| Demon17 | hi, ich hätte gern etwas feedback zu meinen gedichten und texten, die ich in prayers on fire veröffentliche. der link ist:[url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=11909[/url] nehmt bitte kein blatt vor den mund, ich erhalte die unterschiedlichsten reaktionen. thanks for reading demon17 |
| Crysania | [i]Schwarze Schlampe Schwarze Schlampe, herrliche Hure, klirrende Ketten, am zerfetzten Kleid Die Kraft deines Körpers, laszives Luder konzentriert in deinen Unterleib Spitzenverzierte, schwarze Strapse halten zerrissene Strümpfe auf fahlem Fleische Silberner Schweiss auf weißer Haut, welche gezeichnet von den Spuren der Peitsche Unter dunklen, fettigen Strähnen, glühende Kohlen im Gesicht das so bleich, Die lieblichen Linien deiner schwarzen Lippen, so grausam und geil zugleich Dein Sehnen verseucht von Verlangen, verratene Liebe zum Hass geronnen Betrogen, benutzt und verlassen, die Unschuld verloren das Feuer gewonnen Der rubinrote Schmuckstein glitzert glühend, - gepierced im nacktem Nabel Der lüsterne Leib bewegt sich im Takt, geschmeidig voll anarchischem Adel In wilder Verzweiflung verrenkt sie die Arme in der lichtzerfetzten Dunkelheit Bebend beugt sie den kaputten Körper, im Zwang der Klänge die sie befreit Schwarze Schlampe, Du manische Muse im Wahn der Ekstase, gib mir die Glut Heilige Hexe Du gefährliche Göttin, - ich verrecke vor Gier nach deinem Blut Lass meine zärtliche Zunge, meinen schwarzen Schwanz in deinen Körper dringen Lass mich mit penetrierenden Blicken den Hass in der Tiefe deiner Seele zwingen zerstörte Zärtlichkeit ... in Ewigkeit [/i] Sei mir gegrüßt, meine erotische Lyrik gehörte wohl scheinbar immer zu der softeren Version, deine gehören zur härteren Gangart aber es gefällt mir verdammt gut. Besonders die [i]Schwarze Schlampe[/i], der oben zitierte Text ist mir ins Auge und Bewusstsein gesprungen. Vor meinem inneren Augen entsteht ein Bild beim lesen, irgendwo das Klischee der Gruftschlampe aber treffend und verdammt gut umschrieben. Ein Wortkünstler eben, Demon17. Außerdem fühle ich mich in die Lady hinein versetzt, ich hab selten ein so beschreibendes Gedicht gelesen, also, so verdammt gut beschreibend. Ist ja bei [i]Scharfe Schwester[/i] und [i]Kreatur der Nacht[/i] genauso, gefällt mir aber sehr gut, mal ein anderer Stil. Dies soll mein Einstieg sein, schwarzherzlichst Cry |
| Demon17 | Hallo Montrose und Crysania, danke für eure Kommentare. @Montrose, ich hab halt mal experimentiert mit "deathdemona" und war gestern abend selbst so "ergriffen" davon, dass mir jede Distanz fehlte beim schreiben. So pauschal halt ich es jetzt ersmal für mein bestes Gedicht. Die Sicht der Dinge kann sich aber ändern. Der prayers on fire ist der Titel eines alten Birthday - Party Albums, eine meiner Lieblings-Bands. Kult der weithin unbekannt blieb und über Joy-Division weit hinaus ging. @Crysania, ja mit den Klischees ist das so eine Sache. (wird mir bei Frauenbildern nicht das erste mal vorgeworfen, siehe allein in der nacht, Short-Story)) Sowohl Schwarze Schlampe als auch Scharfe Schwester handeln zu 70% von ganz bestimmten Frauen. Aber Gedichte sind keine Fotografien und die anderen 30% kommen von vielen anderen. Ich würde sie Idealtypen nennen. Die aus den Beobachtungen vieler Nächte entstanden sind. Deine Kritik tut mir gut Cry, denn scharfe Schwester war mein erstes Gedicht. Ich hab damit bei einem Wettbewerb Platz 4 erreicht. Es wurde in der Antologie "Unstille und Feuerreigen" bei U-Books gedruckt. (S.107) Die 1 und die 7 sind mir wichtig. Aber ich schweife ab Nun weiß ich wenigstens, dass ich nicht schlechter geworden bin, denn die schwarze Schlampe wird auch von anderen gelegentlich erwähnt. Die drei Gedichte sind allerdings schon vor ca einem jahr entstanden. In der letzten Zeit fehlt mir ein wenig die verbale Kraft. Es hat auch etwas mit Erschöpfung zu tun. Dafür gefallen jetzt andere Gedichte anderen Leserinnen. Es sind fast immer Frauen, die mir Antworten. Ich muß mir mal Deine erotische Lyrik vornehmen. Ich habe da noch eine sehr poetische Beschreibung sich aufrichtender "Brustwarzen" in Erinnerung. Natürlich ohne dieses hässliche Wort. Sorry Cry, die Sprache ist wirklich manchmal erschütternd grob und unsensibel. vielen Dank fürs lesen und kommentieren an euch demon17 |
| LaChatte | Hallo Demon die Schwarze Schlampe hat mir auch besonders gut gefallen, sie ist sehr atmosphärisch und lässt Abgründe vermuten... Liebe Grüsse LaChatte |
| Iris | Damon17, Ich denke, Du kannst ein bisschen Kritik vertragen, weil Deine Schreibe danach klingt, als würdest Du mehr wollen und können als Gefühle verbal zu bearbeiten. Selbstfindungs- oder Selbstheilungs-Lyrik kritisier ich nicht, das ist eine andere Schiene. Here we go: Ja, klar, die Schwarze Schlampe ist gut, sie ist schon so ein One-in-a-million, aber genau deshalb wäre es vielleicht ganz reizvoll, sie noch zu verbessern. An manchen Stellen hakt der Rhythmus, manche Wörter oder Bilder sind etwas ausgenudelt. Allerdings, das muss ich zugeben, Du benutzt abgenudelte oder klischeehafte Begriffe ziemlich geschickt, vielleicht ist das also Absicht (?). Vielleicht kannst Du diese Bilder und Begriffe aber so platzieren, dass dies ein bisschen besser rauskommt. Ich erwarte voller Neugierde, wie "Sylvana Masoch(e)" weitergeht, das ist ja echt spannend und verdammt gut beschrieben, überhaupt gefällt es mir, dass Du distanziert-sinnlich beschreibst und kein Innerer-Monolog-Geseier produzierst. Sylvana ist extrem gut gezeichnet und schwer geheimnisvoll, nur falls Dein Protagonist in den nächsten Szenen ihr Dom/Top werden sollte, könntest Du das so langsam mal andeuten, ein paar Fäden auswerfen, die dahin zeigen (und das nicht z.B. meinem Wunschdenken überlassen). Aber vielleicht habe ich da völlig falsche Erwartungen (die Du allerdings mit Deinem Text hervorgebracht hast). Nur eines noch: Warum erlaubst Du einzelnen schlechten Sätzen oder Holperern den Weg in deine guten und kraftvollen Texte, gehst Du nicht oft genug als "Lektor" drüber?? (Ich hoffe, das war jetzt nicht zu negativ) Iris |
