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  Forum: Text-Kritik
    Thema: Bitte kommentiert meinen Flug
IcarosIch bitte darum, alles, was Ihr zu meinem lyrischen Flug zu sagen habt, hier loszulassen. Finden könnt ihr ihn [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=15055]hier[/URL]. Ich freue mich über jedes Posting und sämtliche konstruktive Kritiken.

Gruß
Icaros
Kel'Thuzadalso insgesamt isses sehr kostbar.
vor allem :
das neueste, da, im garten der königin, hat nicht nur form sondern auch handlung, dassis verdammt selten.......
IcarosHallo Kel'Thuzad,

es freut mich zu lesen, dass Dir meine Gedichte gefallen; mh, ein seltsam- schönes Gefühl ist es schon, dass jemand auf das reagiert, was ich hier reingestellt habe; das erste Mal, dass ich nicht das Gefühl habe, dass ich das sowieso nur für mich mache - einfach schön, eine Reaktion zu erhalten, und erst recht, wenn es eine so positive wie die Deine ist!

Bei "Des Silbergartens Königin" hatte ich mir lediglich vorgenommen, ein Märchen in gebundener Sprache zu schreiben, und was Du gelesen hast, ist das, was bei dem Versuch herausgekommen ist - ein Ergebnis, mit dem ich durchaus zufrieden bin.

Viele Grüße
Icaros
Der_PhilosophAlso du kannst durchaus zufrieden sein, super! Also ich habe noch nicht alle Gedichte gelesen, aber mache ich noch, Kritik folgt!
Auf jeden Fall top!:) Kleine Kritik:

"Des Silbergartens Königin" letzte Strophe

Doch als ich schließlich gehen wollt’,
Hat sie mich still geküsst
Und ernsten Wortes mir erklärt,
Dass ich [b]noch[/b] bleiben müsst’.

Das [b]noch[/b] habe ich da eingefügt, da ich denke, dass dies reimtechnisch und klangmäßig einfach besser passen würde oder? Also ich meine, damit wäre es dann echt total [b]perfekt[/b]. :eek:

Wie auch hier folgendes:

Katharsis 4. Strophe

Mit viel Getös’ die Erde bebt,
Gebäude in die Höhe hebt,
Um sie dann nur fall’n zu lassen
Und zu vernichten so die Massen,
Die sich [b]so[/b] sicher dort gewähnt

Kälte 1. Strophe

Kennst Du die Kälte, sag, kennst Du sie auch,
Wenn sie Dich trifft bis ins Mark,
Wenn Dich bedeckt ein frostiger Hauch,
Wenn Dich umschließt ein eis[b] ’ [/b]ger Sarg?

Daniel 3. Strophe

Untern Scheffel stell’ ich nicht mein Licht,
Nein, ich halt’s Dir mitten ins Gesicht,
Dass Du geblendet wirst von meiner Größe –
Los, gib Dir [b]endlich[/b] diese Blöße
Und vergehe über meinem Glanz.

Schlachtlied 2. Strophe

Mit großem Wort zum Krieg befohlen
Haben König, Kaiser, Präsident,
Um den Nachbarn zu versohlen,
Oder wen man sonst noch kennt.

Die gefällt mir persönlich irgendwie nicht, finde ich etwas unmelodisch und komisch.;)

Ohne dich hat’[b]s[/b] was von Ende, <---- meintest du sicher so.

Spiel mit dem Feuer 2. Strophe

Voller Wonne steig’ ich dann
In den Keller meiner Seele.
Niemand kommt mehr an mich ran,
Wenn ich mich selber [b]elend[/b]quäle.

Auf dem Stuhl 2. Strophe

Er wurde von dir selbst geschürt
Und hat dich so hierhin geführt.
Zu deinem Richter jetzt ernannt
Sind [b]deine[/b] Taten mir bekannt,
Die du [b]jetzt[/b] nicht gestehen musst,
Denn meine Qual war deine Lust.

Auf dem Stuhl 6. Strophe

Als der Körper nur noch keucht
(Sein Lebensgeist nicht ganz entfleucht),
Lasse ich ihn schließlich gehn
Und zähle langsam laut bis zehn.
Da er sich nun [b]gar[/b] nicht mehr rührt,
Wird er dann auch schnell losgeschnürt.
Hinter mir bleibt er zurück –
Es ist vollbracht, was für ein Glück!

(Oder hier bei der 6. etwas 2silbiges mir ist aber nichts eingefallen, bin da unbegabt.;))

Erlösung 4. Strophe

Schrei[b]b[/b]e vorwärts Schritt um Schritt, <--- Stimmt das so?!

