| _schwarze_Witwe | ANMERKUNG DER MODERATION: ![COLOR=orangered]Es gibt bereits einen BDSM-Thread in D&L:[/COLOR] [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=11429]BDSM[/URL] [COLOR=orangered]Bitte HIER nur über die konkrete Frage der Threaderstellerin diskutieren, warum Schmerzen Freude bereiten könnnen. Alles andere allgemein zu BDSM im anderen Thread diskutieren.[/COLOR] Und wieder einmal hat es mein körperlich-sinnliches Empfinden es geschafft mein ethisch-moralisches Empfinden aus dem Gleichgewicht zu stossen. Tja, wie soll ich es euch erklären.... ja ich bin sadomasochistisch veranlagt. Ich mag nicht nur verschiedene Spielereien im Bereich der Schmerzerotik, sondern auch das Spiel mit der Macht, bzw. die Lust an der Ohnmacht. Ich hab Erfahrungen sowohl im Sadistischen wie Masochistischen Bereich, also das was "Kenner der Szene" als Switchen bezeichnen würden. Für Unwissende will ich nur noch erwähnen dass das ganze auf SSC, safe, sane and consensual aufbaut und von mir als eine Art sexuelle antörnendes Spiel angesehen wird. Die Frage über die ich immer wieder stolpere ist: Ich weiss dieses Empfinden ist vielleicht nicht political korrekt, aber trotzdem... . Ich weiss dass ich nicht die einzige bin die so empfindet, aber wie denkt ihr anderen darüber (die Lust an etwas was doch unter keinen Umständen Lust machen dürfte)? Ich möchte nun nicht von euch den Rat kriegen: mach eine Therapie, denn SM ist durchaus nichts krankhaftes, sondern ich möchte mich gerne mit euch auf einer philosophischen Ebene unterhalten |
| Alyander | zunächst einmal herzlich willkommen bei den nachtwelten! *lächelt* und mache dir bitte keine sorgen, daß jemand dich hier als "krank" hinstellt... selbst wenn dies hier geschähe, gäbe es genügend andere member, die "zurückschiessen" würden... den bd/sm ist schließlich gar nicht so selten, wie man denken könnte. allerdings entnehme ich deinen zeilen sehr widersprüchliche gefühle und gedanken bezugs deiner vorlieben... einerseits weißt du, daß man deswegen keine therapie braucht, andererseits bringt es dein moralisch-ethisches denken durcheinander... ? aber was deine frage angeht, so gibst du - in meinen augen - die antwort bereits selbst in diesem satz: [i] für mich liegt die begründung gerade IN der tatsache, DASS es nur ein spiel ist. es ist zwar - im wahrsten sinne des wortes - schmerzlich und (an)spannend genug, um den puls zu erhöhen, adrenalin auszuschütten und diverse andere hormone - der "kick", an seine grenzen zu gehen - aber es geschieht (im idealfall) in einer atmosphäre von geborgenheit, da man seinem partner/seiner partnerin vertraut. man weiss, daß man nicht [i]wirklich[/i] schaden nehmen oder gar sterben könnte, oder die chance hat, sobald die persönliche grenze überschritten wird, aufzuhören. das ist meine persönliche meinung... man kann "ungestraft" und in gegenseitigem respekt dinge ausleben und -probieren, die unter anderen umständen eben (lebens-)bedrohlich wären. bei bd/sm kommt es immer auf die handelnden personen, deren verhältnis zueinander und den kontext an, in dem sie sich begegnen/bewegen... es ist eine sache der psyche. liebe grüße alyander |
| engelchen | Diese Gedankengänge hatte ich auch schon öfter. Ich stehe ja auf dem Standpunkt (bzw., das ist glaub ich auch erwiesen), daß man BDSM gerne als Ausgleich zu seiner beruflichen Situation sucht. Sprich, Leute die viele Entscheidungen treffen müssen, geben das Zepter halt auch ganz gern mal aus der Hand. Und je mehr Gedanken man sich über sein Leben und seine Situation macht, desto extremer werden vielleicht auch die Bedürfnisse...*grübel* |
| Seneca | Das kan man nicht verallgemeinern, den es gibt geade in Führungspositoen kontrollfreaks. die es in keiner Situation ertragen können, wenn die micht die absolute Dominanz haben. ...oder soll das jezt heißen das jeder einfache Arbeiter automatisch Sadist ist. |
| Alyander | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Das kan man nicht verallgemeinern, den es gibt geade in Führungspositoen kontrollfreaks. die es in keiner Situation ertragen können, wenn die micht die absolute Dominanz haben. ...oder soll das jezt heißen das jeder einfache Arbeiter automatisch Sadist ist.[/B][/QUOTE] nein. was engelchen ansprach, ist selbstverständlich nicht die [i]regel[/i]. aber es ist dennoch eine häufigkeit vorzufinden, daß gerade die "kontrollfreaks" in hoher position dann - zumindest beim sex - gerne mal die kontrolle abgeben. die "kontrolle" - im sinne von einem rest macht und bestimmen auf [i]anderer[/i] ebene - wird dann meist dadurch gewahrt, daß sie zu einer beruflichen domina gehen. da sie diese bezahlen und sie ihnen eine "dienstleistung" auf verlangen anbietet, sind sie auf dieser ebene immer noch tonangebend. wie gesagt, das ist nicht die regel, aber in dieser konstellation häufig anzutreffen. |
| Erlik | Hallo schwarze Witwe ich schließe mich den Worten von Alyander an. Es ist einizg und allein das Wissen das es ein Spiel ist und das du die Kontrolle eigentlich nicht verlierst.Du kannst in dieser kontrollierten Version alles stoppen wenn es dich überfordert. Das ist in der unkontrollierten nicht möglich du bist also hilflos. Aber du möchtest das Gefühl des "Opfers dein" erleben ohne hilflos zu sein........... |
| Solfark | kann mich eigentlich auch nur anschließen! lass dich da mal net aus dem gleichgewicht stoßen, is doch ne schöne sache wenn man es "im Spiel" teilen kann ;) |
| Erlik | ich hab da mal nen thema eröffnet wens intressiert der klicke [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=11429]hier[/URL] |
| herbstliebe | interessant finde ich immer die bemerkungen wie vertrauen, geborgenheit, keinen schaden nehmen.... ich möchte bezweifeln, dass dies der idealfall wäre und würde zu gern wissen, wie viele sich wünschen, es möge ein fremder mit ihnen tun, was gerade die vertraute person mit ihm/ihr macht. für beide müsste es doch viel reizvoller sein wenn der masochist nicht weiss, ob sich der sadist an die absprache hält. wo sollte der reiz liegen, wenn man schon vorher weiss, wie ein "spiel" endet? herbstliebe |
| engelchen | @herbstliebe: Das gibt es auch, nennt sich "non-conform", also ohne Absprachen. Halte ich für sehr gefährlich, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen ;) ist halt Geschmackssache. |
| Alyander | interessanter ansatz... die frage ist aber für mich, ob ich so eine phantasie wirklich in die tat umsetzen würde, wenn ich mir bei dem fremden sexualpartner einfach nicht sicher sein kann daß er mir nicht tatsächlich weh tut, unberechenbar (auf gefährliche oder erschreckende weise!) reagiert oder sachen von mir fordert, die mich dann in nullkommanichts abtörnen. das deckt sich dann auch nicht mehr mit safe/sane/consensual. etwas anderes ist es, wenn man einen one-night-stand durchzieht und dabei vorher genau abklärt, was man will und nicht will. jede/r kriegt dabei das gewünschte und man hat nicht die verantwortung, sich am nächsten morgen noch beim frühstück gegenüber zu sitzen. das ist dann im grunde eine ähnliche "schiene" wie zu einer domina zu fahren. aber wie gesagt, nicht jede phantasie muß auch zwangsläufig in die tat umgesetzt werden. was ich auch noch anmerken möchte... es kommt mir so vor, als würde vertrauen und verläßlichkeit hier gleichgesetzt mit langeweile. dabei sind die bedeutungen dieser wörter für mich aber völlig anders und nicht miteinander gleichzusetzen. nur weil ich meinem/r partner/in vertraue und mich darauf verlassen kann, daß er/sie bestimmte dinge niemals tun würde um mich nicht ernsthaft zu schädigen, dann heißt das doch nicht daß ich von vorn bis hinten immer den gleichen ablauf beim sex zu erwarten habe und kein platz mehr für abwandlungen und überraschungen da wäre. das sind für mich zwei paar schuhe. |
| engelchen | *zustimm* Aber mag sein, daß es Leute gibt, die das anders sehen. Die bekommen ihren Kick halt nicht anders. |
| NARRator | erlaubt ist alles was beiden gefällt! ich selbst experimentiere gern, und versuche ständig meine grenzen auszuloten(bis jetzt noch keine in sicht :-)). ich glaube das jegliche angebliche grenze nur in unserem kopf existiert, und wir lediglich den mut aufbringen müssen sie zu überschreiten... liebe die nur bis zu einem bestimmten punkt geht, ist überhaupt keine liebe. |
| Alyander | [QUOTE][i]Original geschrieben von NARRator [/i] [B]liebe die nur bis zu einem bestimmten punkt geht, ist überhaupt keine liebe.[/B][/QUOTE] einspruch. und zwar unerbittlich. wenn dies so wäre, dann wäre liebe gleichzeitig auch aufgabe der eigenen individualität (der partner könne einem ja immer wieder vorhalten, man liebe ihn nicht genug, wenn man sich weigert mit ihm eine weitere grenze zu überschreiten oder sich sonstwie nicht nach seinem gusto verhält) und - im extremfall - selbstschädigung und -zerstörung. müßte dann eine sehr blinde und abhängige liebe sein. sorry, ich weiß daß das ein wenig OT geht, aber das konnte ich hier einfach nicht so unkommentiert stehenlassen. weil es - wenn man diesen satz nicht besser, differenzierter formuliert, mit dem nötigen realismus - praktisch dazu einlädt, unglaublich dumme und fahrlässige dinge im namen der liebe zu tun oder zu fordern. |
| NARRator | wenn du meinen ersten satz aufmerksamer gelesen hättest, wüsstest du das ich gesagt habe das es beiden gefallen muss! und wenn man jemanden WIRKLICH liebt, möchte man auch ALLES mit ihm teilen... sag später noch was dazu... |
| Alyander | [QUOTE][i]Original geschrieben von NARRator [/i] [B]wenn du meinen ersten satz aufmerksamer gelesen hättest, wüsstest du das ich gesagt habe das es beiden gefallen muss![/B][/QUOTE] ich [i]habe[/i] es gelesen. sexuelles gefallen und sm-absprachen (um die es hier ging) setze ich aber nicht mit liebe (oder deren erwartungen daran) gleich. |
| herbstliebe | wo liegt der maßstab für moral und ethik? für den einen ist es schon verwerflich sich unbekleidet vor jemandem zu zeigen, ebenso wie es sexuelle praktiken gibt, die manch eine/r nie tun würde, die aber ein anderer als blümchensex bezeichnet. es gibt menschen, die kennen drei stellungen und tun alles andere als "igitt, sowas mach ich doch nicht" ab. doch nur weil jemand so denken könnte, muss ich diesen maßstab nicht auf meine moral ansetzen. wenn jemand bei schmerzen sexuelle lust empfindet, so muss er das mit sich und seinem standpunkt zu moral und ethik vereinbaren können. wenn er das nicht kann, muss er herausfinden worin sich das begründet, ob vielleicht wirklich etwas verwerfliches daran sein könnte. ich denke z. b. daran, jemand anderen gegen seinen willen zu quälen. das wäre für mich nicht vertretbar, ansonsten mache ich mir keine moralischen gedanken über das, was andere (sich an-) tun. was die ethik betrifft, gibt es praktiken wo ich am verstand der betreibenden zweifele. herbstliebe |
| _schwarze_Witwe | Huch, sind ja ganz schön viele Beiträge zu meiner Frage geschrieben wurden. :-) Alyander hat wohl recht mit "bd/sm ist schließlich gar nicht so selten, wie man denken könnte." Der Kick an dem Ganzen war für mich anfänglich im "Adrenalin-Rausch" zu finden. Ich merke aber, dass es sich seit einiger Zeit eher auf die Psycho-Schiene verlagert. Und desshalb mach ich mir auch wieder mehr Gedanken um mich selbst und die Hintergründe meines Tuns. Mein Denken ist leider immer noch schwarz-weiss, ohne viele Grautöne -obwohl mir dies bewusst ist, scheint es doch nicht wirklich was an der Enge des Gut-oder-Böse-Denkens ändern zu können.- Im Moment der Session ist Macht/Unterwerfung bzw. Gehorsam, O.K. ; weil das Spiel Spass macht und "geil" ist, treibt es sich von selbst weiter. Nach dem Vergnügen kommt aber die Reflexion. Die was-habe-ich-da-gemacht? Frage. Darf man an etwas Spass empfinden, was doch ursprünglich gar nicht spassig ist? Schmerz, Zwang bzw. Überwindung verbinden sich normalerweise doch nicht mit positiven Assoziationen. Für die Mehrheit der Menschen ( mit den political-correctness-Ansichten) sind das nur ernste Themen; ... aber warum macht es dennoch "an" damit zu spielen? Ist es nur eine weitere post-pubertäre Art und Weise der Auflehnung? Oder -gerade weil ich weiss, dass man, wenn man es zu sehr übertreibt, der eigenen Psyche nicht gut tut- ein Spiel mit dem Feuer? Weiterhin habe ich nicht das Gefühl, dass ich im SM-Spiel etwas kompensiere oder aufarbeiten muss aus meinem Alltagsleben. Es ist für mich auch nicht eine frei gewählten Art der Sexualität, sondern einfach eine Neigung, die in mir ist und nichts mit Wille, Entscheidung o.a. zu tun hat. Noch eine Anmerkung an den Kommentar von Herbstliebe. ("für beide müsste es doch viel reizvoller sein wenn der masochist nicht weiss, ob sich der sadist an die absprache hält. wo sollte der reiz liegen, wenn man schon vorher weiss, wie ein "spiel" endet? "). Es ist sehr wohl möglich dem Spiel eine unvorhersehbare Wendung zu geben wenn vorher ein gewisser Rahmen abgesteckt wurde. Absprache heisst soviel wie ... und dann kratz mich, beiss mich und schlag mich mit der Peitsche.... da geb ich dir recht so ein Spiel mit Drehbuch ist unflexibel und verliert wahrscheinlich schnell seinen Reiz,. Mit "einem Rahmen" meine ich eher, dass man dem anderen verschiedene Grenzen mitteilt. Das kann sein: keine bleibenden Spuren auf meinem Körper zu hinterlassen, oder nicht verbal gedemütigt zu werden bis hin zu Geschlechtsverkehr nur mit Kondom! Auch in einem Spiel wo ich vorher meine Grenzen angegeben habe, kann der andere so agieren, dass ich mich wirklich ausgeliefert und hilflos FÜHLE. Wo ich schon gerade über Grenzen schreibe denke ich an den Kommentar von NARRator: "ich selbst experimentiere gern, und versuche ständig meine grenzen auszuloten (bis jetzt noch keine in sicht :-)). ich glaube das jegliche angebliche grenze nur in unserem kopf existiert, und wir lediglich den mut aufbringen müssen sie zu überschreiten... ". Die Grenzen werden wohl von unserem Kopf als Grenze definiert. Sei es in dem Sinne: Ich will/kann diese starke Demütigung/Schmerz nicht (länger) ertragen bis hin zu es ist UNVERANTWORTLICH dies und jenes zu machen, auch wenn es Spass machen würde. So gesehen ist nicht alles erlaubt was gefällt. Ich wünsche dir, dass du, wenn du wirklich einmal etwas Riskantes machst, deine Grenze ERKENNEN wirst und nicht einfach mit dem Kopf durch die Wand läufst. Eine Grenze zu durchbrechen, nur weil es eine Grenze war ist gefährlich, denn diese Barriere hat wohl einen Grund warum man die hatte. Stattdessen denke ich kann man sich langsam vorantasten, irgendwann können sich die sachen die zu der Grenze geführt haben lösen, und dann ist es ein Stückchenweise Hinausschieben der Grenze. Aber Grenzen bleiben immer. . CU _schwarze_Witwe |
