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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Was treibt uns?
justme23Mir stellt sich schon seit einiger Zeit die Frage was uns bei Entscheidungen am meisten beieinflusst...ob es Gefühle(wie zb.Angst, freude) sind.
oder ob es einfach nur Instinkte sind, die wir von den Tieren übernommen haben, wie zb. den Fortpflanzungstrieb.
Oder treibt uns bei Entscheidungen unbewusst eine höhere Kraft, manche nennen es Schicksal, gott oder Ähnliches(bin selbst zu sehr realist um das zu glauben)
Warum entscheide ich mich für etwas?

Hoffe jemand antwortet, dies ist mein erstes Thema, also entäuscht mich nicht.
paganeyesIch denke wir suchen unterbewußt etwas das uns anspricht, und das uns ohne dass wir es wirklich merken in unserer Entscheidung beeinflußt.
Ich lasse mich bei Entscheidungen meist von Gefühlen leiten, ist nicht immer die ideale Lösung, aber naja.
Ich habe aber auch schon oft nachdem ich mich für oder gegen etwas entschieden habe, Déja vú's an denen ich sehe, dass ich mich garnicht anders hätte entscheiden können.
Ok, das war jetzt ziemlich wirr, weißt du irgendwie was ich sagen will?
Ich glaube für mich, dass wir bis zu einem bestimmten grad allein entscheiden, aber eigentlich ist unser Leben im groben vorher bestimmt ist von einer höheren Macht.
Für mich ist das meine Göttin.
Ich denke auch die Beantwortung deiner Frage hat sehr viel mit dem eigenen Glauben zu tun.
In diesem Sinne bin auch ich gespannt.


dunkelliebe Grüße paganeyes
justme23Ja, ich glaub ich weiß was du meinst...allerdings kenn ich diese Deja-vu`s nicht...wäre mal ne interressante Erfahrung.
Ich selber versuche mich immer von der Vernunft leiten zu lassen...allerdings klappt das meist nicht, und deshalb frage ich mich weshalb?Wenn ich alles daran setze mich vernünftig zu entscheiden, warum klappt das dann nicht?Welche Kraft treibt mich dann doch zu ner aderen Entscheidung?ich weiß es nicht, aber auch ich bin auf andere Ideen gespannt!
paganeyesIch glaube, egal wie sehr wir uns anstrengen nach objektiven und vernünftigen Gesichtspunkten zu entscheiden, also uns vom Verstand leiten lassen wollen, wir haben zu viele Emotionen und auch Wunden, um diese nicht zu beachten.
Im Grunde ist keine Entscheidung nur von Vernunft getragen, jede Überlegung, die du miteinbeziehst ist mit Gefühl verbunden, sei es positiv oder negativ.
Natürlich spielt die Vernunft eine große Rolle, aber eine Entscheidung ohne Gefühl ist denk ich gar nicht machbar, dass würde ja bedeuten, dass in uns keinerlei Gefühl mehr herrscht und das wäre furchtbar.
ontriplexWas treibt uns? uiuiui, tiefgründieg und das so spät.......

hmmmmmm, ich denke allgemein jeder für sich selbst, nach dem Motto :Jeder ist seines Glückes Schmied.

zu Justme: Denke die Instinkte die wir noch in uns haben wie Fortplanzungstrieb, Geselligkeit/Rudelverhalten, Soziales Verhalten treiben den Mensch mit an. Aber nach meiner Meinung werden die Urinstinkte heute aber zu stark unterdrückt durch ängste , gesellschaftl. Umfeld und die erwartungen der anderen.

Erfahrungen die jeder gesammelt hat und wie du sie aufgenommen hast , denke ich spielt die größte Rolle um die Frage warum tun und machen was wir machen.

