German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Text-Kritik
    Thema: @CaligoCavus - Wirres Gedankengut
ScheolNun..ich habe mir jetzt mal euer Garten veranschaulicht und mußte mit erstaunen die Wortgewandtheit feststellen.
Manchmal musste ich lachen, nicht wegen der Belustigung, sondern der Begeisterung wegen.

Macht weiter so...

gehabt euch wohl......:D

(Ich muss deinen Stil auch mal lernen :D)

beste grüße
Scheol
GrauerWolf@Scheol
Kollege Caligo hat den Dreh raus, nicht wahr?
Alle duzen und rummsen im Indernet, daß es kracht, da kömmt er daher und , nein , er siezt nicht, das könnte ja jeder.
Zweite Person Plural, höfisches Mittelalter.
Ja, der Mann hat Klasse, seine Gedichte übrigens auch.

Mannometer, ich habe mal in irgendeinem Thread die Bemerkung fallengelassen, wie viel weniger Stretz es gäbe, wenn sich Ehepartner siezten oder gar Kinder ihre Eltern.
Da sind die Gleichheitsgeier natürlich wieder in Scharen über mich hergefallen, weil sie sich gedanklich nicht von ihren verbalen Turnschuhen lösen können.
Alles wollen sie haben, Toleranz, Gleichheit, Selbsterfüllung, aber zum Nulltarif, ohne Anstrengung und, si capisce bene, natürlich subito.
Ihr armen Lichter in Euren Nußschälchen auf dem Ozean des Lebens, Ihr kommt Euch so großartig vor in Eurer Kleinheit und haltet Euch in der Flachheit Eures Seins für den Gipfel des Abendlandes.
Ihr habt ja Eure weichen Füßchen noch nicht einmal auf den Ausläufer des Fusses der Berge gesetzt...
Scheol@GrauerWolf

looool,

erkenne ich da eine poetische Ader?

Nicht schlecht, nicht schlecht......

das häte ich jetzt nicht gedacht.
Bin wiedereinmal überrascht.

gruß
Scheol
GrauerWolf@Scheol
Oh ich habe einen Aktenordner voll feiner Lyrik im Schrank, alles selbstverspritzte Tinte und Bücher zu schreiben fiele mir leicht:

Allein das Publikum ist flach und närrisch
und spricht der guten Absicht Hohn.
Mit Peitsche zwäng ich 's nur recht herrisch
und dürre Münze wär mein Lohn.

So will ich mich hier nicht verschwenden
und gebe mich dem Schweigen hin
Man soll sich doch an jene wenden
die uns kongenial gesonnen sind.



:cool: :cool: :cool:
GabrielleLianWahrlich, schaurig schön, Worte des Abschied, der Liebe so schön erblühen gesehen...Worte wahrer Wein erhaben sich in deinen Texten...Der Umgang mit Worten, so zart und gnadenlos, selten so gespürt...Mein Lob gehört euch...Der Wunsch, so Worte zu binden, wie ihr es vermagt, bleibt mir kläglich verzagt....

Gehabt euch wohl, auf das es weiter fließt...voller Harmonie...

Es verneigt sich eine anerkennende Gabrielle
GrauerWolfLiebe Gabrielle,

Den Dank , den nehm ich gern entgegen
Und spreche Dir den Meinen aus.
An Publikum wir Dir ist mir gelegen
und künde Abschied diesem Haus.

.....................................................
Das war das letzte Posting vom GrauWolf
Gehabts Euch wohl!
Scheol@GrauerWolf

sehe ich das richtig dass das dein Garten ist????
CaligoCavusSeid gegrüßt!

Ich bin ein wenig verwirrt...wessen Garten genau steht hier in der Kritik?
Scheol@CaligoCavus

sorry, das war ein Mißverständnis meinerseits.

Deiner steht zur Kritik.
Folglich ist mein erster Beitrag an dich gerichtet.
CaligoCavus*lacht* So darf ich Euch meinen Dank aussprechen, auch wenn mich Eure Kritik peinlich berührt.
GabrielleLianHmmm dachte auch das es sich hier um die Texte von CaligoCavus dreht nun ja, auch das Internet scheint zu verwirren....
Wie geahbt an euch richtete sich meine positive Kritik und meine Hochachtung
Scheolwieso peinlich?

Ok, ich kann's nachvollziehen.
Aber dennoch braucht es nicht peinlich sein, denn ich bin eigentlich begeister.

Nun, ich wünsche mir weitere solcher Texte lesen zu dürfen.

Bis dahin......

gehabt euch wohl (einfach nur geil....lach)

Scheol
CaligoCavusZuviel, viel zuviel des Lobes! Ich danke auch Euch [B]GabrielleLian[/B]!
GabrielleLianMal wieder erblickten meine Augen einen schönen harmonischen Text..Ich bin von Sinnen....Mal wieder positiv überrascht...Abermals gehört mein Lob euch...

In stiller Anerkennung Gabrielle
CaligoCavus[QUOTE][i]Original geschrieben von GabrielleLian [/i]
[B]Mal wieder erblickten meine Augen einen schönen harmonischen Text..Ich bin von Sinnen....Mal wieder positiv überrascht...Abermals gehört mein Lob euch...

In stiller Anerkennung Gabrielle [/B][/QUOTE]

Ihr erblicktet einen schönen harmonischen Text? Wo? Ich würde ihn auch gern sehen. *lacht* Dabei hatte ich gehofft, meine doch recht harsche Kritik an Eurem letzten Vers hätte eine ebenso gnadenlose Kritik Eurerseits zur Folge. Ich danke Euch vielmals!
GabrielleLianHarsche Kritik? Aber nein...vielmehr hat sie geholfen, denn der Text hat sich dank eurer Worte einer Veränderung zu leide gefügt...:-) Habt Dank
CaligoCavusSo danke ich Euch denn erneut! Scheut Euch nur nicht, auch negative Kritik an meinen Versen zu üben. Ich weiß, dass sie noch weit, weit entfernt jeglicher Perfektion stehen.
Mars@Caligo
Frei nach Garfield:

Wenn Deine Bescheidenheit nicht wäre, so wärest Du perfekt.:cool:
CaligoCavus[QUOTE][i]Original geschrieben von Mars [/i]
[B]@Caligo
Frei nach Garfield:

Wenn Deine Bescheidenheit nicht wäre, so wärest Du perfekt.:cool: [/B][/QUOTE]

*lacht* Na immerhin so etwas ähnliches wie Kritik. Ich danke Euch!
Any Bodyfrage mich, warum du die schriftart so groß gewählt hast... die inhalte gleichen einander, wenn auch andere geschichten erzählt werden...

es passen m.E. die verzierungen der überschrift stilistisch nicht zu den versen... und perfekt zu sein oder zu werden ist ein ehrgeiziges ziel, dass nur du allein für dich bemessen kannst...

frage mich, was deine absicht ist derartige texte zu verfassen, geht es dir mehr um die aussagen oder mehr um die form deiner poetischen zeilen?
CaligoCavus[QUOTE][i]Original geschrieben von Any Body [/i]
[B]frage mich, warum du die schriftart so groß gewählt hast... die inhalte gleichen einander, wenn auch andere geschichten erzählt werden...

es passen m.E. die verzierungen der überschrift stilistisch nicht zu den versen... und perfekt zu sein oder zu werden ist ein ehrgeiziges ziel, dass nur du allein für dich bemessen kannst...

frage mich, was deine absicht ist derartige texte zu verfassen, geht es dir mehr um die aussagen oder mehr um die form deiner poetischen zeilen? [/B][/QUOTE]

Seid gegrüßt!

