| Hoffnung | So ich habe die Gemeinschaftsgärten jetzt eine zeitlang beobachtet. Was mich daran fasziniert und was ich mich auch teilweise frage ist: Sind Schreiber wirklich so selbstverliebt ,das sie nur in ihre Gärten schreiben oder warum sind in den Poeten Gärten soviele Texte aber in den Gemeinschaftsgärten sowenige. Oder ist es nur das es schwierig ist an den vorangegangenen Text anzuschließen? Was ist es das sich manche in ihre Texte vor Schmerz, Sehnsucht ecetera winden, aber nicht etwas spontanes schreiben das mit dem vorangegangenen, von einem Fremden geschriebenen ,kombiniert? Ist es so schwer, oder warum? Klar bei manchen Texten muss man sich schon fragen ist es ein Kindereim, aber es ist ok. Keiner ist perfekt jeder hat mal angefangen , und ich bin hundertpro kein Genie... Möchte ich auch nicht sein. Trotzdem schwirrt mir die Frage durch den Kopf, ist es Selbstverliebtheit , Narzismus in Schreibform, oder wieso? |
| Hoffnung | Sagen wir so, es hat sich die Rate leichter erhöht von denen die jetzt im Gemeinschaftsgarten posten. Sei es aus Langeweile oder sonstiges... Und ich kann dich verstehen,aber versuche es doch einfach einmal. Ich mache es meist so das ich mir das letzte Gedicht aus irgendeinem Teil herausposte und sozusagen lagere bis ich Zeit und Lust habe etwas passendes dazu zu schreiben. Ich weiss nicht wie es bei dir ist. Ich schreibe mit Bildern im Kopf, das heisst ich lese das vorherige, und schreibe eben ohne nachzudenken. Manchmal funktioniert es manchmal nicht*schulternzuck* Aber es zeigt das man auch auf andere eingehen kann, das man seine Gedanekn mit anderen verbinden kann. Versuchs einfach einmal, wenn es nicht klappt kannst du es ja immer noch löschen. Es ist nur interresannt was dabei manchmal herauskommt. Irgendwie merkt man das man sich sozusagen besser bewegen kann, das man nicht nur in eine Richtung denkt, ich hoffe du verstehst was ich meine. Und ehrlich gesagt ich lese eher in den Gemeinschaftsgärten als in den Poetengärten, da es nach dem fünften Gedicht von ein und demsellben Schreiber, meist etwas vorrausschaubar ist, was als nächstes kommt. Und man irgendwie nach der zweiten Seite die Lust zum lesen verliert. Was jetzt nicht abwertend gemeint ist sondern nur meine Erfahrung. Wenn aber hingegen mehrere schreiben, kommen wendungen heraus mit denen man nicht rechnet , da jeder andere Gedanken hegt. Ich finde es interresannt und spannend, und vor allem man kommt auch einmal auf andere Ideen... |
| paganeyes | Einen lieben Gruß, hm, ich habe jetzt erst zweimal in den gemeinschaftsgärten geschrieben, beide Male nicht aus langeweile, sondern, weil mich der vorige Post sehr angesprochen hat. warum ich persönlich nicht mehr in den Gemeinschaftsgärten, sondern in 'meinem' Garten, schreibe: Ich schreibe wenn ich das bedürfnis dazu habe und dann fließt es einfach aus mir heraus , positiv wie negativ. Es entstehen vollständige Gedichte und im Hinblick auf die Bitte in die gemeinschaftsgärten keine vollendeten Gedichte zu setzen, lasse ich das, da meine gedichte für mich ein ende haben, ich denke du weißt was ich meine. Und in dem zusammenhang (ich schreib mich wieder gesund könnte man sagen) schreibe ich mehr in meinem garten. Doch finde ich die Gemeinschaftsgärten sehr schön und werde auch weiterhin ein wenig dort schreiben. einen dunkellieben gruß eure pagan |
| Diva | Hm, nun... es ist sicherlich ein interessanter Aspekt sich durch Gedichte zu unterhalten, einander zu beeinflussen... Ich für meinen Teil kenn da auch so eine Person, deren Gedichte mich inspirieren, weil sie ähnliche Gedanken hat, sich aber anders ausdrückt und mir, gerade wenn sie Reime benutzt, die mir nicht hundertprozentig gefallen, vor Augen führt, was ich selbst bin. Ein kleiner Zerrspiegel sozusagen. Ich habe dann, so dumm und eingebildet es klingt, es "besser" zu machen. Wobei es nicht an sich besser, sondern einfach von mir aufgenommen und zurückreflektiert wird und ein besseres Abbild abliefert. Meine