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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Moral und Gesetze! Was haltet ihr davon?
lostheartHallo erstmal!

Ich bin neu hier im Board und bin froh, einen Platz gefunden zu haben, an dem ich meine Gedanken zur Diskussion stellen kann.
Mein Leben besteht zu 80% eigentlich nur aus Nachdenken :) .
Mein "Problem" ist, dass ich mit den Gesetzen und der Moral eigentlich nicht zurecht komme. Ich bin keine Gesetzesbrecherin, aber ich verstehe die Gesetze nicht und will es eigentlich auch gar nicht.
Das alles kam zu Stande wegen meinem letzten Freund. Ich bin 14 Jahre alt, er ist 41 Jahre. Wir haben unsere Beziehung natürlich geheim gehalten. Nur, weil sie in der Öffentlichkeit nicht akzeptiert worden wäre. Die Frage nun: Warum?
Klar, da gibt es das Gesetz, dass verbietet, dass ein erwachsener Mann eine minderjährige als Freundin hat. Und natürlich die Moral der Mitmenschen (Zitat: "Der nutzt dich doch nur aus" oder "So einer kann es doch gar nicht ernst meinen"). Aber warum denken die Menschen so? Ich denke, wäre ein einzelner Mensch nicht von den anderen beeinflusst worden, hätte er dann etwas gegen eine solche Beziehung? Ich denke nicht. Er würde es als normal empfinden! Wie im alten Rom!
Warum engen sich die Menschen so ein? Wie kommen sie auf die Idee, dass nicht auch ein älterer Mann ein Mädchen lieben kann? WARUM?
Was haltet ihr davon?

Viele Grüße,
Anja
Julyaich denke, daß die meisten gesetze einen sinn erfüllen und wichtig sind.
zu deinem speziellen fall mit deinem exfreund kann ich nur sagen, daß ich den altersunterschied wirklich etrem finde und grade, weil du nichtmal volljährig bist macht es das nicht einfacher.
ich würde sagen, daß die gesetzgeber sich grade bei diesem gesetz schon was dabei gedacht haben, denn man ist als vierzehnjähriges mädchen einfach noch lange nicht erwachsen. man macht zwischen 14 und z.b. 19/20 einen so großen sprung und den hat ein 41-jähriger einfach schon lange überschritten.

wenn du 20 wärst und er dementsprechend 47 wäre das ein "anderer" altersunterschied als zur zeit.
das gesetz existiert, weil ein 14-jähriges (fast noch kind) mädchen einfach noch nicht einschätzen kann, inwieweit ein erwachsener mann sie...hm... "ausnutzt". das ist vielleicht in deinem fall nicht der richtige ausdruck, aber eine 14-jährige ist einem 41-jährigen definitv nicht geistig und in seinen ansprüchen gleichwertig.

mein letzter freund war auch 14 jahre älter als ich, von daher habe ich auch nichts gegen große altersunterschiede. ab nem bestimmten alter macht es nichts mehr aus, aber aus den grade von mir genannten gründen halte ich dieses gesetz für sinnvoll und notwendig.




