| Astarte | Untotes Glück Ein roter Blitz fiel herab aus der Glut Begehrte den Aufstieg der lichtenen Leere Erbost über Freiheit von sanfter Wut Zerteilte den Blick gutdünkener Meere Von Klugheit durchtränkt pflügte er seinen Pfad Nach vorne blickend getreu seiner Mutter Die stillschweigend nur um das Beste ihn bat „Gib den Getreuen ihr gottloses Futter“! Er liebte die Fesseln, die einst sie gesponnen Und pflegte den Mammon wohl zierlicher Pracht Mal strafend den Wicht, er im Kleinen besonnen Dann ehrend den König in einsamer Wacht Zu kennen den Weg der ihm vorgeschrieben Erfüllte sein Herz mit ewiger Freude So wusste er immer: Hier darf ich lieben Kein Anlass zur Angst, dass er etwas vergeude Das rostrote Mal auf der Stirn wohl vergessen Pulsierte gemächlich in enger Windung Der kleine Mann der sich einst besessen Ein löchriger Wurm nun verwesender Bindung So blickt ihn nur an den Tränenlosen Gequälte Mimik der Endlosgezeiten Wenn adlige Stürme und Wetter gar tosen Erneut sein klägliches Mahl wird bereiten Ein kleiner Wind schleicht blassblau und fein Sich nähernd dem toten Wesen der Pein Auf ledernen Sohlen dem Menschelein Ein Vorhang schließt sich doch Wollt Ihr hinein? |
| Astarte | Malerwelten Pinselpastell auf lilaner Wut Sachtes Piano durchfließt das Papier Bleistiftaugen in zartgrauer Glut Und Schwarzbrombeerlippen im wartenden Hier Leise umrundet in güldner Manie Vergangenheitsrot auf blonddichtem Haare Zukunftsfremd warnend die Cemballi Des Künstlers greller Natur bewahre In strammblauen Strichen der Körper hinfort Ein Klingeln in weiß es dringt an ihr Ohr In stetig Sekunden ein grünlicher Ort Geliebtes Verderben öffnet gestern sein Tor Die Hände geschmückt mit Silberzier Sanft ausgefüllt in lieblich rosé Doch Endloskampf der schwärzesten Gier Des Malers Träume, schon bald passé? Paukenschlag lacht Harfengeschrei Das Heute wacht Im Farbenbrei Rosaerzürnt die Kralle sich hebt Visage zerronnen in hähmischem Groll Der Pinsel noch träumend den Nabel belebt Ihr Zahn sich verfängt im Liebesmoll Pastellgewitter durchs fette Vorbei Und wächsern Ströme sie fließen ins Dort Ein graugelber Klang lockt sie wieder herbei Farbiges Morgen, doch falscher Ort? |
| Astarte | Freiheit und Fesseln Gefängnis der besonderen Art Falscher Schlüssel? Albtraum und Selbsthass folgten Der Weg war klar doch nicht die Zeit War es zu spät? Für mich, für Dich und unseren Frieden? Die Schuld hat sich manifestiert doch war sie nur Flucht Vor mir selbst und dem schreienden Kind Tränen der Stärke und Schwäche, welche mich schlug durch Deinen Geist freier als Du glaubtest Ein grober Irrtum Wer ist wer? Im Rollenspiel der Narren Setz mir die Kappe auf Lass mich fliegen Ich will nicht zurück Der Pfad ist zu eng um nicht zu stürzen Und dieses Mal wieder aufzustehen …. |
| Astarte | Kastanienbauten Lachend rufe ich Licht verzückt Rollend und schwankend auf grader Bahn Dunkel entrinnet, Schwärze entrückt Wahnsinn der Freude Rosenelan Gelblich Jugend auf fallendem Blatt Unklar Gesichter sie grinsen nach Nord Sichtbar Dich mache Du Däumling satt Trunken nehme die Nüchternheit fort Zwetschgenmus mir Wohlsein verleib Östliche Hände geschnetzelt auf Hirn Seltsames Weilchen noch gern verbleib Bevor Ihr blicktet gen Siebengestirn Braune Frucht sie schwand dahin Mein Kiefer zu brechen imstande nicht ist Blassblaue Adern Euch hadert der Sinn Verwesenden Dämon Ihr habt vermisst? So mag Euch durchlöchern mein eisig Schrot Lachend rufe ich Leere verzückt Und jaulet jämmerlich blinde Not Licht entrinnet, Sonne entrückt |
