| Tumulus | Die alten Philosophen waren häufig auch gleichzeitig Mathematiker. Beide Wissenschaften scheinen sehr viel gemeinsam zu haben und sich durch eine Sonderstellung gegenüber anderen Wissenschaften auszuzeichnen (beide haben z.B. keinen konkreten Erkenntnisgegenstand). Ausserdem wird von beiden behauptet, die Mutter aller Wissenschaften zu sein. Frage an die Hobby-Philosophen unter euch: Was ist der Unterschied zwischen Mathematik und Philosopphie ? Und welche ist die Mutter aller Wissenschaften ? Ich bin bisher trotz intensiver Grübelei auf kein befriedigendes Ergebnis gekommen... |
| Seneca | Ich denke mal dieneigentliche Mutter aller Wissenschaften war die klassische Astrologie, weil erst dadurch die Mathematik, und und auch die Philisophie beflügelt wurden. |
| WaTcHmE | der Unterschied??? während Mathematik vielen gesetzen und Geboten folgt, ist die Philosophie frei! DU kannst in Philosophie jeden gedanken fassen. Du darfst jedes Gedankenmodell bringen. Du kannst dich an frühere Erkenntnisse anlehnen musst es aber nicht... du darfst alles nehmen.. theoretisch einen Nietzsche Mit Kant zusammenschmeissen und daraus DEINE Philisophie schreiben. Mathe ist anders. versuch mal einen Pythagorassatz ( a²+b²=c²) zu widerlegen, nur weil er dir grade nicht passt.... das schaffst du nicht, ohne die Mathematik fast komplett zu kappen... Mathe ist inzwischen eine Ansammlung von Regeln, Rechengesetzen usw. Da hast du wenig freiheit... diese Freiheit hast du lediglich in den Grenzbereichen der Mathematik, was aber dem "normalmenschen" fast unerreichbar ist :) |
| bloodymina | also ich persönlich bin etz noch nie auf die idee gekommen philosophie mit mathematik zu vergleichen, klar hat sie den ursprung darin, sich die welt zu erklären(denk ich etz mal) aber für mich ist mathe und philosophie ein himmelweiter unterschied, liegt wahrscheinloch auch daran, dass ich mathematik uninteressant und irgendwie zu komplex und nicht als greifbar empfinde........und nicht verstehe:-) hingegen liebe ich die philosophie, mich damit zu befassen und nach intensivem grübeln hab ichs auch meist verstanden, oder glaube zumindest es verstanden zu haben........genaueres kann ich dazu nicht sagen..... die mutter aller wissenschaften ist wahrscheinlich eine frage, die frage nach dem sin der des lebens und nach den gesetzen der natur, bzw die frage nach der weltformel, und daraud entwickelten sich dann die einzelnen wissenschaftlichen strömungen. bloodymina |
| Morrison | naja Ford, ich denke ich bin da eher Watchme's meinung. obwohl ich kein dualist bin, will heißen gut vs. böse, vernunft vs. trieb usw., muss ich doch sagen das man mathematik (und damit alle naturwissenschaften) und philosophie doch insofern trennen kann, dass die naturgesetze überall wirken, während sich die philosophie sich im kopf eines denkenden wesen abspielt. du kannst mit deiner vernunft theorien erdenken die vielleicht nie realisiert werden. die mutter der wissenschaften ist daher für mich das denken und das verstehen... |
| Menedemos | Letztlich ist die "ultimative" Wissenschaft wohl die, die alles erklärt und in der alle anderen Wissenschaften aufgehen. Ich fürchte, diese Wissenschaft ist noch gar nicht gefunden. Wenn aber überhaupt, dann gehen Denkanstöße in diese Richtung eher von der Philosophie als von der Mathematik aus. Vielleicht ist die "Mutter aller Wissenschaften" ja die Theologie (im weitesten Sinne)? Aber das muß erst erwiesen werden... @WatchMe: Du hast natürlich recht, daß die Philosophie den Gedanken freieren Raum läßt als die Mathematik. Aber eine gewisse Gedankenstrenge ist auch in der Philosophie vonnöten, gerade was die Logik betrifft. Dadurch unterscheidet sie sich zum Beispiel von der Kunst. |
