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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Gut/Richtig und Böse/Falsch?!?!?
angel of sorrowGibt es das eigentlich? Wer nimmt sich die Freiheit heraus, darüber zu urteilen, ob etwas gut oder böse ist/war?

Für jemanden/etwas ist eine Sache, die für einen Anderen schlecht ist, immer gut, ganuso umgekehrt.

Auch bei einem Mord ist es ja so. Ganz nach dem Motto 'Kein Nachteil ohne Vorteil' - für irgendjemanden wird auch das einen Vorteil haben (sry wg dem krassen Beispiel)

Gibt es Richtig und Falsch überhaupt?
Scaniumnaja, jeder Mensch handelt subjektiv gut, wobei dies einem anderen Verwürfnisse in dessen subjektiven Empfinden hervorbringen kann, welche er als böse benennt.

Wir haben seit einigen Centurien das Phänomen, dass sich die sogenannten christlichen Religionen ausgeweitet haben, und ihr Dogmen von Gut und Schlecht/Böse in den Menschen geradezu eingebrannt haben. Dadurch haben wir eine pseudo-objektive Grundlage für die Definition von Gut und Böse (welche jedoch an und für sich hinfällig ist, weil auch die Kirchen von Menschen dominiert werden). Nur für den Fall, dass es einen (hypotetischen) Gott geben sollte, welcher diese Gebote in eben der akuell bestehenden Auslegung beabsichtigt hat, dann und NUR dann, hätten wir eine klare, echte Klassifizierung von Gut und Böse.

So long...
CurzonWie kann ein Mensch überhaupt normal heranwachsen, wenn er nicht weiß, was gut und was schlecht ist?
Das Gehirn des Menschen funktioniert nunmal nach diesem Prinzip.
Es gibt immer etwas, das man als "böse"/"schlecht"/"verwerflich" betrachtet und immer etwas, das man als "gut" betrachtet.
Es IST einfach so, kein Mensch kann komplett ohne auskommen.
Außerdem, was ist so falsch daran, wenn man der Meinung ist, daß es prinzipiell schlecht ist, einen anderen Menschen zu töten?
Was ist falsch daran, wenn man die Liebe prinzipiell für etwas gutes hält?
ScaniumWenn du etwas als gut und böse klassifizieren willst, dann musst du ein rationales System in den Köpfen der Leute implementieren, welches daür sorgt, dass nur rational verwerfliche Dinge as unmoralisch gelten.

Wenn du jemanden tötest, vernichtest du ein anderes Leben.
Wenn diese person gerade dabei war, viel Schaden anzurichten oder viele andere ungerechtfertigterweise zu töten, dann hast du rational richtig gehandelt.
wenn es ein unbescholtener, friedlich dahinlaufender grossvater war (nur als beispiel) dann kann ich keinen rationalen Grund dafür finden, ihn zu töten (ausser vielleicht seiner Vergangenheit o.ä.)


Das Problem ist nicht das Prinzip
im Prinzip sind die 10 gebote hervorragende Grundsätze, da sie viel Böses Blut vermeiden - Konflikte darum, welcher Gott der richtige ist, Fremdgehen etc., aber was ist mit den Ausnahmen - die musst du genau definieren.

Das Problem bei rationalen Definitionen jedoch:
Ist es gerecht, dass jener für eine Stunde arbeit das doppelte bekommt als der andere, obwohl sie beide eine Stunde ihrer Lebenszeit dafür opfern?
Carcas999Schönen guten Abend!

Die Menschen waren es doch erst die eine Unterscheidung zwischen dem Gut und dem Böse "erfunden" haben und sie sind auch die ersten Lebewesen die "gut" oder "schlecht" handeln,weil sie es anscheinend nötig haben für alles Unterscheidungen und Urteile zu haben
Denn alles andere,die Tiere,die Pflanzen sind doch eigentlich objektiv, wen Tiere töten,dann nur um sich zu ernähren und ihr eigenes Leben zu retten, die Menschen sind die einzigen die mutwillig Leben zerstören.