| NARRator | ich wollte nur noch sagen, das es natürlich so ist das ich mich nicht blind in irgendwelche situationen stürze, ohne die möglichkeit, im falle des nicht wollens abzubrechen. jedoch versuche ich stehts meinen horizont zu erweitern und alle möglichkeiten welche sich mir bieten auszukosten, um immer neue methoden des lustgewinns zu erproben... was natürlich immer auch ein teil des selbst-findungs-prozesses ist... |
| Wanderer | Ich habe irgendwo mal gelesen, dass es häufig so ist, dass man saich zu sm hingezogen fühlt, wenn die einzige Art der Liebe, die man in der Kindheit erhalten hat in Schlägen und Demütigungen bestand! Wie das jetzt auf die Leute zutrifft, keine Ahnung! Ich denke jedenfalls, erlaubt ist was Spaß macht, und deshab werde ich es auch in zukunft so Handhaben, dass ich all das mache, was mir und meiner jeweiligen Partnerin Spass macht! |
| Alyander | [QUOTE][i]Original geschrieben von Wanderer [/i] [B]Ich habe irgendwo mal gelesen, dass es häufig so ist, dass man saich zu sm hingezogen fühlt, wenn die einzige Art der Liebe, die man in der Kindheit erhalten hat in Schlägen und Demütigungen bestand![/B][/QUOTE] muß ein ziemlich veraltetes buch gewesen sein. ...was leider nicht heißt, das solche vorstellungen aus den köpfen der nicht-sm'ler verschwunden wären :( *seufz* ich reg mich besser gar nicht (mehr) drüber auf... |
| fluchtraum | [QUOTE][i]Original geschrieben von Wanderer [/i] [B]Ich habe irgendwo mal gelesen, dass es häufig so ist, dass man saich zu sm hingezogen fühlt, wenn die einzige Art der Liebe, die man in der Kindheit erhalten hat in Schlägen und Demütigungen bestand![/b][/quote] "Die einzige Art von Liebe" ?!? Kinder so zu behandeln [i]ist keine Liebe[/i] - im Gegensatz zu einer auf Liebe und beiderseitiges Einverständniss basierenden SM-Beziehung. [Quote][b] Wie das jetzt auf die Leute zutrifft, keine Ahnung! [/B][/QUOTE] Habe mal eine Statistik gelesen, die besagte, daß der Anteil in der Kindheit mißbrauchter Menschen unter SM'lern nicht höher ist als in der restlichen Bevölkerung, was die Theorie wohl widerlegen dürfte. (War, glaube ich, auf [url]www.datenschlag.org.[/url]) Gruß, der fluchtraum (Sm-ler trotz harmonischer Kindheit ;)) |
| Aske | Hey Witwe Was ist schlimm daran an Schmerzen gefallen zu finden? Meiner ansicht nach nichts. Schmerz ist ja auch nur eine Def. , die jeder anders derfiniert. Schmerz an sich ist also ansichtssache. Ich gestehe, das auch schmerz atraktiv finde, solang er sich in gewissen Grenzen hält. Ich glaube, das jeder Mensch so eine Grenze hat, soloange man sich i dieser Grenze bewegt ist es Schön, was darüber hinausgeht ist dann allerdings meiner ansicht nach nicht mehr unbedingt so wunderbar. Schmerz hat auch seine schönen Seiten, dieser Schmerz ist allerdings von Schmerz zu unterscheiden. Es gibt schmerzen die absolut niemand als schön erachten Kann z.B. Folter, Hautabziehen..... Scmerz ist eine Form des Ausdrucks und der Verarbeitung Aske |
| LaChatte | Schmerz und Lust ist auch nahe beisammen |
| Demon17 | Hallo, ich hab da mal ein paar Fragen an praktizierende S/Ms. Ich hatte vor einiger Zeit eine masochistische Freundin konnte mir aber damals nicht vorstellen einer Frau die ich sehr mochte Schmerzen zuzufügen oder zu erniedrigen. Z.B find ich diesen ganzen Fäkalfetischismus total zum kotzen. Sie hat sich dann nach vier Wochen einen anderen gesucht. Seitdem interressiert mich das Thema. Doch nun zu den Fragen. a) Es gibt zhlreiche Websites im Internet mit S/M Inhalten: Seit ihr sicher das die gequälten immer Maso sind oder könnten auch finanzielle Gründe eine Rolle spielen? b) Irgendwie haben wahrscheinlich viele Menschen eine Anlage zu S/M. Wird es nicht im laufe der Jahre immer härter so daß man nach einiger Zeit Sachen macht, die man zuvor für undenkbar hielt? Ist SM also ein Spiel mit dem Feuer das irgendwie zur selbstzerstörerischen Sucht werden kann? c) Schränkt S/M einen nicht extrem bei der Partnerauswahl ein, so das es nur noch um die Veranlagung und nicht mehr um die anderen perönlichen Merkmale geht? d) Was ist mit Liebe? Ist die Neigung wichtiger als die Émotion? Diese Fragen bzw. Risiken lassen mich zögern aber es gibt mehr Masochistinnen als ich dachte. Es sind teilweise sehr interressante Frauen und ich wäre für eine Einschätzung der oben genannten Risiken dankbar? never surrender demon17:) |
| the batwaver | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Z.B find ich diesen ganzen Fäkalfetischismus total zum kotzen.[/b][/quote] fäkalfetischismus ist kein s/m, sondern fetischismus in bezug auf fäkalien. punkt. [quote][b]a) Es gibt zhlreiche Websites im Internet mit S/M Inhalten: Seit ihr sicher das die gequälten immer Maso sind oder könnten auch finanzielle Gründe eine Rolle spielen?[/b][/quote] bei webseiten kann man sogar zu 99% davon ausgehen daß finanzielle gründe eine rolle spielen... eine sehr große sogar... harr harr. [quote][b]b) Irgendwie haben wahrscheinlich viele Menschen eine Anlage zu S/M. Wird es nicht im laufe der Jahre immer härter so daß man nach einiger Zeit Sachen macht, die man zuvor für undenkbar hielt? Ist SM also ein Spiel mit dem Feuer das irgendwie zur selbstzerstörerischen Sucht werden kann?[/b][/quote] [i]Irgendwie haben wahrscheinlich viele Menschen eine Anlage zur Heterosexualität. Wird es nicht im laufe der Jahre immer härter so daß man nach einiger Zeit Sachen macht, die man zuvor für undenkbar hielt? Ist Heterosexualität also ein Spiel mit dem Feuer das irgendwie zur selbstzerstörerischen Sucht werden kann?[/i] sorry, aber s/m ist eine [i]veranlagung[/i], wie du ja selbst schriebst. daß sie automatisch zu einer gewaltspirale wird, ist [u]schwachsinn[/u]! [b]wenn[/b] s/m zu einer [b]sucht[/b] wird, liegt das an [b]bereits vorhandenen psychischen defiziten der person[/b] und s/m dient dann als "lückenfüller" bzw. "mittel der wahl". (andere werden halt drogen-, spiel- oder allgemein sexsüchtig...) das sind dann allerdings ausnahmen. [quote][b]d) Was ist mit Liebe? Ist die Neigung wichtiger als die Émotion?[/b][/quote] oh my god... *seufz* gleich geb ich auf. überleg doch mal. es geht um [i]sexuelle vorlieben[/i]. die meisten menschen können sehr gut unterscheiden, ob sie nur pop*en wollen (dann ist diese neigung ausschlaggebend) oder ob sie wirklich schwer verliebt sind (dann ist es zwar meist so daß man sich auch in sexueller hinsicht schon ähnelt oder toleriert... aber wenn nicht, ist man bereit kompromisse zu machen). [quote][b]Es sind teilweise sehr interressante Frauen und ich wäre für eine Einschätzung der oben genannten Risiken dankbar? demon17:) [/B][/QUOTE] einschätzung der RISIKEN? interressante frauen darunter... aha... *das mal im allgemeinen kontext betrachtet* sag mal, was genau willst du? bist fasziniert, traust dich aber nicht eine anzusprechen und willst jetzt von uns wissen wie deine chanchen stehen?? wegen der risiken - weil s/m-frauen ja lauter unbekannte gefährliche biester mit perversen neigungen sind...? [i]liebe s/m'ler, die weiber bei euch sind ja echt scharf, aber wie groß ist das risiko daß die mir echt fies weh tun wenn ich eine davon anbaggern will?[/i] ----------------- guck dich mal im spiegel an. was in deinem posting unterschwellig rüberkommt, find ich ziemlich übel. einziger vorteil: du fragst wenigstens. immerhin. so gesehen: ich habe geantwortet. hoffe es hilft dir. irgendwie. zach |
| Demon17 | @zach High Deine Antwort bestätigt meine schlimmsten Befürchtungen Es scheint ein gewisser Hang zur Fiesheit nötig zu sein und der geht fehlt mir nun einmal. denn lieber Blümchen. Deine Unterstellungen sprechen für sich. Ich habe das bisher Vorurteilslos gesehen und bekomme nun Vorbehalte. Falls das Dein Ziel war hast Due es erreicht Demon17 |
| Âme noire | Ich habe bis jetzt noch keine Erfahrungen in diesem Bereich gemacht, deswegen stelle ich hier nur reine Spekulationen an. Mag es sein, das das Ertragen von Schmerz weniger mit körperlich-sinnlichem Empfinden zu tun hat, sondern eher mit rein geistigem? Immerhin ist man unter Schmerzen (meistens) allein mit sich selbst, sprich man kann sich nur auf sich selbst konzentrieren. Das haben verschiedene Kulturen schon seit jeher so praktiziert. Durch Schmerz zur Trance. Weltflucht oder Selbstfindung? @batwaver Schade das du so rumrotzen musst, ich fand die Fragen von Demon17 interessant und hätte sie auch gern (etwas objektiver) beantwortet. |
| the batwaver | ich habe nichts dagegen, fragen zu beantworten. zum teil habe ich das auch getan (auch wenn das von dir und Demon17 anscheinend gerne ignoriert wird). wenn ich aber in postings VORURTEILE UND FALSCHINFORMATIONEN SEHE - z.B. fäkalfetischismus im gleichen atemzug mit s/m zu sehen, oder zu glauben daß s/m'ler früher oder später immer gewalttätiger werden müssen -, dann sage ich auch ganz offen daß das schwachsinn ist (und zudem für die betroffenen auch ziemlich unverschämt oder beleidigend.) schon mal drüber nachgedacht, daß es so aus dem wald rausschallt wie man reinruft? daß jetzt zusätzlich verbale kritik oder intensive hinterfragung mit "hang zur fiesigkeit" und peitschenschlägen gleichgesetzt wird, ist dann eher lächerlich und auf ein ego zurückzuführen, das keine kritik verträgt. das "[i]vorurteilslos gesehen[/i]" ist in diesem sinne hinfällig, da wiederum darauf angespielt wird, s/m'ler wären ja alle gemein. ich habe bereits einige anregungen und klarstellungen geliefert, fand Demon17's äußerungen aber auch sehr bedenklich und habe ihm dies offen kundgetan. anstatt mir dann zu erklären WIE er das eigentlich gemeint hat, wird die "du bist aber böse zu mir!"-klatsche rausgezogen. na dann... man kann einen austausch natürlich auch auf diese weise abtöten, wenn es einem beliebt. und weil wiederholungen so schön sind: [url]www.datenschlag.org[/url] da findet ihr eine menge infos, um euch mal grundsätzlich zu informieren, z.B. einen sehr nützlichen FAQ. die beste seite "wo gibt" dazu im netz. gar nicht samptpfotige blümchengrüße zach |
| Âme noire | [QUOTE][i]Original geschrieben von the batwaver [/i] [B]ich habe nichts dagegen, fragen zu beantworten. zum teil habe ich das auch getan (auch wenn das von dir und Demon17 anscheinend gerne ignoriert wird).[/B][/QUOTE] Stimmt und das ganze auch total unbefangen und objektiv. [QUOTE][B] wenn ich aber in postings VORURTEILE UND FALSCHINFORMATIONEN SEHE - z.B. fäkalfetischismus im gleichen atemzug mit s/m zu sehen, oder zu glauben daß s/m'ler früher oder später immer gewalttätiger werden müssen -, dann sage ich auch ganz offen daß das schwachsinn ist (und zudem für die betroffenen auch ziemlich unverschämt oder beleidigend.) schon mal drüber nachgedacht, daß es so aus dem wald rausschallt wie man reinruft?[/B][/QUOTE] Hat man Dir das in der Schule so beigebracht zu reagieren. Was denkst Du denn warum Leute dannach fragen? Wenn Du Dich nicht mit so "dummen" Leuten abgeben möchtest, bist du nicht gezwungen darauf zu reagieren. [QUOTE][B] daß jetzt zusätzlich verbale kritik oder intensive hinterfragung mit "hang zur fiesigkeit" und peitschenschlägen gleichgesetzt wird, ist dann eher lächerlich und auf ein ego zurückzuführen, das keine kritik verträgt. das "[i]vorurteilslos gesehen[/i]" ist in diesem sinne hinfällig, da wiederum darauf angespielt wird, s/m'ler wären ja alle gemein.[/B][/QUOTE] Nein, das bestimmt nicht, aber du vermittelst einen etwas cholerischen Eindruck. [QUOTE][B] ich habe bereits einige anregungen und klarstellungen geliefert, fand Demon17's äußerungen aber auch sehr bedenklich und habe ihm dies offen kundgetan. anstatt mir dann zu erklären WIE er das eigentlich gemeint hat, wird die "du bist aber böse zu mir!"-klatsche rausgezogen. na dann... man kann einen austausch natürlich auch auf diese weise abtöten, wenn es einem beliebt.[/B][/QUOTE] Nun da kann ich dich nur zitieren, wie es in den Wald reinschallt... Ausserdem finde ich Kommentare mit Harr Harr am Ende, vermitteln doch ein recht merkwürdiges Bild von der ganzen Sache. Allerdings habe ich gelernt von einem nicht auf alle zu schliessen und bin deshalb immer noch fast voruteilsfrei dem Thema gegenüber und würde gerne noch weitere Postings dazu hören (auch über die obengenannten Fragen). Zum Beispiel würde es mich interessieren wieviel Webseiten sich schon hart an der rechtlichen Grenze bewegen. (Modell anheueren und Shots ohne vorherige Absprache machen). Diverse Seiten werben ja geradezu mit "total echt" und "keine Nachstellungen". Solche Seiten werden, wenn ich die Diskussion richtig mitverfolgt habe, den "Durchnitts-SMler" wohl dann auch nicht interessieren, bzw wird er sich davon distanzieren wie der wahre Satanist von irgendwelchen Sektenheinis. Ich habe nur die Befürchtung das Unaufgeklärtheit schnell Leute wie D17 in eine solche Ecke treiben könnte, was ja eigentlich schon deswegen ein sensibleres Posting zu dem Thema als von bw verlangen sollte. Mit trotzdem freundlichen und voruteilsfreien Grüßen P.S. Ich habe auch nicht gewusst das der Fäkalfetischismus nicht in der SM-Szene beheimatet ist. |