liebe grüße

julya




ps: herzlich willkommen an board :)
justme23HM, ich glaub dass die Gesetze der Brd im allgemeinen schonganz vernünftig sind...es gibt immer dinge die einen einzelnen stören, aber im großen und ganzen ist das schon ok. Hast du dich mal gefragt, was wäre wenn ein 41 Jähriger eine 14 jährige unter Druck setzt?jemand mit einem schwachen Willen kann daran zerbrechen,wenn sie sich nicht dagegen wehrt obwohl sie es nicht will weil sie Angst hat?Wenn sie gezwungen wird zu behaupten das wäre eine Beziehung auf freiwilliger Basis?Dann wäre das geschrei groß, dass so etwas erlaubt ist!Gesetze sind zum Schutz der Mehrheit da, und(in deinem fall wohl leider)kann da nicht auf jeden Rücksicht genommen werden...
Bei der Moral siehts glaub ich anders aus:
1.kaum jemand hat noch seine eigene Moral, er tut einfach das was andere auch tun, um nicht aufzufallen.Einer liegt am boden keiner hilft, weil der der helfen würde Angst hat aufzufallen...
2.Ich glaube die Moral die große Teile der gesellschaft übernommen haben ist mehr als fragwürdig und veraltet.
3.Diese ganze Moral ist so widersprüchlich....das ist nicht normal(soweit normal ohne Moral überhaupt möglich ist;))Allein zu behaupten, dass etwas unmoralisch ist, ist meist schon unmoralisch, da es (eigentlich) gegen die Moral verstößt andere Meinungen(nichts aneres ist Moral ja)zu übernehmen.
Hoffe irgendwer versteht was ich meine...
decay73Ich kann mich dem nur anschließen. Die Gesetzte (auch wenns gerade etwas zu viele sind...), sind im Allgemeinen in Ordnung und haben ihren Sinn.
Das Problem dabei ist allerdings, dass ein Gesetz immer etwas allgemeines ist, und vielleicht nicht immer jedem Einzelfall gerecht wird / werden kann.

Die Moral ist letztendlich immer eine "stille Übereinkunft" der Gesellschaft bzw. ein Kodex, der gesellschaftliches Leben erst ermöglicht. Ohne sie würde eine Gesellschaft nicht funktionieren können.
Das impliziert allerdings auch, dass sich Moralvorstellungen mit der Zeit ändern. Und das ist wohl das Problem. Die einen kennen nur die "alten" Vorstellungen und beanspruchen sie für sich und wollen, dass sich auch andere daran halten, während die anderen bereits dabei sind, sie zu hinterfragen und einer neuen Realität anzupassen. Konflikte sind also vorprogrammiert.
Dass viele sich eigentlich [I]gar keine[/I] Gedanken mehr über moralische Fragen machen und nur noch sich selbst in den Mittelpunkt stellen, ist eigentlich traurig und wenig nützlich...

~decay~
MenedemosSchwierige Frage.

Gesetze werden im Idealfall gemacht zum Wohle der Allgemeinheit. Ich denke, daß das in Deutschland in vielen Fällen auch die ehrliche Absicht der Gesetzgeber ist (ob das Ergebnis dann wirklich dem Wohle der Allgemeinheit dient, ist allerdings noch einmal eine andere Frage).
Außerdem gibt es wohl kein Gesetz, mit dem nicht den Interessen von irgendwem geschadet wird. Zum Beispiel die 0,5 Promille-Grenze. Für die Allgemeinheit wird der Straßenverkehr damit sicherer, aber es geht klar gegen die Interessen derjenigen, die gerne mal ein Bierchen mehr trinken. So ist es mit allen Gesetzen.

Jetzt gibt es aber auch ungerechte Gesetze oder manche Gesetze, die an sich gut sind, sind für einzelne Menschen ungerecht.
Ich denke, wenn einem das eigene, ehrliche Gewissen laut sagt, daß ein Gesetz ungerecht ist, dann darf man dagegen verstoßen. Allerdings darf man dann trotzdem nicht auf Schonung vor dem Gesetz oder auf Nachsicht der Mitmenschen hoffen. Man muß sich damit zufriedengeben, daß das eigene - gesetzeswidrige - Verhalten nur vor dem eigenen Gewissen gerechtfertigt erscheint - und vielleicht vor einer göttlichen Instanz. Aber ich würde lieber gegen das Gesetz verstoßen als gegen mein Gewissen.
Jetzt leben wir ja zum Glück in Zeiten, in denen das Gesetz und das Gewissen nicht so häufig kollidieren. In der Nazi-Zeit war das ganz anders. Aber auch heute noch gibt es bisweilen solche Fälle - vielleicht ist es auch bei lostheart so.

