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  Forum: Gärten der Poeten
    Thema: Stimme aus dem Innern
yawonStille Stimme

Stille.
Kein Laut - Kein Klang.
Dennoch eine Stimme,
Die so laut in der Einsamkeit.

Ihr entflohen,
In Schall und Licht.
In die gedankenlose Welt.
Doch sie endet nicht.

Endloses aus dem Innern Flüstern.
Flüstern eines anderen Sein.
So höre Sie, so verstehe Sie,
Des Herzens Stimme dein.

Verschlossen die Ohren,
Unfähig zu begreifen,
Fliehen von dem Selbst,
Unerfüllbar das Entweichen.

So lausche Ihr,
Lass enden Dein,
So erkenne Dich,
Lass beginnen Sein!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

[url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=26448]Sagt mir, wie seht ihr das?[/url]
yawonHerbstblatt

Blätter sterben,
Fallen wie Tränen,
Von den Bäumen des Lebens.

Wind ergreift sie,
Lässt sie wirbeln,
Den Freudentanz der Freiheit.

Blätter gleiten,
Fliegen wie Vögel,
In ein besseres Land.

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...in ein besseres Land...
yawonMusik...

Gefangen, in der Welt der Laute.
Von den schwingen der Musik getragen,
Ein Stück näher der Ewigkeit.
Schwebend in der Endlose der Einsamkeit,
Dennoch glücklich in der Stille des Gedankens.
Lachend gleitend auf den dunklen Melodien.
Der Realität verschlossen, dem Traume geöffnet,
Der Seele Einblick in die Unendlichkeit.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Let us look inside"
[SIZE=1][i]Kreator[/I][/SIZE]
yawonSaures Ich

Allein in der dunklen Einsamkeit.
Keine fremde Seele, nur die meine,
Fremd sie ist!

Leer in der kalten Welt ohne Gefühl.
Kein Licht das brennt, nicht in mir,
Nichts in mir!

Ängstlich in der Gemeinschaft ohne mein.
Kein Gesicht das lacht, nur mein Spiegel,
Warum lacht es nicht!

Leblos in dem Netz der eigenen Gedanken.
Eine hungrige Spinne, kommt zu mir,
Warum lächle ich!

Trunken in der Ebene des Leidensmeeres.
Schemen des Schmerzens, kommen für mich,
Ich rufe sie!

Still in der Hülle des endlichen Körpers.
Wurde zerstört und zersplittert, wer nur,
Ich war es!

Zerstreut in der einsamen Unveränderlichkeit.
Ein Geist verstreut meine Seele, er lacht,
ICH lache!

Lachend stoße ich den Dolch des Todes in mein Herz!
doch warum? Doch WARUM? Oh Schmerz gebier!...

kein Weg scheint offen.

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...no way¿...
yawon-Der Birkensang-

Einsam wandle ich im Birkenwald,
Es ist Herbst der Wind bläst kalt.
Die Schatten sind lang und bleich,
Der Tag ist alt und sterbet gleich.

Birkenlaub wirbelt hinter mir,
Der Wind wütet, sodass ich frier’.
Er zerschneidet mein Gesichtelein,
Doch ich atme ihn begierig ein.

Die Nacht nun kommt, das Lichte graut,
Im Birk’geäst Sturm nun laut.
Schwankend wie dürre Schemen sie,
Ächzen, bannen mich in die Knie.

Mein Geiste wirr meine Glieder schwer,
Aufstehen ich wohl nimmer mehr.
Meine Finger taub meine Augen tränend zu,
Sinn für Sinn schmeckt die ewige Ruh’.

Es rauschen, säuseln, zischeln die Birken,
So lebendig und bös sie auf einmal wirken.
Wild die Äste schlagen nach mir,
Ohne zögern renn ich fort von hier.

Wahnsinn, Angst umfasset mein,
Die Birken höhnen, kann es sein?
Sie lachen mich knarrend aus,
Komm doch nimmer hier heraus.

Eine Wurzel dann bringt mich zu Fall,
Ein Blitz, ein Donner, lauter Knall,
Äste sausen, peitschen, fallen,
Zerschneiden mich wie große Krallen.

Der Schreck reißt meine Augen auf,
Und ich sehe der Welt normalen Lauf.
Die Sonne soeben erst unter’gangen,
Ich war wohl im Traum gefangen.

Ich stehe auf, den Wald betrachtend,
Mich nach Haus und Herde trachtend.
So lauf ich los, mit locker Gang,
Lausche noch dem schläfrig Birkensang.
yawonlebeN

Nebel so samt und weich
So dunkel und dennoch bleich
Ein Meer aus Träumen bitterkalt
Nimm mich in die deine Gewalt

So wohlig und dennoch kühl
Raube mein Herz, mein Gefühl
Halte meine Segel feucht und klamm
Sodass ich nicht mehr Wandern kann

Nimm mir Sicht und Sinn
Nimm mir gleich was ich bin
Betäube mich, mehr und mehr
Halt mich fest auf dem Leidens Meer

So treib ich denn in grauer Nacht
Kein Sternenstrahl mir zugedacht
Nichts kann mich hier erreichen
Nebel mögest du niemals weichen
yawongerade spontan eingefallen:

Einsam tu ich hier weilen
Niemand will mir schreiben!
Kann mich keiner leiden?
Lässt sich nicht vermeiden