| Demon17 | Hallo Iris, schön dass Dir die schwarze Schlampe gefällt. Sie ist eigentlich nur ein Remake von Scharfe Schwester. Mit dem Versmaß hast Du allerdings recht. In meinen letzten Gedichten habe ich das besser hingekriegt, finde ich. Die Klischees ergeben sich immer wenn ich keine bestimmte Frau im Auge habe, bzw. diese nicht Konsequent beschreibe sondern mehrere Bilder zu einem Idealtypus vereine. Interessanterweise erhält dieses Gedicht die meiste Zustimmung und Ablehnung gleichzeitig. Wenn ich nach Feedback und Zugruffszahlen ginge, dürfte ich eigentlich nur noch über Frauen und Sexualität schreiben. Leider ist mir im Moment nicht so danach. Ich schreibe sowieso nur wenn ich in einer bestimmten deprimierten romantisch, düster mystischen Stimmung bin, deshalb ist meine Produktivität nicht besonders hoch. Aber nichts was eine tanzende Grazie in schwarz nicht beheben könnte. Zum Punkt überarbeiten kann ich nur sagen, ich schreibe das Meiste in einem Rutsch, nachträgliche Änderungen sind meistens marginal weil die Sachen für mich irgendwie in Stein gemeißelt sind und ich ohne jede Distanz auch nicht beurteilen kann, ob es nun besser oder schlechter wurde. Für Anregungen bin ich aber jederzeit dankbar. Sylvana Masoche ist eine Episode die vor 12 Jahren stattfand. Sie hat eigentlich mit Gothic nichts zu tun. Kannst Du Dir vorstellen, dass wegen des nun wirklich harmlosen Teil 1 Webmaster verunsichert sind, ob das nun jugendfrei ist? Kennst Du Dich zufällig mit der Rechtslage aus? Ich möchte nicht, dass alte Internet-Bekannte, die Jahrelang alles von mir auf ihren Websites veröffentlicht haben auf einmal Schwierigkeiten bekommen. Ich weiß ja nicht, aber ich habe mich bisher wohl eher im Verborgenen aufgehalten und mich dabei sehr wohl gefühlt. Der Text ist übrigens der erste, den ich erarbeitet habe, also nicht im emotionalen Rausch geschrieben. Merkt man den emotionalen Unterschied im Vergleich zu Nachtmensch? Allein in der Nacht ist ja eigentlich nur der Unfähigkeit zu verdanken mich zwischen einem Text und einem Gedicht zu entscheiden. Ich werde an das Versmaß und die Klischees denken, aber ich glaube Übung macht den Meister und das entwickelt sich irgendwie von selbst. never surrender demon17 |
| Iris | Um Dir zu antworten: Ich weiß leider nicht (oder vielleicht ist da auch ganz gut so), ab wann ein Text als jugendgefährdend gilt. Ich habe da eine Meinung zu, aber kein Wissen. Vielleicht ist es das lustempfindende Kind, das jemanden stören könnte? Oder die Mutter, die ihrem Kind Lust verschafft? In der aufgeheizten Debatte um Kindesmissbrauch würde mich das nicht wundern. Man merkt den Unterschied zwischen dem erarbeiteten und dem durchlebten Text, ja. Wenn man intensiv schreibt, weil etwas rausmuss, dann wählt man manchmal super-aufgeladene oder rein assoziative Bilder und Begriffe, die für diesen Augenblick stimmen, aber eigentlich nicht wirklich funktionieren, vor allem nicht für potentielle Leser. Wenn Du wirklich im emotionalen Rausch geschrieben hast, hast Du jedenfalls offenbar eine gute Grundlage, trotz des Rauschs noch eine schöne Sprache zu finden. Mir fällt im Rausch eigentlich nur noch so ein Zeug wie "Blut" "Nacht", "Kampf" und ähnliches Geklingel ein. (und nerv: --gibt es von Sylvana denn noch ein dritten Teil..?) |
| Demon17 | Jaáaa ich liebe Bluträusche ob es für die Leser nun funktioniert oder nicht. Von Sylvana gibt es bisher nur einen Teil, kann sein dass ich ihn hier nochmal wegen irgendeiner Zeichenobergrenze gesplittet habe. Vom zweiten Teil gibt es erst einen Absatz, da geht es dann ein bischewn mehr zur Sache aber außer ein wenig Throating kommt es zu keinen SM-Praktiken obwohl ich Sylvanas Passion noch etwas thematisieren werde. Ich scvhätze ich mach dioe Story bis Montag fertig. Findest Du Nachtmensch nicht so gut? es ist meine Lieblinsgeschichte was bei dreien ja nicht viel heißen soll. Aber bisher hatte ich auf diese Geschichte die positivsten Reaktionen. bis dann demon17 |
| Sneaky | Nun, egal wie man über deine Wortwahl denkt, und wenn das Versmaß auch manchmal holpert, die dahintersteckende Energie oder eben der Überdruß den du ausdrückst, kommt an. Mein Favorit ist das devote Nymphchen. Das Groupie-Gehabe pointiert festgehalten und karikiert. Was mich stört, ist dass du deine Bilder oft zu sehr überzeichnest, eine Flut von Adjektiven, alle gut gewählt aber in der Summe hintereinander zu viel. Zuviel Anhänger sozusagen an einer schönen Halskette. Etwas weniger wär viel mehr gewesen. So wie in dem Nymphchen eben oder in deinem letzten Gedicht. |
| Demon17 | Hallo Sneaky, das mit den Adjektiven sehe ich selbst so, aber ich ballere nun einmal gern mit Worten wenn ich dichte. Das Versmaß bekomme ich auch irgendwann in den Griff - ich meine es wird schon besser- es hängt auch mit der Zeilenlänge zusammen. Es wird halt immer schwieriger das VM einzuhalten je länger die Zeilen werden. Im Konfliktfall entscheide ich mich dann meist zugunsten des Inhalts. Auch bekomme ich für die holprigen Sachen, wie z.B. Schwarze Schlampe oder scharfe Schwester das meiste Feedback - wenn auch nicht immer im positiven Sinne.:D Dank Dir für Deine sachliche Kritik. never surrender demon17 |
| Sneaky | "Im Konfliktfall entscheide ich mich dann meist zugunsten des Inhalts" Na logisch, wenn du das nicht machst, dann brauchst du auch nicht zu schreiben. Das "ballern mit Worten" ist mir auch nicht unbekannt, da und dort noch was an usw. Wer bremst schon gern, wenn der Druck zum Schreiben ansteigt und das Schreiben läuft. Sollte kein Runtermachen im VM sein, man siehts ja in den beiden Gedichten die ich angesprochen hab, dass du das auch kannst. Ein "geballertes" Gedicht ist ein Gedicht und bleibt eins. Ein sauberes Metrum ohne Inhalt ist ein Monstrum. |
| Demon17 | ich habe das auch nicht als runtermachen verstanden, es ärgert mich ja selbst.... schreibst du selber? ...wie heißt dein thread? ich habe ihn grad entdeckt, du scheinst zweisprachig zu sein...für englisch fehlt mir leider das sprachgefühl aber es kommt gut... |
| Sneaky | Nicht schlecht deine Fee der Versuchung Eine Fortentwicklung aus dem Goth-Groupie das du schon karikiert hast zu etwas anderem aber noch keine scharfe Schwester An dem ersten Vers hat mir die Wortumstellung nicht gefallen. Da solltest noch mal dran basteln. Das nimmt weg. Im dritten Vers die letzte Zeile bin ich hängen geblieben. Was meinst du mit als wähnt sie den Schöpfer? der zweite Vers war saustark. Der haut voll rein. vor allem das Gegenpaar sinnlich / knallharter Takt und Wehmut / Sehnsucht nach Leiden sind klasse. Könntest imo aber noch was besseres draus machen. Der Wortfluss ist prima gelungen, hast dich ja etwas weiter oben noch geärgert über dich. Hier passt er. |
| Demon17 | Hallo Sneaky, dank dir für Deine Kritik. Auch wenn ich Sie nicht teile. Wähnt heißt soviel wie ahnt. Ich benutze gerne Altertümliche Begriffe. Mit der Wortumstellung im ersten Vers meinst Du sicherlich der Eine der Andere. Mir gefällt es so. Aber die geschmäcker sind halt unterschiedlich. lieben Gruß demon17 |
| CaligoCavus | Seid mir gegrüßt! Ich schritt seit Wochen schon an Eurem Garten vorbei, wohl ob des auf fremdsprachige Texte hinweisenden Names, und übersah dabei bedauerlicherweise einen weiteren Vertreter schwarzromantischer Dichtkunst (korrigiert mich bitte, falls ich Euch mit meinem Schubladendenken zu unrecht kategorisiere). Eure Werke zeugen von einer aussergewöhnlichen Sprachkraft, auch wenn, wie bereits von Sneaky erwähnt, die ein oder andere Disharmonie durch zu sehr variierende Silbenzahlen und dergleichen entsteht. Eurer poetisches Können, soweit ich das als Laie zu beurteilen vermag, gleicht einem halbgeschliffenen Diamanten. Inhaltlich sowie sprachlich habt Ihr mich, wie ich bereits erwähnte, längst überzeugt! So werde ich zuweilen Euren Garten durchschreiten, die Hoffnung hegend mehr dieser wunderbaren, mit Worten gezeichneten Gemälde zu entdecken. Es verneigt sich ehrfürchtig... Caligo |