Der schwarze Bürgerrechtler und Rechtsanwalt Martin Luther King wurde einmal gefragt, ob er kein Problem damit habe, bei seinen Protesten gegen schwarze Unterdrückung gegen Gesetze (wenn auch rassistische Gesetze) zu verstoßen. Er hat darauf geantwortet:
"Es gibt gerechte und ungerechte Gesetze. Die gerechten muß man unter allen Umständen peinlich genau einhalten. Die ungerechten dagegen muß man nicht befolgen, ja man darf sie nicht befolgen."
Aber wie unterscheidete der Bürgerrechtler zwischen "gerechten" und "ungerechten" Gesetzen? Wiederum nur durch sein Gewissen!
Allerdings, wenn man nach sein "Gewissen" als Richtlinie des Handelns nimmt, muß man freilich zwei Dinge beachten: Jeder Mensch, oder sei er noch so um Gerechtigkeit bemüht, kann sich irren. Auch das Gewissen kann sich irren. Deshalb darf man es sich niemals leicht machen, wenn man gegen ein Gesetz verstößt, weil einem sein Gewissen angeblich irgendetwas anderes sagt.

Zweitens meine ich mit "ungerechtem Gesetz" natürlich nicht, wenn es einem nur von Nachteil ist. Das kommt häufig vor, wenn ich etwa an der roten Ampel halten muß, dann ist das für mich von Nachtteil. Aber es ist sicher keine "Gewissensentscheidung", wenn ich mich dazu entschließe, das Rotlicht und damit das Gesetz zu ignorieren um zum eigenen Vorteil schneller voranzukommen.

Und zum Schluß noch zur "Moral": Das ist ein schwieriger Begriff, schon weil viele Leute etwas anderes darunter verstehen. Manche meinen damit das Einhalten der Gesetze, andere wiederum das Befolgen dessen, was einem das Gewissen sagt. Wie wir oben gesehen haben, stehen Gewissen und Gesetz aber manchmal geradezu im Widerspruch zueinander. Deshalb kann man auch nicht pauschal sagen, was "Moral" überhaupt ist und ob sie gut oder schlecht ist.
Für mich ist "Moral" eher mit "Gewissen" gleichzusetzen, aber das ist eine ganz persönliche Einstellung. Es kommt immer auf die Persönlichkeit an, was einer unter "Moral" versteht. Ein konservativer Mensch würde unter Moral im Gegensatz zu mir eindeutig das Befolgen von (geschriebenen und ungeschriebenen) Gesetzen verstehen.

Ich will noch auf das Modell von Lawrence Kohlberg hinweisen, der unter den Menschen sechs verschiedene Moralstufen aufgezeigt hat. Stufe 4 ist etwa das konservative Modell - ein Mensch, der auf Stufe 4 steht, ist der Überzeugung, nur die strikte Befolgung von Gesetzen sei moralisch. Auf Stufe 6 steht jemand, wenn er nur das eigene Gewissen als letzte moralische Instanz gelten läßt.
Hinzuweisen wäre noch auf Stufe 5, auf der auch viele Menschen stehen: Moral sei das, was die Mehrheit für moralisch hält, meinen sie.

Aber das würde jetzt im einzelnen wirklich zu weit führen, wichtig ist, daß es sehr unterschiedliche Vorstellungen von Moral gibt, die jedoch nach Kohlbergs Meinung (und meiner) nicht gleich viel wert sind: Nicht das Gesetz (Stufe 4) entscheidet seiner Meinung nach letztlich, was Moral ist, und auch nicht die Meinung der Mehrheit (Stufe 5), sondern das eigene Gewissen (Stufe 6).

Leider befinden sich über 70% der Weltbevölkerung auf Stufe 4 oder sogar darunter...