| Tumulus | Auch Philosophie ist kein "freies Denken". Es gibt sehr viele unterschiedliche Philosopien, die allein eines gemeinsam haben: Sie müssen in sich logisch sein, eine komplexe Realität vereinfacht darstellen. @ford perfect: Ich finde nicht daß das Unterschied genug ist. Was meinst du mit das eine und das andere ? Beides kann man mit beidem bezeichnen. Eine weitere Gemeinsamkeit: wenn ich versuche, Dinge zu erkennen, die ich durch Beobachtung nicht erkennen kann, kann ich mich entweder der Mathematik oder der Philosophie bedienen. Beide Wissenschaften arbeiten nach den Regeln der Logik, und nur nach diesen. Jeder logische Gedanke ist entweder ein mathematischer oder ein philosophischer. |
| Hirnbrand | Also Die mutter der wissenschaft ist der Zufall!!!(bzw wer es so sehen will falls er dran glaubt das schicksal aber da gibt sich im grunde genomme n kein unterschied) Das feuer, antibiotika und noch vieles vieles mehr sind die grundsteine der heutigen wissenschaft !imemr wenn die menscheheit nicht weitergekommen ist passierte sowas ! natürlich das sind nur kleine teile den rest hatt sich diue menschheit selber zusammengereimt! Und der unterschied zwischen philosophie und mathemathik?? lol!! das sind zwei extreme gegensätze!!das eine ist kalte logik das andere ist spekulieren und die was wäre wenn frage!!!!Aber man weiss ja die krassesten gegensätze ziehen sich an!! das ist so meine meinung dazu ^^ mUg Hirnbrand |
| Raeven | Der Unterschied zwischen Mathematik und Philosophie liegt darin, daß die Mathematik versucht die Welt zu beschreiben, die Philosophie versucht hinter dieser Welt noch einen Sinn zu finden. M.E. war die Mutter der Wissenschaften die Philosophie. Wie schon erwähnt, waren die Philosophen des antiken Griechenlands Astronomen, Mathematiker, Rhetoriker, etc. Philosoph heißt aber übersetzt „Liebhaber der Weisheit“ (und Weisheit ist nun mal ein breit gestreutes Feld) nicht „Liebhaber der Rechenkünste“. |
| Edmund | [QUOTE][i]Original geschrieben von Raeven [/i] [B]Der Unterschied zwischen Mathematik und Philosophie liegt darin, daß die Mathematik versucht die Welt zu beschreiben, die Philosophie versucht hinter dieser Welt noch einen Sinn zu finden. [/B][/QUOTE] Nein, nein, die Mathematik versucht nicht die Welt zu beschreiben. Mathematik ist eine Art Kunst, sie ist primär selbstgenügsam und ohne konkreten Anwendungszweck. Die anderen Naturwissenschaften bedienen sich dann bei der Mathematik und gebrauchen sie als Werkzeug. Aber das ist nicht der eigentliche Grund, warum Mathematik betrieben wird. |
| WaTcHmE | 100% richtig Edmund... Mathematik ist nichts greifbares... wir rechnen ganz selbstverständlich damit... doch wenn wir damit rechnen sehen wir in Physik (z.B.) nur das "Werkzeug Mathematik".. in der Physik ist sie eine Krücke, eine Geh-Hilfe, damit das alles so stehen bleibt... Jeder Mathematiker schlägt die Hände überm Kopf zusammen, wenn er sieht was die Physik aus der Mathematik gemacht hat ;) ist ehrlich so.. :) In Mathematik kann man auch im Grunde alles machen, stimmt, ABER: du bist begrenzt.. weil im Gegensatz zur Philosophie gilt ein ehernes Gesetz: "Wenn du etwas neues schaffst, darf es KEINE bestehende Regel verletzen" und um das nochmal aufzugreifen: der Komplexe raum wird ja nicht dadurch Definiert, dass man j = "Wurzel -1" setzt sondern indem man ( die völlig richtige) Gleichung j² = -1 aufstellt.... Euler hat damit keine Frechheit begangen.. Alle Gesetze galten weiter, keines wurde beschnitten... hat dieses "eherne" Gesetz nicht... auf was soll man achten ?? andere Philosophen?? da haste dann keinen Platzmehr für was eigenes ... also MUSST du die Regeln der anderen mehr oder weniger ausser Kraft setzen und deinen eigenen Weg gehen... |