Es freut mich, dass Ihr Euch Zeit genommen habt, in meinem Garten zu stöbern. Ich beantworte Eure Fragen deshalb auch mit Freuden.
Die Schriftarft ist womöglich deshalb so groß geraten, weil ich zum einen nur einen 14" Monitor besitze, wodurch sich die Schriftgröße recht schwer abschätzen lässt. Zum anderen fand ich, dass die Schriftart, Avalon Quest, so besser zu lesen ist.
Was genau Ihr mit "Verzierungen der Überschrift" meint, verstehe ich leider nicht, da alle Verse ohne Überschrift sind.
Mit dem Perfektionismus ist das so eine Sache...wie in der freien Marktwirtschaft gilt immer das Ziel des höchstmöglichen Gewinnes. Eine Firma sagt nicht: "Wir wollen 1.000.000 oder 2.000.000 Euro Gewinn machen." Nein, man will soviel wie möglich einnehmen. Ebenso verhält es sich mit meiner Lyrik. Ich gebe mich nicht mit einem "gut" zufrieden. Solange es etwas zu verbessern gibt, werde ich versuchen, dass zu erreichen.
Zu guter Letzt der wohl schwierigste Teil: Warum schreibe ich diese Gedichte, was will ich mit ihnen bezwecken?
[B]Any Body[/B] Ihr habt richtig erkannt, dass sich die Inhalte sehr gleichen. Vorrangige Themen sind der Tod und die Liebe.
Gerade mein erster Vers stellt eine Ode an den Tod dar, wobei ich diesen hier metaphorisch als geflügeltes Wesen darstelle. Obwohl es hauptsächlich stets um die beiden Themen geht, wird doch in jedem Text, wie Ihr bereits richtig erkannt habt, eine andere Geschichte erzählt. Teils verwand ich meine eigenen Ängste
("Zur Geisterstund..."), meine Sehnsüchte ("Ich will doch nur frei sein..."), aber auch alltägliche Begebenheiten ("Die Sonne lacht, der Himmel weint...", "Das Leben verliess mich gestern Nacht..."). Ich behielt mir künstlerische Freiheiten vor (mein Vater brannte z.B. nie wirklich...), in der Hoffnung, Euch mein Anliegen ohne detaillierte Tatsachenberichte näherzubringen.
Die Gedichte sollen dabei sowohl optisch, als auch inhaltlich überzeugen.
Solltet Ihr noch weitere Fragen, Anregungen oder dergleichen haben, so tut Euch keinen Zwang an.

Gehabt Euch denn wohl!
GabrielleLianOh holder
wie ich sehe, herbe Kritik! Ich finde, es ist eure Entscheidung, wie ihr eure Sachen schreiben möchtet..Es zeigt euch, euren Willen es umzusetzen... Ein starker Wille (oder ein kleiner Monitor) zeigt sich in eurer Art und Weise Konventionen außer acht zu lassen...Dennoch reimt ihr wahrlich schön...Auch Euer Thema, was solls..Sind denn nicht die Liebe und er Tod eines der dominierenden Themen? Nun denn fahrt fort und gehabt euch wohl....
Auf das euch EURE Muse nicht verlässt:)

Maid Gabrielle bette sich nun zur Ruh'
CaligoCavusDie Geister, die ich rief...sind mir in diesem Falle ganz willkommen. *lächelt*
Any Bodymit verzierungen meine ich :
[center]~~~ blindtext blindtext ~~~[/center]

die schnörkel, so bezeichne ich sie mal, passen nicht zur schriftart und größe... `herb gesprochen '....

nächtliche grüße
Any B.
CaligoCavusIch verstehe. Nun, da es sich hierbei nur um "Schnörkel" innerhalb der Signatur handelt, liessen sich diese mit wenigen Handgriffen ändern. Ich werde auf weitere Hinweise dieser Art achten. Habt Dank!
SneakyDie Gedankengänge der Gedichte sind immer gelungen. Die Ausdrucksform ist nicht schlecht, allerdings ist mir der folgende Vers sauer aufgestoßen. Er ist von der Metrik her nicht gelungen. Der Wortfluß ist holprig, mag sein dass du das als "Erbsenzählertum" ansiehst, aber da es ja um meine Meinung geht, die ich hier wiedergebe, soll sie auch dem entsprechen, was ich denke.

Sie liebte Trauben und bat ihn drum (11 Silben)
"Kauf doch bitte welche ein.“ (6 Silben) zu kurz, ein Bruch im Fluss daher
Der Mann saß da, grummelte stumm (grummelte ist zu umgangssprachlich, dadurch nimmts der Schönheit weg)
Dann rief er schlichtweg einfach "Nein!“ (schlichtweg einfach ist a) doppelt gemoppelt und b) "einfach" ist "schlichtweg" zu "einfach" um es neben "schlichtweg" zu stellen

Sie liebte Trauben und bat ihn drum
"Kauf mir doch bitte welche ein.“
Der Mann saß da, grübelte stumm
Dann rief er schlichtweg "Nein!“



IP:
CaligoCavusIch danke Euch für diese Kritik und werde sie mir gewiss zu Herzen nehmen. Wenn Ihr nichts dagegen habt, ändere ich jene von Euch angesprochene Zeilen im Sinne Eures Vorschlages. Die letzte Zeile beinhaltet nun jedoch denselben Fehler, welchen Ihr an der Zweiten kritisiert hattet. "Dann rief er schlichtweg 'Nein' " besteht ebenfalls nur aus 6 Silben und ist somit um einiges kürzer als die anderen Zeilen. Ich werde das "rief" durch ein "sagte" ersetzen, immerhin kommt so zumindest eine Silbe mehr dazu. Was meint Ihr?

Es grüßt...

Caligo
Any Body[quote]
Solltet Ihr noch weitere Fragen, Anregungen oder dergleichen haben, so tut Euch keinen Zwang an.

Gehabt Euch denn wohl! [/QUOTE]

Warum eine Ode an den Tod? ... Warum liegen Liebe & Tod so oft, so dicht beieinander?
CaligoCavus[B]Any Body[/B] Weil ich den Tod verehre. Ich halte nichts vom Leben, vom Eingesperrtsein in dieser sterblichen Hülle, die wir um die Wette ausstaffieren mit Prunk und Kinkerlitzchen. Ich bin nicht suicidgefährdet, doch fürchte ich mich auch nicht vor dem Tod, so wie die meißten Menschen ("Und Furcht traegts in sich, vor sich her. Ihr fuerchtet Euch vor der Erloesung...").
Warum liegen Liebe und Tod so oft so dicht beieinander? Was kann uns der Tod anderes nehmen, als die Liebe? Ein Paar stirbt nur in seltenen Fällen zur gleichen Zeit. Irgendeiner von beiden muss früher gehen. Und was zurückbleibt, versuche ich zu beschreiben. Dieses Gefühl der Leere, die Frage "Warum nicht ich?".
Any Body[b]CaligoCavus[/b], würde ich jetzt hier weiter auf Deine Worte eingehen, wäre es ein OT zur Forenbeschreibung...

... Du gehst vom Idealfall aus, dass ein Paar, dass sich gefunden hat durch den Tod zerrissen wird... Du beschreibst die Kälte der Welt und das Wetteifern nach den sogenannten "Luxus"-Gütern, die durch die Gesellschaft geschaffen wurden... und doch gibt es vielleicht irgendwo noch Leben, dass nicht davon gefangengenommen ist/wird... ?

Das Gefühl der [url=http://www.german-gothic-board.de/4images/data/media/11/nothingbetween.jpg] Leere[/url] .... ja.....

.. die alten Zeiten, in denen Treue und Liebe noch so geschrieben wurden, wie Du es hier anmutest, die Sätze wirken irgendwie beeindruckend... so aufrichtig... die gibt es kaum noch...

.... den Tod verehren oder keine Angst vor ihm zu haben, weil vielleicht eine Liebe zu einem Partner so groß war, daß niemand anderes mehr Platz findet, erscheint mir etwas abstrakt... und irgendwie hoffnungslos... resignierend... traurig...
CaligoCavus[B]Any Body[/B] Darf ich die Nacht nicht beschreiben, weil der Tag so schön war? Es gibt tausend gute Gründe dafür, das Leben zu lieben. Doch wenn keiner von denen auf mich zutrifft, so sagt mir, weshalb verbietet man mir dann den Tod zu verehren?
Ich habe geliebt, liebe noch immer und werde geliebt. Nicht Herzleid weckte in mir jene Sehnsucht nach dem ewigen Schlaf der Gerechten.
Verurteilt Ihr mich wegen meiner Hoffnungslosigkeit (die ich nicht besitze)? Klagt Ihr mich an, weil ich resigniere (obwohl ich das nie tat)? Bin ich in Euren Augen schlecht, weil ich traurig bin (und öfter noch glücklich)?
Any BodyNein, ich verurteile oder beschuldige dich nicht, das steht mir nicht zu...habe lediglich eindruecke geschildert, die mir beim lesen deiner zeilen entstanden sind...und schlecht bist du auch nicht... bitte missverstehe mich nicht...
ScheolNun, der Tod besitzt für mich eine Art Romantik.
Ich lese immer gerne Gedichte darüber.

bb
Scheol
GabrielleLianEuer jüngstes Werk
[QUOTE]weshalb bin ich, wofuer leb ich?[/QUOTE]
fiel mir gerade ins Auge, es sprang mich an und läßt mich trotz der schwere hoffen...Habt dank...
CaligoCavus[B]Any Body[/B] Verzeiht, ich habe mich etwas gehen lassen. Selbstverständlich verurteilt Ihr mich nicht. Nein, Ihr sprecht nur Eure Gedanken offen aus. Dafür habt Ihr meinen Respekt!

