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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Frage!!!
Melainawas haltet ihr davon(?):

jeder Mensch handelt gleich!(Ergo(?) keine individualität;gleiche Muster=gleiches System)
und wenn ja,warum können wir uns noch nicht ganz gegenseitig kontrollieren?
Gibt es da etwas was wir an uns noch nicht kennen?

(vergleiche von Menschen gemessen im Zeitraum von seiner Geburt bis hin zum Tod;über Jahrhunderte hinweg)

würde gerne eure Gedanken darüber lesen

liebste Grüsse
Meli
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von Melaina [/i]
[B]was haltet ihr davon(?):

jeder Mensch handelt gleich!
[/B][/QUOTE]

Wie kommst du denn darauf?
bilharziaJeder Mensch enthält von Geburt an ein "Programm", das bei jedem Menschen in ähnlicher Weise funktioniert. Zwar sind gewisse "Unterprogramme", wie Talente usw, unterschiedlich ausgeprägt, doch das gesamte Konstrukt ergibt anfangs ein unindividuelles Bild eines kleinen Erdenbürgers. Erst im Laufe er ersten 2 Jahre, nachdem die Gehirnstrukturen voll ausgebildet sind, beginnt sich so was wie Individualität auszubilden. Stark beeinflusst von äußeren Faktoren, wie Eltern, Umgebung und später die Freunde. Dennoch behält ein Mensch gewisse Verhaltensweise ein Lebenlang bei. Das sind einfache Reflexe, Gefühle (obwohl die jeder irgendwo anders empfindet, aber das Gefühl ist im prinzip das selbe), soziale Verhaltensweisen, wie Körpersprache und Lautäusserungen. Bezogen auf angeborene Verhaltensweisen, gebe ich Dir recht. Dennoch, der Mensch hat ein fantastisches Werkzeug erhalten, das Gehirn. Das macht es uns möglich kreativ und "selbständig" zu denken und zu handeln (im Rahmen der Angeborenen Mechanismen). Hier beginnt die Individualität und der rasante evolutorische Aufstieg des Menschen. Einzig und allein, meiner Ansicht nach, bleibt ein Problem, genannt "Herdenmentalität" (oder sozialer Bindungszwang"). Das schränkt jeden ein, der sich ihr unterwirft (natürlich meist unbewusst).

Selbst- Beschränkung ist die einzige Sünde.

Ein Krieger
Melainaes ist doch so....schau dir mal die Verhaltensmuster an.Jeder Mensch erlebt mehr oder weniger intensiv das gleiche in seinem Leben und in jeder Lage handelt r gleich.
Wenn man ein Buch anlegen würde indem man sämtliche Aktionen und Reaktionen reinschreiben würde,könnte man nach genügend Einträgen vorhersehen was ein Mensch als nächstes tut.
das liegt wohl daran das jeder die gleichen Grundbedürfnisse hat,mehr oder weniger stark.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von Melaina [/i]
[B]es ist doch so....schau dir mal die Verhaltensmuster an.Jeder Mensch erlebt mehr oder weniger intensiv das gleiche in seinem Leben und in jeder Lage handelt r gleich.
Wenn man ein Buch anlegen würde indem man sämtliche Aktionen und Reaktionen reinschreiben würde,könnte man nach genügend Einträgen vorhersehen was ein Mensch als nächstes tut.
das liegt wohl daran das jeder die gleichen Grundbedürfnisse hat,mehr oder weniger stark. [/B][/QUOTE]

Das ist nicht möglich. Jeder Mensch ist einzigartig, so abgedroschen sich das anhört aber es ist so. Das will ich gerne näher erläutern. Du wirst niemals 2 Menschen finden die unter exakt den gleichen Bedingungen aufgewachsen sind. Auch nicht bei Geschwistern, wo man es vielleicht vermuten würde. Jeder macht eigene Erfahrungen, hat eigene Erlebnisse, eigene Freunde. Dazu hat jeder Mensch seine eigene Wahrnehmung, diese ist übrigens kaum zu erfassen, also als Vorlage für ein Buch ungeeignet.

