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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Erwachsen sein...?
EdEnS-fAlLWas bedeutet erwachsen sein für euch?
seine Träume aufzugeben und sich in die arbeitswelt verkriechen, aber auch verantwortung übernehmen?

bedeutet Kindsein naivität, träume und verantwortungslosigkeit??

oder ist dies nur ein weiterer versuch, des einkategorisierens??

was meint ihr?
TeireVom sogenannten Erwachsen sein hängt es viel mit dem zusammen wie andere einen einschätzen und man sich selbst einschätzen könnte...

Von anderen her gesehen müssten sie erkennen das man selbst ruhiger wird,mehr nachdenkt,mehr abstand von allen hällt und doch wissen was man möchte....

Von sich her ist das ziemlich verschieden da jeder andere Prioritäten hat wie bestimmte Ziele oder maßstäbe die man erreichen will,oder auch erkennen möchte da man als Kind nie weiss wie man später fühlt oder aggiert...

kurzgesagt das Erwachsen sein wird durch das Psyschiche ermittelt und nicht durch Alter...das Niveau ist maßgebend

Gruß

Teire
MenedemosEs gibt übrigens einen recht ähnlichen Thread, der sich mit der "Unschuld" der Kinder auseinandersetzt:

[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=13491]Unschuld der Kinder[/URL]

Mal schauen, wie sich der hier weiterentwickelt, vielleicht lege ich beide zusammen.
Teire@Menedemos

Unschlud der Kinder und ermitteln des "Erwachsen sein"...ist das nicht ein wenig verschieden?

Obwohl ich guck mir den genannten Thread mal an und vieleicht änder ich meine meinung drüber;)
LaChatteErwachsen sein bedeutet für mich in erster Linie: Verantwortung für mich selbst übernehmen.

Und dabei alle meine Träume leben...
rainravenErwachsen sein ist eine schmerzhafte Empfindung.

Es bedeutet, Dinge erfahren und gesehen zu haben, die man nicht unbedingt durchmachen wollte. Davon trauriger, ernster und nüchterner zu werden und das Gefühl zu haben, von wunderbaren Dingen ausgeschlossen zu sein, weil man durch Alter, Verantwortung, Mangel an Zeit oder veränderten Prioritäten nicht mehr teilhaben kann.
Komisch angeschaut zu werden, wenn man sich nicht "dem Alter entsprechend" kleidet oder das Gefühl zu haben, nicht wie alle andern zu sein. Plötzlich nicht mehr so akzeptiert zu werden, wie man ist. Und sich selbst im Inneren die Frage zu stellen: Will ich das noch? Darf ich das noch? Kann ich das noch? Hab ich jetzt Konsequenzen zu erwarten? welche?
Aufgrund von Job und Alltagsproblemen nicht mehr "ich" zu sein. Keine Zeit mehr zu haben und Freunde zu verlieren, die noch erwachsener sind als man selbst und sich für andere Dinge interessieren. Die plötzlich alle Kinder werfen und heiraten und man selbst kommt sich komisch und verraten vor, weil man ledig udn kinderlos bleiben möchte.

Erwachsen sein ist etwas, was man wird, aber nicht will.

Zumindest geht es mir so.


T.R.
Sephira ChockmaIch glaube es heißt auch dass man negatives erkennt. Auch an Leuten die man mag, wie z.B. an seinen Eltern oder anderen in der Familie.
Man erkennt dass jeder Mensch Fehler hat und dass die Eltern nicht die die großartigen, alleswissenden und alleskönnenden menschen sind.
LaChatteIch find erwachsen sein viel schöner: ich kleide mich, wie ich will (Kleidercodes sind bei Teenies doch viel strenger, von wegen richtige Marke und so), ich komm nach Hause, wann ich will, wie ich will, mit wem ich will... Ich fühlte mich als Kind viel weniger akzeptiert, so wie ich bin, als jetzt, und ich erlaube mir durchaus mal einige Exzentrizitäten.

Es ist richtig, dass Job und andere Probleme Zeit nehmen und Herausforderungen sind, die man bewältigen muss, aber haben das nicht schon Kinder, spätestens wenn sie in die Schule kommen?