| Demon17 | @ Zach hey alter du hast eine ziemlich agressive art. solche leute lasse ich unheimlich gerne vor die wand laufen. wenn du meinst deine ellenbogenmentalität beieindruckt mich in irgendeiner weise, so hast du dich getäuscht. es haben sich schon viele überlegt was sie mit mir tun würden wenn sie mich am boden hätten aber die haben sich regelmäßig die zähne ausgebissen. wegen des fäkalfetischismus: ich hatte mal eine masochistische freundin, übrigens eine wahnsinns schönheit die mir vorschlug sie anzupinkeln. das habe ich natürlich ebenso abgelehnt wie sie mit meinem ledergürtel zu verprügeln. auch wenn du glaubst wegen deiner offensichtlich sadistischen neigung etwas besonderes zu sein so lasse dir antworten fast alle minderheiten glauben elitär zu sein. ich sehe das nicht so nur weil eliten in der minderheit sind sind minderheiten noch lange nicht elitär. weißt du ich schlage fast niemals zu aber wenn dann um zu zerstören. ich denke dabei bleibe ich. das du die sexuelle ausbeutung von s/m modells für legitim zu halten scheinst entsetzt mich ein wenig. deine roheit widert mich an. do or die demon17 |
| snapman | S/M ist eine ankonditionierte Verhaltensweise. Dann wenn z.B. Kindern gleichzeitig Schmerz, aber auch "Liebe" oder Freude zugefügt wurde. Beispiel: Eine Mutter schlägt ihr Kind immer wenn dieses etwas falsch macht, nimmt es danach wegen schlechtem gewissen gleich in den arm unbewußt entsteht dann im gehirn eine verknüpfung zwischen Freude und Schmerz! |
| Âme noire | Müsste dann nicht jeder 2 Generationen vor uns (weiss nicht welcher Du anghörst) Sadomasochistisch veranlagt sein. Das Antrainierte ist doch eher Soziopathie. Ich glaube aber das es noch eine andere Form von Lust oder Eigennutz an Schmerz gibt. |
| snapman | naja damals hat man kinder nicht in den arm genommen nachdem man sie geschlagen hat.,..aber nunja...vielleicht sollten wir hier mal echte S/Mler drüber labern lassen |
| AlienSexFiend | ...die würden euch total den Vogel zeigen...so einen Schwachsinn hab ich ja schon lang nicht mehr gehört...:rolleyes: ...wiie erklärtse dir dann, dass auch Leute auf SM stehen, die liebevoller und gewaltfreier erzogen worden sind als so manch ein "Blümchen-Sex-Fanatiker"...??? |
| Manley | @snapman: deine theorie kann ich mal widerlegen. meine mutter hat mich nie geschlagen, und trotzdem hab ich was für sm übrig... das kann man nicht so verallgemeinern... |
| the batwaver | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]es haben sich schon viele überlegt was sie mit mir tun würden wenn sie mich am boden hätten aber die haben sich regelmäßig die zähne ausgebissen.[/b][/quote] wer will dich denn hier am boden haben??? ich hatte mit einigen äußerungen von dir ein problem. du hattest mit meiner antwort ein problem. deswegen will ich dir noch lange keine reinhauen oder so nen murks. ich schlage nämlich nicht mal zu, "um zu zerstören" - ich verachte gewalt. dementsprechend frage ich mich auch, was das "do or die" am ende deines beitrags soll. aber es bringt wohl auch nix sich darum weiter gedanken zu machen. [quote][b]wenn du glaubst wegen deiner offensichtlich sadistischen neigung etwas besonderes zu sein[/b][/quote] nö warum sollte ich mich wegen meiner sexualität "elitär" fühlen? fühlt IHR euch elitär oder besonders, weil ihr hetero oder "blümchen-bevorzuger" seid? na siehste. übrigens frag ich mich, warum du schreibst "offensichtlich sadistisch". woran erkennt man das neuerdings - an der grammatik? :rolleyes: nein - wahrscheinlich bist du wieder deiner eigenen vorstellung aufgesessen, nur einer mit echt fiesem charakter (also einer der in foren aggressiv rüberkommt??) kann bzw. muß ein echt fieser sadist sein. suuuuper..... das laß mal stecken. ist unsinnig und nicht sehr gut überlegt. ich kann nur nochmal sagen: [b]es geht hier um [i]sexuelle neigungen[/i], nicht mehr und nicht weniger. das ist keine [i]charaktereigenschaft[/i]![/b] deswegen ist es völlig unsinnig und verbohrt sätze abzulassen wie "s/m'ler müssen alle einen hang zur fiesigkeit haben" oder (um sich mal die gegenseite vorzustellen) "alle vanillas (--> umgangssprachlich für nicht-s/m'ler) haben zuwenig phantasie und sind verklemmt!" mit anderen worten: den satz "du bist scheiße aggressiv, zach!" lasse ich mir gefallen, denn das ist kritik und die kann ich annehmen. aber z.B. der satz "[b]du als s/m'ler[/b] mußt natürlich aggressiv werden / hältst dich für besonders schlau / ... etc.!" ist ein pauschalisierendes vorurteil und daher nicht akzeptabel. sex und charakter müssen hier nun mal getrennt gesehen werden! [quote][b]das du die sexuelle ausbeutung von s/m modells für legitim zu halten scheinst entsetzt mich ein wenig. deine roheit widert mich an.[/b][/quote] WO bittesehr habe ich gesagt, die sexuelle ausbeutung von s/m-models sei legitim für mich?? ich nehme mal an, das hast du in meine äußerung reingelesen, daß ich davon ausgehe, bei fast allen s/m-erotikseiten im netz stünden finanzielle interessen dahinter. genau wie bei anderen sex-seiten. damit läßt sich nämlich tatsächlich viel geld verdienen. die wenigsten seiten sind aber (im sinne von s/m) ernstzunehmen oder "von s/m'lern für s/m'ler" gemacht. da steckt einfach (halb-)pornographische industrie dahinter oder ein einzelner unternehmer, der sich darauf spezialisiert. und die meisten angebote sind dazu noch recht plump und ohne reiz (zumindest für mich). daher hat Âme reine aus meiner sicht völlig recht, wenn sie sagt: [i]Solche Seiten werden, wenn ich die Diskussion richtig mitverfolgt habe, den "Durchnitts-SMler" wohl dann auch nicht interessieren, bzw wird er sich davon distanzieren wie der wahre Satanist von irgendwelchen Sektenheinis.[/i] (wieviel aber noch im rechtlichen rahmen ist oder inwieweit models gezwungen werden, kann ich nicht sagen - dazu müßte ich statistiken dazu haben oder die models interviewt haben. ich weiß jedoch, daß es auch genügend mädels gibt, die sich nicht als s/m'ler einordnen würden aber sich trotzdem in den klamotten, in bestimmten posen oder mit ein bißchen "so-tun-als-ob-gehaue" ablichten lassen WEGEN des finanziellen faktors... wie gesagt: erotik-industrie). sieh mal, s/m ist zu 99% eine KOPF-sache und sehr sehr vielschichtig in der ausprägung. es geht ja auch nicht ausschließlich darum, jemanden einfach zu schlagen oder ihm/ihr körperlich weh zu tun - wenn es NUR der [i]körperliche schmerz[/i] wäre, könnte man(n/frau) sich ja, platt und ein wenig zynisch ausgedrückt, einfach einen backstein auf den zeh fallen lassen, um glücklich zu werden. aber es geht eben um etwas anderes - es geht um das, was IM KOPF abläuft, um bestimmte szenarien. das wichtige daran sind die konzepte von dominanz und unterwerfung - eine/r übt kontrolle aus, eine/r läßt sich kontrollieren. das bedeutet z.B. auch, daß man s/m "haben" kann, ohne daß schmerz eine rolle spielt. wenn ich den/die partner/in mit einem zarten seidenschal die hände ans bett fessle und er/sie mir somit ein stück weit "ausgeliefert" ist, dann ist auch das s/m. Demon17, zu deiner partnerin kann ich daher nur sagen, daß du da gleich an ein recht krasses beispiel geraten bist, und das auch noch unvorbereitet. du kannst jedoch davon ausgehen, daß das, was sie wollte, noch lange nicht das ganze spektrum dieser art sexualität darstellt und daher auch nicht auf andere frauen so ohne weiteres übertragbar ist! die nächste masochistisch veranlagte frau, die du evtl. kennen lernst, ist mit großer wahrscheinlichkeit wieder ganz anders "drauf". nochmal zu dem punkt von snapman: [quote][b]Dann wenn z.B. Kindern gleichzeitig Schmerz, aber auch "Liebe" oder Freude zugefügt wurde. (...) unbewußt entsteht dann im gehirn eine verknüpfung zwischen Freude und Schmerz![/b][/quote] diese theorie ist im grunde nur ein aufguß einer bereits geäußerten meinung in diesem thread... lediglich in etwas anderer "verpackung". nämlich die theorie, als mensch, der s/m-neigungen hat, müsse man als kind mißhandelt (geschlagen, mißbraucht...) worden sein. daß das ebenfalls schwachsinn ist, haben hier bereits mehrere leute belegt - entweder durch das einfache rechenbeispiel "dann müßten wir ja bald alle maso/sado sein" oder schlicht durch das eigene leben: nicht mißhandelt worden, trotzdem s/m-neigung (wozu ich dann auch zähle). oder umgekehrt gibt es auch genügend mißbrauchsopfer, die s/m NICHT mögen. diese theorie ist also bei näherer betrachtung unhaltbar. zudem impliziert sie ja wieder das, worum sich auch die schwarze_witwe sorgen machte: daß s/m-ler irgendwie "nen schaden haben" (oder ne angebliche traumatische kindheit), sodaß es ja "irgendwie krank(haft)" sein müßte, lust am schmerz oder der unterwerfung zu finden. dieses bild hält sich leider sehr hartnäckig. noch etwas zu einem satz von Âme reine, wobei ich mich dann gleich auch auf meine "cholerische art" beziehen kann: [quote][b]Was denkst Du denn warum Leute dannach fragen? Wenn Du Dich nicht mit so "dummen" Leuten abgeben möchtest, bist du nicht gezwungen darauf zu reagieren.[/b][/quote] das seh ich eben nicht so. wenn jemand ne völlig verquere vorstellung hat, dann werd ich das doch nicht noch mit "weggucken" unterstützen daß der/die seine/ihre mißverständnisse, vorurteile oder fehlinformationen weiter mit sich rumtragen kann. sondern dann sag ich was dazu. insbesondere dann, wenn das thema mich irgendwie betrifft. und da kommt dann auch das sogenannte "rumrotzen" ins spiel - es gibt themen, die gehen mir am ar*** vorbei, aber das hier nicht. und daß ich öfters ne ruppige art hab, is nix neues (kann man an anderen postings z.T. ersehen), manche kommen trotzdem damit klar, aber hier war's wohl zuviel. kann ich auch akzeptieren daß das nicht das gelbe vom ei war, aber mir ging bei einigem einfach die hutschnur hoch!!! :mad: jetzt hab ich erstmal zwei tage gewartet mit dem antworten und mich bemüht, das persönliche-angekotzt-fühlen mal außen vor zu lassen, und ich hoffe daß da ein unterschied spürbar ist. und warum die leute fragen? leider ist da nicht immer wissensdrang dahinter... manchmal auch schlicht geilheit / sexuell motivierte neugier, oder jemand erlaubt sich einen spaß oder will bestimmte klischeevorstellungen bestätigt sehen. womit ich nicht behaupten will, alle die hier fragen stellen gehörten zu diesem typus!! (und bestimmte gegenfragen von mir sind übrigens IMMER NOCH NICHT beantwortet... aber evtl. kommt das ja noch, so schrittweise...?) *teilzeit-aggressivling* zach |
| fluchtraum | [edit]Das folgende Posting hatte ich gleichzeitig geschrieben mit batwaver vorangegangenem Posting... ist in manchen Punkt daher vielleicht ueberholt, aber ich lasse es mal so stehen.