| Miss Rainstar | Ich denke wenn der Mensch wüßte, was die Seele denn nun wirklich ist und ob es sie wirklich gibt, dann würde ein riesen Chaos hier auf der Ede ausbrechen. Meiner Meinung nach könnte die Seele etwas sein, was dem Gewissen nahe kommt und auf jeden Fall ist sie nicht stofflich. Ich würde es auch gern mit dem Wort " göttlicher Funken" beschreiben. Auch stelle ich mir die Seele gern als zweites Ich vor, etwas das mit dir redet und etwas, wo du weißt das du nie wirklich ganz allein bist. Vieleicht ist die Seele auch eine zweite Person in uns, jemand aus einem anderen Leben, der einen leiten und helfen soll ? Es könnte auch die andere Seite unserer Medallie sein. Das sind so meine Vorstellungen zu einer Seele. ____________________________________________________ In einem völlig anderen Thread wurde die Frage nach der Seele aufgeworfen. Was sie darstellen könnte, und ob ein Mensch wirklich eine Seele besitzt. Gleichzeitig wurde gefragt, ob Engel auch eine Seele haben und ob es Engel wirklich gibt. Dazu kann ich sagen, ich persönlich glaube ganz stark an Engel als ein höheres Bewußtsein, nicht aber an den Gott, wie er in der Bibel gepredigt wird. Und ich meine mal gehört zu haben, das Engel als "Gottes" Wesen keine Seele besitzen, was der ziemlich gravierendste Unterschied zwischen ihnen und den Menschen wäre. Worauf ja auch Luzifers Unwille und Ungehorsam Gott ggü. und seine Rebellion zurückzuführen sind. Eure Meinungen täten mich interessieren. |
| Apocalypse | wieso sollte es ein Chaos geben, wenn der Mensch irgendwie zu dem wissen um die seele kommt??? Kann man das nicht nur sagen wenn man dieses wissen oder zu mindest eine Ahnug hat? |
| magus mortuus | ich denke die individualität eines jeden lebenwesens zeichnet die seele aus. Aber ich kann auch nur fragen warum gibt es dann chaos? Denn alle religionen glauben fest an die seele, und da mehere milliarden menschen an "gott", oder an die aufertstehung(inkarnation) glauben, ist doch der gedanke an die seele fest im menschen verankert. Da ist das chaos wohl in den letzten tausend jahren ausgeblieben. Wenn man von den glaubenskriegen mal absieht |
| Apocalypse | man könnte jetzt sagen, dass das Leben des Menschen überhaupt nur Chaos ist. so wie der mensch denkt und wie er handelt ist doch nichts anderes. das ist ein anderes Thema... |
| SolanumSacrific | Es gibt eine Theorie, in der die Begriffe Bewusstsein - Unterbewusstsein - Psyche - Seele - Geist in neuen Bezug gesetzt werden: Bewusst und Unterbewusstsein sind hier das, was wir bisher auch darunter verstanden haben und ergeben zusammen die Psyche. Die Psyche steht in Kontakt zur Seele, welche Teil der Psyche selbst ist aber auch Teil des Geistes und beide miteinander verbindet. Der Geist ist jener Bereich, den wir nie erfassen können, weil er sich außerhalb unserer Psyche befindet, uns aber "kosmische" Energie bringt (durch Gestirnsbewegungen und den Sonnenzyklus- ein astrologischer Gedanke) und die Allwissenheit beinhaltet. Da die Psyche über die Seele mit dem Geist in Kontakt steht, können gewissen Anteile nun bewusst werden oder über das Unterbewusstsein als Intuition auftreten. Eine sehr abstrakte Bestimmung und nicht wirklich beweisbar. Ich habe andere Vorstellungen, wollte es aber der Vollständigkeit halber hier kurz aufführen. Was meint ihr dazu? |
| Miss Rainstar | Ja nun, ich denke schon, wenn man um die Wahrheit der Seele wüßte würde es schon ein Chaos geben, da damit bestimmt auch die letzten Geheimnisse um die Göttlichkeit und / oder das Leben gelüftet wären. Und, sollte man wirklich diese letzten Geheimnisse aufdecken ? Was passiert dann mit unserem Leben ? Die Menscheit strebt seit ihrem Bestehen nur danach zu expandieren und sich immer mehr / Wissen / Macht / und Mittel anzueignen. Ich schätze, das die Seele einer der letzten Grenzen ist, die uns gesetzt sind und wenn wir diese überschreiten, was kommt danach ? Kommt dort überhaupt noch etwas oder mutieren wir dann zu dem, wovor wir eigentlich Angst haben ? |
| Aramathea | die seele gibt mir selbst auch so viele rätsel auf.. hmm irgendwie kann ich mir selbst unter dem wort seele nichts vorstellen.. ob es etwas ist was mich leitet.. hmm ich weiß nicht wo die zwei stimmen her kommen die manchmal da sind.. spricht die seele ? |
| SolanumSacrific | Mir fällt grade noch eine Theorie ein: Sokrates verstand unter der Seele des Menschen einen göttlichen und vernünftigen Teil seiner Selbst. Die Aufforderung der "Sorge (epimeleia) um die Seele" verstand er als Besserung der Persönlichkeit, des Charakters, des Verstandes sowie angewandte Vernunft und Sittlichkeit. Diese sind also Teil der Seele. Aus der Verfassung der Seele entspringt seiner Meinung nach das "Gutsein" des ganzen Menschen und führt zur Glückseligkeit (Eudaimonie). Auf diesem Wege folgt er dem Logos, der sich ihm beim Nachdenken durch vernünftige und kritische Überprüfung als der beste erweist. Der Logos ist sehr vieldeutig und bedeutet so viel wie Abhandlung, Sprache, vernünftiger Grund, Erwägung, Bedeutung, Denkvermögen, Vernunft, Weltgesetz. Er meint weiterhin, dass die Besserung der Seele durch Einsicht erlangt wird, die im Diskurs (argumentierenden Gespräch) zustande kommt. Das Ziel ist die Selbsterkenntnis und die gelebte Tugend, wobei er Tugend als Ausdruck des wahren Menschseins und der zur Vernunft gelangten Identität des einzelnen, aber auch als reines Wissen versteht. Die Seele trägt also auch die Vernunft, Wissen und Tugend in sich und ermöglicht ein gerechtes, ethisches Handeln. Sie trägt darüberhinaus auch das Daimonion in sich, was so viel wie Orakel bedeutet, in seinem Sinne aber eine Art innere Stimme ist. Ziemlich viele Dinge, die Sokrates also in der Seele sah... |
| Miss Rainstar | @ solanum sacrific also doch so etwas wie das zweite Ich in einem selbst. Sieht allerdings auch so aus, als würde Sokrates fast nur Gutes in der Seele sehen. Ich denke, das die Seele eines Menschen der verborgene Teil von einem selbst ist. Und somit auch die ANDERE Seite von ihm repräsentieren kann. Schade nur, das man sie nicht wirklich benennen und erkennen kann. ( womit ich wieder bei meinem ersten Ausspruch mit dem Chaos wäre *g*) @ aramathea Das kann gut sein. Wie oft hattest du schon das Gefühl auf deine innere Stimme hören zu müssen und dann festgestellt, das sie Recht hatte ? Egal in welcher Sicht, ob gut oder böse ist dabei egal ! |
| SolanumSacrific | [quote]also doch so etwas wie das zweite Ich in einem selbst.[/quote] So hat er es vielleicht gesehen, allerdings unterliegt es nicht der vollständigen, direkten, bewussten Kontrolle. [quote]Sieht allerdings auch so aus, als würde Sokrates fast nur Gutes in der Seele sehen.[/quote] Im Grunde ausschließlich Gutes (mehr dazu gleich). Auch das daimonion sieht er als positiv. Heute haben die meisten vermutlich eine andere Vorstellung und sehen in der Seele nicht [i]nur[/i] Gutes; allerdings muss man auch beachten, dass Sokrates 469 v.Chr. bis 399 v.Chr. gelebt hat und dies eine Aufklärungszeit in Griechenland war. Eine objektive, allgemein-anerkannte Definition der "Seele" wird man wohl nie finden. Du sprichst deshalb von Chaos, aber bewertest du dieses Chaos als negativ? [quote] Ich denke, das die Seele eines Menschen der verborgene Teil von einem selbst ist. Und somit auch die ANDERE Seite von ihm repräsentieren kann.[/quote] Gemäß dieser Definition sollte man das natürlich nicht ausschließen :) Vermutlich enthält sie sogar mehr "negative" Teile von einem Selbst, da diese ja eher verdrängt werden und somit (vielleicht?) zu einem unbewussten Seelenanteil werden. Um nochmal auf Sokrates zurückzukommen: Zwar stellt für ihn die Seele nur Gutes dar, allerdings unter der Berücksichtigung, dass man durch Einsicht zur Selbsterkenntnis gelangt Denn in einem Fall, so Sokrates, kann auch die Seele dem Schlechten verfallen, nämlich wenn sie die ihr zukommende arete nicht erfüllt, weil Unwissenheit überwiegt. "Der Wissende kann nichts Böses oder Schlechtes tun." Mit arete ist sowohl die Tugend selbst gemeint, als auch (nach griechischem Verständnis) die einer Sache ihrem Wesen nach zukommende Tauglichkeit. Da Sokrates in der Seele das Gute (agathon) sieht, ist das Gute für ihn die spezifische arete der menschlichen Seele, die zu erkennen und zu erlangen die wesentlichste aller Aufgaben ist. Denn sie führt durch Einsicht zur Selbsterkenntnis. Ein komplexes Thema. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von SolanumSacrific [/i] [B]Sokrates verstand unter der Seele des Menschen einen göttlichen und vernünftigen Teil seiner Selbst. Die Aufforderung der "Sorge (epimeleia) um die Seele" verstand er als Besserung der Persönlichkeit, des Charakters, des Verstandes sowie angewandte Vernunft und Sittlichkeit. Diese sind also Teil der Seele. [/B][/QUOTE]Sie müssen nicht unbedingt Teil der Seele sein. Für mich heißt das erst einmal nur, daß sie Wirkungen auf die Seele haben und umgekehrt. [QUOTE][B]Aus der Verfassung der Seele entspringt seiner Meinung nach das "Gutsein" des ganzen Menschen und führt zur Glückseligkeit (Eudaimonie). [/B][/QUOTE]Ich glaube, da ist was dran. Ich sehe übrigens auch "fast nur Gutes in der Seele" und bin der Meinung, daß die Seele von vornherein so angelegt ist, daß der Mensch sich "zum Guten" entwickeln kann. Oft wird von der "reinen Seele des Kindes" gesprochen. Ein Mensch kann sich aber "zum Schlechten" entwickeln, wenn "seine Seele vergiftet" wird, d.h. wenn von außen negativer Einfluß auf seine Persönlichkeit, seinen Charakter usw. genommen wird. [QUOTE][B]Auf diesem Wege folgt er dem Logos, der sich ihm beim Nachdenken durch vernünftige und kritische Überprüfung als der beste erweist. [/B][/QUOTE]Das klingt logisch. :) Ich versuche, möglichst kritisch mit "neuen Erkenntnissen, Methoden" umzugehen und nicht gleich alles zu glauben. Das mag man mißtrauisch nennen, aber es schützt oft vor bösen Überraschungen. [QUOTE][B]Er meint weiterhin, dass die Besserung der Seele durch Einsicht erlangt wird, die im Diskurs (argumentierenden Gespräch) zustande kommt. [/B][/QUOTE]Sehe ich auch so. Hundert mal reden ist besser als einmal zuschlagen (oder gar schießen). [QUOTE][B]Das Ziel ist die Selbsterkenntnis und die gelebte Tugend, wobei er Tugend als Ausdruck des wahren Menschseins und der zur Vernunft gelangten Identität des einzelnen, aber auch als reines Wissen versteht. Die Seele trägt also auch die Vernunft, Wissen und Tugend in sich und ermöglicht ein gerechtes, ethisches Handeln. [/B][/QUOTE]Hier würde ich wieder nicht daraus schließen, daß Vernunft, Wissen und Tugend Bestandteile der Seele sind, sondern nur, daß sie Wirkungen aufeinander haben. Was ist im Zusammenhang mit Tugend unter "reinem Wissen" zu verstehen? Ich vermute mal, daß er damit das unabhängig vom einzelnen Menschen (z.B. in Schriftform) gespeicherte Wissen meint, weil es eigentlich keinen Sinn macht, das zu Menschsein und Vernunft gehörende Wissen extra zu nennen. [QUOTE][B]Sie trägt darüberhinaus auch das Daimonion in sich, was so viel wie Orakel bedeutet, in seinem Sinne aber eine Art innere Stimme ist. Ziemlich viele Dinge, die Sokrates also in der Seele sah... [/B][/QUOTE]Wie schon gesagt, bin ich nicht der Meinung, daß die Seele all die oben genannten Dinge enthält. Daß die "innere Stimme" ein Teil der Seele ist, könnte aber sein, da habe ich in meinem Bild vom Menschen bisher noch keinen Platz gefunden, wo ich die hinstecken soll. :) @SolanumSacrific: Wir sollten "unseren" Polaritäts-Thread unbedingt weiter spinnen, dann finden wir vielleicht noch genauer heraus, was es mit der Seele auf sich hat. TheTurningPoint |
| SolanumSacrific | @ TheTurningPoint: Wohlbemerkt ist dies die sokratische Philosophie, und nicht etwa meine eigene :) Zwar führe ich sie hier auf, das folgert aber nicht, dass ich mit ihr vollkommen übereinstimme. Dass in der heutigen Zeit natürlich viele mit erheblich neuerem Wissensstand selbige beurteilen ist logisch. Dennoch sind die Ansichten Sokrates meiner Meinung nach sehr beachtenswert und ein persönlicher Gewinn. Selbstverständlich wird seine Sichtweise nie mit den eigenen Erkenntnissen vollkommen übereinstimmen, aber so manches (z.B. sein elenktisches Verfahren) wären in der heutigen Zeit von großem Nutzen. Oder auch die Aufforderung, ein tugendhaftes Leben zu führen! Es ist übrigens auch nicht meine Folgerung, dass die Seele z.B. die Tugend in sich trägt, sondern der Ansicht war Sokrates selbst. Und das ist folgendermaßen zu verstehen: Er sah in der Seele einen Bereich, der alles Gute bereits in sich trägt, was dem Menschen aber erst bewusst werden muss. Für den Unwissenden trägt die Seele also Tugend, Vernunft, Sittlichkeit, etc. nicht in sich, deshalb lebt er auch nicht danach, sondern verfällt durch seine Unwissenheit dem Schlechten. Erst durch die mittels Einsicht erlangte Selbsterkenntnis, zu der Sokrates seine Gesprächspartner im Diskurs durch sein elenktisches Verfahren gebracht hat, tritt das Gute der Seele zutage. In einem solchen Falle sind dann gemäß der sokratischen Lehre Tugend, Vernunft, Sittlichkeit, usw. tatsächlich Teil der Seele. Das elenktische Verfahren kann ich bei Bedarf aufführen (hat zwar alles mit der Seele zu tun, ist dann aber schon sehr sokratisch, was vielleicht nicht mehr dem eigentlichen Sinn des Themas gerecht wird?). Dass wir beim thread "Polarität..." auch die Seele beachten müssen, stimmt. Allerdings wird die Betrachtung der Seele dort sicher etwas anders ausfallen. Ich ergreife hier die Gelegenheit, alle anderen aufzufordern, sich doch bitte bei der Diskussion über die Polarität zu beteiligen (thread "Polarität..." in Dunkelheit & Licht) :) Es mag viel zu lesen sein, aber es ist sicher nicht uninteressant, betrifft es doch eines der wesentlichsten Merkmale unserers Daseins. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]SolanumSacrific schrieb:[/i] [B]Für den Unwissenden trägt die Seele also Tugend, Vernunft, Sittlichkeit, etc. nicht in sich, deshalb lebt er auch nicht danach, sondern verfällt durch seine Unwissenheit dem Schlechten.[/B][/QUOTE]Das würde aber bedeuten, daß auch die Seele eines Kindes Tugend, Vernunft, Sittlichkeit, etc. nicht in sich trägt, da es ja noch unwissend ist, es müßte also dem Schlechten verfallen. Da gibt es wohl dann doch einige Unterschiede in der Auffassung. :) Nach meiner Auffassung von der Seele ist sie von Tugend, Vernunft und Sittlichkeit verschieden, auch wenn sie davon beeinflußt wird und andererseits das Verhalten des Menschen in dieser Beziehung beeinflußt. Meiner Meinung nach können Menschen auch eine reine, "gute" Seele haben, wenn sie den Vorstellungen von Tugend, Vernunft und Sittlichkeit nicht entsprechen, wenn sie unwissend sind. Ich bin auch der Meinung, daß Tiere eine Seele haben. Ich bin gespannt, ob wir im [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=9017]Polaritäts-Thread[/URL] noch einiges finden, was die Seele vom heutigen Wissensstand her erklärbar macht. Eigentlich geht es ja dort auch "mächtig philosophisch" zu. :) |
| Niniel | Auch wenn ich damit vielleicht alleine dastehe...soetwas wie eine selle gibt es für mich nicht.dank modernster gehirnforschung wissen wir heute,dass dem gefühl zu entscheiden,bzw. sich bewusst zu sein ein komplexer hirnprozess vorausgeht.uns wird also das gefühl von freiheit und eigentständigem denken gegeben,obwohl alle entscheidungsprozesse vom limbischen system ausgeführt werden.das gehirn unterscheidet aufgrund von erfahrungen nach brauchbar und unbrauchbar.die freiheit zu entscheiden haben wir nur bei neuen,komplexen problemen,die das limbische system nicht imstande ist,alleine zu lösen,wenn gleichzeitig wenig emotionale vorbeeinflussung auftritt.im grunde genommen wird uns das "ich" also nur vorgespielt,ist symbol für prozesse im hirn,für einen bestimmten zustand den diese erzeugen.für kritik und anregungen bin ich gerne empfänglich... |
| SolanumSacrific | [quote]Auch wenn ich damit vielleicht alleine dastehe...soetwas wie eine selle gibt es für mich nicht.dank modernster gehirnforschung wissen wir heute,dass dem gefühl zu entscheiden,bzw. sich bewusst zu sein ein komplexer hirnprozess vorausgeht.uns wird also das gefühl von freiheit und eigentständigem denken gegeben,obwohl alle entscheidungsprozesse vom limbischen system ausgeführt werden.das gehirn unterscheidet aufgrund von erfahrungen nach brauchbar und unbrauchbar.die freiheit zu entscheiden haben wir nur bei neuen,komplexen problemen,die das limbische system nicht imstande ist,alleine zu lösen,wenn gleichzeitig wenig emotionale vorbeeinflussung auftritt.im grunde genommen wird uns das "ich" also nur vorgespielt,ist symbol für prozesse im hirn,für einen bestimmten zustand den diese erzeugen.für kritik und anregungen bin ich gerne empfänglich...[/quote] Nicht alle Entscheidungsprozesse werden vom limbischen System (auch limbisches Gehirn genannt) ausgeführt. Allerdings finden bei einer neuronalen Schaltung grundsätzlich zuerst chemische Prozesse im limbischen Gehirn statt, erst Momente später in den kortikalen Zentren. Weiterhin ist grundsätzlich das limbische System nicht allein dazu fähig, eine Entscheidung zu treffen, auch bei nur gering-komplexen Problemen, etc. Zwar werden im limbischen Gehirn Vergleiche getroffen (und zwar im Hippocampus, der emotionale Vergleiche aufstellt und grundsätzlich vor jedem kortikalen Vergleich oder Prozess aktiv ist), die darauf folgende rationale Erfassung findet jedoch im kortikalen Bereich statt. Allerdings kann die Neurologie noch so weit entwickelt sein, und auch wenn wir das Gehirn irgendwann vollständig erklären können, wird meiner Meinung nach weiterhin die Möglichkeit bestehen, dass es eine Seele gibt. Habe leider z.Z. wenig Zeit, werde aber demnächst näher darauf eingehen. |
