| Larona | Ich hab mir in den letzten Tagen mal einige Gedanken gemacht und bin zu einer für mich etwas erschreckenden Lsg gekommen. Ist der Mensch nicht auf der Suche nach Problemen? Kann ein Mensch nicht in einer friedlichen Welt leben? Meiner Meinung nach nicht.Ich denke das Menschen,wenn sie keine Probleme haben,die sie bewältigen können,sich Probleme schaffen. Mein Freund meinte dazu nur "Deswegen leben die Menschen auch nicht mehr im Paradies.Weil die Ruhe und die Vollständigkeit und die Sorglosigkeit nicht geschaffen ist für den Menschen." Ich weiß nicht,hat er damit recht? Habe ich recht damit? Wie seht ihr das? |
| vihley | naja... ich würde sagen dass das so ein wenig leichtfertig hingestellt ist... natürlich gibt es viele leute, die probleme erst richtig aufkommen lassen oder alles negativ sehen und deshalb probleme gerade zu heraufbeschwören... und in dieser gesellschaft macht man sich auch gegenseitig viele probleme durch die ganzen verquerten moralvorgaben... aber stell die frage doch mal anders.... ist es überhaupt möglich ohne probleme zu leben? und das würde ich auf unsere welt mit einem klaren nein beantworten... es sind einfach zu viele verschiedene individuen und alleine deshalb wird es immer probleme geben... |
| Wolke | braucht der mensch probleme um zu existieren? das weiss ich nicht. aber ich glaube, dass der mensch eine form von stress braucht, um leben zu können. nicht umsonst werden manche menschen während langer perioden der arbeitslosigkeit depressiv. z.b. oder alleine, weiss nich ob es anderen so geht, aber wenn ich in der schule ne weile ferien hatte wurde mir auch irgendwann langweilig. ich persönlich brauche schon eine art von 'stress', aber positiven in dem sinne. aber probleme? ernste probleme brauche ich eigentlich nicht. nein. |
| Alinur | Ob der mensch Probleme braucht und sich selbst schafft, hängt wohl damit zusammen, wie man Problem definiert. (Wobei ich da jetzt auch noch keine wirklich passende Definition auf Lager habe:D ) Ich denke, dass auf jeden Fall einige der kleineren oder größeren Probleme der Menschen selbstgeschaffen sind. Probleme, die zum Beispiel dadurch entstehen, dass man nicht genug für Schule oder Uni tut, wichtige Fristen vertrödelt, Freunde oder lebenspartner nicht so gut behandelt, wie man eigentlich könnte / sollte. Also Dinge, die man wider besseres Wissen oder aus Unüberlegtheit vergeigt. Ob das jetzt auch heißt, dass wir (weil wir uns diese Probleme ja als erwachsene selbstständig denkende Wesen auch selbst geschaffen haben) das im Umkehrschluß nur tun, weil wir diese Art von Problemen brauchen, ist eine ganz andere frage, die ich eher mit Nein als mit Ja, aber auf jeden fall nicht eindeutig beantworten würde. Ich bin allerdings sehr überzeugt, dass ein Mensch eine andere Art von Problemen sehr wohl braucht und zwar für seine Persönlichkeitsentwicklung. Es ist meiner Meinung nach eigentlich fast immer so, dass Entwicklung nur dann stattfindet, wenn sie aus den einen oder anderen Gründen notwendig ist. Denn Entwicklung ist immer anstrengend und Anstrengungen werden (nicht nur beim Menschen) vermieden, wenn es sein muß. Warum soll ich mich auch entwickeln, heißt, etwas verändern, wenn es so wie es ist prima läuft? Und Probleme sind nun einmal das, was eine Lösung, also meist eine Veränderung erzwingt. Dann sind Probleme Hindernisse, die überwunden werden müssen. Und wenn man es so sieht, kann es natürlich sein, dass man sich, wenn "es einem zu gut geht" seine Prbleme eben selbst schafft, weil man sich