| Demon17 | Lieber Freund, ich bin erschüttert, zuviel Eurer Gunst Ihr mir erweist. War ich in jugendtagen doch einst hingerissen von der Frauen Schönheit und der Wort Gewalt, so scherte mich das Versmaß nicht und unbekümmert spielte ich mit Mächten, die der Sorgfalt bedürfen. Erst sneakies Perfektion im Schliff der Verse ließ mich innehalten und besinnen. Es freut mein Herz wenn Ihr mich als Vertreter der schwarzromantischen Dichtkunst bezeichnet um so mehr als ich mei Deutsch hinter Anglizismen verbarg. Doch nun ist es zu spät... Ich werde euch, eine verwandte Seele vermutend alsbald in eurem Garten visitieren...bis dahin...in foher Erwartung der Eure demon17 |
| Sternenstaub | Lieber Demi. Ich finde Deinen Gedichtgarten einerseits faszinierend andererseits sind eine Gedichte zB "schwarze schlampe" zu brutal für meinen geschmack. Aber ich bewundere Menschen, die so etwas schreiben können. Liebe bunte Grüsse Sternili |
| Demon17 | Hallo Sterni, schön wieder von Dir zu hören. Die "krassen" Sachen sind aus der Anfangszeit. Lies mal Im Reich der Schatten, Schattentanz oder Vergangenes Jahr. Das gefällt Dir bestimmt besser. Ich bin nicht mehr so "brutal" wie Du es nennst. Ich habe viel Kraft verloren im letzten Jahr. Ich hoffe Dir geht es gut. lieben Gruß Dein demi [SIZE=1](nur Sterni darf mich demi nennen)[/SIZE] |
| Sneaky | Du verbesserst dich in Sachen Rhythmus immer mehr. Fast schon perfekt, dein letztes Werk. Ich hab nur ein Frage bezüglich der sieben Sekunden bzw sechs Stunden? Ist das ein persönliches Zeiterlebnis? Falls ja, dann ist es schwierig für uns Leser, das nachzuvollziehen, bzw geht nicht. Das klang für mich, da ichs nicht weiß mehr nach "dem Reim geschuldet", als nach einer aussagefähigen Angabe. Wenn du die Zeitangabe weglässt, dann liest sich das passender. Allerdings ist dann der Zeilenaufbau futsch. Gruß Sneaky |
| Demon17 | Hallo Sneaky, es geht um beides außerdem geht es um den Countdown. Es läßt sich vielleicht nicht nachvollziehen, aber es ist so. Die Zeit verändert ihre Dimension. Die Zeitangaben sind allerdings Variabel, es ging eher um die Einsilbigkeit und das Verhältnis von Realität zur geträumten Ewigkeit. Dank Dir für das Kompliment, ich geb mir auch mehr Mühe in letzter Zeit. dark greetz demon17 |
| Sneaky | Hi Demon, das ist ein sehr schönes Stück, dein Letztes In der Schlusszeile würde ich ein "nur" einfügen, dann gibts für mich schöneren Lesefluss. Ich bin nur ein Schatten der unglücklich macht. Meine Jungs aus dem Sonnetboard behaupten, Anfangs- und Schlusszeile müssen so dicht wie möglich sein. :) Sneaky |
| Demon17 | Hast recht Sneaky, jetzt überarbeite ich das Gedicht schon das dritte mal. *seufz* Also nachdem ich das nur einfügte viel mir sofort auf, das die Zeile mir ohne nur besser gefällt. Die Betonung sollte eigentlich immer auf der Zweiten Silbe jeder Zeile liegen, durch das Nur verändert sich das ein bischen. Ohne nur liegt die Betonung mehr auf "bin" und die Aussage ist so wertfrei wie ich sie meine. Schön das Du es magst, mir fehlt zur Zeit ein bischen der magisch-mystische Tiefgang, aber vielleicht ist es ja nur eine Veränderung und kein Verlust. in dem Vers: Und ein brünstiger Barde besingt grausam sein Weib Die Liebe ist tot nun zerstört er den Leib In Worten aus Stahl geschmiedet in Feuern aus Hass An Deinen Beinen seh ich Strapse und Strass stimmt was nicht. Ich glaube geschmiedet hat eine Silbe zuviel, wie siehst Du das? lieben Gruß demon17 |
| Sneaky | Du hast keinen durchgängigen Jambus. Fast durchgängig hast du eine Abfolge von unbetont/unbetont/betont, so wie ichs lesen würde: ICH sehe dich TANZen im SCHWARZen WALD die ZARTe geSTALT scheint verLORen im LEID Gibt einen schön getragenen Klang. Deine Strophe mit geschmiedet bricht da heraus. geSCHMIEdet betone ich dein "Problemwort" norrmal. Wollte ich es passend zu deinem Vers betonen müsste es so sein für mich geschmieDET. in WORTen aus STAHL geschmieDET Das ist -glaub ich- das, was dich stört. Da musst du raus aus deinem Anapäst und das tut dir weh, weil dich dein eigener Rhythmus so schön trägt. eins zwei DREI. Ich sag dir mal nach Zeilen numeriert, wo du da meiner Meinung nach raus bist: 1-3 ok Zeile 4 ich spüre die Sehnsucht durch Einsamkeit Wall (der Sinn ist nun hinüber, aber so wär die Abfolge klanglich ok für mich) Zeile 5 und ein brünstiger Barde singt grausam sein Weib (wieder ohne Sinn) Zeile 6 ok Zeile 7 ist die mit "geschmiedet" Zeile 8 an den Beinen seh ich Strapse und Strass (deinen hat da die falsche Betonung, und ein inerrer Reim so schnell hintereinander, naja) Zeile 9 Gefühle im Eis sind wie tödliche Klingen (Quatsch vom Sinn her) Die Bänder der Liebe als würgende Schlingen. Du schaffst es immer wieder, deinen Klang zu finden und du rutschtst dann wieder durch. Diesen Klang durchzuziehen ist sackeschwer. Du hast ein durchgängiges Gerüst gebaut, ich denke wenn du dich da dransetzt kriegst dus hin. Ich werds ja dann sehen, Sneaky. PS: verSUCHe zu LEBen mein ENGel der NACHT ich BIN nur ein SCHATTen der unGLÜCKlich MACHT. Darum mein Hinweis mit dem "nur" Könntest auch "wie" nehmen anstatt nur, das ist etwas schwächer. Aber es stimmt schon, mit beidem wertest du, während deine Aussage "neutral" bleibt. |
| Demon17 | uff danke Sneaky ich dachte ich krieg das überhaupt nicht mehr hin. Zwei Stellen kann ich ja gleich korrigieren. Sag mal hast Du die URL von diesem Sonett-Board. Mein Feeling verlässt mich zur Zeit, da muss ich mich wohl rational mit beschäftigen. Ich benutz das mal als Streichliste: Ich sag dir mal nach Zeilen numeriert, wo du da meiner Meinung nach raus bist: 1-3 ok Zeile 4 ich spüre die Sehnsucht durch Einsamkeit Wall (das Die ist wieder drin irgendwie muss ich den rest noch umstellen) (der Sinn ist nun hinüber, aber so wär die Abfolge klanglich ok für mich) Zeile 5 und ein brünstiger Barde singt grausam sein Weib (wieder ohne Sinn) Und ein grausamer Bard singt von seinem Weib - ist jetzt OK Zeile 6 ok Zeile 7 ist die mit "geschmiedet" Zeile 8 an den Beinen seh ich Strapse und Strass (deinen hat da die falsche Betonung, und ein inerrer Reim so schnell hintereinander, naja) hab ich umgestellt OK Zeile 9 Gefühle im Eis sind wie tödliche Klingen (Quatsch vom Sinn her) Gefühle im Eis sind wie tödliche Klingen OK Die Bänder der Liebe als würgende Schlingen. Die Bänder der Liebe würgen wie Schlingen . |
| Demon17 | Ich glaube das was sich auf die Schnelle reparieren läßt ist jetzt getan. Meiner Meinug bleibt nur noch der Einsamkeit Wall und das geschmiedet übrig. Was meinst Du? |
| Sneaky | Das was ich suche gibt es nicht in der Welt Ja, bis auf die Zeile hier, da würde ich gern dem "suche" das "e" kappen das was ich such gibt es nicht in der Welt Hörs dir auch mal innerlich an Ansonsten gefällt mir die Betonung jetzt bis auf die beiden Kniffelstellen.. Nicht, dass das alles ist was zählt, immerhin ist Betonung ja nur die viertel Miete :). Sneaky |
| Demon17 | Da hast Du zwar recht, aber 25% sind verdammt viel und ich lege ja inzwischen Wert auf ein bischen Eleganz. Ich nehme will statt suche. merci:) |