Ein Beispiel von mir damals: War früher mal in ein total süßes Mädel verknallt aus meiner Klasse.In der nacht nach unserem Schulabschluss haben wir in der Schule gecampt. Dies sollte auch der Abend sein, an der ich ihr endlich meine Gefühle offenbaren wollte, egal was passiert.
Aus Panik ein Nein zu hören sagte ich nichts und setzte mich eine Zeit in ein leeres Klassenzimmer zum nachdenken.
Nach einer halben Stunde war ich so scheiße drauf und habe in meiner Wut darüber erstmal 3 mal weinend gegen die Tafel beim Pult gehauen. Die war daraufhin kaputt und mein Mittelfinger war auch gebrochen. Dann bin ich mit meinem Motorrad erstma ins Krankenhaus ohne große Worte zu irgendjemand und das wars mit feiern.
Die nächste Woche bekam ich eine fette Rechnung, die ich zu zahlen hatte für die Tafel ,hatte natürlich meinen gebrochenen Finger noch dazu und meine Traumfrau hab ich nach dem Abschluss leider nicht mehr wiedergesehen.

Heute wenn allesmal wieder extrem schief läuft, merke ich noch wie ich manchmal wenn ich vor einem Regal oder so von mir stehe schon aushole, aber der Gedanke an diese Episode meines Lebens, kommt mir zum Glück seitdem, bevor ich mich oder andere verletze.


Eigentlich muss sich jeder die Frage selbst beantworten, warum er so handelt, ist oder agiert .

;)
bonerzum Thema Instinkte und Mensch:

der Mensch hat nahzu keine Instinkte mehr; diese wurden durch Kultur, Bildung, Verstand etc. ersetzt

interessantes Buch dazu: "Die Logik der Weltbilder" von Günter Dux
lingdarksämtliche entscheidungen die wir treffen werden im emotionalen zentrum des gehirns (hab vergessen wie das genau hieß) getroffen...

das spricht erstens für gefühle als urheber der entscheidungen, die momentane gemütslage eben, lässt aber zweitens die frage zu, ob überhaupt du irgend eine entscheidung triffst

eigentlich ist es ja ein ganz einfaches ursache wirkung prinzip und wenn man bei den gefühlen bleiben würde wäre es wohl eine sehr eindimensionale argumentation, denn was lässt gefühle enstehen?

dein soziales umfeld und die chemie im körper
das produkt aus diesem sind deine entscheidungen

nun stellt sich aber mir die frage: sind wir also alle die gesellschaft da im endeffekt unsere entscheidungen nur aus einer interaktion mit selbiger entstehen die wir garnich beinflussen können und ist jedweder individualist nicht doch ein teil der masse? ähem:)
LaChatteIch denke, die Unterscheidung zwischen bewussten und unbewussten Entscheidungen ist hier interessant, also die Frage: weiss ich wirklich, wofür ich mich entscheide, oder ist hier ein "es", das für mich entscheidet, und ich stehe nachher doof da - weil im Nachhinein hätte ich vielleicht lieber eine andere Entscheidung getroffen.

Ich finde es wichtig, Entscheidungen bewusst zu treffen, mit einer guten Mischung zwischen Kopf und Bauch. Ich mag es nicht, wenn andere (und seien es bloss meine Hormone) für mich Entscheidungen treffen, für die ich nachher gerade zu stehen habe - mit allen Konsequenzen.
Solfarkes hat auch damit zu tun, in welchem "rollenverhalten" man sich befindet, aber das ist zum teil auch ne sache von unbewußtem handeln.
wir sind teilweise in irgendwelchen dingen so eingefahren, dass wir sie oft automatisch und unbewußt machen, dass ist dann allerdings kein trieb, sondern sowas wie gewohnheit (das triffts nicht ganz, aber bequemlichkeit ist auch nicht das richtige wort).
AngelusNoctiszuerst folgendes:
[i]Jeder ist seines Glückes Schmied...[/i] so denke ich auch

Ich glaube weder an Schicksal, noch an Glück - alles was Dir im Leben passiert dafür legst Du durch Deine Gedanken Dein Handeln den Grundstein. Wenn nicht hier dann in einem früheren Leben!

Ich glaube das es für jeden sowas wie einen Lebensweg eine Aufgabe gibt - aber ich glaube nicht an Vorbestimmung. Denn welchen Weg Du gehst, wie Du Deine Aufgabe erfüllst ist allein Deine Entscheidung!!

Wie man sich entscheidet hängt von jdem selbst ab. Manche entscheiden nur mit dem Verstand, andere rein Emotional, andere aus einem Mix von beiden und wieder andere Intuitiv, und wieder andere entscheiden nicht selbst sie werden manipuliert - entscheiden so wie andere es wollen.

