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  Forum: Text-Kritik
    Thema: "Chronik eines Fremden" - Kritiken
FremderErfreuen würde es mich sehr, wenn ihr ehrenwerten Herren und Damen mir mitteilt, wie euch mein Garten gefällt.
Zur Zeit ist er noch etwas mickrig.
Er wird noch seine Zeit zum Wachsen brauchen, da ich mir nicht jedes Pflänzchen anmutig genug ist, um in diesen besonderen Garten gepflanzt zu werden.
Also bitte ich um ein wenig Geduld.

Fast hätte ich vergessen, euch mitzuteilen, wo sich mein kleines Gärtchen befindet:

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=25374[/url]
FremderBisher sind zwar nur zwei Gedichte vorhanden, es wäre aber trotzdem nett, wenn ihr euren Senf dazu abgeben könntet.
Andrea_PalladioManchmal reimt es sich, manchmal nicht "entfernt/Schatten".

Die Bilder passen teilweise nicht, so klingt es widersprüchlich, wenn der Schmerz die Schritte "sanft" führt und eine Zeile davor oder danach ist von "Haß" die Rede.

Ich würde es überarbeiten.

Und geht es Dir nur um Effekte oder um eine wirkliche Geschichte?
Warum "Haß" und "Vergessen"?
FremderAls erstes:
Danke für deine Beurteilungen.
Hier meine Antwort darauf:

Das Problem an dem Gedicht ist, dass es nicht aus einem Guss ist.
Ich hab es vor zwei Monaten angefangen, und mich erst vor kurzem wieder drangesetzt, um es zu beenden.
Als erstes sollte es eine Art Sinnbild für meinen Zustand sein, den ich in dem Moment hatte.
Dann wollte ich eine Art Geschichte daraus machen.

1)
Reimen muss sich bei mir nicht immer alles.
Es ist erfreulich, wenn alle Verse sich reimen, dass muss aber nicht sein. Zwei sind auch ausreichend.
Und wenn ich (meiner Meinung nach) gute Ausdrücke habe, dann verzichte ich auch auf einen Reim, wenn es gut in den Rhytmus des Gedichtes passt.

2)
Das ist Ansichtsache.
Aus meiner Sicht passt es schon. Man kann durchaus von Hass und Schmerz zerfressen sein, und gleichzeitig des Lebens müde sein. Das Einzige was man noch hat, ist der allgemeine Hass, der aber nicht ehrgeizig ist, der nicht gewünscht ist, und der von anderen Menschen zugefügte seelische Schmerz.
Ist es somit nicht möglich, dass der "[...] Schmerz [...] seine Schritte [sanft] führt [...]", er also wie ein benommener, alter Mann durch die Gegend stapft, kleine und langsame Schritte macht?

3)
Warum "Hass" und "Vergessen"?
Wäre es in seiner Situation nicht wünschenswert den Hass, der ihn durch seinen Fluch bindet und den Schmerz zu vergessen ?

Es ging mir im Endeffekt um eine Geschichte.
Das wäre zwar eine sehr kurze Geschichte (die irgendwie an "Highlander" erinnert, wie mir grade auffällt... aber das war keineswegs Absicht), aber die Form als Gedicht eignet sich wohl nicht so sehr.
Es kommt irgendwie gar nicht raus, um was es gehen soll.

Überarbeiten?
Ja, das wäre nötig. Allerdings werde ich das nicht machen.
Ich könnte höchstes etwas neues mit einem ähnlichen Thema schreiben. Oder eine Geschichte daraus machen.

Danke für deine Kritik.
Ich denke ich habe alles was du angesprochen hast, hinreichend kommentiert und meinen Standpunkt dargelegt.
Wenn du noch fragen hast, dann bitte per PN, damit sich das nicht ewig hinzieht.

