German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Gärten der Poeten
    Thema: Wandeln mit Sehnsucht
Medea152Gedanken

Verloren in Einsamkeit
Gefangen in Ewigkeit
ohne Vergessen

In Trauer ertränkt
in Zweifel versenkt
ohne Halt

In Schweigen gehüllt
mit Sehnsucht erfüllt
ohne Memoria

Der Durst nie gestillt
der Hunger nie getilgt
ohne Sieg

Die Ruhe ist von kurzer Dauer
zu groß war die Trauer

Ein Leben in Agonie
gefüllt mit Lethargie

Getragen von Riten
lass' ich mir nichts bieten
In Einsamkeit
In Ewigkeit
Medea152Ob Kritik oder Interpretationen, bitte hier:

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=82184[/url]
Medea152Reflexives Ich

Zerstörung von innen durch eine
Systematische Demütigung
Des eigenen Seins

Ich werde in Formen gepresst
Die Schmerzen Sichtbar
Im Spiegel der Seelen

Berge und Flüsse ziehen vorbei
An einem durchsichtigen Würfel
Ohne Ecken und Kanten

Schau genau hin
Vor lauter Individualismus tragen sie Uniformen
Sie passen mir nicht
Medea152In Lethargie lässt es sich gut leben.
In Hysterie nimmt dich niemand ernst.
Sei ruhig
still
stumm
Das hilft.

Lass dich lenken
von den anderen
gehe einen Weg
der geebnet ist
schaue nicht
nach links und rechts
nicht in den Nebel

Richte dich nach der Vorlage
falle nicht auf
mach nichts dummes
sei lieb
zu allen
sag nichts falsches

Bleibe hier
bei mir
sei wie ich
sofort und immer
stutze dir die Flügel
selbst

Spiele Theater
für mich
sei lieb
zu allen
genieße die Lethargie

Das ist ein Befehl!
Medea152Hilft es dir
mit geschlossenen Augen
mich so zu sehen
wie ich nicht bin?

Hilft es mir
mit geschlossener Seele
dich und die deinen
so zu sehen
wie ihr seit?

Hilft es uns
gemeinsam zu sein
was wir nicht
sein können?
Medea152Atmen

In den Augen der Schmerz
Das Messer im Herz
Um den Hals der Nerz

Auf der Wiese grün
Galoppiert das Schwein kühn
Tut es sich bemühen

Es tut den letzten Atemzug
Sein Leben war Lug und Trug
Doch am Ende war es genug

In Liebe lebte es auf der Welt
Gestorben ist es für Geld
Die Glocke, sie schellt
Medea152Am Anfang steht
im leisen Licht
getaucht ein Hauch
aus klarer Schicht

Gehe nimmer hin
der graue Zwirn
führt den falschen
Weg dich
zur ersehnten Erlösung

Wenn sie sehen
wie du denkst und schreitest
versteck' dich nicht
hinter schimmernden
Schreinen der Vernunft

Am Ende steht
ein dunkler Schatten
verdreht in Gedanken
verwiesen bis
in die Schranken
Verstummt
Medea152Ich werde sie alle zerstören
vereint enthaupten
allein durch die Wälder ziehen
entzweien die Äste

Ich werde verwunden die Hoffnung
dass sie auf ewig
entfernt sei durch eine
rettende, zerstörende Hand

Ich werde erleuchten die Gedanken
an eine bessere Welt
so dass sie bersten
und fallen wie Scherben
aus Glas

Wie soll ich je behalten
was mir lieb ist
wenn es sich mir entrinnt
zwischen meinen Fingern
der warme Sand verbrennt
mir die Hoffnung auf
ein Leben in Kälte
und Einsamkeit

Ich werde verbieten die Freude
auf ein Neues damit sie
nie wieder mich erfassen mag
und der reinen Trauer die
gebrauchte Luft macht


Ich werde verbieten die Liebe
weil ich keine Sprache habe
die ich als Kind hätte lernen können
Die Ursprache der Menschen, die liebe

Ich werde erlauben
die völlige Verbannung
auf ein Neues damit
sie hält mich in ihren warmen Schwingen

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur