| neoloki | Was ist der Mensch ? Der Mensch ist nur eine temporäre Erscheinung in der großen dynamischen Chaossuppe. Das Prinzip der Dynamik beschreibt folgendes: Jede chaotische Struktur bildet von selbst kurzweilige Ordnungen, welche aber wieder ZERFALLEN und somit beschreibt das, was der Mensch Existenz nennt, ein Wechselspiel aus Chaos und Ordnung; es gibt KEINE STATIK, alles ist im Wandel und metamorphiert. Die Selbstorganisation bringt alle erdenklichen und nicht erdenklichen Formen hervor und zwar auf JEGLICHER EBENE. Solche Formen beschreiben ein Bewußtsein, dass durch das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten entsteht. So hat eine Leber das Bewußtsein Leber, da die einzelnen Zellen durch die physikalischen Kräfte determiniert zusammenwirken und eben eine Leber bilden. Und so hat ein Einzeller genauso ein Bewußtsein wie das Internet oder die Milchstraße oder eben der Mensch. Jede Form versucht auf billigstem Wege die Triebe zu befriedigen, um sich so der Rolle gemäß an die Umgebung anzupassen. Grob gesehen kann mann zwischen Konstruktiva und Destruktiva unterscheiden. So gibt es katalysatorische Formen, welche dazu beitragen, den natürlichen Erschaffungskreislauf am fließen zu halten, während auf der anderen Seite Krankheiten, etc. den Ausgleich dazu bilden. Sieht man sich nun den Entwicklungsprozeß der Menschheit und die Folgen davon an, fällt die Einordnung unserer Spezies nicht sehr schwer. Und das wars. Der Mensch ist genauso w/n-ichtig wie es ein Grashalm oder eine Eintagsfliege oder Krebs es ist, solange er in den menschlichen Dummbeutelgedanken gefangen ist. Warum ist der Mensch so neurotisch ? Das Prinzip der Neurosen sorgt dafür, dass der Mensch sein Menschsein nicht verläßt; als Gleichnis sei eine Ameisenstraße sich vorzustellen, auf der die Ameisen blind dem lineraren Weg folgen; die Neurosen des Menschen binden ihn an solch einen Weg. Dabei hält der Mensch sich für etwas Besseres, sein egozentrisches Weltbild zwingt ihn dazu, das Leben im 3dimensionalen Raum als absolut zu sehen und so hat jeder Angst, sein Leben zu verwirken ohne das große Glück AUF DIESER ERDE gefunden zu haben. Doch wie findet er dieses Glück ? Er orientiert sich an den anderen Menschen; ja nicht ein eigenes Konzept entwickeln, es könnte ja falsch sein (Ameisenstraße!) Das Problem ist, dass durch diese Art und Weise Glücksvorstellungen entstehen, die so absurd sind, dass der Mensch daran scheitert, die theoretischen Bedingungen einzuhalten und wieder Neurosen bildet. Doch warum entstehen solche behindernden Vorstellungen über die Existenz ? Das große Problem des Menschen Der Mensch lässt sich durch Trivialitäten vom Wesentlichen ablenken. Ihm fehlt der gesunde Nihilismus, um die Dinge zu unterscheiden; er regt sich über alle möglichen Banalitäten auf und bellt dabei so laut, dass er die Musik der Strukturen nicht mehr hören kann. Und selbst die "hochgeistigen" Menschen, z.B. die meisten Vertreter bestimmter Auffassungen (Buddhismus, etc.), fixieren sich viel zu sehr auf die achso göttliche Ordnung ohne das grenzenlose Chaos zu verstehen. Die Lösung Nichts ist wahr, alles ist erlaubt. Jede Moral außer der eigenen ist zu verachten und behindert eher, als dass sie hilft. Der Mensch selbst ist ein Teil des Ganzen, also kann der Mensch das Ganze an sich selbst erkennen. Eine gesunde