[/edit] Hm, jetzt muss ich mich nochmal zu Wort melden... einiges, was hier geschrieben wurde, mag ich nicht unkommentiert stehen lassen. [u]Faekalfetischismus/SM[/u] Zwischen den beiden Formen der Sexualitaet gibt's sicher Beruehrpunkte, eben daher das Spiele mit Faekalien naturgemaess sehr erniedrigend sind und daher teil von Erniedrigungsspielen sein koennen, aber das ist innerhalb der SM-Szene eher eine Ausnahme und Randerscheinung. Der ueberwiegende Teil der SMler ekelt sich vor solchen Sachen auch und hat damit nichts am Hut, umgekehrt mag es viele Faekalfetischisten geben, die mit SM nichts am Hut haben. Kurz, beides zusammen gibt's sicher auch, im grossen und ganzen handelt es sich jedoch um zwei verschiedene Phaenomene, die nichts unmittelbar miteinander zu tun haben. Zu den Fragen von Demon17: [u]a) SM im Internet[/u] Das ist genau wie bei jeder anderen Form von Pornografie - da machen es doch die Darstellerinnen auch wegen des Geldes und nicht zu ihrem eigenen Vergnuegen. Warum sollte es bei SM anders sein? Dementsprechend hat das meiste, was man zu SM im Internet findet, mir realem SM genau so wenig zu tun, wie andere Pornos mit Alltags-Sex. Ich glaube, ueber die Vorstellung, dass es ausgerechnet bei SM irgendwie anders sein sollte, als in der restlichen Sex-Industrie, lachte der batwaver etwas zynisch - das er diese Ausbeutung gut heisst, habe ich da nicht rausgelesen - korrigier mich, wenn ich falsch liege. [u]b) Spiel mit dem Feuer[/u] Nein. Das ist ein altes Vorurteil, aber einfach nicht wahr. [u]c) SM und Partnerwahl[/u] Hm, das ist 'ne schwierige Frage. Ich muss sagen, ich hatte immer Angst davor, mich mal in eine Person zu verlieben, die meine Neigungen nicht teilt - mit so einer Situation haette ich sehr schwer umgehen koennen, da SM eben ein genau so wichtiger Aspekt in einer Beziehung ist wie kuscheln. Zum Glueck bin ich noch nie in diese Situation geraten - uebrigens hatte ich mich auch schon verliebt, ohne zu wissen, ob die Person auch SM mag, und es dann erst erfahren, als wir uns naeherkamen. Es ging also nicht in erster Linie um die Neigung - verliebt hatte ich mich erstmal in andere Merkmale. Eine Einschraenkung ist es natuerlich - aber jeder Mensch hat solche Einschraenkungen. Heterosexuell zu sein schraenkt einen schonmal ein, da scheidet schonmal die halbe Menschheit als moeglicher Partner aus ;), andere koennen nur was mit Blondien, sportlichen Menschen oder HipHop-Fans anfangen... ich denke, ich bin nicht mehr oder weniger eingeschraenkt als jeder andere auch. [u]d) Liebe und Neigung[/u] Muss ich dem batwaver zustimmen... ich meine, bei "normaler" Sexualitaet kann man doch das gleiche sagen... "Du hast gerne Sex, dann geht's dir nur darum und nicht um Liebe?" [u]@Âme noire[/u] An dem Punkt ist was dran. SM hat viele verschiedene Aspekte und Gruende warum es Menschen reizt, auf einen Faktor laesst es sich nicht reduzieren. Aber durch Schmerz usw. tranceartige Zustaende zu erreichen, spielt fuer manche SMler eine Rolle. [u]@Diskussionsverlauf[/u] Schade das die an sich gute Diskussion etwas entglitten ist... ich muss sagen, ich kann batwavers Posting [i]inhaltlich[/i] eigentlich zustimmen, auch wenn er im Ton etwas uebers Ziel hinausschoss. Ich kann verstehen, das einige hier von batwavers Tonfall angenervt sind, genau so, wie ich sehr gut batwavers Gereiztheit verstehen kann - denn als SMler wird man immer wieder mit den gleichen Vorurteilen konfrontiert (siehe auch den naechsten Punkt @snapman), und irgendwann reisst einem mal der Geduldsfaden. [b]Aber[/b] - wenn jemand (wie in diesem Fall der batwaver) in einer Diskussion mal recht agressiv rueberkommt, hat dass doch nichts mit seiner eventuellen SM-Neigung zu tun - das ist ein ganz phaenomenales Missverstaendniss! SMler stehen doch nicht darauf, mit anderen Leuten zu streiten, und geilen sich nicht dran auf, jemand mit anderer Meinung verbal abzuschiessen! SM geht um erotisches Spiel zwischen zwei Menschen, die sich moegen und achten - nicht darum, mit wildfremden in einem Forum zu streiten. Also -[b]bitte[/b]- haltet das Diskussionsverhalten mit den sexuellen Neigungen der Leute auseinander, das eine hat ja wohl nichts mit dem anderen zu tun. Und an alle, bitte bleibt mit eurem Tonfall auffem Teppich, ja? [u]@snapman[/u] "S/M ist eine ankonditionierte Verhaltensweise..." und so weiter... :rolleyes: [i]All das hatten wir weiter oben im Thread schonmal... und ich war schonmal darauf eingegangen... hast du die bisherige Diskussion ueberhaupt gelesen? Aber meinetwegen, wenn schon beantwortete Fragen nochmal gestellt werden, beantworte ich sie auch nochmal und noch ausfuehrlicher:[/i] Die Vorstellung, eine SM-Veranlagung sei durch Schlaege in der Kindheit entstanden, ist laengst als falsch wiederlegt. Die Vorstellung wurde vor Jahrzehnten von Psychologen aufgestellt, die rein theoretisch ueber das Thema nachdachten, ohne auf Fakten zurueckzugreifen. So hat zB Sigmund Freud einiges zum Thema Sadismus/Masochismus geschrieben - aber er hat keine wirklich umfassenden Gespraeche mit SMlern gefuehrt, seine Theorien waren reine Kopfgeburten und erwiesen sich spaeter als weitestgehend falsch. [i]Inzwischen liegen statistische Untersuchungen vor, die belegen, das der Anteil von Menschen, die in ihrer Kindheit geschlagen oder missbraucht wurden, unter SMler [b]nicht hoeher[/b] ist als unter der restlichen Bevoelkerung.[/i] Ich wurde auch von meinen Eltern nie geschlagen und bin "trotzdem" SMler. :) Gruss, der fluchtraum |
| the batwaver | [QUOTE][i]Original geschrieben von fluchtraum [/i] [B]Ich glaube, ueber die Vorstellung, dass es ausgerechnet bei SM irgendwie anders sein sollte, als in der restlichen Sex-Industrie, lachte der batwaver etwas zynisch - das er diese Ausbeutung gut heisst, habe ich da nicht rausgelesen - korrigier mich, wenn ich falsch liege.[/B][/QUOTE] nö, perfekt erkannt |
| Manley | leute, gut, daß ihr das schon geschrieben habt, sonst hätt ich jetzt auch angefangen. ihr sprecht mir aus der seele... |
| seelenlos | mh, ich weiss ja nicht wie das bei euch ist, aber ich habe für mich feststellen können dass doch ein wenig mehr dahinter steckt als nur "eben die neigung dazu zu haben", so als ob man eben lieber rosa als blau trägt.. natürlich geht es nicht nur um den reinen physischen schmerz, wie @batcave richtig bemerkt hatte könnte man sich sonst tatsächlich ohne anwesenheit einer weiteren person schmerzen zufügen..(wobei man übrigens bedenke, dass man auch onanieren kann und dennoch finden wohl wenigstens die meisten menschen sex mit einem partner schöner..) es findet also im kopf stat...ja, aber was? diese phantasien, das wissen das man jetzt ausgeliefert ist, benutzt, gedemütigt, beleidigt etc. wird doch nur dadurch interessant dass dies alles "anti-werte" der gesellschaft sind. wir werden dazu erzogen (nicht ohne grund) freundlich zu sein, einander zu achten, den anderen zu respektieren, keine gewalt auszüben, sich zu beherrschen und sich dinge die einem vielleicht spass machen würden aber den mitmenschen schaden und daher für eine gemeinschaft unakzeptabel sind zu unterdrücken. und ein spiel mit grenzen und werten ist immer reizvoll...das eine frau die in einem sm-rollenspiel vergewaltigt wird (werden möchte) das sich auf der strasse nicht wünscht ist schlicht weg mit dem selbsterhaltungstrieb zu erklären..bei sm-spielen erschafft man sich eine kleine "paralellwelt" in der andere gesetze gelten in der man aber auch nur einige stunden sich aufhält, sozusagen ein mikrokosmos der aber mit dem alltag nichts gemein hat. diese trennung ist auch für die psyche enorm wichtig, sonst endet man wie in "die geschichte der o" (übrigens, ein phantastisches buch, jeder der etwas über sm und liebe wissen möchte sollte dies mal lesen) sm-sex ohne liebe ist nie so tief wie sm sex mit liebe (wie bei "normalem"(was ist das schon) sex eben auch). es hat eine ganz andere bedeutung und gewichtung ob man sich von der person die man liebt demütigen lässt (ist nur ein beispiel, gibt bekanntlich viele spielvariationen) oder von einem netten bekannten.. |
| Solfark | weils um vertrauen geht |
| seelenlos | @solfark glaubst du dass das der einzige grund ist? natürlich, vertrauen ist wichtig sonst sollte man sich darauf wirklich nicht einlassen aber ich finde der grund liegt in der empfindsamkeit. ein mensch den du nicht liebst kannst du nicht emotional "an dich ranlassen", soll heissen dass du dir im laufe deiner entwicklung natürliche schutzschilde aufbaust (ist ja der grund warum kinder so vertrauensselig und verletzlich sind)...sonst würdest du deinen alltag gar nicht meistern können. aber eine person die du liebst reisst gewissermassen diese schutzschilde nieder..sonst würdest du nicht lieben..umso empfindsamer wirst du. wenn man ganz verliebt ist treten diese merkmale am deutlichsten auf: wie wichtig ist dir die meinung, zustimmung und anerkennung des/der geliebten..man taumelt geradezu an einem abgrund..ein ablehnendes wort und man hat das gefühl man fällt...in bodenlose tiefe.. naja und dementsprechend intensiv wird das spiel mit den grenzen... |
| Evilwarrior | Na Gott (oder sonsteinem) sei Dank bewegt sich die Sache langsam wieder in "normalen" Bahnen. Was hier teilweise vom Stapel gelassen wurde is ja Haarsträubend. Also, was wir schon wissen is, S/M ist nicht anerzogen. Wo es dann herkommt weiß keiner.Beruf oder gesellschaftlich Stellung scheidet aus, bei mir jedenfalls, mir war des mit 13 scho klar, das mich das net antört so wie es in der Bravo steht. Das grundsätzlich Problem versteh ich schon, ich frag mich ja selber manchmal, was ich da eigentlich mache. Mittlerweilen nicht mehr so oft, weil ich für mich beschlossen habe, das ich das gar nicht selber bin. Nix mit Schizo, sondern eher meine "dunkle" Seite. Ich glaube, die hat jeder irgendwie, jeder anders und manche Menschen lassen sie mehr zu, manche weniger. @fluchtraum Ich seh schon, du hast Dir echt ma Gedanken gemacht. Aber zu manchen Sachen muß ich doch noch meinen Senf dazugeben. Spiel mit dem Feuer!?! Na ja, ein wenig doch schon, denk ich. Wo hört den der Spaß auf? Wo ist die Grenze und wer kontrolliert sie? Vertrauen ist der Anfang von allem... One Night Stand ohne böse Überraschungen? S/M und Partnerwahl. Allein darüber kann man ein Buch schreiben... Ich hab da bis jetzt immer net schlecht gelegen, aber so ein Komming Out kann ach seine Tücken haben. Wär mal interessant, wie es da andern so ergangen ist. @ seelenlos Natürlich geht um mehr, als "eben nur die Neigung". Es geht ja auch ohne, bei mir jedenfalls. Es macht sogar Spaß, aber der "KICK" fehlt dann eben... Weil es halt,richtig erkannt im Kopf stattfindet. Jeder schiebt da seinen eigenen Film. Und ich möcht gar net wissen, wie der im einzelnen aussieht, bei manchen Menschen. Sich die Sache eingestehen is doch der Punkt. Der Microkosmos gefällt mir echt gut, is irgendwie ein treffender Vergleich. Fernab der Realität... @Solfark Ähem, ja, auch, eigentlich schon. Wie ist das jetzt, neuer Partner, "erstes Mal", dann geht die Lagebesprechung los. Also beschimpfen is O.K., fesseln auch, dann auspeitschen, aber bloß nicht... Nur um mal nen praktischen Aspekt in die Angelehenheit zu bringen. Lange Rede, gar kein Sinn... S/Mler sind auch nur Menschen. Solange sie nicht vergessen, ihre Neigung nur an Leuten auszuleben, die die Sache ganz genauso sehen. Was mich persönlich betroffen gemacht hat, waren die vielen Vorurteile, mit denen man konfrontiert wird. Und net vergessen, es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten... |
| Demon17 | tach zach, du hattest dir damals die mühe gemacht sehr ausführlich auf meine fragen und kommentare einzugehen, deshalb will ich dies ebenfalls tun. Ich habe folgendes problem mit s/m: es geht unter anderem um erniedrigung (gut wers braucht solls haben) aber lässt sich ein erniedrigendes verhalten auf bestimmte verabredete zeitpunkte einschränken? im betrieb habe ich alle hände voll zu tun um leute die andere erniedrigen entsprechend zu sanktionieren (vor die wand laufen zu lassen insofern identifiziere ich mich in diesem fall mit den erniedrigten ohne dabei die geringste lust zu verspüren) rein sexuell kann ich eine sadistische neigung nachvollziehen, es geht mir auch darum sie stöhnen zu hören warum sie stöhnt ist wahrscheinlich abgesehen von einer gewaltigen menge an normen und werten zweitrangig rein psychologisch gesehen. ich vermute sowieso das sexualität und gewalt psychologisch enger beieinander liegen als kulturell vermittelt wird. die reine zärtlichkeit befriedigt die wenigsten frauen auch wenn es die meisten nicht zugeben würden/können. doch nun zur ästhetik: es gibt unheimlich niveauvolle fetish und bondage fotografien, die ich für einen wertvollen bestandteil des gothic halte, leider aber auch eine menge viehisches zeug. wo eine schöne frau in ein jammerndes, unesthetisches bündel fleisch verwandelt wird. siehe hogtied u.a. perönlich stehe ich auf dem standpunkt man kann eigentlich alles machen es kommt nur darauf an wie man es macht. gibt es unter s/mlern eigentlich so etwas wie kulturelle instanzen oder normen, die eine kultivierung von s/m fördern? ach ja do or die heißt friss oder stirb und war nicht als drohung gemeint sondern eher eine reaktion auf deinen diskussionstil, den ich als unangenehm empfand. never surrender demon17 |
| deadhead | Bin zwar noch keine 2 Stunden alt hier, möchte aber doch gleich auch mal meinen Senf hierzu abgeben. Zunächst mal denke ich dass alle hier mit ihrer Meinung mehr oder minder -für sich gesehen-, recht haben. Diese SM-Diskussionen sind wahrscheinlich genau so alt wie SM selbst. Aber sehr oft sieht das ganze in der Realität anders aus. Glücklich ist der, der in einer Beziehung seine Neigung ausleben kann und dort die Erfüllung findet. Doch leider, und das kommt wohl ebenso häufig vor, wird das ganze Thema zu einer fixen Idee die sich für den einzelnen verselbstständigt. Um Widersprüchen gleich mal vorzubeugen: Das muß nicht sein, kann aber, und genausoviele Normalsexhaber sind wahrscheinlich genau so süchtig nach Befriedigung. Mit einem Unterschied: Im Gegensatz zum Blümchensex-Süchtigen ist der Fetischist oder extreme SMler oftmals sehr alleine. Es gibt nun leider Formen von SM und Fetisch, die so extrem sind das es für denjenigen fast aussichtslos ist dies in einer Beziehung zu finden (betrifft bekanntlicherweise eher Männer, siehe hierzu das bereits zitierte Datenschlag-Register mit den Statistiken). Und was sich da zum Teil für Existenzen entwickeln ist in meinen Augen erschreckend. Es hat schon bestimmte Gründe warum die (Porno-) Filmindustrie sehr vorsichtig mit dem Thema umgeht: Es gibt einfach derart viele Formen und Ausprägungen von BDSM, dass sich Produktionen zu bestimmten Bereichen gar nicht lohnen da es zu wenige Konsumenten dafür geben würde. Was ich letztendlich damit sagen möchte: SM ist/kann für eine Beziehung eine Bereicherung sein, bedenklich finde ich wenn sich SM Selbstzweck wird, sich verselbstständigt oder gar das Leben und den Alltag bestimmt, denn dann wird die Jagd nach Erfüllung oft zum Unglücksein. -=DeadHead=- |
