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  Forum: Gärten der Poeten
    Thema: Gewalt meiner Gedanken
WoLLeWillkommen in meinem Garten.

Hier findet ihr einige Werke, die meiner Feder entsprungen sind und nur darauf warten begutachtet zu werden. Da ich in ständiger Bewegung lebe, versuche ich auch über so viel zu schreiben wie es nur geht. Deshalb werdet ihr in diesen Garten eine Vielfalt an Themen auffinden, die ein Teil der Einblicke, die ich im Leben hatte, widerspiegeln und aufzeigen.

Wenn euch ein Gedicht besonders zusagt, schreibt es in den Thread [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=30117]verdammt-verhasst-vergöttert[/URL].
Gefällt euch ein Gedicht nicht so gut, weil einige Wörter unpassend aufgereiht sind oder gar ein Haken die Stimmung zerstört? Dann schreibt es mir genauso, denn es hilft mir vielleicht meine Form zu finden.
WoLLe[B]Das Ende[/B]

Oh Leben du bist eine Qual,
und lässt mir keine andre Wahl.
Nun wie es auch so kommen mag,
Nacht um Nacht, Tag für Tag.
Es kommt –
und wenn es da ist nicht mehr geht.

Die Türe knarrt, der Luftzug mich erschaudert,
kalt die Haut entlang.
Der Regen draußen prasselt leise nieder.
Es kommt – über mich
Schon wieder.

Die Treppe schlendre ich herab,
und eile in mein Zimmer.
Der Sessel schon bereit,
und warte nur darauf.
Es kommt – die Zeit nimmt seinen Lauf

Der Wahn mich treibt
bei Kerzenlicht, schon lange,
doch ich will es nicht !
Im Mondschein gar,
die Uhr schlägt 12
das kalte Blut wie Zeit verrinnt.
Und doch – nun ist es da,
der Atem stockt – Das Ende naht.


[© WBR 2000]
WoLLe[B]Der Kreis des Lebens[/B]
Vergangen in der Gegenwart,
gegenwärtig in der Zukunft
und zukünftig in der Vergangenheit.


[© WBR 2000]
WoLLe[B]Äussere Betrachtung - Das Gesicht[/B]

Unregelmäßig, zerknittert – Falten,
schmal und langgezogen.
Licht Charakter setzt von allen Seiten.
Wer bin Ich? – Nenn mich alt.
Braune Augen – ein düsterer Blick,
Die Haare wild und ungepflegt.
Rasiert hab ich mich lange nicht,
verrät mir dieses Spiegelbild.
Nachdenklich, grimmig und verwundert zugleich
Fraglich erfahren noch obendrein.
Und das bin also Ich?


[© WBR 2001]
WoLLe[B]Der Grashalm[/B]

Schwankend hin und her
sich gar rankend der
Grashalm auf der Stelle
sich bewegt
und gen Helle
aufwärts strebt.

Hoch hinaus möcht’ er empor
und das ganz geschickt
bis zum Falle – bis er knickt
und ein neuer sprießt hervor.


[© WBR 2001]
WoLLe[B]Blind[/B]

Verlassen
Reglos
Leer
Niemand da ist
Keiner hört
Ich aufschaue
Aber nichts erblicke
Blind
Im Dunkeln
Dein Atem spüre
Doch er ist kalt ...

Warum nur
Ich so empfinde
Meine Schreie
Lautlos hallend
Untergehen

Einsam
Wieder
Getrieben
Von Gedanken
Zerbohrt
An meiner Seele
Zehrend
Die Verzweiflung
Nagt

Sehnend
Nach Dir
Ich mich erinner’
Gar
Nicht lange her
Strebend
Ein Verlangen
Ich verspür ...

Das helle Dunkel
Mich durchleuchtet
Nächtlich umwoben
Verschleiert gar
Nichts erkennend weiter gehe
Bis ich wieder vor dir stehe ...


[© WBR 2003]
WoLLe[B]Schatten[/B]

Endlos haftend
Wie das schlechte Gewissen folgend
Dunkel und undurchdringbar bist.

Im Wechsel versteckend
Dauernd bewegend
Du dich um mich windest.

Kein Spiegelbild
Nur ein Umriss - verzerrend
Du mich wiedergibst.

In die Nacht eintauchend
Und aus dem Licht entspringend
Unsere Ängste du trägst.

Doch nur mit Dir
Sind
[I]Wir[/I]


[© WBR 2003]
WoLLe[B]Jungbrunnen[/B]

Ich spiel im Geiste auf der Wiese,
bewahr das Kind auf diese Weise.
Der Geist fürwahr ein Riese,
klar mit Kinderaugen auf der Reise.


[© WBR 2003]
WoLLe[B]Geflüster[/B]

Engel flüstern uns mitunter
auch die Wahrheit ist darunter.
Was man selbst nur schwer erblickt,
weshalb der Herr nun diesen Engel schickt.

Um zu verstehen man nur hören muss.
Und unbeschwert ohne Verdruss
sich dieser Stimmen anzunehmen,
und sie nicht gleich abzulehnen.

Doch gib Acht du Sterblicher,
das die Macht nicht herrlicher
als das Begehren, dass du hegst
und des Teufels Advokaten pflegst.

Das Geflüster was man hört
durchaus auch betört.
Doch lass dich niemals blenden
und hass’ dich vielmehr nach beenden
einer Tat die du bereust,
und such’ Erlösung für die Pein.
Auf das du die Gedanken streust
im Nachhinein.


[© WBR 2004]
WoLLe[B]Über-Macht ... lässt sich streiten[/B]

Macht macht mehr Macht,
Noch mehr, noch mehr.
Menschen machtlos gegen Macht.
Wie sehr? Wie sehr...

...unter- ver- und suchen
Macht zu haben, zu dirigiern’
durch Geld, durch Wissen.
Doch macht nur begrenzt
Macht machbar.