[B]Scheol[/B] So schmerzhaft der Tod für viele Menschen auch sein mag, so faszinierend ist er in den Augen einiger doch zugleich. Ich stimme Euch vollkommen zu!

[B]GabrielleLian[/B] Dass mein Gedicht in Euch Hoffnung weckt, und ist es auch nur ein winziger Funken, erfreut mich. Möge diese Hoffnung stetig in Euch wachsen, auf dass sich eines Tages all Eure Wünsche erfüllen werden!
Any Bodydeine zeilen wirken, als wenn 2 seelen die in einer brust schlagen... CaligoCavus...
CaligoCavus[B]Any Body[/B] Ihr könntet recht haben. Doch wer von uns kann nicht von sich behaupten, eine dunkle und eine helle Seite zu besitzen? Meine dunkle Seite schreibt jene Gedichte, die Ihr in meinem Garten lesen könnt; vornehmlich nachts kommt sie zum Vorschein. Die helle Seite indes lebt und existiert tagsüber.
GabrielleLianUnd wieder...einfach nur traumhaft....aber die letzte zeile fiel auf: andere reimform als die anderen .. absicht?

Kommentar : Ohne jeglichen Worte..atemlos..sprachlos...
CaligoCavusIch danke Euch! Die Reimschemen gestalte ich häufiger mal abwechslungsreich, auch wenn dies in einem Gedicht weniger gern gesehen wird. Beabsichtigt ist es auf jeden Fall.
SneakyMein Lieblingsgedicht ist der Tanz des Vampirs mit dem Engel, Dein bestes Stück wie ich finde:

Folgendes ist mir aufgefallen (nur mein Geschmack, okay?)

Der beider Schatten huscht vorbei,
entweder "der beiden schatten"
oder nur "beider Schatten huscht vorbei"
das Paar, es tanz gar wie im Rausch (tanzt? Tippfehler?)
nach Mitternacht ist Maskentausch finde ich abgerundeter


erhellt die Nacht im prunk’nen Saal
Da du von einem Engel schreibst, finde ich erhellen schöner


Und faengt sie auf, voller Geschick,
sie schmiegt sich zaertlich in den Arm
die Augen treffen sich im Blick,
in ihren Herzen wird es warm
Da es ein sehr zärtlicher Moment ist, den du da beschreibst, sollte es nicht nur ein einseitiger Blick oder eine einzelnes Herz sein das warm wird, oder wolltest du nur den Engel gerührt wissen?

So tanzen sie bis Mitternacht,
man hoert der Turmuhr Zwoelfe schlagen (die Turmuhr?)
Ist ihre Liebe laengst entfacht,
(beidseit`ge Liebe ist entfacht)?
sie muessen sich zu zeigen wagen.

Zur gleichen Zeit greifts nach den Masken,
reißt sie runter, schaut sich an
(reißt sie herab und schaut sich an)
Die Haende halten her zum Tasten,
da sie wie er’s nicht glauben kann

Mit einem Mal nimmt sie die Hand,
und ihre Lippen laecheln fein
Ein stummer Schwur, ein zartes Band,
heut Nacht soll es noch Liebe sein
(heut Nacht soll es nur Liebe sein)

Alles in allem ein Meisterstück der erzählenden Dichtkunst. Ich habe das ganze gesehen und gehört wie einen Film, das Menuett gesehen das sie im Kronsaal tanzten, ihr Lachen als sie hochgeworfen wurde.
Einfach wundervoll
YlvaHab vorhin mal einige deiner Gedichte gelesen....Und ich weiß mich nicht besser auszurdrücken
Wow
Die Gedichte haben mich fasziniert......ich liebe diesen Schreibstil...
Es mag vielleicht ein merkwürdiger Vergleich sein, aber ich habe deine Gedichte mit eben solcher Begeisterung gelesen, wie ich Shakespeare lese......und das heißt bei mir schon was *g*
Es ist nicht nur der Stil, sondern auch der Inhalt, beides ist einfach fantastisch.....
Ich schreibe zwar selbst schon viele Jahre(und das in meinem kurzen Leben *g*) Gedichte, jedoch könnte ich nie an diese....nennen wir es Genialität .....herankommen...
Das ganze mag jetzt etwas hochgestochen klingen, zumal ich natürlich auch andere Stile und Verfasser ebenso schätze, aber ich wüsste nicht, wie ich es anders ausdrücken könnte.....
Ich werde mir deine Gedichte sicher wieder einmal durchlesen, denn sie gefallen mir, und sie fesseln einen....
Ylva
CaligoCavusIch danke Euch vielmals, sowohl für Lob als auch für Kritik. Eure Vorschläge [B]Sneaky[/B] sind sehr, sehr gut, wie ich finde. Die Turmuhr passt meiner Meinung nach dennoch recht gut in diese Szenerie; stellt Euch vor, ein herrlicher Ballsaal, melodische Klänge, der Tanz...und plötzlich das Läuten einer schweren Turmglocke von weit her, gedämpft und doch durchdringend, markerschütternd.
Den letzten Satz ("heut Nacht soll es noch Liebe sein") habe ich ebenfalls sehr bewusst gewählt. Engel und Vampir (ich wollte nicht den Teufel als Gegenstück verwenden, da dessen Pendant wohl eher Gott ist) sind, grob gesehen, jeweils Diener von Gut und Böse, die sich, unwissend, im "Romeo & Julia - Stil" ineinander verlieben. Als zur Mitternachtsstund die Masken fallen und die beiden jeweils das Gesicht ihres Feindes erblicken, wird ihnen klar, das es keine Liebe zwischen ihnen geben darf...'doch heut Nacht soll es noch Liebe sein.'
[B]Ylva[/B] Auch über Euer Lob habe ich mich sehr gefreut. Mein Dank ist Euch gewiss!
SneakyDu hast mit der letzten Zeile eine "Kampfansage" gewählt. "Noch" Liebe, später Gegensatz. Da dein Gedicht sehr romantisch ist finde ich das "noch" zu "hart".

Die Turmuhr finde ich sehr passend. Wie sonst sollte die Cäsur, der Maskentausch eingeführt werden in einem mittelalterlichen Ballsaal?

Mich störte der Artikel davor "man hoert der Turmuhr zwoelfe schlagen" das "der" bringt mehr Düsternis aber von der Grammatik her ist es "die Turmuhr". Erbsenzählerei an sich, aber da lohnt jedes Wort zu hinterfragen bei dem Gedicht.
Any Body... finde die gedichte sehr fordernd... passend zu dem titel, den du dir gegeben hast, CaligoCavus

mich wundert, dass du jeden tag ein neues gedicht schreiben kannst und die muße dazu hast... beinahe etwas zu viel des guten..

begehrst du den tod so sehr oder ist es die liebe?

Any B.
CaligoCavusMissversteht mich bitte nicht. Jene Gedichte, die ich hier Tag für Tag in meinen Garten pflanze, sind zum Teil 2 - 3 Jahre alt. Ich hätte weder Zeit noch Muse, jeden Tag einen neuen Text zu schreiben.
[B]Sneaky[/B] Ihr habt bereits den zweiten Grammatikfehler in diesem Gedicht gefunden. Selbstverständlich sollte es "die Turmuhr" heissen.
SneakyUnd erneute Kritik an einem sehr schönen Wortgemälde.

Du ziehst bei denen Versen die Hebungen und Senkungen wunderbar durch. Trotzdem kommt ab und an ein "Stolperer" durch.


und wuenschte so sehr, sie waer mein
so und sehr werden "nach hinten" betont. Zweimal die Betonung auf den rückwärtigen Buchstaben bricht den Rhythmus
und wuenschte sehr, sie waere mein?

drum sammelt ich in mir allen Mut
das I in "ich" und "in" ist vorn betont, "allen" und "Mut" wird hinten betont

drum sammelt ich all meinen Mut?

Doch lies sie mich am Wegrand stehen,
lies kommt von lassen doppel S also

und davon wie ich die Maid gewinne

"und" und "davon" werden vorn betont
davon wie ich die Maid gewinne?

und legt bei Vollmond mich auf die Lauer...

