| Talorion | Ein Blick in die Seele Schwer war sein Kopf. voll von Gedanken die ihm schon lange Zeit durch den Schädel schwirren. Die seine Seele nicht rein werden lassen und sein Herz mit Stichen quälen. Ein Fuß setzt sich langsam vor den anderen, die den Körper willkürlich in eine Richtung führen. Die Blätter sind nun fast alle gefallen und die ersten Flocken in diesem Jahr schmelzen auf seinen Wangen schnell hinfort und werden zu kleinen Wasserperlen die vom nachdenklich dreinschauenden Gesicht zu Boden tropfen. Die ganze Welt steht im Wandel die kalte Zeit hat Einzug erhalten, doch sein Kopf ist heiß, erhitzt durch die Gedanken die in ihm sind und seinen Körper nicht zur Ruhe kommen lassen. In seiner Seele spiegelt sich der Himmel wieder. Grau und verhangen. Kein Sonnenstrahl vermag diese graue Masse zu durchdringen. Die Arme hängen schlaff herunter, der Kopf trägt er ebnefalls gesenkt. Heruntergezogen von den quälenden Stichen in seinem Herz. Was mag er wohl denken und was ist es was einen Menschen so belasten kann? Hat er in der Vergangenheit böses getan? Ist er ein Ausgestoßener? Einer der jenigen die niemals Glücklich waren? Ein Vogelschrei ist in der ferne zu hören. Er blickt auf und schaut sich um. Um ihn herum nur grau. Kein Licht und keine andere Person. Der Vogel ist auch nicht zu erblicken. Fühlt er sich einsam? Ist er nicht der jenige der vor etwa einem Jahr behauptete er sei einer der glücklichsten Menschen zusein die es auf dieser kleinen Welt gibt? Ja jetzt erkenn ich ihn. Er ist es. Gewiss. Was kann nur geschehen sein. Ein fröhliches Gesicht steht ihm viel besser als dieses gequälte traurige nachdenkliche Gesicht. Vielleicht fragt ihr euch nun wer diese Person ist. Ja ich weiß es und nun möchte ich von ihm erzählen. Er ist der, der viele Freunde hat, eigentlich glücklich sein müsste, denn seine Freunde sind stets für ihn da. Er hat eine Arbeit und bekommt auch genug Geld. Er hat eine nette Familie, die sehr wahrscheinlich gar nicht weiß wie gern er sie wirklich hat, denn oft verbringt er seine Zeit nicht mit ihnen. Natürlich hat er ab und zu einen kleinen Streit mit seinen Eltern, aber wer hatte das nicht. Arbeiten tut er auch und das ist auch nicht so schlimm wie er immer dachte. Ein schöner Nebeneffekt ist zum Beispiel das er nun sein eigenes Geld verdient und immer unabhängiger von anderen wird. Er lernt wie man leben kann ohne von anderen abhängig zusein. Warum also ist diese Person nicht glücklich? Was fehlt ihm? Nun vor einigen Monaten hatte er jemanden mit dem er sein Leben teilen wollte. Ja man kann von einer echter Liebe reden doch leider ging sie zu bruch. Warum? Na das ist eine gute Frage. Warum geht etwas zubruch? Es sollte nicht sein und mittlerweile hat sein Herz und seine Seele sich von diesem Bruch erholt, der in den ersten Wochen wirklich sehr schwer und schmerzhaft war. Noch immer mag er diese Person auch wenn er sie nicht mehr liebt aber lieb hat er sie dennoch und gewiss wäre er für sie da wenn sie ihn noch einmal brauchen würde. Er ist für seine Freunde immer da, wenn sie ihn brauchen. Sie können immer anrufen und wenn es möglich ist kommt er sie sogar besuchen und er hat einige Freunde den es nicht immer gut geht. Ist es vielleicht das warum es ihm nicht gut geht? Vielleicht! Wer weiß es schon.... Langsam trottet er weiter, hinter ihm im Schnee sind seine Fußspuren zu sehen die seinen Weg aufzeigen den er genommen hat. Doch auch dieser Weg verschneit langsam und nur noch das geschulte Auge eines Jägers oder einer anderen kundigen Person mag seinen Weg nachgehen können. Langsam nähert er sich einem kleinen Hügel auf einer Lichtung wo zu anderen Zeiten die Sonne in den dunklen