl alles noch in paar Wochen dauern. Die Redaktionen der Zeitungen und der Radiosender arbeiten an ihrem Limit. Wenn ich nur nicht so ungeduldig wäre.

Zitat: Aber davon abgesehen waren gerade die Amis von einer herzerfrischenden Ehrlichkeit und Direktheit, aber nie verletzend dabei.

Das kann ich nur bestätigen.

Ich habe es, im Gegensatz zu dir, nie geschafft männliche Freunde zu finden, und schon gar keine engen Vertrauten, das waren immer Frauen. Männer neigen dazu, mich beschützen zu wollen und ehrlich gesagt, wollten immer etwas mehr als nur Freundschaft, was ich wiederum nicht wollte. Schade, ich hätte gerne einen Mann als besten Freund gehabt - kommt vielleicht noch.

Zitat: Nach London ziehen - niemals, England ist interessant an den Küsten und in den Ortschaften wie Bath ... Herrenhäuser, römische Thermen und Badeanlagen, und um Arundel herum (etwas überhalb Brighton und Portsmouth) die Normannen-Burgen... das wäre auch meine Ecke, keine Frage:-). Was macht denn eigentlich Dein Mann - könnte der einen Job bekommen dort?

Auch ich möchte gerne an die britische Küste ziehen, oder nach Wales, Schottland oder Yorkshire, bin noch auf der Suche nach dem besten Ort, er muss mystisch sein, mit Schlössern und Legenden behangen und mit atemberauend schöner Natur gesegnet - einfach zu finden, oder? Ich mag das britische Innland auch sehr.

Ich wünsche dir und deinen Lieben einen schönen Abend.
OdessaLiebe Patrizia,
nun mach Dir keinen Kopf...ich lasse mir auch manchmal einige Tage Zeit mit dem Antworten, weil ich zwar den ganzen Tag momentan wieder am Rechner sitze wegen der Arbeit, mir aber für die Antworten an Dich nicht zwischendrin 2-3 Minuten gönne, sondern in Ruhe darüber nachdenken und auch in Ruhe schreiben möchte :-).

Das sind gute Nachrichten, was Du da erzählst. Es scheint sich ja eine Menge zu tun:-). Die Bilder werde ich mir gerne anschauen und sei versichert, ich werde nicht das "Grauen" bekommen ;)

Ich sah eben einen Bericht über Günther Maria Halmer, ein recht bekannter Schauspieler, der 1974 mit den von mir so geliebten "Münchner Geschichten" (vom bayer. Kultregiesseur Wedel) bekannt wurde, nachdem er in den Kammerspielen entdeckt wurde und später international - auch mit Meryl Streep, Maximilian Schell und anderen Größen spielend dabei - seinen Durchbruch schaffte. Ein ganz toller Mann mit einer sehr bodenständigen, bescheidenen und doch so selbstbewußten klaren Art. Er erzählte in diesem Bericht über sein Lebenswerk auch am Rande davon, daß es in seinem Leben eine Menge interessanter und schöner Frauen gab, v. a. während der Dreharbeiten (man denke an Senta Berger) , aber daß er von vornherein dann eine "Art" draufgehabt habe klarzumachen, daß er nur ein lieber Freund oder vertrauter Kollege sein werde, aber nicht mehr. Um Grenzen zu ziehen und seine Ehe, eine sehr glückliche, mit zwei Kindern die daraus entstanden, nie zu gefährden.

Ich denke, daß sowas Ähnliches auch funktionieren kann im Umgang (ist man eine Frau) mit männlichen Freunden. Wenn ich an dem Mann, der zum Freund wird, wirklich keinerlei Interesse habe das in erotische Richtung geht, dann strahle ich das wohl auch aus, weil ich mich dann anders gebe als wenn mir ein Mann als Mann gefällt und ich dann unbewußt - auch wenn es nur eine Freundschaft sein soll - in das instinktive Steinzeitprogramm "Balzverhalten" verfalle. Andererseits ist es mir auch schon passiert, daß sich trotz aller Nicht-Aussendung von erotischen Signalen meinerseits ein Freund dann verliebt hat und ich habe es nicht mal gemerkt... aber das ließ sich dann immer zur beiderseitigen Zufriedenheit lösen, man sprach darüber und entschied sich für die Lösung, die beiden Teilen genehm war.