| Eskapist | Deine Gedichte sehr ausdrucksstark und du hast eine sehr klare Art mit Sprache umzugehen. Auch deine "direkten" Gedichte verfehlen ihre Wirkung nicht. Ich beurteile Gedichte, Romane, etc. nicht nach formalen kriterien sondern danach ob sie Gedanken und Gefühle stimulieren. Das trifft auf deine Sachen auf jeden Fall zu. Meine Favorites: Leben oder Tod, sterbende Götter, Schwarze Schlampe |
| Demon17 | Hey Danke Eskapist, das tut unheimlich gut. Sterbende Götter war mir immer unheimlich wichtig und wurde im Vergleich zu den anderen Gedichten kaum kommentiert. Aber ich habe jetzt auch das letzte halbwegs auf die Reihe bekommen.;) :rolleyes: galub ich. |
| Dark Ara | Jetzt, nachdem ich Deinen Garten ein weiteres Mal durchforstet habe, kann ich nur immer wieder sagen, Klasse! Die schwarze Erotik trifft meinen Geschmack mit vollen Zügen...grins Beide Daumen hoch! LG Ara |
| Demon17 | Danke Ara, ich hoffe ich finde bald wieder etwas Inspiration.;) |
| Sneaky | Deine 7 schwarzen Engel haben mir angekickt: Anrufung Dem Lotos gleich sitz ich im Kreis der Zeiten von Salz und Wasser, rufe die Quadranten: Von Ost nach Nord beschirmen die Gesandten der Macht des Lichts die Sucher allezeiten. Im Brennpunkt der Gewalten will sich weiten das Auge, das wir aus der Welt verbannten, in rohen Flammen selbstgerecht verbrannten, der Qualm war Weihrauch uns`ren Eitelkeiten. Die Macht der Erde glüht herauf aus Tiefen, durchströmt mich, weckt die weise alte Schlange, sie hebt ihr Haupt zu Tönen, die lang schliefen. „Komm tanz mit mir, was zögerst du so lange“ ertönen Stimmen, die schon immer riefen „wenn`s keinem schadet, tu`s, dir sei nicht bange“. |
| Demon17 | Hey Sneaky, da ist Dir ja mal wieder eine Deiner einzigartig unergründlichen Poeme gelungen, aber was das nun mit den 7 schwarzen Engeln zu tun hat....aber schön das es was ausgelöst hat. Ich muss sagen meine Gedichte berühren kaum noch jemanden und ich verstehe das, denn sie sind ohne emotionale Kraft geschrieben, ein Nachhall in der der Einöde, aber was solls, überarbeite ich die alten und warte auf bessere Tage. ;) dark greetz demon17 |
| Frost_Geist | Im allgemeinen würde ich sagen, dass du ein hohes Maß an Abstraktionen in deine Gedichte einbaust. Es gibt viele sinnblidliche Darstellung, die mit einer gewissen Fantasie nahezu im Kopf Theater spielen. Allerdings finde ich sie recht subjektiv. Mir persönlich fehlt darin etwas originelles. Ohne beleidigend zu sein, ein wenig unterentwickelt für meine Begriffe. Ich sage es mal so: Du hebst dich relativ wenig von "dem üblichen", was hier im Forum rumwuselt ab. Wenn du allerdings diesen Schreibstil bevorzugst, dann soll dies weiterhin so bleiben, es ist deine Lyrik und dein Stil. |
| Demon17 | Es geht schon darum in möglichst korrekter Form typische Gothicgedichte zu schreiben. Ich mag den Begriff Gothic eigentlich nicht so sehr. Aber es geht darum diesem Klischee zu entsprechen. Das verstehen viele nicht und ich verstehe das. Aber ich mags halt wenn es schön gruftig ist. Wie Du richtig bemerkt hast geht es den meisten Dichtern hier so, deshalb fühle ich mich auch so wohl hier.;) ....was die moderne, entwickelte Lyrik angeht, so bin ich einfach zu nett um mich zu ihr zu äußern. Wir haben hier ansatzweise so etwas wie einen Common Ground, der sich weitgehend unbeinflusst von den Kriterien des Literaturbetriebes entwickelt. dg demon17 |
| Sneaky | Hallo demon17 "Tod und Tränen" ist ein starkes Gedicht geworden. Aber der Vers hier schwächelt in den ersten drei Zeilen für meinen Geschmack: Tiefe Wunden bluten lange. Stumme Schreie leise sind. Kaum er hört es noch am Klange ist´s ein Greis ist es ein Kind? tiefe Wunden bluten doch eher heftig und kurz als lange? stumme Schreie sind doch nicht leise, sondern stumm? Und den verdrehten Satzbau mag ich auch nicht so sehr. stumme Schreie trägt der Wind fast hört er nicht mehr am Klange ob es Greis ist oder Kind falls du an dem "lange" hängst vom Bluten. Soll kein Gemaule sein, nur eine Anregung. Das Gedicht ist`s wert, dass du da die Sense nochmal nachdengelst. Sneaky |
| Demon17 | Hallo Sneaky, lange nichts mehr gehört von Dir. Ja an dem Gedicht gibt es noch was zu verbessern. Die drei Zeilen kauf ich. Was hältst Du von Stumme Schreie lautlos sind? Ich habe halt nur noch im Urlaub die Muße zu schreiben, höchstens mal ein Quickie am Sonntag wie Nebelland. Also vielen Dank. was ist mit Dir, Du machst Dich auch zienlich rar. Ach ein kleiner Tipp von mir, schau Dir mal den Thread von Hazel Crowley an, ganz scharfe Nummer. ;) [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=35061]Zwielicht[/URL] |
| Sneaky | Hallo Demon, ich mag den verdrehten Satzbau generell nicht sehr. Da du das in dem Gedicht -fast- gar nicht verwendet hast, fällt es umso mehr auf. Aber es ist dein Gedicht, nicht meins, und allen kannst es eh nicht recht machen :) Ich war mehr in anderen Boards unterwegs und hab mich mit Übersetzungen beschäftigt. Da ist im Moment mehr Luft, also hab ich mich hier mal wieder sehen lassen. Sneaky |
| Demon17 | Ja eaky ich versteh Dich. Doch bei dem Forensterben zur Zeit habe ich mich im Urlaub ersteinmal auf die verbliebenen konzentriert und viel an meinem Thread auf Nachtwelten gearbeitet. Die erste Seite hatte es dringend nötig und selbst bei den neuen Geichten gibt es noch einiges zu tun. So fehlt bei Schwarze Sterne noch eine Strophe über meine Traumfrau. Die Strophe in Tod und Tränen lautet nun: "Tiefe Wunden bluten lange. Todesschreie trägt der Wind. Fast hört er nicht mehr am Klange, ob es Greis ist oder Kind." Ich konnte der Alliteration nicht widerstehen, sie steigert sowohl Dramatik als auch Sinn. Auch bluten tiefe Wunden lange, insbesondere wenn die Halsschlagader betroffen ist. ;) Also aus der schwächsten Strophe ist nun eine der stärksten geworden. Ich finde das Gedicht hat jetzt ein relativ einheitliches Niveau. Ich päppele meine Gedichte ja nach und nach auf und bin für jede Hilfe dankbar. :) Viel Spass beim Übersetzen, man merkt das Du Dich mit den großen Lyrikern beschäftigst. Ich habe mir jetzt Heynes Buch der Lieder geholt und den Echtermeyer, Deutsche Gedichte. Das hat mich auch ein bisschen weiter gebracht. Liebe Grüsse demon17 |
| nullpromille | dein aktuelles gedicht klingt wie ein musical-text - sprachlich gut (wirklich gut), aber inhaltlich sehr hohl und schon 10007492 mal da gewesen (mindestens). |
| Demon17 | Wirklich? Nenne mir eines davon... |
| blacklust | Hallo lieber Demon17, ich finde deine gedichte sehr, sehr gut mal etwas total anderes, auffällig ist die Monotonie was die Themen betrifft, hauptsächlich handelt es sich ja um die szene in deinen Gedichten, was sehr individuell ist, da die meisten gedichte, die ich hier bisher gelesen habe, sich eher um andere Themen handeln, besonders ist mir auch aufgefallen, dass du oft wendungen wie "Geil Hexe", "gefahrvolle Göttin",... sehr oft benützt was zweifellos zu einem sehr persönlichen und unverkennbaren stil führt, charakteristisch für deinen Stil scheint auch, dass die Verse in der regel im verhältnis zu den meisten anderen gedichten hier eine deutliche überlänge aufzuweisen haben, mir gefallen deine gedichte wirklich super!!!!, höchstes Kompliment meinerseits!!! lieber Demon17, mach weiter so!!!!!!!!!!!!!, vlg, Carpe Noctem, blacklust P.S.: den link zu meinen Gedichten findest du in meiner Signatur, ab dienstag lonht es sich wieder hinschaun bisg´dahin hoffe ich einige weitere meiner werke hochgestellt zu haben(derzeit sind es nur 2). |
