| Lescar | Viele Leute sind Philosophen - auch in unserer heutigen Zeit. Die meisten wissen davon nicht mal etwas. Die Ironie der Sache ist, das jeder Mensch ein Philosophie war, nur die Fähigkeit zu hinterfragen irgendwann verliert. Haben wir als Kinder nicht alle gefragt "Wauwau ?" - Wir definierten Objekte und Lebewesen durch ihre charakteristischen Geräusche und Eigenschaften. Irgendwann wurde uns dann gesagt "Das ist ein Hund." Und selbst nach mehrmaligem zögerlichen Hinterfragen war das "Wauwau" immer noch ein "Hund" für die "Großen". Und so passten wir uns an. Eine der bemerkenswertesten Fähigkeiten des Menschen ist es sich anzupassen. Doch warum tun wir das ? Weil wir Herden"tiere" sind und ohne die Gesellschaft als solche nicht existieren können. Wir sind abhängig von einander und liefern uns dem Gutwill unseres Gegenübers freiwillig nur allzu gern aus. Man kann nicht nicht kommunizieren und man kann nicht nicht beeinflussen. So entwickeln wir uns weiter und dieser Trieb ist uns seit Anbeginn gegeben. Ob Trieb das richtige Wort ist ? Oder ist es nicht DIE Eigenschaft die uns als Mensch definiert ? Die Philosophen unter uns, der Vergangenheit und der Zukunft werden niemals Elementares einfach als gegeben hinnehmen und ständig hinterfragen. Wir werden Thesen aufstellen Synthesen gegenüber stellen. Was mich allerdings bekümmert ist - das ein Großteil unserer ach so gerühmten Menschheit verlernt hat und es mehr oder minder instinktiv tut. So sollte es doch jeden Menschen beschäftigen ob er ist - oder nicht ist. Was ist das sein ? Das was von der düsteren Spalte des Nichts NICHT verschluckt wird ? Das Ewige - wie Heraklit und Paramenides schon diskutierten ? Oder das was sich stetig verändert - wie Wasser. Wir steigen nie in den selben Fluss, selbst wenn wir nur Sekundenbruchteile den Fuß aus dem Wasser erhebten und sogleich wieder das kalte Nass heranlassen. Alles bewegt sich - was ist das Ewige ? Einige von Euch diskutierten über den Glauben. Der Mensch MUSS und WILL glauben, weil das Produkt des Glaubens Hoffnung ist. Ohne Hoffnung und Träume könnten wir nicht existieren, so sind sie doch zentraler Dreh- und Angelpunkt unserer Existenz. Das nun Gott ein Selbstläuferprodukt des Christentums ist - oder auch nur - um Homer nicht aussen vor zu lassen - eine Möglichkeit Dinge zu erklären, die wir uns nicht erklären können - etwa um zu begründen. Wir MÜSSEN definieren, begründen, danach streben etwas in Erfahrung zu bringen. Doch wenn dem so ist - warum leben so viele von uns einfach in den Tag hinein - haben vergessen was die Fähigkeit des Denkens birgt und eröffnet - sind nicht mehr in der Lage zu hinterfragen... Weil wir bequem geworden sind. Selbst die Denkenden der Gesellschaft berufen sich auf Zitate der Vorzeitlichen Philosophen, anstelle es mit eigenen Worten zu versuchen. Die Philosophen werden mehr verspottet denn je. Ging Aristoteles nicht in sternklarer Nacht durch Athen mit dem hinterfragenden Blick in die Sterne und stolperte über etwas das vor seinen Füßen lag ? Fiel er daraufhin nicht in einen Brunnen und erntete den Spott einer Magd, die ihn als Dummkopf belachte und sprach "Mit dem Blick in die Sterne magst Du viel sehen, aber das was vor Deinen Füßen liegt - bemerkst Du nicht". Ist es nicht so auch heute ? Die Obeflächlichkeit der Menschheit ist gerade zu erstickend. Überall wo man hin kommt, reden sie über Oberflächlichkeiten, die das Leben nicht definieren, sondern belächeln. Ist die Erde nicht eliptisch ? Kreisen die Planeten nicht in elpitischen Bahnen ? Sind nicht auch Atome eliptisch und kreisen um sie nicht auch andere Teilchen in eliptischen Bahnen ? Existieren wir in einem Miniversum oder Makroversum und würde es jemandem über uns nicht einen Scheiss interessieren ob Tittney Spears gerade einen No1-Hit vergeigt hat ? Ob ein Kind in der Schule eine 1 oder 6 fabriziert hat, weil es anstatt zu lernen lieber gespielt hat ? Die Ansichtsweise dieser Dinge lässt mich zu dem Schluss kommen, das wir viel zu selbstverliebt und arrogant geworden sind, das wir verlernt haben etwas für unser Menschsein zu tun, weil wir akzeptiert haben das wir sind. Welch ein Irrweg. |
