| reclusive one | Wer mag kann hier sein Kommentar zu meinen [url="http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?&threadid=9475"][i][u]Gedanken[/u][/i] [/url]loswerden... [I]reclusive one[/I] |
| dornroserich | Hi, nur ein paar dumme Anmerkungen, und gleich vorweg: zum englischen Text kann ich mangels genügender Sprachkenntnisse nichts sagen. Zur "Befreiung" schon eher. Das "Druckbild" finde ich sehr reizvoll: Das Gedicht hat einen "Bauch", der den Gedankengang gut illustriert: Anfang und Ende gleichermaßen einfach, in der Mitte das Komplizierte, das was viele Worte erfordert. Aber nicht vielleicht zu viele? Vor allem: zu viele Begriffe? Es gibt so wenig Konkretes bei Dir, kaum ein Bild, eigentlich nur "Gedanken". Und die verleiten (negativ ausgedrückt) zu Reimen wie "Herz-Schmerz" etc., worunter ich mir nichts vorstellen kann. Sorry, aber es klingt alles so unpersönlich... so theoretisch... so bodenlos... so unerlebt... - dabei, wie gesagt, durchaus reizvoll. Vielleicht doch mal wieder Schillers "Glocke" lesen? |
| reclusive one | Hi, danke erstnal für deine Anmerkungen. Mein englisch is auch nicht gut, ich habs einfach mal versucht. Sind bestimmt auch ne menge Fehler dirn... Ja der Bauch, mit seinem Anfang und seinem Ende ist wirklich schön geworden. Die Mitte- nun , das was ich gefühlt habe in Worte zu fassen, ist ziemlich schwer. Ich habe das Gedicht seinerzeit für eine Freundin geschreiben, damit sie mich besser versteht. Deshalb musste ich auch igendwo darauf achten das die "Gedanken" (wie du schon richtig bemerkt hast) überhaupt für "Außenstehende" noch verständlich sind. Alle (3) die's bisher vor der "Veröffentlichung" hier gelesen haben, konnten die grundlegenden Inhalte die ich vermitteln wollte schon nachvollziehn. Ich denke es ist ne frage der Persönlichkeit die es liest, was und ob man etwas daraus ziehen kann. Es kann sogesehn auch nichts konkretes geben. Statt des Körper [i]"lebt"[/i] die Seele und ich persönlich hab noch keine fremde Seele wahrnehmen können. Schiller... Glocke... Ich hoffe du machst Scherze. |
| dornroserich | Ich scherze nicht ;-) ... habe mir erlaubt, Deinen Text ein bißchen zu verfremden, sorry, aber die Degradierung zum bloßen "Material" mögest Du bitte nicht übelnehmen. In den Gemeinschaftsgärten findest Du mein Machwerk - und vielleicht hast Du (oder auch jemand anderes) Lust darauf, die Werkstatt weiter zu betreiben. ... übrigens bezieht sich meine "Kritik" nicht darauf, daß ich den Inhalt des Textes nicht nachvollziehen konnte - im Gegenteil, der Inhalt ist fast schon zu rasch bekannt (wenn auch sicher nicht in allen Tiefen, die sich darin verbergen) und ja auch nicht völlig neu. "Neuheit" ist nun bestimmt nicht das Merkmal, das einem Text Qualität gibt (s. "Glocke", über 200 Jahre alt), aber "Eigenheit" ist schon ein Ziel meines Schreibens: Eigene Worte zu finden ist des Autors "Glück"... denn dann ist sein eigenes Erleben übertragen in das Neue, in das, was sich anderen vermitteln mag. |
| reclusive one | Das hatte ich befürchtet... Nein, das ist nun wirklich nicht meine Poesie. Die Menschen verstehn sich ohnehin schon schlecht gunug. Da muss ich nicht noch bloß jeden noch so einfachen Zusammenhang in evt. schöne aber unverstämdliche Worte kleiden und dazu noch soviel dieses "Nebels" reden, daß auch ja niemand mehr versteht worum es geht. Eigenheit... dann pass nur auf, daß am Ende vor lauter Eigenheit nicht Du der einzige bist, der dich versteht. Was helfen 1000 eigene Worte wenn niemand sie versteht ? Ich zumindest kann mit dem "Experiment" nichts anfangen. Und ich möchte fast etwas Mitleid mit dennen haben, die es können ;) |