Und meine kindliche, staunende, spielerische Seite habe ich mir in den Alltag hinüber gerettet, schliesslich kann ich mir als Erwachsene aussuchen, in welcher Firma ich arbeite (nun ja, mit gewissen Grenzen), welche Freunde ich treffe, welches Hobby ich habe.

Und ich lasse mich von den traurigen, deprimierenden Erfahrungen, die es immer wieder gibt, nicht unterkriegen, sondern mache das Beste daraus. Und eröffne mir so immer wieder neue Horizonte.

Das Leben ist schön!:)
NiemandslandTja, als Kind hatte man tatsächlich Null Verantwortung, aber auch nur einen winzigen Gestaltungsspielraum. Naivität und Kreativität kann man auch ins Erwachsenenalter mit rüber nehmen. Als Erwachsener hat man dann mehr Verantwortung, aber auch einen fast unbegrenzten Gestaltungsspielraum. Die Bandbreite des möglichen potenziert sich einfach.

Ehrlich gesagt, ich genieße das. Meine Kindheit war nicht so, dass ich sie wiederholen möchte oder mich nach ihr zurücksehnte. Nicht wirklich mies, aber alles andere als gut. Den Auszug (mit 19) habe ich als totale Befreiung erlebt.

Deshalb: Erwachsensein ist eindeutig besser als Kindsein. Aber auch viel anstrengender:D

Liebe Grüße
IcarosIch persönlich würde zwischen Erwachsensein und Reife differenzieren: Während ersteres all die angesprochenen negativen Attribute wie Desillusion, „sich seinem grauen Alltag fügen“ und ein Leben zwischen Job, Fußballübertragung und BILD-Zeitung aufweist, verbinde ich mit Reife die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und Problemstellungen mit einem gewissen Abstand anzugehen, ohne gleich blind für alles andere mit dem Kopf durch die Wand zu wollen.

Mit „Kindsein“ verbinde ich auch ganz klar Eigenschaften wie Kreativität, Phantasie und die Fähigkeit zu träumen – aber auch ganz klar ein gewisses Maß an Dickköpfigkeit und Uneinsicht.

Mein persönliches Ideal, das ich anstrebe, ist ganz klar eine Kombination aus Reife und den ersten Charakteristika, denen ich dem „Kindsein“ zugeordnet habe.

Es dürfte allerdings klar sein, dass solche Begrifflichkeiten wie „Kindsein“, „Erwachsensein“ und „Reife“ nicht absolut zu setzen sind, sondern lediglich repräsentieren, was ich in die jeweilige archetypische Schublade stecke.

Gruß
Icaros
SLDFür mich bedeutet erwachsen sein nicht von Alter her erwachsen zu sein(achja und damit nmuss auch nichts negatives zusammenhängen, wenn man seeeehr viel glück hat kann einem auch bis man 90 ist überhaupt nichts schlechtes wiederfahren)
Ich benutze es eher in dem Sinne eine gwisse Vernunft zu besitzen( achja totalen Quatsch labern ist für mich nicht unvernünftig ich meine eher im handeln das man selbst zurückstecken kann, nicht unnötig unwichtige Sachen als ungerecht empfindet (zum beispiel bei einem rollenspiel wie UO gleich im Forum/Chat zu flammen weil man von jemanden mal uumgebracht wurde), und wegen einfacher Sturheit dann einen streit entpfacht, Kritikfähigkeit ,quatsch reden oder tun solange man es mit einem gewissen Taktgefühl tut wiederspricht dem für mich nicht)
Ich versteh unter erwachsen sein auch nicht umbedingt den Verlust von Kreativität etc. was man mit kindlichen in Verbindung bringt(obwohl zumindestens ein Verlust von unbefangenheit und ein etwas komplizierteres Weltbild nicht vermeidbar sind), sondern eher Reife.
Und Alter halte ich wirklich für nicht entscheidend dafür es gibt genug vom Alter her erwachsene die sich weit unvernünftiger Benehmen als meinche Jugendliche.
Asmodyrian[QUOTE][i]Original geschrieben von Niemandsland [/i]
[B]Tja, als Kind hatte man tatsächlich Null Verantwortung, aber auch nur einen winzigen Gestaltungsspielraum. [/B][/QUOTE]
Ich würde mal sagern das hängt von deiner Erziehung ab und wieviel Zeit deine Eltern mit dir verbrachten. Ob man will oder nicht, aber Kindheit prägt für das ganze (erwachsenen-)Leben.
CerywennIch möchte nicht mehr erwachsen sein!
Es bedeutet für mich in erster Linie, die Verantwortung für mein Leben bzw. Handeln selbst zu übernehmen. Daran ist ja nichts schlimmes, doch leider steigern sich mit dem Alter auch die Ansprüche anderer an einen und das geht mir mächtig gegen den Strich! Die Gesellschaft bestimmt doch schon ab wann wir erwachsen sind und wie wir uns zu verhalten haben, damit wir in die bereits erwähnte Schublade passen! Also wenn es nur nach mir ginge, heißt "erwachsen sein" nichts anderes, als "ausgewachsen", "flügge".
Warum soll ich mich denn auch nur weil ich ein bestimmtes Alter erreicht habe anders verhalten als zuvor?? Warum darf ich nicht mehr wie ein "Kind" spielen, toben, laufen und all meine Lebensfreude (wenn gerade mal vorhanden :rolleyes: ) heraus schreien?
Kinder sind in meinen Augen die reinste Form der Menschheit, unvorbelastet und ehrlich. Das hat nichts mit Naivität oder Verantwortungslosigkeit zu tun! Leider werden wir dieses Stadium nach der Kindheit nicht wieder erreichen. Glaub ich zumindest. Doch es wäre schön!
Laßt mich wieder Kind sein....!
Cery
BlackSpawn[QUOTE]Ob man will oder nicht, aber Kindheit prägt für das ganze (erwachsenen-)Leben.[/QUOTE]

