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  Forum: Gärten der Poeten
    Thema: Netze
EloandraGut, Ich wollte zum erstem Mal ein paar Gedankennetze von mir frei geben zum Lesen.
Habe ich noch nie gebracht.
Kritik gerne hier: [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=82485[/url]


Die Nacht

Die Nacht ist grausam,
ist grausam,
mordet das Licht,
das Licht und den Tag.

Dunkel
und Schwarz

Die kohle-farbene Seele
Flügel
Flügel aus Feuer
und ein Herz
aus Stein

Jagt den Frieden

Mein Herz pulsiert
schmerzt
denn die Nacht

Die Nacht
Hat mich gefangen.


Geschrieben an einem Todestag 2011
EloandraDas Buch, der Wind, die Farben

Bunte Farben,
bringen das Leuchten,
verdecken die Narben.

Wirbeln umher,
ziehen mich mit,
aus dem finsteren Raum,
einst farblos und leer.

Erinnerungen fliegen,
werde ich sie kriegen?

Fange sie ein,
trage sie heim',
das Leuchten,
das Glänzen.

Die Zeit vergeht,
der Wind,
er weht.

Öffne das Buch,
lichte das staubige Tuch,
sehe das Lachen.

Es steckt mich an,
zieht mich in seinen Bann.

Die Bilder,
die Dinge,
die Sachen,
sie fliegen so hoch,
wie im Wind ein Drachen.

Öffne das Buch,
sehe vertraute Gesichter,
die dunklen Wolken werden lichter.

Ein lautes Lachen,
klingt durch die Nacht,

Der Moment,
die Farben,
sind längst erwacht.


Wer ist der Wind,
wer ist der Drachen,
wer ist das Kind,
wer lacht das Lachen?

Das seid ihr.
Dort und hier.

Geschrieben am 12.12.2011
EloandraDer Vogel

Ich segle hinfort,
weit weg,
an einen fremden Ort.

Breite die Flügel aus,
fliege hoch hinaus,
lache,
über das,
was ich mache.

Sonne, Sterne, Mond,
begleiten mich,
mich,
die nun hoch am Himmel wohnt.

Das Rote weckt,
das Schwarze deckt,
deckt zu,
für die tiefe, nächtliche Ruh'.

Ich segle hinfort,
an einen weiten, fremden Ort?

Wohin gehöre ich,
ich,
der Vogel,
der mir bis auf die Federn glich?

Breite die Flügel aus,
fliege hinaus,
lache und erwache.

Es war doch nur ein kleiner Vogel,
den ich sah.

Falsch oder Wahr?
Geschrieben am 12.12.2011
EloandraErwachen

Lege mich ins Laub,
schließe die Augen,
werde bedeckt von Staub.

Sehe Blätter langsam fallen,
die Wolken zu riesigen Heeren ballen.

Beobachte den Wind beim Tanz,
fange ein den Sternenglanz.

Lausche dem Gesang,
dem zarten Regentropfenklang.

Strecke die Hand zum silbernen Mond,
bin den hellen Schein schon lange nicht mehr gewohnt.

Verstecke mich im dichten Moos,
gleite weich in einen Traum.

Sitze zwischen hohen Bäumen,
verstecke mich,
wie ein Kind in alten Räumen.

Segle durch die warme Luft,
atme tief,
rieche den vertrauten Duft.

Lege mich ins Laub,
schließe die Augen,
werde zugedeckt von Staub.

Am Ende der Nacht
werde ich schlafen,
dann,
wenn die Sonne erwacht
EloandraLabyrinth

Laufe,
den Wind im Gesicht,
den Mond als helles Licht.

Tiefer in den großen Wald,
das Labyrinth,
es endet sicher bald.

Taste mich entlang,
enge Wände, kalte Luft,
atme ein den alten Duft,
meiner Seele wird so bang,
immer schmaler wird der Gang.

Einsamkeit mein einz'ger Gefährte,
silberne Schwärze stützt,
das Alles mich die Sonne lehrte,
welche mich niemals hat geschützt.

Laufe schneller,
stolpere schon fast voran,
wie ein einem finst'ren Keller,
ohne Treppe,
nur mir Gang.

Tiefer in den großen Wald,
das Labyrinth,
es endet bald.

Falle!
Es gibt kein Zurück,
das Rätsel,
in der schwarzen Kralle.

Höre zarte, lockende Musik,
renne, fliege,
bis ich erneut am Boden liege.

Weinend auf den Knien,
kann von hier nicht mehr fliehen.

Denn das Labyrinth,
immer gegen mich gewinnt.

Das Labyrinth,
welches mich für immer gefangen nimmt.
EloandraBrennendes Band



Eine Hand,
Dein Blick,
die Musik,
ein Schritt,
ein durchsichtiges Band?

Weg, so weit weg.
sehe ich mich selbst,
nach den Minuten,
in welchen Du,
Alles verbranntest.

Dein Lächeln,
flackernd, lichterloh.

Eine Hand,
ein Blick,
die Musik,
ein Schritt,
Kein Band.

Weit weg,
trägt mich,
jemand,
den du nicht besitzen kannst.

Dein Lächeln,
flackernd lichterloh.

Eine Hand,
ein Blick,
die Musik,
ein Schritt,

Du bist es nicht.

Dein Lächeln wütend verglüht,
mit dem Du mich einst,
blendend heiß verbrühst.
EloandraGedankennetz

Es ist ein Gedanke,
und ein Moment.

Ein altes Bild,
verborgen in einer staubigen Schicht.
Wann sehe ich Dein Gesicht?

Es ist ein Gefühl,
und ein Gedanke.

Die gelesenen Zeilen
schwirrend in meinem Kopf
verweilen

Fragen und Antworten
lassen wir fliegen

Der eine verweilt hier,
der andere dort
Jeder an seinem eigenen Ort

Kenne ich Dich?
Vielleicht nicht.

Doch weiß ich
Das etwas lebt
und in meine Gedanken webt:

Ich kenne Dich.

Geschrieben am 23.04.2012
EloandraKuss der Nacht

Dunkle Schatten tanzen
sanft über hügeliges Grau

Singende Winde fliegen
weit über den Morgentau

Eine schweigende Leere
füllt den Ort nun ganz
gegangen ist der der Lichtertanz

Langsam kam sie näher
ein Mädchen in schwarz

So dunkel wie die Farbe
so war die Seele ganz
von all den alten Zeiten
Geschichten und Märchen
sie immer begleiten

Flatternd flog ihr düstres' Kleid
Die Haare das Segel für den Wind
tanzend bauscht es knisternd weit
Fröhlich wie bei einem Kind

Vorsichtig kniet' sie sich nieder
auf dem Grabe blüht
schwarzer Flieder

Ein grauer Stein
verfallen alt
Sie spach:
„Folgen
werde ich Dir bald.“

Zarte Tropfen perlten hinab
landeten traurig
auf einem Blütenblatt

Schwerer Duft
von verfallen' Blumen einst
erfüllt flüsternd die Luft

Und wie die glitzernden Eiskristalle
Fing das Grab die Perlen auf
Hielt sie sicher dort verborgen
Gefangen in des Todes' Kralle


Alleine ist das Mädchen dort
an dem düstren' und gestorb'nen Ort

Geschmeidig bewegt sie sich
über das wogende Tal
graue Zähne
verschlingen sie ganz
Bald wird sie lernen
den Todes' wirbelnden Tanz

Lächelnd begrüßt sie die bleiche Hand
es ist als spürte sie
ein altes, warmes Band

Drehend über den Friedhof
schwebte sie nun

Wispernde Stimmen sangen
die Melodien
noch lange
klangen

Ein Hauch auf ihren Lippen nur
sanft und leicht
Ihr Leben sich dem Ende neigt

Doch als er sie alleine ließ
wie eine zarte Blume
düster fein
keimte in ihr der Wunsch
wie er zu sein


Mit seiner kalten Hand
wob er ihr
in das Herz sein Band

Schreiend bat sie
um die Erlösung jetzt
doch der Tod
lachend
sie mit Blut benetzt


Das warme Schwarz umfing
das Mädchen sacht
sobald das verletzte Herz
erwacht

Wie ein Sturm
zog sie nun übers Land
flog durch die Nacht
den Kuss des Todes
eingebrannt
EloandraDu

Blaues Wasser
Dunkler Wald
Der helle Mond

Das alles in Deinem Auge wohnt

Deine Stimme
streicht über meine Haut
Mein Blick sofort
dem Deinen traut

Ein Lächeln auf deinem Mund
ein Hauch ist es nur
und dennoch
reibt es mir die Seele wund

Du bist bei mir
und doch so fern
als sähe ich weinend
am Himmel
einen Stern

Sag siehst Du mich?