nur durch sie weiterentwickeln kann. Obwohl das mit dem zu gut gehen falsch ausgedrückt ist. was ich meine ist folgender zustand: es geht einem zwar so gut, dass da nichts ist, was einen akut zur Veränderung zwingt, aber auch wieder nicht gut genug, um völlig zufrieden und glücklich mit der Situation zu sein. dann kann es vorkommen, dass man sich seine Probleme selbst schafft, oder sich extrem auf seine Probleme konzentriert, weil man instinktiv spürt, dass nur das einen weiter, in eine noch zufriedenstellendere Situation bringen kann. Seh ich so. Was haltet Ihr davon? |
| Wolke | Ja, genau, wenn man keine Probleme hat, dann werden die kleinen eben gross. Weil man mehr Zeit hat, sich auf sie zu konzentrieren. Aber ich weiss nicht, ob ich mir Probleme suche, um mich weiterzuentwickeln, wenn es mir halbwegs gut geht. Klar lernt man aus seinen Fehlern, aber ich gehe nicht absichtlich los und suche Probleme, weil ich mich gerne entwickeln würde. Wenn ich dich, Alinur, jetz richtig verstanden habe. Ich glaube, der Mensch will beschäftigt werden, relativ egal, womit. Und wenn keine Beschäftigung vorhanden ist, dann rutschen halt die Sorgen an die erste Priorität. Schätze ich ma. |
| Alinur | Nujo, ob er sie sich absichtlich sucht, ist noch ne ganz andere Frage, ich denke nicht wirklich, dass da jemand steht und denkt "Hmmm, ich sollte mich mal wieder weiterentwickeln, wo sind die Probleme, die mich dahin bringen?". Ich denke eher, dass das unterbewußt läuft. Ich hab das oft bei mir und anderen erlebt, dass einem genau dann, wenn es einem im Verhältnis zu sonst ziemlich gut geht, irgendeine Kleinigkeit an sich oder den Beziehungen zu anderen Menschen, die man so führt, ganz fürchterlich ins Auge sticht und unbedingt nach einer Lösung schreit. Und ein guter freund hat es tatsächlich mal so ausgedrückt: "Mir gehts so gut, warum suche ich dann immer mein Unglück?" |
| Nephthys | Ich denke, dass der Mensch durch sein ständiges Streben nach Höherem und mehr, die Probleme dadurch vorprogrammiert sind. Es läuft nie so, wie man es sich vorstellt. Ich glaube, es ist auch besser so, sonst wäre das Leben zu einfach und langweilig. Das Bewältigen von Problemen macht das ganze Leben erst interessant, seien es erst bloss die Alltagsprobleme. Diese bekommt man nicht ganz bewusst mit, da sie zu banal sind. Der Mensch konzentriert sich auf die großen Probleme. Wenn man sich wegen jder Kleinigkeit den Kopf zerbrechen würde (wie ich), würde man verrückt werden. Vortsetzung folgt.... geht grad ganz schlecht...... |
| Yukikaze | Also wennich erstmal von mir ausgehe und das mal ganz frech auf andere menschen projizieren wuerde, kaeme ich zu dem Schluss, dass der mensch Probleme braucht um zu existieren...ich fuehle mich zum Beispiel total verloren wenn ich kein Problem zu loesen habe...seien es meine eigenen oder die der anderen...und deshalb koennte man ja auch das als grosses ganzes sehen und meinen, dass zum Beispiel der Krieg fuer die Menschen nur ein Mittel zum zweck ist...wir haben nicht genug Probleme also muessen neue her, denn es gibt ja so viele Menschen, die zu wenige Probleme haben...koennen sie doch das loesen...oder so in der Art ¬¬ liegt wahrscheinlich alles nur an der menschlichen Einstellung...aber waeren alle Probleme der welt geloest, wuerde doch auch die entwicklung irgendwo haengen bleiben...oder nicht? *kompliziert* |