Das ist sicherlich so, aber heisst Eltern haben einen Teil der Verantwortung, was aus ihren Kindern charakterlich wird und ich denke nicht, dass irgendein Mensch guten Gewissens diese Verantwortung tragen kann und wenn sich viele Eltern darüber im Klaren wären, wenn ihre Kinder "verkorkst" (nach der allgemeinen Definition von "normal") wären, dann würde die Selbstmordrate sicher drastisch steigen, außer die Eltern wären psychisch gestört...
Sephira ChockmaJa die Erziehung und die Eltern sind für das spätere Leben sicher sehr wichtig.
Es ist ja auch erwiesen, dass sogar die Kindheit der Eltern noch eine Rolle dabei spielt. Ich denke es stimmt: den meisßten Eltern ist gar nicht bewusst welchen schasden sie anrichten können, wenn sie nicht mit ihren Kindern umgehen können.
:(
Niemandsland@Magier, BlackSpawn, Sephira Chokma
Ihr habt absolut recht. Die Eltern geben oft das weiter, was sie von ihren Eltern gelernt haben. Bei meinen war es vor allem ein totaler Mangel an Gefühlen bzw. die Unfähigkeit diese auszuleben und auszudrücken. Es hat mich viele Jahre gekostet, darüber auch nur einigermaßen hinwegzukommen und anders als sie zu werden. Ihre (physische) Nähe und die Kälte, die sie ausstrahlen, kann ich heute nicht mehr ertragen. Ich halte mich von ihnen fern...
BlackSpawndas ist echt schade für dich :(
aber ich zweifle nicht, dass es bei mir genauso sein wird.. leider
und man kann nichts ändern..
LysistrataHi!

Ich hab zum erstenmal gemerkt, dass ich erwachsen wurde, als ich nicht mehr so spielen konnte wie früher. Ich konnte nicht mehr einfach so tun als wäre ich jemend anderes. Das war ganz schön deprimierend.:( Und jetzt vor kurzen hab ich es wieder gemerkt. Ich hab nämlich gerade mein Abi gemacht und gemerkt, dass es total merkwürdig ist nach 13 Jahren da zu stehen und selber zu entscheiden, was aus meinem Leben wird.
Ich lese gerne Kinderbücher (denn es gibt echt gute), aber als Jugendliche kannst du dich nicht eingach in der Bücherrei in die Kinderbuchecke setzen und da lesen, du wirst dann nämlich total schief angeguckt. Aber ich glaube jetzt werde ich es mal machen. Sollen die Leute doch denken was sie wollen!:p
Ich wünsche euch allen, dass ihr nie vergisst wie es war ein Kind zu sein! Ich glaube, das ist das Schlimmste, was einem passieren kann.
Gruß
Lysistrata
Niemandsland@BlackSpawn
Nein, ändern konnte ich bisher nichts. Ich habe es versucht (vier Jahre lang). Aber das hat mich einfach zu viel Kraft gekostet. Aber den Versuch war es wert. Jetzt gebe ich das auf.