| Demon17 | Hallo blacklust, danke mir gefällt Dein erstes Gedicht auch sehr gut. Ich schau in der Woche mal bei Dir vorbei. Thematisch bin ich wirklich ein wenig monoton, denn ich holte meine Inspiration ausschließlich aus den Clubs. In langen Nächten mit Wesen aus der Unterwelt. So erschien es mir. Inzwischen hat sich das Ganze für mich profanisiert und ich werde wohl andere Themen finden müssen. Liebe Grüsse demon17 |
| Demon17 | Ich denke Du spielst auf Scharfe Schwester und Schwarze Schlampe an. Die erste war mein erstes Gedicht. Ich habe damit an einem Wettbewerb teilgenommen und bin gleich gedruckt worden. Die Worte dazu sind mir auf der Tanzfläche eingefallen. Eine schöne Erinnerung. Die Schwarze Schlampe war der Versuch diesen Erfolg zu wiederholen, ungefähr ein Jahr später. Es ist mein umstrittenstes Gedicht, ich bin für kein Gedicht so verrissen und so gelobt worden. Sie sind mir mir wichtig, auch wenn ich mich heute nicht mehr so drastisch asdrücke. Beiden liegt jeweils eine Frau zugrunde, die mich damals stark beeindruckt haben. Nachtmensch ist eine Erinnerung an die Twilight Zone im Kick. Mich hat es damals verzaubert. Gothik hat immer die Grenze überschritten. Gothik ist ein Klischee, ich bewege mich gerne im Rahmen dieses Klischees. Der Zauber ist längst verflogen, leider. Ich habe es in vielen Gedichten beklagt. So suche ich nun im Rahmen dieses Klischees nach neuen Themen und finde sie manchmal wie in Tod und Tränen. Ich experimentiere manchmal, habe aber noch kein Thema, oder Ausdrucksform gefunden, die mir gefällt. lg demon17 |
| Demon17 | Scheib wenigstens ein Gedicht mit Versmaß, Reimschema und einem verständlichen Inhalt. Vorher diskutiere ich nicht mit Dir. [Center] :D [/Center] |
| Demon17 | Schau mal in den Gemeinschaftsgärten, da knitteln Katzenschatten und ich auch so rum. Kannst gerne mitmachen. ;) |
| Demon17 | Ja stimmt, ich habe mal einen Film über Mönche gesehen. Der eine meinte, immer wenn was mit der Seele nicht stimmt finge er an zu onanieren. Im übertragenen Sinne wäre dies im Gedicht Sex aus lange Weile. Aber das wird wohl nicht deutlich genug. Deshalb habe ich es schnell umgeschrieben. |
| lizard | "weltflucht", das gedicht von vor zwei stunden, ist einfach hammer. erinnert mich irgendwie an "kurt schmidt" von kästner. |
| DunklerEngel77 | RESPEKT für deine Werke... das ist in meinen Augen echt ne ganz hohe Kunst. Ich habe, das muss ich zugeben, noch nicht alle gelesen, sondern nur einen Teil, aber mir gefällt, was du schreibst. Du hast einen sehr eigenen Stil... aber behalte das bei, denn das macht dich ja scheinbar aus... |
| Demon17 | Lieb von euch, tut echt gut ein paar nette Worte zu hören. Ich werde mit Sicherheit so weiter machen, ich kann gar nicht anders. Liebe Grüße demon17 |
| Ghadrien | Nachdem ich jetzt alle deine Gedichte hier gelesen habe, kann ich das viele Lob hier nicht so recht nachvollziehen. Nimm das nicht persönlich, aber du drehst dich im Kreis. In deinen Gedichten ist keine Weiterentwicklung zu spüren, du wiederholst ständig die gleichen Thematiken. Dabei gibt es gute Ansätze, "Weltflucht" zum Beispiel war am Anfang durchaus interessant zu lesen, auch "Moderne Lyrik" war anfangs erfrischend anders, aber in der letzten Strophe fällst du wieder in das gleiche Muster. Klischees und abgedroschende Bilder reihen sich aneinander mit abgewerteter Weiblichkeit und sexuellen Anspielungen. Das.... langweilt. Versmaß und Reimschema machen noch lange kein Gedicht aus. Dass du zählen und Worte finden kannst, die sich reimen, hast du hier bewiesen - auch wenn die Reime leider oft nach dem Schema "reim dich oder ich fress dich" ablaufen und wenig anderes bieten. Es ist irgendwie so, dass man alle Gedichte kennt, wenn man bereits eines gelesen hat. Vielleicht wäre Mut zu Neuem etwas angebracht? Es ist ja nicht so, dass du hier nur Schund zusammengeschrieben hast, wie gesagt, es sind durchaus gute Ansätze da, aber du wiederholst dich einfach zu oft und verarbeitest immer die gleichen, abgedroschenen Bilder. An den Stellen, an denen du dich von diesen Mustern löst, sind ja wie bereits erwähnt durchaus gute Ansätze zu finden. Gruß, Ghadrien |
| Demon17 | Ich seh schon, Du verstehst mich nicht. ;) |
| Ghadrien | Das ist natürlich eine großartige, geistreiche und intelligente Reaktion auf meine Kritik, die diese auf so direkte Art untersucht, beantwortet und als nichtig hinstellt, dass es mir glatt den Atem raubt - und das ohne jegliches Argument! Respekt! |
| Demon17 | Also gut, Moderne Lyrik ist Satire und die abgedroschenen Klischees sond Absicht. Klischees sind absolut notwending, ich liebe sie. Geh mal tanzen, da laufen lauter schwarze Klischees herum. Ich habe auf die von Dir kritisierten Punkte bereits dutzende Male geantwortet, auch hier im Thread. Bitte nimm es mir nicht übel, dass ich Dir nicht ausführlicher antworte. lg demon17 |
| Ghadrien | Du hast einen Textkritik-Thread eröffnet, du kriegst Text-Kritik. Wenn hier gewisse Punkte mehrfach kritisiert wurden, solltest du vielleicht mal diese Punkte genauer überdenken, statt sie wegzudiskutieren. Moderne Lyrik? Du schreibst keine moderne Lyrik. Du schreibst Gedichte, aber weder "modern" noch sonderlich "lyrisch". Und was die Satire betrifft: Es wundert mich wenig, dass hier die Aussage "ist doch Satire" fällt. Aber wollen ist nicht gleich können. Nicht jeder, der sagt, er macht Satire, macht sie auch wirklich. Bei dir sehe ich keinen satirschen Zug, eher ein Schwelgen und Sich-Ergehen in Plattitüden und Klischees. Wenn du als als ausreichend empfindest - bitte sehr. Dann hast du aber nur äußerst geringe Ansprüche an dich selbst. |
| Demon17 | Ich kann in Deinen Beiträgen keinerlei konstruktiven Ansatz erkennen. Deshalb lasse ich das Gesagte mal so stehen. Jedem das Seine. |
| Ghadrien | Naja, dann spiel weiter mit deinen Klischees herum, aber wunder dich nicht, wenn du damit irgendwann selbst deine "Fans" hier langweilst. Gruß, Ghadrien |
| Demon17 | Der Punkt ist gekommen, wenn es mich langweilt... ;) |
| lizard | Heidelied ist gut. |
| ArrogantNick | Also heute gibt's einmal ein Lob! Electronic Body Music finde ich sehr gelungen. Hat was Witziges und ist vom Aufbau her schön fließend. Danke für dieses kleine, erfreute Grinsen am heutigen Tage. ;) Grüßle Mischa |
| Tapio Bearking | Mischa hatte gerade den selben Gedanken. EBM ist dir sehr gut gelungen und ich musste auch von einem Ohr zum Anderen grinsen :D |
| Demon17 | Danke euch beiden. Ich glaube ich werde das Gedicht in maennl. / weibl. Rollentausch posten. :) |
| lizard | lang lang ist's her dass ich hier reingeschaut habe. schön zu sehen, dass du immer noch gute gedichte schreibst. |