Da der Mensch mit Wissen schafft,
gründete er die Wissenschaft.
Um noch mehr Macht zu schaffen
für die Kontrolle!
Über uns: Die Affen!

Angestrebt das Grenzenlose
namentlich: die Übermacht.
Projiziert auf wirklich alles,
jeden Tag und jede Nacht.

Übermacht und Machenschaften
machen Macht zum Instrument.
Machbar wär’s nicht mal mehr ohne
Macht zu leben, Macht anzustreben.

Wo es endet ist doch klar:
Macht ist [I]absolut[/I] machbar.


[© WBR 2004]
WoLLe[B]Regenbogen[/B]

Leuchtend klar am Himmelszelt,
scheint die Sonne voller Wonne.
Doch welch Dunkel kommt entgegen?
Ist mir total ungelegen!

Brausend gar in aller Welt,
weint die Wolke dem Gefolge
hinterher hier und da,
Tränen tropfen tiefer dar.

Sonne sticht,
Wolken weichen,
Licht sich bricht,
farbenreich ein

Regenbogen
mir erscheint,
und die Wolke
weiter weint...

[© WBR 2004]
WoLLe[B]Du[/B]

Ich, seh' dich
zum ersten mal.
Von Kopf bis Fuß
wahrlich perfekt!

Schreitest voran im Takt bewegend,
im Mittelpunkt der ganzen Gegend.

Scheinst zu schweben,
Scheinst engelsgleich,
weinst meine Tränen,
weisst, bin dir ergeben...

Holde Venus, will dich berührn',
welch Genuss, will dich verführn'.

Möcht dich kosten,
dann verschlingen.
Doch nur Trost
Gedanken bringen.

Augenblicke zeitlos scheinen.
Alle Engel Tränen weinen.

Ich, seh' dich
zum letzen mal.
Blick nur zurück
paralysiert.

Von Kopf bis Fuß wahrlich perfekt!
Solch' Göttin ich noch nie entdeckt...

[© WBR 2004]
WoLLe[B]Gewohnheit[/B]

zu oft siehst Du
zu oft fühlst Du
oft zu oft
viel zu viel

zu oft riechst Du
zu oft schmeckst Du
oft zu oft
viel zu viel

zu oft hörst Du
zu oft sprichst Du
oft zu oft
viel zu viel

zu oft gibst Du
zu oft nimmst Du
oft zu oft
viel zu viel

zu oft bist Du
zu oft warst Du
oft zu oft
einfach Du

zu oft wirst wohl
immer mehr zu
viel zu viel
Du zu [I]Du[/I]

[© WBR 2004]
WoLLe[B]Begierde[/B]

Ich bin allein und tauche ein,
in eine Welt die mir gefällt.
Wie ich sie will!
Wie ich sie mag!

Gedanken strömen über Hauf,
runter, tief, quer ein, hoch, rauf.
Wie ich sie will!
Wie ich sie mag!

Kontrolle mir zu Händen liegt,
sie formen kann, werf und sie fliegt.
Wie ich sie will!
Wie ich sie mag!

Schäume nicht nur meine Träume,
schaffe gern im Kern 'ne Waffe.
Wie ich sie will!
Wie ich sie mag!

Geb' dir von mir.
Leb' mit von dir.
Nacht, um Nacht
weil ich es will!

Die Gier nach dir
begehr ich sehr,
Tag, für Tag
weil ich es mag!

[© WBR 2004]
WoLLe[SIZE=3][FONT=courir][CODE]
[B]Mein Name[/B]

[I]War’s-Weis-Wein
Oh-Ob-Oh
Lau-Leb-Los
Frei-Frisch-Fein
Ruf-Rau-Rein
Auf-Acht-A
Mich-Mir-Mein

Name gar! [/I][/CODE][/FONT][/SIZE]

[© WBR 2004]
Anm.: versteckte Botschaften lassen Grüssen >_<
WoLLe[B]Die Liebe[/B]

Die Liebe ist ein seltsam Ding
mit der ich zuviel Zeit verbring'.
Auf das es doch nicht glücken tut,
fass' Tag auf Tag neu ich den Mut...

[© WBR 2004]

*soeben spontan gereimt beim E-Mail beantworten auf die Frage: " Und was macht die Liebe so bei dir?" :wall:*
WoLLe[B]Lykantrophie[/B]

[COLOR=red]W[/COLOR]ie [COLOR=red]e[/COLOR]in [COLOR=red]r[/COLOR]äudiger [COLOR=red]W[/COLOR]oLf [COLOR=red]o[/COLOR]ft [COLOR=red]l[/COLOR]äuft [COLOR=red]f[/COLOR]ort,
[COLOR=red]E[/COLOR]lendiger Hund streunt durch die Nacht.
[COLOR=red]R[/COLOR]enn' um dein Leben vollster Kraft.

[COLOR=red]W[/COLOR]ie [COLOR=red]e[/COLOR]in [COLOR=red]r[/COLOR]äudiger [COLOR=red]W[/COLOR]oLf [COLOR=red]o[/COLOR]h [COLOR=red]l[/COLOR]iebt [COLOR=red]F[/COLOR]leisch,
[COLOR=red]O[/COLOR]h Trieb, ein Schrei verblieb, schwarz das Blut.
[COLOR=red]L[/COLOR]autlos jagt es gieriges Getier,
[COLOR=red]F[/COLOR]ür die Lust, Speichel rinnt voller Frust.

[COLOR=red]W[/COLOR]ie [COLOR=red]e[/COLOR]in [COLOR=red]r[/COLOR]äudiger [COLOR=red]W[/COLOR]oLf [COLOR=red]o[/COLOR]ft [COLOR=red]l[/COLOR]abt [COLOR=red]f[/COLOR]aul,
[COLOR=red]E[/COLOR]iskalt es dich beisst, reisst, stückelt klein.
[COLOR=red]R[/COLOR]ücksichtslos' Gewalt ein Hinterhalt.