@Lysistrata
Nutze den größeren Spielraum. Nach kurzer Zeit wirst Du ihn nicht mehr missen wollen. Und was die Kidnerbücher angeht: Tu das, was Dir Spaß macht und pfeif auf schiefe Blicke. Die haben doch keine Ahnung.:D

Liebe Grüße
DyingAngel84ich denke erwachsen sein bedeutet nichts anderes als verantwortung tragen zu können, eine feste meinung zu diversen dingen zu haben, ehrlich zu sein und ein gutes vorbild für manch andere zu sein!
BlackSpawndann sind aber sehr viele menschen noch nicht erwachsen, die auch im mittleren alter sind.. denke nicht, dass man das so definieren kann, wenn man das überhaupt kann
LaChatteIch schliesse mich der Definition von Dying Angel 84 an... und auch der Meinung, dass viele Personen über zwanzig halt nicht wirklich erwachsen sind.
Weinender EngelSeine Träume sollte man niemals aufgeben, das hat nichts mit Erwachsensein zu tun.
Wenn du deine Träume aufgibst, für was lebst du denn dann noch?

Mit zunehmendem Alter merken, was Verantwortung übernehmen bedeutet, das ist wohl ein Merkmal des Erwachsenseins - was aber trotzdem viele sogenannte Erwachsene noch nicht gemerkt haben -.

Genau definieren kann man Erwachsensein wohl nicht, schon gar nicht durch irgendwelche Altersgrenzen.

Ich denke, dass man vor allem durch schmerzliche Erlebnisse erwachsen wird, durch die man merkt, was im LEben wirklich wichtig ist und wie unwichtig doch die ganzen kleinen Alltagsprobleme sind.

Erwachsensein bedeutet für mich Verantwortung übernehmen, zu seinem Handeln stehen, Ehrlichkeit und Nachdenken, bevor man sinnlos Leute verletzt.
Cerywenn[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]... und auch der Meinung, dass viele Personen über zwanzig halt nicht wirklich erwachsen sind. [/B][/QUOTE]

Gott sei dank - ich bin gerettet ;)
WaldelbeKind-sein: Die Welt vorurteilslos und neugierig betrachtend

Erwachsen-sein: Arbeiten, Essen, Schlafen, Aufstehen und wieder arbeiten

So sehen für mich die definitionen grob zusammengefasst aus.
Ich sehe mich weder als Kind noch als Erwachsene... ich bin einfach und das ist auch gut so... ich möchte nicht erwachsen werden, so werden wie die "Erwachsenen" in meinem Umfeld, aber ich bin auch kein Kind mehr. "Erwachsene" verhalten sich so, als wüssten sie alles über das Leben, stempeln uns als "kindlich" ab, aber ohne dass sie es wirklich wahrnehmen, verhalten sie sich selbst auch "kindlich". Ich kann sie nicht verstehen, ihr Wesen, sie behaupten etwas von sich, aber meist ist das genaue Gegenteil ein Teil der Wahrheit. Klingt kompliziert, ich drücke mich meist etwas kompliziert aus, aber vielleicht verstehts ja doch jemand.
phillossoffBegreife dich selbst bevor du die Welt ergreifst!

Ein erwachsener Mensch ist ein Mensch, der fähig ist Verantwortung zu übernehmen. Ein Mensch ist nicht erwachsen, nur weil er Verantwortung übernimmt!

Ein erwachsener Mensch muss authentisch sein, d.h. er muss sich in allen seinen Eigenschaften auskennen und wiedererkennen. Ein authentischer Mensch lebt im Reinen mit sich und steht zu allem an sich. Er ist sicher in seinen Entscheidungen aber gleichzeitig bereit für ihn ersichtliche Fehler ehrlich einzugestehen und sie mit seiner Person zu vereinen. Der authentische Mensch ist ein Individuum und erfährt sich als solches, d.h. er kann nicht religiös sein, weil die Religiosität eine Verlagerung von, dem Menschen eigenen Eigenschaften auf eine göttliche Instanz impliziert.