Ich jage den Mond
und lächle
wenn ich ihn fange
denn es ist mir unmöglich
weil er in Deinem Auge wohnt

Wenn Dein Blick
in meinen taucht,
Deine Augen
Wogen bauscht

Reißt Du mich mit
doch wissen
tust Du es nicht
EloandraVielleicht ein Ende, vielleicht auch nicht

Mit einem letzten Lachen
sehe ich
die Sonne sich zur
Erde neigen

Mit einem letzten Winken
verabschiede ich
den Mond
Er wird
im schwarzen Meer
versinken

Mit einem letzten Rufen
sage ich Freunden Lebewohl
schwinge mich auf mein Pferd
reite hinfort
mit lautlosen Hufen

Mit einem letzten Gruß
lass ich es zum Himmel steigen
das freie Tier

Die weiße Taube schwebt
sorglos über den Horizont
und das obwohl
sie nur
von Papier
und Tinte lebt

Geflügelter Gefährte
begleitet mich
bis an das Ende
EloandraDer Suche' Ende

Menschen ringsum mich
ich bin auf der Suche nach dem Gesicht
Niemand weiß die Antwort
auf meine Fragen
sie alle nur das gleiche sagen

Wut greift lodernd nach meinem Verstand
wo war der Sinn
in diesem wirbelnden Menschenband

Ein warmer Griff hält
die lodernde Glut fest
mein Bangen von mir fällt

Wärme strich flüsternd
über die Wunden
Kühlendes Meer
heilt das Brennen
Ich würde den Tod begrüßen
für mehr Zeit, mehr Stunden

Auge in Auge
standen wir dort
an diesem lebendigen
bebenden
brennenden Ort

Floh ich manchmal
vor diesem klaren Blick
zu viel konnte er sehen
womöglich den stürmischen Wind
in meinem Geiste wehen

Doch von des anderen' Seite
wollte mein Wille nicht mehr weichen
Du könntest verschwinden
ich Dich nicht wiederfinden

Tiefe Nacht
der Sichelmond war erwacht
umgeben von des Irrlichtern' Schein
die Vollkommenheit würde nun
lange Zeit
nicht mehr sein

Ein weißer schwarzer Vogel ist nun frei
und fliegt davon
der andere träumt

So wartet er
ein Stück fehlt
auf eine noch ferne Wiederkehr

Die Momente stillen die Leere
und nehmen der Angst die Schwere

So will ich Dir danken
edler Gefährte.
EloandraMea Maxima Culpa

Ich sehe
weinend
lachend
die Vergangenheit an
sie ist wie ein Fluch
ein trauriger Bann

Zerbrochene Splitter
liegen vor mir
Ich knie mich nieder
und sehe
die Freundschaft
die Liebe

Ich erschrecke
als ich sehe
was es wirklich ist

Mein Gesicht
mit dem einzigen Satz
dass die Schuld meine ist
ich allein es war
EloandraFieber Illusion

Ich laufe
schlafe
der Wind streicht meine Haut
flüstert
erzählt
dass die Sonne
taut

So wandle ich
geschüttelt von Eis
durch meinen Sommernachtstraum
und bemerke
die Kälte kaum

Ich folge
einem Teil
des Sonnenlichts
warm zart irrend
durch die Nacht

Ein tanzendes Irrlicht
wohin es mich bringt
weiß ich nicht

Ich erwache
aus meinem Fiebertraum
und hauche nur die eine Bitte
in den dunklen Raum

Flatternd schwebt es
vor meinem Gesicht
fand den Weg
zu mir zurück

Nun verschwindet es
in eiligem Flug
nimmt seinen Lauf

Ich weine
lächele
schlafe ein
warte auf des Irrlichts'
Wiederkehr
EloandraTraumlos

Taub und schlafend
liege ich in meinem Sarg
versuche zu träumen
von meinem Todes Tanz
versuche zu sterben
schaffe es nie
bin nie ganz
aus dieser Welt verschwunden
Singe ein einziges Liede nur
höre nicht damit auf
ihr nennt es stur
Es sind keine Klänge
keine Tanzschritte
Nein
Es ist meine Bitte
nicht wie andere
zu sein
EloandraSandiger Weg

Stolpernd blind
und einsam
streiche ich
die sandigen Hügel entlang
es ist kalt
der warme Sommer verging

Höre den Wind
singen
suche nach der einen Stimme
weine
wie ein kleines Kind
denn hier ist sie nicht.

Gischt weht
mir ins Gesicht
ich kannte Schmerz-
diesen nicht.

Erinnerungen
Momente
hauchen mir ihr Leben
lachend ins Gesicht
Wie soll ich sie beschreiben?
Ich kann es nicht.

Schmecke Salz
auf meinen Lippen
Schließe die Augen
Atme?
Vielleicht.

Meilen entfernt
sitzt mein Herz
sicher gefangen
pulsierend lebend

Hier trage ich Dich
überall mit hin
Du bist bei mir
ich vergesse Dich nicht

Wütend streiche ich
die salzigen Tropfen
davon
ich erhebe mich
traurig stolz
Laufe schleichend weiter
Die Angst erreicht mich vielleicht nicht.
EloandraHimmelsflug

Lachend
sehen wir uns an

Du nimmst meine Hand
wir rennen
wir rennen
wir fliegen

Ich atme
den Duft
der Freiheit ein
Sie ist vielleicht
für immer
dein'

Wissen wir stets
dass es nichts
zu verlieren gibt?

Der Himmel ist nah
und der Wind weint
Wir fangen die Tränen
tanzen dabei
Der Mond lachte
wenn er uns sah'


Die Zeit ist kurz
Doch die Wärme ist hier
bewahrt uns
Vor dem Sturz?

Wir landen
fliegen nicht mehr
die Federn verbrannt
doch die Erinnerung bleibt
Eine Wiederkehr

Strauchelnd lande ich
in meiner Welt
Du in Deiner
So trafen sich Sonne und Mond
Der nun für mich
fern am Himmel wohnt
EloandraSpazierfahrt

Fahre
langsam die Straße entlang
Bäume fliegen
Gräser tanzen

Mein Kopf
ist schwer
Gedanken schwirren
ich blicke in die Landschaft

Fahre
schnell die Straße entlang
Bäume stehen
Gräser wehen

Mein Hand
krallt sich an das Gas
ich werde schneller
komme näher an den
schwarzen Rand

Die Landschaft
verschwimmt
ich fliege
habe keine Kraft

Die nächste Kurve
sie kommt näher
Hand vom Gas!

Nein
ich halte mich fest
und schließe die Augen.

Es ist nur mein Motorrad.
Und ich.
EloandraNachtflüstern

Lausche der Nacht
und höre
ein Klagen
ein Märchen
ein Sturm
eine Geschichte
welche erwacht.

Es ist die Dunkelheit
umfängt sacht
das flackernde
weinende Licht
Es jammert
es weint
Lauf!Lauf! Lauf!
Wehren?
Kann es sich nicht.

Lausche der Nacht
und höre
das Schlagen
das Klopfen
das Streben
das Pulsieren
das Flattern
das Beben
vom Leben

Es ist das Herz
Klopf! Klopf! Klopf!
Singt
für den Moment
Kennt keinen Schmerz

Lausche der Nacht
und höre
das Flüstern
das Wispern
das Lesen
das Summen
das Seufzen
von einem Seelenwesen

Es ist der Klange
einer Stimme
sie erzählt
sie zischt
sie grollt
sie bebt
ich folge ihr
bis ich bin
ihr Fang

Lausche der Nacht
Will
mein Seelenwesen
sehen
Es ist da draußen
habe es
gehen
gesehen

Es sind Tränen
Tropf! Tropf! Tropf!
Beuge mein Haupt
und hauche einen Kuss
in die Nacht
der Schmerz
hat noch keine Macht!

Lausche der Nacht
und höre nichts
ich sehe nur den Mond.
Er lacht.
EloandraFort

Schmerz
quält meinen Geist
meinen Kopf
Das Gift
ist zurück

All meine Erinnerungen
verschwinden
im Nebel
nur das brennende Gefühl
bleibt

Ich verschwinde
Gleite davon

Es wird nie dasselbe sein
nie dasselbe
Bitte
Rufe nicht meinen Namen

Die Blätter
fallen sacht
Die goldene Sonne
scheint weit davon
Ein versteckter Platz
EloandraBitte

Gib mir mein Gefühl
Es kümmert mich nicht
Wenn ich falle

Lass mich einfach fallen
Es kümmert mich nicht
Wenn ich aufschlage

Gib mir meine Sonne
Es kümmert mich nicht
Wenn ich verbrenne

Lass mich verbrennen
Es kümmert mich nicht
in Flammen zu tanzen

Gib mir meinen Tanz
Es kümmert mich nicht
Ob ich stürze

Lass mich stürzen
Es kümmert mich nicht
Wenn ich liegen bleibe
EloandraEiszeit

Und wieder einmal
sitzt sie
unter Himmel
Sterne Mond

Kälte
Wind
und Einsamkeit
machen sich
im Herzen breit

Schleier
sieht man
in ihren Augen treiben
Sie lebt nicht hier
ist weit weit fort
Ihre Hände
dies von selber schreiben

Alleine
sitzt sie
unter Himmel
Sterne Mond

Wartet
friert
und zittert
Eine Schneeflocke am Straßenrand

Langsam
streift der Frost
die Glieder
schließt ihr
die nassen Augenlider

Erfroren
sitzt sie
unter Himmel
Sterne Mond

Träumt
von ihrer Sonne
Starr sind ihre Augenlichter
Stumpf verblasst
Der Mond lachend
nach ihren Händen fasst

Gestorben
liegt sie
unter Himmel
Sterne Mond

Wer ist der Mensch
von Eis bedeckt?
Ich bin es. Ein weißer, frostiger Fleck.
EloandraEin Gemälde

Langsam
sickert
blutrot
tropft
vom Tisch herab

Glänzend
lebend
dunkel

Tanzt über das Holz
Das Auge der Nacht
den Weg bewacht

Rote Heere ziehen
über den toten Himmel
davon
Glänzend ihre Schwerter
gefärbt sind
vielleicht von einem unschuldigen Kind
Die Wolkenvölker fliehen

Es Regnet
Tropf tropf tropf
blutige Perlen
auf ein fremdes Gesicht
Ungeschickt wischt man sie weg
sehen tut man sie nicht

Wellen weben
Rot schäumend
dunkelrote Hände ziehen
flackernd wild
Träume hinab ins funkelnde Grab
Mit Blut gemalt mein Bild.
EloandraKinderzeit

Zeile für Zeile
entsteht die Geschichte
Moment für Moment
Wort für Wort
Mein Kind
Ruhe eine Weile!

