| Jeremia | F F F Eure Tentakel legen leise, schleichend, das Leben Anderer frei und bloß. Gutdünken ein Gestank der in alle Fasern zieht. Euren Blicken soll verborgen bleiben, Nichts, was uns betrifft. Wie Klauen pressend, würgend unsere Wahrheit, unseren Atem. Kristallen gleich durchscheint ein bohrendes Gestarre, genormt und mangelhaft im Vorfeld festgelegt. Weh Jenem, der ein Körnchen Schatten trägt, im gläsernen Gewandt. Doch Schatten muss nicht Schatten sein Und Licht nicht gleich ein Strahlen. „F“ steht für Freiheit die Ihr raubt Und Ketten die uns schmerzend tiefe Wunden schaben. „F“ steht für Falschheit, die Euer Wohlwollen und Lächeln nur allzu deutlich hinterspielt. Wie ein Bild, das schlecht gerahmt an dunklen Wänden ziert. „F“ steht für faulige Gedanken, die beginnen, schleichend der Verwesung freien Raum zu schenken. Auf das der Korpus nach und nach von Schmerz und Dürre überzogen wird. Zurück bleiben nur ausgezehrte Geister, die hohl und leer, gezeichnet, nun Eurem Spuk gehören. Euer Gespei soll Eure Nahrung sein, der Brei der Euch mit eigenem Gift verdirbt. So, dass am Ende Ihr gekleidet seid im Leid, welches verwachsen, peinigende Gedanken in das Zentrum Eurer Seele treibt. Denn Leere habt Ihr geschaffen und Leere seid Ihr geworden. |