Ich hoffe, ich war nicht zu unverständlich und habe dir ein kleines bißchen helfen können. Auch von mir ein herzliches Willkommen an Bord!
jadeHm, ich schließ mich den anderen an. Solche Gesetze kommen ja nicht von ungefähr. Zumindest die grundlegenden Gesetze sind ja letztendlich das, was den größten Teil der Vorstellungen der Menschen wiederspiegelt, und wurden nicht aus Spaß heraus beschlossen.
Das Gesetz war bestimmt nicht von heute auf morgen da, sondern begründet auf der Erfahrung, dass es eben einfach besser ist, wenn ‚ältere’ Männer die Finger von (kleinen) Mädchen lassen.
Vielleicht ist es zum Teil Bevormundung, wenn es von vornherein verboten wird, aber vielleicht auch eben wichtig zum Selbstschutz, weil die Allgemeinheit manchmal tatsächlich die Dinge richtiger sieht als man selbst.
Du musst vielleicht jetzt zurückstecken... Aber stell dir vor es wäre erlaubt, und plötzlich würden ständig Männer um die Schulhöfe schleichen, weil sie keine Rücksicht mehr auf die Minderjährigkeit nehmen müssen... Du bist vielleicht so reif, dass du damit umgehen kannst, aber was ist mit all den anderen Jungs & Mädels...
Ich denke, dieses Gesetz hat schon seinen guten Grund.
TheTurningPointHallo Anja,

ich bin 43, und ich denke ich kann dein Problem aus der Sicht deines Freundes nachempfinden. Ich unterstelle ihm also nicht, daß er dich ausnutzen will und es nicht ernst meint. Ich bin selbst gern mit jüngeren Leuten zusammen, und ich glaube, ich kann von ihnen viel lernen. Manchmal scheine ich sie besser zu verstehen als manche 30-Jährigen oder Gleichaltrigen. Ich habe noch keinen Bock auf "Bier, Pantoffeln und Fernsehen" und kann auch mit dem Musik-Geschmack der meisten Leute meines Alters nichts anfangen. Und natürlich sind junge Frauen und Mädchen auch erotisch anziehend.

Aber was die anderen hier geschrieben haben, ist schon richtig. Mit 14 kannst du die ganze Tragweite mancher Entscheidungen vielleicht noch nicht ganz überblicken, und die Gefahr, daß dich ein Erwachsener durch Manipulation deiner Gefühle unter Druck setzen kann ist groß. Oft genug lassen sich auch Erwachsene noch durch Mißbrauch ihrer Gefühle unter Druck setzen (siehe WTC-Anschlag/Irak-Krieg). Ein weiteres Problem könnte sein, daß die Liebe zu dir mehr eine Art Vaterliebe ist, daß er dir zu viele Entscheidungen abnimmt und du dadurch nicht genug Selbständigkeit erlangen kannst. Das mag jetzt vielleicht schön und bequem für dich sein, daß du dich um nichts kümmern mußt, aber später würde es wahrscheinlich zu Frust und Langeweile führen, du könntest dir überflüssig vorkommen, depressiv werden. Ähnlich war es bei meinem Bruder, der eine wesentlich jüngere Frau geheiratet hat. Sie wurde von vielen beneidet um einen Traum-Mann, der alles für sie tut und sich um alles kümmert. Und mein Bruder wurde natürlich beneidet um seine junge hübsche Frau. Aber nach und nach wuchsen Frust und Langeweile, und irgendwann ging es einfach nicht mehr und die Ehe wurde geschieden. Die Leidtragenden sind schließlich die Kinder, auch wenn die "Ex-Frau" meines Bruders ziemlich gut damit zurecht kommt, alleinstehend zu sein.

Natürlich kann es auch sein, daß die Beziehung länger hält, daß dein Freund deine Selbständigkeit genug fördert und du an der Lösung von Problemen ausreichend beteiligt bist. Du solltest aber eines trotzdem bedenken: Wenn du gerade Mitte 30 bist und selbständig genug, um dich so richtig bei Tanz und Sport austoben zu können, hat dein Freund bereits das Rentenalter erreicht.