"und" und "legt" ebenfalls vorn betont
legt bei Vollmond mich auf die Lauer?

Darf ich um die Fortsetzung dieses Gedichts bitten, falls es die (noch) nicht gibt, dass Du sie dann schreibst?

Nicht böse sein, wenn ich in dein Gedicht reinrede bitte
CaligoCavusSo danke ich Euch ein weiteres Mal für Eure Kritik. Ich gebe Euch in nahezu allen bemängelten Punkten Recht. Ich werde diese Worte genau studieren und versuchen, sie in kommenden Gedichten umzusetzen.
Es gibt bereits eine Fortsetzung dieses Gedichtes, wobei ich gestehen muss, dass die beiden folgenden Teile um einiges schlechter sind, wie ich finde. Ich hasse sie regelrecht. *lacht*
Doch der Vollständigkeit halber werde ich auch diese Texte hier veröffentlichen.

Auf weitere Kritiken hoffend verneigt sich...

Caligo
SneakyDu wirst sie kriegen, sei dir sicher.

Wenn mir nicht so gefallen würde, was du schreibst würd ich nicht so kritisieren.

Ein Widerspruch in sich, findest du nicht?

Das einfache lässt man gehen und denkt naja passt schon, mit dem Guten ist man nie zufrieden.

Bin gespannt auf die Fortsetzungen.

Cliffhanger im Fernsehen sind schlimm genug, bei Gedichten ist das fast eine "Frechheit" lächel
SneakyIch hätte dir gern widersprochen, aber der zweite Teil des Gedichts fällt in der Tat ab.

Das liegt aber denk ich daran, dass der erste Teil im "Ich-Stil" intensive Gefühle schildert, der zweite Teil dies aber aus der Sicht des "Erzählers" schildert, sozusagen aus zweiter Hand. Dadurch ergibt sich ein flacherer Spannungsbogen.

Das Versmaß hat mir gut gefallen, ich habe nur eine Stelle an der ich Schwierigkeiten habe, aber das kann durchaus meine Einbildung sein. Ich muss sie mir noch ein paarmal laut vorlesen.

Mit dem Schluss des Gedichts hatte ich Mühe.Die letzten drei Sätze um genau zu sein. Ich finde sie unverständlich, sie passen nicht zusammen, außer das ergibt sich durch die Fortsetzung im dritten Teil.

die Maid, den Edelmann vor Augen,
Welche jedoch geschlossen sind.
ICH liebe sie und mag es kaum glauben
CaligoCavusSeid gegrüßt!

Ich danke für Eure Kritik. Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt. *lächelt* Der Wechsel in eine andere Erzählperspektive hat mir auch nicht sonderlich gefallen, doch wusste ich die Geschichte nicht anders wiederzugeben. Ich versuchte den Schaden zu begrenzen, indem ich das Werk in 3 Teile gliederte. Das lyrische Ich ist nach wie vor vorhanden, steht jedoch distanzierter zu den Geschehnissen, da es nicht direkt von ihnen betroffen ist. Erst am Schluss, in den Euch schwer verständlichen Zeilen tritt es wieder in Aktion.
Das Gedicht handelt von Liebe und Enttäuschung. Der leidvolle Ich-Erzähler wird von Noctifera der Hochnäsigen verspottet und erhält tief verletzt Besuch von einer allmächtigen Gottheit. Nun fassen die beiden einen Plan. Im ersten Teil heißt es am Schluss: "...und legt bei Vollmond mich auf die Lauer."
Im zweiten Teil träumt Noctifera von einem Mann, der ihren Vorzügen voll und ganz entspricht. Schlafend folgt sie im nach draussen (sie schlafwandelt) und hier lieben sie sich letztendlich auch. Und nun erinnern wir uns an den Schluss des ersten Teils und an den des zweiten ("...ICH liebe sie und mag es kaum glauben...").
Ich hoffe, diese kleine Inhaltsangabe ward Euch hilfreich. Der dritte Teil, ich wage es kaum ihn tatsächlich in meinen Garten zu setzen, ist noch einmal ein ganzes Stück weniger schön.
Nun ja, immerhin folgen keine weiteren. *lacht*

Gehabt Euch denn wohl!
SneakyDu hast die Nachtbringerin erfunden, du wirst sie auch wieder aufgreifen, wenn dir danach ist.

Vielleicht bekommt sie ein anderes Gewand, vielleicht nicht.

Ich werde weiter in deinem Garten wandern.

Solange du schreibst, gibt es was zu finden.
GabrielleLianUnd wie immer wandere ich gerne durch Euren Garten und erfreue mich an ihm...Kann mich garnichts satt lesen..Ich hoffe es folgt auch im neuen Jahr mehr...
SneakyDie "Beschreibung" das Wortgemälde ist ganz eindeutig dein Forte. Ob gereimtes oder freies Gedicht und nun auch in der Kurzgeschichte.

Ich lese gern bei dir, da ich dem Reim verfallen bin, natürlich am liebsten die. Das ist eine Frage meines Geschmacks und hat mit Kritik nichts zu tun.

Und heute hab ich noch Rechtschreibung gelernt. Behände, die neue Form, sieht mir so schauerlich aus wie Schmolllippe. Aber Sprache ist der Veränderung unterworfen.

Hab ich was gelernt, ohne dass du lehren oder belehren wolltest. Das ist die beste Art zu lernen.


Gut Nacht
CaligoCavusOh, welch' Schmach! Ich, der ich mich stets geweigert die "Neue Rechtschreibung" anzuwenden, ja nicht einmal akzeptieren wollt ich sie!, ausgerechnet ich lehre sie Euch nun. *lacht* So wollt ich eigentlich "behende" schreiben. Nun ja, ich lag also irrtümlich richtig. Vielleicht handelt es sich ja auch um einen "Freud'schen Verschreiber"...
SneakyIronie ist der Stoff, der das Universum glättet. :)
SneakyIch kannte die Geschichte, sie verliert nichts von ihrer Bitterkeit in deinen Versen.

Die Sprünge zwischen der Kinderzeit und der Zeit des Erwachsenwerdens sind sehr schöne Stilmittel und der letzte Vers ist genial.

Applaus
CaligoCavusIch danke Euch abermals für das Lob, obwohl mir nach mehrmaligem Lesen viele sprachliche "Verkrüppelungen" aufgefallen sind. "Die letzte Sprosse" gehört zu den mir liebsten Kurzgeschichten, deshalb habe ich wohl (zu) krampfhaft versucht,
den Inhalt in einem Gedicht unterzubringen.
SneakySehr ungewohnt und sehr erfrischend, wenn die dunkle Romantik sich den Mantel der Neuzeit überzieht.

Du erstaunst mich immer wieder mit den Facetten deines Schreibens.
CaligoCavusMan tut, was man kann. Auch ich bin nur ein Mensch aus Fleisch und Blut, lebe in derselben Welt wie Ihr, spreche dieselbe Sprache. Ich bin kein Relikt einer längst vergangenen Zeit, in der man sich noch jener "alten Sprache" bediente, die sich zuweilen in meinen Texten wiederfindet. *lächelt*
Scheolalso, ich habe mal wieder gewagt Fuß in deinen Garten zu setzen und blieb erschrocken stehen....soviel schönheit auf einmal.

Besonders das Gedicht indem du dir eine Frau aus Eis schaffst und das mit der Schwester, welches du durch inspiration von Stephen King schriebst.

Einfach klasse!

Größten Respekt!!!

blessed be!
Scheol
CaligoCavusEs freut mich, dass Euch meine Werke gefallen. Ich danke Euch sehr!
SneakyDu hast es wahrscheinlich nicht so geschrieben, aber für mich ist das der Schluß zu den drei Gedichten über Noctifera.

Sehr anmutig und flüssig geschrieben.
CaligoCavusNun, da Noctifera im dritten und vorläufig letzten Teil der Reihe ebenfalls stirbt, würde ich dieses Gedicht nicht unbedingt dazuzählen. Ich habe es vor wenigen Tagen für einen Wettbewerb geschrieben. Die Gedanken mussten einen Bezug zu einer Abbildung haben, was meiner Meinung nach das Schreiben etwas erschwert. Zu sehen war eine entblößte Schönheit, die eine Feder in der Hand hielt und in einem Meer von Papierblättern saß...
Wie dem auch sei, ich danke Euch erneut für Euren Beitrag!
TwosidesGrüsse,

Ich habe mir gerade deinen Garten angesehen, zumindest einige wenige Werke. Leider habe ich keine Zeit mir alle anzusehen, werde dies auf jeden Fall aber noch nachhohlen.

