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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: neues Staatssystem
Sui CaedesIch habe mir mal Gedanken gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass Deutschland ein neues Staatssystem braucht!

Ich ahb dann auch schon mit einigen Leuten darüber diskutiert, aber irgendwie ist da nichts Konstruktives bei herausgekommen.

Also stell ich das Thema einfach mal hier ins Forum.

Meint ihr auch, dass ein neues Staatssystem her muss?
Und wenn ja: Wie sollte das aussehen?
Und wäre Deutschland bereit für eine Revolution (meine eine Lehrerin meinte nämlich, das wäre erst der Fall, wenn die Leute hungern)?

Würde mich freuen, wenn viele (konstruktive, sachliche) Antworten kämen.

Gruß SC
CyberpaganHättest ja schon einmal mit Vorschlägen anfangen können... ;)

"Es muß anders werden" ist immer einfach gesagt, aber ein für Otto Normalbürger "besseres" Staatssystem muß nicht zwangsläufig auch besser funktionieren:

- Mehr Basisdemokratie bringt oft auch längere Entscheidungszeiten und mehr unsinnige Diskussionen über Kleinkram mit sich
- wie es so schön heißt, irgendwoher muß das Geld für das Funktionieren des Staats kommen - Steuern werden immer fällig sein
- das Sozialsystem, wenngleich zunehmend löchrig, ist immer noch eins der besten weltweit - und auch hier gilt der vorhergehende Punkt

Dazu kommt, daß Politik und Wirtschaft (leider) weltweit inzwischen derart verflochten sind, daß viele Entscheidungen auf Konsequenzen überprüft werden müssen: Entscheidung "gegen" die Wirtschaft -> Abbau/Verlagerung von Arbeitsplätzen -> höhere Arbeitslosigkeit -> höhere Kosten für den Staat. Dies macht den Staat mittlerweile erpressbar und ist sicher der falsche Weg, läßt sich aber nur in einem WELTWEITEN Konsens ändern...
Und außerdem haben Gesetzesänderungen das Problem, daß sie EU-konform sein müssen, d.h. eine "Umstrukturierung" des Staates ist nur im Rahmen der EU-Gesetze möglich. Auch hier natürlich die Frage, ob das so wünschenswert ist.

Ich will hier nichts schönreden, aber ein paar Punkte anführen, die man bedenken sollte, bevor man blind drauflosrevoluzzt - bin halt Realist :D
decay73Ein System ist nur so gut, wie die an ihm telhabenden Menschen.

Vielleicht sollte man tatsächlich erst einmal versuchen, es von de Seite anzugehen, anstatt immer gleich Änderungen an einem eigentlich gar nicht so schlechten System vorzunehmen.

Wenn ich mir z.B. 'meine' Arbeitswelt anschaue, sehe ich, daß ständige Umstrukturierungen nicht viel mehr bringen, als Unruhe. Besser läuft es aber dadurch auch nicht.
Aber es scheint einigen "Führungs"kräften besser zu gefallen, ständig neue globale Ideen zu verwirklichen, als mal ihren Grips in konstruktive Lösungsansätze bzw. in Bezug auf ihre eigenen, eigentlichen Aufgaben zu investieren.

Mir scheint jedenfalls, daß D. nicht am System ansich krankt, sondern an dem mangelnden Einsatz und der mangelnden Einsicht der einzelnen Menschen.

~decay~
MohaDeePHallo

Also das Regierungssystem wie es im Moment besteht kann nicht mehr lange finanziert werden, es hat sehr gute soziale Ansätze aber durch die Kapitalistische wirtschaft, welche ja nunmal auf das reichsein weniger abzielt, und die parteien Demokratie(bzw Parlaments) ist keine "schnelle" Veränderung möglich.

Ich weiß ja nicht ob es dir schon aufgefallen ist, die opposition hat ja die Aufgabe die Vorschläge der regierenden Partei zu hinterfragen und gegebenenfalles abzulehnen,dass Problem an dieser Sache ist,das die Opposition auch sehr gute Ideen ablehnt, da sie ja in der nächsten Wahlperiode an die Macht wollen und wenn die regierende Partei keine guten Ideen verwirklichen kann ist die Chance zur Machtergreifung für die Oppositionspartei um ein vielfaches größer (ein oftmals zu hörender Satz:"Wir sind ersteinmal grundsätzlich dagegen" wobei keine besseren, geschweige überhaupt Vorschläge vorliegen)
Daraus ergibt sich doch die Frage ob es der Opposition überhaupt im Willen ist auszuwählen ob es gute oder schlechte Ideen sind.

Das nur als Einführung.

Ich denke auch das es bald einen großen Umschwung geben wird, da nach wie vor die arbeitende Bevölkerung in der Überzahl ist bleibt ein "Aufstand" unvermeindlich.

Möglichkeiten die jetzige Regierungsform zu erhalten wären:

1.Die Altmodischen Eigentümlichkeiten in den Staatsverwaltungen.
Es ist ein "Mittelalterliches" überbleibsel, dass es Beamte gibt, die unglaubliche Vorteile haben, deren Versicherungen vom Staat bezahlt werden, die sehr früh in Frührente gehen können...
2.Oder noch besser Abgeordnette oder Minister die nur wenige Jahre arbeiten und Anspruch auf die volle Rente haben...
3.Eine härtere Konntrolle der Menschen die Sozialhilfe, Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe beziehen, da viele von ihnen in der Lage wären Arbeiten zu gehen und ob du es mir glaubst oder nicht jeder der wirklich Arbeiten will bekommt auch arbeit und ich finde es eine frechheit das es Leute geben kann die einfach nicht so weit fahren wollen oder denen die Arbeit zu blöd ist.

Also ich denke es könnte eine Veränderung geben aber die Menschen sind im Moment zu abgesichert um eine "Revolution" zu starten.

Grüße
=IK=Waylanderlang lebe die monarchie......

tja, ist zwar nicht möglich aber klass wärs trotzdem irgendwie....

so, jetzt könnt ihr mich zermalmen ;-)
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von MohaDeeP [/i]
[B]3.Eine härtere Konntrolle der Menschen die Sozialhilfe, Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe beziehen, da viele von ihnen in der Lage wären Arbeiten zu gehen und ob du es mir glaubst oder nicht jeder der wirklich Arbeiten will bekommt auch arbeit und ich finde es eine frechheit das es Leute geben kann die einfach nicht so weit fahren wollen oder denen die Arbeit zu blöd ist. [/B][/QUOTE]

Dazu vielleicht noch eine kleine Ergänzung:
Der Gerechtigkeit halber dann aber auch bitte eine härtere Kontrolle derjenigen, die verdammt viel verdienen, aber keine Lust haben, Steuern zu zahlen und sich so ihrem Beitrag zum gesellschaftlichen Gesamtwohl zu entziehen versuchen.

~decay~
LaChatte"jeder, der wirklich will, bekommt Arbeit"

ist leider nicht ganz richtig. Gerade viele ungelernte Leute krüppeln sich ein Leben lang auf dem Bau oder in der Reinigung oder in einer Fabrik ab, und wenn sie dann mit vierzig oder fünfzig Jahren (wie zu erwarten) oft beruflich bedingt krank werden, können sies vergessen, noch Arbeit zu finden... Und siechen da halt so noch den Rest des Lebens dahin, ohne dass es ihnen irgendjemand dankt. Das ist eine traurige Tatsache.

Grundsätzlich bin ich immer noch davon überzeugt, dass ein basisdemokratisches System auf Dauer die beste Lösung ist: es ist zwar langsam und schwerfällig, es wird oft lang und auch überflüssig diskutiert, aber es ist stabil und bietet einen sicheren Rahmen für alle. Wichtig fände ich, dass alle integriert werden, also auch Ausländer zB nach einem Jahr im Land das Stimmrecht bekommen...

- grundsätzlich sollten Formen gefunden werden, die die aktive Beteiligung aller Bürgerinnen fördern, und die eine gerechte Verteilung der Rechte und damit verbundenen Pflichten garantieren
MohaDeePHallo

@Decay73

Ich vermute du meinst die, die Schwarz arbeiten und nicht die die ganz normal Steuern zahlen nur einfach viel verdienen.
Da stimm ich Dir dann natürlich zu.

@LaChatte

Also jemand wie diejenigen von denen du hier sprichst sind Menschen die sich stets durchs Leben schlagen, die haben es sicher nicht wirklich gut und auch nie ein erholsames Leben, sind aber nicht die Personen die ich meine. Ich gehe hier von Menschen aus die Arbeitsfähig sind sich nur zu schade für bestimmte Arbeiten sind (in Gewissem Maße auch verständlich: Ein Diplomingenieur wäre in einem sporadisch eintönigen Beruf oder einem !VÖLLIG! nicht fordernden Beruf falsch eingesetzt) oder unfähig sind mal zu sagen ach ich fahr auch ne ganze strecke zur Arbeit...
Gevatter TodWenn dann bräuchten wir auch gleich ein neues Wirtschaftsystem. Die Änderungen würden nicht nur auf nationaler Ebene stattfinden müssen, eine Weltrevolution währe von Nöten. Aber schon in diesem Land wärs schwer bis unmöglich.

"In Deutschland wird es nie eine Revolution geben, denn dazu müßte man den Rasen betreten"
-- Rosa Luxemburg
decay73Ja, MohaDeeP, die meine ich und die, die viel verdienen und ihr Geld illegal oder halb-legal an der Steuer vorbei schleusen.

~decay~
Asmodyrian@bout Finanzierung.... ich hab´ja allgemein den Eindruck das der Lohn im umgekehrten Verhältniss zur Leistung steht, dies liegt allerdings am System.... und das System liegt am Menschen, eine Regierungsänderung bringt rein gar nix so lange die Menschen die es erschaffen die selben sind wie ihre Vorgänger. Doch darauf das sich Menschen ändern können wir ja bekanntlich noch lange warten.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Cyberpagan [/i]
[B]"Es muß anders werden" ist immer einfach gesagt, aber ein für Otto Normalbürger "besseres" Staatssystem muß nicht zwangsläufig auch besser funktionieren: [/B][/QUOTE]Besonders dann, wenn es auf Prinzipien beruht, die zwar als heilige Kühe gelten, aber deren Notwendigkeit nicht nachgewiesen ist. :D [QUOTE][B]- Mehr Basisdemokratie bringt oft auch längere Entscheidungszeiten und mehr unsinnige Diskussionen über Kleinkram mit sich [/B][/QUOTE]Für den, der über den Dingen schwebt, sind die Probleme der Leute meist "Kleinkram". [QUOTE][B]- wie es so schön heißt, irgendwoher muß das Geld für das Funktionieren des Staats kommen - Steuern werden immer fällig sein
- das Sozialsystem, wenngleich zunehmend löchrig, ist immer noch eins der besten weltweit - und auch hier gilt der vorhergehende Punkt [/B][/QUOTE]Das mal iiiiiirgendetwas ohne Geld funktionieren könnte, ist natürlich völlig undenkbar! Sowohl im "Staat" wie auch im Sozialsystem kommt es vor allem darauf an, daß jemand die [b]ARBEIT[/b] tut. Ob er dafür Geld erhält oder er seine Lebensbedürfnisse auf andere Art befriedigen kann, ist eine andere Frage.
"Der Wert entspricht der gesellschaftlich notwendigen Arbeit" hat Karl Marx mal geschrieben. Wie wär's mal mit dem Versuch, Arbeitsleistungen miteinander zu verrechnen? [QUOTE][B]Dazu kommt, daß Politik und Wirtschaft (leider) weltweit inzwischen derart verflochten sind, daß viele Entscheidungen auf Konsequenzen überprüft werden müssen: [/B][/QUOTE]Da muß ich dir leider Recht geben. [QUOTE][B]Entscheidung "gegen" die Wirtschaft -> Abbau/Verlagerung von Arbeitsplätzen -> höhere Arbeitslosigkeit -> höhere Kosten für den Staat. Dies macht den Staat mittlerweile erpressbar und ist sicher der falsche Weg, läßt sich aber nur in einem WELTWEITEN Konsens ändern... [/B][/QUOTE]Das wäre noch die Frage, wenn man wirtschaftlich relativ unabhängig sein kann (was zur Zeit aber den ungehinderten Zugang zu den wichtigsten Rohstoffen erfordert). [QUOTE][B]Und außerdem haben Gesetzesänderungen das Problem, daß sie EU-konform sein müssen, d.h. eine "Umstrukturierung" des Staates ist nur im Rahmen der EU-Gesetze möglich. Auch hier natürlich die Frage, ob das so wünschenswert ist. [/B][/QUOTE]Das erinnert mich aber jetzt sehr an den Rosa-Luxemburg-Satz: "In Deutschland wird es nie eine Revolution geben, denn dazu müßte man den Rasen betreten". :D [QUOTE][B]Ich will hier nichts schönreden, aber ein paar Punkte anführen, die man bedenken sollte, bevor man blind drauflosrevoluzzt - bin halt Realist :D [/B][/QUOTE]Ich halte auch nichts davon, alles Vorhandene ungeprüft über den Haufen zu werfen, wie es 1989 mit der DDR passiert ist. Aber in manchen Situationen sollte man einfach mal den Mut haben, selbst eine Entscheidung zu treffen. Wo das Hin und Her und Vor und Zurück der aktuellen Regierung hinführt, sieht man ja.
TotengräberIch denke unser System ist eigentlich schon in Ordnung, [B]aber[/B] leider werden die Möglichkeiten nicht voll genutzt.
Die Bevorteilung muss abgeschaft werden, dies auf jeden Fall, sonst sehe ich schwarz.(Mist, blöde Phrasen)
Zudem sehe ich es so das auch zu viele Köche den Brei verderben.
Man sollte wieder weniger Abgeordnete haben, also schmeißt ein paar raus.

Wenn es schon einen Systemwechsel geben sollte wäre ich für einen Senat. Manche/r wird sich fragen was daran besser sein soll.
Nun ich denke erster Schritt sollte sein das die Parteien Abgeschafft werden. Dadurch könnte jede/r Senator/in frei nach seinem/ihrem gut Dünken entscheiden und sich nicht der Partei-Meinung unterwerfen müssen.
Dies sehe ich als Hauptübel an.
Und Einzelpersonen lassen sich leichter überwachen als Parteien, siehe Schmierge... ähm Parteispenden.
Hastur[QUOTE][i]Original geschrieben von MohaDeeP [/i]

3.Eine härtere Konntrolle der Menschen die Sozialhilfe, Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe beziehen, da viele von ihnen in der Lage wären Arbeiten zu gehen und ob du es mir glaubst oder nicht jeder der wirklich Arbeiten will bekommt auch arbeit und ich finde es eine frechheit das es Leute geben kann die einfach nicht so weit fahren wollen oder denen die Arbeit zu blöd ist.
[/QUOTE]

oh ja? fein, dann versuch mal bitte im berliner umland eine arbeitsstelle für eine junge, ungelernte (ausbildung wird nicht anerkannt) mutter zu finden. viel spass.

davon abgesehen ... warst du mal auf dem sozialamt? hast du mal gesehen wie unmenschlich die leute da behandelt werden? wenn du da auftauchst bist du sofort als faulenzer und schmarotzer abgestempelt, vor allem von den mitarbeitern. ... tus dir erstmal an bevor du sowas behauptest .. oder finde 4 millionen freie arbeiststellen ... die auch jemand bezahlt.
MohaDeeP@Hastur

Pass mal auf, ich kenne genug Leute die Arbeitslos geworden sind, es gibt immer eine Möglichkeit und wenn du dich bei einer zeitarbeitsfirma anmeldest.

Und was du beschreibst zeigt wieder das Bild "ich möchte ja arbeiten aber ich find halt keine um die Ecke, aber ich will nicht weg."

Ich kenne so viele Familienväter die ihren Hintern hochheben und in der Woche wegfahren um zu arbeiten, nebenbei aber nach anderen Stellen in der nähe suchen und das ist der Punkt den ich meine, viele wollen gleich eine Arbeit in ihrer direkten Umgebung.
Und ausreden gibt es immer genügend.
Ich kenne einige Leute die erst bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet haben und dann übernommen wurden, wichtig ist es doch das man versucht wirklich zu arbeiten und sich nicht selbst Ausrede über Ausrede schafft damit man ja nicht arbeiten muss.
Zeitarbeitsfirmen sind vieleicht nicht die beste Lösung für eine junge Mutter aber auch dort kann man Büroarbeiten uvm... machen.

Nimms mir nicht übel aber ich hab zu viele Schlechte Erfahrungen gemacht mit Leuten die sich rausgeredet haben.

(Du kannst nicht von mir erwarten ohne pauschalität zu arbeiten, ich muss pauschal werden um nicht zu viele Ausnahmen machen zu müssen, denn wenn ich anfange Kompromisse zu machen dann brauchen plötzlich kaum noch Leute arbeiten)

PS: Denk mal drüber nach wieviele Voraussetzungen eine Arbeit für manche Leute haben muss damit sie es Wert ist angenommen zu werden.
MohaDeeP@Hastur

Also das mit dem Sozialamt, da kann ich dir leider nur zustimmen die Leute fühlen sich oft so erhaben.
Das ist wirklich nicht in Ordnung, weil sie eigentlich nicht wissen wie man sich fühlt wenn man kein Geld hat und deshalb sozusagen bei Vater Staat "Betteln" MUSS.