Der Bibel nach soll Eva die Sünde, also alles Schlechte, über die Menschheit gebracht haben, was mir sowieso nur als dumme Ausrede erscheint um einen Schuldigen für unsere Sünden zu haben. Aber auch nur die Menschen können darüber urteilen was gut und was böse ist, deswegen ist es ansichtssache welche dinge man als schlecht und welche als gut ansieht.
Kommt zum Bespiel ein Gewitter auf,ärgern wir uns über das schlechte Wetter und doch ist der Regen lebenswichtig für Pflanzen etc

@curzon:
Was ist denn wenn du einen Menschen tötest weil du in der Wüste bist und sonst verhungern würdest?
Oder wenn du so unglücklich verliebt bist,dass die unerwiderte Liebe nur noch Schmerz und großes Leiden für dich sind?

Eure carcas
isidorGut/Böse...
Tja, die Unterscheidung ist wohl ziemlich schwierig. Ich würde sargen, daß das vermutlich am besten durch den gesunden Menschenverstand entschieden wird.
Ich habe auch schon davon gehört, daß bisweilen auch in positives und negatives Übel unterschieden wird.
Als Beispiel denke ich an eine Person. Ihr wird gesagt, daß sie Krebs habe. Ist das schon ein böses Schicksal?
Doch nicht unbedingt, wenn die Person dadurch ein viel bewußteres Leben führen lernt und hinterher wieder voll gesund ist. Dann war es doch letztlich sogar eine sinnvolle Krankheit...
Ist wohl alles eine Frage des Standpunktes....
kis_puncialso im endeffekt läuft das urteilen über gut/böse doch nur auf die moralisch-ethische einstellung der person (also auch der gesellschaft) und deren ...hmmm... realitätsempfinden (is das nun das richtige wort dafür ?? *dampf*) hinaus.
das handeln der masse wird doch schon seit jeher durch moral und ethik (was natürlich immer andere auslegungen gefunden hat) bestimmt, wodurch man sich ein besseres-miteinander sichern wollte/will und , so stell ich das jetzt einfach mal in den raum, der mensch dazu geneigt ist, sich als "intelligenter" als andere dinge -seien dies nun tiere, pflanzen oder andere menschen- zu betrachten und sich deshalb das recht herausnimmt zu urteilen....

es gibt natürlich auch ausnahmefälle", die dann von der gesellschaft manchmal sogar als geisteskrank empfunden werden, bestes beispiel dafür : mord.
vielleicht war die tat für den mörder "gut" , für den rest ist sie "schlecht". und bei soetwas hat der mörder ein "gestörtes" verhältnis zur realität bzw. zum moralischen-norm denken.
letztendlich bestimmt die menge was gut und was böse ist...
shroud_of_falsealles was mir nützt ist gut.
alles was mir schadet ist böse.
:D
TeireGut und Böse sind zwei Seiten,
nur wenige die eine Sache mit sich trägt,
suche aus was dir hilft dich zu erweitern,
unabhängig davon ob es sich mit anderen verträgt,

Also demnach...Gut ist für einem was man profitabel ansieht und Böse das entsprechende gegenteil,also wenn man in einer Sache keinen Sinn oder dergleichen findet...such dir aus was gut oder Böse ist;)

Gruß

Teire
LeninEs gibt kein gut und böse!
Wie schon gesagt wurde für jeden ist es anders.
Nhemen wir mal das beispiel Kalter Krieg Ost gegen West im Westen war der Osten das Personifizierte böse das mit aller Macht zerstört werden sollte, genau so im Osten.
Es kann nur ein gut und nur ein böse geben wenn man sich irgend welche Wert vorstellungen von anderen aneignet z.B man wird Christ und dann hat man dann gut und böse aber wie ich finde sollte man diese Werte nicht ignorieren sondern sich mal alles anschauen um dann für sich selber zu entscheiden.

Gez. Lenin
CurzonWarum wird ständig versucht, Moral und Ethik rein rational aufzubauen?
Der Grundsatz dabei, nicht zu töten liegt doch nicht darin, daß man rational weiß, daß es falsch ist, zu töten, sondern weil man einen anderen Menschen einfach nicht töten will, weil es emotional zu größten Schmerzen führt...zumindest bei den Menschen, die durch äußere Umstände nicht total verroht und pervertiert sind. Aber selbst solchen Menschen bereitet es bestimmt keine echte Freude.
Sicher, der Mensch muß diese Menschlichkeit auch erst "lernen", oder besser gesagt entwickeln, aber wenn er sie gelernt hat, dann erkennt er sehr schnell, daß es eigentlich viel mehr seinem Wesen entspricht so zu denken und zu handeln als vorher.