| Israfel | nachdem ich mir nun auch nach deinem poeten-garten die text kritik hier mal durchlas, musste ich feststellen, dass einige hier wohl tatsächlich etwas hmm... "professioneller" womöglich, falls es das gibt, auf gedichte blicken. also von mir, wie stets im zusammenhang poesie, rein aus dem bauch heraus: mir gefällt "Allein in der Nacht" sehr gut. die bilder die es vor meinem inneren auge gemalt hat empfinde ich als wohltuend* Ich erkenne die satirische seite in vielen deiner werke, welche ich auch durchaus amüsant finde, jedoch sind davon viele etwas zu karikativ (für meinen geschmack)- wobei du ja schon erwähntest, das dies absicht ist. und die vielgelobte schwarze schlampe- mir persönlich etwas zu "direkt"... aber es ist wirklich gut. :D grüsse* |
| Demon17 | Hallo lizard, schön das Du mal wieder vorbeischaust. Leider ist es etwas ruhiger geworden am Board. Mach mal was dagegen. Hallo Israfel, ob das alles wirklich so ironisch gemeint ist, wie du es verstehst möchte ich mal dahingestellt lassen, denn grundsätzlich enthalte ich mich bei Interpretationen jedes Kommentars. Es ist schließlich das Privileg des Lesers ein Gedicht in seinen eigenen assoziativen Kontext einzuordnen. Anders geht es ja auch gar nicht. Zu Allein in der Nacht gibt es übrigens noch eine gleichnamige Kurzgeschichte in den Gemeinschaftsgärten. Liebe Grüße demon17 |
| lizard | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Hallo lizard, schön das Du mal wieder vorbeischaust. Leider ist es etwas ruhiger geworden am Board. Mach mal was dagegen. [/B][/QUOTE] der kluge mann schweigt, wenn er nichts zu sagen hat. |
| Demon17 | Gut dann sprechen die weniger klugen... ob diese Politik wirklich weise ist möchte ich mal dahingestellt lassen. ;) |
| lizard | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Gut dann sprechen die weniger klugen... ob diese Politik wirklich weise ist möchte ich mal dahingestellt lassen. ;) [/B][/QUOTE] hm, diese politik hat uns die "izugangssperre für kinderpornografische inhalte im internet" beschert; dein argument ist insofern nicht von der hand zu weisen. ich schau mal wieder vorbei wenn ich von der arbeit weg bin. |
| Sneaky | Hallo Demon, dein neuestes Gedicht spricht mir aus dem Herzen. Wer würd nicht gern ein paar klassische Zeilen klauen, die er super findet. Wenn ein Gedicht wirklich was bringt, dann ist es schon so wie dus beschrieben hast, das kann betrunken machen und zum NAchahmen reizen. In der Form bist du uneinheitlich in den Zeilenlängen geblieben. Vom fünhebigen Jambus bis zu siebenhebigen Zeilen ist alles da. Es stört mich nciht wirklich, aber auffallen tuts. Gruß Sneaky Geklaute Sätze stanzen Muster in mein Hirn, Alexandriner zerbrechen kunstvoll meine kargen Worte fünfhebiger JAmbus und perforieren sanft von innen meine Stirn. Alexandriner Betrunken will ich öffnen eine neue Pforte Alexandriner (und ein"neue" doppelt geschrieben) Und sterben oder einen Todeszauber schreiben Alexandriner im Rausch, der mich zu alten Höhen drängt. fünfhebiger Jambus Will sehen wie die Faune es mit Engeln treiben Alexandriner und ein Prophet die Götter an den Nagel hängt. Alexandriner Will stürzen viele Meilen tief in das Elysium, Septameter zu Aphrodites toter Töchter feuchten Schößen; Alexandriner betriebe dort das koitale Studium Alexandriner und trieb' Orgasmen fort mit sanften Stößen. Fünfhebiger Jambus Oh Rausch, du Hermes hormonaler Abendsonne, Alexandriner vergehe nie und sei mein letztes Tor zur Wonne. Alexandriner |
| Demon17 | Hallo Sneaky, tut mir wirklich leid, das Du Dir mit der alten Version die Mühe gemacht hast. Ich hatte das Gedicht bereits Samstag morgen X-mal überarbeitet. Aber offenbar speichert irgendwo irgendein total bescheuerter Proxy-Server alte Versionen zwischen. Ich könnte aus der Haut fahren, man findet immer wieder uralte Versionen längst bearbeiteter Gedichte. Es nervt wirklich. Die Endfassung ist natürlich ein sechshebiger Jambus, der meiner Meinung nach sauber ist. Metaverbales Ejakulat Geklaute Sätze stanzen Muster in mein Hirn, zerbrechen kunstvoll meine kargen Worte und perforieren sanft von innen meine Stirn. Betrunken will ich öffnen eine neue Pforte und sterben oder einen Todeszauber schreiben im Rausch, der mich hinauf zu alten Höhen drängt. Will sehen wie die Faune es mit Engeln treiben und ein Prophet die Götter an den Nagel hängt. Will stürzen viele Meilen ins Elysium, zu Aphrodites toter Töchter feuchten Schößen; betriebe dort das koitale Studium und trieb' Orgasmen fort mit sanften Stößen. Oh Rausch, du Hermes hormonaler Abendsonne, vergehe nie und sei mein letztes Tor zur Wonne. Also auf jeden Fall Danke für die Inspriration und ich hoffe Du findest oder schreibst bald mal wieder so tolle Gedichte. Liebe Grüße demon17 |
| Sneaky | Hallo Demon, Hier ist ein fünfhebiger Jambus geblieben: im RAUSCH, der MICH zu ALTen HÖHen DRÄNGT empor / hinauf oder so was in der Art würds richten Gruß Sneaky |
| Demon17 | Also doch wieder schäumend, oder nein da passt der Satzbau wieder nicht. Ich bin etwas daneben, momentan. Dieser Versionskonflikt oder was das ist macht mich ganz fertig. Vielleicht sollte ich die Gedichte auch einfach mal ein paar Tage liegen lassen. Hab vielen Dank Sneaky. Das hinauf ist gut. Liebe Grüße demon17 Nachtrag, natürlich schäumend und zwar vor mich. In der Version auf Dichterplanet habe ich es doch dringelassen... oh man. |
| Sneaky | Hallo demon, nun hast du dir ja eine eigene Version des Dies Irae gefertigt. Mit gefällt der Text, die Zeilen haben Breitwandformat. Das schadet nichts, dem Thema ist das angemessen. Der Rhythmus ist sauber und das Thema gut aufbereitet. Aber das Napalm würde ich mir dann doch nochmal überlegen. Falls es IHN gibt, wird ers kaum brauchen und es mutet zu neu und zu technisiert an. Gruß Sneaky |
| Demon17 | Hallo Sneaky, ich hab doch gesagt ich schreibe einen Dies Irae. Es hat nur ein paar Wochen gedauert. Schließlich musste ich wenigstens in groben Zügen die Offenbarung des Johannes lesen. Ich denke ja noch schwer über ein Gedicht mit dem Titel "Das Lamm Gottes" nach. Die Sache mit den sieben Siegeln finde ich ja schon ziemlich dramatisch. Die Bibel ist sowieso ein wahrer ort an Mythologie. Die haben ja die Mythen aus Jahrtausenden in ihren Prophezeiungen verarbeitet. Da stecken die Mythen und spirituellen Ideen dutzender Kulturen drin. Es ist schon ein Glücksfall, das diese Sammlung dann über 2000 Jahre nahezu unverändert überliefert wurde. Du bist schon der Zweite, den der Napalm stört, dabei kamm mir das so in den Sinn, als er alle Ungläubigen, die zu Gog und Magog beten mit Feuer aus dem Himmel vernichtete. Ein glatter Verstoß gegen die Genfer Konvention. ;) Vielleicht fällt mir ja noch eine Alternative ein. Liebe Grüße demon17 |
