| End of all hope | Als in der Schule zum ersten mal das Thema "Gedichtanalyse" dran kam war ich sehr erfreut darüber, doch dann wurde ich bitter enttäuscht. Man wird gelehrt das Gedicht auf sprachliche Merkmale zu untersuchen, welches Reimschema, ob männlicher oder weiblicher Jambus. Ob der Dichter Alliterationen, Allegorische Bilder, Metaphern oder Anaphern benutzte. Ob das GEdicht aus Parataxen oder vorwiegent Hypotaxen besteht und was sich der Dichter dabei gedacht hat und wie es auf den LEser wirkt. Hat Goethe wirklich überlegt ob er ein Chiasmus(Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben) einbaut, denn die symmetrische Überkreuzstellung (spiegelbildliche Anordnung) von syntaktisch oder bedeutungsmäßig einander entsprechenden Satzgliedern verdeutlichen eine Antithese.. Ich dachte immer ein Gedicht bedeutet Gefühle, denn wie schon Eichendorff in seiner Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" verdeutlichte, ist Kunst Ausdruck von Lebens- und Daseinsfreude. Es die drückt die Befindlichkeit aus. Es ist die geistige Ausdrucksmöglichkeit des Menschen. Ich finde ein Gedicht läßt soviel Spielraum , dass der Leser es auf seine Situation beziehen kann und sich verstanden fühlt. Was haltet ihr davon? |