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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Verlust der Sinnlichkeit
danyaelEs wäre so schön, die Zeit der Unschuld nochmals zu erleben und intensiv auszukosten. Wißt ihr noch, wie schön und unbeschwert das Leben war, als man noch nicht darauf angewiesen war, seinen eigenen Platz in der Welt suchen zu müssen. Als man mit halboffenen Augen durch die Welt schritt und es besser war, wenig zu sehen.
Das Unbekannte zu entdecken war eine große Herausforderung und ging leider allzuoft in die Erfahrung über, daß wir viele Glauben verloren.
So auch die Liebe - wir glaubten oft, sie zu finden und verloren sie wieder, um sie an anderer Stelle oder zu anderer Zeit wiederzufinden und leider wiederzuverlieren. Ist dies ein Teil des ewigen Kreislaufs? Oder ist dies der Verlust der Fähigkeit, sinnlich zu sein, weil wir nur den eigenen Nutzen sehen wollen? Und uns Perspektiven hingeben, die Ideale von Irrtümern sind, weil wir nicht mehr wissen, was Menschsein bedeutet und welchen unschätzbaren Wert die Liebe eines Menschen hat...

Diese Überlegung ist unvollendet, weil die Zeit der eigenen Reifung niemals zuendegeht...
opacityalso, ich bin froh, kein kind mehr zu sein. als kind hab ich - jetzt im nachhinein betrachtet - wenig freiheit oder möglichkeiten gehabt, um unbekanntem, gefährlichem zu begegnen. meine mutter war immer sehr besorgt um mich, was auch den drang das leben und die welt mit all den guten und weniger guten seiten zu entdecken, unterdrückt hat.

ich möchte kein kind mehr sein, dazu liebe ich meine jetzige freiheit zu sehr, selbst darüber entscheiden zu können, was ich anstellen will, unternehmen möchte :)
opacity[QUOTE][i]Original geschrieben von danyael [/i]
[B]So auch die Liebe - wir glaubten oft, sie zu finden und verloren sie wieder, um sie an anderer Stelle oder zu anderer Zeit wiederzufinden und leider wiederzuverlieren. Ist dies ein Teil des ewigen Kreislaufs? Oder ist dies der Verlust der Fähigkeit, sinnlich zu sein, weil wir nur den eigenen Nutzen sehen wollen? Und uns Perspektiven hingeben, die Ideale von Irrtümern sind, weil wir nicht mehr wissen, was Menschsein bedeutet und welchen unschätzbaren Wert die Liebe eines Menschen hat...

Diese Überlegung ist unvollendet, weil die Zeit der eigenen Reifung niemals zuendegeht... [/B][/QUOTE]
das klingt irgendwie, als ob du im leben NUR auf der suche nach LIEBE bist.
wenn du der welt mehr sinn abgewinnen kannst, als nur für die sog. liebe zu existieren, bzw. für die suche danach, dann wärst du vielleicht nicht so trostlos?

meine güte, es gibt so viele dinge, schönheiten, dramatisches, erschreckendes, wundervolles, unbeschreibliches auf und in dieser welt; muss man alles nur auf liebe (bzw. suche danach) zu einem anderen menschen reduzieren?

mach doch mal die augen auf :)
entropie[QUOTE]wie schön und unbeschwert das Leben war, als man noch nicht darauf angewiesen war, seinen eigenen Platz in der Welt suchen zu müssen[/QUOTE] Ja, das war schön...

[QUOTE]Oder ist dies der Verlust der Fähigkeit, sinnlich zu sein,[/QUOTE] Solange man sich noch nach der Zeit sehnt, in der man die Welt aus Kinderaugen batrachtet hat, hat man die Fahigkeit sinnlich zu sein noch nicht gänzlich verloren- glaub ich

[QUOTE]weil wir nur den eigenen Nutzen sehen wollen?[/QUOTE]

...wenn man allerdings nurnoch nach deinem Nutzen suchts, dann hast du allerdings einen beträchtlichen Teil davon verloren

Ich weiß nicht, ob dieser Verlust evtl. ein Teil eines Kreislauf ist und ob eine persönliche Reifung fordert, dass man seine kindliche Naivität ablegt.

Für meinen Teil zumindest versuche ich, einen Großteil davon zu bewahren. Ich glaube nämlich, dass es daran liegt, das man sich so vorkommt, als gäbe es für einen nichts mehr zu entdecken und nichts mehr zu Bestaunen, weil das man ganz einfach den Blick dafür verloren hat.

Für Kinder ist keinenfalls alles neu, sie schauen es sich nur genauer an... Verdruss und Alltag, sind Worte die sie nicht kennen.


Als Erwachsener kannst du begreifen und verstehen
Als Kind staunen und träumen
Als Erwachsener trägst du Sorge
damit das Kind in dir nicht stirb
opacity[quote]Für Kinder ist keinenfalls alles neu, sie schauen es sich nur genauer an... [/quote] das kannst du doch auch noch, oder? :) was hindert dich denn daran, z.b. eine blume genauer zu betrachten, zu sehen, wie die farben ineinander übergehen, die formen zu betrachten, intensiv an ihr zu riechen, etc...
TawhiriIch glaube auch das man noch als Erwachsen sinnlich seinkann. Ja indem man genauer hinsieht und die Welt mit den Augen der Kinder sehen kann. Und auch sich an einfachen Dingen freuen kann...an den kleinen Dingen. Zum Beispiel wenn die Sonne scheint oder ein fremder Mensch einem ein Lächeln schenkt.

Das einzige was ich mir wünsche würde, wäre die Sorglosigkeit deer Kider . aber vielleicht täuscht die Erinnerung und die Sorgen waren nur anderer Natur....nur das Leid war nicht da....nicht so wie jetzt wo man das Leid der ganzen Welt sehen kann.....und trotzdem nicht verstehn!

Tawhiri
RequiemSinnlichkeit hat viel damit zu tun den Augenblick zu leben und voll auszukosten. Für sehr kleine Kinder ist jede neue Erfahrung eine der sinnlichen Art weil sein Leben darauf ausgerichtet ist zu lernen und so viele Eindrücke wie möglich zu sammeln.

Offen sein für Sinnlichkeit bedeutet alles andere zu vergessen und sich nur auf EINE Sache zu konzentrieren. Ist unser Alltag nicht geprägt von Stress und Hektik, nehmen wir uns nicht selbst die Luft zu atmen indem wir am liebsten tausend Dinge GLEICHZEITIG machen möchten?


Nimm dir den Raum Dinge voll Genuss auszukosten...


Das unbeschwerte Leben als Kind...keine Verantwortung...Leitung durch andere...

Aber ist es nicht wundervoll sich wachsen zu sehen und eine eigentsändige Persönlichkeit zu werden? Für sich selbst zu erkennen was "gut" und "böse", was "falsch" und "richtig" ist?
Man hat plötzlich die Möglichkeit auf andere, jüngere Individuen positiv einzuwirken und ihnen ihr "wachsen" zu erleichtern...
Man kann wesentliche Dinge verändern, und - vor allem - wird man plötzlich in seinem Tun ernst genommen, was bei Kindern leider meist nicht der Fall ist. Zu wenige Menschen erkennen Kinder als wachsende, aber bereits ernstzunehmende Persönlichkeit an...

Trotz dieser Überlegungen kann ich dein Streben nach der vergangenen Kindheit nachvollziehen, denn gibt es nicht in allen Dingen eine positive und eine negative Seite.....?


R.I.P - Requiem

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