| shekyhra | Was ist die Seele ? Ich bin ungewollt schwanger gewesen und habe gespürt wie sich Seele anfühlt mein Baby im Bauch so bemerkte ich nach einiger Zeit , das es auch mich spüren kann reagieren kann und wir auf einer gewissen Art und Weise verbunden sind . Seele und Gewissen sind sehr miteinander verbunden , das ist meine Erfahrung ... |
| Niniel | äähm jaa...*räusper*...hatten das nur mal als thema in philo von daher scheinst du dich damit dann doch noch etwas genauer befasst zu haben... :) die möglichkeit das wir trotzdem gewisse freiheiten haben möchte ich nicht ausschließen...und auch wenn der geist letztendlich nur ein hirnzustand ist,wird es mir als mensch doch immer so vorkommen,als hätte ich eine seele...dieses gefühl wird mir keine wissenschaft nehmen können... |
| Jaddy | Die Seele ist das was uns denken lässt... unsere eigenen Überzeugungen und Realitäten werden auf ihr abgespeichert... nicht das Wissen, sondern das was wir nicht erlernen sondern das was wir finden.... jaddy |
| SolanumSacrific | [quote]Das würde aber bedeuten, daß auch die Seele eines Kindes Tugend, Vernunft, Sittlichkeit, etc. nicht in sich trägt, da es ja noch unwissend ist, es müßte also dem Schlechten verfallen.[/quote] Ein Kind unterliegt noch dem starken Einfluss von außen durch Erziehung. Es muss nicht zwangsweise dem Schlechten erfallen, da es zum Guten erzogen werden kann und schließlich auch selbst zur Einsicht gelangen kann. Allerdings ist mir nicht bekannt, dass Sokrates überhaupt irgendwann auf Kinder einging. Er betrachtet immer nur den Menschen an sich, ungeachtet seines Alters, etc. [quote]Die Seele ist das was uns denken lässt... unsere eigenen Überzeugungen und Realitäten werden auf ihr abgespeichert... nicht das Wissen, sondern das was wir nicht erlernen sondern das was wir finden....[/quote] Was wir "finden", erlernen wir ja auch und es wird somit zu Wissen (auch wenn es beispielsweise "nur" emotionale Eindrücke sind, die wir speichern). Und besagtes, wie auch das, was uns "denken lässt", kann man als Vorgang im Gehirn bezeichnen. Du bezeichnest Seele also, wenn ich das richtig verstanden habe, in diesem Sinne als Bereich, der allgemein als... Gehirn bezeichnet wird? |
| Jaddy | Nein... nicht als Gehirn...ich glaube das das, was uns denken lässt(zwar bewiesen) aber nicht im gehirn geschieht... wenn ihr etwas dneken, das sit das nur für uns da... verstehst du? nur für uns...es kann uns keiner nehmen solange wir es ncith zulassen... genauso ist das mit der seele ...ich glaube das es der 2algemeine" überbegriff ist. In ihr geht der "prozess des denkens" vor sich.... [QUOTE]Was wir "finden", erlernen wir ja auch und es wird somit zu Wissen (auch wenn es beispielsweise "nur" emotionale Eindrücke sind, die wir speichern). [/QUOTE] ich hätte vielleicht besser "empfinden" schreiben sollen... Wissen... das sit eine frage der definition... wissen sit für mich das, was uns hilft dinge, die wir nicht zum biologischem leben brauchen, besser zu verstehn... zum beispiel wie ein computer funktioniert |