| jade | Ich bin froh, wenn ich keine Probleme hab, und werd den Teufel tun, mir welche zu schaffen :) Ich glaube nicht, dass sich Menschen freiwillig Probleme schaffen, gut, viele Probleme sind hausgemacht, aber das muss ja nicht heißen, dass sie auch gewollt sind. Man schafft es nur einfach nicht, Problemen aus den Weg zu gehen. Ich kenne auch Menschen, die stürzen sich mit Begeisterung auf irgendwelche "Probleme", um sie zu lösen... Aber das würde ich dann nicht mehr als Probleme bezeichnen, Probleme sind etwas Unangenehmes... sobald man Spaß dran hat, ist es ne Aufgabe oder so. Aufgaben braucht der Mensch, aber Probleme? Ich jedenfalls nicht. :) |
| herz23 | Ich glaube dass der Mensch nicht richtig funktioniert, (klingt jetzt blöd, ich weiß) er hat fehler. Wenn der Mensch ein Problem beheben will, stellt er automatisch neue Probleme in den Raum. Manchmal lösst er sie und oft kommen neue Fehler hinzu. So lebt der Mensch bis ans ende seiner Tage mit Fehlern. |
| Azurite | Ich würde nicht gerade sagen, dass Menschen Probleme brauchen, jedoch brauchen sie Ziele, um nicht in der Bewegungslosigkeit zu erstarren. Ob man sich diese Ziele nun durch Probleme setzt oder durch Wünsche oder was auch immer, macht glaub ich keinen Unterschied. Azurite |
| Halbmondfee | [QUOTE][i]Original geschrieben von jade [/i] [B]Ich kenne auch Menschen, die stürzen sich mit Begeisterung auf irgendwelche "Probleme", um sie zu lösen... Aber das würde ich dann nicht mehr als Probleme bezeichnen, Probleme sind etwas Unangenehmes... sobald man Spaß dran hat, ist es ne Aufgabe oder so. Aufgaben braucht der Mensch, aber Probleme? Ich jedenfalls nicht. :) [/B][/QUOTE] Aber es ist doch auch so das jede Aufgabe Probleme aufwirft. Nichts geht einfach mal so. Bei allem was du tust kommen höhen und tiefen. Wenn etwas leicht zu schaffen wäre würde es ja keine Herausforderung mehr darsellen. Wenn das nicht gegeben ist dann fange wir doch erst gar net mir der Aufgabe an. Ich denke ein gesundes Maß an Problemen ist für jeden Gesund.:D |
| lizard | die einen nennen es "stress", die anderen nennen es "ziele"... ich würde eher das wort "unterhaltung" wählen. [b]der mensch braucht unterhaltung[/b] arbeitslose werden depressiv, weil ohne beschäftigung ihr hirn im leerlauf läuft und ihnen auf absurde weise langweilig wird. man könnte also auch sagen: der mensch braucht [b]beschäftigung[/b] nun könnte man ja einfach alle menschen in eine fabrik stellen, wo sie tag und nacht autoteile stempeln, dann sind sie beschäftigt. das kann es aber wohl nicht sein... wenn man nun ein radio oder noch besser einen fernseher daneben stellt, geht das ganze schon viel besser. wenn dann auch noch immer neue sendungen und filme gezeigt werden und nicht immer nur bonanza und derrick, damit der mensch auch auf dauer beschäftigt ist und nicht nach der zweiten wiederholung abschaltet, dann nennt man das schon "gutes arbeitsklima" folglich braucht der mensch [b]geistige[/b] beschäftigung man sollte natürlich auch unterscheiden. während ein kind oder ein geistig behinderter es auch beim zehnten mal noch lustig findet, wenn jerry tom mit einem klavier plattwalzt, wird ein erwachsener, geistig gesunder mensch schnell nach anderen beschäftigungs(=unterhaltungs)möglichkeiten suchen. diese mögen darin bestehen, eine existenz aufzubauen (ein ziel, das aus unzähligen kleinen problemen, also beschäftigungsfeldern besteht), eine sportliche, berufliche oder sonstige karriere zu starten oder von mir aus auch fkk fallschirm springen zu gehen. aber letzten endes läuft doch (fast) alles darauf hinaus, was zu tun zu haben, damit man sich nicht lagweilt. P.S.: alle tätigkeiten, die unsere körperlichen bedürfnisse betreffen sind von dieser überlegung natürlich ausgenommen. |