Der authentische Mensch kann sich selbst verantworten und übernimmt Verantwortung für sich selbst. Der authentische Mensch lebt nach dem "Wahrheitsprinzip".

Ein erwachsener Mensch, im Sinne eines vollendeten Menschen, muss jedoch nicht nur authentisch sein, sondern muss die Authentität als Basis für die sittliche Autonomie nutzen. Die sittliche Autonomie beinhaltet die Fähigkeit zur Empathie. Um diese zu erlangen muss der Mensch fähig sein die Erkenntnisse, die er als authentischer Mensch erlangt hat, auf alles ihn umgebende anzuwenden. Er muss sein "Ich" auf andere anwenden und diese wie ein "Anderes Ich" behandeln.
D.h. der authentische Mensch hat erkannt:
- alles entsteht durch Zufall, dashalb ist keine Existenz gerechtfertigter als eine andere
- alles strebt nach einem Leben, in dem zwei Bedürfnisse befriedigt werden:
1. alles will in seinem Leben das tun können, was es kann und dies zu seinem Lebensinhalt machen
2. alles will ohne Leid leben
- da alles gleichwertig ist, kann ein Mensch nicht wollen, dass irgentetwas in diesen Bedürfnissen beschnitten wird

Der sittlich autonome Mensch handelt nach dem Prinzip der Nächstenliebe, aber nicht, weil es ihm geboten wurde, sondern, weil er erkennt, dass dies die einzige gerechtfertigte Art zu leben ist.

Das Stadium der sittlichen Autonomie ist das letzte vom Menschen erreichbare Stadium. Es ist universell. Jeder Mensch kann es erreichen. Alle sittlich autonomen Menschen handeln gleich, d.h. sie treffen alle die gleiche oder eine gleichwertige Entscheidung.

Konklusion: Praktisch alle Menschen sind nicht sittlich autonom, d.h. es gibt praktisch keine erwachsenen Menschen.

Sittlich autonome Menschen streiten nicht, denn es entstehen keine Konflikte zwischen ihnen. Sittlich autonome Menschen beötigen keinen Staat und keine Religion. Jegliche Kontrolle und Führung ist überflüssig.

Dieser Zustand ist unerreicht und wir es vielleicht immer bleiben, vielleicht aber auch nicht. "Der Werdende wird immer dankbar sein!"

Ich erläutere auch gern noch genauer.


Phillossoff
SLDhmm naja auch wenn ich die definition für etwas viel für das Wort erwachsen halte(dafür verwende ich das Wort perfekt)
Zu dem keinen Staat und keien religion mehr ch bin der Meinung eine gewisse Führung(nicht in Sinne von befehlsgewalt(sollte dann ja unnötig sein), sondern allein zu organisation) Vorteilhaft wäre wenn man nicht auf den heutigen Kompfort verzichtet sollte man schon wissen wer was herstellt, wo das noch fehlt etc. ich glaube auch nicht mit sittlichen autonismus würde Koordination ohne jemanden der den Überblick hat nicht klappen(ausser alles sind Selbstversorger und man pfeift auf alle Sachen die ohne Fachkentni nicht herstellbar sind) naja davon abgesehen das ich es für ein unerreichbaren Zustand halte.

Glauben impliziert die Verlagerung seiner Eigenschaften auf eine göttliche Entinität? Dafür halte ich Glauben zwar ungefähr aber gebe es einen Gott was man nie 100% ausschliessen kann wäre keine Übertragung nötig aber naja auch egal.

Nun das keine Existens gerechtfertigter ist als eine andere kann man logisch erkennen, wonach sie streben auch, aber das ihnen nicht Schaden hmm das ist reine Ethik und ausser davon das man eine Gruppe braucht für mich nicht logisch untermauert, wenn man als Ziel den eigenen Nutzen hat(was nciht aufjedenfall von der Erkentnis das die eigene Existens nicht gerechtfertigter ist als die anderer aussgeschlossen wird da man nicht denken muss jemand ist was schlechteres als Mann um das eigene Wohlergehen dem seinen vorzuziehen) tut man das was einem hilft auch wenn es andere beschneidet den nur weil man nicht gerechtfertigter existiert muss es ein noch nicht wichtig sein ob man anderen schadet, wenn doch erkläre bitte. Ist also nur Ethik auch wenn ich sie für selbstverständlich halte. Der Mensch braucht andere Menschen, doch durch ihren Schaden kann er teilweise sich selbst Vorteile verschaffen und ob man das tut oder nicht ist meiner Meinung nach nicht durch pure Logik definierbar sondern durch die Wertung des eigenen Wohl und das von anderen. Und das alle durch Zufall entstanden sidn impliziert für mich noch nicht beides gleich zu werten.