Erst heute schrieb ich an anderer Stelle darüber, daß diese vermeintlich platonischen Freundschaften zwischen Männern und Frauen aber oft nicht das sind was sie vorgeben. Auch das erlebte ich einmal und es endete bitter. Aber trotzdem - ich habe zu Männern einfach mehr Vertrauen als zu Frauen, mit Freundinnen fiel ich bisher fast immer über kurz oder lang auf die Nase und von daher bin ich Frauen gegenüber sehr mißtrauisch eingestellt, es dauert lange bis ich eine Freundin nenne ;)

So, jetzt ruft mich noch eine Stunde Arbeit (neuen Teppich verlegen) und dann werde ich weiterlesen in einem Pratchett-Buch ;-) Ich wünsche Dir einen schönen Abend :-)
PatriziaHi Odessa,

schön, von dir zu hören und ich hoffe, es geht dir und deinen Lieben gut.

Natürlich gebe ich dir Recht, dass man einem Mann nicht mehr vertrauen kann als einer Frau. Es wäre einfach nur schön gewesen, mal einen männlichen Standpunkt in einem Gespräch zu hören, einen Vertrauten zu haben, der die Welt und die Geschehnisse darin, speziell, wenn sie Zwischengeschlechtlich passieren, aus dem Blickwinkel eines Mannes sieht. Aber dafür habe ich ja meinen Mann, der ja auch mein Freund ist, und den würde ich für nichts und niemanden auf der Welt eintauschen.

Ob ich mich um Männer herum anders verhalte, kann ich nicht sagen, wenn es so ist, dann passiert es unbewusst. Meine Theorie war immer, dass ich zu zierlich bin – 169 groß bei einem Gewicht von 49 Kilo - und deswegen den Beschützerinstinkt wecke, was ich gar nicht möchte.

Leider bin auch ich oft von Freundinnen hintergangen worden und deswegen sehr vorsichtig, was das Thema Freundschaft angeht. Ich habe vor zwei Jahren meine beste Freundin verloren, die mit mir aufgewachsen ist, ich weiß noch nicht einmal wirklich warum. Ist das nicht schrecklich? Sie hat den Kontakt einfach abgebrochen, nachdem sie sich durch ihren Ehemann sehr zum Negativen verändert hatte.

Viel Spaß beim Teppichverlegen. :D Auf bald,
OdessaHallo Patrizia,
das mit dem filigranen Aussehen mag sicher eine Rolle spielen; das berichteten mir einige Freundinnen die das gleiche Problem haben. Während Frauen mit fast 180 Größe und Walkürenfigur oder auch "nur" einer schlanken Figur immer für "stark" und "die kann das schon" durchgehen, was nicht immer von Nachteil ist aber möchte man mal aufgefangen werden, sich anlehnen oder Hilfe wollen, dann scheint das Bambi- oder Kindchenschema bei einigen Herren doch besser zu wirken;-). Aber so wie ich Dich einschätze, hast Du ein sehr gesundes Selbstbewußtsein und ein Selbstvertrauen, das Dich über solchen Dingen stehen läßt. :)

Das mit Deiner Freundin - hat sie sich überhaupt nicht mehr gemeldet bei Dir? Und es geschah erst nach der Heirat mit diesem Mann? Wäre es möglich, daß er den Kontakt nicht wollte und sie sich so beeinflussen ließ? Wie auch immer - manchmal müssen Menschen uns verlassen, aus Gründen die man oft erst viel später versteht.. Ich sehe es heute so, daß ich jede Freundschaft nicht als "für ewig" betrachte, sondern als eine Art Reisebegleitung auf einem gemeinsamen Weg. Der eine Mitreisende setzt sich mir gegenüber in dieser imaginären Kutsche und man blickt sich in die Augen und weiß, es wird eine interessante Fahrt. Man teilt sofort den Proviant miteinander, erzählt sich Dinge die man nicht mal seiner Mutter erzählen würde und wenn es irgend möglich, unterbricht man sogar die Fahrt, um eine Rast einzulegen für Stunden, Tage, Wochen, Jahre, auf dieser eigentlich "zeitlosen" ewigen Reise. Kommt es ganz wunderbar, dann verbringt man diese Pause zusammen in einem Burgzimmer (moderne Menschen würden es auch Hotel nennen) und teilt das Lager, teilt Liebe Lust und Sinnlichkeit und läßt Seelen fliegen.

Doch wie schön das auch ist und wie sehr die Seelen sich umtanzen und sich eins sind - irgendwann geht die Reise weiter, für Jeden. Die Kutsche hat ihren Fahrplan und andere Gäste wollen mitreisen und warten bereits. Der eine Reisende will die Burg und die andere Seele verlassen weil er ein ewig Reisender ist der eigentlich die Fahrt, die Reise, dem Ziel vorzieht... der nächste Reisende gibt Dir viel von seinen Reiseerlebnissen, läßt Dich teilhaben und Du kannst lernen von ihm, von seinen Erfahrungen - aber genau deswegen mußt Du selbst ihn dann verlassen, um Deine eigene Reise mit Deinen eigenen Erfahrungen fortzusetzen.

