| Deprika | Die Seele Ich tanze, tanze durch das gras, eine grüne Decke, Hell und dunkel, hoch und runter, endloses grün. Doch mein Körper liegt im Dunkeln, in der Stille. Ich spüre die Halme an meinen Füßen, sie kitzeln Meine Sohle, streicheln meine Ferse, gehen höher. Doch meine Beine sind taub, ohne Gefühl. Ich pflücke eine Blume, ein roter Punkt im grünen Meer, hilflos zwischen meinen Fingern. Doch meine Hände liegen reglos an meinem Körper. Ich schaue hoch, die Sonne, leuchtend, schmerzend, Feuer in meinen Augen, alles ist violett. Doch meine Augen sind geschlossen, ganz fest. Ich schmecke Nässe, Regen fällt, mehr, immer mehr, Tropfen in meinem Mund, geschmacklos und doch so intensiv. Doch mein Mund ist verschlossen, ohne Schloss. Ich springe, springe immer höher, hebe ab, nichts hält Mich mehr, Wind in meinen Haaren, Die Wolken werden größer. Doch mein Körper liegt am Boden, wird eins mit ihm. Ich schaue nach unten, dort eine Gestalt, Ich, Gefangen, gefangen von Problemen, Angst, Trauer, Hass, Gefangen von mir selbst. Doch ich fliege davon, bin gar nicht mehr hier. Nichts ist passiert, gar nichts mehr wahr. (dieses gedicht ist eines meiner wichtigsten (wenn nicht besten) denn ich habe es nach dem suizid meines besten freundes geschriebn) |