Die Handlung eines Menschen beruht aber auf eben diesen Erfahrungen, Wahrnehmungen, auf Wissen und noch vielen anderen subjektiven Dingen. Du wirst vielleicht Menschen finden die in der ein oder anderen Situation gleich handeln aber die gleichen Personen handeln in einer anderen "gleichen" Situation plötzlich unterschiedlich. Nach deiner Aussage das alle gleich handeln wäre es schwierig zu erklären wieso manche Menschen zum Mörder werden und andere nicht.
Menedemos[QUOTE][i]Original geschrieben von Melaina [/i]
[B]es ist doch so....schau dir mal die Verhaltensmuster an.Jeder Mensch erlebt mehr oder weniger intensiv das gleiche in seinem Leben und in jeder Lage handelt r gleich.[/b][/quote]

Ich kann ehrlich gesagt auch nicht ganz nachvollziehen, wie du darauf kommst. Weder erleben alle Menschen das gleiche in ihrem Leben (vergleiche z.B. mal einen australischen Ureinwohner mit einem Broker in New York). Auch ihre Handlungen unterscheiden sich stark.

[quote]das liegt wohl daran das jeder die gleichen Grundbedürfnisse hat,mehr oder weniger stark.[/b][/QUOTE]

Nun ja, die allergrundlegendsten Grundbedürfnisse sind wohl gleich und insoweit kann man [i]diese[/i] Handlungen ja auch voraussagen. Man kann z.B. prophezeien, daß sich sowohl der Börsenmakler als auch der Ureinwohner alle paar Stunden mal auf ein stilles Örtchen zurückziehen werden...
Aber was darüber hinausgeht, hat viel mit Erfahrungen zu tun (und auch angeborenen Anlagen), die bei jedem Menschen etwas anders sind...
LeninMenschen können "ähnlich" handel aber nicht "gleich" z.B wenn mein bester Freund und ich Entscheidungen treffen müssen handel wir oft gleich da wir halt viel mit einander zu tuen haben aber wie gesagt nicht immer da jeder von uns nun doch ein anderer Mensch ist.

Wenn du das Leben eines Menschen oberflächlich betrachtest also nur als grobes Konstrukt dann kann man sagen wir sind alle gleich aber es kommt auf diese kleinen unterschiede an die machen glaube ich uns als einzelne Person aus.

MFG Lenin
Der_Philosoph[QUOTE][i]Original geschrieben von Melaina [/i]
[B]was haltet ihr davon(?):

jeder Mensch handelt gleich!(Ergo(?) keine individualität;gleiche Muster=gleiches System)
und wenn ja,warum können wir uns noch nicht ganz gegenseitig kontrollieren?
Gibt es da etwas was wir an uns noch nicht kennen?

(vergleiche von Menschen gemessen im Zeitraum von seiner Geburt bis hin zum Tod;über Jahrhunderte hinweg)

würde gerne eure Gedanken darüber lesen

liebste Grüsse
Meli [/B][/QUOTE]

Das ist nicht richtig. Wir SIND gleich und am Ende IST alles gleich, aber das ist etwas anderes. Auch handeln wir nur logisch bzw. nach einem gewissen Muster, in der Hinsicht gebe ich dir also recht.:) Beim Rest kann ich nur sagen, alles ist relativ, und es ist immer irgendwie "anders", wobei jedoch am Ende die Erfahrung da sein muss, WIE diese gemacht wurde, ist irrelevant.
Das Ego handelt natürlich immer gleich, weil es ein bestimmtes Ziel hat, es ist nur ein Apparat...
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von Der_Philosoph [/i]
[B]Das ist nicht richtig. Wir SIND gleich und am Ende IST alles gleich, aber das ist etwas anderes.
[/B][/QUOTE]
Wie meinst du das denn? In welcher Hinsicht sind wir alle gleich? Wenn du damit meinst das wir alle Menschen sind, okay aber wenn du was anderes meinst, kannst du das ja vielleicht noch weiter erläutern wenn du magst.
[QUOTE][B]
Auch handeln wir nur logisch bzw. nach einem gewissen Muster, in der Hinsicht gebe ich dir also recht.:)
[/B][/QUOTE]
Um Himmels Willen NEIN wir handeln nicht nur logisch. Auch wenn es manchmal wohl besser wäre. Würden alle Menschen logisch handeln würde niemand rauchen, um mal das wohl einfachste aller Beispiele zu bemühen.
[QUOTE][B]
Beim Rest kann ich nur sagen, alles ist relativ, und es ist immer irgendwie "anders", wobei jedoch am Ende die Erfahrung da sein muss, WIE diese gemacht wurde, ist irrelevant.
Das Ego handelt natürlich immer gleich, weil es ein bestimmtes Ziel hat, es ist nur ein Apparat... [/B][/QUOTE]