| SanguisDraconis | hi demon, war lange weg, aber lese mit freuden, dass sich deine worte noch genauso mächtig ins gedächtmus brennen wie früher, oder sogar noch mehr. dein " dies irae" ist im wortsinn gewaltig geworden. das napalm stört mich nicht,im gegenteil, es löst vorm geistigen auge genau den effekt aus, der mit sicherheit gewollt ist: ein gleissender blitz, feuer und asche, naturgewaltig, vernichtend. ich sehs nicht technisiert,sondern gedanklich unterstützend. die thematik "dies irae" hat mich immer schon fasziniert. dein text läßt dazu die bilder entstehen. |
| Demon17 | Hallo SanguisDraconis, schön mal wieder was von Dir zu hören. War eine schöne Zeit auf dem Blutdrachenland. Vielen Dank für die netten Worte. demon17 |
| lizard | "wintergrab" ist sehr schön. sind aber noch ein paar fehler drin und der 10. vers hat eine hebung zu wenig. |
| Demon17 | Hallo Lizard, danke für die Blumen. Mit Z10 hast Du recht. Aber ich glaube ich lasse es erstmal so. Welche Fehler hast Du noch gefunden? Liebe Grüße demon17 |
| Sneaky | Hallo Demon, ich schätze Lizard meint die Tippfehler "ran" statt "rann" und "Blut getränkt" statt "blutgetränkt". "das steif gefroren in den Graben ran." hier ist eine problematische Stelle, weil das Blut ja nicht steifgefroren rinnen konnte, "Der Dolch, er wirkte etwas antiquiert" hier sehe ich auch ein Problem, wenn ein Gegenstand "etwas antiquiert wirkt" entsteht bei mir automatisch die Frage, war er denn auch antiquiert". "als läge sie seit Tagen in der Gruft." Was willst du hier genau beschreiben? Mir siehts anhand der folgenden Zeile so aus, als wolltest du sagen, dass sie "arrangiert" dalag, als ob man sie für eine Gruft aufgebahrt hätte? Den zeitliche Aspekt seit Tagen in der Gruft würde ich ansonsten mit Zerfallsspuren in Verbindung bringen. Guck einfach noch mal drüber. Gruß Sneaky |
| Demon17 | Hallo Sneaky, jetzt wo Du es auch sagst glaube ich es mit dem blutgetränkt. Ich dachte nach der Rechtschreibreform würden viele zusammengesetzten Adjektive in das Subjektiv bzw. Nomen und das Adjektiv aufgespalten. Na gut und das ran von rinnen ok. Man hat es aber auch nicht leicht als Dichter romantischer Verse, wann liest man schon mal blutgetränkt? Im Krimi vielleicht, aber so etwas lese ich ja nicht. [QUOTE]"das steif gefroren in den Graben ran."[/QUOTE] Das ist nicht problematisch Sneaky, das ist künstlerische Freiheit. Es gefror beim Rinnen. Diese Bild soll es vor dem geitigen Auge des Lesers jedenfalls erzeugen. [QUOTE]hier sehe ich auch ein Problem, wenn ein Gegenstand "etwas antiquiert wirkt" entsteht bei mir automatisch die Frage, war er denn auch antiquiert". [/QUOTE] Das ist die Frage Sneaky, ich denke das liegt ganz im Auge des Betrachters. ;) [QUOTE]als läge sie seit Tagen in der Gruft." Was willst du hier genau beschreiben? Mir siehts anhand der folgenden Zeile so aus, als wolltest du sagen, dass sie "arrangiert" dalag, als ob man sie für eine Gruft aufgebahrt hätte? Den zeitliche Aspekt seit Tagen in der Gruft würde ich ansonsten mit Zerfallsspuren in Verbindung bringen. [/QUOTE] Beides Sneaky, beides. Sie liegt da wie aufgebahrt und hält sich wie ein Leichnam nach drei Tagen in der kühlen Gruft. Den Rest überlass ich Deiner Fantasie. :) Danke für den Kommentar. Liebe Grüße demon17 |
| Nitroglycerin | Deine "Trauer der Tränen" machen mich so melancholisch ^^ Nein, das trifft es gar nicht. Hmmm.....sie machen ein Thema, dass für mich ansonsten wenig Gewicht hat, emotional ^^ Japp, das kann ich so stehen lassen. Ich erlese aus deinen Zeilen, wie sehr du den "Untergang" der schwarzen Kultur "betrauerst" Wenn ich darin komplett falsch liege korrigiere mich bitte...obwohl... Interpretationssache ist ja die des Lesers =P Ich finde jedenfalls die Bilder, die du gewählt hast, sehr berührend N. |
| Demon17 | Ich danke Dir für diesen netten Kommentar. Du hast das Gedicht richtig verstanden Nitroglycerin. Nachdem ich nun seit Jahren in meinen Gedichten Abschied nehme, ist es wohl wirklich bald soweit. Ich verpasse immer mehr der immer seltener werdenden Parties und werde langsam immer bunter. Irgendwie stellt sich der alte Zauber nicht mehr ein. Na, ja es war der vierte Frühling. Ich bin jetzt 48 und irgendwann ist es wohl vorbei ... Liebe Grüße demon17 |
| lizard | wow. mir fehlen die worte. liegt vielleicht an der uhrzeit, aber irgendwie kann ich mir echt nicht vorstellen, dass du irgendwann nicht mehr latent in diesem forum präsent bist. und dazu noch dieses wunderschöne abschiedsgedicht... emotional sein ist sonst auch nicht meine art, aber... wow. |
| Demon17 | Schon gut lizard, ich glaube eher macht der Laden hier dicht als dass ich hier nicht mehr poste.. Es wird noch viele Abschiedgedichte geben. ;) Liebe Grüße demon17 |
| Sneaky | Hallo Demon17, als (überwiegend) Fan deiner Texte freuts mich, wieder ein neues zu sehen. Als "Kritk" möchte ich das nachfolgende nicht bezeichnen, das ist ja dein Schreibstil und kein Zufall. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn es weniger Adjektive gewesen wären, aber das ist Ansichtssache. Anderen werden genau das mögen. Ein kleines Beispiel wie es mir noch besser gefallen hätte, lass ich da, wobei ich nicht genau auf Silbenzahl geachtet habe. In den Wäldern der Vergangenheit peitscht der Nord bei Nacht vermorschtes Holz und im Schatten steht ein Kind aus alter Zeit, zitternd, aufrecht hält es nur der Stolz. In den Wäldern der Vergangenheit drückt ein Schatten die Erinnerung, nebelhaft wie aus verdrängtem Leid, welches trug des Todes süße Witterung. (welches finde ich unschön) wie wäre "behaftet / befrachtet mit des Todes...) ? Ich mag die Atmosphäre und die Bilder schon, aber wie gesagt, das "wie" ist mir einen Tick zu "getragen". Gruß Sneaky |
| Demon17 | Hallo Sneaky, schön wieder von Dir zu hören. Zu deinen Verbesserungsvorschlägen, also wir werden uns da nicht einig werden. Erstens hast Du aus einem Sechsheber ein Mischmasch aus Fünf- und Sechshebern gemacht und zweitens geht "der Nord" ja gar nicht. Ich veröffentliche auf einam halben Dutzend bunten Gedichteforen. Was meinst Du was ich da hören bekäme. Das mit den Adjektiven ist halt praktisch. Man braucht noch eine Hebung und nimmt einfach noch eines dazu. Falls man irgendwann kürzt braucht man nur eines davon zu streichen. Was das Getragene angeht, mir kann es ja gar nicht getragen genug sein. Ich bin noch nicht wieder auf dem alten Niveau, aber falls ich die Muße finde (was momentan allerdings nicht so aussieht) werde ich mich mit 7 hebigen Daktylen beschäftigen. Oh man, ich bin so leer und nirgendwo Inspiration. So rettet man sich mit Nabelschauen über die Runden. Ich hoffe Du schreibst bald mal wieder was und hängst es hier rein. Habe ich übrigens schon gesagt, dass man gerade heute die Klarheit meiner Sprache lobte ... villeicht darf ich Dir auch einen Rat geben? Und zwar den nicht gar so kreativ mit den Wortschöpfungen zu sein. Ich hoffe Deine Schaffenskraft hat nicht nachgelassen. Liebe Grüße demon17 |
| lizard | ich wollte nur einwerfen: reimschema, versmaß und konstante hebungsanzahl sind nur mittel zum zweck. wenn man sich zu sehr darauf verstockt, schadet es manchmal mehr als es nützt. (in diesem konkreten fall will ich das jedoch nicht beurteile.n) |