Meine Kritik betrifft dein letztes Werk das du gepostet hast.
Zur Form: Die Silbenzahlen sind gut gelungen, sie variieren nur ein oder zweimal um eine Silbe
Bsp.
[QUOTE]Ihre Liebe, laengst vergangen,
verließ sie einst im Abendrot
Traenen netzen ihre Wangen
seit ihr Liebster fand den Tod [/QUOTE]

Die Silbenzahl beträgt 8-8-8-7
Aber wie gesagt, das sind wohl eher Haarspaltereien.
Was meinen Lesefluss etwas störte war, dass du nach drei quartetten auf ein quintett wechselst.
Die Reime sind wirklich sehr schön gelungen. Deine Worte brennen mir die Bilder förmlich in die Seele ein. Einfach wunderschön.
Zum Inhalt brauch ich eigentlich nicht viel zu sagen, da es wohl selbsterklärend ist, ausser ich hab eine Metapher nicht verstanden, dann müsste ich wohl noch einmal darüber.
CaligoCavusKästner ist schuld, Kästner ist schuld! *lacht* Ich liebe seine Werke; so z.B. "Eine Frau spricht im Schlaf", welches er nach fünf Vierzeilern ebenfalls mit einem Quintett abschließt. Wahrscheinlich hat mich dieses Gedicht zu sehr beeinflusst. Dennoch gebe ich Euch Recht, wenn Ihr sagt, der Lesefluss wird durch die zusätzliche Zeile ein klein wenig beeinträchtigt.

So danke ich Euch für Eure Kritik und nehme sie mir gerne zu Herzen!

Gehabt Euch wohl!
SneakyEine Märchen in Reime umgesetzt. Sowas gefällt mir immer.


"In finsterer Nacht, kein Mondlicht schien."

An dieser Zeile habe ich mich gestört.

Wenn die Nacht finster ist, dann ist es logisch, daß kein Mond scheint, doppelt gemoppelt sozusagen.

Ein anderes Wort als "finsterer" würde mir da besser gefallen.

Gruß

Sneaky
CaligoCavusWie wahr, wie wahr. Ich saß eine gute halbe Stunde vor dieser einen Zeile! Ursprünglich sollte es heißen:

[Center][B]"So gelobt ich ihre Seele ihm, mein Herz hat es mir niemals verziehn' "[/B][/Center]

Doch dann entschied ich mich für ein Happy End, womit der ursprüngliche Entwurf zur Makulatur verkam.
Vielleicht sollte ich statt "finsterer" "eiskalter" einsetzen?
SneakyEiskalter find ich gut. Passt zur Verzweiflung und auch zur Silbenzahl.

Gruß

Sneaky
SneakyAu, ist das böse, dein "Abtreibungsgedicht".

Ein hässlicher Sachverhalt, in schöne Form gekleidet, negative Verstärkung.

Wirklich gut gemacht.

Ich schnipple am ersten Vers.

Im Mutterleib zuckt`s hin und her
sein Schicksal ist besiegelt
Das Herz der Frau ist kalt und leer
und gegen Mitleid fest verriegelt.

Am zweiten:
Der Alte greift nach seinen Waffen,
die Prozedur ist wohlbekannt,
beginnt sein teuflisch Werk zu schaffen,
Engelmacher, so wird er genannt.

Am dritten
Mit kalten Haenden, Eisen und Stahl
spreizt er die Beine, fest entschlossen.
Schmerzensschreie erfuellen den Saal,
als Blutbaeche zu Boden flossen.

Das ganze Gedicht steht bisher im Präsens, aber "als.... flossen" ist Vergangenheitsform.

"als" als Ersatz für "während", weil während einen grauenhaften Klang mit sich gebracht hätte.

Das sah mir nach einem Kompromiß aus, Reim retten und eine Aussage einbringen, die dazugehört. Nicht ganz gelungen.

Der Rest ist Spitze, der letzte Satz der Paukenschlag in deiner Symphonie.
CaligoCavusSeid gegrüßt!

Ich trug den Gedanken ein "Engelmacher" - Gedicht zu schreiben bereits lange mit mir herum. Nun endlich konnte ich ihn umsetzen.
Und auch wenn das Werk recht makaber ist, so darf man doch den Mantel des Schweigens nicht darüber hüllen.

Zu Eurer Kritik:

In S1 müsste man konsequenterweise das Wort "fest" aus Z4 entfernen, um ein teilweise harmonisches Versmaß von
8 - 7 - 8 - 8 zu erhalten.

Mit Eurem Vorschlag für S2 bin ich vollkommen einverstanden, vor allem die letzte Zeile ist um ein Vielfaches besser als das Original.

In S3 habt Ihr sehr richtig mein Sorgenkind erkannt. Die Vergangenheitsform ist in der Tat nicht richtig, doch um des guten Reimes Willen beließ ich es bei diesem Schönheitsfehler.

Nun denn, Ihr habt mir wiedereinmal sehr geholfen, dafür danke ich Euch!

Gehabt Euch wohl!
SneakyLyriker auf schwer zu reimen muss dir schwer gewesen sein.

Ein eleganter Reim, er ist würdig, in den Annalen der Dichtkunst eingetragen zu werden.

:)

Sneaky
CaligoCavusIch kann mir nicht helfen, doch verspüre ich eine gewisse Ironie hinter Euren Worten. Es ist alles eine Frage der Betonung, selbst wenn die Zunge dabei artistische Höchstleistungen vollführen muss. *lacht*
SneakyInteressant, dein neues Gedicht, auch wenn es so wie es anfängt und so wie es aufhört der Gedanke "ein Mittelstück" sich förmlich aufdrängt.

Der zweite Vers ist schwierig durch den Tempowechsel in der Mitte, das zeigt nur, wie sehr man sich durch die ersten Zeilen auf einen Rhythmus programmieren lassen kann.

Müsste im letzten Satz hinter "dies" ein Komma? Sah mir fast so aus.

Bin gespannt, ob meine Vermutung "Mittelstück" stimmt.

Gruß

Sneaky
CaligoCavusTut mir leid, es handelt sich nicht um ein Mittelstück, wobei der Gedanke zu einer Umsetzung anregt. Ich würde es dennoch vielmehr eine Momentaufnahme (m)eines Lebens nennen. Usprünglich sollte es die Wiedergeburt eines Rollenspielcharakters darstellen.
Der Tempowechsel wird durch den leeren Zwischenraum eingeleitet, da hier eine ausführlicher zu beschreibende Rückbesinnung auf die Vergangenheit notwendig war.
Ein Komma hinter "dies" wäre sicherlich eine Alternative, auch wenn die folgenden beiden Worte etwas verloren anhängen würden.

Wie dem auch sei, ich danke Euch für Eure, mittlerweile beinahe schon obligatorischen Beiträge. *lacht*

Gehabt Euch wohl!
SneakyIch liebe den Zynismus der beiden Krematoriumsgedichte.
CaligoCavusEs freut mich, dass sie Euch gefallen. Allerdings spielt nur eines der beiden Gedichte in einem Krematorium. Das andere beschreibt nationalsozialistische Greueltaten an den Juden während des 2. Weltkrieges.
gothic23w:) Zur Geisterstund, da liebt ich sie,
kuesst ihre Lippen, sanft und weich,
strich schwarzes Haar bei Vollmondschein,
:)
dies finde ich am besten

seltsamer stil muss ich schon sagen,mal hälts du gedichtsformen ein und achtest auf vers und metrum ,andermal sind es reihungen vieler metahpern oder symbole,was das verständnis(die interpretation erschwert).... dennoch will ich damit nicht meckern sondern im geneteil lob aussprechen...weiter so cavus,man sollte ja sein eigenen stil treu bleiben.

bye bye


Kleiner Vampir

nimm dein elend und geh,
nimm dein leid und versteh.
sag jetzt nichts und sei still,
sag nur bye,weil ichs will.
geh raus und geh heim
geh endlich in den sonnenschein. (by gohtic23w)
SneakyDie letzte Zeile des Vampirgedichts gefällt mir nicht.

ist Richter ...Henker...Marterpfahl

wäre eine Alternative.