Hast du echt recht find ich auch sch...

Grüße

;) :rolleyes: ;)
LaChatteNun, es gibt das eine und das andere - als Mitarbeiterin in einer Zeitarbeitsfirma seh ich da so ziemlich alles. Es gibt die, die sich für alles zu schön sind, und es gibt die anderen, die alles tun, damit sie arbeiten können.

Die Ungerechtigkeit (des Systems? der Gesellschaft?) besteht darin, dass eben oft einer, der gut schwatzen kann, sich ohne arbeiten zu müssen über die Runden bringt, während andere, die seriös sind und arbeiten wollen, tatsächlich mit grössten Anstrengungen nichts finden. Und die Opfer sind oft die ehrlichen Leute, und oft genug habe ich erleben müssen, dass Ehrlichkeit gegenüber den Behörden sofort und streng sanktioniert wird (wenn man zugibt, einen Fehler gemacht zu haben), während mache krumme Tour unbemerkt und unbestraft blieb. Das System provoziert quasi Lügen und Betrug ihm gegenüber.

Unser System müsste dahingehend umfunktioniert werden, dass Engagement tatsächlich belohnt wird und Schwänzen Sanktionen mit sich bringt. Und auch dass kleinere Fehler, die man gemacht hat, weil mans nicht besser weiss (wer soll schon den ganzen Papierkrieg durchschauen) human und kulant gehandhabt werden.
kelkanhallo leutz,
staat und wirtschaft sind zweierlei, auch wenn es wechselwirkungen gibt. mir fällt auf, dass es irgendwie eine difuse ratlosigkeit darüber gibt, wie es denn nun weitergehen soll.
Offensichtlich hat sich unser föderalistisches Staatsmodell überlebt, weil unsere verfassungsorgane, mit ausnahme des BVerfG nicht mehr Handlungsfähig sind. Punkt zwei: Europa. Unsere Verfassung sieht die Vereinigten Staaten von Europa nicht wirklich vor. Und unser Bundestag wird wohl eine europäische Verfassung billigen aber schwer an den Folgen zu knapsen haben. Vom "Steuersystem" - mit dem der Staat auf Wirtschaft und Bürger einwirkt ganz abgesehen: es ist weder gerecht noch effektiv geschweige denn effizient.
Nur: keiner traut sich wirklich, was zu ändern und zwar in der Substanz.
Traurig eigentlich.:eek:
Gurabuluein paar kurze Ideen:

-mehr Basisdemokratie? Aber nur wenn sich die Mentalität der Menschen ändert: Eine Menge Staaten in den USA sind quasi pleite, weil Steuersenken so populär war in den 90ern; besonders Kalifornien soll unregierbar sein, weil Steuererhöhungen meine ich plebiszitär gestoppt werden können.

- Deutschlands jetziges System der Renten- und Krankenversicherung sei nicht mehr finanzierbar wegen der demographischen Entwicklung im Jahre 2040? Deshalb brauchen wir eine Radikalreform? Nur noch komplette Eigenvorsorge könne dem begegnen? Nein, soweit würde ich nicht gehen. Zwar mag es momentan so aussehen, als würde 2040 so etwas nötig sein, aber so muß es nicht kommen. Zum Verlgeich. Anfang der 70er haben sich die Abgeordneten die Köpfe im Bundestag heißdiskutiert, was man mit den Milliarden-Überschüssen in der Rentenversicherung machen solle, die für Mitte der 90er erwartet wurden. 25 Jahre später gab es die dann aber nicht, im Gegenteil... Will sagen: nicht zu langfristig planen und dafür Radikalstreformen machen, denn die Berechnungsgrundlagen werden sich garantiert ändern.
LaChatte*eine Fahne hochhalt*

Ich bin Idealistin, und ich bin überzeugt, dass die Menschen von selber ihre Mentaltiät ändern werden, wenn sie die Gelegenheit bekommen, Verantwortung auch in der Politik zu übernehmen... Sollte allerdings ganz sanft und langsam geschehen.
aurora borealis[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]*eine Fahne hochhalt*

Ich bin Idealistin, und ich bin überzeugt, dass die Menschen von selber ihre Mentaltiät ändern werden, wenn sie die Gelegenheit bekommen, Verantwortung auch in der Politik zu übernehmen... Sollte allerdings ganz sanft und langsam geschehen. [/B][/QUOTE]

und WANN würden denn die Menschen ihre Mentalität ändern?
Geldgier, Neid, Eifersucht u.a. müsste vorher ausgelöscht werden.
Und das mit der Mündigkeit, das hatten wir ja schon mal ;)
LaChatteIn der Schweiz funktionierts ziemlich gut... und wenn das Volk entscheidet, muss das Volk mit seinen eigenen Entscheidungen leben und die ausbaden - da wirds etwas schwieriger, die Verantwortung an die "ach so bösen und korrupten" Politiker abzugeben.

Und schliesslich ist sich jeder selbst der nächste - wenn jeder in seinem eigenen Interesse stimmt, wird die Mehrheit ihr Interesse bekommen, und die Mehrheit also zufrieden sein.

Verantwortung erzeugt eine gewisse Reife in den Entscheidungen.
Der_PhilosophHab jetzt eigentlich keine Beiträge gelesen, nur den letzten von LaChatte, dem muss ich zustimmen. Die Schweiz ist schon nahe dran an einem wirklich funktionierenden Staatssystem!

Ich bin für gar kein Staatssystem, die sind alle gleich schlecht! In 6000 Jahren Geschichte gab es nie ein Staatssystem, dass wirklich sinnvoll war, sonst wäre es dabei geblieben! Die Menschen müssen sich ändern und ihr Bewusstsein schulen und versuchen mehr aus dieser Demokratie zu machen, hin zu einem wirklich menschenwerten System!
Dabei ist meiner Meinung Toleranz, Transparenz, Konkurrenz auf gleichberechtigter Ebene, sowie viel Bewusstsein und Disziplin nötig! Fleiß und ein gewisser Ehrgeiz können gut genutzt werden! Weiterhin sollte der Werteverfall umgekehrt werden, WER sagt denn eigentlich, dass wir nicht einfach NEUE Werte schaffen können?! :)
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Der_Philosoph [/i]
[B]

Ich bin für gar kein Staatssystem, die sind alle gleich schlecht! In 6000 Jahren Geschichte gab es nie ein Staatssystem, dass wirklich sinnvoll war, sonst wäre es dabei geblieben! [/B][/QUOTE]

Aber es ist die Tatsache da, dass auf der ganzen Welt viele Menschen miteinander leben und daher verbindliche Formen finden müssen, um dieses Zusammenleben für alle annehmbar zu gestalten.

"gar kein Staatssystem" würde vermutlich Anarchie und das Recht des Stärkeren bedeuten, und das willst du wohl auch nicht.

Daher finde ich es wichtig, dass sich doch jeder Bürger, jede Bürgerin Gedanken darüber machen, in was für einem Staat wir leben wollen.
Der_PhilosophSagen wir es mal so: Ich will kein Staatssystem, das bisher erfunden wurde, und dazu gehört auch die Anarchie, die sich als Nicht-Staatssystem bezeichnet, aber im Grunde auch ein "System" ist, nur halt ein chaotisches.:D Abgesehen davon, dass das eben nicht funktionieren würde. Also es ist für mich keine Lösung in ein Kommunistisches Land die Demokratie herein zu tragen und umgekehrt auch nicht! Gleiches gilt für sämtliche Querverbindungen! Alle Revolutionen haben meiner Meinung nur dazu geführt, dass wir wieder ein Klassensystem haben und der Kapitalismus fröhlich wächst!:rolleyes:
LaChatteWelche Kriterien müsste denn ein System deiner Meinung nach denn erfüllen, damit es deinen Ansprüchen an ein annehmbares Zusammenleben von einem Haufen Leuten genügt? Was sind deine eigenen Bedürfnisse, und welche Bedürfnisse kannst du dir vorstellen, die andere Leute haben?

Kritisieren ist gut, Lösungen (Lösungsansätze) sind besser...
Der_Philosoph@LaChatte: Lesen.;D

[QUOTE][i]Original geschrieben von Der_Philosoph [/i]
[B]Dabei ist meiner Meinung Toleranz, Transparenz, Konkurrenz auf gleichberechtigter Ebene, sowie viel Bewusstsein und Disziplin nötig! Fleiß und ein gewisser Ehrgeiz können gut genutzt werden! Weiterhin sollte der Werteverfall umgekehrt werden, WER sagt denn eigentlich, dass wir nicht einfach NEUE Werte schaffen können?! :) [/B][/QUOTE]

Der Kommunismus hat nie funktioniert, weil das Geld noch existiert hat! Wenn wir das Geld abschaffen würden, hätten wir ein Problem weniger! WIE? Werden viele fragen, aber schaut, wie haben die Leute früher gelebt? Handeln und tauschen, feilschen und schenken, dass sollte man. Und nicht auf jeden Heller achten! Denn dann kommt die Kleinlichkeit ins Spiel. Wenn wir das Geld abschaffen würden, könnten die ideelen Werte wieder verstärkt in den Vordergrund kommen! Natürlich ist das überhaupt nicht einfach, ja es bräuchte eine [b]bewusste[/b] Entscheidung aller dazu!
Alle Bedürfnisse sollten erfüllt werden können, und man sollte zusammenarbeiten und nicht gegeneinander! Denk ihr nicht, dass es vielleicht sogar möglich wäre, (wie auch ja doch so oft schon Realität:)) dass sich große Firmen zusammenschließen und gemeinsam an einer neuen Zukunft arbeiten, um jedem Menschen eine verbesserte Lebensweise zu garantieren?!
Was kann man noch sagen? Ich werde dazu nochmal editieren...
zeckenterrorHier will ich mal ein weiteres Schlagwort reinbringen: "Panokratie" (ein komplexes anarchistoides Zellensystem)

Allerdings ist die Frage nach dem Ziel in meinen Augen irrelevant. Zielorientiertes Denken ist destruktiv, wie ich einmal an einem Beispiel verdeutlichen will. Vorweg sei noch einmal darauf hingewiesen, dass Anarchien normalerweise darauf aufbauen, dass die einzelnen Individuen sozial und gefühlsgesteuert handeln.

Ich unterhielt mich jedoch vor ein paar Tagen mit einem Anarchisten. Vom Alter her sollte man meinen, er wäre inzwischen vernünftig... war er aber nicht. Ich fragte, wie er seine Anarchie verwirklich wolle. Er forderte Revolution und Umsturz des kapitalistischen Systems. Daraufhin fragte ich, wie er das schaffen wolle, ohne Menschenleben auszulöschen. Er antwortete lapidar, die Leute würden mit Freude ihr Leben für eine Revolution geben. Ich gab zu bedenken, nicht jedem sei die Freiheit wichtiger als das eigene Leben, nicht jeder würde freiwillig sterben wollen. Er meinte, das wäre dann Kapitalisten und die hätten es nicht besser verdient.
Jener "idealistische" Mensch unterscheidet also zwischen Menschen, die für [b]seine[/b] Sache sterben wollen (und sieht sich selbst damit auch als unfehlbar an) und Untermenschen, die wertlos sind.
Zielorientiertes Denken ist immer faschistisch.

Daher: Wegorientiert denken, gefühlsmäßig denken. Handle nach deinem Herzen, dann tust du das Richtige. Denn das, wobei man sich gut fühlt, kann doch nichts Schlechtes sein, oder?

zt, der Punkrocker
kelkanich muss ein kleinwenig schmunzeln, lachatte:) ...,

im übrigen, ist die schweiz als beispiel ziemlich ungeeignet. ein verquereres system kann ich mir kaum vorstellen und es funktioniert auch nur deshalb, weil die schweiz so ein nettes kleines land zwischen gaaaaanz hohen bergen und gaaaaaanz dichten grenzen ist.
Bei 80 Mio - puh! aber: die haben zum Teil verdammt gute Lösungen gefunden, über die es sich lohnt, nachzudenken:)

dein idealismus in ehren aber du übersiehst, dass wir ja jetzt schon jede menge beteiligungsmöglichkeiten haben, die wir nicht nutzen. und ich vermute auch deshalb, weil unser leben ia zu anstrengend ist, um wirklich auch politisch verantwortung zu übernehmen (wenn nicht auf andere dinge verzichtet werden soll...)
;)
LaChatteSchmunzle ruhig, kelkan - ich kann meine Wurzeln eben nicht verleugnen;)

Ob die Grenzen bei 20 % Ausländeranteil (einer der höchsten in Europa) so dicht sind, wage ich allerdings zu bezweifeln - und dass man das System (das auch Fehler hat, und dazu obermühsame) nicht eins zu eins übernehmen kann, leuchtet mir auch ein. Und wo ich wohne, hats nicht mal Berge...

Aber ich erinnere mich noch gut an den Schock, den ich hatte, als ich erfuhr, dass unsere europäischen Nachbarn noch nicht mal ABSTIMMEN dürfen:eek:

Aber ich sehe in der Basisdemokratie dennoch das Modell der Zukunft - dezentrale Entscheidungen, keine zentralen. Obligatorische Beteiligung der Bürger, und nicht Entscheide über ihren Kopf hinweg. Selbstverantwortung statt Stammtischpolitik...

Und warum sollte es, bitte schön, "verquer" sein? Kannst du das etwas näher ausführen?
kelkanHi!
@verquer: die schweizer haben so ihre merkwürdigkeiten. beispielsweise ist die regierung immer proportional festgelegt und ist immer eine koalition. im grunde also vorher schon ausgekungelt...
die unterschiede zwischen den kantonen sind zt. beträchtlich - wenn man die debatten zur gleichstellung der frauen mal erinnert... und dann hat man doch so ein wenig den eindruck, daß es für die schweiz willkommene und willkommenere ausländer gibt. und ich wette, dass von den 20% 80% aus deutschland und oesterreich kommen...

gegen direkte demokratie ist prinzipiell nicht wirklich etwas einzuwenden. es kommt nur darauf an, dass es verbrechern nicht gelingen kann, auf diesem weg staatliche Organe zu besetzen (s. hitlers aufstieg)
ich bin nicht prinzipiell gegen den föderalismus. mir wäre aber das französische system bei allen nachteilen lieber, wenn es um einen trotz allem handlungsfähigen staat geht
Sui Caedes@philosoph:
solche Überlegungen hab ich auch gehabt.

Weg vom Kapitalismus!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Allerdings ist das halt auch nicht so einfach, weil sich dafür das Bewusstsein der Menschen ändern müsste. Und wie soll man DAS hinbekommen ("Aufklärung")?

Soweit von meiner Seite. Ich lass den thread erstmal weiterlaufen ...
kelkan@Sui:
wenn das sein das bewußtsein bestimmt, dann müßte doch zuerst das materielle geregelt werden. und zwar per aufstand durch diejenigen, die es betrifft. Oder?

die systemwechsel in den ehemal. ostblockstaaten könnte man auch vor dem hintergrund sehen. und wofür haben die sich entschieden?:D
Sui Caedes@kelkan: Um das Materielle (System) zu ändern müssen aber genug bereit dazu sein.
Ich glaube, dass auch viele schon bereit dazu wären, aber einfach zu "faul" sind und das Geld immer noch Macht bedeutet und niemand seine Macht gerne aufgibt.
Der BaronAn alle, die hier von der notwendigen "Veränderung der Menschen" schwafeln:

Was erdreistet ihr euch, andere Menschen verändern zu wollen? Warum erdreistet ihr euch zu glauben, alles besser zu wissen?

Eine solche Denkweise würde wieder genau zum Stalinismus führen. Oder zum System der Roten Khmer, bei dem Millionen "falsch" Denkender umgebracht wurden.

Vielmehr glaube ich, daß eher ihr es seid, deren Denkweise zu ändern wäre. Wann kapiert ihr endlich, daß es immer Menschen mit anderen Zielen, anderen Interessen, anderen Wertvorstellungen geben wird?
Und daß es nicht angehen kann, alle diese im eigenen Sinne zu "verbessern", daß es im übrigen auch zu keinen Erfolg führt, sondern nur zu Mord und Totschlag?
Die einzige Lösung muß heißen, daß man ein System finden muß, in dem alle diese Menschen mit all ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen und Vorstellungen friedlich nebeneinander herleben können und möglichst jeder seine eigenen Ziele anstreben kann, ohne dem anderen die Möglichkeit der Verwirklichung [i]seiner[/i] Ziele zu verbauen.

Leider ist die Demokratie in unserem Lande nur unzureichend verwirklicht, die genau das garantieren könnte.

