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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: glaube=flucht
belly.whiteist glaube eine flucht vor selbstjustiz ?
lizardglaube ist flucht vor der verantwortung für sein leben. ich denke das schließt selbstjustiz mit ein.
belly.whitewobei glaube auch eine entscheidung FÜR eine eigene art von verantwortung bedeuten kann

verantwortung für das eigene leben - inwiefern?
was schließt das alles ein ?
handeln? überzeugungen ?

wo begebe ich mich hin, wenn ich nicht in einen glauben flüchte ?
-ins wahre ungewisse (?)
und wie komme ich dort am besten zurecht ?
Rabenfederbelly.white hat recht, glaube an sich kann auch schon eine selbstjustiz sein.

das einzige, wovor glaube eine flucht ist, ist das denken. sobald wir etwas nicht mehr hinterfragen (können), hilft nur der glaube als ersatz für überzeugung.

selbstverständlich kann ein glauben auch einer vorher erlangten überzeugung entspringen, doch kann man ohne ständiges hinterfragen irgendwann auch nur noch daran glauben anstatt wirklich überzeugt zu sein.

~Rabenfeder
belly.whitedanke
ja
überzeugung ist das beste wort, das passt

nur hat auch überzeugung noch nicht viel mit wahrheit zu tun ?

bleibt einem also doch nix weiter übrig als weiter nachzudenken - schade ;) - neenee, so kann das nicht weiter gehen ...
Rabenfeder@belly.white:
tut es auch nicht.
selbst die meisten physiker werden im alter religiös.
viele heutige religionen fanden ihren anfang in philosophien, die ihren anfang in gedanken fanden.

sobald etwas nicht mehr hinterfragt ist es ein überzeugung und letztlich eine philosophie.
sobald man es nicht mehr nachvollziehen kann/will ist es ein dogma und letztlich eine religion...
eigentlich nicht erstrebenswert.

doch haben menschen die kapazität, ohne glauben zu leben?

~Rabenfeder
Wolke:Dbundestag. lol!!!!!

Ich bin grade erst aufgewacht, aber bitte erkläre mir einer den Zusammenhang zwischen Glaube und Selbstjustiz!?
Das kapier i net.

Aber ja ich finde auch dass Glaube eine Zuflucht ist, die Menschen suchen Zuflucht und Erklärungen bei ihrem Gott. Und ich denke auch, ohne Zufluchtspunkt kann man nicht leben. Ohne Rückhalt. aber ohne religion schon. Man braucht, denke ich, einen ersatzzufluchtspunkt, um sich nicht Rückhaltlos, alleine und leer zu fühlen.
LaChatteEs kommt ja noch darauf an, woran man glaubt.... denn glauben tut jeder irgend etwas. Und seis auch nur ans Steueramt...
belly.white@apnoe
nonverbale kommunikation ist via inet schlecht umsetzbar, nech?
und der bundestag gehört woanders hin, sowie dieser mir etwas suspekte beitrag deinerseits

wie dem auch sei
man sollte den eigenen zweifeln wohl von zeit zu zeit klein bei geben ...funktioniert sowiesonicht ....
Randy81ich kann mich apnoe nur anschliessen :rolleyes:

ich würde gern vieles widerlegen bzw. widersprechen was hier geschrieben wird von rabenfeder...aber ich hab jetzt nich die enrgie bzw. lust...das so mühsam auseinaderzunehmen.....l

PS: ich glaube auch an non-verbales verständnis

ausserdem noch nen zitat, das ich nicht oft genug wiederholen kann. "Don't think; feel." Bruce Lee
Randy81interessante worte @mr.maniac

ich möchte noch anfügen...dass es (meiner meinung nach) nichts gibt, dass wir wissen......wir glauben immer nur zu wissen.......
aber selbst was ich jetzt schreibe ist falsch.....da ich mir selbst anmasse das zu wissen.....was wichtig ist, offen zu bleiben...sich nicht auf gedanken und modelle zu versteifen....einatmen ....ausatmen....fühlen
WinterWolf[quote]glaube ist flucht vor der verantwortung für sein leben. ich denke das schließt selbstjustiz mit ein.[/quote]
Glaube ist keineswegs automatisch Flucht vor dem Leben oder ähnliches. Mag sein, dass viele so leben, aber Selbstjustiz ist es in meinem Falle.

Gut, es sei angemerkt, dass ich einerseits Realist bin (ok, was ist Realität? :D)., andererseits aber auch Christ.

Wenn man wirklich die Bibel gelesen hat ohne Vorurteile, so wird man feststellen, dass dort sehr wohl zur Selbstverantwortung aufgerufen wird. Was kann man schon dafür, dass es andere mit voller Absicht in eine deutlich irrige Richtung interpretierten...?


