| Menedemos | Ausgangsfrage: Kann man über Philosophie in Streit geraten? Also erstmals: Gewiß. Bereits Sokrates und Protagoras haben sie sich ja nicht besonders gemocht. Von den streitlustigen Kynikern will ich gar nicht reden (ähem). Aber wenn ich die Frage umformuliere: Ist es noch Philosophie, wenn man streitet und sich erregt? Denn eigentlich ist die Philosophie ja eine Suche nach Wahrheit? Was hat es einen da zu erboßen, wenn jemand anderes in einem Punkt eine andere, vielleicht stimmigere Meinung hat? Sollte sich der wahre Philosoph nicht vielmehr darüber freuen, von einem anderen eine Wahrheit und Weisheit zu lernen? Ist nicht jede andere Reaktion bloße, gekränkte Eitelkeit und ein Feind der Wahrheit und der Philosophie? (jaja, hier spricht eben doch der unkurierbare Idealist, der manchmal an seinem Idealismus leidet...) |
| bloodymina | hm, philosophie ist auch oft diskussion, natürlich geraten dann oft verschiedene weltbilder aneinander, verschiedene lebenseinstellungen die vielleicht nicht miteinander vereinbar sind, hinter jeder philosophie steckt ja bereits ein gewisses weltbild, das derjenige mensch hat, und daher kann man vielleicht aucf keinen punkt kommen, da ja schon die einstelung verschieden ist...sozusagen der ausgangspunkt.philosophie ist ein sehr weitläufiges thema und es ist ja so, dass man meist trotz argumentationsversuchen nichts beweisen kann, diese einsicht sollte man vielleicht schon haben..also ich denke, dass es sogar sehr wichtig ist, zu wissen, dass die eigene philosophie nicht zu beweisen ist und dass man daher eben auch keinem menschen sagen kann, dass seine falsch ist, im endeffekt können wir eben nichts wirklich wissen, nichts wirklich beweisen denn irgendwer wird es vielleicht widerlegen können, und es gehört dann dazu, dass einzusehen, dazu lernen zu wollen und vielleicht auch verstehen zu wollen, was der andere meint und sich dann eben selbst auch eingestehen können, dass es auch anders sein kann......ich denke eben, dass wir nichts wissen können...aber das ist ja nun auch schon wieder meine eigene philosophie *totalverwirrtist*. ok ich versuche es nochmal: das wichtige bei der philosophie ist, meiner meinung nach eben zu wissen, dass wir nichts wissen können und somit können wir auch nie jn unterstellen seine philosophie wäre falsch.........jedoch ist philosophie auch ein sehr weites spektrum, dass sehr viel umfasst, es kommt auch darauf an, über was man philosophiert, inwieweit man selbst philosophie definiert......also, ich glaube ich muss da noch mal in ruhe drüber nachdenken........kann nich versichern, dass das zu irgendeinem punkt kommt...ich werd ma drüber nachdenken....bin grad leicht verwirrt....also schliesslich habe ich meine antwort ja auch schon auf meine philosophie von wissen und nicht wissen können gestellt.......also daher....verstehst du was ich meine, vielleicht bin ich gerade auch einfach zu verwirrt......schluss..ich denke mal darüber nach:) mina |
| bloodymina | ja, ich war wohl gestern wirklich einfach nur zu verwirrt...du weisst ja.....wenig schlaf...das führt zu nix. kurz streit gehört bei der philosophie dazu, solange man eben auch eigene denkfehler eingestehen kann..diskussion gehört eben zum philosophieren dazu...früher hat man ja nie alleine philosophiert...da war es normal in gemeinschaft zu philosophieren....aber man sollte eben immer offen für andere meinungen sein. mina |
| fluchtraum | Ich denke, der Streit ist unbedingt notwendig für die Philosophie. Ideen müssen angegriffen und verteidigt werden, damit ihr Wahrheitsgehalt geprüft, bewiesen oder wiederlegt werden kann. Gruß, der fluchtraum |
| Menedemos | [QUOTE][i]Original geschrieben von fluchtraum [/i] [B]Ich denke, der Streit ist unbedingt notwendig für die Philosophie. Ideen müssen angegriffen und verteidigt werden, damit ihr Wahrheitsgehalt geprüft, bewiesen oder wiederlegt werden kann. [/B][/QUOTE] Konstruktiver "Streit" auf jeden Fall! Es ist nur zu beobachten, bis hinauf zu den größten Philosophen, daß manche häufig gar nicht in die "Wahrheit" verliebt sind, sondern nur in die Durchsetzung ihrer eigenen Thesen und das meinte ich. Ein echter "Philo-soph" im ursprünglichen Wortsinn müßte dagegen jederzeit einen eigenen Fehler zugeben - aus Liebe zur Wahrheit. Und ein Streit, bei dem beide Diskutierende starr an ihrer Meinung festhalten, und wo es auch kein objektives, unvoreingenommenes Publikum gibt, sondern auch dieses in Lager aufgespalten ist, dort ist der Streit kann eher kontraproduktiv für die Philosophie. |
| Mahsheed | Gilt bestimmt auch im Allgemeinen (nicht nur für die Philosophie) konstruktiv bedeutet doch in dem Fall immer, sich zugunsten der Wahrheit oder der besten Lösung selbst zu vergessen ... Selbst zu vergessen im Sinne von sich in seinen Bedürfnissen zurück zu nehmen, die "Oberhand" oder "das letzte Wort" zu behalten. |
| bloodymina | wenn man nur eine diskussion sucht um seine eigenen thesen durchzusetzen ohne andere beachten zu wollen, ist der sinn der philosophie wohl verloren gegangen. mina |
| darkdragon | Eine ganz vortreffliche Antwort zu diesem Thema ist das Buch "Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten" von Robert M. Pirsig. Keine Scherz, sondern eine Lektüre wert. Teilweise recht anstrengend aufgrund der philosophischen Darlegungen, aber absolut lesenswert. |