| animalia | gut gebrüllt löwe. |
| zuschauer | Der geheimnisvolle Philosoph Kannst du dir sicher sein, dass das Wissen dir selber etwas Übermenschliches bringt? Kann es sein, dass das Nachdenken zum Phantasieren werden kann? Kann es sein, dass man ganz alleine auf der Welt ist und das was du kopiert (gelernt) hast nur zur oberflächlichen Kommunikation dient? Kann es sein, dass es dir selber nichts bringt über das Ganze nachzudenken, weil du eines Tages auf Grenzen stoßen wirst? Warum muss die Welt so komplex gedeutet werden? Vielleicht liegt die Lösung vor deiner Nase und ist undenklich simpel! Kann es sein, dass der Mensch selber gar keinen großen Sinn hat? Kann es sein, dass der Mensch sich fragt, empfindet und erlebt nur weil er eine Beschäftigung braucht? Kann es sein, dass du lieber 1. Mio Euro auf dein Konto hättest, als ständig nachzudenken und dir eine Ausrede einredest warum du sie nicht hast? Kann es sein, dass der Mensch denkt, um sich es richtig gemütlich zu machen? Kann es sein, dass der Mensch sich nur etwas einredet? Kann es sein, dass die Gesellschaft dazu da ist, um jeden eine Bestätigung zu vermitteln, dass er exsistiert? Kann es sein, dass ein Steinzeitmensch glücklich war, als er etwas neues entdeckte? Was hat er endeckt-> das Feuer oder das Rad, oder etwa beides? Ich sagte, kann es sein! |
| Kinski | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lescar [/i] [B]Viele Leute sind Philosophen - auch in unserer heutigen Zeit. Die meisten wissen davon nicht mal etwas. Die Ironie der Sache ist, das jeder Mensch ein Philosophie war, nur die Fähigkeit zu hinterfragen irgendwann verliert. [/B][/QUOTE] Pseudointellektuelle Frage zu stellen macht niemanden zum Philosophen. Zum Himmel schreiende Arroganz, wer meint, nur weil er sich schon 2mal gefragt, wo der Sinn seines Daseins liegt, sich als Philosoph bezeichnen zu dürfen. Irgendwie erweckt dein Text den Eindruck, er wäre ein buntes Potpourri aus der gesamten philosophischen Entwicklung. Descartes meets Hegel meets Aristoteles meets usw. usw. usw. Irgendwie vermisse ich die Stringenz in diesem Elaborat. Klaus |
| zuschauer | Kinski irgend etwas sagt mir, dass du das Richtige gemacht hast, viel Glück auf dem Weg nach oben! Entschuldigung, du brauchst ja kein Glück, du schaffst es auch so! |
| My anguish | @ Lescar les mal Sophies Welt |
| Lescar | @MyAnguish a) hab ich b) Das was da angerissen wird von Gaarder ist zu... mh... ZU zusammengestaucht als das es die komplexität der philosophen so zitieren könnte, als das es einem etwas bringt... SW ist ein kleiner cutthrough der philosophie, der nur kurze einblicke in die charakteristischten themen der angesprochenen philosophen liefert, allerdings die gesamtheit und das wirklich interessante mangels platz/sinn des buches verschweigt. Weischedel ist da interessanter ;o) @zuschauer HUA - endlich *G* Paroli - dann wolln wa ma... >>Der geheimnisvolle Philosoph Um das Thema SW aufzugreifen - weswegen ich als erstes zu anguish etwas sagte, als chronologisch vorzugehen - Man sollte zuerst klar stellen was Philosophie bedeutet. Es ist griech. und bedeutet 'Liebe zur Weisheit', 'Streben nach Kenntnissen'. Nichts weiter. Jetzt können wir weiter machen ;o) >>Kannst du dir sicher sein, dass das Wissen dir selber etwas >>Übermenschliches bringt? Wer will übermenschliches ? Du galoppierst in die falsche Richtung wenn Du vermutest das Philosophen nach übermenschlichem streben. Deshalb machte ich einen Absatz über diesem klar, was