| belly.white | man kann alles übertreiben, klar doch: gibt es eigentlich "gefahren" wenn man sich den philosophischen spinnerein zu lang widmet ? :cool: ich meins übrigens ernst ! |
| hellsfinger | ausser Depressionen und Suizidgedanken? Nein, sonst gehts mir prächtig. Man muss halt nur aufpassen das man noch zwischen dem "Alltag" und seinen Gedanken unterscheiden kann. |
| belly.white | die antwort gefällt mir ;) hm, man beschäftigs sich aber mit dingen, an denen man oft weder etwas ändern kann, noch ...äh der punkt ist wohl, dass die dinge IN EINEM etwas ändern, HM? tun sie das? philosophie ist oft so theoretisch |
| DaRkNiGhTWalKeR | Ist sie das wirklich? Wenn du über etwas phillosophierst das real ist und das ergebniss ist das du etwas daran verändern willst, dann ist das doch etwas praktisches, ausgelöst durch phillosophie. An sich ist das eines der Ziele die große Philosophen verfogten, etwas zu ändern. Denk nur an Sokrates, der die Grichische Gesellschaft ändern wollte (und dafür mit dem Leben bezahlte). |
| TheTurningPoint | @belly.white: Wie hellsfinger schon geschrieben hat, sind außer Depressionen und Suizidgedanken kaum Gefahren zu erwarten. Dagegen kann man durch die verschiedensten in der Diskussion beschriebenen Sichtweisen viel dazulernen und für das eigene Leben mitnehmen. Manchmal wird es mir aber auch etwas zu theoretisch und ich habe Probleme, das Geschriebene noch nachvollziehen zu können. Mir ist es eigentlich immer lieb, wenn die genannten Theorien mit realen Beispielen illustriert werden. Komischerweise steht ausgerechnet [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=9017]die für mich bisher interessanteste philosophische Diskussion[/URL] nicht unter "Platz der Philosophen", sondern unter "Dunkelheit & Licht". |
| Menedemos | Ich habe neulich bei Tacitus eine sehr seltsame Passage in seiner Biographie über seinen Schwiegervater Agricola gelesen: "Ich habe noch im Gedächtnis, wie Agricola selbst zu erzählen pflegte, er hätte sich in früher Jugend [b]eifriger, als es für einen Römer und einen Senator ziemlich ist, mit der Philosophie beschäftigt [/b], wenn nicht die Klugheit der Mutter seinen entflammten und glühenden Geist in Zucht gehalten hätte. Sein hoher und gerader Sinn strebte nämlich das schöne Bild großen und ragenden Ruhmes mehr stürmisch an als vorsichtig. Später sänftigten ihn Vernunft und Alter und er gewann - was äußerst schwierig ist - aus den philosophischen Studien den Sinn für Maßhalten." |
| Raven | Meiner Theorie nach ist die Philosophie das einzige, was uns von anderen Tieren grundlegend unterscheidet. Es wirkt sich schädlich auf die Umwelt aus, auf andere Tiere, auf Wälder und sogar die Luft, aber dem Menschen selbst sollte es so eigentlich nicht direkt schaden können... Raven ;) |
| deadsoul | hm..doch, denn alles kann man nur in Maßen geniessen. (Man kann selbst an einer Wasservergiftung sterben![1]) Man kann sich in der Philosophie verennen, denn jede Antwort stellt neue Fragen auf. Nicht grade wenige Philosophen haben pers. Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen gemacht (z.b. Nietzsche [2]). Es gibt eben eine Grenze des menschl. Denkens. Alles darüber steht zwischen Wahn und Genie Man kann sie schneller überschreiten, als man denkt... Ausserdem: Die Frage nach dem Sinn des Lebens scheint für jeden Menschen irgendwann aufzukommen. Was ist, wenn er für sich keine Antwort darauf findet?! [i]Verweise: [1]hyperhydration [url]http://www.gesundheit.de/roche/ro15000/r17100.html[/url] [2]Überblick, [url]http://www.virtusens.de/Friedrich_Nietzsche/spuren/orttexte/spuren.php3?start=23[/url] [/i] |
| belly.white | depression und siuzidgedanken - an denen ist glaub ich nicht die beschäftigung mit philosophie schuld (?) :cool: (anderes thema) mir kommts so vor : je länger man sich mit allem (na, nicht mit allem) beschäftigt, desto mehr wird die eigentliche einheit klar (widersruch + widerspruch gehören sowohl zusammen, als dass sie sich aufheben) bei vielen scheints absolut in die negative richtung zu gehen, hm? |