Selbst das Ego kann sich in ähnlichen Situationen unterschiedlich Verhalten. Ziele können sich ändern.
rosswellein kleiner einwurf: wir sind alle verschieden und dadurch dann doch gleich. denn wir gleichen uns in unserer verschiedenheit ... und wäre auch unser handeln gleich!



was unterscheidet uns denn so großartig voneinander? unser denken? ist das wirklich so verschieden? ich denke nicht ;) unsere bedürfnisse? sicher auch nicht! wie wir uns nach außen zeigen - was wir anziehen? was?

und was soll es?! wir sind nun mal nicht verschieden! individualismus ist der verzweifelte versuch, einzigartig sein zu wollen. sich dem anderen abzugrenzen um ihn nicht verstehe zu müssen? seine eigenen mängel zu erkennen? sich nicht eingestehen zu müssen, daß man doch nicht das ist, was man gerne wäre? dem eigenen leben einen eigenen sinn zu geben. doch so ist es nicht!

was bewirkt denn dieser drang und wunsch nach individualismus und verschiedenheit? krieg - hass - neid - traurigkeit - verzweiflung und und und. wie mag es nur denen gehen, die diesen individualismus nicht erreichen. sich nicht unterscheiden und in der masse untergehe zu drohen? ich kann also nicht verstehen, was an diesem individualismus so bewundernswert sein soll?! und was, wenn man doch so verschieden und individualistsich ist? dann hat man das verständnis für die anderen verloren. ist nicht mehr mensch: konstrukt der eigenene phantatsie. denn das ist dieser individualismus und diese verschiedenheit: phantasie! einbildung!
sutekhAlso ich würde schon sagen das es Individualität gibt. Es gibt sicherlich eine gewisse "Grundlinie" die bei allen Menschen gleich oder ähnlich ist. Aber entlang dieser Grundlinie gibt es feine Verästelungen die letzendlich nach meiner Meinung nach nicht gleich sind. Jeder Mensch hat ander Ansichten, Träume, Wünsche, Erfahrungen ein anderes Umfeld und so weiter. Also beinflussen ihn verschiedene Dinge anders und daraus zieht dann jeder andere Schlüsse und legt ein anderes Verhalten an den Tag. Es kann natürlich sein das gleiche Erfahrungen bei einigen Menschen zu ähnlichen Effekten führt das muss aber nicht zwingend so sein sondern kommt eben auf die Persönlichkeit an. Demzufolge denke ich das wir nicht alle gleich sind als Mensch grundsätzlich ja (mit einigen "Grundlinien") aber nicht als individuelle Person. Eine absolute Gleichheit würde bedeuten das jeder exakt gleich handelt gleich denkt die gleiche Anschauung hat und dieselben Träume und Wünsche hat. Das ist denke ich auf jeden Fall nicht so.
Gevatter TodUnser Bewußtsein wird von einem neuronalen Netz erzeugt, daß seine Grundzüge zwar in den Genen hat, sich aber während der Kindheit und Jugend erst vollständig vernetzt entwickelt, ganz abhängig von Erlebnissen und Erfahrungen.

Du wirst nie zwei Hirne finden, die unter dem selben Input den exakt gleichen Output erzeugen. Hirne sind keine x86'er oder so ;-)
Melainaein Individualist(jetz im sinne der allgemeinheit,d.h. im vergleich zur breiten masse) ist meiner meinung nach Hitler gewesen...naja schon fast nicht mehr :)
denn mal im ernst-keiner will ihm das nachmachen was er getan hat(alle Husseins mal jetzt ausgeblendet :) )
oder aber auch "stinknormale" Mörder:sie haben ein anderes logisches Denken-für das sie bestraft werden.
oder Necrophile,Pädophile,etc. sie sind(obwohl meist schon in grösseren gruppen)einzigartig....sie sind anders.....


wieso glauben so viele, jeder mensch wäre etwas einzigartiges?!

beobachtet mal goldfische-was unterscheidet die?!
jetzt beobachtet mal unsere rasse-wie unterscheidet sich der mensch von einander?

