| Blackened Soul | findet ihr hier. Ich schreibe übrigens "professionell" Gedichte, d.h., habe schon mehrmals etwas veröffentlicht. Ich hoffe, euch gefällt mein Geschreibsel, auch wenn es nicht immer 100% Gothic ist! |
| Blackened Soul | Dann mal ein halbwegs aktuelles Gedicht: [B]Schwarzer Schnee[/B] Schwarzer Schnee aus Ruß und Tränen Bedeckt, gleich dem Nebel, das Land Scherben von durchkreuzten Plänen Bleiche Hüllen… leer, ausgebrannt Hoffe nicht! Alles ist, wie es scheint! Such kein Licht im schweigenden Saal! Wenn der Himmel schwarzen Schnee weint, sind gebrochen Herzen normal Alle Wege laufen im Kreis Nur um sich wieder zu kreuzen Der Atem friert, stöhnt den Beweis Nie macht es Sinn, hier zu heizen Angehalten hat hier die Welt Zu schwer, um sich noch zu drehen Doch bleiben manche, wo er fällt Erwürgt von schwarzen Schneewehen |
| Blackened Soul | Noch was zum Thema "Schnee", aber gegensätzlich [B]Weiße Spuren[/B] Frierende Finger umklammern das in Eis gehüllte Gespenst einer Rose, so weiß, wie dein Abschiedsbrief. Deinen Spuren im Schnee will ich folgen, bis zum Abgrund. |
| Blackened Soul | Etwas Aktuelleres: [B]Der Schatten Ikarus'[/B] Bevor ihr Lichter mich zerfresst, bau’ ich mir Flügel aus Asbest Hohn wird an der Klippe hallen, wenn ich steige, um zu fallen Vorher – bereitet mir ein Bett, verscharrt im Boden das Stilett! Wenn ich vorhabe, zu landen, kommen Träume mir abhanden Der Horizont versteckt das Licht, danach greif’ ich schon lange nicht! Sehne mich nach spitzen Steinen, unten wird mich nichts beweinen. Freiheit wollte ich nie stehlen, zweifellos das Gitter wählen! Doch kein Netz, um mich zu halten, aus Worten, die mir nicht galten. Lasst nur, ich verbrenn’ mich weiter! Meine Urne schmückt kein „leider“, Rechtzeitig wird mich Wind verwehn’ – so sollt ihr nicht mit mir vergehn’! |
| Blackened Soul | [B]Das erste und letzte Gebot[/B] In wässriger Wahrheit getauft, bekennen wir uns auf wunden Knien zu Göttern aus Papier. Nur sie allein können unterscheiden ob wir während der Maskeradenmessen tanzen oder weglaufen; und für sie gleicht unser Weinen dem metallnen Gesang ihrer Brüder. Vor ihnen verhüllen wir die Welt, hinter Fresken, schwarz in schwarz. Uns nach dem Feuer sehnend, heiligen wir unseren Todestag, geißeln uns selbst mit Träumen, und opfern jeden Tag angemessen. Ein Happen Brot, eine Träne, ein Stück unserer nichtvorhandenen Seele |
| Blackened Soul | [B]Ein Sonett[/B] Nur Fragen uns das Nichts beschert, doch im Vergeh’n das Leben steckt; Und Nacht – von einem Traum geweckt –, verlor’nes Wissen neu gebärt. Unsterblich ist ein Phönix nicht, solang’ er keine Asche streut; Ins Gestern blickend, kommt das Heut’, und Auferstehung wird zur Pflicht. Aufgeben leugnet nicht die Kraft, im Innehalten eilt die Welt; Träne löst Freude aus dem Bann. Zerstörung oft den Platz neu schafft, im Feuerregen Samen fällt; Ewig lebt nur, was sterben kann. |
| Blackened Soul | [B]Mein dunkler Zwilling[/B] Der Asche Zwilling mein entsteigt, mit Zweifelsnarben tätowiert – ein Schatten, den man gern verliert. Frag’ nach dem Namen, doch er schweigt. Folgt mir stets durch Nebelfluren, mit eis’gem Atem Straßen legt, Erinnerungen für mich hegt, Gesichter malt er auf Uhren. Doch helfen hat noch nie gehört, zu Dingen, die er opfern will, schreien die Fragen noch so schrill – mein Suchen macht ihn nur empört. |
| Blackened Soul | [B]Verbrenne mich![/B] Bind mich an den Scheiterhaufen, frag nicht, wie ich gescheitert bin! Mit Glut will ich ihn erkaufen - im Funken meinen Lebenssinn. Glaub mir, ich sah es schon lodern, als Qualm sich durch die Herzen spann, die in der Kälte bloß vermodern - und ich mit ihnen... Zünd mich an! In der Wahrheit lass mich brennen, Feuer war nie eine Masche! Endlich will ich mich erkennen in den Mustern meiner Asche! Lösche mich mit dem Rauch nicht aus, der nur den Flammen stets auswich. Zweifeln in mir mach den Garaus, für Wahrheit nur - verbrenne mich! |