Und Veränderungsvorschläge? Mir scheint manchmal, es gäbe nur pupertäre Ideen oder überhaupt keine. Die Menschen sind heutzutage bald zu satt, um noch über die Probleme der Welt nachzudenken. Und zu feige.
LaChatteVerquere Schweizer... ist schon richtig. Die Idee der Konkordanz find ich aber immer noch sehr gut: alle Mehr- und Minderheiten sollen gehört und in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, das garantiert

Andererseits funktioniert das französische System auch nur darum, weil das Volk seinen Willen durch Streiks ausdrückt. Die haben nicht ein besseres System, einfach einen anderen Charakter...
kelkan@lachatte:
es ist nicht nur einen frage der mentalität. sondern auch davon, entscheidungsmacht sinnvoll zu zentralisieren - das sagt nichts darüber aus, ob es gute entscheidungen sind oder nicht. insgesamt und bei vergleichbaren problemen scheint mir der französische staat der handlungsfähigere zu sein:)

@Sui:
genau deshalb besteht nicht die geringste Notwendigkeit irgendetwas ändern zu wollen...für utopien ist in der welt kein platz mehr.

@Baron:
wenig adeliger Einwurf!:)
Ansonsten, vermengst du unterschiedliche Dinge, das gute Handeln ist eine Frage der Ethik oder Philosophie (Kant, kat. imp.) und zunächst nicht der Demokratie (individuum vs. kollektiv, unterschiedl. Ebenen)
Und Dein letzter Absatz spiegelt eigentlich genau die Denkweise wieder, die Du anfangs kritisierst. :)
Selian@LaChette

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Und auch dass kleinere Fehler, die man gemacht hat, weil mans nicht besser weiss (wer soll schon den ganzen Papierkrieg durchschauen) human und kulant gehandhabt werden. [/B][/QUOTE]
Wie heißt es so schön? Dummheit/Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Wie würdest du die "unwissenden" von den "sich dummstellenden" unterscheiden?

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]*eine Fahne hochhalt*

Ich bin Idealistin, und ich bin überzeugt, dass die Menschen von selber ihre Mentaltiät ändern werden, wenn sie die Gelegenheit bekommen, Verantwortung auch in der Politik zu übernehmen... Sollte allerdings ganz sanft und langsam geschehen. [/B][/QUOTE]

Die Erfahrung hat leider gezeigt das die Menschen ihre Mentalität nicht ändern wenn sie politische Verantwortung übernehmen, im Gegenteil dann wird die wahre Mentalität meistens erst sichtbar.
Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber wenn man sich die letzten 2000 Jahre so anschaut sind das nicht sehr viele, genaugenommen viel zu wenig. Woher nimmst du deine Überzeugung? Wieso sollte sich von alleine etwas ändern, was zu allen Zeiten so war wie es auch heute noch ist und vor allem, WANN wird es sich ändern?

[center]~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~[/center]
@Philo
[QUOTE][i]Original geschrieben von Der_Philosoph [/i]
[B]Der Kommunismus hat nie funktioniert, weil das Geld noch existiert hat! Wenn wir das Geld abschaffen würden, hätten wir ein Problem weniger! WIE? Werden viele fragen, aber schaut, wie haben die Leute früher gelebt? Handeln und tauschen, feilschen und schenken, dass sollte man. Und nicht auf jeden Heller achten! Denn dann kommt die Kleinlichkeit ins Spiel. Wenn wir das Geld abschaffen würden, könnten die ideelen Werte wieder verstärkt in den Vordergrund kommen! Natürlich ist das überhaupt nicht einfach, ja es bräuchte eine [b]bewusste[/b] Entscheidung aller dazu!
[/B][/QUOTE]
Das der Kommunismus am Geld gescheitert ist, ist eine kühne Behauptung. Wenn du das Geld abschaffst, hast du nicht ein Problem weniger sondern eine ganze Menge Probleme mehr. Ich schrieb es schon einmal in einen anderen Thread, wo auch jemand das Geld abschaffen wollte, da Zeit bekanntlich Geld ist, quote ich es hier... ;)
[QUOTE][I]Original geschrieben von Selian[/I]
[b]...Weil es praktischer ist mit ein paar Euro ins Kino zu gehen als mit nem Huhn unter dem Arm, wenn ich dann noch das Pech hab das die 3 Leute vor mir auch schon Huhn gegen Kinokarte getauscht haben, möchte der Kinobesitzer möglicherweise nun 1kg kaffee haben und ich muß wieder nach Hause rennen.
[color=6f6ecc]Mal im ernst, glaubst du wirklich das Geld ist das Problem? Nein das ist es nicht. Nur wie die Menschen mit dem Geld umgehen, das ist problematisch und fragwürdig.[/color] Würden wir Güter tauschen, gäbe es halt den Pöbel mit einer Kuh oder einem Schaaf und es gäbe auch wieder Reiche, mit tausenden von Kühen, Hühnern , Schaafen uswusw. Würde nicht viel ändern. Abgesehen davon würde ein so komplexes Wirtschaftssystem wie wir es heute haben mit einfachen Tauschmitteln nicht mehr funktionieren. Man stelle sich nur mal den Aufwand bei der Telekom vor wenn jeden Monat alle Leute ihre Waren anschleppen um die Telefonrechnung zu bezahlen... :rolleyes:[/b][/QUOTE]

[center]~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~[/center]
@All
Verbessern könnte man sicherlich einiges, am derzeitigen System.

Als aller erstes würde ich Politiker mit öffentlichen Ämtern strikt aus der Wirtschaft raushalten. Das Politiker vom Staat und von der Wirtschaft bezahlt werden ist ein Unding.

Die ursprüngliche Frage von dem Thread war ja die nach einem neuen Staatssystem. Bisher wurden eigentlich nur leichte Veränderungen am derzeitigen System vorgeschlagen, allerdings entspricht das ja nicht einem neuen Staatssystem, was die (schwierige) Aufgabe war.

[I]Unternehmen in die Pflicht[/I]

In einem neuen System würde ich die Wirtschaft stärker in die gesellschaftliche Verantwortung nehmen. Konzerne handeln ausschließlich im Sinne der Gewinnmaximierung, solange es an dieser Stelle keine Einschränkung gibt, wird der Staat immer nur hinterher hecheln und versuchen die Probleme zu flicken, die zu großen Teilen der Gewinnmaximierung entstammen. Dazu gehört wohl in allererster Linie die Arbeitslosigkeit.

Es muß einfach ins Bewußtsein aller Leute dringen das die Menschheit nicht dafür da ist, Unternehmen und Konzerne immer größer und mächtiger zu gestalten, sondern das die Konzerne den Menschen als Mittel zum Zweck eines vernünftigen und gesunden Wirtschaftsystems dienen müßen. Und da es nicht ausreicht das jedem mitzuteilen und ins Bewußtsein zu rufen müßte dieses durch Staatliche oder besser durch Menschliche Auflagen in die Wege geleitet werden. Dabei denke ich aber [b]nicht[/b] an ein Kommunistisches System (wäre ja auch nicht neu). Das System sollte Demokratisch bleiben, allerdings mit einer weit größeren regulierenden Funktion in Richtung Unternehmen.

Hier denke ich z.b. an Gewinngrenzen nach Mitarbeiteranzahl, eventuell pro Branche. Diese allerdings konsequent umgesetzt, nicht so löchrig wie die Unternehmenssteuer welche es ermöglicht das Unternehmen mit hohen Erträgen, wenige bis gar keine Steuern zahlen. Dazu müßten die Schlupflöcher der Unternehmenssteuer auch geschlossen werden.

Das ist natürlich unter den gegebenen Umständen nicht durchführbar. Das liegt zum einen daran das diejenigen die es umsetzen könnten kein interesse daran haben und zum anderen das eine Umsetzung in einem einzelnen Staat kaum erfolgreich wäre. Unternehmen würden das tun was sie immer tun, sie würden sich die für sie angenehmsten Bedingungen suchen um weiter den Gewinn zu maximieren. Deshalb müßten jegliche Einschränkungen von Konzernen weltweit durchgeführt werden.

[I]Ein Globales System für eine globalisierte Welt.[/I]

Da sich die Wirtschaft nur dann effektiv kontrollieren läßt, wenn für sie überall die gleichen Bedingungen gelten, reicht spätestens ab hier ein neues Staatssystem nur für Deutschland nicht mehr aus. Nun ist ein weltweites gleiches System gefordert. Da ich gerade dabei bin "irgendein" Staatssystem für die Welt zu basteln, kann ich auch gleich den Unsinn der verschiedenen Staaten bereinigen. Das neue Weltsystem soll also nicht nur für die ganze Welt gelten, es soll in ihm auch nur noch eine Welt statt mehrerer Staaten geben. Wichtigstes Ziel dieses Systems wäre die Gleichstellung der Menschen im ganzen System. Also bekommt der Junge der in Indien einen Teppich knüpft nun den gleichen Lohn wie jemand der ihn in Deutschland knüpfen würde.
Entsprechend sind die Kosten ebenfalls angeglichen, regionale Unterschiede wird es immer geben aber nur innerhalb einer vernünftigen Grenze.

[I]Wer sein Geld nicht braucht kann es zurückgeben[/I]

Das Thema Geld wurde oben schon einmal erwähnt, der Philosoph wollte es abschaffen, ich denke aber das Geld als Zahlungsmittel unabdingbar ist, schon gar nicht ist es durch einen Rückschritt in den Tauschhandel zu ersetzen. Immerhin sollte die Geldmenge und wer über wieviel Geld verfügt im neuen System ebenfalls kontrolliert werden, zumindest in extremen Bereichen.
Die Rede ist also nicht vom kleinen Bürger und wieviel er in seinem Sparstrumpf hat, sondern von den richtig Reichen Menschen. Irgendwo ist Schluß, da hat der Reiche für sein Leben ausgesorgt und das Geld dient nur noch dazu sich selber (auf Kosten der anderen) zu vermehren. Somit heißt es ab einem gewissen Betrag auf dem Bankkonto, gib's dem System oder der Wirtschaft. Allerdings der realen Wirtschaft (Firmengründung, Beteiligung an schwächelnden Unternehmen), damit ist nicht die Spekulation mit Aktien, Immobilien oder einfach nur das einbringen von Zinsen gemeint, eine Ausnahme gäbe es eventuell bei Neuemissionen, da es dann einem Unternehmen direkt hilft, aber das sind unwichtige Details.


Demnach ergeben sich im Moment folgende Anforderungen an mein neues System:

[list][*]Es ist ein globales System, Staaten gibt es nicht mehr im derzeitigen Sinne, eventuell Weltstaaten, vergleichbar mit Bundesländern oder Bundesstaaten.
[*]Das System wird demokratisch geführt
[*]Das System dient dazu allen Menschen möglichst gleiche Bedingungen bei möglichst großer Freiheit zu verschaffen.
[*]Das System dient dazu Konzerne und die Wirtschaft im allgemeinen im Sinne der Menschen zu regulieren
[*]Das System kontrolliert und verwaltet Geldmengen ab gewissen Höchstgrenzen sowohl von Unternehmen (nach größe)
als auch von Privatleuten
[*]Das System ist unabhängig von der Wirtschaft
[/list]

Natürlich gibt es in diesem System auch wieder diverse Instanzen, Gewaltenteilung etc. Das Rad braucht man nicht neu zu erfinden, allerdings müßen auch hier die ursprünglich gedachten Zwecke konsequenter durchgesetzt werden.

Das ersteinmal als ein ganz grobes Gerüst für ein neues System, welches nicht perfekt sein muß, denn das sind die derzeitigen auch nicht, es soll nur den Menschen dienen und sich nicht von diesen bedienen lassen. Das sich manches vielleicht ziemlich utopisch und verrückt anhört mag sein, das heißt aber nicht das es unmöglich zu realisieren wäre. Das funktioniert nur nicht von Heute auf Morgen, sondern dauert Ewigkeiten. Wer hier einmal den Anfang machen soll/wird ist mir auch noch nicht ganz klar.
Vielleicht alle Menschen zusammen, die in allen Ländern gleichzeitig aufschreinen wenn sie genug gedient haben.
Das werden wir aber vermutlich nicht mehr erleben, denn dazu geht es uns allen noch viel zu gut.
Sui Caedes@ selian: So ziemlich meine bisherige Meinung!
Gut gedacht und ausformuliert!

Aber zurück zum Thema: Ich habe auch schon öfter darüber nachgedacht, ob es nicht möglich wäre, ganz ohne ein (Staats-) System zu leben. Also Anarchie, wobei das ja auch ein System ist(s.o.)?????????????

Wäre es nicht möglich, dass man ohne irgendwelche zwanghaften Vorgaben lebt?

Im Moment sicherlich nicht, aber ich behaupte einfach mal, dass das einzig und allein auf die Überbevölkerung zurückzuführen ist! ... und lasse das einfach mal als These stehen
LuziferSui Caedes
Wie stellst Du Dir denn ein Leben in Anarchie vor?
Das könnte m.E. nur funktionieren, wenn jeder Mensch bei der Geburt den Kant'schen Imperativ implantiert bekäme, aber da dem nicht so ist, würde ich es ganz schnell vergessen oder mir erst mal 100 Leute und eine abgelegene Insel zum Üben suchen....
LakrimarHmm...Anarchie. Damit kann ich mich ganz und gar nicht anfreunden. Man werfe nur einen Blick auf Afghanistan, Irak (zumindest seit dem Sadam weg ist) und co.
Dort herrscht größtenteils Anarchie. Und so Leben, wie die Menschen da unten möchte ich nun auch wieder nicht. Vor allem möchte ich nicht auf die Straße gehen und gleich an der nächsten Ecke erschossen werden, weil einem mein Gesicht oder meine Kleidung nicht passt. Gesetze, denen sich das Volk unterwirft, sind eigentlich schon ok, wenn es nicht gerade irgendwelche sinnlosen Gesetze sind, sondern solche, die mich vor anderen und vor mir selbst schützen...
Luzifer@Lakrimar
Ich warte jetzt schon auf die Antworten, in denen Dir attestiert wird, daß es sich ja in Afghanistan, Irak usw. nicht um die "Wahre Anarchie" handelt.
Also ist Anarchie nur mit Gesetzen möglich, die ihre Durchführung regelt und insofern mit einem Satz für immerdar ad absurdum geführt.
So einfach ist das manchmal.
Das Schlimme ist nur, daß solche Begriffe seit Generationen durch die Köpfe der Menschen gaukeln und weil die meisten denkfaul sind, nicken sie es ab:
"Jaja, wär schon irgendwie ganz nett..."
zeckenterrorMir wird schlecht, wenn ich das hier lese... Mehr Bildung für Gothics...

Anarchie ist nicht das Fehlen eines Staates, sondern schon eine eigenständige Staatsform.
Es steht nicht im Gegensatz zu Organisation allgemein, sondern lediglich zu archischer Organisation, also abwärtsstrukturierten Gesellschaften. Auch An-Archistische, also aufwärtstrukturierte, Gesellschaften entbehren nicht gewissen Regeln, jedoch ist die "reine" anarchistische Lehre fehlerhaft, da sind nicht auf dem dualistischen Ying-Yang-Prinzip von Geist und Seele aufbaut, sondern allein auf Ying, also der Seele.
Ein gutes Mittel ist die Panokratie, die eigentlich ein perfektes Gesellschaftssystem darstellt, während die etablierten Herrschaftsformen rein abwärtsstrukturiert, also allein auf Yang aufbauend und Ying zerstörend, sind. Die Ratio dominiert, während die Menschen, die um einen Kunstwert geschart werden, zu seelenlosen Drohnen verkommen.
Luzifer@Zecki
Besten Dank für die Aufklärung, man kann ja nicht alles wissen.

Trotzdem ist auch die Anarchie als intellektuelles Gebilde für den Eimer, denn Führung von unten nach oben ist schlicht Quark.
"Führung" geschieht nun mal von oben, per se sozusagen.
Oder anders ausgedrückt, wer so klug ist, von "unten" zu steueren, wird zwangsläufig selbst bald "oben" sitzen.
Ergo:
Eine Kopfgeburt, die niemals zur Verwirklichung kommen wird. Denkbar wäre so etwas nur in einer sehr kleinen Gemeinschaft und dort wohl auch nur für kurze Zeit.
LakrimarNaja, der Denkansatz, dass ein Staat von "unten" regiert wird, ist doch gar nicht so abwegig und exsistiert bereits. Ich sag bloß Demokratie (Volksherrschaft oder demo: lat. viele). Hier sollte eigentlich das Volk herrschen und aus Ihrer Mitte die Personen wählen, die die staatlichen Angelegenheiten lenken.

Das das nicht richtig funktioniert, ist uns allen klar. Das krasseste Beispiel dürfte wohl die USA mit ihrer demokratisch Verfassung sein.
zeckenterror@Luzifer: Nein, nein, du verstehst das völlig falsch. Es geht nicht um eine "Diktatur des Proletariats" oder so... Mist, muss ich denn wirklich nen Buch rauskramen und abtippen? Scheint so... ok...

Naja, ohne Abbildungen ist das schwer... Ich versuche mal, sie zu umschreiben...
Man erweitere das Spektrum links/rechts um eine dritte Dimension zu einer Pyramidengestalt. Diese dritte Dimension wäre aufwärts/abwärts.
Unten ständen Sozialismus, Kapitalismus, Monarchie und Nationalsozialismus, darüber Anarchie, an der Spitze schließlich Panokratie.
Sozialismus und Faschismus weisen regulär eine zentralistische Struktur auf, Kapitalismus eine metazentralistische, konventionelle Anarchie ist unstrukturiert, Panokratie ist subsidiar.