"ein kleiner einwurf: wir sind alle verschieden und dadurch dann doch gleich. denn wir gleichen uns in unserer verschiedenheit ... und wäre auch unser handeln gleich!"(rosswell)
Melainaein Individualist(jetz im sinne der allgemeinheit,d.h. im vergleich zur breiten masse) ist meiner meinung nach Hitler gewesen...naja schon fast nicht mehr
denn mal im ernst-keiner will ihm das nachmachen was er getan hat(alle Husseins mal jetzt ausgeblendet )
oder aber auch "stinknormale" Mörder:sie haben ein anderes logisches Denken-für das sie bestraft werden.
oder Necrophile,Pädophile,etc. sie sind(obwohl meist schon in grösseren gruppen)einzigartig....sie sind anders.....

>sorry,hab mich zu missverständlich ausgedrückt...hab heut wieder ein unheimlich blockiertes vokabular :rolleyes:

hier meine ich die einzelnen Menschen die man am ehesten als Individualisten (nach definition)sehen kann.nicht das handelsübliche:wir sind so verschieden weil wir verschidene kleidung tragen,denken,musik hören

>hoffe das war verständlich*rotwirz*
wollte nur beschreiben was ich unter individualist sehe !nach definition!
Gevatter TodDas Zentrale Nervensystem eines Goldfisches ist in seiner Komplexität nicht mit dem eines Menschen zu vergleichen.
Melaina*ggg*-normalerweise mag ichs ja auch lieber wissenschaftlich biologisch:D aber ich glaube bei dieser diskussion kann man mit diesem zweig nur spählrlich argumentieren....es geht eher um die Psyche(auch keine psycho-somatischen faktoren)
Gevatter TodAber die Komplexität einer Psyche ist durch die Komplexität des ihr zu Grunde liegenden neuronalen Netzes (Hirn, ZNS) beschränkt.
Der_Philosoph[QUOTE][i]Original geschrieben von Gevatter Tod [/i]
[B]Aber die Komplexität einer Psyche ist durch die Komplexität des ihr zu Grunde liegenden neuronalen Netzes (Hirn, ZNS) beschränkt. [/B][/QUOTE]


Irgendwie glaube ich, dass Gevatter Tod nur auf diese Art und Weise diksutieren kann.:D;)

Hm, also ich kann nur sagen, subjektiv ist eine Individualität da, objektiv,hm, gibt's das überhaupt? Relativ gesehen sind wir denke ich sowieso verschieden, und absolut eher nicht! Nur weis ich nicht, wie das im Absoluten zeigt und was es ausmacht.

Aber ich frage mich schon die ganze Zeit, was diese Diskussion soll? Ich meine, egal ob wir verschieden sind oder nicht, Rassen/Klassenkampf bringt nichts und Intoleranz auch nicht! Wir sollten einfach jedem gegenüber tolerant sein, egal ob "gleich" oder "anders"/verschieden. Nun, ich würde sogar sagen, es macht eben für die "Toleranzbasis" keinen Unterschied, ob man "verschieden" ist oder nicht!!!:p

Im übrigen muss man AUCH NOCH dazu beachten, wie man diese Verschiedenheit an sich definieren will, woran man sie aufhängen will usw. Denn sonst kann man kein Urteil fällen (wenn man das überhaupt kann), da es dann erstens total falsch oder zweitens zumindestens maßlos verallgemeinert und übertrieben ist!:rolleyes: ;)
Gevatter Tod[QUOTE][i]Original geschrieben von Der_Philosoph [/i]
[B]Irgendwie glaube ich, dass Gevatter Tod nur auf diese Art und Weise diksutieren kann.:D;)[/B][/QUOTE]

Wieso das denn? Es ging darum, daß ein verhaltenspsychologischer Vergleich von Menschen und Goldfischen etwas hinkt.
Der_Philosoph[QUOTE][i]Original geschrieben von Gevatter Tod [/i]
[B]Wieso das denn? Es ging darum, daß ein verhaltenspsychologischer Vergleich von Menschen und Goldfischen etwas hinkt. [/B][/QUOTE]

Ja, klar stimmt doch, du hast ja recht.:) Aber man darf doch wohl mal auchn Witzle machen, oder?:D Deswegen auch das :D;)
^_^
EpimetheusDas alle Menschen gleich handeln, halte ich für ein Gerücht, aber es gibt "angeborene Reaktionen" beim Menschen, wie auch beim Tier. Und die haben sich halt über die Jahrtausende der Menschlichenevolution herausgebildet. Z.B. ein Kind fängt ab der vierten Lebenswoche an zu lächeln, egal ob es blind geboren wurde oder nicht. Es ist einfach angeboren. Und ich schätze das es mehrere Verhaltensweisen gibt, die sich an hand der Evolution erklären lassen. Aber alles ist bestimmt nicht angeboren, sondern wird erlernt und vom Umfeld aufgenommen. Halt wie bei einem Hund hat auch der Mensch aus meiner Sicht eine Prägephase.
Und da spielt das soziale umfeld eine Rolle.
unreSo ganz verstehe ich diese Diskusion nicht. Wenn wir alle gleich sind, dann wäre ja auch der Mensch neben dir, deine Eltern, deine Freunde, dein/e Beziehungspartner/in... austauschbar. Ist das so? Ein schlimmer Gedanke!