Jahr um Jahr
schreibt weint
lebt es
in der Märchenwelt
Kann nicht mehr unterscheiden
was falsch
was wa(h)r

Figuren tanzten
lebten
fielen
Das Kind allein bestimmt
wer vermag zu bleiben
wer vermag zu scheiden

Ein Netz
aus Momenten
hielt es fest
Konnte nicht mehr fliehen
fiel als Küken aus seinem Nest

Eines Tages
war das Ende nah
Es legte die Feder nieder
man das Kind nie mehr
glücklich sah

Es war zurück
in der wahren Welt
Zurückgekehrt aus Papier
und
Zeit
EloandraHimmels-Träne

Ein kleines Kind steht im Regen
Der Tag endet, die Nacht beginnt
Das Weinen
Erfüllt die Tropfen.
EloandraGehen lassen

Der Mond
spendet mir sein Licht
doch ich nehme es nicht wahr
blicke weit fort
verdiene seine Aufmerksamkeit nicht

Keine Wärme
streift mich
ich bin allein
zweifle weine
sehe Dich nicht

Du bist nicht bei mir
tanzt übers Himmelszelt
Gegangen verschwunden
in eine andere Welt

Warum nahmst Du
mich nicht mit ?

Die Erinnerung ist quälend
ich sehe deinen Blick
deinen Schmerz und deine Angst

Glaube mir,
ich nie von Deiner Seite wich
Blieb bei dir bis dein Licht erlosch
Lauschte deinem letzten Atemzug

Wiegte Dich
in einen tiefen Schlaf
Gab dir ein Stück Seele
mit auf Deinen Weg
Verlor in dem Schmerz
selbst mich

Wenn Du das liest,
Mein Freund, ich vermisse Dich.

Wenn Du singst,
so lausche ich
Wenn Du weinst,
so fange ich Deine Tränen,
Wenn Du tanzt,
so tanze ich mit

Heute sitze ich
unter deiner Welt
und blicke in den Himmel

Wenn Du mich siehst
so bitte ich Dich
Steige die dunkle Treppe
hinab
und hole mich.
EloandraLa Tignola

Flatternd
fliegt sie
auf
und nieder
Ihre Flügel
zart und blass

Sie ist der Nacht eine liebe Gesellin,
ermuntert sie mit ihrem Reigen,
bis die Sonne kommt,
der Mond muss sich zur Erde neigen

Flatternd
fliegt Sie
auf und nieder
die Nachtigall stimmt dazu Lieder

Sie kennt nur Dunkelheit
hat nie was anderes auch nur gesehen
eines Nachts, fliegt sie hoch, fliegt sie zu weit

Sie sieht
das helle Licht von drüben
will zu ihm,
will tanzen um den hellen Schein

Immer schneller wird ihr Flug
flatternd
auf und nieder
Bis sie gegen das Glase schlug

Vergessen ist der helle Schein,
Gebrochen sind die zarten Flügel,
gefärbt das Fenster wie roter Wein,
Und wispernd ihre Seele spricht:
„Leb wohl, mein liebes Licht.“
als ihr kleiner Körper bricht.
EloandraWindmärchen

Leise säuselnd weht der Wind
Mond, Himmel, Sterne fort
Schwalben ziehen sanft vorbei
Fliegen davon
entgegen der Richtung Nord

Leise säuselnd weht der Wind
Kälte, Frost und Winter nun her
Die kalten Hände greifen taub
an das Fensterglas, das kalte
malt mit Fingern Muster zart
und wünscht' das es der Sommer wär'

Leise flüsternd erzählt der Wind
weinend vor der weißen Tür
Töchter Sterne benetzen das Holz
weben ihre Bilder fein
erfüllen das Väterchen mit Stolz
vergehen doch traurig im Feuerschein

Leise flüsternd erzählt der Wind
Die Zeit sie ruht, steht gänzlich still
eine Feder im Gefieder leis' verblasst
Die grünen Blätter ein ferner Gast
Ein Jahr ist gegangen
wenn man so will


Leise öffne ich die Tür
und lausche den Geschichten kalt
schweig' in Ruhe
Tröste mit Wärme den alten Wind
wie ein kleines, weinendes Kind
EloandraStraßengraben

Erde steigt
in Wolken auf
Wind verführt
und die Zeit geneigt
Haare fliegen
ein Lachen leicht
die Freiheit grüßt
sie erscheint nicht bitter
nur viel zu süß
Wir segeln
durch das helle Dunkel
Ich lasse los
Nichts hält mich mehr
Meine Augen werden schwer
Zerbrochen
Liegt alles am Straßenrand
Sanfter Regen
Der mein Gesicht nicht fand
Kühlt die Wunde
Den lodernden Brand
Purpurner Glanz
Tropfen sickern still ins Gras
Ein endloser Tanz
Blau der Himmel meine Seele fraß
Ich lachte leise
und starb dort unten
auf meine Weise.
EloandraEin unwichtiger Scherbenberg

Lächelnd strahlt sie
im Sonnenlicht
Sonne bricht sich
in gläserner Haut
Das Mädchen trägt die Klarheit
in ihrem Gesicht

Sie leuchtet
in der Dunkelheit
ihre Augen
Gold und Silber
sind des Reichtums
Ebenbild


Bedenkt sie Dich
mit ihrem Blick
Willst Du sie berühren
ihre leichte durchsichtige Haut
unter deinen Fingern spüren
Ihr Stimme singen hören
Verfallen in einem Moment
Bist du diesem gläsernen Kind

Jedes Glas kann brechen
so stark es zu scheinen mag
splitternd fällt es leis' zu Boden
bricht sich in tausend einzl'ne Stücke
Der Laut lässt uns erschaudern
erschrecken
vor dieser Kräfte-Lücke


So stürzte einst
unser feines Geschöpf
stolperte über ihre Füße klein
und würde nie mehr wie früher sein

Risse zierten ihre Körper
Sprünge verzerrten ihr Gesicht
Die Augen starr
gegangen ihr Seelenlicht
Die Beine gebrochen
ihre Finger bewegten sich nicht

So liegt das gläserne Mädchen
dort draußen kalt
Ihr Lächeln fort
Tränen aus Perlen zart
rinnen schwarz die Wangen hinab

Sie versteht das Gescheh'ne nicht
nicht gekommen ihre Zeit
Das Kind liegt stumm
kein Herzlein schlägt
hohl senkt sich ihre Brust herab

Rasselnd atmet sie nie mehr ein
Scherben klirren in ihrem Kopf
Das gläserne Kind wundert sich
noch immer versteht sie nicht
das längst ihre kleine Seele
aus dem Geiste wich

So brach ihr Torso krachend entzwei
ihr gläsernes, durchsichtiges Leben vorbei
Der Tod kam schnell
man verstand es kaum
Glänzende Bruchstücke leuchten
am Boden hell.
EloandraEndlos


Eine kleine Rabenfeder
segelt langsam seidig
auf und ab

Überquert so leicht
das schwarze Meer
tanzt kreisend Sterne
lachend ein

Den Mond begrüßt sie
mit einem Flattern
milchig Licht verhüllt
die Feder seicht

Übermütig fliegt sie weiter
segelt glücklich hier und da
Wellen dunkel, Winde hell
Goldene Strahlen zum Greifen nah

Sehnsuchts Hauch trägt sie zu weit
über düstr'e Himmelskuppeln
Glühend Funken nach ihr fassen
versengen zischend ihr schwarzes Kleid
Verschlingen eilig den leuchtend Glanz

Eine kleine Rabenfeder
vergeht glücklich lächelnd
im Sonnenschein
Ihr Traum erfüllt
Im Himmel würde sie für immer sein.
EloandraVerstecktes Kind

Schwarze Wolken
andere Welten
leicht zieht das Leben
stumm vorüber
Gewitter Grollen
vor dem Fenster
müde schweift der Blick
überall umher
Bleiche Hände
in dem Traum
eisern fest der Griff
angsterfüllte Augen
EloandraSchwarzer Abgrund

Säuselnd Stimmen rufen mich
flüstern mir Geschichten ein
ziehen mich mit dunklen Händen
näher zu dem Schlund heran
eisig Todesatem meinem glich

Halt verzweifelt mich an Erde fest
Lachend gibt sie einfach nach
Fingernägel brechen morsch
Onyx Augen blinzeln sacht
Ewiger Schlaf zum Greifen nah

Schwarzer Rachen öffnet sich
Verschlingt die Schatten seltsam still
Pulsierende Herzen nähern sich
eines meinem blutrot glich
Warum flieh ich vor dem Ende?