Und, wie immer gibt es zu jeder Regel eine Ausnahme.
Daher meinte ich auch, daß man, wenn man alles auf starren rationalen Regeln aufbaut dazu neigt, die Dinge zu absolut zu sehen und keine sinnvollen Ausnahmen zuzulassen.
Ausnahmen wie Tyrannenmord oder Abtreibung nach Vergewaltigung sind durchaus zulässig.

@Carcas999:
Das mit der Wüste kann ich dir nicht beantworten, solange ich nicht akut in eine solche Situation gerate.
Das mit der Liebe...stimmt leider, aber damit muß man eben klarkommen, schließlich geht das Leben weiter.
Scanium[QUOTE][i]Original geschrieben von Curzon [/i]
[B]Und, wie immer gibt es zu jeder Regel eine Ausnahme.
Daher meinte ich auch, daß man, wenn man alles auf starren rationalen Regeln aufbaut dazu neigt, die Dinge zu absolut zu sehen und keine sinnvollen Ausnahmen zuzulassen.
Ausnahmen wie Tyrannenmord oder Abtreibung nach Vergewaltigung sind durchaus zulässig.
[/B][/QUOTE]

Aber ist das nicht auch der Versuch, die Sache zu vergeistigen, zu rationalisieren?

Wir kommunizieren durch Sprache, die wir durch unsere Ratio, unseren Verstand benutzen. Sobald wir auch nur versuchen, über Gefühle zu sprechen, wobei Gefühle oft gänzlich anders sind als alles, was wir uns erdenken können, drücken wir sie in das Muster der Sprache und damit der Gedanken (beobachtet Euch einmal selbst - ihr DENKT alle nicht gerade selten in Sprache).


Es wäre sogar durchaus rational möglich, Situationen zu erstellen, wo es so ist, dass ich selbst nicht sagen könnte, ob es nun verwerflich, gutzuheissen oder zu ignorieren ist, was geschieht.

EIn Beispiel:
Eine Insel, 3 Leute darauf.
Ein Wissenschaftler, welcher nur für sein Werk lebt, seit seine Frau starb, sein Sohn und seine Kranke Tochter.
Die Tochter leidet an einer Geisteskrankheit, wobei dadurch unsicher ist, ob sie die Welt um sie herum überhaupt mitbekommt.
Was sollte den Sohn nun daran hindern, mit seiner Schwester Sex zu haben?

man kann das Beispiel auch leicht verändern, um den rationalen Aspekt der Inzest auszubauen - ein irgendwie per Schiffbruch angeschwemmtes Mädchen...


Wie würde ihr handeln?
MileaIch bin der Meinung, es kommt auf die Situation und den jeweiligen menschen an. Nehmen wir dein Beispiel, Mord. Für Außenstehende, die die näheren hintergründe nicht kennen, ist es sicher eine schockierende Tat. Aber wenn man sich einmal die mühe macht, dahinter zu sehen, nachzufragen, warum dieser mord begangen wurde, kann man teilweise nachvollziehbare und vielleicht sogar "menschliche" Motive entdecken. Die Grenzen von Gut und Böse sind oft zusehr verschwommen, als dass man die Sache einem von Beiden zuordnen könnte. So denke ich zum Mindest.

cu, Milea
DornenflügelWarum muss man überhaupt alles in Schubladen einteilen? Gut und Böse , hell und dunkel , falsch und richtig.
Das was wir als "Gut" bezeichnen hat wohl eher etwas mit Moral zu tun und mit Gewissen . Beides bekommt man als Kind " anerzogen"..so glaube ich das wir gar nicht mehr aus rein objektiver Weise beurteilen können , was gut und böse ist :)
Denn es stellt sich bei uns immer ein Gefühl ein , wenn wir hören , dass jemand z.B ermordet wurde , und dadurch sind wir in unserem Denken schon beeinflusst.