[COLOR=red]W[/COLOR]ie [COLOR=red]e[/COLOR]in [COLOR=red]r[/COLOR]äudiger [COLOR=red]W[/COLOR]oLf [COLOR=red]o[/COLOR]h [COLOR=red]l[/COLOR]ass [COLOR=red]F[/COLOR]urcht,
[COLOR=red]O[/COLOR]h lass Schweiss, riechst so gut, riechst so fein.
[COLOR=red]L[/COLOR]ecker kleckert voll der Mond rund rot.
[COLOR=red]F[/COLOR]ies grinsend seine Not führt zum Tod!


[© WBR 2004]

Anm.:
Unterschwellig es verkündet,
Sich [I]DeR [COLOR=red]WeRWoLf[/COLOR][/I] wiederfindet.
So hoch wie tief und hin wie her!
Was will man mehr? Was will man mehr!
WoLLe[B]Selbstmord[/B]

Sitze da, ritze, ratze
wetze eine Klinge gern.
Scharf sie ist, ritze, ratze,
schnitze meine Pulsadern...

Eine Trän' kullert munter
entlang die Arm' herunter
unbeschwert, denn sie ist rot
sich vermehrt, der schnelle Tod...

Liege da, schwitze, schwatze
letzte Worte vor mich her.
Bin so schwach, schwitze, schwatze,
schwarz vor Augen, immer mehr!

Eine Trän' kullert munter
entlang die Wang' herunter
zügellos, sie salzig schmeckt
flügellos, mich niemand weckt...

Laufe leer innerlich
mehr und mehr vergeblich
ich empor entschwebe
sterb' damit ich lebe...

[© WBR 2004]
WoLLe[B]Verloren[/B]

Gedränge, in der Menge
gefangen und gesichtslos
untergegangen, ich mich
wiederfinde, stehe da,

so still, so stumm,
so starr wie Stein.

Euch verwehre,
meine Blicke
ich verschicke
nur ins Leere.

Fiese Fratzen
feiern freudig,
an mir vorbei,
an mir vorbei.

Taumeln, tanzen,
toben tierisch,
an mir vorbei,
an mir vorbei.

Jeder nur für
selbst und eigen,
will sich zeigen
nicht, vor mir.

So steh' ich stramm,
stark unter Strom.

Welch Wesen will mich lesen?
Geboren und verloren
auf Erden, hier gar wandelnd
auf ewig, hier für nimmer.

[© WBR 2004]

Edit:
Vielleicht dient zum besseren Verständnis meine Post in dem [I]Hospital der Traurigkeit[/I] - Thread:[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=31555]Kennt ihr das auch?[/URL]
WoLLe[SIZE=4][B]Der Messias[/B][/SIZE]


[B][I]Prolog[/I][/B]

Bewölkt, fast tief schwarz der Himmel.
Die Wolken sich zusammenziehn,
sich raufen, vor einander fliehn,
sich haufen, zu viel Gewimmel.

Oben hell und unten dunkel,
ist dicht die Sicht am Horizont,
undurchlässig runter funkelt,
die Wolkendecke warm besonnt.

Vögel allesamt verstummen,
schweigend der Wind Miene verzieht.
Regen leicht sich einstimmt - fliegt,
prasselnd leis, klopft an ein Summen.

Da - ein Blitz kam geschossen.
Ruhe knistert, kam gekrochen
da, ein Donner voll entschlossen,
knallt und hallt so voller Pochen.


[B][I]Der Abstieg[/I][/B]

So bebt auf Erden Gottes Zorn.
Gott sprach tief und lies sie spüren:
"Menschen wollt ihr mich nicht hören?"
So seine Schöpfung war verloren.

Von Gott entsandt ein heller Strahl,
gar aus weissem Licht, durchdrang die
Wolkenschicht, beglitt schwarzer Stahl,
so trug ein dunkler Engel sie.

Sein Herz ist schwarz, ganz hassbelebt,
Flügel aus menschlichem Gebein.
Sein Schwert ein Schatten nur, sein
Blick verwest - gen Erde strebt.

Von Gott sein Auftrag bekommen,
Er die Wolken beiseite schiebt.
Er nur in sich total verliebt,
seiner Mission kann nicht entkommen.


[B][I]Die Ankunft[/I][/B]

Richtung Erde sich der Herde
Menschen nähert und in dem Schein
von Gottes Licht sich setzt so fein,
er nieder seine Glieder er.

Erhob sich aus dem feuchten Gras,
Licht im Rücken voll Entzücken.
Sein Anblick grausam, voller Hass,
Dunkelheit erblickt er und da nickt er.

Fühlt sich wie ein Kind im Paradies.
Verwundert Menschen zu ihm blicken,
Gesichtsausdrücke Fragen schicken.
Doch er grinsend freudig es geniesst.

Schwarze Seele, rote Augen,
hungrig geifernd um sich schaut.
Zum Verzehr nix Tote taugen,
ein Seelenfresser Leben braucht.


[I][B]Die Botschaft[/I][/B]

Räuspert krächzend über seine
Lippen schwer morscher Gebeine
Worte zu den Menschenscharen,
was nun wird ihn' wiederfahren:

"Bin auferstanden aus all der
Asche, verbrannter Erde, Blut.
Bin hassdurchtränkt mit eurer Glut
feurig lodernd sehnt es mich sehr!

Mein Verlangen endlos nach mehr
und mehr - so sehr - viel mehr!"
Des Engels Stimme, Wort für Wort
hallt lauter weit ins Land stark fort:

"Bin das höchste Wesen, welches
hier auf Erden je gewesen!
Verkünde euch nun behende
mit vollem Stolz - DAS ENDE!"

Ein Mensch, ganz überheblich
sprach: "Das überleb ich!
Bin niemals bös' gewesen,
ein ganz friedsames Wesen.

Und der Herr mein Schützer war."
Sprach der Engel: "Alter Narr!
Hörst ihn nicht, doch glaubst an Gott.
Wende von mir deinen Spott!