Zur Erläuterung machen wir mal einen kleinen Ausflug in die Psychologie (auch wenn ich grad keine passende Quelle im Haus habe). Jeder Mensch weist sechs verschiedene Persönlichkeiten auf, die miteinander kommunizieren. Keine dominiert über die andere, aber sie verständigen sich irgendwie und bekommen ihre Probleme gelöst. In der Anarchie wird das selbe Prinzip angewandt. Ähnlich funktioniert die Subsidiarstruktur einer Panokratie. Es werden einzelne Zellen gebildet, in denen man diskutiert, bis man zu einer einstimmigen Lösung kommt. Die kleinste Einheit ist das Individuum, bestehend aus einer Person. 25 Personen bilden eine Moyzelle, 25 Moyzellen eine Poyzelle, 25 Poyzellen eine Fayzelle, 25 Fayzellen eine Surzelle, 25 Surzellen eine Hyperzelle, 25 Hyperzellen eine Exozelle, 25 Exozellen eine Terrazelle. Dazwischen liegen "Halbformen", namentlich Dey-, Kay-, Vey-, Loy-, Giga-, Ano- und Contizelle.
Eine Terrazelle entspräche 5 hoch 14 Menschen. Klingt nicht viel, es sind aber 6,1 Mia. Leute. Jede Zelle schickt zu den Diskussionen einen geeigneten Vertreter, der den Beschluss der Zelle durchsetzt. Da keine Abstimmung, sondern eine Diskussion mit einstimmigem Ergebnis die Wahl festlegt, wird er auch keine "eigenen" Interesse durchzusetzen haben.

In einer konventionellen Anarchie hingegen wird darauf vertraut, dass der Mensch keinen Druck nach außen weitergibt, wenn er selbst keinen erfährt. Allerdings ist auch die Panokratie und viele weitere Systeme als Unterarten des Anarchismus zu sehen.
Als anarchistoid zu sehen sind auch Zusammenschlüsse, wie sie häufig in Subkulturen zu sehen sind. Man nimmt Rücksicht aufeinander, handelt aber jeder für sich, ohne hierarchische Strukturen. Eventuell auftretende "Häuptlinge" (affinitiv zu den Indianerstämmen Nordamerikas zu Zeiten vor der Invasion durch die Europäer) zeichnen sich meist durch eine beratende, nicht aber befehlsgebende Funktion aus.

EDIT: Was "Demokratie" angeht: Wirtschaftssystem und Politsystem sind eins, sonst wäre ja auch kein Unterschied zwischen damaliger DDR und heutiger wie damaliger BRD.
Und das Etikett ist sowieso immer das Gegenteil von dem, was drin ist.
Soziale Marktwirtschaft = Asozialer Schwachkapitalismus
LakrimarKannst Du mir mal den Titel des Buches nennen, wo Du den Text herhast? Ich würd das gerne mal lesen.

Wenn es keine Gewalt gibt, welche die Interessen und die Individuen eines Volkes schützt, wird doch immer der Starke den Schwachen unterdrücken. Das ist ein unwiderlegbares Naturgesetz. In einem Staat gilt diese Regel auch, wird aber geschwächt.
zeckenterror[QUOTE][i]Original geschrieben von Lakrimar [/i]
Kannst Du mir mal den Titel des Buches nennen, wo Du den Text herhast? Ich würd das gerne mal lesen.[/quote]

Soll ichs dir schreiben? Ich hab doch darauf hingewiesen, dass ich ein paar Abbildungen umschreiben werde. Die aber sind zu finden in "Panokratie" von Toni Blubb (intressanter Name), erschienen im Hanf Verlag Darmstadt, ein sehr gut durchdachtes Werk, das jedoch teilweise auch schwerwiegende Fehler aufweist. Als Anleitung für einen eigenen Staat also so nicht zu empfehlen, aber Denkansätze und Gedankengänge sind teilweise genau meiner Vorstellung einer absoluten Wahrheit entsprechend.

[quote]Wenn es keine Gewalt gibt, welche die Interessen und die Individuen eines Volkes schützt, wird doch immer der Starke den Schwachen unterdrücken.[/quote]

"Interessen des Volkes"... woher kenn ich das nur? Mhm, völkischer Sozialdarwinismus, ist ja interessant...
Vor wem sollen die Leute denn geschützt werden? Lies einfach "Panokratie", ich glaub, ein Dialog mit ein paar kurzen Sätzen kommt in einem Forum nicht so gut & das ganze Buch will ich auch nicht abtippen.

[quote]Das ist ein unwiderlegbares Naturgesetz.[/quote]

Ja, darum zerfleischen sich Tiere ohne natürliche Feinde ja auch immer gegenseitig und sind aggressiv, wie die Bonobo-Äffchen... (Vorsicht, Ironie...)

[quote]In einem Staat gilt diese Regel auch, wird aber geschwächt. [/QUOTE]

Falsch, NUR in einem Staat, in dem ein Kunstwert existiert, gilt die Regel.
LakrimarDer Stärkere setzt sich immer durch...

Vergleichen wir einfach mal den Menschen mit der Ratte.

Die Ratte würde niemals auf den Gedanken kommen, eine Mausefalle zu bauen. Der Mensch, naja, ich sag nur Atombombe (und der Mensch hat keinen natürlichen Feind...)

Ein anderes Beispiel sind alle Rudeltiere. Es gibt immer einen (starken) Anführer, der die Truppe leitet. Wenn er nicht stark genug ist, wird er durch einen stärkeren ersetzt. Nachkommen darf entweder NUR der stärkste zeugen oder der Rest des Rudels kommt DANACH dran.

Ähnlich ist auch die Partnersuche bei einem Menschen, der sich seinen Partner anhand seiner Gene und seines Charakters aussucht. Um ein "Weibchen" zu beeindrucken wird ein Balzritual abgehalten....


aber ich glaube, Du verstehts mich und ich muss nicht noch weiter in die Biologie vertiefen...



Nun noch eine Frage: Was verstehst Du unter Kunstwert? Ein Wert der künstlich erzegt wurde und durch die Ideologie der Bevölkerung exzisitiert?
LuziferAlso ich persönlich fände es schon nett, wenn wir so eine Art konstitutionelle Monarchie hätten oder wenn wenigstens der Bundespräsident im Lande vom Volk direkt gewählt und nicht vom Parteieinhickhack bestimmt würde.
Desweiteren erleben wir, wie der überforderte und sich ständig weiter aufblähende Sozialstaat an sich selbst zugrunde geht.
Die Steuern sollten auf ein Minimum beschränkt werden, um möglichst große Leistungsanreize zur Selbständigkeit und für den Mittelstand zu schaffen.
Desweiteren würde ich alles tun, um den Menschen die Möglichkeit zu bieten, Immobilieneigentum, sei es in Form eines Hauses oder einer eigenen Wohnung zu erwerben. Das stärkt das Verantwortungsgefühl und gibt Sicherheit, wenn einem die eigenen vier Wände gehören.
Selian@Lakrimar

Das Buch kannst du dir hier herrunterladen:

[URL=http://www.panokratie.de/Panokratie-Buch-Download/panokratie-buch-download.htm]Panokratie Buch von Tobi Blubb[/URL]

Das herrunterladen ist übrigens legal, da vom Autor genehmigt.
Auf der Seite [url]www.Panokratie.de[/url] findet sich noch ein Interview mit dem Autor.

Mir ist noch nicht ganz klar wieso sich das panokratische System der Anarchie zugehörig fühlt. Ich verstehe es mehr als Demokratisches System, wenn auch ein etwas eigenartiges.
Ein absolut demokratisches würde ich es nennen, denn Entscheidungen sind (vom Volke) diskutabel, werden aber nur einstimmig getroffen. Ich verstehe auch nicht was in diesem System geschieht wenn man sich nicht einigt, wenn bei einer Diskussion am Ende zwei Meinungen offen bleiben, aber vielleicht wird das ja noch irgendwo erklärt, hab noch nicht alles gelesen.

Persönlich halte ich dieses System der Panokratie nicht nur für unrealistisch sondern auch für nicht empfehlenswert. Das System hat (mindestens) einen gewaltigen Denkfehler. Es setzt einen bestimmten Typen Mensch vorraus. Einen Panokraten nenne ich ihn einmal. Für Nichtpanokraten sieht das panokratische System als extremste Bestrafung den Ausschluß aus dem System vor.
Nun wird es nicht lange dauern bis sich alle Nichtpanokraten zusammenschließen, was die dann mit den Panokraten machen brauche ich wohl nicht weiter auszuführen.

Ein neues bzw "besseres" System auszudenken ist schwierig und zwar deswegen weil man in diesem System den Menschen berücksichtigen muß, so wie er wirklich ist bzw wie er sich in der Vergangenheit präsentiert hat. Dreht man die Sache aber um und man setzt einen bestimmten Typ von Mensch vorraus, meinetwegen nach Kants kat. Imperativ, der ja hier schon angesprochen wurde ist es erstens nicht mehr besonders schwer ein vernünftiges System zu finden und zweitens auch nicht mehr nötig. Denn dann würde auch das derzeitige System wunderbar funktionieren.

Nun warte ich nur noch darauf das das Panokratie Forum wieder öffnet um dort meine Fragen loszuwerden ;)
Der_PhilosophFür alle was zu lesen aus Gespräche mit Gott Band 2:

Wie können wir mehr von diesem Schmerz, diesem Leiden
eliminieren?

INDEM IHR ALLE Trennung zwischen euch eliminiert.
Indem ihr ein neues Modell von der Welt aufbaut. Indem
ihr es in den Rahmen einer neuen Idee stellt.

Die wäre?

DIE EINE RADIKALE Verabschiedung von der gegenwärtigen
Weltsicht bedeuten wird.
Gegenwärtig betrachtet ihr die Welt - wir sprechen nun im
geopolitischen Sinn - als eine Ansammlung von Nationalstaaten, ein jeder souverän, getrennt und unabhängig von
den anderen. Die inneren Probleme dieser unabhängigen
Nationalstaaten werden im großen und ganzen nicht als die
Probleme der Gruppe in ihrer Gesamtheit betrachtet - es
sei denn, sie wirken sich grundsätzlich oder plötzlich auf
die gesamte Gruppe (oder die mächtigsten Mitglieder dieser
Gruppe) aus.
Die Reaktionen der Gruppe als Ganzes auf die Umstände
und Probleme der einzelnen Staaten gründen sich auf die
Eigeninteressen der größeren Gruppe. Wenn niemand in
der größeren Gruppe irgend etwas zu verlieren hat, kann
ein Einzelstaat zum Teufel gehen, und keiner würde sich
groß darum scheren.
Tausende können jedes Jahr verhungern, Hunderte können
in einem Bürgerkrieg sterben, Despoten können ihr Land
ausplündern, Diktatoren und ihre bewaffneten Schläger
können vergewaltigen, stehlen und morden, Regime können die Menschen ihrer Grundrechte berauben - und ihr
werdet nichts unternehmen. Das heißt, ihr sagt, das ist eine
»innere Angelegenheit«.
Wenn aber eure Interessen bedroht sind, wenn eure Investitionen, eure Sicherheit, eure Lebensqualität davon betroffen werden, dann trommelt ihr die Nation zusammen und
versucht, euch der Rückendeckung eurer Welt zu versichern, und stürmt dort hinein, wo selbst Engel ihren Fuß
kaum hinzusetzen wagen.
Dann erzählt ihr die große Lüge - behauptet, daß ihr das,
was ihr tut, aus humanitären Gründen unternehmt, um
den unterdrückten Völkern auf der Welt zu helfen, wo ihr
doch in Wahrheit nur ganz einfach eure eigenen Interessen
schützt.
Der Beweis dafür ist der, daß ihr dort, wo ihr keine Interessen zu verteidigen habt, euch auch um nichts kümmert.
Die politische Maschinerie der Welt agiert auf der Basis des
Eigeninteresses. Das ist nichts Neues.
ETWAS WIRD NEU sein müssen, wenn ihr eure Welt verändern wollt. Ihr müßt anfangen, die Interessen eines anderen
als eure eigenen zu betrachten. Und das wird nur geschehen, wenn ihr eure globale Realität umgestaltet und euch
dementsprechend regiert.
Sprichst du von einer Weltregierung?
DAS TUE ICH.
VORAUSGESETZT, DAS WÄRE eure Wahl, würde ich folgende
Beobachtung machen: Das, was funktionieren würde, wäre
die Bildung einer neuen weltpolitischen Gemeinschaft, in
der jede Nation in Bezug auf die Angelegenheiten der Welt
gleiches Sagen und proportional gesehen den gleichen An-
teil an den globalen Ressourcen hätte.
Das würde nie funktionieren. Die Besitzenden würden niemals irgend etwas von ihrer Souveränität, ihrem Reichtum
und ihren Ressourcen an die Besitzlosen abgeben. Und warum sollten sie auch?
WEIL ES IN ihrem besten Interesse ist.

Das sehen sie nicht so - und ich bin mir auch nicht sicher,
ob ich das so sehe.

WÄRE ES NICHT im besten Interesse deiner Nation, wenn
ihr dem Wirtschaftshaushalt deines Landes pro Jahr
zusätzliche Milliarden an Dollar zuführen könntet - Dollar,
die dafür ausgegeben werden können, die Hungrigen zu
nähren, die Bedürftigen zu kleiden, den Armen ein Obdach
zu geben, die alten Menschen abzusichern, ein besseres
System des Gesundheitswesens aufzubauen und für einen
würdigen Lebensstandard aller zu sorgen?
Seht ihr denn nicht: Wenn jedes
Jahr Milliarden Dollar - das sind Millionen pro Monat,
Aberhunderttausende pro Woche, unerhörte Summen jeden Tag - wieder in euer System eingespeist werden könnten, wenn ihr diese Gelder dazu verwenden könntet, eure
Hungrigen zu nähren, eure Bedürftigen zu kleiden, euren
Armen ein Obdach zu geben, eure alten Menschen abzusichern und für die Gesundheit und Würde aller zu sorgen,
dann würden sich die Gründe für die Kriminalität auf im-
mer erübrigen. Seht ihr nicht, daß neue Arbeitsplätze wie
Pilze aus dem Boden schießen würden, wenn diese Dollar
wieder in eure Wirtschaft gepumpt würden? Daß sich euer
eigener Regierungsapparat verkleinern ließe, weil er weniger zu tun hätte!
Ich nehme an, einiges davon könnte sich so ereignen - ich
kann mir allerdings nicht vorstellen, daß sich der Regie-
rungsapparat jemals verkleinert! -, aber woher sollen diese
Milliarden und Millionen kommen? Aus den Steuern, die
deine neue Weltregierung auferlegt? Soll denen noch mehr
genommen werden, die »dafür gearbeitet haben«, um es
jenen zu geben, die »faul herumsitzen«?
IST DAS DIE Formulierung deiner Sicht der Dinge?
Nein, aber sehr viele Menschen sehen das so, und ich
möchte ihre Ansicht auf faire Weise wiedergeben.
NUN - IM MOMENT möchte ich nicht vom Thema ab-
schweifen, aber ich will später darauf zurückkommen.
Großartig.
DU HAST GEFRAGT, wo diese neuen Gelder herkommen sollen. Sie müssen gar nicht über irgendwelche Steuern aufgebracht werden, die die neue Weltgemeinschaft auferlegen
würde. (Obgleich Mitglieder dieser Gemeinschaft - einzel-
ne Bürger - unter Führung einer intelligenten und aufgeklärten Regierung 10 Prozent ihres Einkommens freiwillig
abgeben würden, damit den Bedürfnissen und Notwendigkeiten der Gesellschaft als Ganzes entsprochen werden
kann.) Und diese Summen würden auch nicht mit Hilfe
neuer Steuern aufgebracht werden, die irgendeine regionale
Regierung auferlegt. Tatsache ist, daß manche regionalen
Regierungen sogar in der Lage wären, die Steuern zu senken.
All das - alle diese Vorteile - würden sich aus einer einfachen Umstrukturierung eurer Weltsicht ergeben, aus der
vereinfachten Neuordnung eurer weltpolitischen Konfiguration.
Wie?
SIE ERGÄBEN SICH aus dem, was ihr an Geld für den Aufbau
und Erhalt von Verteidigungssystemen und Angriffswaffen
spart.

Oh, ich verstehe. Du willst, daß wir das Militär abschaffen!