Es ist wahrscheinlich einiges durch die Gene vererbt, aber auch einiges durch die Umwelt entstanden. Und entsteht immer noch.
Menschen aus anderen Ländern oder Kontinenten haben ein anderes Verhalten, leben ihr Leben in anderen Strukturen.
Und auch mein Nachbar reagiert anders als ich, hat andere Gedankenschablonen.

Na, irgendwie so.
~Wayfarer~[QUOTE][i]Original geschrieben von Melaina [/i]
[B]was haltet ihr davon(?):

jeder Mensch handelt gleich!(Ergo(?) keine individualität;gleiche Muster=gleiches System)
und wenn ja,warum können wir uns noch nicht ganz gegenseitig kontrollieren?
Gibt es da etwas was wir an uns noch nicht kennen?

(vergleiche von Menschen gemessen im Zeitraum von seiner Geburt bis hin zum Tod;über Jahrhunderte hinweg)

würde gerne eure Gedanken darüber lesen

liebste Grüsse
Meli [/B][/QUOTE]

Nun, geht man davon aus, alles in unserem Universum unterliege der Kausalität, hast du durchaus recht. Unter exakt denselben Umständen würden Menschen exakt nach denselben Mustern agieren. Unsere ach so gerühmte Individualität wäre dahin ...

Zu 99.9% trifft diese Kausalität wohl auch zu...

Nehmen wir beispielsweise einen Stein, der einen buckligen Berghang hinabrollt, über ein Grasbüschelt rutscht, heftig von größeren Felsen abprallt, durch Schlammpfützen platscht und schließlich vor einem Baum liegenbleibt. Jeder Aspekt der Bewegung des Steins bis hin zu der Art, wie die Grashalme zerdrückt werden, welche Muster der Schlamm beim Wegspritzen bildet und wieso der Baum gerade an dieser Stelle wächst - all das ergibt sich aus einem einzigen Ensemble von Regeln - der Theorie von Allem. Im Prinzip könnte man voraussagen, dass der Stein gerade diesen Baum treffen wird, indem man einfach notwendige Schlussfolgerungen aus der Theorie von Allem zieht.

Soviel ist [i]Fakt[/i]. Zwar reicht unser heutiger Wissensstand beiweitem nicht aus, derart komplexe Systeme zu verstehen, nachvollziehbar wäre es dennoch.

Trotzdem ist ziemlich klar, dass diese Regeln uns kaum dabei helfen könnten, so etwas wie Ökonomie zu verstehen. Wir möchten jemanden verstehen, der in einen Laden geht, ein paar Bananen kauft und etwas Geld dafür bezahlt. Wie kommen wir von den allgegenwärtigen Teilchenregeln dorthin? Wir müssen eine Gleichung für jedes Teilchen im Körper des Kunden aufschreiben, für die Teilchen in den Bananen, in der Banknote, die der Kunde dem Kassierer gibt. Unsere Beschreibung des Handels - Geld für Bananen - und unsere Erklärung dafür erfolgen in den Begriffen einer unglaublich komplizierten Gleichung über Elementarteilchen.

Was für uns ganz simpel erscheinen mag, als eine mit sich selbst vereinbarte Entscheidung, die ja auch 2 Minuten davor - oder auf eine geringfügig andere Art und Weise hätte geschehen können, folgt in Wahrheit der Theorie von Allem - Nervenzellen, elektrische Ströme, Chemikalien im Gehirn und all die äußeren Einflüsse bestimmen das Handeln des Kunden.

Im Prinzip wäre das Leben eines Menschen sogar rekonstruirbar, bezöge man alle ihn betreffenden Umstände in die Gleichung mit ein.