| Demon17 | @deadhead, die Frage ist bloß ob sich S/M Praktiken auf die Dauer nicht auf den Charakter auswirken. Ich habe z.B. noch niemanden "angefleht" oder dazu gebracht mich "anzuflehen" und halte das für einen ganz wichtigen Bestandteil meines Charakters. Würde sich dieser ändern? und wird nicht irgendwann der Spaß zum Ernst? Ich bin kein Prinzipenreiter aber es gibt so etwas wie Werte. Menschen für die die Freiheit zum wichtigsten zählt was es gibt haben mit S/M ernsthaft ein Problem. Je länger ich darüber Nachdenke desto problematischer finde ich das wenn ich ehrlich bin. Außerdem gibt es so etwas wie Gruppenzwänge und Sozialisation, soll heißen viele Menschen richten sich bei ihrem Verhalten sehr stark an ihrer Umwelt aus. Der Hite-Report (das war eine Umfrage über das sexualverhalten der Amerikaner) hatte starken Einfluß auf die sexuellen Praktiken seiner Leser. So ist Fellatio inzwischen allgemeingut und war es zu Beginn dieser Untersuchungsreihe nicht. Wenn ich das jetzt auf S/M übertrage kommen mir langsam bedenken, obwohl ich jedem gönne was ihm Spaß macht, denn die Freiheit zählt für mich zum wichtigsten was es gibt ud so beißt sich bei mir die Katze in den Schwanz irgendwie... think twice its magic demon17 |
| El Xadier | Ich erlaube mir mal mich in die Diskussion einzuklinken. Meine Meinung nach ist jeder in der Lage durchaus in S/M Spielen ne'n gewissen Kick zu empfinden. Nur die Erziehung, persönlichen Werte und Verschlossenheit gegenüber neuen Erfahrungen hemmen dies. Also ich praktiziere kein S/M, sehe aber gewisse parallelen zu Boxen, was ich ne weile gemacht. Endgegen der landläufigen Meinung tut Boxen nicht wirklich weh. Man registriet den Schmerz, aber das Adrenalin puscht einen soweit auf, dass man dies einfach wegsteckt und weitermacht. Das gibt einen den übelsten Kick, ja richtig Spass. Da kann man es auch mal verkraften wenn die Nase geprellt oder gebrochen wird, wo man ansonsten schrecklich laut aufschreien und wimmern würde. Das liegt einzig an dem Adrenalin, sowie anderen Körpereigenstoffen die den Schmerz betäuben und einen in ein Rausch oder Ekstase bringen. Und ich denke wenn man dies mit sexuelen Handlungen verbindet würde man dies noch viel geiler spüren. Außerdem hat Boxen wie S/M Regeln und wer nicht mehr weiter boxen will/kann höhrt auf ähnlich wie ne' Session sofort beendet wird, wenn das Safe-Wort ausgesprochen wird. [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]@deadhead, die Frage ist bloß ob sich S/M Praktiken auf die Dauer nicht auf den Charakter auswirken. Ich habe z.B. noch niemanden "angefleht" oder dazu gebracht mich "anzuflehen" und halte das für einen ganz wichtigen Bestandteil meines Charakters. [/B][/QUOTE] Schon mal Theater gespielt? Lass mich raten... nein. Auf der Bühne spielt man mal Mörder, Teufel, Verrückter, Opfer usw. - heißt das dann, dass man sein Ich durch Theater immer mehr aufgibt und irgendwann meint man sei Mephisto nur weil man bei der Faust Aufführung die Figur Mephisto spielt? Kleine Kinder spielen solche Spiele wie das gute alte Cowboy und Indianer - halten die sich dann wirklich für die Rolle? Nein. Sie versetzen sich hinein. Man lebt eigentlich den menschlich typischen Gedankengang: "Was wäre wenn" aus. Du hast dir bestimmt schon die Frage gestellt: Was wäre wenn dies & dies passiert wäre? Also kann ich da nichts schlimmes sehen was einen von Herr/Diener Spiele abzuhalten. [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B] Würde sich dieser ändern? und wird nicht irgendwann der Spaß zum Ernst? [/B][/QUOTE] Spass wird zum Ernst wenn die Spielpartner sich nicht an vereinbarte Regeln halten. Punkt. Aus. Egal bei welchem "Spass" [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B] Ich bin kein Prinzipenreiter aber es gibt so etwas wie Werte. [/B][/QUOTE] Es gibt keine Werte die Allgemeingut sind. Nur die Engstirnigkeit, Beklommenheit und Intolerenz der Menschen die im Unwissen badet. Werte vereinbart jeder mit sich selbst und seiner Lebensethik. [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B] Menschen für die die Freiheit zum wichtigsten zählt was es gibt haben mit S/M ernsthaft ein Problem. [/B][/QUOTE] Sorry, aber jetzt lehnste dich ja gewaltig aus dem Fenster. Dir ist es frei gestellt S/M zu praktizieren und du hast die Freihheit dein S/M Spiel zu gestalten und die Freihheit jederzeit aufzuhöhren. Nicht zu vergessen: es ist ein Spiel verdammt noch mal. Wenn ich zum Beispiel in PC-Spielen ein Terrorist, Polizist, Herrscher, Rambo, keineAhnungwas spiele - dann halte ich mich nicht dafür. Ich tu nur so. Wenn ich im S/M Spiel Gefangener bin, heißt es nicht, dass ich kein freihheitsliebender Mensch bin. [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B] Je länger ich darüber Nachdenke desto problematischer finde ich das wenn ich ehrlich bin. Außerdem gibt es so etwas wie Gruppenzwänge und Sozialisation, soll heißen viele Menschen richten sich bei ihrem Verhalten sehr stark an ihrer Umwelt aus. Der Hite-Report (das war eine Umfrage über das sexualverhalten der Amerikaner) hatte starken Einfluß auf die sexuellen Praktiken seiner Leser. So ist Fellatio inzwischen allgemeingut und war es zu Beginn dieser Untersuchungsreihe nicht. [/B][/QUOTE] Und Ich unterstelle dir du richtest dich nach der Umwelt aus weil diese S/M verwerflich findet. Natürlich würdest du protestieren. Genauso wie jeder der seine Neigung in Sadomaso Spielen auslebt protestieren würde. Fellatio ist voll natürlich und ist so alt wie die Menschheit - Nur Erziehung und gesellschaftliche Konventionen haben dieses Ausleben unterdrückt. [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B] Wenn ich das jetzt auf S/M übertrage kommen mir langsam bedenken, obwohl ich jedem gönne was ihm Spaß macht, [/B][/QUOTE] So wie du deine Ausführung formuliert hast, kommt es mir eher so vor wie: "Ich gönne euch den Spass - finde es abartig und würde es am liebsten verbieten - da ich aber nicht die Möglichkeit habe, bin ich so großzügig um es euch zu gönnen." Vielleicht empfindest du es nicht so, aber es kommt so rüber. Was man nicht kennt, kann man auch nicht verneinen. - kleiner Denkanstoss meinerseits. |
| Demon17 | @el Xadier 1) Theater: zugegeben alles was man im fernsehen sieht ist extrem schlecht gespieltes Theater. Wobei die dominanten meistens die schlechteren schauspieler sind. im internet gibt es andere beispiele. außerdem frag mal die schauspieler ein wirklich guter schauspieler ist die person, die er spielt jedenfalls solange er sie spielt. es gibt sehr bekannte schauspieler die echte psychische probleme haben weil sie nicht mehr wissen wer sie wirklich sind. ebenso ist es mit manchen leuten die s/m praktizieren das diese praktiken nicht nur physische sondern auch psychologische pathologien auslösen können ist unbestritten. also falsch geraten ich habe schon mal theater gespielt und je intensiver die identifikation mit der rolle desto besser. 2) kann Spaß zum ernst werden. natürlich solange alle sich an die regeln halten... aber regelverstöße kommen nun mal sehr häufig vor und es gibt keinen Ring- oder Schiedsrichter wie beim Boxen oder Fussball. es ist also davon auszugehen das es regelmäßig zu regelverstößen kommt sonst gäbe es ja nicht so viel kontrollorgane. 3) Du hast völlig recht es gibt keine allgemeinverbindlichen werte und das ich in bezug auf unterwürfigkeit intolerant und engstirnig bin da bin ich sogar stolz drauf. die beklommenheit kannst du allerdings vergessen dazu habe ich schon viel zu viele grenzen überschritten. 4) Freiheitsliebende menschen haben ein problem mit s/m. klar sie spielen nur aber zu deiner information im kindesalter wird fast jede verhaltensweise spielerisch eingübt und je öfter sie wiederholt wird desto wahrscheinlicher wird es das dieses verhaltensmuster auch in anderen als den definierten "spielsituationen" unreflektiert abgerufen wird. außerdem halte ich es für absurd erst alle möglichen opfer für die freiheit zu bringen um sie dann dazu zu nutzen unterdrückung zu spielen. 5) Gruppenzwänge und Sozialisation. dein armseliger versuch den spieß umzudrehen und mir eine von außen aufoktroierte meinung bezüglich s/m zu unterstellen trifft mich nicht ich bin bekannt dafür gegen den strom zu schwimmen und mich nicht oder kaum um meine soziale umwelt zu scheren (einzelgänger nur die sind wirklich frei) Fellatio: ob Fellatio nun natürlich ist oder nicht es schmeckt jedenfalls nicht besonders gut. zum Hite-report: im Rahmen dieser studie wurden umfrageergebnisse über das sexualverhalten von amerikanern jahr für jahr veröffentlicht. ich habe die zahlen nicht mehr genau im kopf aber die studie wurde eingestellt weil durch die veröffentlichung dieser zahlen ein normativer druck ausgeübt wurde fellatio durchzuführen. am anfang waren es 20% im nächsten jahr 30% zum schluss war es die mehrheit. ein anderes beispiel sind die kommunen mit bumszwang die nach der sexuellen befreiung in den 70ern entstanden sind. viele menschen neigen leider dazu ihr eigenes verhalten auch anderen vorschreiben zu wollen ob du das bestreitest oder nicht ist irrelevant. ich würde das niemals sagen das ich s/m abartig finde dazu ist mir selbst viel zu oft abweichendes / abartiges verhalten vorgeworfen worden. nur bitte hängt es nicht so hoch. propagiert es nicht denn es setzt andere menschen unter druck sich ebenso zu verhalten und dann steh ich auf der anderen seite und ich bin ein lästiger gegner. think twice its magic demon17 |
| moon-desire | ok.......kurze frage (ich hoffe sie wurde noch nicht gestellt........war zu faul alles auf einmal zu lesen ;-P)! wenn man auf die schmerzen steht (die körperlichen), aber nicht auf das unterworfensein oder dominantsein........nennt man dass dann auch SM ???? |
| Evilwarrior | @ moon-desire Also meiner Meinung nach schon, wobei man sich die Schmerzen dann schon selbst zufügen muß, sonst funzt des ja net. Weil, wenn jemand anders da ist, der die Schmerzen zufügt, hat man sich dann nicht schon unterworfen? |
| moon-desire | @evil hm......stimmt, eigentlich schon! und wenn man sich gegenseitig gleichzeitig weh tut? heist das, dass man dann unterwürfig und dominant gleichzeitig ist? warum empfinde ich das dann nie so? vielleicht weil es sich so ausgleichend anfühlt, dass ich gar nicht erst in versuchung komme, mich in irgendeine rollle hineinversetzt zu fühlen? ..........*grübel*......... |
| Evilwarrior | @ moon-desire Klar. Is nicht selten, das es da keine klare Zuordnung gibt. Mal so, mal anders oder gleichzeitig. Mal schaun, wer mehr abkann;0) ...so und jetzt zahl ichs Dir heim... Mach Dich da mal nicht verrückt, aber eins is sicher, irgendeine "Rolle" spielt man immer. Auch wenn nicht immer klar ersichtlich ist wasfür eine. |
| aurora borealis | [QUOTE][i]Original geschrieben von fluchtraum [/i] [u]a) SM im Internet[/u] Das ist genau wie bei jeder anderen Form von Pornografie - da machen es doch die Darstellerinnen auch wegen des Geldes und nicht zu ihrem eigenen Vergnuegen. Warum sollte es bei SM anders sein? Dementsprechend hat das meiste, was man zu SM im Internet findet, mir realem SM genau so wenig zu tun, wie andere Pornos mit Alltags-Sex. Ich glaube, ueber die Vorstellung, dass es ausgerechnet bei SM irgendwie anders sein sollte, als in der restlichen Sex-Industrie, lachte der batwaver etwas zynisch - das er diese Ausbeutung gut heisst, habe ich da nicht rausgelesen - korrigier mich, wenn ich falsch liege.[/quote] Was nicht heisst, das Betreiber hinter einer Seite NICHT SM praktizieren, ich kenne mindestens 2 Männer, die derartige sehr gut laufende Seiten führen und die sind beide nicht von Pappe. Das Problem ist nur, dass ihnen eben Ausbeutung vorgeworfen wird. Aber kann man hier von Ausbeutung reden? Und warum? [quote] Die Vorstellung, eine SM-Veranlagung sei durch Schlaege in der Kindheit entstanden, ist laengst als falsch wiederlegt. Die Vorstellung wurde vor Jahrzehnten von Psychologen aufgestellt, die rein theoretisch ueber das Thema nachdachten, ohne auf Fakten zurueckzugreifen. So hat zB Sigmund Freud einiges zum Thema Sadismus/Masochismus geschrieben - aber er hat keine wirklich umfassenden Gespraeche mit SMlern gefuehrt, seine Theorien waren reine Kopfgeburten und erwiesen sich spaeter als weitestgehend falsch. [i]Inzwischen liegen statistische Untersuchungen vor, die belegen, das der Anteil von Menschen, die in ihrer Kindheit geschlagen oder missbraucht wurden, unter SMler [b]nicht hoeher[/b] ist als unter der restlichen Bevoelkerung.[/i] Ich wurde auch von meinen Eltern nie geschlagen und bin "trotzdem" SMler. :) [/quote] ich oute mich mal als Freudianer, ich finde manches von ihm recht gut, auch wenn man es nicht als reine Wahrheit nehmen sollte. Schläge = SMler, ob "unten" oder "oben", das ist eine Theorie, die vielleicht bei manchen zutrifft. Was ist aber damit, dass - zumindest meiner Meinung nach - Kindheit eine sehr große Rolle spielt. Was man in dieser Zeit (un)bewußt wahrnimmt, hat bestimmt auch Auswirkungen. Wie gesagt, ich kann nur von mir reden, aber mein Bild/meine Ansprüche an einen Mann sind in dieser Zeit sehr geprägt worden und wirken sich auch auf dieser Ebene aus. In den Genen wird es schwerlich vorgegeben worden sein. |
| Manley | @demon17: [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]@el Xadier ich würde das niemals sagen das ich s/m abartig finde dazu ist mir selbst viel zu oft abweichendes / abartiges verhalten vorgeworfen worden. nur bitte hängt es nicht so hoch. propagiert es nicht denn es setzt andere menschen unter druck sich ebenso zu verhalten und dann steh ich auf der anderen seite und ich bin ein lästiger gegner. think twice its magic demon17 [/B][/QUOTE] niemand propagiert hier irgend was. hier sind nur ein paar leute, die sich über ihre persönlichen neigungen austauschen. und niemand versucht, einem anderen seine meinung aufzuzwingen. also solltest du das mit solchen kommentaren auch nicht tun. kannst du die hier geäußerten meinungen nicht einfach für das akzeptieren, was sie sind? nämlich meinungsäußerungen, keine überredungsversuche. |
