| sternenfeuer | ...zu meinen gedichten, die [URL= [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=13339[/url]]hier[/URL] zu finden sind. ich würde mich auf antworten freuen... sternenfeuer PS: bitte melpomene um entschuldigung, da der titel meines threads mit ihrem übereinstimmt... ich hatte ihren titel nicht gelesen und kann ihn im nachhinein nicht mehr ändern. falls sie das liest, bitte ich hiermit um vergebung. |
| Leviathan93 | Ich möchte dir hier nur nochmal mit aller Deutlichkeit sagen, dass ich dein Schreibstil und deine Wortwahl wirklich sehr gut finde. Hadere nicht so sehr mit Selbstzweifeln herum, sondern erkenne und bekenne dich zu dem, was du kannst. Ich weiß, dass du das ganz tief in dir auch weißt. Dein dich liebender Prinz. |
| sternenfeuer | mag sein, dass du recht hast, vielleicht auch nicht. wer dürfte es bewerten? in mir streiten sich 333 egos über diese frage. nur geht es gar nicht um ihre beantwortung. und selbst wenn: an welchen kriterien dürfte man es messen? ist all das nur ein verzweifelter aber dennoch gescheiterter versuch poetisch zu wirken? ist der versuch gelungen? oder geht es einfach nur darum, ein gefühl oder einen gedanken in worten einzufangen und innere dämonen in schwarze zeichen auf weißem grund zu bannen? es ist egal. auch um diese fragen reißen sich jetzt wieder meine 333 egos und das kostet mich heut abend zuviel kraft. jedenfalls möchte ich dir danken für deine antwort, für die dadurch gegebene motivation, für deine existenz, deine inspiration, die durch dich geschaffenen universen. chaos, dunkelheit&liebe deine dich liebende chaos-prinzessin |
| Leviathan93 | Mein Schatz, bewerten darf es jeder, so denke ich, dem du es zuträgst. Sicher ist ein hohes Maß an Selbstkritik nicht unbedingt schädlich für die kreative Entwicklung, doch muss man in der Lage sein, diese Energie in Handlungen umzusetzen. Und das, so denke ich ,bist du, denn schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort, und die Welt hebt an zu singen, tríffst nur du das Zauberwort. Und da du eine Verfechterin des wahren Willens bist so lasse dir gesagt sein: Dafern nur ein Poet will, so steht der Himmel nimmer still, die Sterne müssen tanzen. Es springen auch die Stein' herfür, da hüpfen Wälder, Berg' und Tier', es zittern Wäll' und Schanzen. Ja, was die schwarze Nacht bedeckt, wird durch den Poeten aufgeweckt. Du solltest dein Genius nicht zu sehr durch deine hohen Selbstanforderungen unter Druck setzen. Selbst Goethe hat gesagt: Das benutzen der Erlebnisse ist mir immer alles gewesen; das Erfinden aus der Luft war nie meine Sache. Ich habe die Welt stets für genialer gehalten als mein Genie. Kreatives Arbeiten ohne Druck ist erstrebenswert. Und selbst wenn dir jemand eine für dich nicht gerade positive Kritik gibt, so ist dies doch nicht zu verwerfen. Wenn einer singen lernen will, sind ihm alle diejenigen Töne, die in seiner Kehle liegen, natürlich und leicht. Die anderen aber, die nicht in seiner Kehle liegen, sind ihm anfänglich äußerst schwer. Um aber ein Sänger zu werden, muss er sie überwinden; denn sie müssen ihm alle zu Gebote stehen. Ebenso ist es mit einem Dichter. Solange er bloß seine wenigen subjektiven Empfindungen ausspricht, ist er noch keiner zu nennen; aber sobald er die Welt sich anzueignen und auszusprechen weiß, ist er ein Poet. Und dann ist er unerschöpflich und kann immer neu sein. Und genau auf diesem Wege befindest du dich, wie wir alle. Es gibt kein perfektes Gedicht und letztlich wird es immer jemanden geben, der etwas auszusetzen hat. Aber hey, was soll's. Er hat ein Recht darauf genauso wie du das Recht hast, es aufzunehmen oder zu ignorieren, ganz nach Beurteilung des Menschen gesehen. So, das reicht jetzt erst mal Amo Te In Aeternum Philotas Nosferatu Lestat de Lioncour |
| sternenfeuer | naja, wir haben das ja schon diskutiert, irgendwie hast du recht, sobald ich es veröffentliche, muss ich mit kritik leben. kreatives arbeiten ohne druck ist erstrebenswert. kreatives arbeiten unter druck ist unmöglich. (zumindest sehe ich es so und das ego, das schreibt, ist nicht das gleiche wie das, das es bewertet; aber soweit waren wir ja schon) und ehrlich gesagt bin ich zwar eine kleine ästhetin, aber ich schreibe um zu spüren dass es mich gibt. und nicht um anderen zu gefallen. was haben monets zeitgenossen zu seinen bildern gesagt? teilweise nichts gutes, aber er fand sie gut und hat sie veröffentlicht und darum geht es. es geht um MEINEN willen nicht um den anderer. |