| Demon17 | Stimmt schon Lizard, jedoch zwingt die Einhaltung der Form zur wiederholten Reflektion und kann sich damit auch auf Ausdruck und Inhalt positiv auswirken. Außerdem liegt für mich die Kunst in der Dichtung im Streben nach der perfekten Symbiose zwischen Form und Inhalt. Das ist natürlich nur der objektive Teil an der Sache, das Wesentliche ist die Resonanz, die ein Gedicht beim Leser erzeugt. Aber die ist nun einmal zwangsläufig unterschiedlich. |
| lizard | hmja. bei dem, was manche "künstler" so produzieren wünscht man sich, sie hätten wenigstens noch einmal drübergelesen, geschweige denn sich an die form gehalten. die symbiose von form und inhalt als selbstzweck lasse ich als dein persönliches ziel gelten, für mich jedoch ist die form nur ein (wesentliches) mittel, die aussage und den gewünschten eindruck beim leser zu steuern. da kann auch ein stilbruch manchmal sehr nützlich sein, gibt auch sehr viele prominente beispiele. |
| Demon17 | Wenn ein Bruch zum Inhalt passt, erhöht das den Reiz des Gedichtes. Ich mag die Abwechslung und es ist wichtig die Form nicht erstarren zu lassen, aber sie eben auch nicht zu zerstören. Wir haben auf der einen Seite die strikte Dogmatik der Opitzschen Verslehre aus dem 17. Jahrhundert, mit seinem alternierendem Versmaß und strikten Reimschemen, dazwischen einiger Jahrhunderte der Erweiterung und Lockerung, bis wir zum Schluss bei der weitgehenden Beliebigkeit angekommen sind. Jeder Text kann sich nun Gedicht nennen. Es bedarf nicht mal des Zeilenumbruchs. In diesem Spannungsfeld bewegen wir uns. Das Wichtigste ist immer die Inspiration, doch was bleibt denen, die das Handwerkszeug nicht beherrschen, wenn sie nicht die Muse küsst? Sie schreiben Jahrzehnte und lernen doch nichts. Ihre Texte bleiben vollkommen der Subjektivität des Lesers ausgeliefert und weil es keine objektiven Kriterien mehr gibt, sind sie für viele nicht von den Dilettanten zu unterscheiden. |
| Bambus | Hallo Demon17, neben deinen Gedichten kommt man sich ja richtig klein vor. ;) Ich würde gerne mehr dazu schreiben, aber ich kann nur feststellen, dass ich deine Texte wirklich umwerfend finde und einfach nur schön. :) Liebe Grüße, Bambus |
| Demon17 | Hallo Bambus, ich habe das auch erst mühsam lernen müssen. Auf der zweiten Seite habe ich ein paar nicht überarbeitet, vielleicht baut Dich das wieder auf. Vielen Dank für die Blumen. demon17 |
| Sneaky | Hallo demon17, dein "Sandra" ist ein schöner Text geworden, könnte ich mir auch gut als Lied vorstellen. "Ich bin der Wein, den du vergossen" hier könntest du vielleicht abändern auf "von dir vergossen" damit wäre das "unterschlagene" Verb weg. "es war Dir meistens beides recht" Diese Zeile sticht heraus aus der Sprache, die du sonst verwendet hast. Mich reißt sie beim Lesen aus der Stimmung. Wie wäre "nicht immer war dir beides recht"? Bei gewidmeten Texten ist es nicht leicht, Vorschläge zu machen. Also wenn das so dastehen muss, wie dus geschrieben hast, dann ignorier die Vorschläge. Schön zu lesen wars. Gruß Sneaky |
| Demon17 | Hallo Sneaky, Was hälst Du von, "ich spielte beide Rollen schlecht" statt "nicht immer war dir beides recht"? |
| Sneaky | Hallo demon17 finde ich gut. Gruß Sneaky |
| Nathiel | Fuh. Starke Worte schreibst du. Ehm.. zu sagen ist nicht mein geschmack.. wäre wirklich abartig. Aber ich empfinde das meiste als extrem rau und als Frau liest es sich vielleicht nicht immer so angenehm. Obowhl ich zugestehe.. mich zeitweise etwas mit dem ganze personifizieren zu können. Engel ist man längste zeit gewesen.. insofern ist es auf eine makabre Weise recht interessant. ich sag dazu erstmal nicht mehr. |
| lizard | ich bin noch da. habe 'Der toten Muse kalter Kuss' gelesen. danke dafür, dass wir immer noch auf einer wellenlänge senden, wie ein zielsuchlaser für die traurige rakete, die durch die wolken des medienrauschens auf die seele zusteuert. |
| Celeste Delore | Löst irgendwie ein merkwürdiges Gefühl in mir aus dein letztes Gedicht... ö.ö Find es aber gut ...<3 ^.^ Lg Celeste |
| Celeste Delore | Hallu Demon ^^ irgendwie haben wir uns im Thema getroffen. xD Also, beide unsere Gedichte handeln von Kälte...^^ Mir gefällt die erste und die letzte Strophe sehr gut <3. Lg Celeste |
| Demon17 | Ja stimmt Celeste, die Gedichte passen wirklich gut zusammen. Auch wenn ich nicht mehr dieses romantische Pathos habe, über das Du so sehr verfügst. Aber alles weiter dann in Deinem Kommentarthread. ;) |
| Wüsti | @Demon dein letztes Gedicht ,was ich vor drei Tagen oder so zum ersten Mal und eben nochmal gelesen habe finde ich auch ganz schön. Das kennt jeder von uns. Das Menschen die einem mal wichtig waren ab und zu mal wieder in der Erinnerung erscheinen ganz kurz, doch fühlt man nichts mehr für sie. Oder schweift es wenn schnell wieder ab. Entweder man wurde von diesem enttäuscht so dass sie es nicht wert sind lange weiter an sie zu denken oder man selbst hatte diesen enttäuscht. |
| Sneaky | Hallo Demon17, mir gefällt dein Wolfstext. Sauber in den Rhythmus gesetzt und symmetrisch geschrieben. In der Zeile "und suchtest bei Nacht das Tier" würde ich "des Nachts vorziehen. Klingt eindeutiger in meinen Ohren. Ein wenig hadere ich mit dem "Herzen verbrennen" der letzten Zeile. Das ist zwar schön formuliert, aber von den Wölfen weg. Gibt's da vielleicht eine Alternative, die auch zu den Wölfen passt? Aber wie gesagt, das Gedicht ist gut. Gruß Sneaky |
| Demon17 | Hallo Sneaky, danke für Deine Hinweise.Stimmt schon bei lenkt ein wenig von der Betonung auf Nacht ab. Das mit den Herzen verbrennen hat sich aus der Beseitigung einer Inversion ergeben und es passt sehr gut zu meiner Interpretation, denn es geht ja um menschliche Wölfe. ;) Also des Nachts ist gekauft die Herzen bleiben drin. Es gibt schon eine graphische Bearbeitung. Liebe Grüße demon17 PS: übrigens such ich einige Lyrikforen. Nachtrag, ah ich glaube ich habe es kapiert, du meinst eine Metapher mit Wölfen. Ja stimmt, ich behalte es im Hinterkopf. |
| Wüsti | [COLOR=purple]Gratuliere zu deinem neuen Gedicht. O.N.S[/COLOR] Ist verständlich gedichtet. |
| Demon17 | Danke Wüsti. Da hat mich kurz die Muse geküsst. :) |
| Katzenschatten | Ich mag Deine Stücke! Und ohne Dich wäre das "Unendliche" nur der halbe Spaß! In tiefer Verbundenheit Katzenschatten |
| Demon17 | Danke Katzenschatten ;) |
| Katzenschatten | Gerngeschehen! *lächel* Hat Dich meine E-Mail damals erreicht? Falls Du geantwortet hast muss ich leider beschämt zugeben, dass auf der Bilddatenbank noch eine uralt nicht mehr aktive E-Mail-Addy meinerseits hinterlegt war. Das habe ich in aller Panik glatt übersehen... |
| Sneaky | Hallo demon17, ist [QUOTE]Euterpes liebstes Musenkind[/QUOTE] nicht verwirrend gedoppelt? Als Muse der Tonkunst ist doch der Rhythmus dann ihr eigenes Kind? Gruß Sneaky |
| Demon17 | Hallo Sneaky, meines Wissens ist Euterpe die Muse des Flötenspiels und der Lyrik. Die alten Griechen hatten ja eine enorme metrische Vielfalt entwickelt, die Hölderlin, der ja so gut wie gar nicht reimte, ins Deutsche übertrug, soweit das möglich war. Insofern finde ich die Anspielung auf Euterpe schon passend. Liebe Grüße demon17 |