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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Die Welt ist hier und jetzt!
RosenfeuerDie Erwachsenen haben sich in der Regel sehr an die Welt gewöhnt, weshalb sie die gesamte schöpfung als gegeben hinnehmen. Das ist eigentlich ein komischer Gedanke, schließlich sind sie ja nur zu einem kurzen Besuch hier.
Vielleicht hätte die Schöpfung in regelmäßigen Abständen bei einigen großen Zeitungen Anzeigen aufgeben:
"[SIZE=3]Wichtige Mitteilung an alle Bürgerinnen und Bürger der Welt! Es ist nicht nur ein Gerücht: Die Welt ist hier und jetzt!"[/SIZE]

Zitat aus Jostein Gaarders "Duch einen Spiegel in einem Dunklen Wort"
My anguishJa, die Welt wird leider oft als sehr selbstverständig genomme. Dabei is es doch sehr erstaunlich. Schließlich ist die Erde nur ein kleiner Punkt im Universum und wir leben hier! Ich find´s aber auch irgendwie menschlich, dass man sich dran gewöhnt. Man kann halt nicht über jede Schnecke staunen. (Kinder können das noch)
magus666muss euch recht geben ... habt ihr euch schon einmal überlegt was wäre wenn wir tatsächlich wiedergeborn würden? wir würden ja nicht gleich wieder in den bauch einer werdenden mutter kommen, sondern erstmal wieder ein kleiner schwimmer sein ... ich denke jeder kann sich vorstellen wie gering die chance ist daz man als einer dieser schwimmer wieder mal eine eizelle befruchtet ... so würden man einige tausend jahre brauchen um mal wieder dran zu kommen ... also: wir leben jetzt und hier ... wir sollten es alle zu schätzen wissen!
GarryViele sehen das anders. Man lebt nicht in der Gegenwart, sondern in der Zukunft. Damit meine ich solche Sprüche der Tante zum Kind:"Und was willst du mal später werden?" Wohl gemerkt "werden". Man ist nichts...Das drückt irgendwie aus, dass der Mensch das "Jetzt" nicht so sehr schätzt.
magus666schon klar ... irgendwie komisch daz leute die kind sind immer träumen vom alter und leute die alt sind von der jugend träumen ...
velvet nightsDadurch, dass viele nicht in der Gegenwart leben, sondern in der Zukunft, denken sie auch negativer, denke ich. Denn wen stimmt eine unsichere Zukunft schon fröhlich? Kaum einer geht doch von einer positiven Zukunft aus...Man sollte jeden Tag so nehmen und leben wie er kommt und sich jeden Morgen wieder auf´s Neue überraschen lassen....
Rosenfeuerja genau das alles wollte ich sagen.
ihr habt es erfasst und diese gedanken ließen mich nicht los.
warum ist man denn in diesem moment nichts?
warum wird man meist erst nach dem tod geehrt?
und warum ist uns der derzeitige zustand nie gerecht?
dieses streben nach verbesserung hält zwar die welt und die entwicklung am laufen, doch ist diese ständige unzufriedenheit denn nicht mehr fluch als segen?
ChimonasVergangenheit und Zukunft sind eine Interpretation der Gegenwart.

Meint, wir leben nicht im Jetzt, da wir staendig vergleichen, vergleichen was wir schon erreicht haben, mit dem was wir noch erreichen wollen. Bei solchen Vergleichen kann man die Gegenwart schlecht geniessen, da was man ist, selten uebereinstimmt, mit dem was man gerne waere. Und trotzdem, die Gegenwart beeinflusst stark unsere Sicht auf Vergangenheit und Zukunft und damit auch unsere Zukunft selbst. So meine Sicht.


Gruss
Chimonas
Chimonas@ Rosenfeuer

[QUOTE][i]Original geschrieben von Rosenfeuer [/i]
warum ist man denn in diesem moment nichts?[/QUOTE]

Ein Sprichwort dazu: Man ist, was man hat.

Oder: Was man ist, hat man.

Was ist besser?
Rosenfeuerna ich denke das 2. wäre schön, doch leider ist der erste spruch doch der realistischere...seuftz.
das ist ein scheußlicher teil der gesellschaft, der mich wirklich sehr stört, denn mensch ist man auch ohne geld und gut.
sanguiskeiner von uns, so gerne wir es doch behaupten schafft es völlig im jetzt zu leben...denn wir menschen sind nun einmal dazu dressiert worden uns gedanken zu machen über das morgen, entscheidungen zu fällen die unsere zukunft vorbestimmen in gewisser weise,
...dies beginnt in dem moment in welchem wir das erste mal zu denken vermögen und endet wohl nicht einmal in der sekunde in welcher wir im sterben liegen...
dennoch gibt es momente, die einen das morgen vergessen lassen, in denen man nur den moment geniesst ohne an die folgen, das 'erwchen' zu denken...und diese sind wohl die sorglosesten,schönsten und unvergesslichsten momente des lebens...es gleicht fast einem stillstand der zeit...
joyHabt ihr euch auch schonmal gefragt, was wäre wenn meine Eltern damals verhütet hätten, oder wenn ich ein Junge/Mädchen geworden wäre?!
Das mit dem Hier und Jetzt ist für die Menshcen so schwer, weil sie Stress udn Situationen ausgesetzt sind, die vorraussetzen, da man an morgen denkt, was eigentlich total scheiße ist.
Da tut es gut, einfach mal draußen zu sitzen, muik zu hörn, relaxen udn eindfach nur da zu sein
Chimonas[QUOTE][i]Original geschrieben von Rosenfeuer [/i]
na ich denke das 2. wäre schön, doch leider ist der erste spruch doch der realistischere...seuftz.
das ist ein scheußlicher teil der gesellschaft, der mich wirklich sehr stört, denn mensch ist man auch ohne geld und gut.[/QUOTE]

Genau!