Angst vergeht in dem Moment
neige mich dem Dunklen zu
tauche in die schwarze Nacht
Schwarzer Abgrund mich verschlingt
Mein lebend Herz
es bebt und stirbt, es brennt.
EloandraGlühfliegenherzlinie

Springen
Tanzen
auf und ab
Funken sprühen
Flammen sacht
Einmal hin
und einmal her
verrückt zu sein
ist niemals schwer
Töne klingen durchs
ganze Schloss
Feuerfliegen drehen
ohne Anstoß, Macht und Sinn
Leben strömt die Nebelschwaden
Grau wird Rot, Orange und Blau
Grün trägt nur der Morgentau
Farbensturm weckt sanft das Herz
Einmal hin und einmal her
Glühwürmchen's lachende Wiederkehr.
EloandraVerstoßen aus der Welt

Aufrecht steht sie
gestreckt das Haupt
der Kampf ist nah
Hände zittern nie

Frei flattert das Haar
geballt die blassen Fäuste
keine Furcht im Geist
die Gefühle kühl und starr

Silbern und Grün
strahlen Augenlichter grell
langsam zieht die Nacht heran
Der Klingenglanz ist kühn

Silbern faucht das Schwert
Rubine regnen schwer herab
sie lacht, sie fliegt
vor niemanden macht sie kehrt

Messertänzerin blüht auf im Licht
flüssig rot benetzt ihr Herz
Schmuck, den sie mit Ehre trägt
rotes Meer, roter Wind, so rot die Pflicht.
EloandraGestohlener Traum