Gruß

Sneaky
CaligoCavusMarterpfahl? Warum bringe ich diesen Begriff nur unweigerlich mit lendenschurztragenden amerikanischen Ureinwohnern zusammen...? *lächelt*
SneakyElegante Art zu sagen, dämlicher Vorschlag.

Du hast recht

:o :o :o :o :o
TepesWow,
weiß nicht ob das angemessen ist,
aber die Gedichte sind einfach super.
Wenn ich darf, werde ich einige abschreiben
und an meiner Wand verewigen.
Da stehen schon einige, O. Wild Poe,
aber dazwischen fällst du nicht auf,
einfach super.


Tepes
SneakySchön, dass du nach längerer Pause wieder was einstellst.

Der Mensch ist des Menschen Wolf hm?

Klasse Gegensatzpaar Bruder / Menschen

Gruß


Sneaky
CaligoCavusIch bin leer, ausgebrannt, müde. Nennt das Gedicht ein schwaches Lebenszeichen, denn mehr ist es nicht.

Caligo

post scriptum: Mein Dank für Eure Kritik.
SanguisDraconishi caligo,
ich hab mir mal nen kleinen überblick verschafft über deine werke. dein stil und deine ideen gefallen mir gut. auch die umsetzung derselben überzeugt. mir ist aufgefallen, dass du keine titel verwendest bei deinen werken. hat das nen speziellen grund? ich finde übrigens , du bist ein fantastischer erzähler. deine stories um die twin towers in new york und dem schlächter im wald , der seine hände im bach wäscht ,(siehst,hier würde ein titel weiterhelfen, statt der beschreibung)
find ich großartig geschrieben. die stimmungen und gefühle der akteure sind gekonnt in scene gesetzt.
dein letztes gedicht strahlt eine tiefe traurigkeit oder sogar resignation aus. du hast auch schon länger nix mehr gepostet. ich wünsch dir wobei auch immer den nötigen frieden dazu. falls du mal in texten "so richtig " dampf ablassen willst, also texte, die in anderen foren der wortwahl wegen nicht gerne gesehen sind, weil sie zu schwarz oder zu krass sind, bist du in meinem forum herzlich willkommen. ich bin mit meinem texten auch schon in foren angeeckt, die einfach nichts von der intension verstanden haben, deswegen hab ich mein eigenes forum gegründet. hier gibts keine knebelung durch nen admin, hier kann jeder seine texte und seien sie noch so schwarz oder verdreht, in ruhe posten. wenn du bock hast, komm mal rüber und besuch uns. du kommst ins forum über den button auf meiner startseite vom blutdrachenland:
[url]http://sanguis.draconis.beep.de[/url]

wir würden uns auf zuwachs freuen.

lg

s.d.
CaligoCavusIch danke Euch für diese Worte sowie für Eure Einladung. Bei Gelegenheit werde ich sicher den ein oder anderen Blick in Euer Forum riskieren, also nehmt Euch in Acht! *lächelt*
Die Gedichte in meinem Garten haben durchaus Titel, die meisten wenigstens, allerdings poste ich sie prinzipiell ohne Überschrift.
Der Leser weiß dadurch nicht sofort was ihn erwartet, zumal ich großen Wert auf das "Überraschungsmoment" lege.
Um ein Gedicht zwecks Kritik zu benennen, reicht es vollkommen aus, wenn Ihr die erste Zeile schreibt, sie quasi in einen Titel umwandelt.

Gehabt Euch wohl!

Caligo
WoLLeSo ich möchte mich auch mal zu deiner Arbeit äussern:

Man merkt, dass du dich oftmals lange mit einer Thematik auseinandersetzt und ich finde es gelungen, diese so vielfältig und unterschiedlich zu gestalten! Auch wenn ab und zu ein paar Stilbrüche *das kommt mir also wie ein kleiner Stolperer im Gedicht vor* vorhanden ist, so ist es insgesamt gut!

[bei mir wird es nicht anders sein, wobei man bei dir merkt, dass du schon auf das Versmaß achtest]

Besonders gefallen haben mir folgende Gedichte:

"weshalb bin ich, wofuer leb ich? ..."
*Einfach PERFEKT - ich war echt begeistert als ich das gelesen habe - weiter so*

und

"Euch Koenigen der Poesie ..."
*Vor allem da ich auch Goethe verehre ^^ und er namentlich eingebettet ist! - Ein Gedicht welches unsere Tätigkeit sehr schön in Frage stellt - gefällt mir!*

Deine beiden zuletzt geposteten Gedichte haben mich jedoch etwas beunruhigt ...

*Kann es sein, das du dich hier auf deine Grundwehrdienstzeit beziehst/anklingen lässt?*

letzteres (vom 6.4.04) übt klar Kritik am Krieg oder dem Beruf Soldat. Jedoch jenes davor (vom 5.4.04) ist ganz schön derb ausgedrückt und die Anspielungen durch "braun und Fuehrer" sind mir nicht entgangen ... *Ich weiss ehrlich gesagt nicht so recht, was ich davon halten soll!*


Ich hoffe meine Meinung hat dir weitergeholfen :P

P.S. Mir ist nicht entgangen, dass du sehr viel Lob bekommen hast. Jedoch solltest du dich nicht auf deinen Lorbeeren ausruhen, da man dann anfängt zu schwächeln >_<
CaligoCavusGrüße!

Es freut mich, dass Ihr meinen Garten besucht habt und dass Euch das ein oder andere Gedicht gefällt. Habt Dank!

Die Ähnlichkeit zwischen den beiden letzten Gedichten ("Betty oder Das Attentat" und "Du sollst") habt Ihr sehr richtig erkannt, denn ich schrieb beide Text kurz hintereinander. An meine Wehrdienstzeit habe ich dabei jedoch nicht gedacht. *lacht*
"Das Attentat" (jenes Gedicht vom 05.04.) ist eine Hommage an Claus Schenk Graf von Stauffenberg und andere Hitler-Attentäter sowie Kritik am Söldnertum zugleich.

[center][I]Ein Link dazu, wenn Ihr gestattet...
[URL]http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/StauffenbergClaus/[/URL][/I][/center]

"Du sollst" (06.04.) hingegen befasst sich in aller Kürze mit der inneren "Zerissenheit" des Soldaten, dem Zwiespalt, verursacht durch Befehle der Rangoberen, die bei Kaviar und Lachs an runden Tischen sitzen, lachen und ihre Zinnsoldaten mal hierhin, mal dorthin setzen.
In was für einer erbärmlichen Welt wir doch leben.

So danke ich Euch denn nochmals für Eure Kritik!

Es verneigt sich...

Caligo

post scriptum: Darf ich dies als "Wink mit dem Zaunpfahl" verstehen? *lächelt* Die Gefahr der übermäßigen Selbstzufriedenheit ist durchaus gegeben, doch seid gewiss, dass ich niemals aufhören werde zu lernen.
NesfataliyaNun zu euch...

auch ich habe die Zeit gefunden die Blumen in eurem Garten zu bewundern. Ich muss sagen Ihr habt wundervolle Gedichte die mich Großteils sehr berühren. :rolleyes:
Viel Kritik kann ich euch daher leider nicht zukommen lassen, da die Gedichte einfach schön sind wie sie sind.
Macht nur weiter so und eines Tages werdet Ihr die Früchte eurer Langwährigen Arbeit ernten.

Auf bald

Nesfataliya
NesfataliyaHi du,

weißt du ich würde dir gerne vorschlagen vielleicht mal persönlich mit mir zu reden oder ähnliches. Eigentlich wollte ich hier ne Nachricht hinterlassen aber als ich sie abgeschickt habe, sie war recht lang, hat sich alles aufgehängt und ich hatte sie nicht gespreichert. Um dir wirklich zu helfen und eher zu verstehen ist ein Gespräch oder eine Communikation über Chat fast besser.

Würde dir gerne helfen aber Worte sind mehr als Zeilen

Wenn du reden willst gerne!

Immer für dich da
Lg
Nesfataliya
CaligoCavus[b]Nesfataliya[/b] Habt Dank für Eure lobenden Worte sowie für Euer Angebot. Doch wobei genau wollt Ihr mir helfen? *lächelt* Ihr verwirrt mich ein wenig.

Eine etwaige Antwort auf diese Frage könnt Ihr mir per Privatnachricht zukommen lassen, um nicht allzu sehr in OffTopic zu verfallen.