Philosophie bedeutet. Was es mir im allgemeinen bringt, kann ich Dir sagen. Ich kann nicht aufhören zu hinterfragen - das ist ein Trieb - ein Verlangen. Etwas durchdenken, Thesen aufstellen, anstelle alles einfach so als gegeben hinzunehmen. Das WAS interessiert mich herzlich wenig, aber das warum und wie. Kann es sein, das Du eine etwas aggressive, neidvolle Haltung gegenüber diesem Thema hast ? Ohne jetzt Neid einen negativen Touch anzuheften, wie du jetzt sicherlich trotzdem vermuten wirst. Neid ist bloß der Ausdruck eines Gefühls, wenn man etwas verstehen, besitzen, möchte. Neid ist der Anfang von Ehrgeiz - Oder das Preludium quasi. Find ich gut - Sehr provokant und auch mit ein Grund warum ich so ausführlich schreibe. >>Kann es sein, dass das Nachdenken zum Phantasieren werden >>kann? Mein Gott - Also bitte - Denk erst nach bevor Du solche Worte benutzt. Phantasieren hat etwas mit Illusionieren zu tun. Phantasieren steht hier nicht zur Diskussion. Aber ich gehe trotzdem mal drauf ein. Phantasie ist das ausmalen einer unwirklichen Vorstellung. Ein Traum vielleicht. Vielleicht auch nur eine Vorstellung von etwas das man normal nicht erreichen kann, aus gegebenen Umständen. Jeder Phantasiert. Phantastereien sollten aber tunlichst aus der Philosophie ausgeschlossen werden, da sie zu nichts führen und bar jeglicher Logik (von Logos) sind. >>Kann es sein, dass man ganz alleine auf der Welt ist und das >>was du kopiert (gelernt) hast nur zur oberflächlichen >>Kommunikation dient? Du vermutest das ich oberflächlich bin ? Kinski, könntest Du bitte nachdem Du etwas liest, erst nachdenken, bevor Du antwortest ? *schmunzeln muss* Allein als Definition bedeutet Einsamkeit/(Logisch ohne/ausserhalb/gefühlstechnisch ohne) Gesellschaft. Bin weder das eine, noch das andere. Wobei ich die Liebe mal aussen vor lasse. Ich kopiere und lerne - Ich hinterfrage und wenn ich sehe, das einer unserer Vorfahren - auch deiner btw - der einen oder anderen Ansicht von mir voraus war, und es für mich schlüssig ist und unwiderlegbar, dann nehme ich so einen Gedankengang an, bis er widerlegt wird. Und nebenbei - So haben wir uns alle entwickelt - oder bist Du der törrichten Auffassung Du bestehst aus einem einzelnen individuellen Kern ? *kichert* Jeder Mensch hat sich nachweislich aus den Charakterfacetten seines Umfeldes individuell ein Facettenkostüm zusammen"geklaut" und ist somit Einzigartig vom Wesen her, da die Essenz des Menschen von seinen Erzeugern abhängig ist, ist somit auch ganzheitliche Einzigartigkeit gegeben. Deshalb sind auch eineiige Zwillinge nicht wirklich gleich ;o) Oberflächliche Kommunikation - Mh - Ja so mag man das nennen... Ich beginne im SmallTalk-Jargon um mich dann tiefer hineinzubegeben, falls ich geneigte Diskussionspartner finden sollte. Und ich vermute ich habe hier gerade einen vor mir - sehr interessant :o) Danke erstmal, an dieser Stelle dafür. Deswegen bin ich hier :o) >>Kann es sein, dass es dir selber nichts bringt über das >>Ganze nachzudenken, weil du eines Tages auf Grenzen stoßen >>wirst? Grenzen ? Ja aber sicher. Alles hat Grenzen. Ohne Grenzen wäre etwas nicht erfassbar und nur wage definierbar. Da der Mensch bestrebt ist alles zu definieren - würden wir vor einem herben Problem stehen. Also NOCH - habe ich nichts gefunden, was ich für mich selbst nicht definieren könnte ;o) Und ja - Natürlich bin ich an Grenzen gestoßen. Jedes Mal. Wissen, fehlende Meinungen von anderen, körperliche Grenzen. Na und ? Aber genau DAS fordert doch gerade heraus weiter zu machen. >>Warum muss die Welt so komplex gedeutet werden? >>Vielleicht liegt die Lösung vor deiner Nase und ist undenklich >>simpel! Japp - Das ist meiner Ansicht nach korrekt. Aber ich mag den Simplizismus nicht besonders und denke das alles einen tieferen Sinn hat - denke aber nicht das ich