| dornroserich | Hallo, vielleicht hast Du recht, zu viel Nebel tut nicht gut... aber wenn ich die Begriffe klarer sähe, könnte ich auch verstehen, was Du MIT ihnen sagen willst (außer DASS Du sie sagen willst). Was meinst Du zum Beispiel mit "Gewißheit", "Leid", "Schmerz" oder "Befreiung"? Klingt mir alles nach einem philosophisch-theologischen Diskurs... aber klarer sind mir die Begriffe durch Deinen Text nicht geworden. Auch die Gefühle, die Du damit meinen könntest, bleiben sehr allgemein - und gerade darum für mich unverständlich: sie sind nicht anschaulich. Aber das Anschauliche, das was ich mir vorstellen kann, reizt mich, denn dann kann ich mich einfühlen. Warum ist die "Glocke" so gut? Weil sie "das Leben" VERANSCHAULICHT. Insofern freut mich Dein Mitleid (kann's auch gut gebrauchen), denn Mitleiden (Sym-pathie) und Einfühlen (Em-pathie) erhoffe ich mir von einem Leser - schon als das Höchste, was der Autor hoffen darf. Mal eine andere Frage: Welche Lyrik (oder sonstige Literatur) liest Du? Was sind Deine Ideale beim Schreiben? |
| reclusive one | Hm.. ich möchte ungern das Gedicht "erklären". Nicht weil ich dir es nicht gönne diese Begriffe in meinem Gedicht in ihrem Zusammenhang deuten zu können. Aber damit nehm ich all den die es erst noch lesen werden ihre Unvoreingenommenheit gegenüber diesen Begriffen und dem Gedicht. Ich könnte die dir als persönliche Naricht schreiben wenn du das willst. Ich fürchte du verstehst sie nicht weil du nicht ganz verstanden hast was sich in dem Gedicht eigendlich abspielt. Naja... ich mag die Glocke nicht. Gut ist realativ, und für mich ist sie ehr realtiv schlecht ;) Zu lang, zu steril in ihrer Ausdrucksweise, fast ein wenig zu banal. Ich mein, am Ende geht es nur um eine Glocke wenn ich das mal so sagen darf. Ich muss gestehn ich habs nie ganz gelelesen. Ich halt diese nüchterne Beschreibung nicht lange aus. Welche Literatur ? Gute Frage sollte man denken... Zumindest ne kurze Antwort hab ich dafür : KEINE Ich lese so gut wie nichts was man als Literatur bezeichnen könnte. Hier mal paar Gedichte im Net ansonsten nichts. Meine Ideale beim schreiben.. Das Geschreibene soll den Leser (be)rühren, in sein innerstes gehn, bei jedem auf seine Art eine Bedeutung hervorrufen die ihn auch zum Nachdenken über das Ausgesagte anregt. |
| Absinth | Hallo reclu, dein englisches Gedicht finde ich genial. Hört sich richtig gut an. Zu dem was Dornroserich geschrieben hat wollte ich nur sagen, das ich es total sinnlos finde bei einem Gedicht, das Gefühle und Gedanken wiederspiegelt irgendwelche Wörter zu definieren oder grossartig auszuarbeiten! In meinen Augen ist ein Gedicht Ausdruck persönlicher Erfahrungen, Stimmungen oder Gefühle - wenn man sie nebenbei schreibt und nicht professionell. Du willst ja nicht den deutschen Literaturpreis gewinnen, sondern nur (nehme ich mal an) ausdrücken was du empfunden hast oder gedacht hast, oder einfach nur Dinge verarbeiten, die du erlebt hast und da reicht es vollkommen aus "Frei Schnauze" zu schreiben. Ausserdem ist Interpretation immer so eine Sache, jeder Mensch liest etwas anderes in einem Gedicht, je nachdem was man schon erlebt, woran man sich dabei erinnert oder wieweit die Fantasie geht. Was der Inhalt eines Gedichts ist kann nur der Autor sagen. Und ob sich ein Gedicht schön anhört oder nicht, finde ich ist auch egal, es kommt drauf an was es ausdrücken soll/tut und wie es wirkt. Ich find deine Gedichte schön! |