| Demon17 | @manley Hi, du hast mich missverstanden. ich behaupte nicht dass hier im thread etwas propagiert wird, aber in vielen diskos erhalte ich den eindruck dass es so ist. siehe z.B. meine kurzgeschichte nachtmensch oder wenn die leute an ketten auf der tanzfläche eine show abziehen. ich befürchte einfach dass es irgendwann zur norm wird. ich befürworte offene diskussionen aber dann sollte man auch einen offenen, fairen diskussionstil pflegen. das ist leider nicht immer der fall. wer etwas gegen offenen s/m sagt "ist verklemmt, hat ja eh keine ahnung etc." für mich gibt es äshetische formen des s/m, die ich auch in der öffentlichkeit akzeptiere. künstlerische, stimmungsvolle fotografien, die wie jede echte kunst das bewustsein erweitern und teilweise auch zum nachdenken anregen. aber ich habe selten so agressive reaktion erhalten wie hier, obwohl ich anfangs nur fragen stellte und habe dann darauf entsprechend reagiert. worauf die leute entweder jammern oder kneifen. macht keinen guten eindruck für meinen geschmack. think twice its magic demon17 |
| Manley | okay, dann hab dich wirklich mißverstanden. hm, passiert. ich bin auch dafür, daß man mit stil über dinge diskutiert, die einen beschäftigen. stimmt, inzwischen gehört s/m in vielen diskos zum tagesgeschäft, das die leute in die location ziehen soll, wiel s/m gesellschaftlich tabuisiert wird. und was "verboten" ist (zumindest gesellschaftlich), ist natürlich noch viel interessanter als das, was man jeden tag hat. und wenn ein 15jähriges girlie mit ketten an der hose rumläuft, finde ich das auch noch nicht ganz passend. es gibt sicher auch viele mitläufer, die so tun als ob, weil es grad in mode ist... und diese leute sind es dann, wegen denen man schief´angeguckt wird. was jeder in seinen eigenen vier wänden tut, kann den leuten auf der straße doch egal sein - ist es aber nicht, weil so was gesellschaftlich nicht geduldet wird. wo leben wir eigentlich, wenn nicht jeder seine neigungen ausleben kann, ohne dafür gleich in misskredit zu geraten? |
| Evilwarrior | @ Manley Ja, wo leben wir eigentlich? Is doch klasse, wenn man mit so was Leute in die Disko locken kann und wenn ein 15jähriges Girlie mit Ketten an der Hose rumläuft, das is doch prima, blos was hat das ezt mit SM zu tun? |
| Manley | na nix natürlich... ist aber wahnsinnig coooooool... |
| Evilwarrior | Oh ich vergaß:D Wenn ich das jetzt richtig versteh, dann machst du Dir a wenig Sorgen das man dann ja nix besonderes mehr is:D :D :D Sorry, ich kenn Deine Einstellung zu der Sache ja nicht wirklich, nimm des ezt also net zu ernst. Mein Gott, solage das nur eine "Modeerscheinung" bleibt, kann ich damit leben. Oder wollen wir spaßeshalber mal ausdiskutieren, was einen "ECHTEN" SMler ausmacht:D |
| Manley | nee, ich mach mir keine sorgen, daß ich nix besonderes mehr bin. ich find nur, daß ein 15jähriges girlie nicht wirklich geistig reif genug ist, sich mit der materie auseinanderzusetzen. ich will damit auch niemandem auf den schlip treten, aber wißt ihr, was ich meine... |
| Evilwarrior | Hm, dann unterstelle ich Dir jetzt mal, das du nicht den ganzen Tread gelesen hast. Wie ich schon mal erwäht hab, mir war das mit dreizehn oder vierzehn schon klar, das sich die Sache bei mir nicht in "Bravoüblichen" Bahnen bewegt. Mach Dir keine Sorgen, ich fühl mich überhaupt net "aufn Schlips getreten" und ich hoffe du auch nicht, gebe zu, ich hab a weng provoziert. |
| Demon17 | @Manley & evilwarrior: moin, moin ich möchte lediglich vermeiden das die Lütte eines Tages durchgelassen wird ohne es zu wollen. denn viele fordern es geradezu heraus. ich verweise darauf daß man bei einem one night stand auf alles gefasst sein muß und das gerde im s/m bereich. außerdem bin ich da mit den dominas auf der Reeperbahn einer Meinung, die den youngstern raten es doch erstmal mit blümchensex zu versuchen. never surrender demon17 |
| Evilwarrior | @ Demon17 Wohl schon ma schlechte Erfahrungen gemacht:D :D :D Eigentlich hast ja Recht, die solln das ma langsam angehen. Aber irgenwie weichen wir hier voll vom Thema ab... |
| Bleze | Interessant... :) Würde man es SEHR genau nehmen, und eine Frau würde beim "normalen" Sex "Fick mich!" schreien..., wäre das eigentlich auch schon eine Form von SM ;) SM wird immer gerne mit Schlagen etc. in Verbindung gebracht..., klar..., es KANN ein Form sein, aber es muss nicht. SM ist ein Spiel...miteinander, nie gegeneinander..., ein Spiel mit dem Partner...unterwerfen & unterworfen werden. Zudem müssen sich die Partner da sehr vertrauen, ohne ginge es gar nicht. Wahrscheinlich muss das Vertrauen zum Partner beim SM sogar intensiver sein als beim übliche Sex.., da die potentiellen Risiken bei diversen Spielarten einfach grösser sind. Ich bin der Meinung jeder sollte machen was ihm Spass macht, man findet schon herraus ob es gefällt oder nicht. Ob Dominant, Devot, Masochist, Sadist, Fetischist oder einfach Blümchensexliebhaber/in..., es gehören immer 2 dazu, und solange es DEN Beiden Spass macht ist das was andere davon halten absolut Nebensache. SmM ist sehr sehr breit gefächert, muss jeder selber sehen welche Spilarten ihm persönlich zusagen. @ Demon17: die "Dominas" auf der Reeperbahn sind auch kommerzielle, die gehen mit ihren "Gästen" auch anders um als z.b., Herrinnen im privaten Bereich, z.b. auf SM-Partys oder so. Wobei ich Dir da Recht gebe, ich würde nie jemandem der mal SM Luft schnuppern wil einen Besuch in einen professionellen Studio empfehlen. Bleze |
| Evilwarrior | @ Bleze ...endlich normale Leute...:) |
| Demon17 | @Bleze ok wers will solls tun aber bei mir gibt es da keinen bedarf es sei denn an den künstlerischen ausprägungen vons/m. zur zeit hab ich keine schwierigkeiten mit repression. love, peace and happiness;) never surrender demon17 |
| seelenlos | eine frage dir mir kürzlich gestellt wurde und über die ich seither nachdenke: "was empfindet eigentlich der dominante/sadistische/unterwerfende part?" handelt es sich ausschliesslich um den genuss des gefühles der macht (das steckt übrigens in JEDEM menschen)? wie sieht er sein "opfer"? welche empfindungen ruft der anblick in ihm hervor? - ich spreche jetzt natürlich nicht von der sexuellen ebene, sondern vom "sm-idealfall" einer ernsthaften liebesbeziehung. kann der dominante part überhaupt so lieben wie der sich unterwerfende? für den unterwerfenden ist die situation klar, er kann dem/der geliebten seine grenzenlose liebe beweisen, demonstrieren und empfindet glück und zufriedenheit wenn er weiss, die wünsche und bedürfnisse des/der geliebten erfüllen zu können... doch wie sieht das aus der anderen position aus? liebe und unterwerfung, (auf-)opferung gehören in unserem kulturkreis, der in seinen werten und vorstellungen vom christentum geprägt ist (unabhängig davon ob man gläubig ist oder nicht) ohnehin sehr eng zusammen: jesus, der sich aus liebe zu den menschen und seinem vater für die menschheit geopfert hat, oder all die märtyrer etc.. aber auch in nicht-christlichen kulturregionen wie den asiatischen raum, ist das ideal der liebe immer mit opfer, schmerzen (physischer und seelischer natur) verbunden..vielleicht sogar noch ausgeprägter... und es handelt sich hierbei um altes, überliefertes gedankengut! also, was meint ihr, kann echt empfundene liebe den wunsch nach grausamkeit und demütigung hervorrufen? |
| Demon17 | gute frage, aber ich glaube nicht das du hier eine ehrliche antwort erhalten wirst. never surrender demon17 |
| LaChatte | Ich versuchs trotzdem mal mit einer Antwort.... Der SM-Bereich reizt mich persönlich, auch wenn ich nur sehr sehr wenige Erfahrungen damit gemacht habe, die ich zum Teil sogar als lächerlich empfand, so "was, den muss ich jetzt schlagen?? hmpfrgr....", doch ich möchte bei Gelegenheit gerne noch etwas weiter forschen. Mit meinem Partner zusammen, kann ich mir nicht vorstellen, der dominante Teil zu sein, bei anderen Personen, die mir fremd sind, dann aber schon. Was mich dabei reizt, ist die Macht, die ich ausüben kann, den anderen an seine Grenzen und darüber hinaus zu führen, und das mehr auf einer psychologischen, nicht nur auf der körperlichen Ebene. Und mit meinem Partner wär ich lieber die Unterworfene, aber ich glaub, dass kann er irgendwie auch nicht, mich zu unterwerfen. Aus meiner (kleinen) Erfahrung sag ich mal, dass SM in einer Liebesbeziehung nicht möglich ist für mich, in einer mehr lockeren und unverbindlichen Beziehung aber schon. Ich denke, es kann schwierig werden, das Spiel und das, was nachher passiert, dann voneinander zu trennen, und braucht viel Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Ich glaub auch, dass ich einen Partner nicht als mir ebenbürtig achten könnte, wenn er sich mir unterwirft. |
| Demon17 | @LaChatte, bin schwer beeindruckt aber kannst du dir vorstellen ungetrübte freude darüber zu empfinden jemanden weh zu tun. ich mein als mann hab ich da echt einen wertkonflikt selbst wenn es mich erregen würde. was es auch teilweise tut. weil das ist ja total unmännlich eigentlich frauen zu schlagen. (ich bleib da bewußt altmodisch) also lasse ich lieber die finger davon. gruß demon17 |
| LaChatte | Macht ist sehr erregend... Das erfahre ich schon nur durch meinen Beruf (der gar nichts mit Sex zu tun hat), und erzeugt durchaus so was wie einen Blutrausch. Aber ich krieg da schon auch manchmal Angst vor mir selber, und "Liebe" oder "Freude" ist da auch nicht dabei, eher eine Art emotionalen Vampirismus. Darum könnte ich das in einer ernsthaften Beziehung auch nicht tun, da ich einen Partner als gleichwertig empfinden muss, sonst klappts nicht.. Und noch was, Demon: Versuchs doch mit Männern;) , da gibts vielleicht keinen Wertkonflikt. Liebe Grüsse LaChatte |
| Demon17 | Also das mit dem Beruf kann ich nachvollziehen. Diese hierarchien find erzeugen wirklich soziale pathologien (aus anarchischer sicht jedenfalls) und weißt du männer reizen mich nun überhaupt nicht. ich halt mich lieber aus diesen auf unterwerfung beruhenden sozialen systemen raus. stay dark u nd verarbeite deinen "blutrausch" bitte so das du keinen unterwirfst. demon17 |
| LaChatte | Nun, ich bleib eigentlich meistens zivilisiert... doch was an mir "dark" ist, ist immer noch auf der Suche nach einem kontrollierbaren Spielplatz, den ich noch nicht gefunden habe. The show must go on! LaChatte |
| Demon17 | na dann spiel schön ich tob mich lieber auf der tanzfläche aus machs gut demon17 |
| Diva | Es ist doch immer wieder dasselbe. Warum mag der eine das, warum der andere jenes. Sind alle Schwulen von ihrer Mami verhätschelt oder von Papi anal missbraucht worden? Sind alle Sadisten selbst sadistisch erzogen worden? Sind alle Gewalttätigen selbst Opfer der Gewalt um sie herum? Jede Diskussion führt immer auf dieselbe Vorstellung zurück: Das diese oder jene Vorliebe krank ist. Klar, es kommt vor, dass jemand, der geschlagen wurde, seine eigenen Kinder auch schlägt, aber das ist keine Vorliebe, sondern ein krankhaftes Verhalten - das man im Übrigen heilen kann. Ne Neigung, das ist eine Veranlagung und die kann man nicht heilen, mit keiner Therapie der Welt, nur überdecken. Keine Ahnung ob hier jemand letztens 8 MM gesehen hat, aber ich fand den Film ziemlich gut. Dieser Maskenmann, der vor der Cam Frauen vergewaltigt und getötet hat, ist nur ein ganz normaler Mensch gewesen, sah normal aus und hatte auch keine traumatische Kindheit hinter sich. Er hats getan, weil er es wollte, weil es ihm Spaß macht. Das ist eine Vorliebe, die der Gesellschaft schadet und deshalb unterbunden werden muss, aber nicht krankhaft an sich. Was ist deine Lieblingsfarbe? Was deine Lieblingsblume? Was dein Lieblingsessen? Kommt euch das nicht bekannt vor? Schon die kleinsten Kinder haben Vorlieben. Das sind angeborene Dinge. Und im Laufe unseres Lebens kommt immer mehr dazu, entdecken wir immer mehr. Warum wir das eine lieber mögen als das eine, das weiß niemand, aber das es so ist, dass wir immer irgendetwas bevorzugen, das ist nunmal ein Bestandteil unseres Seins. Demnach ist auch jede Vorliebe eine Charaktereigenschaft, etwas, das uns prägt, das uns ausmacht, aber halt nicht alles. Da wir nunmal auch soziale Wesen sind, haben wir auch ein Bewusstsein dafür entwickelt, wie weit wir die eigenen Vorlieben über die der anderen stellen dürfen, können, wollen. Das nennt man Moral. Und aus dem Zusammenspiel von Verstand und Bedürfnis, dem abwägen verschiedener Hemmschwellen, ergibt sich schließlich unser Handeln. Der Mensch ist nunmal sehr komplex, da wir ständig so viele Faktoren berücksichtigen, berücksichtigen müssen, dass sie kaum auseinander zu dröseln sind. Übrigens ist das schon in unserer DNA belegt, also ganz "natürlich", ein Prinzip, dem wir nicht entkommen können, weil es ohne es kein Leben gibt. Es kommt auf die Kombination an und wir leben nun mal. So viel dazu. Jetzt kann ich ja endlich meine persönliche Erfahrung loswerden (darum ging es doch, oder? ^-^) Diva und die Gewalt: Ich glaub ich war so fünf oder sechs, da hab ich mit meinem besten Freund