~just my 2 cent :D
seelenmordSagt recht viel:

Der Zweifel ist's, der Gutes böse macht! (Goethe, Iphigenie auf Taurus)

sm
deadsoulhm.. Gut und Böse sind aus meiner Sicht zunächst als reine Symboliken zu betrachten. Diese dienten und dienen immernoch dazu die Grundfesten einer Gesellschaft zu bilden. "Was darf ich" und "was darf ich nicht".
Viele von diesen Verhaltensregeln sind vielleicht schon älter, als die urmenschliche Sprache ansich. Wann immer mehrere Lebewesen nahe beinander existieren, sind Regeln nötig...
Der einfachste Weg Regeln festzulegen ist binär. 2 verschiedene Zustände. Gut|Böse, Weiß|Schwarz usw.
Wer weiß, vielleicht hat sich der menschliche Glaube ansich erst aus oder mit diesen Symbolen entwickelt.

Nur, die Welt ist nicht so einfach in diese beiden Zustände einzuteilen. Sicher, es ist bestimmt möglich. Nur wird es jede Menge "verschnitt" geben. Die Welt ist nicht binär und genausowenig der menschliche Verstand. Er wurde nur für den Vorteil sozialer Strukturen so geprägt. Die Folgen dieser Prägung lassen sich nur grob einschätzen..vor allem wenn Glaube ins Spiel kommt.

In der Realität existiert kein Gut und Böse... nur in der vermenschlichten Wahrheit.
ReflectionMeine Meinung zu dem Thema Gut/Böse - Moral - habe ich schon in einem entsprechenden Thread (noch innerhlab dieses Monats?!) kund getan und will kein copy & paste in Foren einführen.

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Unabhängig von der eigentlichen Thematik:
>Mord: Leider/zum Glück ist ein Board eine Plattform innerhalb derer man nie die Leser-/Schreiberschaft kennt und daher auf eventuelle Beeinflussung dieser durch mögliche Aussagen achten muss. Somit kann solch eine Internetplattform nicht dafür genutzt werden über moralisch fragliche Handlungen wie z.B. Mord vollkommen abstrahiert zu diskutieren. Versucht man dies doch, so wird ein thread meist stark emotional und bisweilen "unsachlich". Die Folge sind Zensur durch Admins (durchaus nachvollziehbar).
Ansonsten würde eine Diskussion über derartige Verhaltensmuster (wie z.B. Mord) sicherlich Fragen aufwerfen, deren Relevanz sich nicht jeder in Bezug auf seine eigene Person entziehen könnte.
shadowchildRichtig und falsch gibts wohl nur in den menschlichen moral-vorstellungen.

Wenn eine hauskatze im garten eine maus killt dann wird sie ja auch nich auf den elektrischen stuhl geschickt oder?

Und wenn im amiland jemand mit nor pumpgun einen unbewaffneten hinrichtet... dann kommt der wohl in die gaskammer auf den stuhl etc.
Das ist ja dann ungefaehr das gleiche verhaeltnis wie zwischen einer maus und einer katze.

Ich finde es ganz natuerlich, das der staerkere siegt... so hat die natur es festgelegt.

Und der mensch bildet sich nur ein darueber urteilen zu koennen was richtig und falsch ist.

Die wahre natur von gut und boese ist liebe. Das eine kann es ohne das andere nicht geben.
heading~homeich denke gut und böse bzw richtig und falsch sind nur persönliche empfindungen und keine fest definierten begriffe....
aurora borealisgut und falsch wird schon bei kleinen Kindern manifestiert, die unterscheiden können, was Diebstahl ist etc.
Allerdings ist es immer wichtig, von welchem Standpunkt aus man es betrachtet.
Erziehung ist dabei das wichtigste mit, da hier vor allem Erklärungen von nöten sind. Viele Eltern belassen es bei einem "Das ist halt so" und gut ist.