Und dann gibt es Mitreisende, mit denen man in einer Kutsche sitzt und sich nur oberflächlich was zu sagen hat, Konversation betreibt, freundlich ist, aber nicht den Wunsch verspürt es tiefer gehen zu lassen - doch auch diese Reisegefährten sind wichtig, denn sie verschönern die Fahrt, man bekommt ein Lächeln, man erwidert ein Lächeln, und so kann man die gemeinsamen Blicke aus dem Fenster, wo jeder das Gleiche aber doch was Anderes sieht, mehr genießen.

Die Reise ist irgendwann zu Ende und Du hast auf ihr jede Menge Mitreisende gehabt. Deine beste Freundin hat Dich ein Stück weit begleitet und mit Dir sicher ihren Proviant geteilt, Dir eine Decke um die Füße gelegt wenn Dir kalt war und Ihr habt sicher von jedem Fenster der Kutsche aus Dinge gesehen, die Euch zum Lachen brachten oder Euch träumen ließen. Irgendwann war vielleicht bei Deiner Freundin der Punkt erreicht, wo die Reise ihr zu anstrengend wurde. Vielleicht hatte sie auch irgendwo ein Schild entdeckt, das am Fenster vorbeiflog, verlockend und geheimnisvoll, und sie wollte diesem Schild folgen und der Stadt, zu der es führt, und deswegen verließ sie die Kutsche, Dich weiterreisen lassend, um ihrer eigenen Reise willen. Vielleicht gibt es dort wo sie landete, strandete, keine Briefkästen... vielleicht gibt es auch keine Kutschen mehr, weil der Fahrplan ein ganz anderer ist und nur noch in andere Richtungen fährt, und sie den harten bitteren Fußweg ("der Gang der Verzeihung", der "Weg des Nimmmichzurücks") nicht wagt...?

Du verstehst ganz sicher, was ich Dir damit sagen will... manchmal kann ich Trost nur so bildlich ausdrücken weil ich mich selbst, bei derart Erlebtem wie Du es schilderst, genau mit solchen Bildern getröstet habe. Das letzte Mal ist bei mir genau 13 Monate her, daß eine Reise für einen Mitreisenden so endete. Ausgestiegen, noch winkend, doch ich hatte zu leicht das Taschentuch losgelassen mit dem ich zurückwinkte..

Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir, welches ich "ganz faul" nach einem Spaziergang und Einkaufen heute vormittag mit Lesen, am Pool liegen und Eis essen (31 Grad!) genießen werde...
PatriziaHi Odessa,

wie geht es dir, in den schönen Bergen? Hier im Hunsrück ist alles beim Alten. Wie war denn dein faules Wochenende am Pool mit guter Lektüre und Eis? Hoffentlich erholsam!!!:D

Wir sind gerade von unserem Angelwochenende am Rhein zurück gekommen. Es war echt warm mit vielen, vielen Mücken, den berühmt berüchtigten Rheinschnaken. Wie ich diese kleinen Mistviecher hasse, und doch gehören sie in die Natur. Aber müssen es unbedingt so viele sein, und müssen sie auf mein Blut besonders scharf sein? Ich schwelle immer zu, als hätte ich die Beulenpest. Kommt mir manchmal so vor, als würden sich die kleinen Mistbienen unter einander absprechen, wie schaffen wir es, dass Patrizia zur Kugel anschwillt oder wie kann man sie am besten aussaugen. Eigentlich müsste ich, als Vampirliebhabern das ja gut finden, doch es juckt so eklig. :(
Wie auch immer, gefangen haben wir nichts, außer zwei fetten Fröschen, die wir mit nach Hause genommen haben. Wobei ich auf er Heimfahrt echt Angst hatte, dass der dickste einmal kräftig aufspringen würde, das hätte unser armer Hippie-Bus wohl aus der Bahn geschmissen. ;) Wir setzten sie in unseren Weiher. Nächstes Jahr haben wir wahrscheinlich die Invasion der Riesenfrösche.

Was du über mein Selbstvertrauen geschrieben hast und dass ich wahrscheinlich über den Dingen stehen würde.
Das erscheint nur so. Es gibt wohl Tage, wo ich ziemlich selbstbewusst rüber komme, aber oft holt mich die Vergangenheit, in der Männer nicht gerade gut zu mir waren, ein und macht mir mein aufblühendes Selbstbewusstsein kaputt. Aber ich werde es überleben und mich nicht unterkriegen lassen.:p

Deine Bildersprache über Freunde als Reisegefährten auf dem Lebensweg war brillant. Du solltest schreiben – beruflich, und das ist mein ernst. Das war wirklich treffend und sehr schön ausgeführt - klasse!!! Wie gesagt, du hast Recht. Es gibt wohl nur ehr wenige Freundschaften, die ein Leben lang halten, auch wenn es sehr schön wäre, wenn es jede Freundschaft schaffen würde, sich durchs Leben zu ziehen. Aber weh tut es trotzdem – leider.