Sieht ein Blinder so, wie Du kannst hören.
Sollst nun augenblicklich sterben,
seht ich bringe euch Verderben,
auch hilft kein ewiges Betören!"

Sprach der Mensch: "Oh Herr, steh mir bei!"
Der Engel: "Ungläubiger schweig!
Der Untergang schon besiegelt ist.
Ja - abgelaufen ist die Frist."

Der Bote Gottes schwingt sein Schwert,
tödlicher Klang klingt unbeschwert.
Der Mensch zuckend zu Boden geht,
sein Leben langsam nun verweht.

"Sieh da, sieh da" , der Engel sprach.
"Nein, bitte nicht", das Menschlein spricht.
"Ha! - Haha, elender Wicht."
Die Antwort Gottes ihm entbrach.

Beugt sich über des Menschen Schoß,
nachzusetzen ein Todesstoß.
"Ja - Ja, wie gut das tut,
fließen wird menschliches Blut.

Überströmen Flüsse Leichen,
gewaltig die Massen weichen.
Mir hier und da ein Menschlein fang,
gefärbt im Sonnenuntergang!

Euch nur noch dieser Tag gewährt,
um zu sterben - wohlgemerkt.
Meine Freud' in meinem Herzen,
bringt euch Leid, bringt euch Schmerzen.

Kein Jammern kann mich hindern.
Kein Kind die Wut wird lindern.
Kein Glück darf mehr verweilen.
Kein Mann kann mich aufhalten.

Beginnend ab dem Abendrot,
richte ich euch und mach die Rund'.
Vollend mein Werk zur Morgenstund',
als Racheengel bring ich Tod.

Seid nur Abschaum der Natur.
Euer Trieb erhalten blieb,
zu töten und zu morden.
Sag' euch, es gibt kein Morgen!"


[I][B]Die Apokalypse[/I][/B]

"Hört mich an, Sterbliche:

Die Zeit gereift ist und gekommen,
habt soviel ihr doch nur genommen.
Nun nimmt der Herr und ihr könnt geben",
sprach er soeben: "EUER LEBEN!"

"Werde keine Gnade kennen,
eure Seelen müssen brennen.
Gottes Segen", der Engel schrie:
ihr habt nimmer mehr! Nie, NIE!

Alles Unwahrheiten an die ihr nur noch glaubt.
Euer Ziel verlebt, habt nicht in Gottes Sinn gelebt.

Alles grün, was ihr hier seht,
augenblicklich nun vergeht.

Tiere, Pflanzen, alles Leben,
saug ich auf in mich mit Freude.
Habt ihr nicht gelernt zu geben,
anbeginn der Zeit bis heute."

Der Engel erhob sein Schwert auf's Neue,
auf das seine Fehler man bereue.
Die Klinge das Lied des Todes summt,
schickt schwarzes Licht aus, alles verstummt.

Eine Welle der Vernichtung
brach ein in jedes Land.
Dürre überzog aus jeder Richtung,
so in Sekunden allesamt.

Aus gutem Willen geboren,
zuviel schlechte Saat gedeiht.
Hat die Menschen nur verdorben,
fehlt ihnen einfach Menschlichkeit...

...


[I][B]Der Neubeginn[/I][/B]

...

[© WBR 2004]

Anmerkung:
Bisher meine umfangreichste Arbeit, und immer noch nicht vollendet. Aber es dauert nicht mehr lange, denn [I]das Ende naht[/I]
WoLLe[B]Wieso?[/B]

Wieso nicht?
Nicht wie so oft...
Wieso nur?
Nur wie so viel...
Wieso auch?
Auch wie so ein...
Wieso denn?
Denn wie so wie...
Wieso einfach wieso?

-----------------------------------------------------------------------------------

[B]von hinten wie von vorne![/B]

-----------> - <----------
!Die Reue - eueR eiD!

Die Liebe nur Rune bei Leid.

Eis regnet sie
ist enger sie
trug nie ein Gurt
ein Gurt trug nie.

[© WBR 2004]
WoLLe[B]Ein wenig Schmerz[/B]

Spät - nein früh - egal 'st Nacht,
ganz dunkel und doch bin ich wach.
Warum nur? Ahh dieses Klopfen,
ganz eindringlich und so markant...

Vielleicht im Bad ein Tropfen Wasser,
der das Feuchte macht noch nasser?...

Nein! - Nein,nein.

Oder?: Es ist die Tür!
Ja doch, bestimmt die Tür!
- Nein: schwarze Leere,
aufgestanden und wofür?

Und immer noch, lauter jedoch
hallen Echos schräge Schläge.
Endlos schleppend dieser Takt,
gleich und gleicher rhythmisch knackt.

Dieses Pochen, dieses Klopfen
hämmert unerträglich weiter.
Bitte leise, sei doch still!
Werd' verrückt auf diese Weise.

Doch es nicht verstummen will,
langsam, schnell ganz aufgeregt,
frag ich es, was es bewegt
Schlag auf Schlag mein Schlaf zu stör'n.

Rede lauter - frag erneut
warte kurz - Nein: [I]Unerhört[/I]!!

Zornig wütend schlag ich um mich,
rot die Augen, zerzaust das Haar.
Schon seit Wochen dieses Pochen
raubst Nacht für Nacht mir meinen Schlaf!

Ein leichter Schmerz
ganz kurz erscheint
(in meiner Brust?)
'st mein Herz, dass weint
und so laut pocht ...


[© WBR 2004]
WoLLe[B]Gefühlskoma[/B]


Eine Ohnmacht der Gefühle,
die nur noch ich verspüre.
Leere, hohle Emotionen,
die in mir inne wohnen.

Alles rast, vor allem Zeit.
Fühle nichts doch nehme wahr.
Bin bereit und doch nicht da.

Die Gedanken sich nur ranken,
doch geraten dann ins wanken.

Alles rast, wie mein Puls.
Bin bereit und doch nicht da.
Fühle nichts doch nehme wahr.