Die Theorie von Allem sagt uns, dass wir unter gleichen Umständen gleich [i]sind[/i] -
In der Praxis angewandt sagt sie uns jedoch auch, [i]wie[/i] unterschiedlich wir uns eigentlich sind. Wir alle verfügen über ein derart komplexes Verhaltensmuster - zusammengefügt aus unzähligen Faktoren - welches mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein zweites mal in der Geschichte unserer Zivilisation auftaucht. Kausalität hin- oder her - eine gewisse Individualität herrscht unter uns Menschen trotzdem. Mal mehr, mal weniger.
Kehlendir

Ich falle… tief und rasend schnell. Zum Denken nicht in der Lage gleitet mein Körperloser und noch immer so junger Geist durch den Raum. Das Ziel vor Augen suche ich eine Welt. Länger als mir lieb ist, da die Einsamkeit quält. Die Dunkelheit einen umschließt und alles nur noch kalt erscheinen lässt. Schließlich ist es so weit. Die Welt im Blickfeld komme ich ihr näher und näher. Sie sieht so wunderschön aus, mit dem hellen Dunst der sie umgibt und dem was teilweise darunter zu erkennen ist. Ein Körper in dem ich heranwachsen kann ist mir bereits vorbestimmt. Der Sanftmut dieser Frau zieht meinen Geist magisch an. Erklären kann ich mir nichts, doch habe ich immer noch ein Ziel vor Augen. Greifen kann ich es nicht, nur der Gedanke dass dort etwas ist, eine Aufgabe, ein Inhalt, wird mir von meinem sonst nicht in der Lage einen weiteren Gedanken zu fassenden Verständnis gestattet. Eine Stimme in mir sagt, ich solle mir keine Sorgen darum machen. Der Sinn würde sich schon noch ergeben wenn die Zeit reif sei.
Euphorisch stürzte ich mich in den Leib.
Seit dem haben sich die Erinnerungen fast völlig verflüchtigt, nur das eine Ziel dessen Sinn ich, jetzt mit einem Gehirn, dass zu weiteren Gedankengängen fähig ist, ausgerüstet, immer noch nicht fassen kann, bleibt mir weiter erhalten. Ich werde zum zweiten Mal geboren. Die Zeit vergeht wieder, doch fühle ich mich jetzt geborgen und geliebt, nicht mehr allein. Um mich herum fängt ein Körper an zu wachsen. Mein Körper. Die Freude darauf diese schöne Welt endlich zu Gesicht zu bekommen lässt es mir kaum noch möglich erscheinen weiter in diesem Kokon zu warten. Die Emotionen überfluten mich jedes Mal wenn Geräusche von der Außenwelt mein Gehör befallen. Ich zähle weiter die Tage, beobachte wie ich wachse und warte. Warte darauf das die zeit kommt… und plötzlich weis ich das es soweit ist. Die Schreie bestätigen es mir. Angst steigt in mir auf. Warum ist es laut. Das Licht das näher kommt beginnt grell zu werden. Es schmerzt. Unfähig ein Wort zu fassen schreie ich, schreie mir die Seele aus dem Leib. So viele Menschen um mich herum und alle versprühen eine Aura der Angestrengtheit. Nur eine Person nicht. Ein zufriedenes und glückliches Gefühl geht von ihr aus. Sie ist geschwächt und doch merke ich, als ich endlich in ihren Armen liege das es nicht mehr lange dauern wird bis es ihr besser geht. Sie war mir seit jeher vorbestimmt. Natürlich weis ich nichts mehr davon.
Dies sollte also meine dritte Geburt sein. Und wieder vergaß ich die Zeit davor. Aber eine aufregendere Zeit sollte anbrechen. Ich beginne zu lernen. Das Ziel das immer noch in meinem Geist schlummert fange ich an zu ignorieren. Diesen einzigen, so vertrauten Gedanken ersetze ich. Ohne Skrupel. Die neue Welt bietet so viele schöne Dinge und Informationen, die sich meiner Meinung nach gerade zu anbieten diesen einen Gedanken, der für mich immer noch keinen Sinn ergibt, zu verdrängen.
Ich wandle weiter durch das Leben und wieder sind einige Jahre vergangen. Die Liebe zu meiner Mutter besteht immer noch, doch sehe ich nun auch die hässlichen Seiten der Existenz. Die Schatten die mir als Neugeborener verborgen blieben. Bilder erreichen täglich meine Augen und ich möchte sie einfach nur noch schließen. Habe ich mich denn so in dieser Welt getäuscht? Warum ist dieses Gefühl, welches zwischen der vorbestimmten Seele und mir herrscht nur so selten? Wissen all die anderen Menschen denn nicht was sie verpassen? Der eine Gedanke, das eine Ziel steigt wieder in mir empor. Ich verfluche diese Welt dafür mir die Naivität noch immer nicht abgenommen zu haben um es zu verstehen. Der Gedanke hatte keine Chance denn ich erkannte die Wichtigkeit nicht.
Ich lebe also weiter dahin und nähere mich, obwohl sich noch immer etwas wehrt, der stumpfsinnigen, leicht beeinflussbaren Masse. Mein Alter, der daraus resultierende mangelnde geistige Reichtum, und mein, unter der Logik der schon längst abgestumpften Familie, leidender Verstand lassen eine richtige zu wehr Setzung auch gar nicht erst zu.
Die Zeit schreitet unaufhaltsam weiter. Dieses mal aber entschieden schneller als zuvor. Zu schnell. Mein Geist ist endlich voll ausgeprägt und ich bin nicht mehr und nicht weniger als der Rest der Welt. Des Öfteren grübele ich, wahrscheinlich wie die übrige Menschheit über das warum?, oder wie es andere nennen, den Sinn des Lebens. Es ist verständlich das wir alle das machen, denn es war einst unser Ziel vor Augen, der eine Gedanke der uns beschützt hat, und den wir verdrängten. Er schlummert noch immer tief in uns, unerreichbar für unseren angepassten Verstand. Wir haben die Gabe und es gibt mehr als nur das Leben wie wir es uns vorstellen, doch wird nie ein lebendes Wesen auf dieser Erde im Stande sein den Gedanken so lange zu behalten, bis es ihn versteht.
Das ist unser Schicksal…
Die Ungewissheit…
Die Sinnlosigkeit…