~Müde schließt das Auge sich~
~~Der Kopf gebettet weich und ruhig~
~~~die Lippen schweigen genügsam rot~
~~~~Der Wunsch, der sich aus Gedanken schlich~
~~~~~segelt hoch, segelt weit davon~
~~~~~~hinüber am goldenen Traumfängernetz~
~~~~~~~bis er ganz aus dem Zimmer wich.~
EloandraSternenzählen

Heute verliert der Himmel seine Sterne,
ich stehe unter ihm,
die Zeit küsst mein Gesicht,
so viel Wärme, so viel Kälte
Ich lächle Dich an,
wenn auch aus weiter Ferne.

Heute verliert der Himmel seine Sterne,
ich tanze unter ihm,
die Vergangenheit streicht mich sanft
so viel Glück, so viel Schmerz
Ich sehe Dich an,
ich lebe mit, ich lerne ?

Heute verliert der Himmel seine Sterne,
ich ruhe unter ihm,
fange jedes Licht für Dich,
meine Hände leuchten hell
verbrennen in dem dunklen Glanz
ich lache, drehe, wirble wild
Für Dich ertrage ich das Feuer gerne

Heute verliert der Himmel alle Sterne,
ich vergehe unter ihm,
jeder Stern für Dich gefangen,
verbrannt die Haut und das Gesicht
Ich lächle zufrieden,

Schicke Dir einen letzten Kuss in die Ferne.
Heute
verliert
der Himmel
alle
seine
Sterne.
EloandraDeuxieme Etage

So wagst Du einen Schritt voran
hinein ins Dunkel
hinein ins Schwarz

Rote Lichter lächeln sacht
blecken flackernd ihre Zähne
Bässe brüllen, Melodien klingen

Du lässt Dich nieder
So edel singt dabei dein Kleid
deine Augen schwarz, die Lippen rot

Nebel umfließt schleichend das Parkett
die Menschen tanzen
träumen in ihrer Welt

Dunkelheit zieht dich heran
du schreitest durch den Nebel stolz
dein totes Herz, es lacht

Weiße Geister blicken sanft Dich an
nehmen Dich in ihre Mitte
Nur ihr tanzt in der Weltennacht

Kleider fliegen schwarz im Kreis
Hände greifen nach dem Mond
Tränenperlen sind Dein Schmuck

Wo ist Dein Halt
Wo träumt Dein Herz
Wann verlierst Du Dich

Ich tanze mit den weißen Geistern
greife weinend nach dem Mond
schwarze Narben verlaufen sacht
Nebel umfängt mich in der Nacht
Meine Augen schwarz, die Lippen rot
mein Herz es lacht, doch ist es tot
ich wage einen Schritt voran
bin eine Verlorene, die nicht leben kann
Tränen sind mein Schmuck allein
In den Träumen ist das Leben mein'.

Mein Kleid es singt und dreht wirbelnd sich
Ich tanz' und tanze nur für mich

Mein Kleid es singt und dreht wirbelnd sich
Ich tanz' und tanze nur für Dich.
EloandraFreundschaft

Langsam krallt das Monster sich
blutig in das rohe Fleisch
ich schreie tobe schlage um mich
es reißt an mir, verschlingt mich
Stück für Stück

Seine gelben Zähne reißen
ziehen zerren grob an mir
Tränen fließen ohne Halt
rotes Wasser rinnt herab
Rote Blumen, rote Seen

Klauen wiegen tonnenschwer
mein Rücken bricht,
ich kann nicht mehr
Gebrochen lieg ich zitternd
in der zähen Pfütze

Stimmen klingen durch den Schmerz
ich sehe euch, ihr schreit, ihr tobt
zerrt das Monster langsam herab
Dann kniet ihr euch zu mir hernieder
die Quellen der Wunden blubbern
schwarzrot weiter
Ich sehe die vertrauten Gesichter
Ihr seid hier, ihr seid bei mir
Stimmen klingen durch den Schmerz
In den Händen haltet ihr mein Herz
EloandraLive on earth

Wir sitzen dort
Goldene Strahlen ruhen
neben uns
wir sind zuhaus
an diesem Ort

Ich bin angekommen
mein Herz, es schläft
Funken steigen schillernd auf
unsere Hände strecken sich nach ihnen aus
bis sie in den Bäumen verglommen

Euer Lachen streicht mich sacht
wir tanzen springen
schwimmen
rennen
durch die Nacht

Nicht die Not
wir kennen keine Gefahr
keine Grenzen
keine Regeln
Gemeinsam wecken wir den Tod.
EloandraStreichholzglimmen

Ich breite meine Flügel aus
der Wind streichelt meine Haut
Die Welt ist klein
der Himmel so weit

Federn sind aus Papier gemacht
so leicht und dünn
sie knistern leise in der Luft
Tragen mich

Auf der Suche
bin ich endlos lang
wonach?
Ich weiß es nicht

Papierfedern fangen so leicht Feuer
Flammen brennen sie glühend nieder
ich falle herab
verliere meine Flügel

Ist das das Ende?
Asche rieselt sanft
Wo ist der Sinn?
Wo schlägt mein Herz?

Ich stürze durch die kalte Finsternis
hinab zu Dir
Warme Hände fangen mich
schützen mich vor dem harten Grund

Blauer Sturm tobt funkelnd wild
deine Augen wundern sich
Deine Arme sind mein Schild
Fürchte mich nicht!

Ich bin nur ein Vogel aus Papier.



[I]Danke. Ich trage Dich in meinem Herzen.[/I]
EloandraEine Bank unter der Fichte

Ich trete ein,
einen Schritt voran
bis ich nur noch stolpern kann
Herbes Gras, der Sand, der Mond
ich rieche deinen Duft
neben dir fühl' ich mich klein

Du flüsterst leise mit Bedacht
tröstest meinen Kinderkopf
behütest jeden bösen Traum
in finstrer Nacht

Und bahnen leise Tropfen sich
hinunter auf der weißen Haut
küsst du sie davon
bis der Schmerz lautlos leicht
davon schlich

Nun stehst Du dort
ich sehe dich an
Deine Augen glänzen friedlich ruhig
Ich bin zuhaus,
laufe voran
bis ich wie immer nur stolpern kann
Doch Du bist da,
und fängst mich lachend auf
gemeinsam lassen wir den Drachen steigen
Wir lachen, leben
Dies ist unser Ort.
EloandraEin Stern im Eismeer erlischt

Leise bahnt die Träne sich
ihren Weg so leicht herab
ich bin angekommen
doch fühle ich es nicht

Sonne stieg so hoch für mich
Sterne sangen mir ihr Lied
Ein andrer Mensch
Ein anderes Gesicht

Ein Versprechen gab ich dir
gehalten hab ich deine Hand
gestreichelt deine weiße Haut
so sicher erschien es mir

So lang verbrachte ich die Zeit
das Versprechen weit entfernt
habe getanzt mit dem Meereswind
Arme gestreckt, gebauscht das Kleid

Du öffnest deine Augen sacht
bleiche Hände heben sich
streichelst meine Wange
es senkt sich sanft herab die Nacht

Nun sitz' ich hier
und leise bahnt die Träne sich
mein Versprechen ist gebrochen
die Schuld schwebt über mir

Du lagst dort in der Nacht
nahmst Abschied von der grauen Welt
träumtest von dem warmen Licht
und bist für mich nicht mehr erwacht

Ich wünscht' ich hätte dich begleitet
hätte deine Hand gehalten
dir den Schutz und Mut geboten
dich gestützt, gehalten und gefangen
Eine Gestalt, die mit dir schreitet

Und leise rinnen Tränen
ihren Weg zu dir herab
Deine Seele ging so leis'
ließ die Schwere und den Schmerz
Du steigst nun auf die weißen Rücken
Lässt dich tragen von den Geistern
Nüstern schnauben dich warm an
Du wirst nicht fallen
Halt dich fest an ihren Mähnen

Und wenn wir uns einst wiedersehen
sitzend auf der Sternenkuppel
dann löse ich meinVersprechen ein
dann sind es unsere Stimmen
die lachend mit dem Sturmwind wehen

Leise rinnen Tränen Tag und Nacht.
EloandraHerbsttränen

Leise singen Wasserperlen
ihre Lieder vor dem Fenster
Ich sitze still und lausche
ihre Lieder trösten mich
beschützen mich vor meiner Angst

Sachte streifen ihre Finger
über meine Wange nass
nähren sich von salzig Grund
kühlen die gebrannte Narbe
und sehen sanft gebrochne Träume

Doch vergehen die Gefährten
in der Nacht so furchtbar schnell
singen traurig ihre Zeilen
vergehen in der Morgensonne
Ich sitze einsam still.
EloandraHerbstkind

Graue Wege teilen sich
Wolken bauschen wehen tanzen
Blätter fallen segeln sacht
Eines landet
in meiner Hand
Ich streiche vorsichtig
über braune Haut
rote Adern schillern sanft
Da hört man nun die leise Stimme
die erzählt
von einem ganzen Jahr
Ich lausche weine lache
erinnere mich
Graue Wege enden
dann und wann
ich strecke die Arme in die Luft
lasse ein goldenes Geschöpf nun frei.
EloandraEin Glas Erinnerungen

Schwarzer Wald
ein Mensch allein
hinkt durch die Stille
Hinter ihm ein Weg aus Glas
zerbrochne Splitter
liegen auf totem Boden
Blätter senken sich sacht
Den Kopf gesenkt, die Haare nass
ein Teppich aus ewiger Nacht.
EloandraIII. Akt: Augenglimmen

Knisternd flüstert es so leise
Rote Flammen steigen auf
Ich sehe euch!
Will euch doch greifen
Mit euch tanzen
In der dunklen Nacht
Mit der Welt den Pakt beenden
Auf so helle lodernde Weise
Da stehe ich
Rubinrot schließen sich die Kreise
Die Tränne rinnt
Fällt zischend in die Tanzgefährten
Die Zeit ist nah, gekommen nun
Den süßen Lohn, so schwer wie Blei
Zahle ich und breche still
die weinende Seele entzwei.
EloandraTraumstunde

Langsam schließt das Auge sich
vergisst die Kraft und auch die Welt
und aus dem zarten Licht nun wich
der Geist der alles zusammen hält.

Langsam schließt das Auge sich
vergisst die Nacht und nun die Zeit
die so quälend dem Ende glich
gefrornes Herz ist nicht mehr weit.

Langsam schließt die Seele sanft
ihre Flügel frierend ein
Winter singt vom verloren' Kampf
Weiche Federn sind nun ewiglich
-sein-
EloandraGedankentanz

Herzschlag unter meinen Fingern,
Dein Atmen sanft, so warm und leicht
Wirres Denken endet närrisch seicht
Werde ich mich stets erinnern?

Wärme taut das kalte Herz,
Du bist hier und doch so fern
Über uns fällt der eine Stern
Nahende Furcht vor dem Schmerz.

Träumers Schlaf hüllt mich nun ein,
Ich lasse los und geb mich hin
wo ich sonst so rastlos bin
Dieser Moment soll ewig sein.
EloandraJeden Dienstag

Da stehen wir, lachend sehen wir uns an
ich kenn' euch Jahre, Gezeiten lang
weiß nicht, wie ich euch vergessen kann
Ihr seid mein Ende, mein ewiger Anfang.
EloandraSpätsommer/Herbstanfang 2010

Vergangene Zeiten kann man nicht vergessen
niemals vergehen diese Tage, dieses Lachen
Jahre nun schon kennst Du mich
und auf eine Art auch nicht
wir sind wie Kinder, was wir auch machen
Geschwister, die wild ihre Kräfte messen

Vergessene Lieder singen wir nun wieder
da sitzen wir und wiegen mit dem Takt
die Musik verbindet was sie einst verband
uns fehlt in diesem Moment jeder Verstand
diese alte Tollheit, wie sie uns manchmal packt
meine Last sie senkt sich, lässt sich langsam nieder

Als wir zu acht am Anfang standen
begann die Freunschaft, du nahmst uns an
wir wurden eins, der Kreis war geschlossen
wir alle haben diese lange Zeit genossen
Ich wusste nicht, wie viel man lachen kann
Ja, wir waren es, die Dich fanden

Heute bin ich dankbar
Der Kreis fast gänzlich nun gebrochen
Vieles ist anders, verändert sich
doch unsere Freundschaft tut es nicht
wir haben uns nichts versprochen
Aber all' unsre' Erinnerungen sind wahr.
EloandraWenn ich mich nicht melde

Gestern war es alles anders,
heute ist die Welt mir fremd
sie ziehen, sie zerren
verstehen mich nicht
Ich bin doch hier
bin teil eures Seins!
Und sitze doch im dunkeln allein
Dann kreist ihr mich ein
ich bin die schuldige, ich soll es sein?
Licht und Strahlen verweigern sich mir
Eure Hände lösen sich, lassen einfach los
Ich verstehe es nicht,
die Welt ist so schwarz und fremd
Eure Puppe bin ich
verdrehen und tanzen
ich kann es nicht!
Und doch zieht ihr die Fäden
und zerrt daran
In jede Richtung ein Band
Tränen fallen, seht ihr es nicht?
Ich bin müde, meine Zeit verinnt
Und immer soll ich weitertanzen
Ich zücke die Schere, trenne
zerstückel die Fäden bestimmt
Ihr sehr nur zu, ihr seid die Diebe
Ich hacke und schneide
die Bänder fallen, tanzen im Wind
Und da sitze ich nun, die Zeit vergangen
und meine Augen vor Tränen blind.
EloandraWir feiern den Märtyrertod

Heute ist der eine Tag
und wir tanzen, trinken
bewegen uns
Betäubte Augen strahlen stumpf
wir alle verdrängen es,
versinken in dem roten Sumpf
Herzen schlagen simultan
Wir stoßen an,
wir wirbeln in dem einen Wahn
vergessen und ertränken uns
heute werden Köpfe rollen
wie so einst vor langer Zeit
ein Hoch auf ihn, den Retter
wie er in den Herzen weilt
da stehen wir und starren
uns in die blinden Augen
sehen den Schmerz
in jedem einzelnen verharren.
EloandraRosenengel

Sonne küsst den grauen Stein
Holz so schwarz und alt
Eisentor singt düster kalt
Ort und Zeit sind mein'

Inmitten dieser ew'gen Schönheit
Steht er einsam still und stumm
Rosen blühen wild herum
Seine Trauer scheint so weit

Marmorflügel spannen sich
So ebenmäßig glatte Haut
Augen sind meinigen vertraut