den Blick für die Einfachheit der Dinge verloren habe. >>Kann es sein, dass der Mensch selber gar keinen großen Sinn >>hat? Selbstverständlich - Alles ist möglich - Ich wage sogar zu behaupten, das die gesamte Existenz für UNS gar keinen Sinn hat *lacht* Sehr amüsant. Es liegt immer im Auge des Betrachters Kinski - Immer. Jeder definiert den Sinn für sich selber. So auch der Sinn des Lebens, des Seins. Für einen Grashalm mag der Sinn des Lebens sein, danach zu streben, gen Sonne zu wachsen. Ihn interessieren wir vielleicht nicht mal. Für einen Vogel sind wir gewiss von Interesse, sind wir es doch, der seine Lufthoheit eingeschränkt hat und vor allem seinen Artbestand. >>Kann es sein, dass der Mensch sich fragt, empfindet und erlebt >>nur weil er eine Beschäftigung braucht? Das wäre der traurigste und zweifelhafteste aller Gründe. >>Kann es sein, dass du lieber 1. Mio Euro auf dein Konto hättest, >>als ständig nachzudenken und dir eine Ausrede einredest >>warum du sie nicht hast? Fällt unter den Stichpunkt Illusionierung. Die Frage muss umgestellt werden. WILL ich überhaupt 1. Mio Euro ? Nein - Ich verdiene genug um mich selbst in meinem Lebensstandard zu halten und da Geld eine Notwendigkeit für mich ist - bedarf es einer Mio Euro nicht. :o) Natürlich würde ich mich nicht dagegen wehren - Du kannst gerne meine Kto.Nr. haben, falls Du eine über hast *grinst* >>Kann es sein, dass der Mensch denkt, um sich es richtig >>gemütlich zu machen? Kann es sein, dass der Mensch sich nur >>etwas einredet? Kann es sein, dass die Gesellschaft dazu da >>ist, um >>jeden eine Bestätigung zu vermitteln, dass er exsistiert? >>Kann es sein, dass ein Steinzeitmensch glücklich war, als er >>etwas neues entdeckte? Was hat er endeckt-> das Feuer oder >>das Rad, oder etwa beides? Du fragst schon wieder etwas, das nur jeder Mensch für sich beantworten kann. Allerdings ist das alles gar nicht mal so oberflächlich wie ich zuerst dachte. Ersteres - Meiner Ansicht nach, denkt der Mensch gewöhnlich - achtung, hier liegt die Betonung ;o) - aus Instinkt. Die Gedanken jetzt zu Kategorisieren würde in die falsche Richtung führen, denke ich, sowas überlasse ich gern unseren Systematikern. Allerdings bin ich auch der Ansicht, das tiefergehendere Gedanken, bewusstes Denken erfordern. Wer das tut, respekt. Meldungen bitte an Mail per mich, ich wäre sehr an Diskussionen und Gesprächen interessiert :o) Zweiteres - Oh - Reden wir uns nicht jeden Tag etwas ein ? Schwierige Frage. Ich glaube der Mensch muss sich etwas einreden, um die Vernunft im Sinne Logos bei der Stange zu halten. Wer könnte auf dieser irren Welt der Gegensätzlichkeiten sonst noch von sich behaupten, es hätte alles einen tiefergehenden Sinn, der nicht aufgewogen wird ? Die Gesellschaft im Ursprung war dazu da, einen Schutz gegen Bedrohungen und organisierte Nahrungsbesorgung möglich zu machen. Aber ich glaube nicht das Du darauf hinaus wolltest *verschmitzt grinst* Die Gesellschaft ... Weia... Sowas füllt Bücher... Wenn Du darauf eingehen möchtest - dann bitte in einem neuen Thread - ich Äussere mich dann auch gerne Umfangreich, falls das von Interesse sein sollte :o) Nächstes - doch, ich kann bis drei zählen, aber irgendwie find ich nächstes rhetorisch passender *lacht* - Ob der Steinzeitmensch glücklich war fragst Du... Ich denke ja - so ermöglichte ihm doch so manches dieser Erfindungen ein angenehmeres Leben... Wo wären wir sonst heute ? Auf dem selben Stand nur mit urzeitlicher Gewalt ;o) >>Ich sagte, kann es sein! Das hab ich wohl vernommen - Es kann alles sein ;o) Möchtest Du etwa die Frage des Seins erörtern ? bitte - bitte.. neues Thread und ab dafür *G* |