| Raeven | Ich bin mit der Geschichte der Mathematik nicht sehr vertraut, aber m.E. war der ursprüngliche Anwendungszweck in der Astronomie, Architektur etc. Berechnungen anzustellen. Ich beziehe mich jetzt nicht auf Euler, sondern auf die Anfänge. Die Mathematik war eine Technik, zu beschreiben, in Zahlen auszudrücken wieviel Kubikmeter Stein gebraucht werden, um die Flanke der Pyramide fertigzustellen, wieviel Scheffel Getreide man bis Jahresende noch brauchen wird, damit die Sklaven nicht verhungern . . . da von Kunst zu reden, halte für sehr gewagt. Es ist eine Methode, etwas in Zahlen ausgedrückt meßbar zu machen und eine Art der Darstellung. Der Schreiber konnte 4 Mio. Getreidehalme hinmalen oder die Zahl 4 Mio. hinkritzeln. Das hat sich natürlich enorm weiterentwickelt, aber m.E. ist die Mathematik ein Anwendungsinstrument, das sich „selbstständig“ gemacht hat, so wie vieles, das nur mehr als Selbstzweck weiterbetrieben wird. Die Philosophie hatte von Anfang an nur den Selbstzweck, sie versucht in kontemplativem Denken die Grundfragen des Lebens zu lösen (Frage nach gutem, richtigen Leben), allerdings hat auch sie sich tw. von diesem Ausgangspunkt schon etwas entfernt. Daher mein klares Votum für die Philosophie, da sie sich der Mathematik bedient hat, nicht umgekehrt. @Edmund: Deine Aussage kann man auch auf die Philosophie anwenden. @WaTcHmE: Eine philosophische Theorie muß sehr wohl auf einiges achten, z.b. daß sie in sich schlüssig ist. Versuch das mal nicht bei einem abstrakten Zahlenkonstrukt sondern bei der ganzen [i]Welt[/i]. Du hast ganz recht, man muß die Regeln der anderen (größtenteils) außer Kraft setzen. Aber dann kommt die Schwierigkeit: Du mußt dann nämlich einem Haufen sehr intelligenter Leute erklären, warum. Raeven |
| Edmund | Ich bin mit der Geschichte der Mathematik auch nicht vertraut, aber Mathematik war doch schon bei den alten Griechen ein eigenes Spezialgebiet und viele Philosophen haben sich damit befasst ohne zunächst über einen bestimmten Anwendungszweck nachzudenken, oder täusche ich mich da? Klar, die allerersten Anfänge des simplen Rechnens waren natürlich zweckgebunden (wahrscheinlich wirtschaftlich). Wenn du es historisch betrachtest, dann ist natürlich schon die Philosophie die Mutter aller Wissenschaften. Die frühen Philosophen wie Platon und Aristoteles haben ja versucht eine komplette, vollständige Erklärung und Beschreibung der Welt zu liefern. Aus heutiger Sicht war das natürlich ein sehr vermessenes, utopisches Unterfangen. Welcher ernsthafte Mensch kommt heute noch auf den Gedanken, eine Theorie für alles, ganz allein in einigen Jahrzehnten zu entwickeln? Im Lauf der Zeit haben sich dann immer mehr Wissenschaften aus der Philosophie ausgegliedert und wurden selbständig, und heute kann man wohl keine eigene Wissenschaft mehr aus der Philosophie absondern. Heute stellt sich vielmehr die Frage, welchen Zweck die Philosophie noch hat, und dies wurde zu einer eigenen philosophischen Frage. Aber historisch betrachtet sind fast alle Wissenschaften Spezialgebiete der Philosophie und an den Universitäten sind sie ja oft noch an der "philosophisch-historischen" oder an der "philosophisch-naturwissenschaftlichen" Fakultät untergebracht. |