Alles taub – alles stumm.
Alles blind um mich herum.



[© WBR 2005]
WoLLe[B]Schizophren[/B]

Ich mit mir und
mir mit mein,
hab ich doch mich
BIN NICHT ALLEIN ... !!!!



[© WBR 2005]
WoLLe[B]Was für eine Welt ...[/B]


Was für eine Welt
ist das nur,
die mir gefällt,
die verspricht nur,
was sie hält?

Was für ein Traum
ist das nur,
der mir geraum
erschien nur
vor kürze kaum?

Was für Phantasien
so Dinge zu sehn'
sind mir verliehn?
Doch nicht zu verstehn'
und verloren gehn'!

Was für eine Welt ...
was für eine Welt ...
... ist das nur,
die uns gefangen hält?


[© WBR 2005]
WoLLe[B]Lernen[/B]


Ach wie gerne
möchte ich ...
doch viel lerne
richtig nicht!

Immer wieder
neu von vorn,
die Satzglieder
nehm auf's Korn.

Doch richtig wichtig
ist es nichtig und

auch falsch doch richtig,
ist es doch anders herum ...


[© WBR 2005]
WoLLe[B]Das Wort[/B]


Dieses kleine Wörtchen "Wort"
entsprang einem geheimen Ort.
Syntaktisch gleichermaßen hektisch
im sinnigen Kontext der Semantik,
mit kontroversen Assoziationen
in exzessiven Konversationen
blüht die Sprache der Evolution.

Doch Bedeutung und Verständnis,
andere Worte für Erkenntnis
die Logik noch bedarf,
kommunikativer Eingriffe verhalf.
Wortoperationen im Geflügel
man zerschneidet und zusammenfügt,
neu ordnet, indiziert, maniert,
zensiert, von Sinn verziert.


[© WBR 2005]
WoLLe[B]Matrix[/B]

0100 1000 1101 00BP 1100 00BE 00BC 00BD 0100 00BB 00BB 0000 00BC 00BD 0100 00BB
0001 1000 00BD 00BI 0000 0111 1011 0100 1101 0010 1011 00BE 00BC 00BD 0100 00BB
1100 0100 00BD 00BB 1000 00BC 0010 0111 0100 00BB 00BP 1101 0000 00BD 00BE 00BB
0011 1000 0110 1000 00BD 0000 1011 0100 00BB 00BP 00BC 00BD 0000 00BD 00BE 00BB

--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---

0000 A 0001 B 0010 C 0011 D 0100 E 0101 F 0110 G 0111 H
1000 I 1001 J 1010 K 1011 L 1100 M 1101 N 1110 O 1111 P
00BA Q 00BB R 00BC S 00BD T 00BE U 00BF V 00BG W 00BH X
00BI Z 00BJ ß 00BK Ä 00BL Ö 00BM Ü 00BN & 00BO = 00BP
00CA 0 00CB 1 00CC 2 00CD 3 00CE 4 00CF 5 00CG 6 00CH 7
00CI 8 00CJ 9 00CK . 00CL ! 00CM ? 00CN , 00CO ; 00CP :
00DA - 00DB + 00DC " 00DD * 00DE ( 00DF ) 00DG [ 00DH ]

--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
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*Übersetzung*

[B]Matrix[/B]

Ein MusterRaster
BitZahlencluster
metrischer Natur
digitaler Statur


[© WBR 2005]
WoLLe[B]Weihnachten[/B]

Dunkel ist's draußen und bitterkalt.
Doch tief aus dem Dickicht im tiefsten Wald,
da hört man ein Stapfen, ein Knacken im Schnee,
das Unterholz knirscht, es frieren die Zeh'.

Ein Hecheln und Stöhnen tönt laut bis hier her,
Knecht Ruprecht ist's und buckelt sehr schwer!
All die Geschenke für Klein und Groß
muss er verteilen, welch hartes Los!

Furchtlos der alte Mann es auf sich nimmt
und wohlgesonnen uns christlich stimmt.
Doch nur wer brav und artig war
bekommt Geschenke dieses Jahr.
Und war man's nicht, dann wehe dem
die Rute straft alle Vergehen.


[© WBR 2005]
WoLLe[B]Seelenkrank[/B]


Es tut so weh, die Seele weint
Es tut mehr weh als es scheint
Tränen singen meinen Schmerz

Nervenenden vom kleinen Herz
Zucken, sich zusammen ziehen
Qualvoll nur dem Leide dienen

Brauche Farbe möchte malen
Der Erlöser sie mir bringt
Bekämpfe meine Emotionen
Der Erlöser in mich dringt

Mein Geist verschafft sich Luft
Rieche Blut, welch süßer Duft
Kreidebleich wird mein Gesicht
Die Gedanken leeren sich

Schwarz fliegt fort
Grau mischt weiß
Rot malt dort
Ich bin: f-r-e-i...


[© WBR 2005]
WoLLe[B]Leiden schafft Lust[/B]


Schmerz sich in mir weitet
Und die Lust verbreitet
Hemmungslos mich zu ergeben
Flammen groß sich vor mir heben
Brennen meiner Leidenschaft
Kenne keine Einzelhaft

Schaue meine Hände an
Krank, aber dankbar dann
Zwischen meine Beine gehe:
Ein Aufschrei meiner Seele!

Bilder der Gedanken
sich im Kopfe ranken
Sehe dies, fühle das
Habe einen Heidenspaß

Nach dem Akt der Schänderei
Folgt dem Sinn die Plackerei
Beständig Lust behende
Leide ständig ohne Ende...


[© WBR 2005]
WoLLe[B]Erotica Feminus[/B]


Wilde Gelüste
Zarte Brüste
Sanfte Küsse
Feuchte Flüsse
Lecke Deine
Lange Beine
Koste Deine
Koste Meine
Warme Säfte

Streiche über
Deine Hüfte
Süße Düfte
Deine Haare
Meine Lende
Meine Hände
Alle weise
Leise kreise
Gebe keine
Liebe Diebe

Nehme meine
Finger gerne
Taste deine
In der Ferne
Dringe ein
Komme allein
Gehe mit dir
Komm wieder zu mir...