Achja kannst du noch deinen begriff sittliche Autonomie genauer ausführen, da ich nur raten was du genau damit meinst.
phillossoffEin Staat dient dazu den Bürgern Sicherheit zu gewähren. Sie geben gewisse Freiheiten auf, z.B. das Rauben, das Töten usw. was ihnen einen Vorteil verschafft, um Sicherheit zu erlangen, denn der Staat verpflichtet sich auf einer Rechtsgrundlage mit Hilfe von Polizei und Militär jeden einzelnen Bürger vor dem anderen und vor anderen Staaten zu schützen. Das ist so ziehmlich was Hobbes festgestellt hat.
Ein Volk von sittlich autonomen Menschen kann es nicht ohne Staat geben, weil es vor dem Außland geschützt werden müsste. Wenn allerdings die Menschheit sittlichautonom werden würde gäbe es keine Konflikte mehr, weder zwischen einzelnen Individuen noch zwischen Staaten. Folglich wären solche Institutionen überflüssig. Was nicht überflüssig wäre sind natürlich Verwaltungseinrichtungen auf kommunaler Ebene (Bürgeramt u.Ä.). Finanzämter bräuchte man nicht mehr, weil es ja keinen Staat gibt an den man Steuern zahlen muss. Andere Einrichtungen wie Wasserwerke, Strom etc kann alles durch die Wirtschaft geleitet werden. Hierfür ist kein kontrollierender Staat nötig, weil sittlich autonome Menschen nicht auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind, sondern Kompromisse schließen, bei denen alle Beteiligten was davon haben. Es braucht werder Gewerkschaften noch Verbände um sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren, weil es keine Ungerechtigkeiten mehr gibt. D.h. nicht, dass es keine Meinungsverschiedenheiten oderProbleme gibt, sondern, dass diese durch sittlich autonome Menschen diskutiert und gelöst werden, ohne das eine Partei einen besonderen Nutzen gegenüber der anderen daraus schlägt.
Koordination und Leitung ist natürlich auch in solch einer Welt unumgänglich. Das führt aber auch nicht zu Klassenunterschieden zwischen Führungskräften und Arbeitern, weil sittlich autonome Menschen sich ihre Arbeit gewählt haben und ihr Einkommen nach dem was sie arbeiten in Relation zu den anderen richten. Ein sittlich autonomer Mensch ist nicht auf seinen eigenen Vorteil bedacht.

Feuerbach hat festgestellt:
Der Mensch ist ein Mängelwesen: er ist vom Tod bedroht, von Leid und Elend ... Gott wird hier zur positiven Erfüllung dessen, was dem Menschen fehlt. Er wird zum positiven 'Gegensatz' des Menschen. Der Mensch, Inbegriff alles Nichtigen und Negativen, schafft sich einen Gott als Hort des schlechthin Positiven.
Zitat Feuerbach: "Das göttliche Wesen ist nichts anderes als das menschliche Wesen, oder besser: Das Wesen des Menschen, abgesondert von den Schranken des individuellen, d.h. wirlich, leiblichen Menschen, vergegenständlicht, d.h. angeschaut und verehrt als ein anderes, von ihm unteschiedenes eigenes Wesen - alle Bestimmungen des göttlichen Wesens sind darum Bestimmungen des menschlichen Wesens ...
Der Mensch kann keine andere Intelligenz glauben, ahnen, vorstellen, denken als die Intelligenz, die ihn erleuchtet, die sich in ihm bestätigt. Er kann nichts weiter als die Intelligenz absondern von den Schranken seiner Individualität."