liebsten Gedichte hab ich so geschrieben und bin dabei für entsprechende Freundin eine Spiegelachse zu ziehen, in der Hoffnung, dass es hilft. Dennoch ist es auf der anderen Seite so, dass ich das verarbeite, was ich sehe und fühle und versuche, mich an mir selbst zu spiegeln, denn mit Mauern, die andere als Stütze erbauen, kann ich oft nichts anfangen. So ist es sicherlich so, dass ich sehr viel öfter daran teilnehmen könnte, eine Mauer zu errichten, sodass sie mir nicht fremd vorkommt - ich weiß, dass es geht - aber dass ich im Allgemeinen mir lieber ein ganz eigenes Häuschen baue. Auf einem sonnigen Hügel, von dem aus ich die Menschen betrachte und manchmal, wenns besonders schön ist, einige zu mir einlade. Diese Schäche von Einsiedlertum werd ich nicht aufgeben, denn sie gefällt mir. Mit Selbst"verliebtheit" an sich hat das nichts zu tun. Ich bin einfach ruhiger so. Liebe Grüße Diva |
| WinterWolf | Ich werde hier zwar nichts neues sagen, aber ich schreibe persönlich einfach vollendete und sehr viele, persönliche Gedichte, ich muss aber mal in die Gemeinschaftsgärten schauen... Ich öffne mich eigentlich recht stark in meinen Gedichten, ich schreibe das, was mir mein Herz diktiert, der Kopf bringt das nur noch etwas in Form. Ich mag es nicht sonderlich, etwas "auf Befehl" zu schreiben. Naja, ich habe mich in meinem Kritikthread schon mal indirekt zu der hier ja leider recht verschwiegenen Gesellschaft geäußert, aber da stieß ich bisher auf taube Ohren... Möge sich daran etwas ändern! |
| Hoffnung | @ Paganeyes Man kann an fast jedes Gedicht oder auch an jede Geschichte irgendwie ansetzten, sei es das man es anders beleuchtet oder sonstwas. Es gibt eigentlich fast keines (Lautgedichte ausgenommen) das man nicht von mehreren Seiten betrachten kann, ergo es gibt kein vollkommenes Gedicht, egal wie man es jetzt als vollkommen ansieht. Die "Sologärten" sind sozusagen der User selbst, es zeigt meist was er fühlt, was er denkt ecetera, es ist ein Garten mit Mauern... Man schreibt was man fühlt, setzt es der öffentlichkeit aus, egal aus welchen Grund, sei es von mir aus das man hören möchte das andere genauso fühlen, oder sei es weil man verbesserungen an seinem Stil sucht, oder anderweitige Ansprache. Ich kann sehr wohl verstehen das man sich sozusagen gesund schreibt, habe ich auch getan, und tue ich noch manchmal, auch wenn ich diese Sachen nicht öffentlich posten würde. Es ist schon fast eine Art Seelenstreeptease... Die Gemeinschaftsgärten sind aber nach meiner Meinung eben Gedanken und Bilder die man für sich selbst verwenden kann, die man auf Situationen verwenden kann die man selbst erlebt hat, jeder zwar unterschiedlich aber doch irgendwie ist es eine gemeinsamkeit.. Ich weiss etwas wirr geschrieben aber vielleicht verstehst du es. @Diva Ich möchte niemanden dazu zwingen in die Gemeinschaftsgärten zu posten, mich verwundert es eben nur das die meisten sich lieber selbst einmauern mit Gedichten, als das sie andere Dinge lesen, es für sich interpretieren und ihre Sicht zeigen. Es kommt mir oft so vor, das viele Ansprache suchen, wieso sollten sie sonst posten. Aber wenn man mehrere Seiten von demselben Thema liest, oder immer wiederholende Fragmente liest man eben nicht weiter. Natürlich ist es dein Schreiben, dein Leben deine Fantasie die du ausdrückst. Aber für wen setzt du es in dieses Board? Wieso bitten soviele um Kritik? Warum trauen sich soviele nicht aus ihren "dichterischen" Mauern heraus um auf andere einzugehen? Ist es nicht doch eine Art der Selbstliebe , des Egoismus? Man möchte bestättigt werden, da man Kritik sucht, man möchte das andere die eigenen Sachen lesen, man will wissen was andere von den eigenen Sachen denken. Was sie fühlen... Das die anderen sehen was man selbst sieht... Das man selbst auch teilweise sieht....was man eigentlich geschrieben hat. Warum also verlangt oder hofft man auch das andere sich mit den eigenen Sachen befassen, wenn man nicht auch einmal auf andere