| Blackened Soul | [B]Sieh, die Schatten...[/B] Sieh, die Schatten bluten wieder… Schweigen hat das Licht verbannt, und mit ihm all seine Lieder – flieh’n wir aus dem Nebelland! Sieh, die Bäche sind gefroren, und wir baden uns im Sog. Dort wurd’ auch jener geboren, der sich selbst als Gott verlog. Sieh, die Wolken hängen tiefer, ihnen wurd’ die Stütz’ geraubt für Paläste voller Schiefer – Heim für den, der an nichts glaubt. Sieh, die Sterne sind gefallen, und zerstachen unser Feld, wo noch die Befehle hallen. Namenloser gilt als Held! Sieh, die Schatten bluten wieder… Wem gehört das Nebelland? Fragen stahlen uns die Lieder, wurden wir doch längst verbannt. |
| Blackened Soul | [B]Seelen werden nachts vermessen[/B] Nacht. Das Schweigen lässt vergessen, was dem Dämmern anvertraut. Seelen werden nachts vermessen, wie der Schein auf bleicher Haut. Und der Mond malt seine Psalmen auf die Narben dieser Welt. Silber windet sich von Halmen, wenn die Träne uns erhellt. Und die Kälte spielt den Tröster - schmelzen lässt sie Träume nicht. Baut aus ihnen finst're Klöster, Teppiche aus Asche flicht. Und der Nebel schickt Gebete zu dem stillen Horizont. Doch die Hoffnung, die dort wehte stahl am Ende sanft den Mond |
| Blackened Soul | [B]Ich hoffe, du schläfst[/B] Liebling, ich hoffe du schläfst und meine Gedanken reißen dich nicht aus deinem Schlummer. Hoffentlich schläfst du, und siehst die Sterne nicht fallen, bemerkst nicht, wie das Morgen erfriert. Lass dich nicht wecken, Liebling, nicht von den Schreien der Nacht, und nicht von meinem Tod. Ich gebe dir einen letzten Kuss, hoffend, dass du schläfst. |
| Blackened Soul | [B]Doch ich schließe meine Augen[/B] Ich seh’, wie weit der Horizont, und wo die graue Sehnsucht wohnt, in Stein gemeißelt seh’ ich Pflicht, aber dein Antlitz seh’ ich nicht. Weinen will ich nicht im Stillen, Eis verdeckt meine Pupillen Ich seh’ Schatten uns nachahmen - Fragen, die ins Leben kamen; Regenbogenglas zerbrochen, Träume ließen nichts als Knochen Nebel über Wünsche gießen, so will ich die Augen schließen. Ich seh’ Hoffnung dämmern, dunkeln, zwielichtig Versuchung funkeln, Seh’ die Buchstaben mehr lügen als sich aneinander fügen Der Feste Lichter ringsumher - unnütz, bleiben die Lider schwer. |
| Blackened Soul | [B]Unterwegs keine Fragen![/B] Was bringt uns das "wohin"? Wir richten uns nach der Sonne, die nichts weiter als Reflexion des verlorenen Nordsterns. Das "warum" ändert nichts mehr, denn die am Wegesrand mühevoll gesammelten Gründe hat der Gegenwind verlacht. Mit dem "wann" hält alles an. Wir zertreten die Spuren der Zeit um unserer Geburt zu entfliehen, und dem Erkennen unserer Namen. Keine Fragen unterwegs! Schweigend dem Horizont entgegen, der sich erst neu einzeichnen muss in eine nie beantwortete Ewigkeit. |
| Blackened Soul | [B]Follow me[/B] Folg' mir in die Dunkelheit, die mich vor dem Selbst befreit. Folg' mir, wenn kein Morgen graut, Mauern nicht um uns erbaut. Folg' mir, wenn die Stille lebt, und nicht unter Schritten bebt. Folg' mir, und vergiss den Schlaf, der uns nüchtern - traumlos - traf. Folg' mir leise, frage nicht, was sich mit dem Weg verflicht. Folg' mir, auf der Flucht vor dir, vor dem einz'gen Leben hier. |
| Blackened Soul | [B]Klagelied des Biestes - Sonett[/B] Vor Kälte schützt mich nicht mein Büßerhemd aus Narben, und keine Maske passt auf mein Gesicht geschunden. Es brennt sich durch mein Fell die Einsamkeit der Stunden. Im Spiegel spukt die Zeit, da Hoffnungen leis’ starben. Zu töten wag’ ich nicht, obgleich ich Klauen habe, und beißen lässt sich nicht der Zweifel lachend’ Kehle, wenn statt des Brüllens ich das ew’ge Schweigen wähle. Sieh, wie ich mich am Fluch so voller Jammer labe! Gefang’ner fremder Abscheu, mich wird nur erlösen, wer seh’n und lindern kann die Albträume des Bösen, die Fehler auch versöhnt, die hinter Rache liegen. Als Biest seh’ ich gern zu, wie mir die Tage weichen. Die Fragen sind mutiert, nichts mehr als weit’re Zeichen. Wird fremde Schönheit einst die Angst in mir besiegen? |
| Blackened Soul | [B]Mein Mantel[/B] Warum hast du mir den Mantel abgenommen, der sich stachelig, schützend in meine Schultern krallte? Er hat mich gehalten, mich abgeschirmt, wenn mich der Glaube an eine Heilung mal wieder frösteln ließ. Es sah nur für dich aus, als hätte das Tragen wehgetan. Du nahmst mir keine Last, sondern hast mich bestohlen, bis ich nackt zurückblieb in viel zu grellem Licht. |