[edit] Ich werde das Gedicht durch eine Geschichte ersetzen, denke ich.
Oder durch ein Gedicht in anderer Form, ohne Reim, das werd ich dann sehen.
KroegerDunkles Strahlen

Ins Dunkel gehüllt das hellste Licht
Wo Fremdes vertraut, das Selbst zerbricht
Vertrautheit fremd, sich nicht mehr kennt.

Dunkelheit schützt das helle Strahlen
Dunkel im Herz der grelle Schmerz
Dunkelheit hegt was andre stahlen
Dunkel mein Schmerz im fremden Herz

Dunkelheit wiegt mich sanft in den Schlaf
ein Traum mich letztens dabei traf
Werd ich erwachen als Wolf oder Schaf ?

Ewiger Traum aus Einsamkeit
verlierst dich in der Eulen Zeit
Schmerz Erz und Herz
ein läßlicher Scherz

Innere Fäulnis fault
ein Hirn zu Brei
- eins zwei drei

Fiedel doch laut,
bis daß das Kartenhaus aus Knochen und Haut
In sich Zusammenfällt, der Wurm verdaut.

Hoffnung gebiert
was sie verliert.
Hoffnung zerstört
wer sie nicht hört.


----
Sorry, Fremder, aber es mußte sein ;-)
Fremder*applaudier*

Schön was du draus gemacht hast !
FremderSchade, meine Werke sind wohl keiner Kritik würdig.
Oder sie gehen in der Fülle an Gärten hier unter.

Schade schade, mich hätte sehr interessiert, wie ihr über mein Gärtchen denkt.
MalkuthHmm.. also denn "Fremder" der Du mir nicht fremd bist...

Die Seite die Du in den Gedichten von Dir offenbarst kenne ich nicht. Wohl ich Sie aber vermutet habe. Und die Zeit die seit unserem letzten Treffen verronnen ist, tat wahrscheinlich ihr übriges hinzu.

Ein Punkt der schon vorher zur Sprache kam, ist der der reimes und nicht reimens... versuch eine Methode für einen Text, eine Geschichte, ein Gedicht oder Lyrischen Text (*löl*) beizubehalten.

Ebenso solltest Du Dich an ein Muster der Zeilen innerhalb der Strophen, Absätze halten. Ich weiß, dass es nicht immer geht und es schwer ist, dies bei zu behalten. Aber die optische Qualität ungemein. Und auch dies ist, wenn auch eher unbewußt, ein Bewertungspunkt.

Schwarzherzlichst
ein unfremder... ;)
Spiegelhmmm wie schon gesagt, ich mag "Dunkel" am meisten. die wortspiele wie zb. "Ins Dunkel gehüllt Wo Fremde vertraut Vertrautheit fremd" sind sehr gut gelungen!

ebenso der letze absatz deines gedichts über tiere, in dem du einen menschen sehr anschaulich und vom wortklang her fließend beschreibst (bis auf den etwas missglückten reim erträglich-tödlich)

ich kann mich der meinung meiner vorrednerin / meines vorredners nur anschließen, du solltest das schema in deinen reimen beibehalten!

joah... ich find deine gedichte schön :)

Minna
LuinamathielSei gegrüsst Fremder, der Du mir hoffentlich immer weniger fremd sein wirst

Dein Garten ist gewachsen seit meinem letzten Besuch. Da Dein zuletzt gepostetes Gedicht in meinen Augen Dein Bestes ist, hast Du Dich anscheinend noch weiter verbessert. Es erinnert mich vom Stil her irgendwie an Sonnenwind. Was auffällt sind die manchmal vorhandenen und manchmal fehlenden Reime. Das hat mich am Anfang zwar irritiert, aber ich finde es gehört zu Deinem eigenen Stil.
Deine Gedichte handeln immer von Schmerz und Enttäuschung, ich hoffe Du wirst bald Anlass haben Gedichte zu verfassen die von Deinem Glück erzählen.

In diesem Sinne grüsst Dich Deine Luina

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