NICHT NUR IHR. Jeder auf der Welt.
Und es geht auch nicht darum, daß ihr euer Militär völlig
abschafft, sondern daß ihr es einfach reduziert - drastisch
reduziert. Es bestünde lediglich die Notwendigkeit der Auf-
rechterhaltung der inneren Ordnung. Ihr könntet die Poli-
zeikräfte auf lokaler Ebene verstärken - was ihr, wie ihr sagt, ohnehin tun wollt, doch jedes Jahr, wenn der Etat auf-
gestellt wird, erhebt sich wieder das Geschrei, daß es euch
eben doch nicht möglich ist -, während ihr gleichzeitig eu-
re Ausgaben für Kriegswaffen und Kriegsvorbereitungen
drastisch kürzt; das heißt die Ausgaben für Angriffs- und
Verteidigungswaffen zum Zweck der Zerstörung und Mas-
senvernichtung.

Erstens glaube ich, daß die von dir genannten Summen,
welche dadurch eingespart werden könnten, zu hoch ange-
setzt sind. Zweitens glaube ich nicht, daß du die Menschen
je davon überzeugen kannst, ihre Möglichkeit zur Selbst-
verteidigung aufzugeben.
LASS UNS EINEN Blick auf die Zahlen werfen. Gegenwärtig
(heute haben wir den 25. März 1994) geben die Regierungen
auf der Welt pro Jahr in etwa eine Billion Dollar für militä-
rische Zwecke aus. Das sind weltweit eine Million Dollar
pro Minute.
Die Nationen, die am meisten Geld dafür ausgeben, könn-
ten auch am meisten Geld in andere Kanäle leiten und es
für die eben erwähnten Prioritäten verwenden. Größere,
reichere Nationen würden somit erkennen können, daß es
in ihrem besten Interesse ist, wenn sie dies täten - voraus-
gesetzt, sie hielten so etwas auch für möglich. Doch größe-
re, reichere Nationen können sich nicht vorstellen, daß sie
ohne ein Verteidigungssystem auskommen, weil sie die
Aggression und den Angriff von Nationen fürchten, die sie
beneiden und das haben wollen, was sie haben.
Es gibt zwei Möglichkeiten, diese Bedrohung auszuschal-
ten.

1. Teilt mit allen Völkern der Welt das Gesamt des Reich-
tums und der Ressourcen der Welt in so ausreichendem
Maße, daß niemand haben will und braucht, was ein an-
derer hat, und jedermann ein Leben in Würde und ohne
Angst führen kann.
2. Schafft ein System zur Konfliktlösung, das die Notwen-
digkeit von Kriegen ausschaltet - ja, deren Möglichkeit
überhaupt aufhebt.
Die Händler würden Geld sparen und ihren Profit steigern,
weil die einzelnen Staaten die Waren des anderen nicht
mehr mit Steuern belegen könnten.
Die Regierungen würden Geld sparen und mehr in die Programme und Dienstleistungen stecken können, die den
Menschen wirklich halfen, weil die Ressourcen nicht mehr
auf den Schutz eines Staates vor dem anderen verwandt
werden müßten.
Die Menschen würden zudem mehr Sicherheit, Schutz und
auch größeren Wohlstand genießen, wenn sie miteinander
kooperierten, statt sich gegenseitig zu bekämpfen.
Und kein Staat würde an Bedeutsamkeit verlieren, sondern
könnte im Gegenteil noch an Macht und Einfluß gewin-
nen.
Und genau das passierte dann natürlich auch. [i](In Amerika)[/i]
Dasselbe könnte mit den heute auf der Welt existierenden
160 Nationen geschehen, wenn sie sich zu einer Vereinig-
ten Föderation zusammenschlössen. Das könnte das Ende
der Kriege bedeuten.
Der_PhilosophWie denn? Es gäbe immer noch Streitereien.

DAS STIMMT, SOLANGE die Menschen an äußere Dinge gebunden bleiben. Es gibt eine Möglichkeit, den Krieg - und
sämtliche Erfahrung von Unruhe und mangelndem Frieden - wirklich abzuschaffen, aber das beinhaltet eine spirituelle Lösung.
Tatsächlich besteht der Trick darin, beides miteinander zu
verbinden. Die spirituelle Wahrheit muß im praktischen
Leben gelebt werden, um eine Veränderung der Alltagserfahrungen herbeizuführen.
Solange diese Veränderung nicht eintritt, wird es immer
noch Streitereien geben. Da hast du recht. Aber sie müssen
nicht in Kriege ausarten. Es muß kein Morden geben.
Werden zwischen Kalifornien und Oregon wegen der Wasserrechte Kriege ausgefochten? Zwischen Maryland und
Virginia wegen der Fischereirechte: Gibt es Kriege zwischen Wisconsin und Illionois, Ohio und Massachusetts?
Nein.

UND WARUM NICHT? Hat es zwischen ihnen nicht
verschiedene Kontroversen und Meinungsverschiedenheiten
gegeben?
Ich nehme an, daß es sie im Laufe der Jahre gab.
DARAUF KANNST DU wetten. Aber diese Einzelstaaten
haben sich freiwillig darauf geeinigt - es war eine einfache,
freiwillige Übereinkunft -, an bestimmten Gesetzen und
Kompromissen in Bezug auf gemeinsame Angelegenheiten
festzuhalten, während sie sich das Recht vorbehielten, in
Angelegenheiten, die sie als einzelne betreffen, eigene Ge-
setze zu erlassen.
Und wenn aufgrund einer unterschiedlichen Interpretation
der Bundesgesetze tatsächlich Kontroversen entstehen -
oder weil jemand ganz einfach gegen ein Gesetz verstößt -, wird die Sache einem Gerichtshof vorgelegt... dem die Autorität zugestanden wurde (das heißt, dem von den Staaten die Autorität verliehen wurde), den Disput beizulegen.
Und wenn die gegenwärtige Gesetzgebung keinen Präzedenzfall aufweist oder kein Mittel zur Verfügung hat, durch
das das Gericht zu einer zufriedenstellenden Lösung gelangen kann, schicken die Staaten und deren Menschen ihre
Repräsentanten zu einer Zentralregierung. Dort sollen sie
dann versuchen, zu einer Einigung über neue Gesetze zu
gelangen, die eine befriedigende Situation herstellen werden - oder aber zumindest zu einem vernünftigen Kompromiß zu kommen.
Auf diese Weise funktioniert eure Föderation: ein Gesetzessystem; ein von euch ermächtigtes Gerichtssystem, das jene Gesetzte interpretiert; und ein Vollzugssystem, das not-

falls durch bewaffnete Kräfte unterstützt wird, um die Entscheidungen dieser Gerichtshöfe durchzusetzen.
Und obwohl niemand behaupten kann, daß dieses System
keiner Verbesserung bedarf, hat dieser politische Cocktail
seit über 200 Jahren funktioniert!
Es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln, daß dasselbe Rezept nicht auch in Bezug auf die Nationen funktioniert.

Warum ist es nicht versucht worden, wenn es so einfach
ist?

ES WURDE VERSUCHT. Euer Völkerbund war ein ernster Ver-
such. Die Vereinten Nationen sind der neueste Versuch.
Doch der eine scheiterte, und der andere ist nur minimal
effektiv - wie es auch bei den 13 Staaten der ursprünglichen Konföderation Amerikas der Fall war -, weil die Mitgliedsstaaten (vor allem die mächtigsten unter ihnen)
Angst haben, durch eine Neuordnung mehr zu verlieren als
zu gewinnen.
Das kommt daher, daß die »Mächtigen« weitaus mehr daran interessiert sind, an ihrer Macht festzuhalten, als daran,
die Lebensqualität aller Menschen zu verbessern. Die »Besitzenden«, wissen, daß eine solche Weltföderation unvermeidlich für die »Besitzlosen« mehr abwerfen würde, und
sie glauben, daß dies auf ihre Kosten ginge ... und sie geben
nichts auf.

Ist ihre Befürchtung nicht gerechtfertigt - und ist der
Wunsch, an dem festhalten zu wollen, wofür man so lange
gekämpft hat, unbillig oder unvernünftig-

ERSTENS STIMMT ES nicht unbedingt, daß andere ihren
Reichtum aufgeben müssen, wenn ihr denen, die nun hungern und dürsten und obdachlos sind, mehr gebt.
Ihr müßtet, wie ich es bereits dargelegt habe, nur diese
l 000 000 000 000 Dollar nehmen, die ihr jährlich weltweit
für militärische Zwecke ausgebt, und sie humanitären
Zwecken zuführen. Damit habt ihr das Problem gelöst, ohne daß irgendein zusätzlicher Pfennig ausgegeben oder der
Reichtum von da, wo er sich jetzt befindet, nach dort, wo
er nicht ist, umverlagert werden müßte.
(Natürlich kann dagegen eingewandt werden, daß jene internationalen Konglomerate, die ihre Profite mit Kriegen
und der dazu nötigen Kriegsmaschinerie machen, die »Verlierer« wären - ebenso deren Angestellte und alle diejenigen, die ihren Überfluß aus dem Konfliktdenken der Welt
beziehen -, aber vielleicht ist eure Quelle des Überflusses
am falschen Ort angesiedelt.
Wenn das Überleben der Bürger davon abhängt, daß die
Welt im Streit lebt und in kriegerische Auseinandersetzun-
gen verwickelt ist, erklärt diese Abhängigkeit vielleicht,
warum sich eure Welt gegen jeden Versuch wehrt, eine
Struktur für einen dauerhaften Frieden zu schaffen.)
Was den zweiten Teil deiner Frage angeht, nämlich daß ihr
an dem festhalten möchtet, was ihr euch durch so langes
Kämpfen erworben habt, sei es als Individuum oder als Nation, so ist dieser Wunsch nicht unbillig oder unvernünftig,
wenn du von einem an der äußeren Welt orientierten Bewußtsein herkommst.

Wie bitte?

WENN DU DEIN höchstes Lebensglück aus Erfahrungen be-
ziehst, die nur in der äußeren Welt - der physischen Welt
außerhalb deiner selbst - zu erlangen sind, wirst du nie,
weder als Person noch als Nation, auch nur ein Gramm
aufgeben wollen, von allem, was du aufgehäuft hast, um
dich damit glücklich zu machen.
Und solange die »Besitzlosen« ihr Unglück an den Mangel
von materiellen Dingen geknüpft sehen, werden auch sie
sich in dieser Falle verfangen. Sie werden ständig haben
wollen, was du hast, und du wirst dich konstant weigern,
es mit ihnen zu teilen.
Deshalb habe ich an früherer Stelle gesagt, daß es einen
Weg gibt, Kriege wirklich auszuschalten - und alle Erfahrungen von Unruhe und mangelndem Frieden. Aber dieser
beinhaltet eine spirituelle Lösung.
Letztlich läßt sich jedes geopolitische Problem sowie auch
jedes persönliche Problem auf ein spirituelles Problem zurückführen.
Alles im Leben ist spirituell, und daher haben alle Probleme des Lebens eine spirituelle Basis - und sind spirituell zu
lösen.
Kriege werden auf eurem Planeten geführt, weil jemand et-
was hat, was ein anderer haben will. Das bringt jemanden
dazu, etwas zu tun, was jemand anders ihn nicht tun lassen
möchte.
Jeder Konflikt entsteht aus einem fehlgeleiteten Verlangen.
Der einzig dauerhafte Friede in der Welt ist der Friede im
Innern.
Laßt jede Person inneren Frieden finden. Wenn du inneren
Frieden findest, stellst du fest, daß du auch ohne alle diese
Dinge auskommst.
SadujanPanokratie ist ein An-Archistisches System, weil es nun einmal Nicht-Archistisch ist. Niemand steht über den Anderen.

Übrigens soll Tjol ja neben den anderen Staaten existieren. Und wehren kann es sich auch.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Lakrimar [/i]
Der Stärkere setzt sich immer durch...[/quote]

Survival of the fittest?
engl. "to fit" = "passen"
Überleben des Passendsten. Soziale Kollektive waren schon immer überlebensfähiger als eine Einzelperson.

Das mit den Viecher überspring ich mal. Nur so viel: Gibt es in der "Tierwelt" einen natürlichen Feind, gibt es hierarchische Strukturen, gibt es keinen mehr, lösen sie sich für gewöhnlich in einer an-archistisches Gebilde auf. Bsp.: Bonobo-Äffchen und deren Vorfahren, die Schimpansen.

[quote]Nun noch eine Frage: Was verstehst Du unter Kunstwert? Ein Wert der künstlich erzegt wurde und durch die Ideologie der Bevölkerung exzisitiert?[/QUOTE]

So ungefähr, ja.
LuziferLieber Philosoph,
wie man den Menschen die Aggressivität austreiben könnte, darüber hat sich einer der genialsten Denker des letzten Jahrhunderts , Stanislaw Lem, in seinen Märchen und Romanen genügend den Kopf zerbrochen - es geht nicht.
Es sei denn, jeder Mensch würde bei der Geburt mit einer entsprechenden Droge versehen (oder er würde ähnlich dem Helden in Clockwork Orange behandelt) und dann wäre der Mensch eben nicht mehr die Kreatur mit der uns bekannten Willensfreiheit.
Die Quadratur des Kreises ist m. E. ein Kinderspiel dagegen.
Es geht vielleicht mal hier, es gibt mal hier eine Phase des Friedens, aber immer und überall - vergiß es.
Es gibt hier an anderer Stelle eine Thread "Wehrdienst/-verweigerung" und da hat jemand den prägnanten Satz geschrieben:
"Jedes Land hat eine Armee - entweder eine eigenen oder eine fremde."
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von Sadujan [/i]
[B]Panokratie ist ein An-Archistisches System, weil es nun einmal Nicht-Archistisch ist. Niemand steht über den Anderen.[/b][/QUOTE]
Doch, die Mehrheit steht über dem anderen. Wenn sich in einer Moyzelle alle einig sind das einer der Depp ist, hat der verdammt schlechte Karten. In einer Moyzelle herrschen immer die Stärksten!
[QUOTE][B]
Übrigens soll Tjol ja neben den anderen Staaten existieren. Und wehren kann es sich auch.[/B][/QUOTE]
Nein, wehren kann es sich eben nicht da jegliche Waffenproduktion schon im Ansatz von der Individualwacht verhindert werden soll.
Luzifer@Gordon
Könntest Du nicht freundlicherweise unser nächster Bundeskanzler werden. Meine Stimme hast Du!
decay73Och nö, Luzifer. Bitte nicht. Dann müßte ich ja permanent mit einem Demonstrationsplakat durch die Gegend rennen...

[QUOTE][i]Original geschrieben von Gordon [/i]
- Studiengebühren einführen, um die Qualität der Universitäten zu steigern[/QUOTE]
...und damit sich die dummen, armen Leute ein Studium nicht mehr leisten können?

[QUOTE]3. Einwanderer

- Ausländer die in Deutschland leben wollen müssen die deutsche Sprache beherrschen. Zumindest Grundkenntnisse haben.[/QUOTE]
Zumindest sollte sie die Sprachkenntnisse hinterwäldlerischer Bayern übertreffen :D

[QUOTE]- Zudem müssen sie eine gute Schulbildung vorlegen um sicher zu gehen dass diejenigen uns später nicht auf der Tasche hängen....[/QUOTE]
Und wenn sie trotz allem irgendwann wieder arbeitslos werden, gleich wieder abschieben, damit sie uns nicht auf der Tasche liegen?

[QUOTE]- Diese Punkte gelten natürlich nicht für Kriegsflüchtlinge die auf Hilfe angewiesen sind. Allerdings müssen diese sobald der Krieg offiziell beendet ist wieder zurück in ihr Land kehren.[/QUOTE]
Ergänzung: aus religiösen Grunden Verfolgte, politisch Verfolgte, geschlechtsspezifisch Verfolgte...am besten halten wir uns einfach an internationales Recht (Genfer Flüchtlingskonvention und so).
Und wenn ein Krieg [I]offiziell[/I] beendet ist, heißt es noch lange nicht, daß es in dem Land wieder sicher ist.

[QUOTE]4. Millitär

- Das Etat der Bundeswehr muss erhöht werden um für zukünftige Aufgaben ausreichend ausgerüstet zu sein.[/QUOTE]
Ich denke, da reicht eine Umstrukturierung aus - Konzentration auf das, was man denn unbedingt tun möchte.

[QUOTE]- Zu diesem Zweck eine Millitär-Steuer einführen.[/QUOTE]
Dann besser die Mittel für Entwicklungshilfe erhöhen. Das verhindert dann auch nachhaltiger irgendwelche militärische Einsätze. Und zudem verringert es die Zahl an Flüchtlingen, weil ein überleben in ihrem eigenen Land wieder besser möglich ist.

~decay~
Luziferdecay
Tut mir leid, aber alles, was Du schreibst, ist Oberschülerschmonzes und hat mit der Realität nicht das geringste zu tun.
Soll ich wirklich auf all' das eingehen, was Du hier in Deinem erbarmungswürdigen Leichtsinn verzapfst:

- hast Du überhaupt schon mal eine Uni von innen gesehen, da läuft ganz viel fauler Schmodder herum, Leute, die nur noch keine Lust zum Arbeiten haben (Parkstudium nennt sich so etwas) oder die überhaupt keine Befähigung besitzen.
Es wäre schon eine feine Sache, es mal den Unis zu überlassen, wen sie haben möchten, es gibt einen alten Kalauer:
"Nur die Gefängnisse und Universitäten dürfen sich ihre Insassen nicht aussuchen."

