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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: sinn - liebe
bloodyminawohl die ursprungsfrage der philosophie, auf die alles aufbaut: was ist der sinn meines daseins?
natürlich, jeder mensch hat für sich einen anderen sinn seines lebens, seines daseins, ich für meinen teil sehe den sinn des lebens als eine suche, im speziellen die suche nach liebe, nach der wahren, essentiellen liebe, eine einzige suche, eben das leben, vielleicht ist dies die lebensaugabe, so wie in einem gedicht von catull beschreiben wird, dass bei der geburt sich zwei vereinte und verwandte seelen trennen und es ihre aufgabe ist sich im leben wiederzufinden, da man ohne sie nicht vollständig ist, natürlich einerseits eine nicht sehr individuelle theorie, also das meine ich so, dass sie eben nicht von der vollständigkeit und vollwertigkeit eines einzelnen menschen ausgeht, jedoch trotzdem eine schöne vorstellung,
also ist der sinn des lebens die liebe oder die suche danach beschloss ich für mich, was ist aber wenn es diese liebe nicht gibt, wenn sie nicht existiert und niemals existieren wird, ich habe immer daran geglaubt, doch irgendwann wird auch dieser glaube erschüttert und die angst kommt auf, die angst, dass diese liebe nicht existiert, vielleicht ist es so wie platon beschreibt, dass alles auf der welt nur abbild von einem ideal ist und man dieses ideal zwar sucht aber nie findet, findet man also auch nie die liebe, die man sucht, und was ist dann der sinn meines daseins, denn wenn es diese liebe nicht gibt, wofür leben wir dann?
bloodymina
Tumulusmmhh, das kapier ich nicht ganz:
du setzt ja das Idealbild der vollkommenen
Liebe mit einem rein biologischen Vorgang gleich.

Unser Wesen, unser Denken, unsere Einstellung, also sämtliche Eigenarten unseres Ichs (unserer Seele(?)) werden ja nicht allein durch die genetischen Veranlagungen festgelegt, sondern sind hauptsächlich das Produkt einer Entwicklung...
bloodyminawieso setzte ich das mit einem rein biologischen vorgang gleich? irgendwie versteh ich dich etz grad nich:-)
bloodymina
CurzonLiebe ist der Sinn, und egal, wie schlimm es ist, man muß den Glauben daran bewaren, dann wird es auch wieder besser.
Aber von Liebe darf man kein Bild haben.
[b]Es gibt kein Ideal der Liebe, denn die Liebe ist das Ideal.[/b]
Countlessich weiß nicht, ob sich die frage, ob es diese liebe gibt so eindeutig beantworten lässt - heißt für jeden mensch, jeden ort, jede zeit gleichermaßen gültig...
ein versuch könnte folgender gedankengang sein:
es gibt auf der gesamten welt nur einen einzigen menschen dessen gefühls- und gedankenwelt du annähernd vollständig ergründen kannst: dich selbst.
stellst du dir also die frage, ob es diese liebe gibt, dann frage, ob DU dich in der lage fühlst einem menschen, einer sache, oder was auch immer diese liebe entgegenzubringen. beantwortest du diese frage mit Ja, wenn vielleicht auch an bestimmte bedingungen geknüpft (es geht darum ob du es KÖNNTEST nicht ob du es TUST!), dann gibt es diese liebe.
angenommen es ist die liebe zu einem menschen gemeint, so kann man eigentlich bei der großen zahl von menschen davon ausgehen, dass du mit dieser fähigkeit nicht gaaaanz allein dastehst... das problem besteht darin, sein persönliches pendant zu finden.
beantwortest du die frage mit Nein, heißt es zwar nicht, dass es diese liebe nicht gibt (denn diese unfähigkeit trifft dann erstmal nur auf dich erwiesener maßen zu (obwohl man sich ja auch täuschen kann), nicht aber auf jeden einzelnen der andren menschen)... allerdings: empfindest du dich als unfähig diese liebe zu fühlen, wird auch die suche danach wenig sinn machen...
da es aber menschen gibt die danach suchen - heißt die sich in der lage fühlen diese liebe zu empfinden, dann gibt es diese liebe mit großer wahrscheinlichkeit (wenn auch nicht mit letzter sicherheit... man kann sich ja wie gesagt irren) auch!!
bye countless
EdmundDass die Liebe von uns so hoch bewertet wird, hängt wohl auch mit unserer (christlich geprägten) Kultur zusammen. In der Antike jedenfalls betrachtete man die Liebe eher als Krankheit, die einen befällt, und die man nur im Bett heilen konnte.

Ich meine, was ist schon so edel daran, nach jemandem verrückt zu sein? Es ist ja keine grosse Leistung, es ergibt sich ganz automatisch, man liebt was man toll findet.
Daydreamervielleicht ist liebe ja wirklich eine krankheit.nicht umsonst gibt es so viele sätze dazu...liebe macht blind(im weitesten sinne eine krankheit,wenn man an grauen star etc. denkt),verrückt vor liebe sein(ist nicht unbedingt ne karnkheit,wird aber oft so gesehen)...etc...
und vielleicht ist es dabei so,dass sich gedanken,die man früher nicht hatte,in den kopf einschleichen.sie dringen ein wie ein schmutziges wort in einen schönen,sauberen kopf...sie vergiften unsere gedanken...vergiften uns.
ihnen entkommen?nahezu unmöglich.man müsste aufhören zu lieben...aufhören zu fühlen?

viele grüße
Daydreamer

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