| Any Body | Denke nicht, dass der Mensch auf der Suche nach Problemen ist, oder ohne sie nicht leben kann - n.E. ist es der stetige Druck sich nicht mit dem zufrieden zu geben was er hat oder was er ist in der Gesamtheit. Denke es, geht um den inneren Frieden an sich. Nicht um das Schaffen neuer Probleme. Wo fangen Probleme an? Wie definieren sich diese? Immer wieder in den Sinn kommt mir dabei die Maslowsche Bedürfnispyramide in der festgehalten ist, welche Grundbedürfnisse ein Mensch hat und welche sich darüber hinaus noch einstellen, bevor sich Zufriedenheit bzw. der innere Frieden einstellt. [quote] Klasseneinteilung von Bedürfnissen nach ihrer Dringlichkeit auf der Grundlage der von H. Maslow (* 1908, † 1970) entwickelten Motivationstheorie. Sie ist eingeteilt in fünf Klassen, die hierarchisch geordnet sind. Von unten beginnend sind das: 1. physiologische Bedürfnisse nach Kleidung und Wohnung; 2. Sicherheitsbedürfnis, Schutz vor unvorhersehbaren Ereignissen; 3. soziale Bedürfnisse; 4. Wertschätzungsbedürfnisse; 5. Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Der Mensch beginnt bei den niedrigsten Bedürfnissen und aktiviert nach deren Befriedigung das nächsthöhere[/quote] |
| Dalarion | Ich merke an mir lediglich .. wie ich, wenn ich zufrieden bin .. immer nach dem Hacken suche .. so lange suche, bis ich Ihn gefunden habe .. ich denke so lange nach, bis es mir schlecht geht .. und ich kann mir nicht vorstellen .. das es einen absoluten Zustand der Sorglosigkeit gibt .. -.- |
| lizard | maslow war ein kluger mann. natürlich ist die bedürfnispyramide kein starres gebilde, da schließlich alle menschen verschieden sind und die einzelnen stufen unterschiedlich stark bewerten, aber im großen und ganzen trifft sie auf die mehrheit zu. allerdings kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass der mensch nach dem abhaken dieser chackliste wunschlos glücklich verbleibt und für den rest des lebens däumchen dreht... *maldrübernachdenk* |
| Any Body | die checkliste nach maslow ist m. E. kein starres gebilde und so theoretisch nach dringlichkeit abarbeiten um zu dem punkt zu kommen, der sich selbstverwirklichung nennt scheint mir unmöglich, weil es immer wieder veränderungen bei dem erreichen der grund- , sicherheits bis hin zu den sozialen bedürfnissen kommt. allein die tatsache, die sich hier auf nachtwelten zeigt, wie viele zerstörte beziehungen und kontakte verursachen abstürze und neuanfänge? m.E. sind es schon einige, doch das ist ein anderes thema. lange suchen um auf probleme zu stossen denke ich, braucht man nicht, die ergeben sich auch so und die begründungen von dir lizard, klingen plausibel. |
| Hecke | [QUOTE][i]Original geschrieben von Larona [/i] [B] Meiner Meinung nach nicht.Ich denke das Menschen,wenn sie keine Probleme haben,die sie bewältigen können,sich Probleme schaffen. [/B][/QUOTE] Ich muss gestehen, dass du damit mehr als Recht hast. Ein Mensch hat niemals keine Probleme. Wenn sie keine Probleme haben, machen sie sich welche. Siehe, das allzeitbekannte Thema, Beziehungen. Der Mensch macht sich monatelang Hoffnung was damit Probleme hervorruf. Nun hat der Mensch einen Partner und scheint keine Probleme mehr zu haben. Was passiert ? Er macht sich welche. Wodurch ? Durch Eiffersucht. Es ist eines von Millionen Problemen auf dieser Welt. |
| Demon17 | tja, wer keine hat, der sucht sich welche...wie heißt es doch so schön suchet, so werdet ihr finden. never surrender demon17 |