| Apocalypse | Bringt nicht Philosophie das was man im allgemeinen als weisheit kennt? weisheit hat für mich nichts mit wissen zu tun (oder nur zum geringen teil), deshalb denke ich, dass man durch Philosophie zu weisheit und reife kommt! Depressiv wird man nur wenn man sich zu weit vorwagt! verknüpft man seine gedanken über Philosophie zu sehr mit seinem eigenen Leben, kann es depressiv (und vielleicht sogar wahnsinnig) machen. Grüße, APOCALYPSE |
| Lucifer_Sam | @Menedemos: Das Tacitus-Zitat ist eigentlich nur typisch für die Römer. Sie waren Materialisten; selbsternannte Realisten. Wirtschaft und Militär; die greifbaren Dinge waren ihre Welt. Das Philosophieren haben sie den Griechen überlassen. Ist ja auch verständlich: Wer philosophiert entdeckt die Mißstände und Unzulänglichkeiten der Welt. Und welcher Staat kann schon kritische Bürger gebrauchen? Fuktionierende Zahnräder sind gefragt. Ach ja, was das eigentliche Thema angeht: Ich neige dazu, mich allzuweit von der Realität zu entfernen. Meine Seele möchte davonfliegen und ich glaube, daß die Stricke, die mich noch auf der Erde halten, irgendwann reißen und ich meine 'Flügel ausbreite' wie soll ich's anders ausdrücken - ich fühle mich lebendig begraben in dieser Welt. Vielleicht sind wir Philosophen zu weit gegangen? Hast du einmal angefangen zu denken, gibt es kein zurück mehr. Und wohin führt diese Einbahnstraße - wer weiß? |
| Daermon666 | hab keine ahnung von nietzsche und anhang aber fuer mich is halt fakt wenn du ueber probs in der gesellschaft nachdenkst anfaengst mit moeglichkeiten zu spielen (was waere wenn) dazu bestehende strukturen nimmst alles zusammenmischt, dir das ergebniss anguckst, und dann immer noch nicht das kotzen bekommst vor lauter verzweifelung, tja dann kann dir nix mehr helfen. manchmal denk ich was waere wenn ..irgendwer den ganzen scheiss planeten in die luft jagt und in 100 millionen jahren eine neue erde irgendwo entsteht. |
| belly.white | @dearmon - und jemandem dem das kotzen kommt kann geholfen werden ? vlei würde die evolution von neuem beginnen, keine ahnung |
| Daermon666 | geholfen ka aber zumindest koennte man bequem resignieren sich zurueck lehnen und das leben wie ein gutes drama im theater mit nem bier und ner tuete popcorn betrachten? |
| belly.white | ohne jegliche regung von "mitgefühl"? oder einem gewissen lebensdrang? den hintern im sessel und zusehen ? |
| Elisa | Ich liebe es zu philosophieren, aber es ist schwer menschen zu finden die mit einem diese Leidenschaft teilen oder gar die Gedanken nachvollziehen können. Aber ich denke das geht nicht nur mir so. |
| Lucifer_Sam | Ich finde, philosophieren bringt nur Probleme. Besonders in einer so 'gedankenfeindlichen' Gesellschaft wie unserer. Man denkt zuviel. Wird unzufrieden mit der Welt. Aber ich kann nichts dagegen tun; ich kann nicht anders. Zwanghafter Denker... |
| Daermon666 | fuer den rest der welt natuerlich (ich schliesse jetzt einmal da die aus die ich mag die mir nahe stehn usw) ansonsten? na klar ohne mitgefuehl ohne regung mit dem hintern im sessel. weil es ist ja ne schoene phrase laechel die menschen an und sie laecheln zurueck (is nur ein beispiel dafuer ich denk du weisst wie cih das meine) nur die realitaet sieht so aus das die meisten DEIN laecheln nicht bemerken (oder sie denken man was hatn der geraucht) dann gibs da noch die extra kathegorie mensch die sagen wir mal vorsichtig dir in dem augenblick dein schmerz dein leid oder was auch immer ausnutzen. also heisst es mauer aufbauen kein mitgefuehl zeigen und mit der konsequenz leben event. auch andere liebevolle menschen vor den kopf zu stossen. und glaub mir ich hab die erfahrung gemacht das ich lieber 9 leuten vor den kopf zu stossen, als einem zu gestatten mir weh zutun. |
| Daermon666 | hihi ich sag auch nix gegn das philosophieren ansich (ich denke man kann im positiven sinne oder wie in meinem fall negativ philosophieren) nur man sollte halt unterscheiden zwischen soll-zustand und ist-zustand. und wenn dort eine zu grosse diskrepanz auftritt dann naja dann bringt es am ende nit viel und ein ergebniss sollte soetwas schon bringen oder? |