Dann war der Fall nur halb so tief,
Und auch das, was der Rabe rief,
Verliert Bedeutung wie Gewicht;

Die (6. Strophe) hier gefällt mir auch nicht so, finde die so zu knapp und komisch…Hoffe du kannst mit solchen Kritiken überhaupt was anfangen! *lol*

Wie gesagt, dass ist meine ganz persönliche Meinung, grad so ausm Gefühl raus und du brauchst da nichts groß zu ändern, alles deine Sache! Die Gedichte sind einfach total großartig und wunderschön, Eins besser als das Andere, echt! Bisher habe [b]ich[/b] von keinem bessere Lyrik gelesen, als von dir!:)
IcarosHallo Philosoph,

es freut mich zu lesen, dass Dir meine Gedichte gefallen. Obwohl es reimtechnisch besser ist, habe ich vor dem NOCH anfangs etwas zurückgeschreckt, da es eine zeitliche Komponente enthält, die mir nicht zusagt – aber im Endeffekt habe ich Deinen Vorschlag dann doch angenommen. Nur weil sie sagt, das Lyrische Ich dürfe „noch“ nicht gehen, bedeutet es ja nicht zwingend, dass sie wirklich die Absicht hegt, es je laufen zu lassen.

Tja, was bleibt mir fürs Erste noch zu sagen, als mich nochmals für Dein Lob zu bedanken. Es ist immer schön zu sehen, dass anderen gefällt, was ich schreibe.

Sich dankend verneigend
Icaros


[I]PS: Ich habe meine Antwort geschrieben, bevor bemerkte, dass Du Deinen Text erweitert hast. Auf den Rest gehe ich aber auf jeden Fall auch noch ein.[/I]
IcarosHallo Philosoph,

hier noch mal eine ausführlichere Antwort:

[QUOTE]Katharsis 4. Strophe

Mit viel Getös’ die Erde bebt,
Gebäude in die Höhe hebt,
Um sie dann nur fall’n zu lassen
Und zu vernichten so die Massen,
Die sich [B]so[/B] sicher dort gewähnt[/QUOTE]

Den Vorschlag habe ich nicht übernommen, da so würde der Rhythmus gestört würde, wenn die erste Silbe betont bleiben soll – und das empfiehlt sich meines Erachtens, da die letzte Silbe der vorherigen Zeile unbetont ist, und zwei aufeinanderfolgende unbetonte Silben nicht so schön sind, wenn nicht gerade die gesamte Strophe im Daktylus gehalten ist (zumindest meine MeinungJ)

[QUOTE]Kälte 1. Strophe

Kennst Du die Kälte, sag, kennst Du sie auch,
Wenn sie Dich trifft bis ins Mark,
Wenn Dich bedeckt ein frostiger Hauch,
Wenn Dich umschließt ein eis[B]’[/B]ger Sarg?[/QUOTE]

Habe ich auch nicht übernommen, da sonst das tonangebende Versmaß (Daktylus) zerstört würde.

[QUOTE]Daniel 3. Strophe

Untern Scheffel stell’ ich nicht mein Licht,
Nein, ich halt’s Dir mitten ins Gesicht,
Dass Du geblendet wirst von meiner Größe –
Los, gib Dir [B]endlich[/B] diese Blöße
Und vergehe über meinem Glanz. [/QUOTE]

Auf den Vorschlag bin ich auch nicht eingegangen, da „endlich“ impliziert, dass ich schon vorher daran gearbeitet habe, dass die angesprochene Person sich die Blöße gibt, was jedoch nicht der Fall war.

[QUOTE]Schlachtlied 2. Strophe

Mit großem Wort zum Krieg befohlen
Haben König, Kaiser, Präsident,
Um den Nachbarn zu versohlen,
Oder wen man sonst noch kennt.

Die gefällt mir persönlich irgendwie nicht, finde ich etwas unmelodisch und komisch. [/QUOTE]

Ich hatte halt die ersten beiden Verse fest im Kopf, und wusste gerade nichts anderes, das sich reimt:-). Vom Versmaß her kommt es aber hin, wenn man sich eine Zäsur in der Mitte denkt.

[QUOTE]Ohne dich hat’s was von Ende, <---- meintest du sicher so. [/QUOTE]

Äh... nein. So weit ich weiß, kann man auch sagen „Dieses hat etwas davon“, oder liege ich total falsch?

[QUOTE]Spiel mit dem Feuer 2. Strophe

Voller Wonne steig’ ich dann
In den Keller meiner Seele.
Niemand kommt mehr an mich ran,
Wenn ich mich selber [B]elend[/B]quäle. [/QUOTE]

In diesem Fall finde ich den letzten Vers zu lang.

