| ZoraKästner | Als Hänsel und Gretel durch den Wald liefen, bedauerten sie da des anderen Blut? Als der Wolf die Großmutter fraß, bedauerte er da der anderen Herz? Die Zweiten existieren, können liebevoll sein, oft sogar. Doch trotz allem kann ich ihr Atmen manches Mal nicht ertragen. Diese überreizt pochenden Herzen, diese wie irre hantierenden Finger. Diese Einfältigkeiten, die zu viele Male aus ihren Mündern quellen. Und ich vermag es nicht, mich aus diesem Morast zu erheben. Die Gebärden, Forderungen und ungerechten Aussagen der Zweiten halten mein Haupt unter dem Schlick. Bin wie ohnmächtig, wenn sie ihre Stimmen erheben und weiß nicht, wohin ich den Kopf zuerst wenden soll. Fühle mich selbst schon wie der Störenfried angesichts ihres ständigen Klagens. Möchte so gern den Schneid aufbringen, ihnen denselben Schlamm ins Gesicht zu treiben, in dem sie mich versenken. Doch als Aschenputtel der Trauer genug in ihrer Seele trug, bedauerte sie da den Platz neben ihrer Stiefmutter? |