Caligo
Frozen HellIch finde es sehr schade, dass Ihr euren Gedichten keinen Namen gegeben habt.
Dieser mag vielleicht zu falschen Vorstellungen über Inhalt oder Absicht des Autors führen, doch er bietet die Möglichkeit ein Gedicht konkreter zu besprechen.
Eure Gedichte sind so wie Gedichte sein sollten, emotional, haben einen Sinn, dadurch leidet die Form jedoch keines Weges.
Ihr versteht es durchaus Sinn und Silouette zu verbinden.

Für den Einblick in Euren Garten bedankt sich

Frozen Hell
CaligoCavusMein Dank für Eure Worte! Die Gedichte dieses Gartens haben durchaus Titel, jedoch verzichte ich darauf, diese jeweils voranzustellen. Ein Großteil der Überschriften entspricht sowieso der ersten Zeile eines jeden Gedichtes, und ein

[center][i]Du sollst

Du sollst lachen...[/i][/center]

macht meiner Meinung nach wenig Sinn.


Es verneigt sich dankbar...

Caligo
SneakySchön dass du dein krea-tiefes Loch überwunden zu haben scheinst. Deine letzten beiden Gedichte sind kraftvoll wie früher.

Hab nur eine Anmerkung zum ersten Vers letztes Gedicht:

Da schreibst du "Kugeln" in der zweiten Zeile, dann das Klagen in der dritten.

zerschmettern bezieht sich vom Sinn her klar auf Kugeln, aber da unmittelbar davor "das Klagen/Einzahl" steht, beißt sich das zerschmettern mit meinem Grammatiksinn. Aber zerschmettert geht nicht, da nicht das Klagen zerschmettert sondern die Kugeln.

Ansonsten prima und die zwei letzten Zeilen sind das beste. Der Soldat ohne Heroentum und Pathos.
CaligoCavusJa, ich verstehe was Ihr meint. Dieser Fehler ist mir vorher nie aufgefallen. Ich überlege bereits, wie es sich besser ausdrücken lässt. Habt soweit Dank für Eure Kritik!

Es grüßt...


Caligo
Dark AraServus!
Also die Redegewandheit ist schon vom feinsten!
Dein Erotischer Text(4) gefällt mir sehr, sehr gut!
lächelnde Grüße
Ara:D
CaligoCavus*lacht* Ich hätte mir denken können, dass Euch die [b]"Geisterstund"[/b] am besten gefällt. Habt Dank für Euer Lob!

Es grüßt...

Caligo
Dark AraHallo!
Dein letzter Text raubt mir den Atem! Lachen bis in den Tod.....
Ich verneige mich....


Ara
CaligoCavusDarf ich dies als Kompliment verstehen? *lächelt* Ich danke Euch!

Gruß...

Caligo
Dark AraNatürlich könnt Ihr diese Worte verstehen wie Euch beliebt,
doch als Kompliment meinerseits sind sie am treffendsten!

so will ich verbleiben.....

Dark Ara
SneakyEin schöner Brief.

Ob der Postbote das Überbringen überleben wird?


Wie wärs mit einem Gedicht über das Gesicht des armen Vaters, der diese Boshaftigkeit lesen darf? Vielleicht fällt dir was in der Richtung ein.

Bin schon gespannt darauf.


Sneaky
SanguisDraconisgrüße zum morgen, caligo,

ich liebe diese tage, an denen ich zum frühstück gar trefflich schwarze kost genießen darf. ich habe einen morgendlichen ausflug zu eurem garten gemacht und eure neueste pflanze bewundert:

"Wenn Sie dies lesen, mein werter Herr......"

selten in letzter zeit schmeckte mir ein frühstück so köstlich, wie im beisein dieser edlen pflanze, die ihr da erschaffen habt. sie wirkt wie ein aphrodisiakum auf meine momentane gemütsverfassung. hegt dieses pflänzchen sehr gut, es ist ein schwarzer edelstein in eurem garten.


mit ergebensten grüßen

sanguis draconis
CaligoCavus[b]Sneaky[/b] Eine Antwort auf diesen Brief ist bereits in Arbeit. Vielleicht sollte ich noch die (letzten) Gedanken des Überbringers niederschreiben? *lacht*

[b]Sanguis Draconis[/b] Welch eine überraschende Reaktion, die Ihr da beschreibt. Sie erfreut mich.


Ich danke Euch beiden vielmals!

Es grüßt...

Caligo
CPRSchön, schön ich sehe schon, wortgewand und fleisig!

Gerührt hat mich:
Ein stummer Seufzer entwich den Lippen,
ein Laecheln folgte, wunderbar,
ich blickt hinauf, sah tausend Lichter,
die Nacht ward hell, der Himmel klar.

Noch so ein Rollenspieler:-)
Das Leben verliess mich gestern Nacht,
...
Und ich ward verflucht seit dem Tage,
an dem ich meinen Vater
verriet.
Aber das Motiv des Vatermords geschickt in den Vampirismus eingebaut.

Mir leider zu kitschig:
Bei Vollmond sieht und hoert man sie,
gemeinsam singen sie die Lieder,
Lupus und Lupa, verneint nun wieder,
Von Trennung hoert man niemals nie.

Rührend ergreifend aber:
Doch seine Liebste verschmaeht sie kalt,
die suessen Fruechte, zart und fein
Die Hoffnung stirbt wohl nicht so bald
D�rum kauft auch morgen er Trauben ein.
Letzte Zeile stockt und gibt dem ganzen einen schlechten Abgang, schade weil der Rest so schön. Bin überzeugt das ihr eine Lösung findet oder mir sagen könnt warum ihr so gewählt habt.

Bis dahin und nicht weiter, morgen les ich vielleicht ein bischen mehr ;-)

Bemühe mich um konstruktive Kritik, wenn euch irgendetwas an meinen Antworten stört, so erwähnt es!
Grüße vom Cornelius

PS: Ich stell es nun doch in den Raum !
SneakyHallo Caligo,

immer mal wieder hab ich zwar Lust zu schreiben, aber die Idee fehlt mir. Der Spaziergang in fremden Gärten ist da oft hilfreich. Dein Casanova-Gedicht hat mir ein breites Grinsen verschafft.

Ich spiel nun den Advocatus Diaboli und verhelfe dem armen Vater auch zu Wort. Ich hoffe du nimmst es mir nicht krumm.


Am Tag danach

Lieber Giacomo,

werter Freund aus unseren Padua `er Studententagen

Ich bin, Ihr wisst`s seit unsren Jugendzeiten,
sehr wohl des Lesens kundiger als Ihr,
in Padua gabs einen Ersten, Zweiten,
mich dünkt, das neidet Ihr noch heute mir.

Ich war stets klüger, schneller, reicher,
bis auf ein Mal, erinnert Ihr Euch dran?
O bitte, werdet Ihr gar etwas bleicher?
Da ward Ihr vorne und ich hintendran.

Das brachte, (ich gestehs), mir einiges Vergnügen,
und Euch, das weiß ich noch, doch sicher auch,
wir sind ja unter uns, Ihr müsst nicht lügen,
ein schöner Anblick, Ihr auf Eurem Bauch.

Was nun mein Kind betrifft, Ihr „kommt“ zu spät,
Ihr seid, Pardon, der Letzte nur von vielen,
doch seid Ihr wahrhaft ohne Pietät,
in einer Kirche dieses Spiel zu spielen.

Kennt Ihr die Mär von Dornen und von Rosen?
So ist das auch mit meinem Töchterlein,
sie leidet an der Krankheit der Franzosen,
Ihr seid fürwahr ein bitterarmes Schwein.

So wisst, das ungeschützte Löcherstopfen,
ist nicht ganz ungefährlich, Ihr versteht?
bald wird das Gift Euch nicht nur von der Feder tropfen
Ich frag Euch in 4 Wochen, wie`s Euch geht.

Was machen Eure Hämorrhiden?

der Euch stets zugeneigte

alte Freund
SanguisDraconisverzeiht, caligo,
ich kann nicht umhin, hier auf eurem thread einem anderen ebenso zu huldigen:

sneaky, alter teufelsbraten, dein antworttext ist spitzenklasse.
shiphrahDein neues Gedicht hat mich in seiner "modernen Todesstimmung" sehr eingenommen...

Ohne genau zu wissen warum: An diesen zwei Zeilen blieben meine Gedanken hängen und gaben Anstoß zu heilsamen Gefühlsketten zwischen Mutterleib und Blindheit und vielem mehr.