eingeht. Es kann ja ohne Probleme gefühlsmässig darauf geantwortet werden, man zeigt seine eigenen Ansichten, und ich finde diese Vielfalt faszinierend... Klar niemand denkt wie der andere, Eremit bleibt Eremit, trotzdem gibt es Menschen wie mich die auch die Gedanken eines Eremiten in Bezug auf andere gerne sehen würden. Ich sehe es doch auch irgendwie an den Kritikthreads hier, es wird viel um Kritik gebeten, es wird auch gelesen aber wenige Antworten darauf, sei es um nicht zu verletzten , oder weil wie es schon erwähnt wurde, sich wenige für die Sachen anderer interressiert, weil die eigenen Sachen "persöhnlicher" für einen selbst wichtiger sind... *kopfschrägleg und mit den Fingerspitzen ihr Kinn malträtiert* Wuah hab ich wieder wirr geschrieben aber ich hoffe ihr versteht es einigermassen. |
| paganeyes | @Hoffnung da stimme ich dir vollkommen zu (ich habe es verstanden und es ist auch nicht wirr *lächel*) Es ist einfach, hm, ich weiß nicht es wäre etwas seltsam diesen Art des Seelenstriptease wie du es ausdrückst von anderen weitgeführt zu sehen, da diese Gedicht wirklich sehr persönlich sind. Ich nutze den Gedichtgarten auch als Kommunikationsmittel mit Freunden hier, es ist manchmal so einfacher zu beschreiben, als es 'normal' in Worte zu fassen... Mit vollkommen meinte ich auch nur, daß es für mich in dem moment wo ich es beende auch wirklich beendet ist, weil ich dann mit meinem Gefühl abgeschlossen habe, meistens. Zum Thema Kritik, ich traue mich oft einfach nicht, da ich niemanden verletzen will, wenn mir eins besonders gut gefällt, erfährt derjenige es meist per PN. Gedichte sind sehr persönlich finde ich und Kritik mag ich da nicht üben. Ich bin jetzt ziemlich gesprungen und hoffe du verstehst mich jetzt noch. |
| mjb | an fremdlyrik anknüpfen fällt mir sehr schwer... wenn ich schreibe, entsteht das aus einem gefühl heraus, dass plötzlich kommt und auch genausoschnell wieder verschwindet. wenn ich da keinen stift zur hand habe, verfliegt der einfall auch rasch wieder. zudem bin ich in foren relativ lesefaul, weil ich am pc immer meine portion stress brauche und ich alles nur Überfliege. in diesem forum habe ich noch kein werk kritisiert. ich selber freue mich immer über kritik an meinen werken, jedoch kritisiere ich werke nur in meinem hauptforum, wo ich die leute allemal mehr oder weniger gut kenne, und ich dann auch in etwa weiss, in welchen situationen sie diese werke geschaffen haben. und hier möchte ich kritik von leuten, die ich gar nicht kenne. widersprüchlich, ich weiss. |
| Lord Pyrus | Es mag zwar sein, das einige Poeten sich einmauern und das ihre Werke nach einer oder zwei Seiten "langweilig" werden, jedoch finde ich das die "grösseren Poeten" (Von der Zahl der Gedichte her gesehen) immer wieder neue interessante Aspekte zeigen. Wenn man es so will kann man bei einigen auch Veränderungen feststellen, geänderte Dinge/Sichtweisen... Aber selbiges ist auch etwas: Wieso erbittet jeder - aber auch jeder - Kritik, lässt seinen Garten dann aber nach den ersten Posts verwelken? Enttäuschung, das keine Reaktion kommt? Z.b. bei den ganzen "Gartenanlagen" (den grösseren Gärten), fühle ich mich selbst nicht ermutigt genug, ein Gedicht zu bewerten oder den Dichter auf etwas anzusprechen, obwohl (oder auch gerade wenn) das Gedicht schon "Jahre zurück" liegt. Gibt es dennoch einen Fall, so versuche ich entweder auf lyrischer Basis Kontakte zu knüpfen (ein Teil meines Gartens ist - was nicht auffallen mag - personenbezogen ambivalent) oder dieser jenige welcher erfährt es via PN. (mal abgesehn davon brauch ich für sowas dann sehr viel Zeit). Im Bezug auf die Gemeinschaftsgärten finde ich es sehr intressant, was dort abläuft - jedoch scheint es mir manchmal so, als sei es weniger eine Gemeinsamkeit als eher ein Gegenspiel. So sind manche Antworten bsp. im Garten der Träume in ein so komplexes Bild gefasst, das eine Antwort mir dann doch recht schwer fällt. So dann eine Balance zu finden - das Gedicht