Selbstbeobachtung mit dem Realisieren der menschlichen Neurosen (die Triebe sind doch ziemlich stark) führt zur Bildung eines "Geistes", einer Persönlichkeit, die so energiereich ist, dass sie Magie wirken kann. Die Essenz der Magie ist nicht zu beschreiben, aber man kann sagen, es ist doch sehr sehr interessant. Wichtig ist es, den eigenen geistigen Weg zu verfolgen und sich nicht im Knäuel der menschlichen Tragödie/Komödie zu verfangen und so metamorphiert das Triebwesen Mensch zum bewußten Übermensch, zum Demiurgen. Ia Kuthulu Ia Atzathoth |
| Lucifer_Sam | Ich hab deinen Ausführungen lange folgen können, doch im letzen Absatz bis du zu weit vom Weg des nachvolllziehbaren abgewichen. Er erinnert mich an Crowley und an Wilsons Werke. Abgesehen davon, daß du einen Idealzustand eines freien Individuums schilderst, der einfach nicht möglich ist, muß ich noch sagen, daß wenn der Mensch sich in einer so drastischen Weise verändert, daß er keine Triebe mehr kennt, usw.; eine völlig andere Vernunft entwickelt (was eine logische Folge seiner Entwicklung ist), er doch vollkommen das Menschsein verliert. Der Mensch, oder was immer dann daraus würde, wäre alles, nur nicht mehr der selbe. Man würde ihn nicht wieder erkennen. Es ist übrigens keine, von der Evolution vorgegebne Richtung. Die Evolution steht in unserer Gesellschaft still und wird mangels Überlebensdruck auch wohl nie mehr in Gang kommen. Es ist wohl vielmehr EIN Weg, den du da ansprichst. Gewiss ein reizvoller (Bis auf das mit Magie...), aber es mag sein, daß es ein sehr hoher Preis würe, den der Mensch dafür zahlen müßte. Aber letztendlich ist das oben geschilderte doch nur ein Idealzustand, der wohl nie erreicht wird. Es sieht der menschlichen Gesellschaft einfach nicht ähnlich, sich geistig weiterzuentwickeln. Stattdessen wird es wohl - wenn man sich die neuen Kommunikationsformen und Gesellschaftlichen Strömungen heute ansieht - in der nächsten Zukunft eher zu einer Gleichschaltung, als einer Erlangung der Freiheit kommen. Schade; wäre doch gerade die Überwindung des Menschseins ein Weg, das Überleben in der Zukunft zu sichern. Aber weißt du: Es klingt einfach zu gut. Ich glaube zwar, daß es funktionieren würde, aber sollte es wirklich mal möglich sein, wäre es ein weiter Weg. Ganz ausschließen kann man nichts, aber ich sehe keine Möglichkeit, dies umzusetzen |
| neoloki | Ich bin kein Idealist - Natürlich gebe ich dir Recht, wenn du sagst, die Menschheit als Kollektiv, bzw. als Gesellschaft, wird sich geistig nie weiterentwickeln und dies ist eben so aufgrund von Neurosen und Trivialitätsfixierung. Zur Magick: Dieses Wort ist sehr leicht missverständlich, ich definiere es anders als R.A.Wilson oder A.Crowley es getan haben. Ich halte es grundsätzlich für unmöglich, die Realität durch geistige Kraft zu verändern; der Punkt ist folgender: Hat ein Wesen seine eigene Natur verstanden und ist nicht mehr abgelenkt, so sieht es auch die unzähligen Ebenen hinter unserem 3D Raum. Als Beispiel seien Träume genannt (nicht die Projeziertes-Unterbewußtsein-Träume, sondern die harten Abstrakta-Reisen), es werden Reisen jenseits von Zeit und Raum unternommen, was beweist, dass unser Geist NICHT AN DIE RAUMZEIT gebunden ist. Zum Verlorengehen des früheren Menschen: Auch da gebe ich dir Recht; und siehe eben so entstand das Janus-Prinzip. Es gibt unzählige Wege, aber auf diesem Wege, da wird jede Tragödie zur Komödie :) |