Versucht mal darüber nachzudenken, wie viele Gedanken an einem Tag euere eigenen sind und wie viele euch von anderen in euer Denken eingepflanzt wurden? Ihr werdet sehr schnell merken das die allerwenigsten Gedanken euere eigenen sind.....

Und es gibt noch einen Unterschied bei der gefühlsmäßigen Entscheidung. Ich kann aus einer Emotion heraus handeln, der ein Vorgang voraus ging - eine Emotion ensteht ja immer durch eine Aktion, ist eine Folge davon.

Oder aber intuitiv, ich könnt auch sagen aus dem Bauch heraus. Solch eine Entscheidung ist weder Verstandes- noch Emotionsbehaftet. Für mich sind diese Entscheidungen erste Wahl - weil immer richtig für mich.

*Alles Liebe...*
Angelus
VampireMiyuIch denke wir leiten uns selbst.
denn nur was aus eigener kraft und aus eigenem wille, aus eigener überzeugung entschieden wird, das hat besatnd.

ich glaube zwar, dass es irgendwas da oben gibt, aber ich glaube nicht daran, dass es sich sehr viel um uns schert, da es ja auch alles andere schreckliche auf der welt passieren lässt.
krige, hungersnot, leid, tod...

ich denke auch nciht, dass der tod eine erlösung ist. ihr?
obwohl es eine zeit gab, da wollte ich nicht emhr leben. da wäre ich am liebsten gestorben, aber nicht wegen des himmels oder der hölle sondern weil ich schluss machen wollt. einfach ende. und nichts danach. versteht ihr mich? :(
AngelusNoctis[b]Hallo VampireMiyu[/b]

Ich versteh Dich sehr gut und denke in vielem genauso. Und auch ich wollte schon zweimal meinem Leben ein Ende setzen, aber meine Aufgabe hier ist noch nicht erfüllt.

Das es etwas [i]göttliches[/i] gibt das über allem steht daran glaube ich auch. Dieser jemand gab uns in diesem Leben und in all den anderen auch die Chance, alles zu erfahren was es zu erfahren gibt. Somit kann er auch nicht eingreifen, denn würde er es tun, hätten wir nicht die Chance all die Dinge zu erfahren die es zu erfahren gibt.

[i]Es ist allein der Mensch der all die schrecklichen Dinge tut, aufgrund seines freien, ungezwungenen Willens. Einen Gott dafür verantwortlich zu machen wäre nicht nur falsch sondern auch zu einfach.[/i]

Der Tod mag für einen Augenblick eine Erlösung sein, ich dachte auch mal so. Aber ich glaube wir werden wiedergeboren und somit nehmen wir all das wieder mit ins neue Leben vor dem wir hier geflüchtet sind. Es würde also nichts bringen, es gilt hier und jetzt zu bestehen um im nächsten Leben Zeit für anderes zu haben.

Und damit hast Du auch recht:
[i]Wer bewußt denkt...der lenkt...sich und sein ganzes Leben![/i]

Alles Liebe
Angelus
kaoz11Gruß an alle...

ich persönlich war noch nie so down, dass ich schluss machen wollte (liegt vermutlich daran, dass ich ein ziemlicher ignorant seien kann und vieles einfach an mir abprallt; wahrscheinlicher ist aber, dass ich nie was sonderlich schlimmes erlebt habe...)
Allerdings wäre mir Suizid zu riskant. Wenn es Wiedergeburt geben sollte, wäre nach dem "Neustart" vielleicht alles besser (oder noch schlimmer?); ich bin aber nichtdavon überzeugt, dass man wiedegeboren wird...

ich glaube, Kriege, Tod, Leid, etc existieren, damit auch das Gegenteil exestieren kann ohne Krieg kein Frieden, ohne Tod kein Leben usw. Den Gedanken einer determinierten Welt bzw Lebens finde ich abstoßend, es gäbe keine freiheit mehr. Also bestimmt der Mensch sein Leben selbst; mich persönlich treibt das Verlangen an, mein Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, schließlich hat man nur dieses eine (oder doch nicht?).

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