nur ein gedanke... ich will kritiken... ;)
Kehlendir
WinterWolfIch habe mir nicht alles durchgelesen (nur der Vergleich Mensch + Goldfisch fiel mir auf *g*), aber ich gebe ein kurzes Statement dazu ab:

Allgemein gesehen gibt es wohl kaum zwei Menschen in einer menschlichen Lebensspanne, die sich wirklich auf´s Haar gleichen (sehen wir es mal in Bezug auf die Psyche).
Der Mensch hat eine gewisse Grundstruktur und Instinkte, aber zu sagen, dass jeder in Situation X mit Verhaltensmuster Y reagiert wäre pauschalisiert. Es hängt hierbei von Erfahrungswerten etc. ab, ferner sind manche Menschen besser in der Lage ihre Instinkte zu kontrollieren als andere... es ist zweifelsfrei bewiesen, dass der Mensch seine Instinkte teilweise beherrschen kann - das ist im Übrigen einer der Unterschiede zum Tier ;)

Na ja, soviel mal dazu.
MohaDeePmeinst du wirklich jeder Mensch ist gleich und wird gleich handeln?
Damit stellst du ja die individualität extrem in Frage und deshalb möcht ich mich gern dazu äußern.

Es stimmt das in jedem Menschen Bausteine für gewisse ereignisse vorherbestimmt sind.Er fängt an zu ahtmen, irgendwann hoffentlich zu sprechen, zu gehen, zu sehen und nun zum wichtigsten, zu denken an.

In deiner Argumentation wären geistig und körperlich behinderte Menschen die individuellsten, da sie nie dem weg eines "normalen" menschen folgen können.
Doch siehst du es nicht einwenig sehr einfach?

Die individualität rührt doch aus dem erlebten und den Entscheidungen herraus, und an diesem Punkt möchte ich dir wiedersprechen, es gibt sicherlich situationen in denen fast alle Menschen gleich reagieren, z.B. 1.000.000 Euro gewinnen, kaum jemand würde sagen ich will das geld nicht, aber da hört die gemeinsamkeit schon fast auf, der eine Kauft sich ein Auto, die andere einen teuren Pelzmanten(bestimmt leider nicht kunst), der nächste legt das geld fast vollständig für seine 7 Kinder an, ein anderer kauft seinen Kindern jedem ein Auto usw. ....

hört da nicht schon die gleichheit auf und es beginnt die individualität? und jedes dieser individuellen Ereignisse verändert wieder den lauf der Ereignisse usw.

deshalb meine ich das wir durch eigenes denken individuell sind, dadurch das wir Entscheidungen treffen können.

viele liebe Grüße

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