- warum Du die Bayern beleidigen mußt, ist mir ein Rätsel. Hast Du überhaupt den Sinn von Gordons' Aussage verstanden?
Und wie kommt es wohl, daß man für ein Einwanderungsvisum in die USA, nach Kanada oder Australien harten Kriterien genügen muß, Deutschland aber ständig die Auffangstation für die sozialen Härtefälle des Globus zu sein hat?

- Warum sollte man sie nicht wieder abschieben oder fütterst Du sie durch?

- Was Asyl betrifft, so wäre ich da für Beibehaltung , allerdings mit einer klitzkleinen Änderung:
es sollte privatisiert werden! Wer für Asyl eintrifft, darf die volle persönliche Haftung für so viele Asylanten übernehmen, wie er möchte und wenn die kriminell werden oder finanzielle Kosten aufwerfen, darf er dafür eintreten. Am besten , er räumt mal gleich zu Hause ein paar Möbel beiseite.

GORDON FOR PRESIDENT!
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Luzifer [/i]Soll ich wirklich auf all' das eingehen, was Du hier in Deinem erbarmungswürdigen Leichtsinn verzapfst:[/QUOTE]
Alles klar. Damit ist alles gesagt und die Sache eigentlich erledigt...

[QUOTE]hast Du überhaupt schon mal eine Uni von innen gesehen, da läuft ganz viel fauler Schmodder herum, Leute, die nur noch keine Lust zum Arbeiten haben (Parkstudium nennt sich so etwas) oder die überhaupt keine Befähigung besitzen.[/QUOTE]
Davon war nie die Rede, sonder [I]ganz allgemein[/I] von Studiengebühren. Was anderes habe ich nicht lesen können. Und genau deshalb habe ich auch eine Frage zur näheren Erläuterung gestellt. Nichts weiter.

[QUOTE]warum Du die Bayern beleidigen mußt, ist mir ein Rätsel. Hast Du überhaupt den Sinn von Gordons' Aussage verstanden?[/QUOTE]
Hast du den Scherz wirklich nicht verstanden?
- egal.
Natürlich sollten sie die Sprache des Landes, in dem sie leben wollen, lernen. Keine Frage.

Naja. Manche lesen halt nur das, was sie unbedingt lesen wollen.
Aber ich werde niemanden daran hindern ;)

~decay~
Lakrimar[QUOTE][i]Original geschrieben von Sadujan [/i]
[B]
Survival of the fittest?
engl. "to fit" = "passen"
Überleben des Passendsten. Soziale Kollektive waren schon immer überlebensfähiger als eine Einzelperson.
[/B][/QUOTE]


Da ein soziales Kollektiv aus mehreren Personen besteht und diese als ein Gemeinsames auftreten, wird es nach aussen hin stärker als eine Person sein.

Aber was ist, wenn 2 dieser Kollektiva aufeinandertreffen? Das Stärkere wird sich durchsetzen...

Ein anderes Beispiel ist die USA. Da dieses Land im Moment das stärkste auf der Erde ist, kann es im Grunde machen, was es will. Wenn sich jetzt die anderen Länder der Erde zu einem Kollektiv zusammentun würden, würde die USA nicht mehr lange exsistieren. Aber ich denke, dadurch hätten wir mehr Nachteile als Vorteile, zumindest am Anfang (ohne USA)...
Luzifer@kami-kätzchen
Pressesprecherin kann aber recht undankbar sein, weil Du alles nach draußen verkaufen mußt, was Dein Regierungschef so ausheckt...
Schöne Grüße nach Molfsee
Luzi
SadujanIch hab schon sehr viele Parteien (bzw. Organisationen) gegründet oder übernommen (na gut, noch nicht auf dem Papier, aber durchorganisiert sind sie). Zu nennen wären hier das R.F.E.B.Z. (Rauchen für eine bessere Zukunft), mein ganzer Stolz, sau viele Mitglieder, hab grad vergessen, wie viele, war erst normales Mitglied, hab mich dann über Propagandaminister, Vorsitzender des HGzEgbG (Hohes Gericht zur Einhaltung gerichtlich beschlossener Gesetze) bis hin zu Oberbefehlshaber hochgeackert (hatte einfach sehr mitreißende Teste), die ANTI-Antifau (Vreiheit vürs Vau! Nieder mit Evv und Veh!), habe ich mit nem Mädel zusammen nach meiner eigenen Idee gegründet, bin von Anfang Oberbefehlshaber und Propagandaminister gewesen, die O.P.A (Oi!-Punx-Army), wo ich Oberhauptmannleutnantgeneraloffiziersadmiral bin & die ich ebenfalls selbst gegründet habe, das KAV (Kämpfer für die anarchistische Vision, voller Kampfesmut und Tatendrang saufen wir uns die Birne zu und tanzen solidarisch Pogo), wo ich im ZK (Zentralkomitee) sitze, die IVP (Industrielle Volks-Partei), deren Lehre bereits viele Anhänger gefunden hat, aber noch keinen, der bereit wär, so einer albernen Partei beizutreten, ist wohl etwas zu ernsthaft geraten, die SWPD (Sozialwirtschaftliche Partei Deutschlands), deren Lehre einige glühende Anhänger hat (die nämlich, die sich vorgenommen haben, wichtige Positionen, wo man viel Geld bekommt, ohne etwas dafür zu tun, einzunehmen und das auch zugesichert bekommen haben), die aber leider allesamt nicht bereit sind, für die Sache der Partei einzustehen.
Natürlich existiert all dies nur [i]in potentia[/i] & wir müssen abwarten, bis sich irgendwer mal bequemt, diese Parteien offiziell werden zu lassen, aber ich werde die Weltherrschaft an mich reissen... Muahahaha!

PS: Was Ernsthaftes kommt später die Tage mal, wenn ich Bock drauf hab... jetzt grad nicht.
LuziferWie wäre es mit der "RDDP" - Rettet dem Dativ-Partei?
Sadujan[QUOTE][i]Original geschrieben von Luzifer [/i]
Wie wäre es mit der "RDDP" - Rettet dem Dativ-Partei?[/QUOTE]

Nee, zu alt, die Idee und es lässt sich zu wenig machen.
Die SWPD steigert zumindest das BSP. (Alle Bürger bekommen sehr viel Geld, das ihnen aber durch Steuern wieder abgenommen wird, staatlich prämierte Tötung aller Erwerbslosen, etc.)
Aber wenn du das gründen willst, bin ich dabei...
LuziferNa, die Gründerzeit liegt doch schon weit zurück...
DiodatisDie Gedanken zur Umstrukturierung des bisherigen Staatswesens in Deutschland gibt es schon seit langem und das nicht nur hier, sondern ebenfalls in vielerlei Gruppierungen oder auch Briefwechseln unter anderem an: Ex-Minister Scharping, an Drewermann, an Gerhard F. Freitag etc.

Derartige Begehrensmöglichkeiten dazu sahen zum Bispiel wie folgt aus:


-----------------------------------------------------------------------------------

Aufruf zur verfassungsgebenden Versammlung!



An alle Bürger in Deutschland!


Liebe Bürger,

ich wende mich mit meinem Aufruf an Sie, weil es Zeit ist, grundlegende Veränderungen in Deutschland einzuleiten.

Bevor ich jedoch mit meinen Ausführungen beginne, sei erwähnt, dass ich weder einer Partei, noch einer sonstigen Gruppierung oder finanzstarken Hintermännern angehöre, sondern dass mich einzig und allein das Bestreben eines zukünftig wieder aufblühenden Staates als einfacher Bürger dieses Landes antreibt, welches mich auch allein mit Logik, jedoch ohne Fachwissen, diese Zeilen schreiben lässt. Dieses Bestreben wird es auch sein, welches mich mit allen nur rechtmäßigen, öffentlichen Mitteln bestärken wird, zukünftig das gesamte Volk einer verfassungsgebenden Versammlung und Neuordnung zuzuführen.

Wir leben in einer Zeit, in der unser Land an die Schmerzgrenzen seiner Bürger angelangt ist. Orientierungslosigkeit, wirtschaftliche Zusammenbrüche, steigende Arbeitslosenzahlen, sowie das allmähliche zerreißen des Sozialnetzes, lösen den Mittelstand auf und vertiefen die Kluft zwischen den vielen Armen und den wenigen Reichen in unserem Land. Seit dem Euro – Betrug, denn anders kann man eine Euro-Wahl nicht nennen, zu der zu keiner Zeit der Bürger tatsächlich gefragt wurde, verdichten sich die sozialen Probleme und die Konsequenzen sieht und spürt man überall. Es ist gleich, ob wir Pech oder Schwefel wählen, oder um es mal mit bereits bestehenden Worten auszudrücken: „Die Mehrzahl der Politiker aller Couleur hat sich auf ihre Wiederwahl spezialisiert, gefällt sich in Machtkämpfen und pflegt ihre Profilneurosen. Sie versprechen dort Brücken zu bauen, wo kein Fluss ist, damit sie nicht in Verlegenheit kommen, ihre vor der Wahl geäußerten Zusicherungen einlösen zu müssen. Den meisten Vertretern dieser Spezies geht es kaum um die Sache, es sei denn um ihre eigene.“. Zu keiner Zeit wurde den Politikern dieses Landes mehr Misstrauen ausgesprochen, als heute. Die Politik hat nicht nur gänzlich versagt, sondern sie regiert schon längst nicht mehr im Sinne des Volkes und spricht schon lange nicht mehr seine Sprache. Für das politische Versagen aller Parteien dieses Landes, ist meiner Meinung nach nur ein Umstand schuld: die gegenseitige Schuldabweisung durch das unsinnige Mehrparteiensystem, in dem unter dem Deckmantel angeblicher Demokratie, jegliche Verantwortung der einzelnen Politiker aufgehoben ist. Wer sich nicht persönlich zu verantworten braucht, den stören auch nicht die Folgen. Insbesondere dann nicht, wenn man zur karrieregeilen Spezies der Politiker zählt, die für sich selbst vorgesorgt hat. Was diesem Land neben tatkräftigen Lösungen fehlt, sind die fähigen Charakterköpfe, die bereit sind, Eigenverantwortung im Sinne des Gemeinnutzes vor dem Eigennutz zu übernehmen. Was unser Land nicht mehr braucht, ist das Schmierentheater aller Parteien auf Kosten des Volkes.

Ich spreche von unserem Land, von der Heimat, in der ich lebe. Deutschland ist zum einzigen Land ohne eigene Identität und ohne eigenen Stolz geworden. Mittelmäßigkeit bestimmt unser Leben in allen Bereichen. Anstatt Deutsch, sprechen wir Denglisch, wir kopieren nur noch ohne eigene, vorzeigbare Werte. Doch Kopien sind immer schlechter als ein Original. Allein der Politik die Schuld zu geben, wäre kurzsichtig. Schuld sind ebenso sämtliche Medien dieses Landes, die die Mittelmäßigkeit und vor allem Oberflächlichkeit im Denken und Fühlen der Bürger nur noch nähren. Wenn die publizierte Beziehungstrennung eines Fernseher –Stars im Interessensbild gleichbedeutend mit dem Erfrieren eines Obdachlosen in Deutschland gesetzt wird, wie soll dann ein junger Mensch denken und unterscheiden lernen? Es hat seinen Grund, weshalb die Schüler in Deutschland heute nicht mehr die Bildung genießen, die vor zwanzig Jahren noch selbstverständlich war.
- 2 -


Zusätzlich wurde uns eine Schuld impliziert, die spätestens meine Generation nicht mehr trifft. Doch worauf sollte unser Land noch stolz sein können? Dürfen wir das überhaupt? Deutschland war das Land der Dichter und Denker. In ihm wurden Erfindungen von Weltruhm geschaffen. Die Qualität so vieler Produkte aus unseren Produktionen waren einst Maßstab für andere Nationen. Selbst in der jüngsten Vergangenheit haben Philosophen, Künstler, Ärzte und Wissenschaftler Erstaunliches in unserem Land geleistet, auf das man wahrlich stolz sein kann. Doch all dies ging unbeachtet unter in der deutschen Mentalität von Führungs- und Gefolgsbereitschaft, weil Deutschland ein Land ohne Führung geworden ist. Wie soll die junge Generation stolz auf ein Land empfinden, dass ein Stolzempfinden nicht mehr gewährleisten kann? Um wieder stolz zu sein, bedarf es keiner großen Reden, sondern wirksamer, verantwortungsvoller und vor allem auch dem Land tatsächlich dienlicher Taten.

Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass ich weder rechts, noch nationalsozialistisch eingestellt bin, was man leicht in meinen Gedanken `Stolz auf Deutschland` vermuten könnte. Ich denke nur, dass es Zeit wird, dass auch wir wieder den eigenen Stolz auf unser Land, durch würdige Taten in uns tragen können. Wieder eigenen Stolz in uns zu fühlen, wäre der erste Schritt eines jeden Bürgers, seine eigene Lebenslage positiv neu verändern zu können. Doch damit der Bürger das kann, bedarf es auch der Vorbilder (Taten und Menschen), an denen er sein neues Bewusstsein aufbauen kann. Und genau an diesem Punkt, krankt unser Land. Die ersten, ersichtlichen Vorbilder unseres Landes, sollten unsere volksvertretenden Politiker sein, da sie die Geschicke unseres Landes bestimmen und damit volksvertretend in der Öffentlichkeit stehen. Das sind sie aber nicht. Ein Beamter aus dem Moselgebiet hat es vor kurzem so formuliert: „Es ist egal was wir wählen, ob Pech oder Schwefel, es kommt auf das selbe Dilemma hinaus.“. Ich glaube Treffender und vor allem der tatsächlichen Volksmeinung am Nächsten stehender, hätte man es gar nicht formulieren können. Und würde man alle Politiker aller Parteien in einen großen Saal sperren und einmal kurz draufhauen, des Volkes verständlicher Zorn, würde unter Garantie immer den Richtigen treffen. Allein das sagt schon alles über alle Politiker dieses Landes aus. Das Volk erwartet Taten und Lösungen aus der Misere, die die heutige Politik nicht anzubieten hat. Gestatten Sie mir deshalb ein paar Lösungsvorschläge zu unterbreiten, die den festgefahrenen, deutschen Karren, wieder aus dem Schlamm helfen sollen.

1. Durch eine mehrheitliche Stimmenabgabe des Volkes wird eine verfassungsgebende Versammlung in Kraft gesetzt, die sämtliche Parteien, Politiker und Beschlüsse, bis zu einer neuen Wahl mit sofortiger Wirkung der politischen Bestimmungen enthebt.

2. Es wird für Deutschland ein einziger Präsident gewählt, dessen neues Kabinett innerhalb seiner ministerialen Aufgaben für alle Bundesländer gleichzeitig und einheitlich in allen Bestimmungen verantwortlich ist. Das Mehrparteiensystem, in dem ein grüner Minister des selben Arbeitsbereiches seine Schuld und Verantwortung auf den roten Minister des gleichen Arbeitsbereiches abwälzen kann, wird mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Nicht Parteibücher, sondern tatkräftige Kompetenzen sollen zukünftig unser Land regieren.

3. Alle neuen politischen Vertreter sollen für einen Zeitraum von 4 Jahren bis zur neuen Wahl, direkt aus den jeweiligen Berufssparten als betriebliche Delegierte des zukünftigen Amtes zur Wahl vorgeschlagen werden. Das ist Demokratie, in der jeder fähige Kopf eine Chance hat.


4. Allein der Präsident und das zukünftige, kleine Kabinett haben ihren Kopf verantwortlich für Ihre Beschlüsse in ganz Deutschland hinzuhalten.

5. Jeder ministeriale Politiker erhält für seine Wahlzeit nicht mehr und nicht weniger als 4000.- Euro monatlich. Zusätzliche Geldleistungen, Nebenverdienste oder anderweitige Vergütungen wird es nicht mehr geben. Auch keine Diäten oder berufliche Sonderpositionen in den Aufsichtsräten der deutschen
Firmen mehr. Ebenfalls sind alle Politiker steuerabgabenpflichtig. Es gibt keinerlei Vergünstigungen
mehr, als den realen Nettolohn.

6. Jeder Politiker kann zeitlich unabhängig sofort für die von ihm negativ behafteten Beschlüsse zur Verantwortung gezogen werden.

7. Kein Politiker wird mehr parteienbezogen gewählt. Jedem Politiker wird nach der politischen Laufzeit seine Wiedereinsetzung in den vorhergehenden Beruf zugesichert.

Diese kleine Gruppe der delegierten, neuen Politiker dieses Landes, ist für alle politischen Maßnahmen verantwortlich und spart darüber hinaus, eine Unsumme an Steuergeldern und Ausgaben aller Bundesländer ein. Das gleiche gilt für die Zentralisierung und Minimierung des regierenden Behördenapparates.