| Curzon | Natürlich wird sich die Menschheit weiterentwickeln, das tut sie ständig...nur läuft das eben nicht von heute auf morgen ab, wie manche es vielleicht gerne hätten. Und warum sollte ich ein "Übermensch" werden wollen? (allein schon das Wort kotzt mich an) Ich bin hier sehr glücklich mit meinen menschlichen Neurosen, z.B. mit der Liebe und meiner Beziehung, z.B. mit Freunden und kleinen neurotischen sinnlosen Handlungen, was man auch Spielen und Kreativität nennt. Ich bin ein Mensch, und das akzeptiere ich, denn was anderes kann und will ich nicht sein! Das Streben nach solch "höheren" Zielen hat oft genug Leid, Schrecken und Krieg über die Menschen gebracht, genauso wie das Außerkraftsetzen einer allgemeinen Moral! Wie kann ein Mensch seine eigene Moral aufbauen, wenn er nicht selber erlebt, was für Schrecken es gibt? |
| deadsoul | hm ich Frage mich immer wieder, ob wir uns tatsächlich so weit von der Evolution entfernt haben oder eben doch noch Teil von ihr sind. ...sind wir tatsächlich kein Teil der Natur mehr? - wann immer eine Art sich stark ausbreitet, so gibt es früher oder später einen Gegenpol, wodurch dann wieder Evolution im eigentlichen Sinne existiert. Dabei starben auch immer wieder Arten aus. - wenn man den Evolutionsgedanken konsequent forführen würde...wieviele Arten würden am ende noch übrig bleiben? Der Urknall wird allg. beispielsweise dadurch begründet (superstring?), dass anfangs ein absolutes Gleichgewicht(innerhalb der Singularität) existierte, welches durch ein Ereigniss gestört wurde...(es machte puff und wir leben innerhalb einer Explosion) gut...nehmen wir an, die Natur würde ebenfalls ein solches inneres Gleichgewicht besitzten (wovon viele ausgehen)... Und wir wären die Anomalie, welche die "Zerstörung" auslöst, das Gleichgewicht stört... ...gemeinsame Entwicklung. Innerhalb der heutigen Gesellschaft würde ich dies natürlich nur stark eingeschränkt (zeitlich begrenzt, feste gruppe) als Möglich ansehen. Aber für mich gab es immer nur den grund der wahrscheinlichen Selbstzerstörung, der dagegen sprach. Der menschliche Geist, das "ich" ist noch so jung...wir wissen es nicht. ..Übermensch hm. ich hab dieses Wort ansich nie als so schlimm angesehen. Wenn wir uns heute aus der Sicht des Cro-Magnon Menschen sehen würden... Er würde uns als entweder "Übermensch" ansehen oder als Gottheit bzw. fremdes Wesen. Und ja...ich bin für eine zügige Entwicklung/weiterentwicklung meiner selbst auf alles bezogen. Das wir unseren Kopf (- moral/ethik) dafür benutzen müssen, setzte ich eigentlich heutzutage vorraus. (und ja...ich werde oft enttäuscht) neoloki Was die Triebe angeht... ich denke, dass eine Entwicklung in Richtung >mit< ihnen, statt durch sie zu leben wichtiger ist. Ich denke ebenfalls, das die Dinge, die uns scheinbar in der Entwicklung nur aufhalten vielleicht mehr zur Entwicklung beitragen, als wir denken. Wir wissen einfach noch zuwenig darüber, da sie meist als selbstverständlich angesehen werden. Gäbe es ohne Gefühl/Trieb/Moral/etc Kultur? gäbe es ohne Kultur sprache? Gäbe es ohne sprache kommunikation? Gäbe es ohne kommunikation ein bewusstsein?gäbe es ohne bewusstsein mensch? |