| Basilius | Ich denke, Menschen haben im Laufe ihrer Evolutionsgeschichte sich sehr schnell an ein verändertes Umfeld (z.B. Eiszeit Temperaturstürze in 10 Jahren von 14 Grad - Treibhauseffekt ist nichts dagegen) anpassen müssen, und belastungsfähige Gruppenstrukturen entwickelt, d.h. sie sind von festen Strukturen zu wandlungsfähigen Strukturen übergegangen, schon allein um die längere Entwicklung durch das zunehmende Hirnvolumen zu ermöglichen. Diese Anpassung war nur möglich, wenn neues entdeckt wurde, und genutzt wurde. Und dazu muß man beobachten, und sich Fragen stellen. Wenn man sich aber Fragen stellt, weil man eben sieht wie das Feuer plötzlich irgendwo da ist etc. und erkundet, sucht man Antworten. Und dies führte sicherlich sehr schnell dazu, dass a) die Menschen mehr beobachteten b) die Menschen experimentierten (Stein als Werkzeug) c) die Menschen Lösungen fanden (Feuer z.B.) Man kann aber nur experimentieren, wenn man fragt. Und da liegt es sehr nahe, weiter zu fragen, da ein auf Anpassung durch Entdeckung (Vorteil menschlicher Gesellschaften in der Evolution) programmiertes Wesen auch sich selbst hinterfragt irgendwann, da die Anpassugn durch experimentieren ja heißt, nicht mit dem Fragen aufzuhören. Nach der Erkenntnis, dass sich durch eine Beobachtung der Natur Fortschritt erzielen läßt, kam denke ich mal, die Frage nach den Dingen, die dahinterstehen, davor und danach kommen. Und dies führte zu Religion und Totenkult, und sehr bald in allen Gesellschaften zur Arbeitsteilung auf geistiger Ebene durch die Einführung des ersten Naturgesellschaftswissenschaftlers, des Schamanen. Auf der Ebene der Nahrungssuche und Aufzucht der Jungen ist ja durch das vererbte Rollenverhalten durch die Gehirnstruktur gegeben, auch wenn dies durch die Tatsache, das auch das hinterfragt, und durch fallweise Anpassungen (mehrere Frauen, Partnerwechsel)...) eine höhere Anpassungssicherheut festgestellt wird. Die Herausbildung der Sparten der Wissenschaft ist eigentlich eine Folge des zunehmenden Wissens, was ein einzelner nicht mehr bearbeiten kann. Der letzte Universalgelehrte ist nach landläufiger Meinung ja Leonardo da Vinci gewesen, auch er hat aber sicher kein ganzheitliches Bild mehr gehabt, sondern eben nur eine weitläufige Interdisziplinarität. Was bleibt, ist eine immer höhere Spezialisierung, ein zunehmender Bedarf an Information und Kommunikation, und eines: Das Gefühl an Unvollkommenheit. (ratet mal warum Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit und interdisziplinäres Denken, Identitätsfindung und Depression solche Modeworte sind... und ratet mal warum unsere Zukunft so entscheidend davon abhängen wird, dass es gelingt, diese menschliche Unvollkommenheit zu akzeptieren, und nach strukturen zu suchen, die auch bei sehr komplexem Wissen eine Anpassung ermöglichen. Ich denke auch alle Probleme (Umwelt, Gesellschaft,Überbevölkerung, Diktaturen, usw.) hängen mehr oder weniger damit zusammen, dass die Menschen diese Einheit durch immer größeres Wissen nicht mehr herstellen können. Dies ist: Eine Chance - wir könnten ja eines Tages so anpassugnsfähig sein, und auf andere Regionen des Universums übersiedeln. Ein Fluch - denn die Wahrscheinlichkeit, dass eben genau diese Unvollkommenheit vorher zu falschem Verhalten, und damit zur Zerstörung unserer Lebensgrundlage führt, wächst mit der Anzahl der Möglichkeiten enorm. Der Hobbygrübler Basilius |
| Pydacor | Dark Greetings, Also ich finde die Antwort relativ einfach, denn die Mutter, bzw. die Geburt der Wissenschaft wurde durch 2 Fragen herbeigefürt. Was wäre wenn... und warum! Pydacor |