Zu den ersten politischen Neubestimmungen zählen:




ENDE TEIL 1
DiodatisTeil 2





1. Sämtliche Steuerabgaben werden sofort auf 4% gesenkt. Dies verursacht zwar im ersten Ansatz einen konjunkturellen Haushaltssturz, schafft aber bereits kurzfristig schon höhere Lohneinnahmen, damit mehr Kaufkraft, mehr Produktnachfragen, neue Arbeitsplätze, einen Wirtschaftsaufschwung und kurbelt die gesamte Wirtschaft damit an. Auch nachträglich werden diese Steuern nicht mehr erhöht. Es werden auch keine neuen Steuern mehr erfunden und erhoben. Allein die bisherigen, verschwendeten Gelder an die Politiker aller Parteien und an der rigorosen Eindämmung des unnütz aufgeblasenen Bürokratenapparates in Deutschland reichen aus, um das dadurch entstehende Defizit im Haushalt jährlich zu decken.

2. Das Recht und die Pflicht auf ein soziales Umfeld und auf Bildung, darf nicht länger eine Frage des Geldes oder des Platzes sein. Kindergärtenplätze, eine ausreichende Schulbildung sowie eine Lehrstelle zum Abschluss eines Berufes, sollen zur ersten staatlichen Verpflichtung gegenüber jedem Bürger werden. Um dieses Grundrecht einlösen zu können, werden die Betriebe, Schulen und Kindergärten zukünftig staatlich subventioniert.

3. Da davon auszugehen ist, dass sich jeder Arbeitnehmer innerhalb der gleichen Arbeitszeit seiner Tätigkeit gegenüber verantwortlich zeigt, kann es nicht länger angehen, dass ein Arbeitnehmer mit 1300.- Euro Nettolohn abgespeist wird, während ein anderer „Topmanager“ für die gleiche Arbeitszeit monatlich 100.000 Euro abkasiert. Um ein gesundes Wirtschaftsklima zu schaffen, bedarf es einer neuen, gesunden Verhältnismäßigkeit aller Löhne, die verantwortungsabhängig nicht mehr als 5000.- Euro Nettolohn monatlich in der Differenz betragen darf.

4. Jeder Bürger und jeder Betrieb hat seine neuen Steuerabgaben zu zahlen. Wenn Großkonzerne weiterhin meinen, in Deutschland keine Steuern zahlen zu müssen, nur weil sie mit einer Standortverlegung ins Ausland drohen, dann sollen sie es versuchen, während wir mit den dadurch entlassenen Arbeitskräften hier in Deutschland ein neues, gleiches Werk aufbauen werden. Es bleibt abzuwarten, ob die finanzverwöhnten Nieten in Nadelstreifen als Manager tatsächlich ihr neues Leben im Ausland so genießen werden. Die Steuerabgabengleichheit muss für jeden gleichermaßen
gelten. Der Gemeinnutz muss dem einzelnen, provitablen Eigennutz entgegen gestellt werden.

5. Der Pauschalbetrag an Sozialleistungen, wie Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe und Sozialgeld, wird neu an den tatsächlichen Lebensbedarfsansprüchen angehoben und nicht mehr an Standarttabellen pauschal umgerechnet.


6. Die wichtigsten Werkzeuge die ein Mensch zum finanziellen Überleben mit sich bringt, sind Arbeitszeit, Arbeitskraft, Arbeitsleistung und seine individuellen Fähigkeiten. Um dem Schwarzmarktproblem zu entgehen, muss es zukünftig auch Arbeitslosen möglich gemacht werden, neben dem Arbeitslosengeld aus eigener, entstandener Arbeitsleistung soviel Geld dazu verdienen zu können, dass dieses nachweisbar und auch steuerlich verwertbar, dem neuen Grundnettolohn eines Arbeitnehmers zusammen mit dem Arbeitslosengeld oder der Arbeitslosenhilfe/ Sozialgeld entspricht. Dies ermöglicht jedem Bürger neben dem Angleichungsanspruch zur Verbesserung seiner sozialen Lage zeitgleich, die Chance, sich neu beruflich eingliedern oder selbstständig machen zu können. Arbeitslose egal welchen Alters dürfen nicht länger als Ausschusspotential unserer Gesellschaft angesehen werden. Sie sind die Parameter unserer Gesamtwirtschaft und müssen durch einen neuen Leistungssozialanreiz im wirtschaftlichen Sinn integriert bleiben.

7. Die Neuaufteilung und Angleichung von Steuerabgaben und Löhnen, sowie die Einsparungen am Behördenapparat, durch eine neue, schlankere, zentralisiertere Umschichtung der Amtsvorgänge, schafft ebenfalls zusätzliche Finanzreserven, die einer monatlichen Grundrente für jeden Bürger in Höhe des gesamtdeutschen Mindeststandartnettolohnes von ca. 1800.- Euro derzeit, zugeführt werden soll.

8. Ein marodes Land wie Deutschland kann nur dann ausländischen Bürgern mit Geld und Arbeit unterstützend helfen, wenn es selbst wieder auf gesunden Beinen steht. Deshalb darf Deutschland nicht länger Selbstbedienungsladen der Einreisewilligen bleiben, sondern muss in erster Linie dafür Sorge tragen, dass sich die bereits im Land lebenden Bürger durch ein ausreichendes Arbeitsangebot ernähren können. Alle sozialen, wie auch arbeitspolitischen Maßnahmen, Ansprüche und Gelder müssen sich zeitweilig auf Bürger mit deutscher Staatsbürgerschaft beschränken. Ausgenommen davon sind nachweisbar politisch verfolgte Personen. Doch wir können nicht länger ganze, neueingereiste ausländische Familien ohne Arbeit füttern, wenn das eigene Volk selbst ohne Brot dasteht. Wenn es unseren Bürgern wieder gut geht, dann können wir auch gern wieder unterstützend helfen. Doch wir können nicht das soziale Auffangbecken für die ganze Welt sein. Diese Maßnahmen sind nicht ausländerfeindlich gesinnt, sondern wirtschaftlich für unser Land notwendig. Man kann nur, wenn man kann.

Dies sind nur die ersten Richtlinien, für die der zukünftige Präsident mit seinem Bundeskabinett eigenverantwortlich gemacht wird.


Die Politiker aller Parteien mögen über meine Gedanken lachen und mögen genauso wie einige derzeitige politische Wirtschaftskräfte der Meinung sein, dass mein Bestreben unrealisierbar sei, besonders, da ich noch allein dastehe. Doch „alle Räder stehen still, wenn ein starker Arm das will“. Lassen Sie nicht mich oder Sie darüber entscheiden, sondern zum ersten Mal nach vielen Jahren, das Volk selbst.

Was bedeutet eine verfassungsgebende Versammlung? Die Verfassung / Regierung verliert ihre Gültigkeit, wenn eine verfassungsgebende Versammlung eine neue Verfassung mit der Mehrheit von zwei Dritteln des Volkes beschlossen und in einem Volksentscheid, die Mehrheit der Abstimmenden der neuen Verfassung zugestimmt hat. Die Bürger haben das Recht, die Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung zu verlangen, die eine neue Landesverfassung erarbeitet. Dazu müssen zehn Prozent der Stimmberechtigten eine entsprechende Initiative unterzeichnet haben. Eine solche verfassungsgebende Versammlung ist im Grundgesetz verankert und jederzeit möglich.



- 5 -


Es wird mir nicht möglich sein, zu jedem Bürger einzeln hinzugehen und um seine Abstimmung zu bitten. Aber es ist mir möglich, über die Medien dieses Landes jeden Bürger, der meiner Meinung zustimmt dazu aufzurufen, sein „JA“ zur verfassungsgebenden Versammlung an eine postalische Anlaufadresse zu senden.
Es genügen 56 Cent als Briefmarke derjenigen Bürger, um dem politischen Debakel und der korrumpierten Filz- und Günstlingswirtschaft in Deutschland ein Ende zu bereiten. Der Gemeinnutz muss wieder vor dem Eigennutz bestehen! Ich bin mir sicher, dass die Mehrheit des Volkes dem zustimmt. Dazu rufe ich hiermit auf und erbitte zeitgleich um eine postalische Anlaufadresse der Stimmzettel von Seitens des Verlages. Lassen wir das gesamte Volk entscheiden, denn es ist sein Land.

Abschließend sei erwähnt, dass es nicht meine Absicht ist, mich als zukünftige, politische Größe in diesem Land darzustellen oder zu sehen. Ich bin wenig königlich und es bedarf größerer und fähigerer Charakterköpfe als mich (so wie einst Adenhauer, Wehnert, Strauß oder Brandt), um das Land in eine neue, stabile Zukunft zu führen. Doch gern würde ich eigenverantwortlich dem unterstützend zur Seite stehen.


56 Cent als Briefmarke und Ihr „JA“ zur verfassungsgebenden Versammlung können Deutschland verändern. Helfen Sie mit!



Ihr
......

-----------------------------------------------------------------------------------




Nach sehr langen und vor allem auch offenen Disskusionsgesprächen mit führenden Gestaltern dieses Landes, habe ich jedoch eines aus der Vergangenheit gelernt: Es wird sich verändern, was von Nöten ist, ohne dass es derartiger Aktionen bedarf. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass Deutschland so wie wir es heute kennen, keine 10 Jahre mehr Bestand hat und überleben wird. Es hilft nicht zu rebellieren, oder gar auszuwandern. Wir sind dieses Land. Und wir sollten bei allen großen Gedanken eines nicht vergessen:

Politik fängt frühmorgens mit dem Kaffeetrinken bei uns selbst an.



Vielleicht eine mehr oder weniger scherzhafte Behauptung mit sehr ernsten Hintergründen noch dazu: Im Grunde meines Herzens lebe ich wieder in der Monarchie.


Euer Diodatis
LakrimarWenn der Staat den Uni's nicht helfen kann, wieso sollen sich dann die Uni's nicht selbst helfen?

Sicher, durch eine Studiengebühr wird einem Teil der Bevölkerung der Gang zur Uni verwehrt, allerdings wird auf der anderen Seite für die Privilegierten (und das sind sie dann in dem Fall) das Studium komfortabler (Lehrer - Schüler - Verhältniss).

Damit auch den "ärmeren" Schichten der Gesellschaft das Studium nicht verwehrt bleibt, sollte man die Studiengebühr nicht allzu hoch ansetzen...
decay73@ Gordon

Natürlich ist mir klar, daß die Unis etc. mehr Geld brauchen.
Ich habe die Verteilungskämpfe der Professoren um die letzten 100 Mark seinerzeit direkt im Fachbereichrat mitbekommen.

Aber Du hast leider ohne weitere Erläuterungen von Studiengebühren gesprochen.

Was ich nicht in Ordnung fände wäre, wenn der Geldbeutel dann noch stärker darüber entscheidet, wer studieren kann, und wer nicht, und nicht die geistige Befähigung.

Also kommt es darauf an, wie und wann Studiengebühren erhoben werden.

Wenn jemand meint, aus lauter "Lust und Tollerei" ein zweites Mal studieren zu müssen, dann macht eine Studiengebühr sicher Sinn, denn ein Studium ist für soetwas einfach eine zu teure Sache.

Eine weitere Möglichkeit wäre, über das BaföG dafür zu Sorgen, daß diejenigen, die es sich schlicht nicht leisten können, finanziell entsprechend wieder entlastet werden (wobei man jetzt über das BaföG natürlich noch separat diskutieren könnte :)).

Was aber auch keinen Sinn macht ist, wenn der Studierende wegen den Gebühren "einfach" nebenher noch mehr arbeiten gehen müßte, denn dies würde lediglich dazu führen, daß die Studienzeiten noch weiter in die Höhe getrieben werden, was dann wiederum das Studium insgesam noch teurer machen würde (denn die Studiengebühr ist ja nicht so hoch, wie die tatsächlich anfallenden Kosten).

Und vielleicht sollte sich der Staat und die Gesellschaft insgesamt zudem noch überlegen, wie wichtig ihnen eine gute Ausbildung der Jugend ist, und wieviel sie ihnen Wert ist.

Denn laut OECD-Studie ist es so, daß in Deutschland der Anteil der Studierenden sowie die Ausgaben des Staates für Bildung (gemessen am Bruttoinlandsprodukt) [I]unter[/I] dem OECD-Durchschnitt liegen.

~decay~
lizardich bin schon seit jahren dafür, dass sich einfach jeder haushalt ein kleines elektronisches gerät anschafft, das tag und nacht per internet mit diversen politischen fragen gefüttert wird und wenn man grad nix zu tun hat, setzt man sich mal ne halbe stunde an das ding und beteiligt sich an der politik :)

schöne utopie, nicht?
TheTurningPoint@ Diodatis:
Ich finde deinen Aufruf sehr interessant und tendiere vom Gefühl her in die gleiche Richtung.

Zwei wichtige Punkte fehlen aber bei den Vorschlägen, und das sind genau die, die die Realisierbarkeit deiner Vorschläge am meisten in Frage stellen:
1. Außenwirtschaft
2. Außenpolitik

Die internationalen Konzerne werden wahrscheinlich über deine Vorschläge nicht so sehr erfreut sein, und ich befürchte Gegenmaßnahmen wie Wirtschaftsblockade, Untergrabung der Währung, politische Isolation, militärische Bedrohung, ...

Leider sind mir dazu noch keine Lösungsvarianten eingefallen, sonst würde ich sie jetzt hier schreiben.
RaknaroekOrdnung hin - ordnung her...

Eine gute Regierung ist eine Regierung die möglichst wenig regiert.
(Thomas Jefferson)

Die beste Regierung ist dann wohl die Regierung die garnicht regiert.

Auch wenn es nach dem Ende der "ordnung" erstmal ein wenig chaos geben wird, irgendwann wird der mensch weit genug entwickelt sein um in einer solidarischen anarchie zu leben.

Bis dahin ist wohl eine basisdemokratische, freiheitliche Gesellschaft mit einer marktwirtschaft ohne eingriff von staat und gesetz und vor allem ohne patente und monopole die beste aller möglichen Lösungen.

Eine im großen Stil tatsächlich funktionierende alternative zur Marktwirtschaft habe ich bisher nicht gefunden, und lediglich eine basisdemokratie ohne nationengrenzen und derartiges kann zurzeit daueraften frieden garantieren.

Sobald einzelne gruppen mehr macht haben als andere und sobald sowas wie nationen existieren wird es schwere konflikte zwischen menschen geben...

R

R
LakrimarDer Mensch hat noch nicht kapiert, das er sich nicht selbst bekämpfen sollte, auch wenn Meinungsunterschiede bestehen.

Zum einen die US-Amerikaner, zum anderen die Iraki, die Taleban, die Al Quaida. Sich wegen irgendwelchen Religionen den Kopf einzuschlagen ist absoluter Schwachsinn...


Solidarische Anarchie. Hört sich irgendwie gut, aber auch nahezu unmöglich an. Zumindest in absehbarer Zeit. Der Mensch ist einfach noch nicht reif genug dafür (sagtest D ja schon), und wenn die Eltern weiterhin Ihre Kinder mit antiautoritärer Erziehung verziehen, wird das auch nicht besser. Wie soll in dieser Ellbogengesellschaft ein solidares System entstehen?
Sui Caedes@lizard:
Recht geiler Vorschlag mit diesem Gerät!
Gibt es aber schon fast - nennt sich Internet! :D
Könnte man ja ne extra Homepage für einrichten .... :rolleyes:

Was die solidarische Anarchie betrifft:
Hört sich zwar gut an, dass der Mensch irgendwann mal dafür reif sein wird, aber meine Frage war eigentlich eher:
Was sollen wir bis dahin tun???????

Und darf ich nochmal an den Punkt "Überbevölkerung" erinnern???

Ansonsten bin ich hoch erfreut, dass dieses Thema auf so viel Interesse trifft und so viele Antworten kommen.

Danke!
Raknaroek[QUOTE][i]Original geschrieben von Sui Caedes [/i]
[B]@lizard:
Was die solidarische Anarchie betrifft:
Hört sich zwar gut an, dass der Mensch irgendwann mal dafür reif sein wird, aber meine Frage war eigentlich eher:
Was sollen wir bis dahin tun???????
[/B][/QUOTE]

solange halte ich eine basisdemokratie mit ganz wenig staat und eine freie marktwirtschaft ohne monopolregelungen für ideal

[QUOTE][i]Original geschrieben von Sui Caedes [/i]
[B]@lizard:
Und darf ich nochmal an den Punkt "Überbevölkerung" erinnern???

Danke! [/B][/QUOTE]

überbevölkerungen pflegen sich von alleine zu regulieren : )

R
Sui Caedes@rakna:

Dass die Überbevölkerungen sich von alleine regeln, stimmt schon, zumal der Mensch irgendwann nicht mehr genug Ressourcen hat, um alle zu "füttern" und somit an eine Obergrenze stößt.