Was Gesetze betrifft, kann man natürlich geteilter Meinung sein. Meiner Meinung nach sind Gesetze nur dann gerecht, wenn sie für alle Menschen gleichermaßen gelten und wenn niemand, aus welchen Gründen auch immer, diskriminiert wird. In meinen Augen werden Kinder und Jugendliche durch die aktuellen Gesetze oft diskriminiert [URL=http://home.t-online.de/home/peter.bark/start.htm](Erklärung siehe [b]*hier*[/b]).[/URL] Gesetze sollten so abgefaßt sein, daß sie für alle Menschen ohne Unterschied gleichermaßen gelten. Gesetze sollten auch nur dort nötig sein, wo Schaden verhindert werden muß oder wo ein eingetretener Schaden behoben werden muß. In allen anderen Fällen sollte Freiheit zur Entscheidung des Einzelnen sein, eventuell könnte der Staat Empfehlungen geben, welche Entscheidungen zweckmäßig erscheinen. Besonders unglücklich finde ich die Behandlung von Organisationsstrukturen als "Juristische Personen" und ihre Gleichstellung oder gar Überbewertung gegenüber natürlichen Personen. Das [b]RECHT DER EINZELNEN MENSCHEN[/b] sollte immer höher bewertet sein als das Recht von künstlichen Konstruktionen.
AngelusNoctisMeine subjektive Meinung dazu:

[B]Moral:[/B] muß jeder für sich selber definieren...

[B]Gesetze:[/B] erschaffen von den Menschen weil sie nicht fähig sind sich um sich selbst, sprich ihr eigenes Leben zu kümmern. Sondern sich ständig in das Leben anderen einmischen müssen.
Würde sich jeder um sich selbst kümmern anstatt ständig im Leben anderer herumzupfuschen, sprich zu manipulieren - würden wir so gut wie keine Gesetze brauchen!!

In der Natur gibt es auch kein Gericht, keine Hinweisschilder, keine befrackten die ständig meinen alles reglementieren zu müssen.

Ich lach mich kaputt wenn ich sehe was zensiert wird, Spiele, Filme, Bücher... keiner mekrt wohin das führt, welche Macht die haben... - aber das ist ein anderes Thema.

[i]Alles Liebe[/i]
Angelus
Menedemos[quote]Würde sich jeder um sich selbst kümmern anstatt ständig im Leben anderer herumzupfuschen, sprich zu manipulieren - würden wir so gut wie keine Gesetze brauchen!!
[/quote]

Naja, ein paar Gesetze braucht man schon. Ohne Gesetze herrscht nämlich auch ein Gesetz: Das Recht des Stärkeren. Es gibt auch einige nahezu rechtsfreie Räume auf der Welt... Kolumbien ist für mich immer ein abschreckendes Beispiel.

Vieles könnte man aber auch ohne Gesetze regeln. In Italien funktioniert z.B. der Straßenverkehr viel besser, flüssiger als bei uns, obgleich oder vielleicht gerade weil man sich kaum an die Vorschriften hält.
Die Menschen kommen nämlich in den meisten Bereichen auch ohne Gesetze einigermaßen miteinander aus, was man sich in unserem gesetzesversessenen Land kaum vorstellen kann.
decay73[QUOTE] Würde sich jeder um sich selbst kümmern anstatt ständig im Leben anderer herumzupfuschen, sprich zu manipulieren - würden wir so gut wie keine Gesetze brauchen!![/QUOTE]
Ich würde es gerne ein wenig anders bzw. ergänzend formulieren, da es sich doch ein wenig zu sehr nach Egoismus anhört.

Es geht nicht nur darum, daß sich nicht andere in das Leben einmischen sollten, sondern auch darum, sein Leben so zu gestalten, daß anderen nicht geschadet wird.

~decay
AngelusNoctis@decay
Im Grunde hast Du recht, aber anderen weh tun ist auch oft nichts anderes als sich in deren Leben einmischen!
Es ist einfach so das jeder in erster Linie [b]NUR für SEIN[/b] Leben verantwortlich ist.