[© WBR 2006]
WoLLe[B]Necrophil[/B]


Abends wenn es dunkel wird
Lauf ich alleine ganz verstört
Auf den Fiedhof meiner Liebe
Um zu dürsten meine Triebe

Der Mond scheint voll
Ja es ist hell
Die Turmuhr schlägt
Ja es ist zwölf

Die Zeit bleibt stehn
Stunden vergehn
Das Grab jetzt leer
Fall über sie her

Noch frisch sie ist
Das macht mich geil!
Wie schön sie ist
Und auch so kalt!

Erst seit gestern beigesetzt
Wird ihr Kleid schon heut zerfetzt
17 Jahre lang gereift
Ihre Glieder ganz versteift

Ich sie mir zurechte biege
Und an ihrem Schoße liege
unerbittlich mich nicht tue
schände ihre Totenruhe

Doch von ihr nicht lassen kann
Und sie noch verschleppe dann
Tief im Wald am Wurzelgrund
Grab ich ihr ein neues Haus

Markier mein Revier wie ein Hund
Silber glänzt und strahlt die Haut
Verscharre sie mit bloßer Hand
Wart auf morgen Abend ganz gebannt...


[© WBR 2006]
WoLLe[B]Der Vampir[/B]


Nach Blut sich sehnend weiblicher Wesen
Möchte beißen, saugen, lässt verwesen
Die leeren Hüllen ganz und gar
Schon mehr als tausend Jahr

Rote Soße
seine Muse

Doch der Virus es erschwert
Reine Ware unversehrt
Zu bekommen und zu trinken
Muss im Moloch nun versinken

Durch die Nacht im Dunkel versteckt
Hat der Graf verbracht und ist verreckt...


[© WBR 2006]
WoLLe[B]HoMo Erotica[/B]

Gleich und gleich gesellt sich gern
Jedoch liegt das vielen fern
Er und er und sie und sie
Wollen nicht wie er und sie
Denn ihr und ihm ist es abstrus
Zu lieben wie's die Masse tut

Wollen lieber sich vereinen
Mit der ihren und der seinen!

Gleich und gleich verbringen Sie
Tag auf Tag ihr Liebesspiel
Liebkosend und zärtlich
Nie endend und herzlich


[© WBR 2006]
WoLLe[B]SuchT[/B]

Gib mir denn ich brauche doch
Gib mir nur doch einmal noch

BiTTe gib ich brauch es jetzt
Fühl mich leer und so verletzt

Gib mir denn ich brauche doch
Gib mir nur doch einmal noch

BiTTe gib, BiTTe gib
BiTTe gib mir mehr davon
BiTTe gib, BiTTe gib
BiTTe gib ich sterbe sonst

Gib mir denn ich brauche doch
Gib mir nur doch einmal noch

BiTTe gib ein letztes mal
Will dann nie mehr leide Qual
Diesmal wirklich denn ich will
Gib mir und ich bin dann still


[© WBR 2006]
WoLLe[Center][B]Melodie[/B]

Es folgt ein Ton
Der am Klavier
Gespielt von dir
Liebevoll schon

Ganz zart und sanft
Und einfühlsam
Gewidmet mir
Nur ganz allein

Gefolgt von mehr
Zusammenfügt
So wunderschön
Zu Melodie

Betäube mich
Ton für Ton mit
Komposition
Sirenenhaft

Verzauberst mich
Dein Bann mich hält
Ein Gefühl von Welt
Ich liebe dich


[© WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]Synesis[/B]


Ohne dein kann ich nicht bin
Und ohne dir mich auch nicht war
Nicht bin gekonnt und je geworden
Wie ich und dich einst geschah

Nur unser war bestimmt das bin
Und wenn dein wirklich liebt
Oder uns zusammen sind
Dir mich all Fehler vergieb


[© WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]Filmriss[/B]

Nahaufnahme Augen offen
Groß verflucht weit aufgerissen
Hektisch hin und her betroffen
Blicken wirr ganz aufgeregt

Schnitt zur Nase Großaufnahme
Nasenflügel klappen ständig
Kontrolliert unregelmäßig
Schwerer Atem durch sie dringt

Schwenk zum Mund geschlossen dann
Lippen beben Zähne zittern
Einsatz Herzschlag rhytmisch schnell
Mund erschrocken voll verkrampft

Schnitt Totale ganz verschlungen
Dschungel um die Kreatur
Wie versteinert nichts bewegend
Stille nur und Herzschlag pur

Langsam auf ihn zu bewegend
Bei inversem gleichen Zoom
Schnitt Halbtotale auf die Beine
Zack, er wendet und rennt los

Nun Finale: eine Jagd
eines Menschen Untertan

Ohne Schnitt quer durch den Wald
Auf den Fersen dicht am Nacken
Ihn dann doch die Pranken kalt
Finster nahe sind und packen


[© WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]R.I.P.[/B]

MeMentuM
AnA
Xenophil anneX

Casus noC
A
ScenarioS

Tempus TakT
LuzidaL
EffEctE


[© WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]Dein Gesicht[/B]

Samtweich schimmert deine Haut
Poetisch sinnlich herrlich duftet
Tief und tiefer mich verliere
Jeder Atemzug ist schon genug

Strähnenhaft luftige Haare
Wie im Winde sanft bewegt
Tief und tiefer mich verliere
Jeder Weg durch sie erregt

Kometenstaub gefüllte Augen
Glitzern, glänzen, funkeln schön
Tief und tiefer mich verliere
Jeder Blick verführt geschickt

Rosenrot gefärbte Lippen
Sinnlich voll und voll Genuss
Tief und tiefer mich verliere
Jedes Wort berührt vor Ort

Wie ein Kunstwerk dein Gesicht
Harmonie und Perfektion
Tief und tiefer mich verliere
Vermute eine Illusion...