Was in dem einen Moment schlecht ist, kann im nächsten Moment schon wieder gut sein.
Es ist also eine Definition in Bewegung.
Kehlendirdie masse entscheidet.. hat sie schon immer... und wir können nur mit dem strom schwimmen um gegen ihn arbeiten zu könenn... nur sind wir bereit die risiken einzugehen?
LuziferTiere kennen kein Gut und Böse, weil sie nach ihren Instinkten leben. Der Mensch hat einen (prinzipiell) freien Willen, der gleichzeitig mit der Erkenntnis (Geschichte mit dem Apfel im Paradies) zusammenfällt.
Er kann sich aufopfern, er kann unbegrenzt grausam sein.
Deswegen unterliegt er Sittengesetzen, um sein Handeln in die für die Gemeinschaft besten Bahnen zu lenken. Man beobachte die Unbefangenheit, mit der kleine Kinder Ameisen zertreten oder Spinnen die Beine abreißen. Der Instinkt fehlt und muß durch Erziehung und ein ethisches Gerüst ersetzt werden, bis hin zu Tabus (s.o. : Inzest).
Scanium*den Gedanken an den kantschen Imperativ in den Raum wirft, ihn dort einsperrt und wegrennt*
Luzifer[QUOTE][i]Original geschrieben von Scanium [/i]
[B]*den Gedanken an den kantschen Imperativ in den Raum wirft, ihn dort einsperrt und wegrennt* [/B][/QUOTE]

Das steht dort so wunderschön, daß es mir den Atem verschlägt.
Aber frühmorgens kann ich mich noch nicht entscheiden, spricht das nun für oder gegen meine Aussage?:D :p :rolleyes:
Scaniumalso, mit deinem Beitrag hatte ich eigentlich keine Bedenken - werte ihn als unterstützt :o :D


wollte eigentlich Unity mit dem Imperativ im Raum einsperren ;)
Luzifer@Unity
Wenn Eltern sagen "Das ist halt so", ist das fast eine Aussage religiösen Ausmasses, denn die 10 Gebote werden ja auch nicht per Anhang erklärt...:)
Wobei dieser Satz i.d.R. aus zwei Quellen gespeist sein dürfte,
entweder der Bequemlichkeit und das ist verwerflich oder der Befürchtung, daß das Thema für das Kind zu komplex sei.
Dabei läßt sich alles auf der Welt auf eine einfache Aussage reduzieren, das haben wir doch schon in der Schule geübt.

Kinder geben uns eine zweite Chance, die Welt noch einmal mit neuen, unverbildeten Augen zu sehen und wenn wir das als Belästigung empfinden, wäre es schade für uns selbst.
LaChatte[QUOTE]Die wahre natur von gut und boese ist liebe. [/QUOTE]

... Einspruch!

Lieben etwa Eltern ihre Kinder nicht unabhängig davon, ob sie "lieb" oder "böse" sind?

Liebe vereinigt Gut und Böse, und steht über den beiden.
deadsouleinspruch...

liebe vergewaltigt unseren sinn für gut und böse
toxoplasma87Ich denke, wir urteilelen immer nach unserem Gewissen, was gut und was böse ist. zB ein Indianer, der gelernt hat dass es das schlimmste ist, seinen Häupling zu beleidigen, aber das natürlichste von der Welt einen Gegner abzumetzeln sieht dies dann wohl auch als gut an. Soweit ich weiß ist das Gewissen anerzogen, denn logisch erklärbar ist zB auch nicht, dass wenn wir gegen das Töten sind, täglich 4000 Menschen verhungern lassen.... Deshalb stellt man sich dann irgendwann die Frage: "Wozu überhaupt Schuldgefühle, wieso kann man sich nicht einfach davon Frei machen?" Aber es scheint so als wäre diese anerzogene Gewissen an uns geschweißt....
Luzifer@toxo
Die Anmaßung der Moderne besteht m.E. darin, sich um jeden Keks in jedem Winkel der Welt kümmern zu wollen.
Haben wir nicht genug Probleme vor der Haustür?
Wenn sich ein jeder bestmöglichst um seine Familie kümmert und versucht in seinem sozialen Umfeld ein gutes Vor-Bild abzugeben, wäre die Welt ein besser Platz, als sie es ist.
deadsoulbis zu einem gewissen grad stimmt das.