| reclusive one | Hi Absinth, schön das zu hören. Empfinde ich genauso wie du mit den Gedichten. Das hast du sehr richtig angenommen, mit dem ausdrücken des Empfundenen usw. |
| Absinth | @reclu, bin mal von mir ausgegangen, wenn ich schreibe, dann nicht mit dem Gedanken, was klingt schön, welches Thema kann ich heute diskutieren... Die Worte kommen wie sie wollen und ich schreibe sie nur auf. Un im Endeffekt gefällt mir von meinen Gedichten jedes, auch wenns sich anhört wie 5. Klasse. Aber es sind eben Erinnerungen die man sich durchliesst und für sich selber sagt : es ist gut so. Wenn man dan noch Fremde damit fesseln kann oder zum Nachdenken anregt, dann ist es ein wirklich gutes Gedicht. So würde ich das beurteilen. Absinth |
| dornroserich | Hi Reclusive! Würd' mich freuen, eine "Erklärung" zu bekommen - bin sehr gespannt. Nüchtern sind Deine Texte ja nun wohl auch ;-) jedenfalls steht mir beim Lesen nicht gerade das "pralle Leben" vor Augen - wie schon geschrieben, mir "fehlen" die Gefühle, Deine Gefühle - oder sind sie so allgemein, daß mit dem Wort "Liebe" auch schon DEINE Liebe voll und ganz beschrieben ist? Was wäre denn dann beschrieben? @ absinth: Du schreibst: "es kommt drauf an was es ausdrücken soll/tut und wie es wirkt." Genau der Meinung bin ich auch - aber ziehe daraus ganz andere Schlüsse: Wenn man schreibt, sollte man sich fragen, ob denn das, was man da auf's Papier bringt, das Gewollte (Erlebte, Gefühlte) überhaupt angemessen ausdrücken kann. Und da, denke ich, gibt es doch durchaus Wörter, Ausdrücke, Sätze, die treffender sind als nur "Herz" und "Schmerz". Dein zweiter Punkt betrifft die beabsichtigte Wirkung: Glaubst Du wirklich, das etwas, was "schlecht gemacht" ist, eine "gute" Wirkung haben wird? "Nichts ist schlechter als gut gemeint", sagen die Zyniker (zu denen ich mich ausdrücklich nicht rechne!)... Selbst-Kritik verhilft da manchmal zu Lernerfolgen, und mit meinen Texten fühle ich mich bestimmt nicht darüber erhaben... |
| reclusive one | @ Absinth Die Nachtgedanken habe ich in der Tat, etwa so wie sie nun da stehn nur in deutsch aufgeschrieben, weils mir eben so durch den Kopf ging. Ich konnte nur nicht so schnell schreiben wie denken. Ich finde es auch nicht negativ, wenn etwas einfach beschrieben ist, so daß es vom Satzbau und Wortwahl dem Sprachschatz der 5. Klasse entsprechen könnte. Geht man nur weit genug ins Detail, und ich denke grundlegender als die Gedanken selbst ist nichts, so bildet sich doch alles aus ganz einfachen Bausteinen. Ich zumindest ich binn froh wenn ich mal "klare", sprich einfache Gedanken fassen kann. Und wenn man Gedanken beschreibt wirkt es nur gekünstelt wenn man sie in Wortgewannte Sätze formt. Naja... man kann sich wohl lange darüber streiten wie sinnvoll eine beflügelte Wortwahl und Gramatikalische Spirenzchen sind. Ich für meinen Teil mags meist einfach und klar. Kommt oft auf den Inhalt an, wobei ich wie schon erwähnt bei "stirilen" Werken nie lange durchhalte. Würde man seine geschreibenen Gedanken (sofern es wirklich welche waren und nicht herbeigeführte, mit der Absicht ein Gedicht zu schreiben) im nachhenein verändern, würde man sich und den Leser auch irgendwo belügen. |