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  Forum: Gärten der Poeten
    Thema: Gedanken und Träume niedergeschrieben...
AchondriosVon einem Erlebnis herführend, enstand dieser Text...


Was tut ein Mensch, wenn sein Ein und Alles aus seinem Leben gerissen wurde…
Wenn der Traum vom Glück schlechthin innerhalb von Sekunden zerstört wird, innert einem einzigen Augenblick alles, wofür man gelebt und geliebt hat, weg ist, für immer verloren scheint…
Es gab eine Zeit, in der ich dachte, das wahre Glück auf Erden gefunden zu haben.
Eines Tages wurde mir eine junge Frau vorgestellt. Wir lernten uns kennen, tauschten vieles aus, hatten viel zu diskutieren, weil wir uns in keinster Weise ähnlich waren, uns in keinem Punkt einig waren, uns überall widersprachen, wo andere sich schon lange nicht mehr anschauen würden, nicht mehr miteinander über manche Sachen reden würden, weil es kein Ende gäbe in der Diskussion, was nun richtig wäre oder falsch, doch wir fanden kein Ende in unserm Plaudern, machten einfach weiter, wohl weil genau jenes Verschieden sein uns aneinander so faszinierte.
Die Liebe war unser liebstes und häufigstes Thema, weil wir dort unser erstes und einziges Gemeinsames fanden. Den Vergleich der Liebe mit einer Blume, einem Baum oder einer sonstigen Pflanze zu ziehen, erstaunte mich, denn dachte ich, der einzige mit diesem Sinn für Liebe zu sein. Dass Liebe zu Anfang nicht mehr als ein Samen ist, den man pflanzen, giessen, hüten muss wie sein eigen Kind, damit daraus eine Pflanze erwachsen kann, an der man gemeinsam gearbeitet hat, sie zur Vollendung ihrer Blüte bringt. So dachten wir beide über die Liebe…
Den Nährboden für den Samen, die Erde in den wir ihn pflanzten, gab uns unser gegenseitiges Vertrauen, das wir nach so kurzer Zeit füreinander empfanden. So wagten wir den Versuch, die Saat zu sähen, zwar ungewiss der Dinge die da kommen würden, doch wagten wir es, Gewissheit tragend, etwas Gutes daraus hervorzubringen…
So wagten wir den Sprung in eine ungewisse Liebe, nicht erahnend, ob die Liebe Früchte tragen würde, oder wie ein welkes Blatt im Herbst vom Baum gerissen auf Windes Schwingen davon getragen, als ob nie existiert hätte.
Die Zeit verging, die Pflanze wuchs, und wuchs, und wuchs immer weiter, entwickelte sich zu einer wunderschönen Blume, die eines Tages sogar eine Blüte tragen sollte…
Doch wie so oft im Leben, legte sich schon bald ein kurzer, aber dunkler Schatten über diese Liebe, nahm der Pflanze das Licht zu überleben, und von einem Moment zum andern, war das Glück vorbei, die Pflanze zerstört, der Traum geplatzt. Warum….
Oft dachte ich, was gewesen wäre, wenn ich dies oder das anders hätte machen können, nur 5 Minuten früher den Schatten bemerkt und verdrängen hätte können. Doch letztendlich musste ich mir eingestehen, dass ich nichts daran hätte ändern können, auch wenn ich es noch so sehr möchte.
Doch warum wurde mir dies Glück entrissen? Wir wagten damals so viel, wussten nicht was es daraus geben würde, und erlebten die glücklichste Zeit unseres Lebens.
Heute weiss ich, dass aus einem Nichts etwas Riesiges, wunderschönes entstehen kann. Doch warum glaubt mir niemand? Es ist, wie wenn es niemand wahrhaben möchte, dass es möglich ist. Diese Sturheit der Menschen, die es nicht einfach glauben ist ja das eine, aber dass man den Versuch nicht wagt, schmerzt mich. Schon Eni zuliebe…
AchondriosFür den Fall das jemand seine Meinung über den oder vielleicht auch einmal die Texte kundtun möchte, könnt ihr das ungeniert hier im Thema machen, oder alternativ auf [email]achondrios@gmx.ch[/email]

Danke und Grüsse
AchondriosLiebe

Schmerz, Leid, Sehnsucht, Verlangen, Wärme, Geborgenheit
Die Liebe ist das vielfältigste, was es gibt auf Erden.
Einmal gut, einmal schlecht,
manchmal nah, doch meist so fern.
Wir verlangen danach, ohne suchen zu wollen,
finden manchmal, was dann doch unerreichbar ist.
Spüren wollen wir es, lieben und geliebt zu werden.
Ab und an erfahren wir eine Zeit des Glücks,
gleichwohl, wenn dies Gute vorbei, Zeit zum loslassen gekommen ist,
leiden wir darunter, weil etwas fehlt.
Fallesweise müssen wir uns jedoch Schmerz selbst zufügen
um dem Liebsten nicht grösseren Schmerz zu bereiten.
Spielend verschenken manche ihre Liebe, bezw. Ihren Körper,
um sich der Fleischeslust hinzugeben, ob das Liebe ist?
Kopf und Herz ausschalten, um sich auf solche Weise zu Vergnügen, ist das Liebe?
Schmerzen hinzunehmen, obschon es nicht gerecht erscheint, ist das Liebe?
Liebe ist wie das Leben, beide Seiten, gut und schlecht, brauchen einander, weil ohne das eine könnte es das andere nicht geben.

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