| Peacefulltomy | @zuschauer : nichts dergleichen könnte man sich sicher sein. eine "sichere frage" gibt es nicht. die frage würde unnötig. @Kinski: zitat: Irgendwie vermisse ich die Stringenz in diesem Elaborat. nunja... ------------------------------------------------------------------------ zitat: Pseudointellektuelle Frage zu stellen macht niemanden zum Philosophen. ja. ------------------------------------------------------------------------ ... doch hat der philosoph ein genaues bild? - dann drehen wir den sinn: hat der philosoph ein genaues bild? vom philosophen? ich weiß nicht. die bandbreite von unterschiedlichen philosophien kann sich über die ganze menscheit erstrecken. ...oder nur über einen einzigen. der blickwinkel bestimmt die aussage. arroganz könnte diesen durchaus verzerren. @Lescar: zitat: Viele Leute sind Philosophen - auch in unserer heutigen Zeit. Die meisten wissen davon nicht mal etwas. Die Ironie der Sache ist, das jeder Mensch ein Philosophie war, nur die Fähigkeit zu hinterfragen irgendwann verliert. ________________________________________________ stimmt in gewissem sinne. doch haben sich heutzutage in der menschheit scheinbar die schwerpunkte verändert... oder sind von der gesellschaft geändert worden. |
| Kinski | @ Lescar Ich bitte doch darum, diesen Thread etwas genauer zu lesen. Das Fragenwirrwarr von dem Herrn "Zuschauer", habe keineswegs ich zu verantworten. Klaus |
| Lescar | Hups - Oh - Tut mir leid... hab mich da etwas verhaspelt *konfus schau* *korrigier* @Peacefulltomy Hast Du vollkommen recht... Die Gesellschaft gibt - wie sollte es von der Definition her auch anders sein - das Maß der Dinge an. Man selbst entscheidet allerdings in wie weit man sich danach richtet. Da aber die jetzige Generation - also mal das Cliché der GenX genommen - mehr auf Pop/Klamotten und ähnliches oberflächliches Zeug fixiert ist, geht da natürlich der Anteil an bewusst denkenden Menschen verloren... Leider Gottes... |
| Montrose | Es gibt auch Möglichkeiten, die Gesellschaft zu verändern. Komischerweise sind es doch meist Einzelpersonen, welche dem Rudel die Richtung vorgeben. Damit hat der Einzelne nicht nur die Möglichkeit, in der Gesellschaft mitzuschwimmen oder sich von ihr abzugrenzen, sondern er kann sie auch bestimmen. Zugegeben, die dritte Möglichkeit ist nur sehr sehr wenigen Menschen gegeben: sei es, daß sie in der richtigen Seilschaft zum richtigen Zeitpunkt drinsitzen, sei es, daß sie schlichtweg genial sind (manche Schriftsteller zum Beispiel). Aber, um es mal böse auszudrücken: warum macht ein Einzelner der Gesellschaft einen Vorwurf, wenn er nichts ändern kann. Er könnte sich doch genauso gut selbst den Vorwurf machen, daß er es nicht versucht hat oder zu schwach für solch einen Versuch ist. |
| Peacefulltomy | @McManiaC zitat: WIR sind die Gesellschaft. --------------------------------------------------------------- nein. ich nicht. ich bin nicht dabei in dieser gesllschaft. nur zwangsläufig daneben. |
| Dorniel | Ich schließe mich da MR. Maniac an. Ich denke letztendlich ist die Gesellschaft ja nur die Summe der Ideale, die die einzelnen aus sich herausgesetzt haben. Wenn ich mir eine positive Verhaltensweise oder Eigenschaft aussuche und für mich wähle, dann wähle ich sie doch automatisch für alle! Was nachher davon zum Tageslicht kommt ist eine andere Sache, weil ich natürlich nur ein winziger Bestandteil bin und die jenigen denen ich meinen Wert weitergeben kann sind ebenfalls nur ein kleiner Teil. Aber ich denke so war das mit dem ich stehe neben der Gesellschaft auch nicht gemeint, denn ich traue dir schon zu, dass du auch vordem schon gewusst hast, dass du Teil eines Ganzen bist. Es kommt drauf an was man als Gesellschaft definiert. |