[url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=26448][u][color=burlywood]Weil's gerade dazu passt[/COLOR] [/u][/url]
yawonMeer und Strand

Das Meeresrauschen betäubend mild
Die Sonne rot die Welt vergilbt
Schritt um Schritt im nassen Sand
Wandel, zwischen Meer und Strand

Der Strand trotz kühler Stund
Gefüllt mit vielem, ist so bunt
Das Meer in grauer Tracht
In ihm weilt die dunkle Nacht

Schäumend Arme greifen den Strand
Lassen zurück Muscheln im dunklem Sand
Botschaften kommend aus dem Meer
Nehm’ sie auf ich bin so leer

Ich wende mich dem Strande fort
Erblicke jenen letzten Ort
Wo das Meer zum Himmel weist
Wo das letzte meiner Sonne gleißt
yawonSüßer Traum

Ein zuckersüßer Traum
Von einem Apfelbaum
Von jungen Äpfeln so seidig
Vom wilden Hunger so leidig

Ein wohlig netzend Traum
Die Gier schmeckt die Süße kaum
Ohne Rücksicht, Apfel nebst Ast
Verschlungen mit größter Hast
yawonDer letzte Tag

Die Sonne lodert warm, sie brennt;
Wie jeder weis, wie sie jeder kennt,
Doch weis ich, dass nach diesem Tag
Sie fortan nicht mehr scheinen mag.
Noch ist der Himmel samtig blau,
Doch wird er bald schon wild und grau.

Eis wird es regnen der Donner wird hallen
Jede Pflanz’, jedes Tier, das Leben wird zerfallen.
Mutter Erde selbst wird sich in schwarz erheben
Um ihre Söhne und Töchter mit ins Grab zu nehmen.

Doch jeder sing, jeder ist noch fröhlicher Natur,
Sie sind so unbesorgt! Weis denn ich es nur?
yawonFütterungszeit

Gedanken beginnen zu zittern
Hunger brennt mein Herz
Wird Zeit es neu zu füttern
Statt Liebe geb’ ich Schmerz.

Mein Ziel erreicht, das habe ich
Gefüllt ist endlich Stille
Ist es Satt? was kümmert’s mich!
’s nicht mehr fühlen war mein Wille
yawonMoor

Weit von jedem Dorfe
Wo das Moor den Nebel singt
Schritt ich durch dunkle Pforte
Soeben als der Tag verklingt

Ich folge meinem kühlen Pfad
Halte mich am Nebelband
Such’ den Tod such’ den Rat
An Orten die mir unbekannt

Schritt für Schritt im dumpfen Schimmer
Wartend auf die nasse Hand
Die mich hier behält für immer
In diesem warmen dunklen Land

Vergessen, seufzt der Boden
Unter meinem steten Schritt
Singt mir liebliche Oden
Von so manchen der hier litt

Meine Beine sind mir so schwer
Ach könnt ich nur schon schweben
Durch das graue kühle Meer
Doch besitz ich noch das schwere Leben

Es zog mich längst schon in tiefste Tiefen
Auferstehen wollt ich nimmer mehr
Es gab wohl Einige die nach mir riefen
Kalte Worte baten nach der Wiederkehr

Und hier ist keiner der mich ruft
Keine Hand die mich wärmend hält
Hier ist keiner der nach mir sucht
Ich bin vergessen, allein in dieser Welt

Hab einen Suchenden ich überhört?
Doch nein es ist nur das Moor
So gehe ich allein und ungestört
Zum nächsten Tümpel, durchs dunkle Tor.
yawonEin Letztes noch

Ein letztes Mal noch lauscht das Auge
Der kosmischen Melodie der Nacht
Ein letztes Mal noch sieht das Ohr
Nach den so vertrauten Klängen
Ein letztes Mal noch fühlt der Verstand
Was es heißen kann zu leben
Ein letztes Mal noch vergisst das Herz
Was zu lange schon bekannt
yawonDer Schmerz allein

Die Nacht voller Sterne,
In unerreichbarer Ferne.
Dort ein warmes Funkeln,
Doch kalt hier im Dunkeln.

Eine Chance sah ich kaum,
So blieb nur mein Traum;
Ein nie-mehr-zurück,
Und heilendem Glück.

Das Dunkle schaut,
So wohl vertraut.
Das Einsamsein,
Ist trautes Heim.

Doch mein Glück ich fand,
Und mich mit ihm band,
Das Glück nur im Schein,
Wie könnt es auch sein.

Durch Feuer berührt,
Durch Lüge verführt;
Zersplittert am Schluss,
Jeder einzige Kuss.

Das Dunkle schaut,
So wohl vertraut.
Das Einsamsein,
Ist trautes Heim.

So bleibt mir nichts mehr,
Von der falschen Mär,
So ist es getan,
Und bleibt es fortan.

Die Hoffnung ist klein,
Sie war noch nie mein,
Den Traum 's nicht gibt;
Hab umsonst geliebt.

Das Dunkle schaut,
Oh, so wohl vertraut.
Das Einsamsein,
Ist mein trautes Heim.

Und ich schau zur Hand;
Hab das Blut erkannt.
Denn was ich erbe,
Ist eine Scherbe.

Und mein Herz erkennt;
So bleibt nur im End,
Zu nennen mein;
Der Schmerz allein.

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