Aber sollen wir dann an dieser Obergrenze bleiben?
Oder sollten wir das nicht lieber vorher irgenwie regeln, damit es erst gar nicht soweit kommt?
Raknaroekerstens werden wir nicht an dieser obergrenze bleiben sondern deutlich darunter zurückfallen.
es ist ja nicht so als ob ein eimer voll wasser laufen würde, bei populationen ist das ein ziemlich komplexes gebilde, so dass man da nach einer "selbstständigen korrektur" durch kriege, seuchen, nahrungsmangel, etc. schon mal von 110% auf 60% runtersackt.


und wie willst du das bevölkerungsproblem in den griff bekommen?
staatlich erzwungene ein-kind-politik wie in chinas terrorregime?
vergasung von ethnischen minderheiten im großen maßstab wie bei hitler?
erzwungene sterilisierung von frauen und männern die mit 30 noch keine staatliche beischlafgenehmigung erhalten haben?
künstlich herbeigeführte kriege in bevölkerungsreichen gegenden?

alles methoden die zwar die bevölkerung klein halten, die aber alles andere als freiheitlich-demokratisch orientiert sind und somit nicht in frage kommen.
SethurHier mal das, was ich denke über das Thema Neustrukturierung, verfasst von Winterwolf und mir: (Bitte alles lesen, baut aufeinander auf, viele von den Dingen, die ihr gesagt habt sind darin enthalten, ihr seid nicht allein mit eurer Haltung ;))


DAS MANIFEST DES POL

1. DER SINN DES LEBENS
Der Sinn des Lebens eines Menschen ist die Erhaltung seiner Art, das heißt der Menschheit.
Wie sind wir darauf gekommen?
Der Mensch unterscheidet sich vom Tier lediglich durch seine höhere Intelligenz und der Fähigkeit, seine Instinkte eingeschränkt zu kontrollieren. Sowie Tiere von Natur aus ihre Art erhalten wollen, so trifft dies auch auf den Menschen zu. Wie ein Wolfsrudel die größten Gefahren auf sich nimmt um seine Nachkommen zu schützen und zu versorgen, so liegt es in der Natur des Menschen seinen Nachkommen bestmögliche Chancen für die Zukunft einzuräumen. Daraus resultiert zum Beispiel das Bestreben einer jeden Elternschaft ihren Kindern die aus ihrer Sicht beste Ausbildung zukommen zu lassen, damit diese ihren Lebensweg erfolgreich beschreiten können. Das Ziel der Eltern ist also der sichere Fortbestand der Familie. Also darf man annehmen, dass das Ziel eines jeden Menschen der Fortbestand seiner Art ist, unabhängig von äußeren Merkmalen wie Hautfarbe, Größe oder weiteren volksspezifischen Eigenschaften.
Da das gesamte Leben und die Natur aus Sinnzusammenhängen besteht, so erscheint es uns unlogisch, dass das Leben an sich keinen Sinn haben soll. Daraus folgern wir, wenn uns an der Natur orientieren, dass der Mensch, genau wie ein Tier, lebt, um zu existieren. Inwiefern uns das begreiflich erscheint ist wiederum Ansichtssache des Individuums. Falls das Leben einen weiteren Zweck erfüllt als zu existieren, so ist er nicht zweifelsfrei belegbar, wobei wir einen solchen keinesfalls ausschließen.

2. DAS ZIEL UNSERER ORGANISATION
In der derzeit vorherrschenden Gesellschaftsstruktur denkt der Einzelne an seine direkte Nachkommenschaft. Er sieht nicht, dass die Zukunft der eigenen Nachkommenschaft mit der der anderen eng verknüpft ist. Die durch den Kapitalismus bedingten Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen der Welt in den Existenzmöglichkeiten können nun auch die Nachkommenschaft des erfolgreichen Kapitalisten treffen. Falls diese sich nun mit der Nachkommenschaft der weniger erfolgreichen vereint, wird auch sie durch Nachteile, welche letztere tragen, getroffen. Der erfolgreiche Kapitalist kann behaupten, dass sich seine Erben nicht gezwungenermaßen mit weniger Erfolgreichen zusammenschließen, sondern dass es immer Möglichkeiten gäbe, sich mit ebenfalls erfolgreichen Kapitalisten zu vereinen.
Jedoch gibt es im Prinzip des Kapitalismus eine unterschwellig vorhandene Maxime: Durch das ständige Bestreben seine Machtposition auszubauen, was nur auf Kosten der Machteinflüsse anderer geschehen kann, wird die Anzahl der Machtinhaber auf einige wenige dezimiert. Gerade in der Zeit, in der neue Gebiete, in denen man Macht aufbauen könnte, seltener werden, kommt es zu beständigen Machtkämpfen in den bereits bestehenden Machtgebilden. Aus diesen Konflikten gehen nur noch einzelne Gewinner hervor, während die Anzahl der Verlierer (und somit der Insolvenzen) steigt. Allerdings werden die Gewinner auf längere Hinsicht durch ihre Siege geschwächt, da ihre Produkte nur von anderen mit der entsprechenden finanziellen Kraft gekauft werden können. Um diese finanzielle Kraft aufbringen zu können, muss man wiederum erfolgreich sein. Da die Anzahl derer sinkt, die Erfolg haben, sinkt somit der Konsum, der jedoch die Grundlage der Gewinner darstellt. Der umkämpfte Markt wird bedeutend kleiner, bis keiner mehr in der Lage ist, die Produkte abzunehmen.
Bisher werden die Verlierer noch unterstützt, um die Produkte konsumieren zu können (Arbeitslosenunterstützung, Sozialhilfe). Natürlich begründet sich diese Unterstützung nicht nur auf dem Bestreben das System aufrecht zu erhalten, sondern auch auf der dem Menschen eigenen Moral und Solidarität, die noch nicht endgültig vom Kapitalismus ausgelöscht wurde.
Das PoL wurde gegründet, da wir der Ansicht sind, die reale Situation erkannt zu haben und das Ziel verfolgen, die derzeitige Entwicklung zu stoppen. Dieses Manifest ist unser erstes Mittel, um unser Ziel zu erreichen, das heißt, den Leuten klarzumachen, wohin diese Entwicklung führt. Wir versuchen die Leute von unserer Weltanschauung zu überzeugen, doch meiden wir jede Form von Gewalt, da man einem anderen seine Meinung nicht aufzwingen sollte und kann. Es gibt viele historische Beispiele, die dies belegen.
Mit modernen Medien wie dem Internet sind uns nie da gewesene Möglichkeiten gegeben, um unsere Auffassung zu vermitteln.
3. ALTERNATIVE
Gewiss kann es kein perfekt funktionierendes System geben, genauso wie der Mensch nicht vollkommen ist, doch kann man versuchen, sich einem Ideal anzunähern, dieses Ideal als Maximalwert herzunehmen.
Als vorläufiges Ziel sollte der Mensch seine Wertvorstellung vom Geld auf eine Ebene herabsetzen, auf der es als praktisches Tauschmittel gesehen wird, da es umständlich wäre, Waren und Dienstleistungen direkt auszutauschen. Das Staatssystem muss nicht unbedingt große Änderungen erfahren, sondern die Einstellung des Menschen. Gegen Reichtum an sich ist nichts einzuwenden, sehr wohl hingegen gegen den Egoismus, den viele Reiche an den Tag legen. Eine große Anzahl an persönlichen Reichtümern soll nicht mehr einen höheren Stellenwert als das Leben anderer Menschen haben. Doch durch diesen Eigennutz und die Luxussucht sterben täglich Menschen an beispielsweise lächerlich erscheinenden Krankheiten, da ihnen die finanziellen Mittel für eine entsprechende Behandlung fehlen. Wir fordern nicht, dass man seine Existenz gefährdet durch die Hilfe für andere, doch sollen diejenigen, die im Überfluss leben, so viele Teile dessen abgeben, um die Grundexistenzmöglichkeit eines jeden zu garantieren. Selbst schwierige Behandlungen können bei jedem durchgeführt werden, wenn jeder der Beteiligten (z. B. Ärzte, Pharmakonzerne...) das Bestreben nach übermäßigem Gewinn aufgibt. Selbst wenn der zu Behandelnde nicht die nötigen Mittel dafür aufbringen kann, so kann die Behandlung immer noch durch den Überschuss finanziert werden. Im Extremfall bedeutet es, dass niemand mehr einen festgeschriebenen Preis für eine Ware verlangt, das heißt, wenn jeder seine Dienstleistung kostenlos hergibt, kann jeder jede Dienstleistung umsonst für sich beanspruchen. Anzumerken ist, das dies der angesprochene Maximalwert wäre, der vom Menschen ein wohl unerreichbares Maß an Reife, Freigebigkeit und Einsicht verlangt. Von den Menschen dieser Zeit ist das nicht zu erwarten und so nicht praktikabel.
Der Fortschritt, sei es Technik oder Forschung, erleichtert auf jeden Fall so manches im Leben, Überfluss kommt dadurch leichter zustande und verbessert den durchschnittlichen Lebensstandard beträchtlich. Insofern unterstützen wir den Fortschritt für die Allgemeinheit. Sicher ist es für die „westliche“ Welt schwerer den Standard mit den anderen Bevölkerungsgruppen anzugleichen, da dies momentan eine Senkung unseres Lebensstandards bedeutet. Allerdings würden die Konsequenzen eines abrupten Zusammenbruchs des aktuell vorherrschenden Systems größere Einbußen in dieser Hinsicht nach sich ziehen und schwere Strukturschäden zur Folge haben.
Der_Philosoph@Sethur: Endlich hat das mal einer verstanden!:) Wo gibt's das gesamte Manifest, bzw. gibt es eine Website?

Ansonsten kann ich die Diskussion nur mit Wohlwollen betrachten, habe mich bisher jedoch nicht eingemischt um an starren Ideologien meine Argumentationstechnik anbranden lassen zu müssen. So etwas nervt mich und ich habe keine Lust und Zeit darauf, deswegen beteilige ich mich auch nicht am Wehrdienstthread, was da abgeht, ist echt für mich nicht mehr verständlich. Diese Ideologen und ihre verkorksten Ansichten wird man wohl nie ändern können, genau wie die Masse, die meiner Argumentation oft nicht standhält und dann wie so oft mit Beleidigungen etc. kommt...aber das ist ein anderes Thema.
[b]Ich[/b] weis, wie sich die Gesellschaft ändern müsste, doch ich will nicht alles wiederholen, das Meiste haben ja doch schon einige intelligente Köpfe herausgearbeitet, die Sadujan, Sethur, Gordon und Winterwolf. Euch kann ich nur fett respektieren.^_^

Ansonsten sollte man wirklich mal eine solche Organisation gründen, denn ich sehe, wenigstens ist bei euch/uns etwas dahinter!:)
Sui Caedes@sethur: Mich würd auch mal interessieren, wo es das gesammte Manifest gibt, bzw. mehr über PoL (?).
Ansonsten find ich es sehr durchschlagend und ausdrucksstark, was ihr euch da überlegt habt.
Allerdings bin ich auf eine Sache gestoßen, die Schwierigkeiten mit sich bringt: dass die Einstellung der Menschen sich ändern muss! Wurde oben schon mal angesprochen und ich hoffe, dass dazu auch noch ein paar Einträge kommen.

@rakna:
Mal abgesehen davon, dass in China meioner Meinung nach kein Terrorregime herrscht (siehe jetzt Irak), wäre Geburtenkontrolle generell (muss ja keine Ein-Kind-Politik sein) durchaus eine Lösung, die für mich nicht so grausm ist, wie du sie darstellst.

Und allgemein nochmal: Ich glaube nicht, dass wir die Welt (oder zumindest Deutschland) mit den Leuten ändern können, die heute Leben. Vielmehr liegen die ittel zur Veränderung in unseren Kinder (sprich Erziehung, die ja aber eigentlich auch von den jetzigen Eltern abhängt [ein Teufelskreis?]).
SethurDas ist das ganze Manifest, bis jetzt ;) Wir haben vor noch Erläuterungen für einzelne Begriffe zu schreiben und werden noch genauer auf einzelne Themen eingehen. Eine Website existiert noch nicht, wir haben einfach noch nicht genug Gedanken schriftlich niedergelegt ;)

Außerdem haben wir ertmal versucht weitere Gleichgesinnte zu finden, leider bin zumindest ich bisher auf nicht besonders viel Verständnis getroffen, den meisten ist die Situation relativ egal... kurzsichtig halt wie die meisten Menschen ;), obwohl sie ansonsten sehr nett und aufgeschlossen sind.

Nun, hier scheint es ja mehrere zu geben, die sich darüber Gedanken machen, wir nehmen gerne weitere Mitglieder in die PoL auf. Willkommen ist jeder, der sich mit dem Manifest identifizieren kann (für Verbesserungsvorschläge sind wir natürlich immer offen ;) ) und Lust hat etwas zu ändern an dem gegewärtigen Gesellschaftssystem. Denn der erste Schritt zur Änderung ist schon vollbracht, wenn man denkt es sei etwas zu ändern.
Der zweite Schritt ist, wenn man sich organisiert um etwas zu ändern.
Im 3. Schritt überlegt sich die Organisation einen Weg zur Änderung.
Und wenn sie dann genügend Macht, das heißt genügend Änderungswillige beisammen hat, steht dem Versuch nichts mehr im Wege :D

Wieso sollten nicht WIR etwas ändern? Weil wir nichts zu sagen haben im System? Alles fängt klein an und einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!

Sethur
Der_PhilosophStimme dir vollkommen zu Sethur.:)

Ich bin dabei! Hatte auch vor, dazu einen Freundeskreis aufzumachen, was hälst du davon? Aber heute bitte nicht mehr, habe keine Zeit.;) Und@Sui Caedes: Ja, du hast Recht, in China gibt es im Grunde kein "Terrorregime" mehr, und Terror gab's halt eigentlich nur während der Ära des Maoismus. Das strikte Vorgehen jetzt ist nur, um die Kriminalitätsrate zu senken, was natürlich sehr schwierig ist, da die so hoch ist!!
Aber das verstehen ja die meisten nicht und wollen es nicht hören, und da ja nicht jeder so ein "Spezialist" auf diesem Gebiet ist, wie ich, hab ich dann jeglichen Kommentar lieber gleich gelassen.;)
so far...
SadujanLasst uns ein Netzwerk aufbauen... Ich werd meine Thesen und Argumentationen bei Zeiten schriftlich niederlegen und ins Netz stellen, wäre vielleicht ganz nutzbringend, die Seiten zu verknüpfen und Schnittstellen einzubringen.
SethurLeg deine Argumente schriftlich dar, oder sag uns, in wiefern sie von unseren Abweichen.
SadujanJo, kann aber noch dauern, hab im Moment nicht so die Lust dazu...
Der_PhilosophIch wollte das hier nochmal hervorholen, weil mich die Idee mit dem Freundeskreis fasziniert bzw. überhaupt eine Kommunikation zwischen uns. Hm, also ich weis, dass wir am besten erstmal uns zusammensetzen, ich dachte zum (erweiterten:D^_^) Freundeskreis könnten gehören:

Sadujan
Sethur
Gordon
Ich (Der_Philosoph)
Sui Caedes
Lidlestep
Raknaroek
Lakrimar
TheTurningPoint
Selian
LaChatte
=IK=Waylander
dragonknight
xxxzinixxx
Heathcliff
Peacefulltomy


Ist das so okay? Oder habt ihr noch Vorschläge? Wer will, wer will nicht? Ich würde auch gerne außerhalb des Boards einige Themen besprechen, ein Forum stände zur Verfügung…mindestens eines.;)
Wir können sicher auch wieder einige streichen, aber ich denke auch, dass die (und natürlich noch viele mehr) eine besondere Weltansicht haben, intelligent sind und den nötigen Durchblick/Wissen haben, um zu sehen, dass man etwas und was man ändern muss! Das [b]wie[/b] steht noch zur Debatte!:)
So far...

MfG Der_Philosoph (wieder teilzeit.^_^)
Sui CaedesAlso, ich find die Idee recht gut, auch wenn ich noch nicht so ganz verstanden habe, wofür du einen Freundeskreis aufmachen willst.
Zum diskutieren verschiedener Themen?

Ich wär auf jeden Fall dabei, müsstest nur sagen, "wo"!

Und danke, dass du mich für einen so einen Menschen hälst (^) - kommt nicht häufig vor!
Der_PhilosophHm.....wie wär's hier: [url]www.politik-forum.at[/url]

Das ist echt gut, die Leute dort auch!
Oder sonst machen wir hier einfach einen Freundeskreis auf!

Ich dachte da an die Diskussion über die verschiedensten Themen, von Politik, Philosophie über alles mögliche.;)

Im übrigen habe ich auch noch mehr oder weniger ein Forum, in dem ich Mod bin, da könnten wir das auch machen...mal sehen, ich poste den Link dann noch...

Also bitte, wenn dich nicht viele für wertvoll halten, dann sind sie es genauso wenig.;)...so far...
Sui CaedesDanke!

Aber bei politik-forum sind ja sicherlich nur politische Diskussionen zugelassen oder? (andereseits: politik ist jedes zielorientierte handeln!)

Ist auf jeden Fall eine gute Idee, mit der man bald starten sollte.
Sui CaedesSo, bevor dieser thread ganz stirbt:

Vielleicht sollte man das Thema mal ein bisschen anders angehen und sich erstmal fragen, was eigentlich der Sinn eines Staatssystems ist und sich dann Thesen (wie Luther) aufstellen, was verändert werden sollte.

(falls es noch jemanden interessiert)

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