[QUOTE]Auf dem Stuhl 2. Strophe

Er wurde von dir selbst geschürt
Und hat dich so hierhin geführt.
Zu deinem Richter jetzt ernannt
Sind [B]deine[/B] Taten mir bekannt,
Die du [B]jetzt[/B] nicht gestehen musst,
Denn meine Qual war deine Lust. [/QUOTE]

Von „deine“ habe ich abgesehen, da ich das Wort gerade erst in der Zeile darüber benutzt habe, und „jetzt“ fügte sich nur ins Versmaß ein, wenn „Die“ unbetont wäre, was allerdings meinem Sprachempfinden widerspricht, da der inhaltliche Schwerpunkt des Relativsatzes auf den Taten liegt, nicht auf der Person, die sie begangen hat.

[QUOTE]Auf dem Stuhl 6. Strophe

Als der Körper nur noch keucht
(Sein Lebensgeist nicht ganz entfleucht),
Lasse ich ihn schließlich gehn
Und zähle langsam laut bis zehn.
Da er sich nun [B]gar[/B] nicht mehr rührt,
Wird er dann auch schnell losgeschnürt.
Hinter mir bleibt er zurück –
Es ist vollbracht, was für ein Glück! [/QUOTE]

Bitte nicht frustriert sein, aber auch hier habe ich Deinen Vorschlag verworfen, da er den Rhythmus stört, wenn ich davon ausgehe, dass „Da“ als erstes Wort im Satz betont wird.


[QUOTE]Erlösung 4. Strophe

Schrei[B]b[/B]e vorwärts Schritt um Schritt, <--- Stimmt das so?! [/QUOTE]

Stimmt so! War als kleines Wortspiel in Anlehnung an „Schritt um Schritt vorwärts schreiten“ gedacht, da ich eben nicht schreite, sondern schreibe.

[QUOTE]Dann war der Fall nur halb so tief,
Und auch das, was der Rabe rief,
Verliert Bedeutung wie Gewicht;

Die (6. Strophe) hier gefällt mir auch nicht so, finde die so zu knapp und komisch[/QUOTE]

Das ist eigentlich nur eine „halbe“ Strophe, die nächste gehört noch dazu. Ich wollte halt nur deutlich machen, dass beim (vor)lesen eine Pause einzulegen ist.

[QUOTE]…Hoffe du kannst mit solchen Kritiken überhaupt was anfangen! *lol*[/QUOTE]
Aber sicher doch!!!!

[QUOTE]Die Gedichte sind einfach total großartig und wunderschön, Eins besser als das Andere, echt! Bisher habe ich von keinem bessere Lyrik gelesen, als von dir! [/QUOTE]

Das ist jetzt das erste Mal, dass ich vor einem Computermonitor verlegen geworden bin! Tja, was soll ich sagen? Mir klappt spontan der Kiefer runter, vielen, vielen Dank für solch ein Lob!!! Und vielen Dank auch, dass Du Dich so intensiv mit meinen Gedichten auseinandergesetzt hast; ich hätte wirklich nicht gedacht, dass sie das Wert sind. Bevor ich noch weiter in dem kläglichen Versuch, meiner Freude Ausdruck zu verleihen, hilflos herumstammele, verneige ich mich nochmals dankend vor Dir.

Viele dankende Grüße
Icaros

PS: Bitte nicht frustriert sein, dass ich nur einen Vorschlag übernommen habe, doch ich hoffe, meine Entscheidungen jeweils gut begründet zu haben.
SneakyKlasse Thread, den du da aufgebaut hast.

Das "was bleibt" ist sehr schön geworden.

Ich hab nur eine Frage zum ersten Vers. Da schreibst du "nochmals" als du den letzten Wind beschreibst.

Dieses "nochmals" klingt nicht endgültig im Vergleich zu den Beschreibungen der folgenden Verse. "letztmals" würde da besser passen, ich nehme an da hast du dich vor der Wiederholung gescheut, wegen dem "letzten" in der Zeile davor?

Des Herbstes verrauschend durch kahle Wipfel schweift?
IcarosHallo Sneaky,

vielen dank auch für Dein Lob meiner Gedichte. Deiner Anmerkung bezüglich „Was bleibt“ gebe ich Dir Recht, und ich muss gestehen, dass mir der Widerspruch bisher noch gar nicht aufgefallen ist. So dankbar ich Dir für Deinen Änderungsvorschlag bin, werde ich ihn jedoch nicht übernehmen, da sich beide nicht ins Versmaß integrieren lassen. Was ich bräuchte, wäre ein zweisilbiges Wort mit Betonung auf der ersten Silbe. Insofern werde ich „nochmals“ einfach ersatzlos streichen, bis ich etwas Adäquates gefunden habe.

Auf alle Fälle besten Dank nochmals (:)) für Deinen Hinweis und die ermutigenden Worte.

Gruß,
Icaros

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