Wald, durch den er schlendert und sich treiben lässt, gefallen ist, doch auch hier hat die Sonne keine Chance ihr Licht in den Wald zuwerfen. Die dunklen Wolken sind zu stark. Ein kalter Hauch fährt durch ihn hindurch, der ihn für einen momemnt zittern lässt. Auf dem Hügel steht eine Bank wo die Spaziergänger eine Rast einlegen können, falls ein Spaziergänger einmal diesen ort im tiefen Wald findet, was nur selten vormommen mag, da dieser Ort tief im Wald liegt und wenige ihn kennen. Er selbst kehrte früher oft zu diesem Ort um die Sonne und das Leben zu genießen. Hier fand er inneren Frieden. Einigen Personen, nur die jenigen die ihm besonders am Herzen liegen, wurden von ihm an diesen wunderschönene Flecken Erde geführt. Die meisten waren ihm dafür dankbar. Im Sommer ist alles grün und Vögel sind zu hören, doch nun ist auch hier alles grau und vernebelt. Kein Laut ist zu vernehmen. Es scheint als ob ausch dieser Ort seine Magie verloren hätte. Auch er besucht den Wald nicht mehr so oft wie er es früher tat. Es ist verwunderlich das er heute an solch einem grauen Tag hier ist. Doch so traurig wie er heute dreinschaut passt er in die Umgebung die genau so grau und verlassen wie er selbst scheint. Mit den Händen schiebt er den Schnee von der Bank und setzt sich. Den Kopf gen Boden gerichtet abgestützt von den Händen die sich wiederum auf den Knien stützen. Seine gedanken scheinen ihn immer noch zu quälen.... Warum nur ist er traurig? Er hat doch alles, mag ein anderer der seine gedanken nicht kennt denken. Vielleicht fehlt ihm doch der gewisse Halt im Leben dem sich ein jeder wünscht. Es wünscht sich doch jeder ein Rückhalt im Leben zu haben oder? Seine Gefühle dem Liebsten zu schenken und die gleichen Gefühle gleichermaßen zurück zu bekommen. Ist es das was ihm fehlt? Ein fester Halt? Hat er denn nicht einen festen Halt durch seine Familie und Freunde? Vielleicht meint er ein festen Halt kann man nur haben wenn man alles hat? Kann ein Mensch überhaupt alles haben? Wird nicht eines der drei wichtigsten Dinge im Leben immer vernachlässigt? Vielleicht erwartet er von sich selbst zu viel und möchte für alle da sein und ihm ist bewusst geworden, dass es nicht möglich ist alles zu haben. Ich weiß aber genau, dass er in der letzten Zeit versucht alles zu haben. Sein Familie beschwert sich schon, dass sie so wenig von ihm haben und sie spekulieren wild umher, was er nur haben könnte. Sie meinen schon er wäre in einer Sekte oder er würde auf die schiefe Bahn geraten. Wieso denke einige über ihn sowas? Er versucht doch nur für alle irgendwie da zusein. Eine Person ist ihm im Moment sehr wichtig. Diese Person hat seine Gefühle neu aufleben lassen in seiner Nähe fühlt er sich immer wohl und geborgen, doch leider kann diese Person ihm nicht die Gefühle geben die er sich wünscht zu bekommen, obwohl sie sich auch immer sehr wohl in seiner Nähe fühlt. Sie ist sehr froh das es ihn gibt und hat große Angst das er vielleicht eines Tages in erwägung zieht zu gehen. Sie mag ihn wirklich, doch sie hat nicht die selben Gefühle. Im Moment jedenfalls nicht. Macht ihn das so nachdenklich? Denkt er vielleicht das es an ihm liegt? Warum sucht er die Fehler immer bei sich? Vielleicht macht auch niemand einen Fehler sondern es ist wie es ist und man muss das beste aus der Situation machen. Er ist glücklich das es sie gibt und sein größter Wunsch ist es, dass sie glücklich ist also warum ist er dann nicht glücklich, obwohl es ihr gut geht? Ist er einer derjenigen die niemals glücklich sind? Nein er war es ja einmal.... vor einige Monaten.... Wie die Zeit vergeht. Damals war die Welt auch im Wandel alles grünte und blühte.... Die Welt war für