[QUOTE]Das schwarze Loch – einst uns’re Welt
Dem blinden Mann sie wohl gefaellt[/QUOTE]

Ich danke dir für die Veröffentlichung!

shifra
CaligoCavusIch habe zu danken; dafür, dass Ihr meinen Garten besucht habt, dafür, dass Ihr mein Gedicht kritisiert.

Gehabt Euch wohl!

Caligo
SneakyDein Gedicht über die Kindersoldaten hat mich in der Stelle mit den Geiern an ein Gedicht von Lenau erinnert. "Den speise ich, den du den du."

Das war für mich das stärkste Bild in deinem Gedicht.

sneaky
EskapistDa ich leider vorerst keine Zeit habe auf jedes Gedicht einzeln einzugehen: Hier mein erster Eindruck: Du legst sehr viel Wert auf die Melodie und die innere Stimmigkeit der Verse. Wenn man nur rasch darüberliest kommen die meisten Gedichte nicht wirklich zur Geltung, stattdessen entfalten sie sich, wenn man sie laut vorträgt. Ich bin normalerweise kein so großer Freund der "klassischen" Dichtkunst (Versmaß, Endreime,...), aber dir gelingt es immer wieder, auch durch die oftmals durchschimmernde Ironie, diese traditionelle Form des Dichtens und Reimens neu zu beleben. So bestaune ich anerkennend deinen Garten, auch - und gerade - wenn die Blumen, die in unseren Gärten erblühen, in völlig anderen Farben erstrahlen.
Dark AraServus Caligo!
Ich habe gerade Dein wunderbar sehnsuchtsvolles Werk mit dem Blau des Morgens gelesen...ich kann mich sehr gut einfühlen und die Zeilen sprechen mich sehr an! Ein heftiges Lob!
LG Ara
SneakyEine schöne Hommage an das Zwielicht.

Sneaky
CaligoCavusWie Ihr sicherlich mitbekommen habt, ist es mir im Moment leider nicht vergönnt, die Nachtwelten über einen längeren Zeitraum aufzusuchen, daher fällt meine Antwort auch recht kurz aus. Ich danke Euch [b]Dark Ara [/b] und [B]Sneaky[/b]!

Caligo
SneakyMan merkt dem Gedicht (fürE.K.) an, dass du dich wirklich ins Zeug gelegt hast. I

ch finds erstklassig, die stille Trauer und Melancholie haben mich sofort mitgenommen.

Die beiden Schlusszeilen sind eine tolle Zusammenfassung diese Gedichts.

Applaus

Sneaky
CaligoCavusIch wollte an Kästners Todestag zu seinen Ehren einen sozusagen 2. Teil des Gedichtes [b]"Abschied in der Vorstadt"[/b] schreiben. Leider handelt es sich "nur" um eine überarbeitete/fortgeführte Version, die mir da gelungen ist. Kaum mehr als ein Plagiat. So kommen die "grauen Straßen" ebenso bereits im Ursprungswerk vor, wie auch das "Abendrot" oder das "Warten auf ein Wort". Euer Lob gilt somit vielmehr dem Meister selbst, denn seinem selbsternannten Schüler. Er würde Euch dafür sicherlich danken. *lächelt*

Caligo
deepcutich bin begeistert!!!!

deine werke sind wirklich sehr toll und gelungen!!
mach weiter so!

es grüßt deepcut
SneakyWunderbare Langzeilen und ein klasse Couplet zum Abschluss. Die Fiktion als Titel für Memoiren, ein schöner Seitenhieb des lyrischen Ich auf seinen Gott und sich selber.

Sneaky
CaligoCavusLangeweile kann manchmal Merkwürdiges produzieren. *lacht* Mein Dank an Euch!
SanguisDraconisseid mir gegrüßt caligo,

um eure letzten worte aufzugreifen: so "merkwürdig" finde ich euer werk nicht, eher denkwürdig, soll heißen: würdig daruber nachzudenken.
ich denke, solch einseitige gespräche mit gott geschehen jeden tag. dazu den titel "fiktion" zu wählen, finde ich sehr passend, denn es wird immer fiktion bleiben, dass sich durch solche "gespräche" etwas ändert.
euer werk gefällt mir wieder sehr gut, habt einen schönen tag.

es grüßt euch

der blutdrache
CaligoCavusEs ist durchaus ein merkwürdiger Text; so vollkommen untypisch für mich, der ich von jeher ein Freund kurzer Verse war. Mehr als sieben oder acht Silben pro Zeile empfand ich eher als störend. Nun gut, das Verbrechen gegen meine "Prinzipien" ist begangen, und so freue ich mich über Eure wohlgemeinten Worte und habe abermals zu danken!

Es verneigt sich...

Caligo
mistress 9Durch eure *doch sehr schmeichelhafte* kritik in meinem garten bin ich nun auf eure -recht eigenwillige, aber dennoch gute- dichterseite gekommen. die sprache der lyrik lässt manchmal einen nebel um die gedichte schweben, welche großräumige interpretationen bzw. dem lesenden eine einbringung seiner gefühle oder eigenen erfahrungen zulässt. ein punkt was ich meist als einziges individuum zu bemängeln habe: die lyrischen werke tragen meist keinen titel. vielleicht auch eine absicht von euch, aber meiner meinung nach sind lyrische ergüsse wie babys.... so sehe ich das.... ich muss meinen kindern meist namen geben, sonst fühlen sie sich unvollendet an, aber das ändert nichts an den (meisterhaften!) inhalten eurer dichtungen, macht weiter so!

calling me as you fade to black....
mistress
CaligoCavusHabt Dank für Eure Kritik, [b]mistress 9[/b]! Meine Texte haben durchaus Titel, jedoch hielt ich es für besser, diese hier nicht anzugeben. Einerseits lässt das dem Leser - wie Ihr bereits sehr richtig erkanntet - vollkommene Freiheit für eine Interpretation. Es ist wie in einem Aufsatz, bei dem man Euch ein Thema vorgibt und Euch somit in Eurer Kreativität einschränkt. Andererseits, und das ist wohl der wahre Grund der fehlenden Titel, stoße ich bei deren Vergabe an meine "schöpferischen" Grenzen. Um mir also die Peinlichkeit eines völlig deplatzierten Titels zu ersparen, ließ ich sie gänzlich weg. *lacht*

Es grüßt...

Caligo
LerieIch mag deine Texte... sie zeugen von Können und zeigen, dass du wohl wissen musst, wovon du schreibst. Davor habe ich Respekt, so sehr ich es bedaure-

-----------

[quote]Weine nicht kleiner Engel, auch wenn nun alles
anders wird
Weine nicht, auch wenn Dir Deine Fluegel abfaulen
Weine nicht, auch wenn sich Deine heilige Haut verdunkelt,
Schuppen sie zu bedecken beginnen

Weine nicht kleiner Engel, weine nicht...

Weine nicht, auch wenn Du nun auf Hufen wandelst
Weine nicht, auch wenn nun Hoerner Dein Haupt zieren
Weine nicht, auch wenn Dir die Zaehne eines wilden Tieres aus den Kiefern wachsen

Weine nicht kleiner Engel, weine nicht...

Weine nicht, auch wenn Dich Gott aus seinem
himmlischen Reich verbannt
Weine nicht, auch wenn alle mit Verachtung auf Dich herabsehen
und Dich mit ihrem geweihten Speichel bespucken
Weine nicht, auch wenn Du Lust verspuerst Tod und
Verderben ueber die Menschheit zu bringen

Weine nicht kleiner Engel, denn das nennt man Schicksal. [/quote]


[color=darkred][i]Nicht zu weinen, wispert's dem Engel
Dessen Tränen blutrot in Mondes Angesicht
Die Erde tränken
Fließen vermischt
Mit dem Leben unzähliger Toren

Nicht zu weinen, wispert’s
Dem Licht im Kerne, das sich
Mit Dunkelheit zu streiten mag
Bleibt doch beiden die Reue
Verachten sie einander still, was Schicksal ihnen inne hat

Doch mond-rot floss es dahin
Vor Jahren, ungezählt
Tränkten sich Schwingen, einstmals weiß
Ewiglich schwarz vor Blut

Was Seele trinkt, mag nimmer zu weichen
Versteckt sich der Geist, so wartet sie doch
Dass jeder die Wahrheit finden möge
Und nur steinigte zu Recht
Nicht für Bilder, die ein Spiegel bricht.
[/i][/color]
CaligoCavusHabt Dank für Eure lobenden Worte sowie für diese wunderbar poetischen Zeilen!

Es grüßt...

Caligo

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur