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  Forum: Gärten der Poeten
    Thema: Seelenbuch II
Anubis-SchakalEinmal sind wir alle gleich ...


Du gehst spazieren hier,
an einem schönen Sommertag.
Du bist zufrieden mit der Welt,
glaubst das dich das Leben mag.

Warmer Sommerwind,
zwischen kalten Steinen.
Frohes Spiel aus Schatten und Licht,
auf den geschmückten Gräbern.

Eimal sind wir alle gleich,
egal ob hässlich oder schön,
egal ob bettelarm oder unendlich reich,
irgentwann sind wir alle gleich.

Weist du wie dunkel es ist,
dort unten in diesem Loch?
Weisst du wie kalt es ist,
in diesem vermoderten Sarg?

Achte drauf was ich dir sag,
irgentwann holt auch dich die Nacht,
irgentwann kommt auch für dich die Stunde,
und um dich wird es kalt und dunkel.

Eimal sind wir alle gleich,
egal ob hässlich oder schön,
egal ob bettelarm oder unendlich reich,
irgentwann sind wir alle gleich.


Und eines Tages ist es soweit,
spazieren Menschen an einem Sommertag.
Betrachten das Spiel aus Schatten und Licht,
zwischen den Blumen auf deinem Grab.
Anubis-SchakalPsycho


Ich sah dir in die Augen,
wollte deine Tränen sehen.
Sie sollten mir helfen,
dich wirklich zu verstehen.

Dein Mund weit offen,
vor Furcht erstarrt dein Gesicht.
Ich wollte dich doch nur verstehen,
mehr wollte ich doch nicht.

Deine Haut so kühl,
und schimmert fahl und blass.
Deine Harre wild zerzaust,
und auch so kalt und nass.

Völlig entspannt und ruhig,
so liegst du hier im Wasser.
So nackt und wunderschön,
und wirst blass und blasser.

Ich wollte dir nichts tun,
ich wollte dich nie verletzten.
Warum wolltest du weg von mir,
warum wolltest du mich versetzen.

Du bist mein wertvollster Besitz,
ich heb dich auf, balsamier dich ein.
Selbst im Tod bist du noch wunderschön,
nun wirst du für immer bei mir sein.

.... für immer bei mir sein.
Anubis-SchakalWir sind die letzten einer Welt
die sterbend in sich zusammenfällt.
Der Geruch von Herbst,
das Gefühl von Verfall,
geleitet uns zu dunklen Toren.
Wir, die der Götter Gunst verloren
sehen dunkle Schatten kommen,
in Gestalt von schwarzen Kräh´n.
Woll´n nimmer rasten hier,
woll´n nimmer ruhen dort,
wo dereinst die dunklen Wogen,
aus des schwarzen Meeres Flut geboren,
siedend heiss umspülend Felsen,
auf die wir uns doch so verliessen,
so sind wir den auch so verlassen,
spüren Trauer kaum zu fassen,
spüren Schmerz und feuers Funken,
unser Leib dort nun gebunden,
uns´re Seele dort gefesselt,
sehnen uns nach alten Tagen,
wo nur jene Sorgen plagten,
die heut und morgen schnell vergessen,
waren wir doch zu versessen,
auf schnelles Glück und raschen Glanz,
all dies vergeht nun ganz,
in tosend Stürmen feurig Zorn,
die wir selbst einst entfesselt,
die wir dachten zu beherrschen,
all das straft uns Lügen,
den einziges das uns gelang,
war uns selbst stets zu betrügen.

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