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  Forum: Gärten der Poeten
    Thema: Im Querschnitt meines Herzens
NitroglycerinMein Plätzchen für Kommentare, Anregungen und konstruktive Kritik
[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=72262]hier[/URL]


[B] Auf schwarzweiße Weise[/B]

Gefühlvolle Klänge dringen in mich
sprechen zu mir in vollen Tönen
zeitvergessen empfinde sie ich,
wie sie meine Seele verwöhnen

Höhen und Tiefen, makellos rein
laufen wie Schauer über die Sinne
berauschen mich wie schwerer Wein
wenn ich mein leises Spiel beginne

Nichts auf der Welt ist so perfekt
so fehlerfrei wie eine Melodie
Wie sie mit mir spielt und mich neckt
Ich könnte nicht leben ohne sie

So träume ich weiter am Klavier
lasse den Gefühlen freien Lauf
Nichts ist jetzt mehr wichtiger hier
spiele mich selbst zum Himmel hinauf

Denn dieses Klavier ist meine Stimme
mal weint es traurig, mal lacht es fröhlich
ganz nach meinem eigenen Sinne
Diese Nuancen - Mit Worten unmöglich

Zärtlich berühre ich seine Tasten
liebevoll begleitet von meinem Blick
So fange ich an, ohne zu Hasten
Einmal begonnen gibt es kein Zurück
Nitroglycerin[B]Phönix[/B]

Verkrochen in den Spalten des Verstandes
verschloß mich dem Schweigen und Schrei´n
Von endlosen Fragen gequält war die Seele
So grub ich unermüdlich tiefer in mich hinein

Hinab zu meinen schmerzenden Wunden
dort legt ich zärtlich die Hoffnung ins Grab,
an jenem sehr düsteren und dunklen Ort,
zu den Träumen an Zeiten, die es nie gab.

So saß ich dort bei Sonnenuntergang
auf dem Hügel und erwartete die Nacht,
ganz tief in mich selbst versunken,
neblige Schatten umgaben mich sacht

Da sah ich ihn kommen - erhabenes Tier
an Form und Gestalt dem Adler so gleich
ausgebreitete, rotgoldene Schwingen
Sein eigener Schöpfer im eigenen Reich

Aus seinen gütigen Augen sah er mich an
in seinem Blick erkannte ich die Wahrheit
Er hatte schon längst das Warum besiegt
und flog schon immer durch die Ewigkeit

Doch plötzlich sah ich den Phönix brennen
Lodernd verglühten die großen Schwingen
Nichts blieb von ihm übrig - nur seine Asche
als ich begann mit meinen Tränen zu ringen

Ich trauerte weinend durch die ganze Nacht
dann hüllte sein warmes Leuchten mich ein
Mein edler Phönix war wieder auferstanden
er flog hoch zur Sonne in den Himmel hinein

Er entfachte mit seinem Feuer mein Herz
Und all meine Antworten fand ich in mir
Ich werde ihn mir für immer bewahren
den gütigen, ewigen - den Phönix in mir
NitroglycerinHerbst

Die Herzstürme ziehen
über das noch fastwarme Sommerlächelnland

Die Tränenblätter wirbeln
von den bald kahlkalten Gemütsbäumen

Die Gefühlswolken bedecken
den nur noch wenig sonnenfrohen Gesichtshimmel

Der Seelenherbst beginnt
und lädt schwermütige Gedankengäste ein
NitroglycerinNachts

Ich liebe die Dunkelheit.
Sie deckt zu und weckt meine Schwermut.
Schwermut ist wie starker Rotwein.
Ich mag Rotwein. Viel lieber
als alle anderen Drogen.

Zuerst belebt er irgendwie.
Man fühlt ihn fast durch die Adern schiessen
- bis in den Kopf. -
Dann macht sich ein warmes Gefühl in mir breit.
Dann werde ich müde,
aber er schmeckt immer noch.
Dann fängt er an meine Gedanken zu betäuben.
Du bist auch wie Rotwein.

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