| Peacefulltomy | @ McManiaC es gibt die gesellschaft, und es gibt die gesellschaften. beides ist nicht unbedingt das gleiche und eines schließt das andere nicht unbedingt aus. doch kann das eine nicht ohne das andere, das andere jedoch sehr gut ohne das eine. weißt du, was ich damit meine? doch "die gesellschaft" änderst du nie. das dachte ich früher vielleicht auch einmal. es hat keinen sinn, sie will so sein, wie sie ist und von änderung wird immer nur gesprochen, um "die gesellschaft" nicht in diesem licht dastehen zu sehen, in dem sie wirlklich ist. grauer hintergrund mit olivgrünem blutrotem... ... ... ... wie in dem link, den du oben von mir gefunden hast. @Dorniel zitat: Ich denke letztendlich ist die Gesellschaft ja nur die Summe der Ideale, die die einzelnen aus sich herausgesetzt haben. -------------------------------------------------------------------------- ... ich habe vielleicht andere ideale und einen anderen blickpunkt, eine andere formel, die nicht zur summe kommt, die alle gerne hätten, oder schlicht: ich gehöre nicht dazu und niemand kann mich zwingen. |
| Peacefulltomy | @ McManiaC wirr und chaos bestimmen auch den inhalt in meinem kopf. ein schönes gefühl oder? das chaos ist die mutter neuer,wahrer und reiner kreativität aus dem ursprung:) zitat: Und natürlich gibt es die Menschen und die Menschen, aber zusammen bilden sie doch wieder eine Gemeinschaft, oder etwa nicht? -------------------------------------------------------------------------- ... man hat es auch schon oft subkultur genannt... zitat: Sollte ich dann auch zwischen "solchen Ausbeutern und solchen Ausbeutern" nen unterschied machen, oder darf ich DIE etwa zusammenfassen? --------------------------------------------------------------------------- ...etwas schon im ansatz oder von vornherein zusammenzufassen wäre doch schon eine beschränkung des denkens am anfang einer sache. es wäre geordnet und kategorisiert von anfang an, was in falsche richtungen führen könnte oder den ansatz schon als solchen entwerten würde. dies gibt wiederum meinen ersten worten dieses post´s sinn und berechtigung. |
| Peacefulltomy | @McManiaC :D zitat: Nicht aber den Posts davor... Denn wenn du sagst, dass es die Gesellschaft gibt, und die Gesellschaft, dann unterscheidest du ja schon zwischen 2 Gesellschaften. .--------------------------------------------------------------------------- ... ja, doch tat ich dies nicht von vornherein- vielmehr ist dies ein ergebnis langer und vieler wege. somit habe ich nicht gegen meine prinzipien gehandelt. zitat: Einheitsschwarz ---------------------------------------------------------------------------- auch hier eine kategorie. das wäre ja dann wieder eine gebaute gesellschaft. doch: der einwurf dieser kategorie stammt von dir. ich gehe einfach einmal davon aus, das du dich hierbei nicht von deinem grundgedanken gesellschaft gelöst hast. (nicht, das du dies müßtest, doch dan mußt du akzeptanz für jemanden zeigen, der dies tut) wenn man zum späteren zeitpunkt lebenswege einschlägt in denen sich auch trennungen herauskristallisieren und diese dadurch notwendig werden war der freie ansatz durchaus vorhanden. es sind also auch die vorherigen posts im zusammenhang einer lebensphilosophie gesehen durchaus zutrefflich.:cool: (für mich zumindest) und hier setzt der thread wieder an- zu wenige menschen machen sich ihre philosophien und "dehnen" ihre horizonte. |
| Peacefulltomy | @McManiaC wenn im allgemeinen von "der gesellschaft" gesprochen wird ist die meist die gesellschaft der zivilisation bezogen, nicht auf kleine gruppierungen. ich ging einfach einmal davon aus, das der autor dieses thread´s "diese gesellschaft" gemeint hat. natürlich bildet eine subkultur auch eine gemeinschaft-> das liegt ja in der natur der sache. glücklicherweise ist niemand fehlerlos. es würde stillstand bedeuten, für sich die fehlerlosigkeit in anspruch zu nehmen. dabei heraus käme ansonsten wohl im großem umfang das, was dein vater in kleinem umfang recht trefflich umschrieben hat. |
| Peacefulltomy | ich habe dieses buch nicht gelesen. |