Essen gibts dafür nicht und die Menschenrechte, werden dadurch auch nicht unbedingt mehr verbreitet.

und die gute Sitte ist nicht immer gut...
alles sehr differenziert zu betrachten
Luziferdeadsoul
Naja, vor der Haustür wird die Welt doch schon besser und das kommt doch auf uns zurück , da wir uns direkt an den Ergebnissen erfreuen können.
Bei den sogenannten Menschenrechten (was ist das eigentlich genau?) habe ich das Gefühl, daß die mehr oder weniger mit den Interessen der USA gleichzusetzen sind.

P.S.:
Aus der Nähe von Hannover kommst Du?
Habe viele Jahre in Gehrden verbracht, sag' bloß , Du bist auch ein Calenberger?
Wärs denn möglich...
PanikgottDu hast schon recht, wir können uns nicht die Weisheit geben, zwischen gut und böse zu unterscheiden... wir haben leider gottes, das christliche Weltbild von Kinderbeinen an gelernt, doch hinterfragt man, so wird es seltsam.......

Das mit dem Mord, da fällt mir nur dies ein:
wenn auf dem Marktplatz eine person einen jungen Mann einfach ersticht, so ist er in unseren Augen schuldig und böse....
Doch was ist, wenn der junge erstochene Mann Adolf Hitler geheißen hätte??????

tu es wie ich, ich höre nur auf mein Herz, denke drüber nach und fälle dann meine Entscheidung


ganz lieben Gruß Falkmar
LuziferLieber Falkmar,
über Tyrannenmord haben sich schon Shaekspeare und Schiller die Köpfe zerbrochen.
Wobei Sebastian Haffner geschrieben hat, wenn Hitler bis zum 30.08.1939, vielleicht sogar bis Ende 1941 , bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen wäre, so stünde er in den Annalen der Geschichte vermutlich als größter Deutscher aller Zeiten.
Es kommt eben immer doch auf Tag und Stunde an...
PanikgottHi Luzifer

Das mit dem Tyrannenmord steht auf einem anderen Blatt....

Denn wie es die Geschichte und leben aufweißt, neben einem großen Tyrannen, steht irgendwo auf der Welt ein Mahadma Gandi....

Es sind immer beide Pole vertreteten!

Auch zur heutigen Zeit......

Denn wäre vielleicht Adolf Hitler gestorben, wer wäre dann an der Macht gewesen, das Regime hätte einen zweiten vielleicht noch schlimmeren Tyrannen eingesetzt!

Oder was meinst du, wiso hat Amerika nicht einfach durch den Gehimdienst den Saddam töten lassen?

Aber wie hat Nietzsche mal so schön geschrieben:
"Die beste Struktur der Menschenführung ist die Diktatur, solang der Diktator Gott ist"

Die Menschen werden immer irgwndwo irgwndwann einen Tyrannen/Diktator brauchen, genauso wie es immer einen Gandi, oder Mutter Theresa geben wird!

mfg Falkmar
Luzifer@PanikGott
Interessanterweise hat man in kriegerischen Auseinandersetzungen so gut wie immer darauf verzichtet, das oberste Staatshaupt des Gegners liquidieren zu lassen, was sicher nicht das Schwierigste gewesen wäre.
So hat der englische Geheimdienst zwar Provokateure ins Protektorat Böhmen und Mähren mit dem Fallschirm abgesetzt, weil es ihnen dort zu ruhig war:
Ermordung Heydrichs, mit der Folge von Lidice.
Hitler aber war ihnen tabu, genauso Mussolini.
PanikgottGenau das meinte ich doch...


Das Oberhaupt, so wichtig wie es ist, wird selten verletzt, da man nie weiß, welcher penetranter, Perversling Als nächstes vom Regime dran ist......


mfg Falkmar
LuziferIch glaube nicht, daß das immer das Motiv ist und vermute viel eher, wenn man den Fürsten genügend dämonisiert, dann braucht man seine Figur auch bis zum bitteren Ende, denn ansonsten würde hinter dem toten Staatsoberhaupt ja auf einmal ein Volk auftauchen, das man dann nicht mehr nach Belieben vernichten kann.
Also wird er noch gebraucht.

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