Mach's gut. Ich wünsche dir, deiner Familie und deinen Tieren einen schönen Brückentag und einen ebenso schönen Feiertag. :cool:

Ps.: Liest du gerne "Harry Potter" und was hälst du von den Filmen?
OdessaHallo Froschfangfrau,
wie haben sich die Quaker eingelebt bisher?
Das mit den Mücken kenn ich, ich mag diese Quälgeister auch nicht. Wenn ich sehe wie unsere Kühe hier leiden unter den ganzen Fliegen, Bremsen, Mücken und anderem Getier daß sich in ihre Augen setzt in ganzen Trauben, krieg ich die Krise. Blutige dauertränende Augen bei den Kälbern, die ständig versuchen, sich nur irgendwie diese Mistviecher aus den Augen zu kratzen (mit den Hinterhufen und den unglaublichsten Verrenkungen an Baumstämmen etc.), und kein Abwehrspray half bisher.

Harry Potter - nicht mein Ding, weil ich es nervig fand daß man darum so einen Hype machte... Leute, die tagelang vor der Herausgabe eines neuen Bandes schon vor den Buchläden nächtigten usw. Natürlich sagt das gar nichts aus über die Qualität und ich darf da auch nicht mitreden weil ich es gar nicht kenne, aber mir machte das Drumrum das Ganze dann schon so abgeneigt daß es mich nicht wirklich interessierte ;-).

Ich werde Dir meine Tel.Nr. schicken in pn, dann können wir unsere Unterhaltung live fortsetzen.. nachdem sich hier ohnehin nur wir beide bisher einfanden, können wir das privat viel netter fortführen so Du magst:-)

Einen schönen Tag wünsch ich Dir und Deinen Lieben - quak ;-)
PatriziaHi Odessa.

Ich habe aber eine seltsame Metamorphose durchgemacht, von der Schmetterlingsfrau zu Froschfangfrau. :confused: Andere verwandeln sich von einer unscheinbaren Raupe in einen Schmetterling und ich, ich armes Ding, von einem Schmetterling zu einer Froschfängerin, das kann auch nicht jeder von sich sagen. :D

Über den lieben Harry. Zuerst hat mich der Hype auch abgeschreckt, aber dann habe ich mir durch Zufall den ersten Band vor etwa 2 Jahren geliehen, und dann hat mich die herrliche Fantasiewelt nicht mehr losgelassen. Ich gehöre zwar nicht zu denen, die vor Buchläden kampieren, aber ich bekomme meinen letzten Potter nachts um 12 am Erscheinungstag. Und dann wird die Nacht durch gelesen, bis die Augen bluten. Und wehe wenn J.K. Rowling Harry sterben lässt, dann … werde ich schrecklich weinen. :(

Wenn ich gerade von blutigen Augen spreche, die armen Kühe und Kälber tun mir echt Leid, schlimme Sache. Es müsste was dagegen geben.

Ich habe deine PN zwar erhalten - Danke für die Telefonnummer -, konnte dir aber leide nicht antworten. Ich habe einen Pop-up-Blocker drin, den ich nicht raus kriege. Ich sagte ja, ich bin 'ne echte Null was das Internet angeht.

Kann leider etwas dauern, bis ich durchrufe, was überwiegend am Verlegen liegt. Schreiben am Computer kann ich meistens neben bei, wenn ich höre, das eine Nachricht eingegangen ist, brauche aber meine zwei Hände zum Tippen, und am Abend mache ich nicht nur meine Webseite, sondern jetzt auch die von einer Freundin, die mir mein Horoskop gemacht hat. Ich hoffe nur, du bist dann nicht enttäuscht von unserem Gespräch, bin nämlich keine Quasselstrippe am Telefon. Wird wahrscheinlich eine kurze Unterhaltung - was nicht an dir liegt -, ich mag die Dinger einfach überhaupt nicht. Deswegen habe ich auch nie ein Handy besessen. Wahrscheinlich bin ich eine der wenigen Frauen, die keine Telefonitis haben. Ich habe in den letzten 8 Wochen mehr telefoniert als in meinem ganzen vorherigen Leben und bin heil froh, wenn es vorbei ist. Oh ich hasse diese elektronischen Ohrverlängerungen. Ich hoffe, du bist mir deswegen nicht böse - ich mag dich wirklich sehr.

Nochmals Danke für die Tel-nummer. Ich wünsche dir und alle deinen Lieben einen schönen Abend. ;)

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