Hab leider wenig Zeit, daher also schon hier Schluss...
belly.whiteähm, ja
natürlich (?) kann man behaupten, niemand wüsste überhaupt was, alles ist ja so undurchschaubar und wenn die letzten quanten geteilt werden, weiß trotzdem keiner warum/wieso/weshalb
nüchtern, etwas biologischer betrachtet – wissen basiert auf gehirnmasse
diese ist vielleicht auch nur begrenzt erklärbar

ABER: ist das etwa ne diskusionsgrundlage ?
dass eigentlich selbst diese "diskusion" keine substanz hat ? worte b u chst aben etc.
(apropos nonverbal – ich bin mir der nonverbalen kommunikationsformen durchaus bewusst, halte das aber an dieser stelle für relativ irrelevant!)

mir liegt im moment nicht daran vom 100sten ins tausendste zu kommen und alles in frage zu stellen
nein, ich "maße mir an" die dinge und umstände, die mich umgeben, halbwegs realistisch zu betrachten und auch
ach- das ist der erste schritt aufem irrweg, mal von irgendwas auszugehen ?
oh gnnn

das scheint mir übrigens auch ne möglichkeit der (selbst)justiz zu sein – von vornherein jegliches recht und unrecht von sich zu weisen ("existiert ja alles nur in inserer fantasie...")

was das alles überhaupt mit selbstjustiz zu tun hat ?
selbstjustiz ist für mich eine art von (eigen)verantwortung, mit der jeder tagtäglich minutminütlich konfrontiert ist und mit der anscheinend keiner so recht umzugehen weiß

ja, vlei mach ich mir da was vor
aber ich glaube, ohne ein gewisses verantwortungsbewusstsein ist der mensch seinem grab einen großen schritt näher ...
(so, moralpredigt ende)
Randy81wahrscheinlich war das meiste an mich gerichtet....
;)

waren nur meine gedanken...
das mit selbstjustiz am ende verstehe ich nicht....
und was ich glaube ist, dass alles sich bei einem selber abspielt....was für dich existent ist....ist ja nur in deinem geist....ich versuch damit nicht vor etwas zu flüchten.....es sind eher buddhistische gedanken
Randy81und ja der mensch ist immer für sich selbst verantwortlich
belly.whiteja, ach mist, tschuldigung
irgendwie bin ich wütend - auf die beschissene ungewissheit
belly.whitedas zwischen glaube und flucht ein gleichheitszeichen steht, sagt ja nix über meine meinung aus (kommt vlei so rüber...)
und ich werfe auch nix in einen topf, nicht wirklich
d.h. was allen religionen gemeinsam ist, ist doch eine art glaube, das ist nicht abzustreiten und wenn ich mich zb für etwas "entscheide" (eine glaubensrichtung, mich derart orientiere, was weiß ich...), dann ist das auch eine entscheidung gegen etwas anderes - ok, das ist eigentlich scheißegal ....
ja, auch die fragestellung lässt vielleicht zu wünschen übrig - zu wünschen, dass andere mit einem was drauß machen, dürfte ja nicht so schwer sein

blöde haarspalterei
gute nacht
WinterWolfHm, da fällt mir was anderes ein:
Instrumenalisieren manche Menschen Glauben nicht einfach bloß, um moralische Grundsätze zu übermitteln?

Na ja, so what, ich tu´s nicht :D
Ich denke eben, dass es da eine "Göttlichkeit" gibt, die ich im Prinzip als geistiges Gegenstück zum materiellen Universum ist - sozusagen der "Geist" des Universums oder besser gesagt von allem Sein.

Klar, klingt irgendwie verrückt, und doch denken mehrere sonst atheistische Freunde etwas vergleichbares, wenngleich sie den Begriff "Gott" meiden.
roddy[QUOTE][i]Original geschrieben von lizard [/i]
[B]glaube ist flucht vor der verantwortung für sein leben. ich denke das schließt selbstjustiz mit ein. [/B][/QUOTE]

Das KANN Glaube sein, das sehe ich auch so. Aber es ist unendlich einfach, einfach alle Glaubenden über einen Kamm zu scheren und auf diese Art und Weise zu verurteilen. Und es ist weder fair noch richtig.

Glaube kann auch die Kraft sein, das Richtige zu tun und muss nicht immer die Ausrede sein, nichts zu tun.

@WinterWolf:

Das mit dem Instrumentalisieren ist ein guter Gedanke. Kommt natürlich besser wenn man sagt: "Handle so, sonst kommst du in die Hölle" als: "Ich halte es für besser oder richtig, so zu handeln". Finde ich allerdings irgendwie auch nicht gut. Selbst wenn es sich mit meinen eigenen Werten überschneidet finde ich es nicht richtig, so zu argumentieren.

Allgemein:

Ich denke schon, dass der Glaube eine Art Flucht sein kann. Flucht vor einer Frage, die man sich nicht beantworten kann. Flucht vor der Verantwortung ("Der liebe Gott wirds schon richten"). Aber Glaube ist unendlich viel und Flucht kann unendlich viel sein. Deswegen finde ich auch, dass die Frage etwas schwammig gestellt ist.
GrauerWolfGlaube bedeutet vielen Menschen einen Halt im Leben.
Ich habe eine verläßliche Zuflucht, ich bin NIE allein, im größten Unglück nicht und im tiefsten Kerker nicht.
Gläubige Menschen sind viel gefaßter und nehmen Schicksalsschläge auch gelassener hin.
Glaube mit Flucht gleichzusetzen halte ich für völlig verfehlt,
ich denke mal , daß es , aus vielerlei Gründen, eher eine
"Flucht aus dem Glauben" gibt.

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