Oh du Schönheit ganz und gar
Zeig dich mir in vollem Glanz
Oh du Schönheit wunderbar
Zeig dich mir doch ganz

Auge an Auge
Mund auf Mund
Im Angesicht
Mit Haut und Haaren
Ich verliere mich...


[© WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]HekTiK[/B]

TiCk TiCk TiCk TaCk
HekTiK im TakT

TaG TaCk TiCk NaChT
TaCk TiCk TiCk TaCk
TaG TaCk TiCk NaChT
TiCk TaCk TakTik

Diktiert laut!
Diktiert laut!

TiCk TaCk TiCk TaCk
Laut - Laut

Diktiert stark!
Diktiert stark!

ZiCk auf ZaCk
ZiCk auf ZaCk

kLiCk kLaCk
kLiCk kLaCk
kLiCk kLiCk
kLiCk kLaCk

Im TakT
Im TakT

TiCk

Im TakT

HekTiK
Im TakT

TakTiK
Im TakT

TaCk

Im TakT

TiCk TaCk
HekTiK


[© WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]Männer[/B]

Ein Mann ist wahrlich dann ein Mann,
wenn er zwar will aber nicht kann!
Wenn er dann kann aber nicht will,
dann macht die Frau und er ist still.

Ein Mann nur dann ein solcher ist,
wenn er fürwahr ein Bolchewist!
Wenn er weiterkämpft einen Krieg
eines Mannes verlor'nen Sieg.

Ein Mann der tut mehr als er sagt,
der handelt wenn der Rest verzagt!
Ein Mann ein Wort, steht wie ein Baum.
Steht zu seinem Wort wie keiner kaum.

Doch auch der Mann zerbrechlich ist
und rackert bis zur Galgenfrist
und stirbt vergeblich ohne Ruhm.
Was der Welt bleibt ist Genugtuung.


[© WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]Semiotik Auditiva[/B]

bin
gegen Gewalt und Gegengewalt

bin
gut zu hören also gut zuhören

bin
wieder wider wie der...

bin
gerecht gerächt

bin
Oh Kult Okkult

bin
ein Druckeindruck

bin
groß statt Großstadt
und
klein statt Kleinstadt

bin
hell erschien und heller schien
ich wie noch nie!

bin
die Aufgabe der Aufgabe
die erhellt erhält er hält

und gehe tiefgründig zu Grunde...


[© WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]Ilie und Peter[/B]

Die Ilie ist ein liebes Kind,
die nur selten wenig spinnt.

Auch der Peter ist ein lieber,
hütet Ziegen, der Ziegenpeter.

Doch zusammen sind die beiden
kaum noch zu unterscheiden.

Denn die Ilie ist dem Peter seine
Also Peter s Ilie
Und isst dem Ziegenpeter seine
Petersilie


[©WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]Küchen Intermezzo[/B]

Nehm das Messer zicke zacke
Und Tomaten nun zerhacke
Mal gewürfelt mal in Scheiben
Keine darf normal mehr bleiben

Nun die Zwiebel sie ist scharf
Muss geschnitten werden bei Bedarf
Doch in Stömen fließen dann
Tränen auch bei einem Mann

Ab damit dann in die Pfanne
Und ein Ölschluck aus der Kanne

Nun der Fisch ja es ist Lachs
Auf den Tisch damit und knacks
Schneid ihn auf der länge nach
Filettiere dann welch Schmach

Die Pfanne nun schon gut erhitzt
Wo der Fisch nun weiterschwitzt
Ja der Wein der darf nicht fehlen
Übergieße weiß an allen Stellen

Und natürlich auch zu Ehren
Darf der Koch Wein nicht verwehren
Schmecke ab und nippe kurz
Trocken ist er wie ein Furz

Fröhlich und ganz heiter
Geht das Handwerk schließlich weiter

Wieder mit dem Messer
Mach ich alles gleich viel besser
Häuten muss ich nun die Knollen
Und dann kochen die Kartoffeln

Was fehlt noch? Kurz überlegen
Ein Schluck Wein nehm ganz verlegen

Ach jetzt fällts mir wieder ein
Denn Gewürze müssen sein
Lorbeerblätter und Piment
Sind des Koches Element

Auch der Pfeffer und das Salz
Sind wie Hopfen und das Malz
Darauf kipp ich mir noch einen
Das wird schmecken will ich meinen ~

Ach du Schreck jauchze ich auf
Und eile dann im schnellen Lauf
Zu der Pfanne mit dem Herd
Wie es spritzt der Fisch sich wehrt

Qualm verziert durch Küchendüfte
Fliegt durch Teufelsküche Lüfte

Ach du lieber GoTT Herrjemine
Angebrannt ist's und passé
Darauf noch nen Schluck ich brauche
Ohne es sonst knurrt im Bauche

Alles nun entsorgen muss
Und ganz mürrisch voll Verdruss
Bleib im Überfluss dann lieber hier
Bei meiner kleinen Flasche Bier ~


[© WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]Intima[/B]

Feucht benetzte heiße Haut
Kraftvoll schreist du mit mir laut

Jeder Stoß in deinen Schoß
Mich wild unerbittlich stillt

In Ekstase sind wir beide
Zitterst voll am ganzen Leibe

Lüstern vorgebeugt und Flüstern
Wir Allerlei an Sauerei

Willst noch mehr von dem Genuss
Bittest um ein Cunnilingus

Nun von Hinten einfach so
gibt's nen Coitus a Tergo

Und als letztes ganz zum Schluss
Kommt der Coitus per Anus

Innig liebend wild und viel
So ist unser Liebesspiel


[© WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]Egoman[/B]

Ich bitte nicht
ich nehme dir
Ich danke nicht
ich gebe mir

Ich will nur mich
denn ich bin ich
Ich mag nur mich
Sonst niemand nicht

Wer mich ignoriert
Ob falsch ob richtig
Wird Terrorisiert
Denn ich bin wichtig


[© WBR 2006][/Center]
WoLLeTief liegen die Fliegen, die tief fliegen...