Und mein Schmerz dem seinen glich

In der Hand gestorb'ne Rosen
scheint er einfach nachzudenken
als wollte er mir Ruhe schenken
meinen schmerzenden Kopf liebkosen

Alte Freunde schweigen lange
Der steinerne Engel, die junge Frau
Während ich weinend zum Himmel schau'
Berühren kalte Lippen meine Wange

Frierend blick' ich ihn nun an
Ew'ges Gesicht so glücklich grau
das Lächeln sanft und steinig rau
Zieht mich liebevoll in seinen Bann

Schlafendes scheint nun zu leben
Rosen blühen in der Mamor- Hand
Nie begreift es der Verstand
Im Tod kann es noch Träume geben.
EloandraSchwestern?


Worte können kaum beschreiben
was ich fühle und nun denke
Endlos regenreiche Zeiten
Gedanken die ich nun verschenke

Auch Worte können Dornen sein
versinken tief in meinem Lachen
Du bist mir ein fremder Schein
Was kann ich tun, soll ich noch machen?
EloandraUltimatum

Die Geschichte ist zu Ende
floss ungestüm so rot dahin
ich erkenne nichts mehr wieder
Worte überschlagen sich
Vergangenheit, die Zukunft neblig
und die Augen milchig blind
Ewiglich verdammter Kreis
Aus Zerbrechen und Verlieren
Da steh' ich nun, bin einfach müde
Warum soll ich immer knien
und um die Vergebung betteln
Mich steinigen und selbst verdammen
Reichen nicht die nassen Perlen
wie sie fallen und sich drehen
Für Dinge, die ich nicht bereue
die ich einfach Leben nenn'?
Warum mach nur immer ich die Fehler
soll die ewig Böse sein
Jetzt wiederholen sich Geschichten
Gutes zeigt die dunkle Seite
und ich sinke einfach nieder
bette mein Gesicht in Frühlingsfrost
warte auf den Regenschnee, die Nadeln
auf die Tritte und die Steine
war geliebt, jetzt angespien
Ich frage nicht mehr,
such keinen Sinn und keine Antwort
Freunde bleiben wohl immer fremd
Tretet zu und hebt die Hände
lasst nun die Dämonen walten
die mir meinen Abgang schenken.

Nur eine Bitte hab'ich noch
Gebt euch Mühe, ohne Gnade
Geschichten müssen (f)rostig enden.
EloandraSeit Jahren nun schon frag ich mich

Gibt es nun den einen Menschen,
lebendig warm und nah
der Entfernungen versteht
durch die Flocken tanzt und singt
vergibt, versteht und Träume webt
Worte schenkt, bis es gelingt
die Zeit und ihre Schwärze zu vergessen
Möwen, Drachen fliegen lässt
Wasserperlen zum versiegen bringt
Und ich darf ruhen, ewig schlafen
Bis der Albtraum gurgelnd sinkt.
EloandraWeinende Glasaugen


Erinnert ihr euch an Gefährten
Teddys, Löwen, Raben gar
wie sie trösten und euch wärmen
Euren Kopf mit Liebe streichen
Dunkelheit verjagen und euch betten
bis ihr ewig sanft nun schlaft?

Erinnert ihr euch an diese Gefährten
wie sie euch so wohl gedient,
beschützt und auch geborgen haben?
Da sitzen sie nun immer noch
mit ihren ewig treuen Augen
Sind sie doch die einzigen,
die für die Ewigkeit verbleiben.
EloandraS, K, L, M, S; 17.06.2011

Wie sehn' ich mich nach alten Zeiten
Nach den Freunden, dem ganzen Kreis
wie wir Jahre zusammen weilten,
Ärger und die Liebe teilten,
Geschichten unter die Erde brachten
und so manchen Unsinn machten
Tanzten, lachten, sangen, weinten
Buchstaben in Bäume kratzten

Was ist nicht alles an unserem Fluss geschehen
selbst als wir gespalten waren
ich fühle noch die Sommer Winde wehen
welch' alte Schönheit wir dort sahen
Hör noch unser Kinderlachen
Die alte Mühle wird es stets bewachen

Doch Gemäuer können sterben
Erinnerungen, werden sie verblassen?
Buchstaben sind nur noch braune Kerben
Holznarben, die keine Namen mehr fassen

Und unser Zauberort
verliert nun seine Seele ganz
das alte Schloss ist fort
und mit ihm unser alter Glanz.
EloandraHana, Dul, Set

Nun verlassen mich die Worte
ich bin erschöpft und ewig müde
Wünsche mich an fremde Orte
suche eine Trösterhand
die mich wärmt und einfach hält
Doch wer nimmt mich noch in seine Welt
Versinke doch allein im schwarzen Sand.
EloandraAurvandill, Auseklis, Earendil

So schwarz der Himmel und ich suche Dich
Du, dort oben, ein heller Stern
dort strahlt Castor, Pollux fern
Denkst Du vielleicht an mich?
Jeden Abend halt' ich Ausschau'
und entfache ein tanzendes Licht
nun zeigt der Himmel endlich dein Gesicht
ich träume davon, und sehe genau
Ein Lächeln, so warm vertraut
Oh, würden meine Flügel fliegen
würde Traum Vernunft besiegen
tanzten wir bis der Morgen graut.
So schwarz der Himmel und ich suche Dich,
Du, dort oben, ein heller Stern
Ich halte Ausschau, blind und ewiglich.
EloandraUngeschliffene Gläser

Wie kann man sehen
funkelnde Augen, Pupillen gar
und schaut man in die Ferne
so verschwimmt die Welt
nimmt helle Farben
wirbelnd und vewirrend ein
Immer schlechter wird die Sicht
und helfen kann nun niemand mehr
Werd' ich blind? Wer weiß das schon.
Tränen rinnen nun nicht mehr
immer weiter geht es, weiter weiter
Augen glänzen viel zu nass
zu rot sind sie, zu schlecht, zu blind
Was ist die Sicht für ein Geschenk.
EloandraLa tristezza del cuore

Das Zimmer leer, das Haus, es schläft
hier sitze ich und wart' auf Dich
und doch bleib ich allein
wird es denn je anders sein?
Bilder ziehen durch den Geist
was waren das für helle Zeiten
wenn man durch die Welten reist
was sie für eine Freude bereiten
Hinterlasse ich denn irgendetwas?
Dort in euren lebend roten Herzen
wie sie elendig so schmerzen
schüre ich den schwarzen Hass?
Wo seid ihr nur, ihr warmen Wesen
warum lasst ihr mich nur hier zurück?
Ich bringe einfach niemals Glück.
EloandraTriskelia

Wenn Blütenregen hernieder wehen
und Blätter fliegen lernen
Werden wir uns wiedersehen
in der einen Nacht, der fernen

Grüne Knospen zeigen sich
ich tanze um den einen Baum
wieder quält die Frage mich
Wo bist Du, Du schwarzer Traum?

Mein Gewand, es schwingt, es dreht
Lieder, wie wunderbar sie klingen
Oh, wenn nur endlich Westwind weht
wir wieder gemeinsam singen

Jeden Tag geh' ich Dich suchen
Blütenregen weht schwebend hernieder
kann dies' Leben nur verfluchen
riech' weinend nur den Duft von Flieder

Und nun flieh' ich mit dem Wind
Jahre sind so quälend gar vergangen
ich flieg mit Blüten, flieg geschwind
Vergiss mein nicht und wie wir sangen

Blätter können niemals fliegen
Leben niemals Tod besiegen
endlich komm ich Dir entgegen
Werden ins ew'ge Bett uns legen
Ruhen, Liebster, alle Zeit
Mein Weg zu Dir war lang
...war weit.
EloandraDas Haus am Abgrund

Verschwommen grau, so wesend alt
Wo sind die Farben, wo ist mein Halt
So ewig müde und närrisch labil
Ofelià, die Pan zum Opfer fiel
Tanzend durch die verlassene Stadt
Abgefüllt, vom Alltag unerträglich satt
Was ist das noch für ein Leben
Für das wir alles von uns geben
unsere verwesenden Wunden lecken
und doch nur graue Asche schmecken
Da sitz' ich im glänzenden hellen Gefängnis
Hässlich goldener Käfig, mein Verhängnis
Bin wieder Kind, das am Fenster lehnt
und sich nach einem Gefährten sehnt
Der Mond scheint hell, will nach ihm greifen
kann doch nur kaltes Glase streifen
Ich weiß, Du bist dort draußen in der Ferne
Ein tanzend Licht, fangen würd' ich es gerne
Doch bin ich hier, in meiner seltsamen Welt
Die mich quält,ewiglich gefangen hält
Ein Labyrinth gesäumt mit verfallender Mauer
Ich laufe und laufe und werde niemals schlauer
Verschwommen grau, so wesend alt
Wo sind die Farben, wo ist mein Halt
So ewig erschöpft und närrisch labil
Ich bin Ofelià, die Pan zum Opfer fiel.
EloandraEin Stück geborgte Ewigkeit

Wie soll ich alles je beschreiben
wie glücklich und wie hell es war
wird immer in meinem Herzen bleiben
Meine Seele ganz, mein Sinn so klar

Habe alles in mir aufgesogen
jeden einzelnen Moment
Sterne die zum Mond hin zogen
niemand der uns jetzt trennt

Mein Liebster
wie soll ich dir jemals sagen
wie meine Seele tanzen kann
wie die Dunkelheit in mir zerann
Lippen nun ein Lächeln wagen

Dreimal tanzen wir nun schon
auf dem lodernd Feuertanz
um der Flammen hellen Glanz
Hoher Preis, so glühend der Lohn

Nun rieche ich den liebsten Duft
wie er nur bei Dir so weilt
wirbelt um mich in der Luft
schon tanzt er weiter, eilt.

Ein Stück geborgte Ewigkeit
sie scheint so fern, so ewig weit.
EloandraWenn Du vor mir gehst

Wenn ich jetzt mein Antlitz hebe
und hinauf zum Monde seh'
dann seh ich Dich dort stehen
so weit zum fassen
zum umarmen gar
Wie soll ich jemals zu Dir finden
durch die tanzend' Sternenschar?
Sitzt dort fern und lachst herab
Auge in Auge stehen wir
dort in der lauen Sommernacht
Tränen fallen so sanft und sacht
Unsere Leben so verwoben
Unsere Unendlichkeit
verwirbelt, ewig weit
Sind wir verloren in der Nacht
wenn unser Universum erwacht.
EloandraThe Devil Within


Wenn man über Fragen stolpert
und der Netze silbrig Schein
Manchmal ist es nur der Hass
Der Versuch so stark zu sein
Gezeichnet, dünner, blass
Folgen kann ich euch nicht mehr
Da steht ihr nun und schaut zu mir
Die Blicke schmerzen, schmerzen sehr
Kann man sie berühren, das fragt ihr
Der Teufel sitzt in mir, die Wut
Warum stürzt es alles ein?
Was mache ich denn immer falsch?
Verdiene ich mir diese rote Glut
die stetig in mir lodernd brennt
Gemeinsam eine letzte Reise
Ihr werdet lachend gehen
Ich weile hier still, so leise
bleibe hier alleine stehen.
EloandraGlücklichsein

Und ich tanze durch die Zimmer
wirble drehe wehe springe
Röcke flattern und ich lache
normal sein? nie und nimmer!

Musik perlt in der Abendluft
heute sind es meine Reigen
wirble drehe wehe springe
mit der Rosenblätter' Duft

Als könnt' ich heute fliegen
die Arme immer ausgebreitet
vielleicht zieh' ich nun davon
und werd' dem Tanz erliegen.
EloandraTell-Tale Heart

Meine Worte können niemals beschreiben
Was Du mir für lodernd Licht entzündet
was mein Herz und Seele nun ergründet
Gehauchte Worte, wie sie bei mir bleiben
Was wünscht' ich mir die Ewigkeit
Möcht' ich Deinen Armen ruhen, ewig schlafen
Doch unser Weg, er ist unendlich weit
Manchmal fass' ichs nicht, dass wir uns trafen
Du, mein geliebter Freund und ew'ger Lebenssinn
liegst so nah bei mir, an meiner Haut
Schmiege meine Wange an Dein warmes Kinn
Dein Herz, es schlägt, es tanzt so laut
Und ich lausche, will versinken
Die Zeit verdrängen und vertreiben
nur von Deiner Wärme trinken
Nicht getrennt, Momente bleiben
Mein Liebster, Du bist bei mir
in meinem löchrig roten Herzen
Für immer in dem Jetzt und Hier
Ich entzünde einsam Kerzen
Tanz durch Nächte um den Mond
Der für uns dort oben wohnt
Mir Dein Lachen schickt in seinem Schein
In mir erblüht ein einzig' Wunsch
Ich möcht' liebend nur eines sein
Einzig und allein
Für immer Dein.
EloandraEndless Way

Und wir werden heute tanzen
durch die lange schwarze Nacht
feiern wie wir einst getan
drehen wirbeln wehen schweben
Durch die Nebelwände brechen
Schuld und Sünde bald vergessen
werden in den Klängen leben
Hände sich zum Mond bewegen
Blutrot teilen sich die Lippen
weiße Zähne scheinen hell
biegend tanzend zeigen Rippen
wie traurig glücklich grell
Tänzer in die Welten reisen
Gläser werden heut' erhoben
werden nicht die Wege weisen
Gedanken in den Köpfen toben
Verlieren wir uns dieses Mal?
Und wir werden heute tanzen
durch die lange schwarze Nacht
unter einer andren Macht
Unsre tristen Welten lassen
bleiche weiche Netze fassen
Reigen fahler Nebelwände
Finden sich nun unsre Hände
Kleider, schwarze schöne Geister
unser letztes edles Gewand
Nichts zerstört der Tänzer' Band
Dunkelrot pulsieren schwarze Herzen
Doch was sollen diese Schmerzen
Betäubt erheben milchig Augen
zur Himmelskuppel strahlend weit
erinnert sich an die rasende Zeit
wieder werden glitzernd Tränen rauben
was man sich heut' nacht erkämpft
Nicht jetzt! Will noch nicht fallen!
Und mit aller Kraft sie stemmt
Erinnerungen von sich fort
Lieder werden nie verhallen
In den einen, meinen, Träumen

~Ich greife nach den fremden Händen
~~Vergesse wer ich war und bin
~~~Tänzer lächeln mild, so tot

