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  Forum: Gärten der Poeten
    Thema: Rote Tränen
SaphiraWenn du wärst


Wenn du eine Träne wärst,
würde ich nie weinen,
aus Angst, ich könnte dich verlieren.
Wenn du mein Essen wärst,
könnte ich ohne dich nicht leben,
weil ich verhungern würde.
Wenn du mein Licht wärst,
wäre ich ohne dich hilflos,
denn ich wäre blind.
Wenn du die Luft wärst,
dann würde ich ersticken,
denn ohne dich würde mein Herz aufhören zu schlagen.
Wenn du mein Gott wärst,
dann würde ich dich jeden Tag ehren, aus Angst,
du könntest erzürnen.
Wenn du das Wasser wärst,
dann bräuchte ich dich, um mich zu reinigen.
Wenn du das Feuer wärst,
dann benötigte ich dich,
um mich zu wärmen.
Und wenn du ein Haus wärst,
dann würde ich in dir wohnen wollen,
damit ich geschützt bin.
Du bist weder eine Träne,
noch Essen,
noch Licht,
noch Luft,
noch Gott,
noch Wasser,
noch Feuer
und auch kein Haus.
Dennoch habe ich Angst,
dich zu verlieren,
ich brauche dich dennoch um zu leben,
ich bin dennoch hilflos ohne dich,
mein Herz würde dennoch ohne dich aufhören zu schlagen,
ich habe dennoch Angst,
dich zu erzürnen,
dennoch reinigst du mich,
dennoch wärmst du mich
und dennoch schützt du mich.



Denn du bist alles für mich
SaphiraSchwarzes Blut fliest heiß durch meine Adern
Meine Eckzähne bohren sich in deinen Hals
Ich spür dein Blut in den Venen wabern
Und schmeck es in meinem Mund wie heißes Salz.

Immer wieder muss ich kosten
Dein Blut macht süchtig
Immer wieder muss ich testen
Doch dein Geschmack bleibt flüchtig.

Mein Herz sehnt sich nach deinem Blut
Nach deinen Augen und deinem Geruch
Ich glühe vor Sehnsuchtsglut
Auf mir ruht dein ewiger Fluch.

Verdammt zu ewigem Leben
Bin ich dir verfallen bis in meinen Tod
Verdammt dazu ewig zu geben
Und dich zu heben auf des Todes Boot.
SaphiraMein Herz soll allein dir gehören,
meine Seele hast du gebannt
du sollst mich immer richtig führen
dich habe ich meinen Prinzen genannt.

Mein Schicksal leg ich in deine Hände,
dir vertrau ich blind
meine Gefühle sprechen Bände
in deiner Obhut geschützt wie ein Kind.

Nähe ist es wovon wir leben
Liebe ists, die uns erhält
Gefühle, die mich erheben,
weit über diese dunkle Welt.

Trag mich fort an ferne Orte
Weit hinein in die Dunkelheit
Geh mit dir durch jede Pforte
An jeden Ort in Raum und Zeit.

Würde dir mein Leben geben
Werde deines schützen wolln
Mein Herz in deine Hände legen
Nur noch für dich leben solln.
SaphiraElfen wandeln, Feen singen
Elben lachen, Einhörner springen
Dies ist unsre kleine Welt
Ich weiß, dass sie dir gefällt.

Doch sie droht zerstört zu werden
Dieses Wunder hier auf Erden
Droht ganz plötzlich zu zerspringen
Dann werden keine Feen mehr singen.

Die Fantasie soll sterben
Niemand da um zu vererben
Was ich einst gelehrt bekommen
Und vor Angst sehr benommen.

Farben werden unscheinbar
Nichts ist mehr so wunderbar
Die Welt wird grau und trist
Ein Ungeheuer sie zerfrisst.

Lass uns gemeinsam
Niemals einsam
Dieses Ungeheuer töten
Und die Welt erneut erröten.

Voll vom Glanz des Sonnenlichts
Niemals vergessen diesen Gesichts
Das Gesicht der Fantasie
Wollen wir retten die Mysterie.

Heute die Menschen vergessen
Morgen schon allein gesessen
Wenn nicht schnell verhindert
Und die Schmerzen schnell gelindert.

So denkt euch Einhörner und Feen
Denn wir wollen niemals gehen
Aus dieser Welt niemals rennen
Die wir für uns Fantasie nennen.
SaphiraSanft streicht der Wind durch meine Haare
Sanft fließt das Wasser vor mir hin
Kann es sein, dass ich träume
Oder wo auch immer ich hier bin?

Alles was ich mein Eigen nenn
Alles was mir viel bedeutet
Alles wofür ich dacht zu leben
All dies ich plötzlich nicht mehr kenn.

Blumen, die ich nie gekannt
Blühen, wachsen, blühn erneut
Wundervolle Farbvielfalt
Niemals einen Namen nannt.

Mein Herz schlug wild
Meine Gedanken durcheinander
Er trat zu mir und ich zu ihm
Im Auge seh ich noch sein Bild.

Strich er mir durch lange Haar
Nahm er meine Hand in seine
Gab er sanft den Kuss mir dann
War er immer da?

Tief in meinem Herzen wohnte
Niemand den ich jemals kannt
Heute will ich sagen ja
Denn mein Warten wurd belohnt.

War immer einsam doch nie allein
War immer traurig hab doch nie geweint
Nun hab ich gefunden, was gesucht
Und wunderbar, denn er ist mein.

Mein Herz verschenkt, die Seele verkauft
Nichts bereut und viel bekommen
Gefühle nicht zu beschreiben
Auf den Namen Liebe getauft.

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