Eisenbahnschienen ausgelegt und Zug gespielt. Dann hat er mich geärgert, wie so oft (er war hyperaktiv), und weil mir meine Mum gesagt hat, ich solle mir das nicht immer gefallen lassen, hab ich, als er mich schon fast zum heulen gebracht hatte, ne Schiene genommen und ihn damit auf den Kopf geschlagen, damit er mich in Ruhe lässt. Auf einmal war da Blut und ich war völlig geschockt von mir selbst, bin laut kreischend weggerannt und hab mich unterm Sessel verkrochen und geheult, wollte gar nicht mehr rauskommen. Dabei war´s nur ne Platzwunde und niemand war mir böse, aber ich hab mich so geschämt. Dann, als ich...hm, so 8 war, gabs nen Jungen in meiner Klasse (er war ebenfalls hyperaktiv), mit dem ich mich immer gestritten hab, nur verbal, und irgendwann, wir waren alle auf dem alten Bauplatz, wo wir immer gespielt haben, da hatte er plötzlich ne Eisenstange in der Hand und ist auf mich losgegangen. Da war ich so geschockt, dass ich mich nicht rühren konnte und die anderen haben mir zum Glück geholfen, sonst hätt ich wohl mehr abgekriegt als ne Platzwunde am Bein Ebenfalls in diesem Zeitraum hab ich auch meine erste und einzige Ohrfeige von meiner Oma bekommen. Hatte sie wohl so gereizt, dass sie die Nerven verloren hat, wie weiß ich nicht mehr, aber sie hat so fest zugeschlagen, dass ich Nasenbluten hatte. Tja, dann hab ich nicht mehr mit ihr geredet, um sie zu bestrafen, was ja auch gewirkt hat. Hinterher hats mir aber Leid getan, weil es ja auch meine Mitschuld war und als ich gesehen hab, wie sehr sie es bereute, hab ich vergeben und wir sind zusammen Eis essen gegangen. Mit 11 habe ich den ersten SM-film und Porno überhaupt gesehen, mehr zufällig als gewollt. War irgendwann nachts auf VOX (wo sonst^^) War übrigens "Die Geschichte der O", und hat mich total fasziniert und nicht im geringsten abgeschreckt. Aber ich bin der Sache nicht mehr nachgegangen als dass ich die Wiederholung geguckt hätte. In meinem Hinterkopf ist es aber geblieben und ich hab mir noch lang Dinge darüber zusammenphantasiert. Mit 12 habe ich mich das erste Mal selbst verletzt. Um Mitleid zu erregen, um Hilfe zu bekommen. Als ich sie dann bekommen hab, hats mich so geschockt, dass ich es erstmal gelassen hab, ein Jahr später hab ich wieder angefangen, aber diesmal im Verborgenen, damit es ja niemand sieht. Gewalt gegen mich selbst, zur Strafe oder als Halt, körperlich wie psychisch, gewollte Selbstmanipulation. So, das sind meine Erfahrungen mit Gewalt und alles, was ich sagen kann, ist, dass es so vielseitig ist, dass man nie alles begreifen kann. Trotzallem würde ich sagen, dass keines der geschehenen Ereignisse verantwortlich für meine Vorliebe für SM ist, denn die war angeboren. Sie haben mir lediglich dabei geholfen, Gewalt auf mehreren Ebenen zu begreifen und für mich zu kultivieren, zu begreifen, was genau ich will. Mit meinem Bewusstsein kann ich Gewalt erfassen, aber mein Bewusstsein ist aus mehr Aspekten als Gewalt entstanden. Und mit eben diesem Bewusstsein sehe ich, dass Sex und Gewalt schon immer eng verknüpft waren. Das hat was mit der Aufgabe der Fortpflanzung zu tun und dem daraus resultierenden Bestreben die beste Paarung zu erzielen. Die Männchen kämpfen gegeneinander und der Stärkere darf hinterher das Weib befruchten (auch gegen den Willen des Weibs). Oder das Weib selbst entscheidet, wen sie als würdig erachtet. Denjenigen, der um sie balzt, der das längste Durchhaltevermögen hat ect. Beides hat denselben Zweck, Gewalt ist nur eine Möglichkeit, um ans Ziel zu kommen, mit Zärtlichkeit betören die andere. Nur gibt es im Gegensatz zum Tier bei uns neben dem Aspekt der Notwendigkeit heutzutage auch noch den Aspekt von Genuss. Begehren in kultivierte Form. Sex als Ausdruck dieser Freiheit. Ich finde, das Gewalt etwas sehr Faszinierendes an sich hat. Etwas Ursprüngliches, Instinktives, Reines, Wildes, Unerklärliches. Genau wie Sex. Für mich liegt es also nahe, beides miteinander zu verbinden, auf sinnliche, den Geist stimulierende Weise. Es ist aufregend und prickelnd und stößt Unmengen Adrenalin aus. Früher hab ich mich dafür geschämt, dachte ich wäre krank oder pervers oder sonstwie gestört, aber heute weiß ich zum Glück, dass es okay ist, dass ich allein entscheiden darf, was ich mag oder nicht (Da gibt mir sogar die Bravo Recht ^-^) SM ist als Verbindung zweier extremen Zustände sehr intensiv und lebendig und deswegen für mich sehr reizvoll. Nicht, dass normales Kuscheln gleich langweilig wäre, es ist nur eben nicht so erregend wie wenn ich ein bisschen um die Dominanz kämpfe, austeste, wer heute wen unterwerfen wird. Bis vor einem halben Jahr oder so, hab ich mich noch damit amüsiert, dem ein oder anderen Jungen mal seine dunkle Seite aufzuzeigen, ihn anzumachen, bis er wahnsinnig wird und entweder bettelt oder Gewalt anwenden würde... Aber das Spiel hat letztendlich alles nur noch schlimmer gemacht, ich wollte und will jemanden, der mich mal wahnsinnig macht, der mich mal zum betteln bringt. Aber da muss ich einen anderen Weg suchen, um diesen jemand zu finden. Jetzt halt ich erstmal Abstand, lecke meine Wunden. Irgendwann funktioniert das schon. Irgendwo gibt es jemanden, der sich mit meinen Vorlieben ergänzt, zu dem ich passe. Bis dahin widme ich mich meinen Träumen. Liebe Grüße, Diva PS: Ich gehöre übrigens auch zu den Girlies, die ganz in schwarz und mit Silberschmuck durch die Gegend laufe - auch wenn ich schon 16 bin und Discos nicht ausstehen kann. ;) |
| Diva | [QUOTE][i]Original geschrieben von seelenlos [/i] [B]eine frage dir mir kürzlich gestellt wurde und über die ich seither nachdenke: "was empfindet eigentlich der dominante/sadistische/unterwerfende part?" [/B][/QUOTE] Nach dem ganzen Gelaber über mich selbst, wollte ich noch eben deine Frage beantworten (Ist übrigens ne sehr ehrliche Antwort@Demon17!) Also, für den Herren ist es wohl mehr die Demonstration der Liebe desjenigen, den er unterwirft als das bloße Aufdrängen von Gewalt. Klar, Kontrolle, Macht... alles dabei, aber im Idealfall ist das, was der Herr eigentlich geben will, Ordnung. Er trägt die Verantwortung, indem er abschätzt, wie weit er sich den Grenzen nähert, die er im Verlauf der Beziehung kennengelernt hat, indem er auch entscheidet, wie weit er den anderen vielleicht über diese Grenzen hinausbringen kann (darum geht es doch, das macht es doch interessant!) ohne ihn zu weit zu stoßen. Und dafür bekommt er Vertrauen und Liebe zurück. Abgesehen davon, lernt er dabei ja auch seine eigenen Grenzen kennen, er nimmt ja auch auf sein eigenes Wohlbefinden Rücksicht. Die Bedrüfnisse ergänzen sich. Das ist doch etwas sehr Schönes... Und das Spiel, das zum Ausloten dieser Grenzen gespielt wird, ist erregend, sinnlich und immer wieder spannend. Beantwortet das deine Frage? Liebe Grüße, Diva |
| Demon17 | @Diva whow toller Beitrag, dem es eigentlich nichts hinzuzufügen gibt. allerdings gibt es faktoren, die diese gewaltbereitschaft hervorrufen. auch wenn menschen zu komplex sind um die prozesse, die sie determinieren auf einfache ursache und wirkungszusammenhänge zu reduzieren gibt es doch einflüsse, respektive umstände die sie häufig hervorzurufen scheinen. So haben LaChatte und ich die unterwerfung in den organisationen der berufswelt als einen sexuelle gewaltbereitschaft fördernden faktor identifiziert. ich hab mal auf der reeperbahn gewohnt. die dominas machten auch die beobachtung das es sich häufig um menschen in führenden positionen handelt, die sie aufsuchen. es ist also legitim diese hypothese aufzustellen. es ist nicht legitim dies als "wahr" zu behaupten, denn das würde nur zur bildung von vorurteilen führen. für eine sechzehnjährige bist du schon ganz schön intellektuell. kompliment think twice its magic demon17 |
| Diva | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B] allerdings gibt es faktoren, die diese gewaltbereitschaft hervorrufen. auch wenn menschen zu komplex sind um die prozesse, die sie determinieren auf einfache ursache und wirkungszusammenhänge zu reduzieren gibt es doch einflüsse, respektive umstände die sie häufig hervorzurufen scheinen. So haben LaChatte und ich die unterwerfung in den organisationen der berufswelt als einen sexuelle gewaltbereitschaft fördernden faktor identifiziert.[/B][/QUOTE] Klar, die Hypothese ist schon einleuchtend, aber nur ein Teil von etwas anderem, ein Inhalt, kein Rahmen. Bevor eine Veranlagung ausbricht, muss sie gefördert werden. Das könnte man ne Tatsache nennen. Wie diese Förderung oder der auslösende Reiz dann aussieht, das ist wieder unterschiedlich, genau wie die Reaktion. Zu einer Domina zu rennen, weil man mit der im Beruf verlangten Führungsverantwortung nicht klar kommt ist eine Variante davon, wie beides zusammen wirken kann. Seiner Frau mal ganz zwanglos Handschellen mitbringen, ne ganz andere. Gruß Diva PS: Und für nen Mann hat sich das ja richtig nett angehört ^-^ |
| fluchtraum | Hm, interessante Diskussion... ...zu dem Thema "Dominas&Fuehrungspersoenlichkeiten" muss ich mal was einwerfen. 1) Ich habe keine genauen Zahlen, wie - moment, wozu gibt's denn google? *sucht* Hm, naja, hundert bis mehrere hundert Euro die Stunde sind kein ungewoehnlicher Preis, den man(n) in 'nem Dominastudio zahlen muss. [i]Jemand, der nicht in einer gutbezahlten (Fuehrungs-)position arbeitet, kann sich das kaum leisten, oder nur selten.[/i] Allein daurch schon gibt's bei Domina-Kunden keinen representativen Bevoelkerungsquerschnitt und dass ist auch nicht zu erwarten. Ich meine, man koennte genau so Schlussfolgern "Putzfrauen schmeckt kein Champanger, sie kaufen ihn fast nie." 2) Hier wird immer davon ausgegangen, dass [b]"SM-Sex im Domina Studio = SM-Sex privat" [/b]ist und daraus werden Schlussfolgerungen gezogen. Diese Gleichsetzung ist jedoch genau so falsch, wie wenn man denn Sex zwischen einem Freier und einer Prostituierten mit dem Sex eines verliebten Paaerchens gleichsetzen wuerde - wenn man so ueber Sex diskutiert, nimmt man ja auch nicht Prostitution als Grundlage, und ich wehre mich dagegen, dass hier so verfahren wird. Sex mit einer Prostituierten - egal ob SM oder Vanille - ist... Triebabbau, koerperlich... Beziehung, Gefuehle spielt da nicht mit rein. Wenn jemand eine professionelle Domina fuer eine Session bezahlt, passiert dabei - besonders im Kopf der Beteiligten - etwas ganz anderes, als wenn ich mit meiner Freundin eine Session habe. Nicht umsonst gibt es in der SM-Szene das Wort "studiogeschaedigt" - gemeint ist damit, das Leute, die bisher nur SM gegen Bezahlung in Sutdios erlebt haben, meist nicht in der Lage sind, eine SM-(Liebes)-Beziehung zu fuehren und sehr unrealistische Vorstellungen haben. Also, bitte, was in Dominastudios vor sich geht, hat mit Leuten, die privat SM leben fast nichts zu tun, baut darauf also keine Argumentation auf. Gruss, der fluchtraum |
| fluchtraum | [QUOTE][i]Original geschrieben von seelenlos [/i] [B]eine frage dir mir kürzlich gestellt wurde und über die ich seither nachdenke: "was empfindet eigentlich der dominante/sadistische/unterwerfende part?"[/B][/QUOTE] Hu, einfache Frage, schwere Antwort; ;) Ich versuche mal zu beschreiben, was in etwa in mir dabei vor sich geht... Zum einen ist da natuerlich die rein sinnliche, sexuelle Seite, die Erregung, der Anblick... nicht anders als bei normalem Sex auch... zum anderen ist da das Gefuehl, dass mein Partner mir ein sehr grosses Geschenk macht - ein Beweis fuer ihr Vertrauen in mich... es ist einfach ein wunderschoenes Gefuehl, wenn ein anderer Mensch dir zeigt, dass du ihm so viel bedeutest, dass er sich so sicher bei dir fuehlt, dass er sich so fallen lassen kann... dann ist natuerlich ein gewisses "Lust an der Macht" Gefuehl da, natuerlich... das Bewusstsein, 'ich kann jetzt (in gewissem Rahmen) mit ihr tun, was ich gerade will' ist schon berauschend... zum anderen ist es auch wunderschoen, wenn ich weiss, dass es meinem Partner gefaellt, was ich mit ihm tue, dass ich ihn in der Session nach und nach in und durch eine ekstatische Erfahrung steuere, die er alleine nicht erleben koennte... das gibt mir wiederum das Gefuehl, meinem Partner ein sehr grosses Geschenk zu machen... und dabei ist im Hinterkopf immer ein kleiner Wachhund, ein wenig Sorge "Ich hoffe ich gehe nicht zu weit... ich muss aufpassen das ichs nicht uebertreibe..." .... genau deshalb lehne ich grundsaetzlich ab, auf Alkohol oder Hasch SM zu machen, da dieses Urteilsvermoegen, diese Selbstkontrolle dann nicht mehr richtig funktionieren wuerde... ...hu, es ist schwer solche Gefuehle in Worte zu fassen und es faellt nicht ganz leicht, ueber sowas zu schreiben, aber ich hoffe, es beantwortet deine Frage ein wenig. Ich muss ferner noch sagen, dass fuer mich SM ohne Liebe nur sehr schwer vorstellbar waere. Ich brauche einfach die Sicherheit, die emotionale Basis, sonst wuerde ich mich dabei nicht wohl fuehlen. Wenn ich in der devoten Rolle war (mag beide Seiten), habe ich danach als allererstes immer das Beduerfnis, in den Arm genommen und geknuddelt zu werden. Viele Leute denken immer, SM und Zaertlichkeit waere ein Widerspruch - fuer mich ist das Gegenteil der Fall: Wenn ich mit einem Menschen keine Zaertlichkeit austauschen kann, wenn kein kuscheln und knuddeln moeglich ist - dann fehlt erst recht die Grundlage fuer SM. Aehnlich ist es mit Achtung/Erniedrigung: Wenn ich einen Menschen nicht achte, wuerde ich ihn nie im Rahmen von SM demuetigen, da haette ich auch ueberhaupt kein Intresse dran. Umgekehrt - nur einem Menschen, den ich sehr hoch achte und der mich genau so achtet und respektiert, kann ich ueberhaupt gestatten, mich zu unterwerfen. Gruss, der fluchtraum |