Und vereint in dem einen Weltentanz
verlassen wir das Licht nun ganz.
EloandraFür Herrn Meier.

Das dunkle Tal

Über unsren' Menschenleben
schwebt so endlos das Himmelszelt
Was hält uns nur in dieser Welt
Wann würden wir sie aufgeben

Sterne erhellen die Dunkelheit
Scheinen endlos dort zu scheinen
Als würd' der Himmel Tränen weinen
Der Mond glüht hell, so endlos weit
Was hält uns nur in dieser Welt
wenn unser Leben verloren schreit
Fragen die eine rastlose Seele stellt

Warum kann ich dort nicht weilen
wo alles hell und voller Schönheit
Meine Welten endlich teilen
Der Weg ist schwer, unendlich weit

Menschenkörper ist vergänglich
die Seele bleibt, wie sie zu euch kam
Als das Ende um mich schlich
mich lockte, bat, und mit sich nahm

Ich konnte ihm nicht mehr widerstehen
lass euch nun hier und breche auf
Muss nicht mehr um dieses Leben flehen
Nehm' den schweren Weg in Kauf

Nun bin ich hier, bin weit fort
Erlöst an einem anderen Ort
Ich gebe jetzt auf eure Seelen Acht
bin der helle Schein, der euch bewacht
Den Weg, den ich mir für mich auserkoren
Hat mich als Stern am Himmel wiedergeboren
EloandraSchwarze Nüstern

Deine großen sanften Augen blicken
liebevoll mich hellbraun an
Als würden sie Gedanken schicken
die nur ich, als Freundin lesen kann
Meine Hände graben sich unendlich leicht
in Dein weiches schwarzes Fell
Dein warmer Atem streift mich seicht
Bei dir wird mein tristes Leben hell
Eine halbe Ewigkeit sahen wir uns nicht
warme Tränen fallen auf den staubig Grund
Dachtest Du ich ließe Dich im Stich?
Ich vermisste Dich, lag mir die Seele wund
Jetzt stehen wir hier, mein treuer Freund
und erkennen unsre Herzen wieder
was so lange war getrennt, versäumt
teilen wir, nichts tät ich lieber
Als an Deiner Seite hier zu stehen
Atemzug, so viele Herzschläge lang
Und doch muss ich Dich lassen, gehen
Du willst mit, entgegen jedem Zwang
Willst mir folgen, doch die hölzerne Wand
hält Dich großes Tier zurück im Stall
Ich drehe, laufe und breche erneut das Band
höre traurig Deiner Stimme Widerhall
Kann nicht anders als umzukehren
Zurück zu Dir und Deiner Wärme
Eine Umarmung von der wir zehren
Du stupst mich an, ich lache gerne
Niemals lass ich Dich allein,
Du schwarze Seele mein
Mein Tröster, bester Freund.
EloandraThe Loving Maiden

Briefe,Tauben geflügelt weiß
ruhen zärtlich in meiner Hand
niemand kennt es, ahnt nur vielleicht
Gefühl, das nie mehr von mir weicht
Des Nächtens schenkst du mir die Ruhe
gibst mir Wärme und diese Geborgenheit
Sterne strahlen über unsren Häuptern weit
Ich zähl sie leis', will Dich nicht wecken
nicht mit weißen Tränen erschrecken
Sie fallen, netzen sacht den grauen Grund
Nun bin ich zurück, lieg mir die Seele wund
Vermisse Dich und lass die Zeit verstreichen
Sitz dort und werd' vom Stein nicht weichen
Was Du mir gegeben hast
ist mehr
als es in meine Worte passt
Wie könnte ich es je beschreiben
was für Zeiten unsere waren
Deine Augen, dieses Blau
Deine Hand, die meine fasst
Dein Blick, der so müde früh erwacht
Der süße, dunkle Geschmack der Nacht
Dein Herzschlag unter meinen Händen
Wenn Flügel nur die Wege fänden
Sich zu erheben und zu fliegen
Dann würde ich in Deinen Armen liegen
Deine Wärme um mich herum
Keine Worte, der Mund bleibt stumm
Dein zartes Lächeln auf roten Lippen
das sachte Pochen unter deinen Rippen
Mein Herz, es könnte schier zerspringen
wenn sich deine Arme um mich schlingen
Dein warmer Atem meine Seiten streift
und meine Hand nach Deiner greift
Ich küsse leicht dein Lippenherz
Januar, Februar, dann März
Stetig tickt es in meinen Ohren
Zeiger, die sich in die Seele bohren
„Vergiss mich nicht!“ zischt sie mich an
Die Zeit, die niemals stillstehen kann
Auch nicht für uns, Du Engel mein
Für uns kann sie nicht anders sein
Ich schlag nach ihr, zerbrech' ihr Werk
Das Glas bricht, ohne dass ichs merk
Mein Geist tanzt durch den dunklen Raum
Trifft den deinen am Meeresschaum
Orte, an denen wir gemeinsam waren
Möwen segeln zerzaust in Scharen
Und wir folgen ihnen, steigen auf
Folgen der Sterne stetigen Lauf
Du und ich, Geliebter mein