Ich weiß das klingt sehr egoistisch, aber ist es gar nicht so sehr,
denn wenn man das tut läßt man auch allen anderen die Möglichkeit so zu sein wie sie wollen und auch sind!

@Menedemos
Sicher herrscht dann das Gestz des stärkeren irgendwo, aber sieh Dich in der Natur um es funktioniert prächtig.

Aber der Mensch müßte sich nicht danach richten, denn er denkt und lenkt sein Leben und seine Gedanken wenn er es vermag zu tun.

Und das Recht des stärkeren....ist das nicht auch wieder eine Einmischung in das Leben eines anderen?

AN
decay73@Angelus
Deswegen sprach ich ja auch von "Ergänzung". Im Prinzip sind wir uns ja einig *g*

Natürlich ist das "Gesetz des Stärkeren" (wobei ich den Ausdruck nicht sonderlich mag, weil es in meinen Augen nicht einfach auf Stärke ankommt) auch eine Einmischung in das Leben anderer. Jedenfalls dann, wenn man dieses Gesetz so versteht, wie es die meisten tun.

Das was Angelus sagt, ist ja aber letztlich auch ein Gesetz, nämlich das Gesetz "Mische Dich nicht in das Leben anderer ein". Also scheint mir, daß es ganz ohne ein "Gesetz" auch nicht funktioniert... ;)

~decay~
Schiller06Moral: ...muss jeder für sich selbst entscheiden, doch sollte er es sein lassen anderen damit weh zu tun

Gesetze: ...sind nur zum Teil wichtig, wenn es um verbrechen geht wie Diebstahl, Vergwaltigung, Raub, usw.
...ansonsten sind Gesetze nur ein Einmischen in das Leben derer, die noch wissen, was es heißt zu leben und auch zu lieben.

Zitat von BO: "Gesetze sind zum brechen da, heute weiß ich was das heißt. Damals war's mir scheiß egal. Dafür zahlte ich den Preis.."

In diesem Sinne. Tschirio Bye bye
jadeIch frag mich grad, ob es nun unsere Moral ist, die uns dazu bringt, bestehende Gesetze einzuhalten, oder nur die Angst davor, was uns wohl droht, wenn wir ein Gesetz brechen.
Würden Gesetze funktionieren, wenn man nicht bestraft werden würde, wenn man sie bricht? Hm.
decay73Ich würde sagen "sowohl als auch".
Wenn man den Sinn eines Gesetzes erkennt und es auch einsieht, warum es existiert, ist es die Moral, die dafür "verantwortlich" ist, daß man es auch einhält.

Wenn man keinen Sinn in dem Gesetz erkennen kann, bricht man es entweder, oder man bricht es nicht, weil einem die drohende Strafe zu hoch ist.

~decay~
AngelusNoctis[B]Gestz:[/B]
Ich denke die aller meisten halten Gesetze nur weil sie Angst vor der Strafe haben!
Und warum haben wir Angst vor Strafe? Weil es uns von klein auf gepredigt wurde das jede kleinste "Verfehlung" betraft wird. Von den Eltern, den Freunden, den Geschwistern, Lehrern in der Schule, der Polizei und nicht zuletzt auch von Gott um nur einige Institutionen zu nennen. So wuchsen wir auf immer mit dem Gedanken für irgend etwas betraft zu werden - schön oder?

Dabei wie ich schon sagte würde sich jeder mal um sich selbst kümmern und versuchen mit sich selber ins reine zu kommen bräuchten wir viele Dinge erst gar nicht...z.B. Gesetze.

Aber auch aus dem Grund weil, das Universum sein eigenes Gesetz hat und früher oder später jeder für das zahlt was er tut. Oder besser gesagt das zurück erhält was er gab und getan hat - und das nicht nur einmal!!!!!

[i]So bedenke Mensch was Du sagst und tust....denn alles fällt auf Dich zurück!![/i]

Alles Liebe
AN

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