Man muss hier beachten, wann Feuerbach lebte, aber selbst, wenn wir heute nicht mehr so viel Leid und Elend ertragen müssen, wir finden Gott in erster Linie dort, wo wir leiden. Was Feuerbach richtig erkannt hat, ist, das Gott nichts anderes sein kann, als ein Geschöpf, das sich jeder gläubige Mensch für sich selbst schafft. Er belegt dies damit, dass ein Mensch sich nicht vorstellen kann, was er nicht weiß. Obwohl die Vorstellung der Menschen stark durch die Kirche geprägt ist, die einem ja vorschreibt, wie man sich Gott vorzustellen hat, ist Gott für jeden Menschen etwas anderes. Im Laufe der Bibel haben sogar die Schreiberlinge dieses Werker ständig an andere "Gotts" geglaubt. Die Tatsache, dass Gott alle sein kann, wie es von Gläubigen oft propagiert ist, ist nicht ein Argument für den Glauben, sondern für Feuerbach.


Was ich hier schreibe ist reine Philosophie. Oft verwechselt mit Psychologie und Ethik. Die Unterschiede: Psychologie stellt fest, wie im einzelnen etwas ist und warum. Ethik stellt fest wie etwas allgemein ist und sagt wie es sein soll. Philosophie stellt fest warum es ist und wie es sein sollte.

Philosophie ist daher nicht an die Grenzen der Realität gebunden wie die Psychologie und die Ethik. Sie erlaubt mir also ohne Rücksicht auf die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung die Lehre des sittlich autonomen Menschen zu verbreiten. Tatsache ist, dass sich die anderen Wissenschaften an der Philosophie orientieren.
Ich bin mir natürlich der Unumsetzbarkeit der Lehre im Bezug auf die gesamte Menschheit bewusst, aber man soll nicht die Hoffnung aufgeben. Außerdem tu ich damit, was ich kann und erfahre dadurch kein Leid. Leid erfahre ich im Gegenteil, wenn ich Menschen sehe, denen ich helfen könnte, die aber gar nicht verstehen wollen. (Nietzsche ist verrückt geworden, weil er die "Wahrheit" wusste und alle ihn nur ausgelacht haben, obwohl er ihnen hätte helfen können.)


Zurück zum Thema:
Der sittlich autonome Mensch kann nicht wollen, dass diese zwei Grundbedürfnisse eines Menschen beschnitten werden, nicht einfach, weil er erkennt, dass seine Existenz nicht gerechtfertigter ist als die des anderen, sondern, weil diese Tatsache, dass alle gleich sind ihne dazu veranlassen sein eigenes Ich auf das Gegenüber zu projezieren. D.h. als authentischer Mensch lebt man sich als Individuum und durch die Empathie kann man sich in das Gegenüber hineinversetzen. Das Gegenüber wird nichtmehr als Gegenstand betrachtet sondern als fühlendes Ich, als ein anderes Ich mit all meinen Eigenschaften, d.h. auch diesen beiden Grundbedürfnissen. Aus der Erkenntnis der Zufälligkeit und der wahren biologischen Beschaffenheit des Gegenübers erwächst die Gleichheit.
Diese Erkenntnis gebietet einem sich zum Gegenüber zu verhalten, wie zu sich selbst. Das eigene Wohl ist nicht mehr nur das eigene, sondern auch das des Gegenübers. Der Schaden des Gegenübers ist auch der eigene Schaden. Im kleinen erlebt das jeder, wenn er einen verletzt und dann Schuldgefühle hat. Wüsste er nicht, wie man sich mit Schmerzen fühlt hätte er auch keine Schuldgefühle.
Das ist die Lehre der Nächstenliebe, erklärt nicht durch das Gebot Gottes, sondern durch den menschlichen Verstand basierend auf Erkenntnis und Logik.
Das ist es, was den sittlich autonomen Menschen ausmacht:
1. die Individualität, die er selber lebt, was ihn zum authentischen Menschen macht
2. die Erkenntnis der Gleichheit und damit die Fähigkeit zur Empathie


Das Gegenüber ist für einen sittlich autonomen Menschen alles Lebende.

Wenn du es ausprobieren willst muss ich dir aber noch das Wahrheitsprinzip erklären, sonst kannst du dich nicht richteig leben und deine Umwelt nicht richtig erleben.
Kann ich gern auch noch machen, wenn es interessiert.




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