| neoloki | Mit Weiterentwicklung sei hier die Geistige gemeint und von dieser kann bei unserem humanen Kollektiv nicht die Rede sein, sonst würden wir aufhören, unsere Energie in Aufrüstung und Kriege zu stecken und uns einmal Gedanken darum machen, wie dieser Planet noch zu retten sei. Wir würden aufhören, die Menschheit in reich, arm und erbärmlich zu teilen, etc. Mais ce n'est pas la question, das Kollektiv hält sich von selbst im Ausgleich; egal welche technischen Errungenschaften und welche ethischen Meinungen zu Tage treten, das zerstörerische Prinzip des Menschen wird nie überwunden werden; das wäre wie wenn der HIVirus zu einer heilenden Immunstärke metamorphiert - Vergiss es... Nun zu den geliebten Neurosen: Vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt, wichtig ist nicht die Beseitigung, sondern das Erkennen der Neurosen. Hat man sie erkannt, muss man entscheiden, ob sie für die geistige Entwicklung hinderlich sind, oder nicht. Genauso ist es nicht wichtig, ob man etwas Sinnloses macht oder nicht und an was man sich erfreuen kann. Der von mir vorgeschlagene Weg verbietet NICHTS, jeglicher Impuls von außen ist für das eigene Bewußtsein vorteilhaft. Man sollte nur aufpassen, dass man sich nicht zu sehr an Banalitäten aufhängt; wichtig ist die Ausgewogenheit. Und zu den achso fürchterlichen Schrecken - gehst du den Pfad des Verstehenden, so sind da keine Schrecken mehr... |
| Kambika | Die Menschheit braucht meiner Meinung nach Ordnung, oder das Gefuehl von Ordnung, die meisten moegen es sogar, und die meisten Menschen schaetzen auch eine gewisse Routine. "Deine" Loesung wuerde nicht funktionieren. Ohne eine gewisse Regelung wuerde sich die Menschheit wieder zurueckentwickeln zu mittelalterlichen, baeuerlichen Verhaeltnissen und eine Anzahl von Bevoelkerung verlieren. Also als Rasse koennen wir nicht mehr zurueck. Und eine Menge von dem was Du Neurose nennst ist eigentlich soziale Konditionierung, die (auch wenn sie Fehler hat) fuer eine funktionierende Gesellschaft notwendig ist. |
| neoloki | Der von mir vorgeschlagene Weg ist für den Einzelnen gedacht, nicht für die Menschheit !!! *deadsoul: Natürlich sind wir Bestandteil der Natur, aber eben ein destruktiver.. Und wir sind zwar extrem destruktiv, aber beachtet man Krebs, HIV, Kriege, etc., so erkennt man den von der Natur selbststrukturierten Ausgleich. Urknall: Auch vor dem Urknall muss ein dynamisches Prinzip vorhanden gewesen sein, da es meiner Meinung nach KEINE STATIK geben kann, und diese wäre mit einem absoluten Gleichgewicht gegeben. In der Natur herrscht ein dynamisches Gleichgewicht vor, man stelle es sich als expotential steigende Sinuskurve vor. Das Problem ist hier durch die eventuelle "Resonanzkatastrophe" gegeben !!! Und nun zu den Trieben: Natürlich bin ich für das Leben MIT den Trieben, man denke nur an Sexualmagick, da man durch die Befriedigung dieser ebenfalls den Geist prägen kann. |
| Curzon | Ich mag gewisse Formulierungen nicht, besonders der "Nihilismus" und das "Nichts ist wahr, alles ist erlaubt" stößt mir bitter auf. Ich finde, man kann den Weg zum eigenen Selbst am besten finden, wenn man diesen ganzen Blödsinn und das Drumherum-Gerede einfach wegläßt, und sich einfach selber bewußt wird. Außerdem, solange du die Regeln eines anderen befolgst, kannst du weder du selbst werden, noch deinem eigenen Willen folgen, denn du folgst dem Willen der Person, die das geschrieben hat. :rolleyes: |