~Dieser Moment wird ewig~
~~~~~unser sein~~~~~
EloandraDalloway

Auf ewig die Jahre zwischen uns
auf ewig die Liebe zwischen uns
auf ewig die Stunden zwischen uns
Der Tod als etwas endliches,
etwas, das uns an das Leben erinnert
Und Freundschaften vielleicht
als das Tor zur ewigen Freiheit
nicht zur Geburt des Glücks
aber zum endlichen Gefühl davon
es besitzen und wahren zu können
solange wir leben
Auf ewig die Stunden zwischen uns
auf ewig die Liebe zwischen uns
auf ewig die Jahre zwischen uns
EloandraHörst Du die Trommeln

Ach, was könnt mein Herz erzählen
wie es klopfte und es klang
wie es raste und lauter sang
der Dieb, der kam um es zu stehlen

Der Dieb, mein Prinz aus Gold
er strahlt, die Augen ach so blau
wenn ich ihn seh, es wird mir flau
Er ist so schön, so hell und hold

Als er mich dort einfach aufgehalten
unter dem einen steinernen Gang
da wurde mir so angst und bang
sein Lächeln lässt den Zorn erkalten

Schon dort hab' ich es Dir geschenkt
mein kaputtes Herz, so löchrig rot
Du warst da, brachtest alles ins Lot
bist es, der heute meine Schritte lenkt

Mein lieber Dieb, es gehört nur Dir!
will keinem andren es auch nur zeigen
bis sich meine Geister dem Ende neigen
Liegt es hier und ruht,schläft tief in mir

Wär' ich ein gefallener Stern
wie aus der einen gestrigen Geschichte
Du wärst der, dem ich die Strahlen richte
Noch nicht nah, noch so fern

Niemals würde ich noch gehen
und wenn nur hin zu Dir
nur fort aus dem alten Hier
Könnten wir den Morgen sehen?

Zauberhafte Klänge, eine andre Welt
all so viel durft' ich mir mit dir teilen
und es wird immer in mir weilen
Mein Mond, der mich am Leuchten hält

Ach, was könnt mein Herz erzählen
wie es klopfte und es klang
wie es raste und lauter sang
der Dieb, der kam um es zu stehlen.


~Wer einmal im Mondlicht tanzte, folgt den Trommeln, wenn die Nacht anbricht~
EloandraToxic Skies

Weißes Papier, blaue Schrift
ich lese, schreibe, lerne es
schlucke es wie grünes Gift
ängstlich, dass ich es vergess
Gedanken schweifen zäh
zum Tanzen, Wirbeln, Drehen
Erinnerungen, oh weh, weh
wie sie einfach so da stehen
Warum verliere ich mich
jedes einzeln verlassne Mal
tanzend weiß und seltsam fahl
Fühle einen kurzen Stich
lasse mich nun vollends fallen
wirble schwarz im Kreis herum
halte mich mit scharfen Krallen
lache lauthals krächzend stumm
Wie sehr ich doch mein Leben liebe
in diesem einen schwarzen Moment
der flackernd rot in der Seele brennt
Federn knistern leise und ich fliege
Nebel, Nebel verhülle mich ganz!
Vor den gierig kalten Blicken!
Ohne einen liebevollen Glanz
wie sie nur Vampire schicken
Lass mich alleine, geh hinfort
dies ist mein geliebter Ort!
Dein widerliches Lachen
dein glühend roter Rachen
Nimmst mir meine einzge Nacht
Weckst Instinkte auf in mir
Hass und Wachsamkeit sind hier
und Wut die langsam kalt erwacht
Mein Rabenherz wird viel zu laut
geh' fort und lass uns endlich allein
es ist die Angst, die kalt sich staut
Ist dein widerliches Herz aus Stein?
Alles was ich empfinde
liegt in meinem einen Blick
den ich Dir hässlich schick
„Verschwinde.“
Ein Zauberwort zum Spielen
scheinst zu verstehen und drehst um
Doch Dein letzter Blick sagt stumm
„Bleibst mein Opfer unter vielen.“
EloandraMein nie vegessener Freund

Ach wie lange ist es her
dass wir zusammen geflogen sind
mein Haar, deine Mähne im Wind
ich liebte unsere Zeit so sehr
Unsere Freundschaft, blind und tief
Deine Augen und Dein Herz
Wie tief saß dort der Schmerz
als ich nicht mehr nach Dir rief
Habe Dich im Stich gelassen
Mein stummer Freund, so schwarz
deine Augen glänzender Quarz
manchmal kann ich es kaum fassen
Wie wir wild und tobend fliegen
unsere Gedanken sind vereint
während Neid im Nacken scheint
und wir immer höher stiegen
Niemals lass ich dich mehr allein
habe ich mir stets geschworen
war zum Fallen doch geboren
du warst einfach nicht mehr mein
Genommen hat dich ein Tyrann
unsere Verbindung einfach durchtrennt
es gibt niemanden, der dich so kennt
und niemand der es jemals kann
Deine Seele, meine Seele
ich hab dich niemals je vergessen
mich mit dem anderen gemessen
Merkst Du, dass ich fehle?
So lange ist es nun vergangen
unsre wunderbare, wilde Zeit
die Erinnerungen scheinen weit
muss um Deine aber bangen
Hast Du mich vergessen?
Vielleicht einfach so verdrängt
wie die Zeit die Schritte lenkt
einfach so, währenddessen.

Doch ich kehr zurück zu Dir
mit Angst und Freude gleichermaßen
ich hab Dich im Herzen, hier
und lass alles nicht nochmal geschehen
werde dich jetzt wiedersehen
Und mit Dir, den Winden wehen
nah an Deiner Seite stehen.
EloandraA Shot In The Dark

Schneller,schneller und schneller
drehen Röcke und Füße sich
Ich lache, weine, hasse mich
So jung die Nacht, so endlos
Halbmond hell, riesig groß
Unter Dir wird alles silbrig heller

Näher an dem andren Ich
niemals würde ich es zeigen
nur im Tanze mich verneigen
Atem, Herzschlag und verborgen
fürchte ich mich vor dem Morgen
Dem einen Moment, ewiglich

Schwärze erfüllt mich, Flügel schlagen
die weißen Arme wehen wild
während Wut die Tränen stillt
Die Hitze erfasst mich endlich ganz
der eine, im Dunkel gefangene Tanz
Schwarze Schwingen die mich tragen

Nein, ich kann es nie in Worte fassen
wenn die Nacht mich an sich reißt
mich einverleibt, lachend verspeist
und vollkommen von mir Besitz ergreift
Wenn der Atem meinen Nacken streift
Dumpfe Klänge meine Füße tanzen lassen

Bist Du am Leben, oder gar der eine Sandmann ?
eine Henkersbraut, ein Wechselbalg, ein Lamm ?
unverdorben, so süß und ewiglich weiß,
Verbrennst Du im Feuer, glühend heiß ?
Verrückt am Wirbeln, lachend im Tanz
Doch Du bist niemals vollkommen ganz !
Drehst in Stücken, Fragmenten dahin
Die Sucht, der Rausch betäubt den Schmerz
in Deinem kleinen, roten, brennenden Herz.
EloandraSirenenruf

Wenn ich in die Zukunft sehe
in den Himmel und die Weite
in Geschichten, die erste Seite
Bist Du es, vor dem ich stehe

Tosende Gewitterwolken
Blaue Wasser, weiße Gischt
Ein Ozean, ein dunkles Meer
Stürme und Erinnerungen

All die Bilder, endlos lange Zeit
die unter meinem Herzen schlagen
Vertrauen, Hoffnung, Liebe wagen
Neue Wege sind nicht mehr weit

Deine Lippen, dein Gesicht
deine Augen, warmen Hände
Unter hellem Sonnenlicht
Wenn ich meine Flügel fände
Würd' lachend in den Himmel steigen
Dir die silbern tanzenden Sterne zeigen
Unsichtbarer Schatten
Deinen Schlaf und Gang bewachen
Lodernd Flammen in Dir entfachen

Und doch sitz ich auf meinem Stein
unter dem Himmel ewiglich klein
streiche sacht über tiefschwarzen Flaum
unnütze Flügel, sie tragen mich kaum
Rufend streifen meine Augen wild umher
träume von Deiner baldigen Wiederkehr
Mein Gefährte, ich liebe Dich so sehr.
EloandraKein Weg zu weit


Wege, Straßen, weite Strecken
Augen, die das Land erblicken
wenn neue Bilder Sinne wecken
Ohne ruheloses Uhrenticken

Lichter, tausende von kleinen Brücken
Erinnerungen die wir gesammelt haben
füllen in den Fotoalben triste Lücken
Bilder voller Lachen, lebendige Farben

Unsere Zeiten, Momente, Leben
teilen wir schon Monate, Jahre lang
Alles würde ich für Euch geben
alles, alles was ich geben kann

Wir rennen durch den Tag, die Nacht
Es sind unsere Reisen, unsere Bilder allein
Es ist wie Fliegen wenn man mit euch lacht
~Freundschaft~,ich hoffe sie kann ewig sein

Egal, wohin die Winde euch auch wehen
ich trag' Euch hier, ganz nah bei mir
wohin ihr fliegt, eure neuen Wege gehen
Ihr seid nie fort- in meinem Herzen hier

Unsere Abenteuer, sie sind festgehalten
niemals vergessen und immer verrückt
Wir alle sind schon seltsame Gestalten
Ich bin so stolz auf Euch und unsere Zeit,
die Wege mit euch... waren niemals zu weit.

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