| Astarte | Nachruf Im Schlafe sucht Greisinnen Hand nach Mutters Schoß Das graue Kind blinzelt schalkhaft dem Tode Vertauschte Gesichter im Sturm vergessen Und ewig Flut Getöse verblasse Blaues Gewürm kriecht fortwährend noch Mein Antlitz verwesend der Sinne beraubt Bestohlen jedweder Inspiration In Deinem Grabe verloren, lächelnd Kein Vorwurf entflieht meiner löchrigen Zunge Nur einsame Trauer die Hände erstarrend Der Schrei nach Vergeltung und Schuld verklungen Unbarmherzige Öde der schwarzen Mutter Kein Warten erlöst mich noch freie Entscheidung Ob Odem ob Fäulnis nichts verändernd Ob Dichtkunst vollendet Gedankengut Kein Chaos Deine Ordnung verheere Die Träne fällt leise auf schwarze Erde Das Bündnis auf ewig gleich leeren Trostes Verständnis in mir Dein Platz verweile Ruhe nur, ruhe! und finde, finde! |
| Astarte | Falsche Gründe Es sind falsche Gründe Für die Du mich hälst Schiefe Wahrheiten Durchbohren mein Kreuz – schmerzhaft Falsche Gründe Dass wir uns begegnet Und doch so lieblich real Die seidige Träne – wahrhaft Dein Weg in der Mitte Will ruhen im Chaos Mein Pfad nicht geschrieben Stets wabernd nach Glück So muss ich noch humpeln In sengender Nacktheit Du schließt Deinen Daumen Aus Deinen Gründen Und magst mich nicht fühlen Für unsere Gründe Die niemals geboren Und doch existent So bin ich verloren In blutblassen Gründen Werd weiterhin suchen Die Kreuzung der Sinne |
| Astarte | Friedenspfeife vergangener Egos Ein kleines Holz ich habe entflammt um ein Friedenspfeifchen zu rauchen mit Dir mein Ego ich hatte verdammt zu fauligen Zeiten Dich konnt nicht gebrauchen Der schwarze Stich den Du mir gesandt war hilfreich nunmehr, so trete ein erkenne ich endlich wie tief verwandt mir triefend Antlitz nur konnte sein Und lasse uns reichen die grelle Mixtur von ihr, die des Wissens über uns lacht vereinen könnte gespaltne Figur und mich erlösen von ewiger Wacht Genieße nur Momentum der Ferne des seltenen Friedens heutigen Seins so ist nicht gewiss ob gut und gerne Besitztum vermeldet des nebligen Schreins |
| Astarte | URGEZEITEN oder S E H N S U C H T Auf glutrotem Pfade in dunkelster Pracht Sucht er nach verlorener Zier. Tastend sein Finger dubioser Macht Zersetzend der Eifer höllischer Gier. Sein Zahn verträumt in toter Manie Durchbohrend die Stille der Ewigkeit. Verloren der Zeiten Sympathie Sehnsucht nach verlogener Schönheit. Zerklüftet der Schutzwall vor Zukunfts Ross Schon dringt die Hufe kratzend und schwer. Der Geier erhöret das klirrend Schloss Drei Kämpfer niemals erfüllet, nie leer. Und sie, die immer bewegt und doch starr, so wacht sie weiterhin ohne zu sehen Ihr Wissen - wie falsch, wie wahr Immer erfüllet, Immer leer. |
| Astarte | Erwartungen Splitterblick in Deinem Gesicht Rosa lechzend das Auge mich trifft Freiheit erwürgend mein Ego bricht Das Liebeswort als Träumergift Stellst mich erwartend aufs lichte Podest Und flehst nach ewiger Innigkeit Nur ich könnt Dir geben, den Anfang den Rest In bittersüßer Blauewigkeit Schwelgend in rausanfter Realität Erkannt von dem versklavten Thor Bittest kniend es sei nie zu spät Und wieder hebst Du mein Antlitz empor So war es ein kleines Lebensspiel Ob wahr ob Traum ob Lügen die Worte Mich einzufangen war heiligstes Ziel Und mich zu fesseln an Deine Orte Einst in Knechtschaft saure Äonen Schwor ich mir Kälte entgegen der Gier Du kannst in meinem Herz nicht mehr wohnen Zerstückeln nicht lass es von (D)einem Tier Trauer umfängt mich Dich fortzuschicken Angstfrei und doch verlässt mich mein Ich Begreifst Du nicht wahre Liebe zu blicken Einsame Sätze doch wähle ich Mich |