| belly.white | " und wo ihr den mißstand erkennt, da schafft abhilfe! " auch wenn ihr selber schwankt ?? eure meinungen beruhen wohl auf erfahrungen etc. - aber viele scheinen mir so überhaupt nicht bereit zu sein ihre eigenen (ev. negativen) gedanken widerlegen zu lassen/ selbst zu widerlegen ich will damit nicht sagen - hey, die welt ist rosig ! flowerpower von vorne bis hinten und alles wird wieder gut, nein - aber resignieren brauch man trotzdem nicht |
| deadsoul | @belly ..wer fest an seinen alten Gedanken, trotz echter Gegenargumente festhält philosophiert auch nicht, sonder ist ein hm "blinder Träumer?" "praktische philosophie" erzielt eben auch auf selbsterkenntniss und dazu benötigt man mindestens zwei gedankliche Pole. (Pole können auch teilw. durch feste Personen gegeben sein.) Die Frage ist auch immer, was man als Gegenbeweis ansieht. Ich denke die Argumente dafür und dagegen halten sich in der Waage und das ist auch gut so. jmd. der nur das negative sieht, wird evt. aufgeben und sich zb. umbringen. jmd. der nur das positive sieht, wird nie erkenntniss erlangen und ggf. durch einen fehler sterben. (ohh..süsser drache) yin und yang... immer wieder bewährt. Also...ich wollte damit nur sagen, dass Menschen, die derart uneinsichtig sind höchstwahrscheinlich gar keine Philosophen sind, auch wenn sie es behaupten... dead PS ..nix gegen Flowerpower...*blumeinshaarsteck* *g* |
| ~°*Nosferate*°~ | Also von meiner Sicht aus: Ich philosphiere gerne über sachen die nicht wirklich wichtig sind,aber dennoch macht es spass aus einfachen dingen komplizierte und fragwürdige Sachen entstehen da einem dann erst die ideen kommen.Ideen für umsetzung des Alltags wie zB. Gedichte oder Songtexte die andere zum denken verleiten. Auch so meine ich wenn alles begründet und einfach wäre,wäre das leben ziemlich langweilig. Oder ratet mal woher Goethes Erben usw. die Lieder haben? Grüße Nosferate |
| ~°*Nosferate*°~ | ich bins nochmal.......hab da noch was vergessen:D Also ich schreibe ebenfalls Gedichte die meistens aus der Zwietracht der philosophie stammen.Also wo Gegensätze sich treffen und sich zu einem Stück verfrachten. Weil wie bekannt ist hat jedes stück ein gegenstück..... |
| White_Fang | Bevor man mit der Philosophie aufhört, sollte man ersteinmal damit angefangen haben. |
| Xelork | Dazu möchte ich eine kurze Anekdote aus meiner Akutpsychatriephase zum Besten geben: Ich teilte mir ein Zimmer mit einem sehr pragmatischen, optimistischen Menschen, dessen Aufenthalt ebenfalls zwangsweise angeordnet war. Ein gerichtlicher Beschluß wurde erwirkt, allerdings unabhängig voneinander, der uns für 6 Wochen Zwangsurlaub vorschrieb. Wir saßen auf unseren Betten und warteten auf den Arzt, der zur Visite kam. Ich laß grade Philosophische Disziplinen (Übrigens eine sehr schöne Übersicht über aktuelle Fragen der Philosophie). Langsam legte ich mein Buch zur Seite. Ein kurzer Gedanke flammte in mir auf. "Hat es überhaupt Sinn sich mit etwas auseinanderzusetzen, daß deine ganze Ratio fordert, wenn Du offensichtlich zumindest noch teilweise Wahnsinnig bist?". Mein Buch lag also nun auf dem Nachttisch. Nachdenklich schaute ich meinen Zimmerkollegen an und fragte ihn:" Was können wir eigentlich tun um wieder normal zu werden?" Direkt antwortete er:"Lass auf jeden Fall mal die Finger von Deinem Magiazeug. Auch das Buch, daß Du gerade ließt scheint mir wenig hilfreich!" Als Quintessenz aus meinen bisherigen Erfahrungen mit Philosophie und Mystik habe ich gefolgert, daß ich mich nur noch mit diesen Themen beschäftige, wenn es mich nicht zusehr aus der Mitte drängt. Einige Bücher sind sehr verwirrend und ich habe nicht die nötige konzentrierte Ratio um mich länger als eine Stunde in sehr geerdetem Körpergefühl mich mit diesen Themenkreisen auseinanderzusetzen. Oft lösen die neuen Ideen ganze Ketten von Theorien aus, die ich dann bewußt bis ins absurde führe, um mich dann darüber zu amüsieren. Das führt manchmal dazu, daß ich ohne erkennbaren Grund plötzlich anfange zu lachen. Alles in allem macht dieses Zeug schon ganz schön schratig. Aber erlaubt ist schließlich was gefällt. |
| BlackInfinity | Ich schließe mich Hellsfinger an, so war es bei mir auch mal ... ... aber ich würde noch den Menschenhass, in dem manche ausbrechen, mit hinzunehmen. Also, das überhebliche, dass mman glaubt, man sei viel besser als andere... |