einige Monate in Ordnung Schmerz und Leid vergessen... Das Leben stand im Mittelpunkt. Alles hatte einen Sinn. Was ist denn der Sinn? Damals hatte es einen Sinn den Sinn einer andere Person ein schönes Leben zu bereiten. Tut er denn das nicht im Moment auch? Eigentlich schon, er ist doch für alle da und hilft ihnen und versucht sie Glücklich zumachen. Wo ist denn dann der Unterschied? Er mach nun mehrere und nicht nur einen Menschen glücklich. Er hat doch keinen Grund so drein zu schauen. Sucht er nach einem neuen Sinn? Mit den Fingern fährt er durch den gefallenen Schnee. Immerwieder zieht er einen Kreis, eine endlose Linie. Genau so endlos wie ihm die Suche nach dem Sinn erschien.... Plötzlich bricht ein heller Strahl vom Himmel herab, der die dicke Wand aus dem wabernden Grau durchbricht und in sein Gesicht scheint. Sein Finger gleitet etwas ab und unterbricht den Kreis der nun ein Ende hat und nicht mehr endlos ist. Er schaut auf und blinzelt in die Sonne. Die Sonne entlockt ihm ein Lächeln und ein Gedanke schießt ihm durch den Kopf. Er ist glücklich er hat Freunde und Familie er hat keinen Grund nachzudenken. Er hat nichts falsch gemacht. Er hat ein schönes Leben auch wenn es nicht perfekt ist. Vielleicht bringt ihm die Zukunft ja bald das letzte Quentchen Glück um ein noch schöneres leben zu führen... Langsam erhebt er sich sich von der Bank und macht sich auf den Weg Heim. Erhobenen Hauptes und mit einem Lächeln lässt er die grauen Nebelwände hinter sich und folgt dem Strahlen der Sonne die ihm nun den Weg weisen. Der Schneefall beruhigt sich langsam und die Wolkendecke über ihn reißt weiter auf, bis er hell erleuchtet da steht und nun auf dem Weg des Lichtes in seine Zukunft geht. Ich wünsche ihm alles Gute. Jeder kann seinen Spuren sehen und mag ihm folgen wen er sich dazu bereit fühlt... Muss man alles haben um Glücklich zu sein? Nein man muss nur alles versuchen und nie aufgeben! Ist alles Schlechte schlecht? Nein auch auch Schlechten lernet man was Gutes! Kann man zu jedem Gut sein? Nein man muss es nur versuchen! Gibt es einen wirklichen Sinn? Vielleicht! Das muss jeder herausfinden. Muss es einen Sinn geben um glücklich zu werden? Nein! Man braucht nur Freunde! |
| Leon4 | Schöner text,aber ich habe die Hoffnung längst aufgegeben. |
| Talorion | man darf die hoffnung nie aufgeben... das ist der fehler den viele begehen.... |
| Cthugha | Hast schon recht...immer sofort die Hoffnung aufzugeben bringt nichts, weil man es sich damit viel zu einfach macht. Es ist wohl etwas utopisch anzunehmen, dass im Leben immer alles in bester Ordnung sein muß. Das wär auf die Dauer ja auch langweilig. Schön, dass man sich hier auch mal liest und bis morgen dann ;-) |
| ErodedMind | Ein schöner Text.... es wiederholt sich alles sehr stark und geht immer einen Schritt weiter. Ich weiß nicht ob die ganzen Metaphern von Dir beabsichtigt waren, aber sie bringen die Stimmung sehr schön rüber. Der Nebel hat ja auch durchaus schöne Seiten. Er kann sich lichten, er kann dichter und fast zu einer Mauer werden, aber niemals undurchdringlich. Und hinter jeder Kurve und nach jedem Schritt kann etwas Neues auftauchen. Man kann gerade ab dort wo man nicht mehr sieht was ist die wunderschönsten Dinge hervorzaubern. |
| Leon4 | Glaubt mir, ich habe die Hoffnung nicht 'gleich' aufgegeben. Die Erfahrungen haben mich schließlich doch dazu gebracht. |
| ThePerfectDrug | Habe mich soeben endlich mal registriert und hoffe, dass ich in meinem ersten Eintrag nicht gleich zu viel Müll schreibe ;) Wirklich ein sehr gelungener Text meiner Meinung nach....auch wenn er wirklich etwas utopisch geraten ist.. Würde mich freuen, wenn trotzdem jemand auf diese Weise oder diesen Text etwas Mut oder Hoffnung erlangen würde :) Grüße, ThePerfectDrug |