Um gluecklich zu sein, ist das Innere wichtiger als das Aeussere. (Der 2. Satz).

Merkwuerdigerweise aber scheint bei uns eher die Vorstellung zu herschen, das erst dann wenn man beneidet wird, man wirklich gluecklich sein kann. Darauf scheinen die meissten Menschen deshalb auch hinzuarbeiten.

Darueber vergessen sie auch, das nur der Augenblick selbst, Leben ist.

Nur hier leben wir wirklich, wir leben weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft.

Doch gerade diesen Augenblick des Lebens bemerken wir am wenigsten. Kein Wunder, ist er doch der kuerzeste Zeitabschnitt in unserer Vorstellung.

Wir leben nur im Augenblick der Gegenwart! Doch unser Leben ist nicht auf den Augenblick ausgerichtet. Wollen wir ueberhaupt leben?



Gruss
Chimonas
joyIch sehs auch so, Chimonas!
Wir vergessen die Kleinigkeiten in unserem Leben. Wenn wir die älltäglichen Dinge beachten und diese zu schätzen wissen, dann würde uns einiges leichter fallen. Denn diese übersehen wir schön längst und brauchen nun extravagante und ausgefallene Dinge, die unsere Aufmerksamkeit fordern.

Das schlimme ist auch, das diese kurzen Augenblicke in unserem Leben nie wieder kommen werden
ErodedMindIch frage mich warum ihr den Gedanken "nicht in der Gegenwart zu leben" oder sagen wir mal besser "daran vorbei zu leben", als einen schlechten auffasst.

Sicherlich ist die Gegenwart der wichtigste Punkt im Leben, der an dem man empfindet, denn die Vergangenheit ist vergangen und die zukunft ist ja noch nicht.

Aber ich sehe die Gegenwart mehr als einen Knotenpunkt zwischen Vergangenem und Zukünftigem, um sich selbst zu definieren. Das will (meiner Meinung nach) heißen, dass Vergangenheit und Gegenwart sowieso, aber auch Zukunft, immer nebeneinander und gleichzeitig im Mensch existieren. Nun passen auch die beiden Begriffe nicht mehr, denn es sind lediglich unpassende Wörter für eine Sache die der Mensch mit logischen Mitteln nícht bezeichnen kann.

Zur Einfachheithalber als Beispiel, da wie gsagt nur schwer in
Worten ausgedrückt werden kann, wovon ich schreibe: Was ihr früher getan habt, ist das was ihr jetzt seid, denn aus diesen Entscheidungen, seid ihr der "jetzige" Mensch geworden, und dieser wiederum zieht durch die entstandene Meinung Schlüsse, die ihn wiederum zum zukünftigen Menschen machen werden.
Ob zum glücklichen oder zum Depri sei mal dahingestellt.

Aber es kann einem in Momenten wo man seiner Pflicht nachkommen muss, um zu überleben und wenn es einem schlecht geht, auch in aussicht stellen, dass wenn es stäter besser sein wird, gerade DIESER Moment dazu beiträgt, diese Zukunft zu ermöglichen (ich mag diese Wörter nicht).

In allen anderen Punkten stimme ich euch zu.
Rosenfeuerja aber was stellt dann eigentlich die gegenwart da?
gibt es sie überhaupt.
denn selbst eine sekunde wäre doch zu lang um sie zu ermessen.
sie ist dann wohl eher eine von uns geschaffene definition von diesen tag oder dieser woche.
aber seltsam wie unsinnig dieses wort bei betrachtung wird....
ErodedMindGenau das meinte ich ja. Diese Wörter sind eigentlich unsinnig.
Es ist eine Frage der Auffassung, aber rein auf das "sein" begrenzt, können wir Zeit nur angeben, messen, ihr einen Rahmn geben.
Was diese Zeit letztendlich ist und was sie für uns bedeutet kann eben niemand beweisen.
LaRiSsAverliefe die zeit linear, so wie wir sie im regelfall erleben, wäre die gegenwart der punkt auf einer achse, auf dem wir uns gerade befinden, eine art grenze zwischen vergangenheit und zukunft...

aus der vergangenheit entsteht die zukunft... die gegenwart sind wir! wären wir nicht mehr da, gäbe es unsere gegenwart nicht und damit auch keine zukunft!

wir leben also nicht nur in der gegenwart, wir sind die gegenwart - aus diesem grund fällt es vielen vielleicht häufig auch so schwer sie wahrzunehmen, denn die zeitspanne die sie umfasst ist unendlich klein...

nun ja, darüber ließen sich noch mindestens 10 weitere thesen oder theorien aufstellen...

im grund gehts aber dabei nicht um die philosophie, sondern lediglich ums fühlen! indem wir darüber sinnieren, machen wir es wieder falsch. in der gegenwart leben bedeutet für mich hinzuspüren was ich gerade wahrnehme und fühle, mit allen sinnen und die wundervollen kleinen dinge, die mir in diesem kleinen moment auffallen zu schätzen und zu genießen!

ich bin das kind, die frau, und noch viel mehr... aber mein kindsein pflege ich sehr!

darum genieße ich jetzt meinen keks :p

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