womöglich auch noch mit einem offenen Abschluss zu versehen - fällt mir dann, je nach Tagesform, doch recht schwer. Dennoch lese ich sehr gerne dort, versuche mich meist auch zu beteiligen, ziehe es aber in den meisten Fällen wieder zurück. Mitunter weil ich meist "nicht mehr aufhören kann"... Auf der anderen Seite ist es auch definitiv die Zeit, die mir -leider chronisch- fehlt. Bei meinen Gedichten brauche ich mir "nur" ein Bild zu malen. In den Gemeinschaftsgärten (und besonders in dem von mir favorisierten Garten der Träume) jedoch muss ich erst -um es in Metaphern auszudrücken- ein Photo machen, dieses entwickeln, es abzeichnen, und dann selbst verfeinern oder erweitern. ### Just a Thought: Vielleicht mag jeder Mensch sich an einer normalen Diskussion beteiligen können, vielleicht aber nicht jeder Dichter an einer ebensolchen lyrischen? Greetz, |
| Hoffnung | Ich finde eben das man durch die Gemeinschaftsgärten lernen kann, man kommt durch solcherlei "lyrischer" Zwiegespräche auf Ideen die man sich vorher vielleicht nicht getraut hat, oder die man sich vorher nie gestellt hat. Die Gemeinschaftsgärten behandeln nicht immer den Poeten selbst, was bei vielen Poetengärten der Fall ist,man ist fast gezwungen, sich mit anderen zu beschäftigen, auch die Gedanken anderer für sich selbst zu entziffern. Mit sich selbst beschäftigen und Ansichten von einem selbst weitergeben ist leicht stimmt, und es benötigt manchmal auch weniger Zeit, was natürlich bei jedem Schreiber unterschiedlich ist. Zu den Gemeinschaftsgärten gibt es auch keine Kritik was ich ganz gut finde, man sollte es eben einfach einmal versuchen, man ändert sich dadurch da man etwas neues , etwas anderes versucht, man geht auf andere somit auch zu . Was man in den eigenen Gärten meist nicht macht. Man schreibt über eine Sache , über die sich auch andere einen Kopf machen, es ist eben ein zusammen, ein anschließen, wenigstens sollte es so sein. Und was die abgeschlossenen sachen angeht, man kann auch teilöe aus einem Gedicht nehmen und sie beleuchten, meine Sachen in den Gärten sind meist auch für mich abgeschlossen trotzdem kann man es weiterführen wie man sieht. Und es freut mich das einige es auch versuchen, das zeigt mir zB das andere mich sozusagen lesen können, mich verstehen können, auf mich eingehen. Und es macht auch Spaß auif seine Art , die Bilder zu zeigen die man im Kopf hat, die sich ausnahmsweise nicht um einen selbst winden, odert wenn sie es tun einen auf andere weise zeigen als üblich... öhm naja oder so*g* @mjb das wiedersprüchliche ist doch normal oder??? |
| Teire | Naja zum Thema Gemeinschaftsgarten... Ich finde dass das eine klasse Idee war und verbindet Texte,Gedanken und Äusserungen wie die unterschiedlichsten Ebenen wie du gesagt hattest einen Kinderreim,Spracherzählungen,Reime oder perplexe Wortspiele... Also ich bin dort auch nicht der aktivste aber würde doch gerne sehen das sich dort wieder etwas regt damit ich auch wieder Lust und Andrang dazu habe mich dort weiter zu begnügen... Liebe Grüße Teire |
| hektate | Hallo, habe gerade das erste Gedicht im Forum veröffentlicht. Kann Dir ziemlich genau sagen, warum ich den Garten der Poeten gewählt habe. Ich dichte nicht spontan von anderen Gedichten inspiriert vor mich hin sondern schreibe, wenn mich in meinem Leben etwas bewegt/bewegt hat.Und das Ergebnis lässt sich schwer in eine Schublade pressen. Jedes Gedicht ist ein persönliches, wertvolles und total subjektives Werk das zu viel über den Schreiber preisgibt als dass man es irgendwo, "3.gang, 2te reihe links bei den enttäuschte-liebe-konserven abstellen möchte. Davon abgesehen lassen Gedichte oft viel Raum für persönliche Interpretation...jeder verbindet damit andere Gefühle, Erinnerungen und Bilder. Deshalb möchte ich ungern an stimmungsbeladenes anknüpfen sondern einen neuen Eindruck entstehen lassen. Falls ich jedoch wirklich spontan an gelesenes anknüpfen möchte werde ich das in den gemeinschaftsgärten gerne tun. |