[©WBR 2006]
WoLLe[Center][B]Stechen ohne Stachel[/B]


Igelmann sieht Igelfrau
verliebt sich schnell
und spricht sie an

Igelfrau hört Igelmann
mustert ihn,
denn sie ist schlau

Igelmann hofft und bangt
wird vor warten richtig kank
Igelfrau denkt und träumt:
"los erober mich mein Prinz!"

Doch Igelmann weiß nicht mehr recht
ob sie ihn mag oder findet schlecht
Igelfrau wartet auf Igelmann
und Igelmann spricht irgendwann:

"Warum bist du so gemein
solltest meine Liebe sein
stattdessen bist du ganz kalt
dann werde halt alleine alt"

Igelfrau fällt aus allen Wolken
Ihre Liebe hätte ihm gegolten
Doch er verschmäht sie einfach so
drum geht sie langsam traurig los

Tränen füllen ihre Wangen
Igelmann sieht ihr Gesicht
Die Liebe unbefangen
öfter als ein Igel sticht.

Igelmann rennt ihr nach:
"Entschuldige das wollt ich nicht!
Bitte hör auf und liebe mich."

Igelfrau sieht ihn an:
"Du liebst mich doch,
mein Igelmann!"

[© WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]>eNoLa<[/B]


Ich verschwende einsam mich
Ich verende nur für dich

Weiß nicht wer du bist
Doch in meinen Träumen
Hoffnung du mir gibst

Meine Flamme brennt ein Licht
Suche, doch ich sehe nicht

Möcht dich finden noch bevor
es dunkel wird um mich herum
Doch die Zeit spielt gegen uns

Es wird finster
ich hab Angst
blind zu werden

Doch mein Herz
das spricht zu mir
ich such weiter
nur nach dir!

Du wirst immer sein
und auf ewig bin ich dein!


[© WBR 2006][/Center]
WoLLe[Center][B]Sehnsucht[/B]



Ein Leben lang suche Ich
Bis Ich finde endlich Dich.

Möchte teilen, möchte geben
Will Dich in die Arme nehmen
Und mit Küssen überhäufen
Für den Rest meines Lebens.

Ein Leben lang trau Ich mich nicht.
Doch dann warst Du und Ich war Ich

Mit Liebe erfüllt, mit Liebe bedrängt
Haben mit Schweigen uns Blicke geschenkt
Und für nur einen kurzen Moment
Ganz nackt gefühlt, ganz unverschämt.

Ein Leben lang suchte Ich
Bis Ich fand endlich Dich.

Wollte teilen, wollte geben
Wollt Dich in die Arme nehmen
Doch Du gingst bevor Du kamst
Und Ich such weiter: Mein Leben lang!



[© WBR 2007][/Center]
WoLLe[Center][B]SABIN[/B]



Du siehst mich an
Und siehst mein Schmerz
Erkennst dich selbst
Nimmst dir ein Herz

Du sprichst mich an
Und sprichst so lieb
Mein Blick noch starr
auf Dir verblieb

Kurzes Schweigen
Folgte dann
Das Eis gebrochen
Du nicht mehr kannst

Nur wirres Zeug
Mein Mund verlässt
Und Du mich nur
Missverstehst

Ganz tief in mir
Schon lange her
Brodelt Verlangen
Und Begehr

Denk viel zu oft
An Dich allein
möcht allzugern
Doch bei Dir sein

Zwischen uns das
Wünsch ich mir
Ein Wiedersehn
Allein mit Dir


[© WBR 2007][/Center]
WoLLe[Center] [B]SaBiN[/B]



[B]S[/B]inn verloren
[B]A[/B]n Dich
[B]B[/B]in Ich
[B]I[/B]mmer
[B]N[/B]och


[© WBR 2007][/Center]
WoLLe[Center][B]LIEBE[/B]


Dort wo tausend Rosen stehn
Sollst Du mein Schatz gebettet sein.
Im Dornenkäfig wunderschön
Zum Schutz für mich nur ganz allein.

Wie ein Spiegel jede Blüte ist
Und meine Wunden reflektiert.
Du langsam meine Seele frisst
und schürst nur meine Gier.

Wenn ich Dich sehe, sehn ich mich...
So zierlich und zerbrechlich bist...
Erneut Verlangen stärker ist
Vor Herzeleid, dann weine ich.

Millionen Dornen stecken tief
Und meine Narben ewig bluten.
Träumte süß bis ich einschlief...
Doch Du bliebst mir verborgen!



[© WBR 2007][/Center]
WoLLe[Center][B]Der Kuss[/B]

Deine rosaroten vollen Lippen
schauen mich sehnsüchtig an.
Samtweiche sanfte Lippen
und nur die Sonne kitzelt sie dann und wann.

Jedes Wort was du gesagt
zu mir wahrhaftig ist.
Und jeder Ton und Klang
sehr herrlich ehrlich ist.

Beneide Winde die deine Lippen streifen,
Brot und Wasser, wovon du zehrst.
Möchte deine Lippen streichen
wie Violinensaiten sehr.

In meine Arme
herzlich dich an mich drücke.
Halte dich so gerne
und vor Freude gar entzücke.

Endlich dann ergeb ich mich
und bringe dich zum schweigen.
Führe meinen Mund ganz vorsichtig
auf deinen.

Zärtlich dich Berühre:
sanfte Küsse schenkst du mir
intensiv dich spüre
neue Welten öffnen sich

Mein Herz rast im Takt
einer Symphonie
Kein Tag vergeht
kein Wind mehr weht!

Immer wieder neu auf neu
dich küsse
zuckersüßer Sternenstaub
und ohne, dich vermisse!

[© WBR 2009][/Center]

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