| Demon17 | @Diva na ja du bist da ein bischen unbefangen finde ich. die frauen die ich kenne würden die beziehung sofort beenden. aber solange alles auf freiwilligkeit beruht gibt es nichts einzuwenden. also viel spass... carpe noctem demon17 |
| LaChatte | Hallo Fluchtraum es würde mich wunder nehmen, wie du das genau anstellst - wie schon oben gesagt, ist SM ein Thema, das mich sehr reizt, doch Erfahrung darin hab ich nur wenig... Wie bereitest du eine solche Session vor? Bist du als dominanter Teil erregt, weil ich meine aus deiner Beschreibung herauszulesen, dass du als dominanter Teil doch immer sehr kontrolliert und bewusst an die Sache herangehst. Und hast du keine Angst, mal die Kontrolle zu verlieren? Beim Sex (allgemein) geht es doch für beide Teile immer auch darum, sich fallen zu lassen, die Kontrolle aufzugeben. Ist das nicht ein Widerspruch? Ich persönlich kann mir im Moment eine SM-Beziehung eher in Richtung "Studio" vorstellen, privat hab ich da schon sehr grosse Hemmungen. Da bleib ich lieber beim "klassischen", auch schon weil ich Angst habe, etwas Schönes kaputt zu machen... Liebe Grüsse LaChatte |
| aurora borealis | [QUOTE][i]Original geschrieben von Diva [/i] Kommt euch das nicht bekannt vor? Schon die kleinsten Kinder haben Vorlieben. Das sind angeborene Dinge. Und im Laufe unseres Lebens kommt immer mehr dazu, entdecken wir immer mehr. [/QUOTE] sorry, aber als automatisch angeboren sehe ich eine Neigung nicht an, das wäre zu einfach. [quote] Aehnlich ist es mit Achtung/Erniedrigung: Wenn ich einen Menschen nicht achte, wuerde ich ihn nie im Rahmen von SM demuetigen, da haette ich auch ueberhaupt kein Intresse dran. Umgekehrt - nur einem Menschen, den ich sehr hoch achte und der mich genau so achtet und respektiert, kann ich ueberhaupt gestatten, mich zu unterwerfen. [/quote] genau darin liegt der Punkt. Manche schimpfen und "löffeln" sofort drauf los, weil sie meinen, das macht Dominanz aus. Aber sich erst mal richtig mit dem Gegenüber, dem devoten Part zu beschäftigen, den Menschen genau kennenlernen etc. fehlt manchen. Aber genau das ist das A und O. |
| Diva | Muss ja auch nicht die Wahrheit sein, aber für mich ist das halt logisch. Denn gewisse Neigungen, warum ich was lieber mag als das andere, die müssen angeboren sein, sonst könnte ich sie ja ändern. Andere Gewohnheiten und Vorlieben, die können natürlich anerzogen werden oder auf persönlichen, negativen wie positiven, Assoziationen, Erfahrungen, die man im Laufe der Zeit macht, entwickelt werden, aber die kann man sich auch wieder abgewöhnen, wenn auch vielleicht manchmal nur sehr, sehr schwer. Aber selbst ein Baby, ganz frisch geboren und noch "unschuldig", hat schon gewisse Vorlieben... |
| Diva | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]@Diva na ja du bist da ein bischen unbefangen finde ich. die frauen die ich kenne würden die beziehung sofort beenden. aber solange alles auf freiwilligkeit beruht gibt es nichts einzuwenden. also viel spass... carpe noctem demon17 [/B][/QUOTE] Klar bin ich unbefangen, wieso auch nicht? Wenn ich in ner Beziehung nicht mal offen vorschlagen kann, was ich mir wünschen würde, dann würd ich mir aber mal Gedanken machen. Mehr als dass der andere Nein sagt, sollte eigentlich nicht passieren dürfen. |
| aurora borealis | [QUOTE][i]Original geschrieben von Diva [/i] [B]Muss ja auch nicht die Wahrheit sein, aber für mich ist das halt logisch. Denn gewisse Neigungen, warum ich was lieber mag als das andere, die müssen angeboren sein, sonst könnte ich sie ja ändern. Andere Gewohnheiten und Vorlieben, die können natürlich anerzogen werden oder auf persönlichen, negativen wie positiven, Assoziationen, Erfahrungen, die man im Laufe der Zeit macht, entwickelt werden, aber die kann man sich auch wieder abgewöhnen, wenn auch vielleicht manchmal nur sehr, sehr schwer. Aber selbst ein Baby, ganz frisch geboren und noch "unschuldig", hat schon gewisse Vorlieben... [/B][/QUOTE] Worin liegt da die Logik? In den ersten 4 Lebensjahren entscheidet sich sehr viel im Leben eines Menschen, auch hier werden schon Grundsteine bzw. Grundeinflüsse fürs spätere Leben gelegt. Was man sich davon abgewöhnen oder verstecken kann, wird sich nicht pauschal sagen lassen. |
| Diva | Pauschal sag ich gar nichts. Schon gar nicht wenns darum geht, danach zu suchen, warum jemand etwas macht. Ich sage lediglich, dass es eine Möglichkeit ist, dass der ein oder andere Wesenszug angeboren ist, dass jeder Mensch ganz eigene Veranlagungen hat - was dann später daraus wird, das ist natürlich noch nicht vorherbestimmt. |
| LaChatte | Nun, es ist wohl nicht so wichtig, ob eine Veranlagung angeboren ist oder aber in der Kindheit sehr früh geprägt wurde, für das Leben macht das keinen Unterschied... Wichtig finde ich, dass man sich mit diesen Themen auseinandersetzt und an sich selber akzeptiert, vielleicht nicht ganz so wie "alle anderen" zu sein. Und sein eigenes Leben mit dieser Veranlagung lebt und einen Weg findet... Wie Diva das ja auch macht:) |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Diva [/i] [B]Klar bin ich unbefangen, wieso auch nicht? Wenn ich in ner Beziehung nicht mal offen vorschlagen kann, was ich mir wünschen würde, dann würd ich mir aber mal Gedanken machen. Mehr als dass der andere Nein sagt, sollte eigentlich nicht passieren dürfen. [/B][/QUOTE] ach weißt du ich finde selbstbewußte frauen ganz ok und ein bischen feuer ist auch nicht schlecht. ich denke s/m ist auch nicht besonders rational, warum sollte die ablehnung rational sein... es ist halt ein reizthema .... gelle;) never surrender demon17 |
| Solfark | [QUOTE]Wenn ich einen Menschen nicht achte, wuerde ich ihn nie im Rahmen von SM demuetigen, da haette ich auch ueberhaupt kein Intresse dran. Umgekehrt - nur einem Menschen, den ich sehr hoch achte und der mich genau so achtet und respektiert, kann ich ueberhaupt gestatten, mich zu unterwerfen.[/QUOTE] sehr schön gesagt! |
| Demon17 | bekommt ihr da keine prrobleme mit der selbstachtung? think twice its magic demon17 |
| Diva | Hö? Wieso sollte man denn auf so einer respektswürdigen Basis irgendwelche Zweiel bekommen? |
| fluchtraum | Nein, bekomme ich nicht. Ich mach das ganze (egal in welcher Rolle), weil es fuer mich eine schoene Erfahrung ist. Wenn es in irgendeine Richtung ginge, die meine Selbstachtung angreifen wuerde, wuerde ich es sein lassen. Hab jahrelang Judo gemacht - gegen Leute, die bereit waeren, mich ernsthaft zu verletzen, haette ich nie einen Kampf angefangen. Klar. Ist 'n Kampfsport und wir wissen beide: Wir machen das zum Vergnuegen und nicht um uns wehzutun. Genau so ist es mit SM auf emotionaler Eben. Hoffe der Vergleich ist verstaendlich. ;) Gruss, der fluchtraum |
| Demon17 | was soll ich dazu sagen, die freiheit war für mich viel zu lange das einzige was zählt. ich kann mir deswegen nicht vorstellen ungehemmtes vergnügen an gespielter unterwerfung zu finden, egal in welcher rolle. free demon17 |
| aurora borealis | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]was soll ich dazu sagen, die freiheit war für mich viel zu lange das einzige was zählt. ich kann mir deswegen nicht vorstellen ungehemmtes vergnügen an gespielter unterwerfung zu finden, egal in welcher rolle. free demon17 [/B][/QUOTE] darin liegt der Punkt. Die Unterwerfung ist nicht gespielt. Wenn Du den sub-part einnimmst, gibst Du die Kontrolle an Deinen Partner/Deine Partnerin ab, lässt Dich völlig fallen. Du bist somit gerade frei. Und weißt nicht, was kommen wird. |
| fluchtraum | @demon17 & Unity: In gewissem Sinne habt ihr beide nicht unrecht... Ich hab schon oefters beobachtet (hier & anderswo), das Menschen, denen SM gefaellt es relativ selbstverstaendlich finden, dass sie keine Probleme mit dem Selbstwergefuehl haben, dass sie verstehen, wie das Verhaeltnis gespielt/echt unterworfen ist usw... aber es fast unmoeglich ist, es jemandem nachvollziehbar zu machen, der nicht drauf steht. Ich mag keine Bananen. Der Geschmack von den Teilen ist fuer mich das wiederlichste, was es gibt. Selbst wenn mir jemand, der die Dinger mag, mir drei Stunden lang erklaert, warum sie ihm schmecken - ich wuerde danach immernoch nicht verstehen, wie man sowas ekliges essen kann. Genau so ist's hier doch irgendwie auch... im Endeffekt koennen wir soviel erklaeren wie wir wollen, wirklich verstehen, was an SM/Unterwerfung schoen ist wird Demon17 nie koennen, wenn es halt nicht sein Ding ist. Hauptsache ist, dass man die anderen Geschmaecker akzeptiert. :) Gruss, der fluchtraum PS: Ich will nicht die Diskussion abwuergen oder fuer sinnlos erklaeren und beantworte auch weiterhin gerne Fragen, aber meiner Meinung nach gibt es halt einen Punkt, wo es nicht mehr erklaerbar wird sondern 'halt einfach so ist'. |
| Diva | Eben. Das meinte ich auch mit angeborener Neigung, denn wenn der Fluchtraum keine Bananen mag, liegt das bestimmt nicht an irgendwelchen traumatischen Erfahrungen oder anderen Einflüssen, sondern er mag sie halt einfach nicht. Ich übrigens auch nicht ^-^ In diesem Sinne, Demon, vielleicht probierst du es einfach mal aus, (man muss sich ja nicht gleich weh tun, mit kleinen Spielchen wie Augenverbinden und/oder lockeren Fesseln kann man doch ganz gut ausloten, ob das einem vielleicht gefallen könnte ) und fühlst dann verstehen, oder du entscheidest dich dagegen, weil du dich bei dem Gedanken unwohl fühlst. Jedem das Seine. [Aber, wie soll man wissen, was man mag, wenn man es nicht versucht? *smiles*] Liebe Grüße, Diva |
| Demon17 | @Unity, also zu dem was du unter freiheit verstehst fällt mir ein alter titel von the fall ein: perverted by language. sich der willkür eines anferen menschen zu unterwerfen ist nun wirklich das gegenteil von dem was gemeinhin unter freiheit verstanden wird. @diva wenn du mich kennen würdest würdest du mir niemals vorschlagen den devoten part zu spielen...und wenn ich die andere rolle spielen würde, würde ich mich selbst verraten also macht es keinen sinn für mich obwohl ich einige ästhetische formen, zeichnungen, photos, musik, von sm durchaus geniesse. never surrender demon17 |
| Diva | Naja, was man im Allgemeinen so unter Freiheit versteht juckt mich nicht besonders. Für mich bedeutet Freiheit, das tun zu können, was man will. Und wenn das eben solche Wünsche mit einbezieht, wenn man sich in so einer Situation fallen lassen kann, dann kann man das wohl für sich selbst als wünschenswert, als Freiheit bezeichnen. Für mich war es immer reizvoll, jemanden dazu zu bringen, seine ach so heilige Moral aufzugeben, für Liebe für mich. Weil es nur ein ungesundes Spiel war, unter falschen Bedingungen und Vorsätzen gespielt, hat es im Endeffekt, nach dem flüchtigen Glück, mehr Schaden als Gutes angerichtet, aber ich glaube, so vom Prinzip her kann das trotzdem funktionieren. Der Gedanke, Grenzen einzureißen, das ist für mich Freiheit... Und für dich? Alles Liebe, Diva PS: Vielleicht hast du ja die Geduld es mir näher zu erklären? Würd mich interessieren. |
| Demon17 | @diva das mit den grenzen einreißen stimmt schon. diese habe ich bisher nicht eingerissen obwohl ich zeitweise eine masochistische freundin hatte, aber ich komm wirklich aus einer ganz anderen ecke sozusagen. ich setze nicht einmal normen ein um frauen zum poppen zu bewegen. damit das freiheit die freiheit ist zu tun und zu lassen was man will hast du natürlich recht und du solltest dir da auch nichts einreden lassen aber das gilt natürlich auch für deine partner. mit den grenzen ist es nun mal so, daß wenn man sie überschritten hat es kein zurück mehr gibt. glaub mir diva ich spreche aus erfahrung man muß sie nicht einreissen aber man kann wenn man will. also ich wünsch dir viel spass und erfolg bei der partnersuche. dein wille geschehe demon17 |
| aurora borealis | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]@Unity, also zu dem was du unter freiheit verstehst fällt mir ein alter titel von the fall ein: perverted by language. sich der willkür eines anferen menschen zu unterwerfen ist nun wirklich das gegenteil von dem was gemeinhin unter freiheit verstanden wird. [/B][/QUOTE] wie die Vorgänger schon erwähnten, wird es schwierig zum Erklären sein. Schade, dass es nicht rüberkam, aber das wird wohl durch noch mehr Erklärungen auch nicht besser. Hier geht es um (BD)SM und nicht um Unterwerfung im Alltag und die allgemeine Definition von Freiheit. Aber gut. |
| Demon17 | @Unity ich glaub ich habs kapiert, es geht um die Freiheit eine besondere sexuelle praktik auszuführen deren kennzeichen die anwendung von zwang und schmerzen ist. hab ichs? Des menschen wille ist sein himmelreich. bye demon17 |
| Pittip | [QUOTE]fluchtraum schrieb: aber es fast unmoeglich ist, es jemandem nachvollziehbar zu machen, der nicht drauf steht.[/QUOTE] ich stehe nicht drauf (glaub ich, wer weiss), aber ich denke, dass ich es durchaus nachvollziehen kann. naja.....bin rollenspieler..... |
| Menedemos | Es gibt bereits einen BDSM-Thread in D&L:[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=11429]BDSM[/URL] Bitte HIER nur über die konkrete Frage der Threaderstellerin diskutieren, warum Schmerzen bisweilen Freude bereiten. Alles andere - zu BDSM allgemein - im anderen Thread diskutieren. Danke schön. |