| Talorion | Ich denke nicht das man überhaupt die hoffnung aufgeben sollte. Es ist erst zu ende wenn man unter der erde liegt. Also immer alles versuchen und niemals aufgeben... so seh ich das mittlerwiele... ich kann nicht sagen das bei mir alles perfekt läuft aber es kann nur besser werden. |
| Schwarzer Prinz | solange die nacht nicht zum tage wird und uns mit ihrer barmherzigen dunkelheit empfängt besteht immer hoffnung...und wenn nur auf den beginn der dunkelheit. |
| Vagnard | Das erste, was ich am Anfang des Textes dachte, war "Wow"! Dieser Text spricht absolut Bände und mir gerade aus der Seele! Wunderbare beschreibung der Atmosphäre und der Umgebeung. Hatte allerdings nicht mit so einem Ende gerechnet, was jetzt nicht heissen soll, dass es ein schlechtes Ende ist! Das ist es nämlich auf keinen Fall. Das einzige was ich ggf. noch eingebaut hääte, wahrscheinlich weil ich es bei mir so sehe wäre der Kreislauf den die Dinge nunmal nehem. In der Mitte des Textes erwähnst du ihn, meiner Meinung nach kurz, als du sagts das "er" einmal Glücklich war und nun nicht mehr weiss wo der Sinn ist. Aber ich denke auch, dass es einmal eine Zeit geben wird die wieder so ist, denn das Leben besteht aus einem ewigen, nie endenden, Wechssel zwischen hoch und tief, Freude/Glück und Trauer, sowie aus Liebe und Hass. Aber das ist eine Meinung, die ich aus meinem eigenen Leben heraus interpretiert habe und trifft wahrscheinlich auch nicht auf alle zu. Hochachtungsvoll Vagnard |
| Talorion | Erst einmal danke... es freut mich das euch der Text gefällt... ich denke kami-keatzen hat es gut getroffen wa sich sagen will. Natürlich ist das ganze Leben ein Auf und Ab @vagnard, doch ich denke wenn man ein Schnitt durch sein bisheriges Leben zieht sollte man sich nicht wirklich beklagen, wie es viele tun. Es gibt bestimmt viele die es härter getroffen hat und trotzdem positive denken. Wenn man positive denke kann bzw. einfach positive denkt geht es einem besser, natürlich ist das leicht gesagt doch irgendwie habe ich es immer geschafft nach einem durchhänger wiede rauf die richtige BAhn zu kommen. Es gibt einige Personen die mir dabei geholfen haben.... bei denen möchte ich mich ganz besonders einmal bedanken. |
| DunklesLicht | Seid gergrüßt! Die hoffung stirbt zuletzt wie man so schön sagt...! Und da ist auch ein großes stück wahrheit dran..! Jeder der sagt er hätte die hoffnung aufgegeben wird doch noch warten auf ein kleines stückchen des lichtes von denen alle die von hoffnung sprechen reden...! Auch wenn man es nicht sieht ein funke ist immer da... wird dieser erst wieder zum brennen gebracht ist das glück nicht mehr weit...! Wenn jetzt alles perfekt wär, was würde man dann auch erreichen wollen.. es wär nicht mehr das selbe... irgentwas ist immer! Wenn es nicht so wär würde die "spannung" fehlen was noch kommt.... und eins ist gewiss es wird nicht nur schlechtes sein....! Selbst wenn es einem so vorkommt als hätte ihn das glück verlassen... es gibt irgentwann doch die momente an denen man sich nichts böses vorstellen könnte... Oder nicht?? Gehabt euch wohl |
| ErodedMind | Ich muss sagen, diese Beiträge zeugen doch von Lebenserfahrung. :) Was mir gerade dabei erst aufgefallen ist - der Text kann so nicht enden. Wenn man sich das zweimal durchliest, kann es so nicht enden. Was ich eigentlich schreiben wollte: @ kami-kätchen: Natürlich sollte man sich an solchen Optimisten ein Beispiel nehmen. Persönlich - entschudligt - ahbe ich eine gewisse Abneigung gegen Manche dieser Sorte entwickelt. es wirkt einfach wie eine moralische Betäubung des Unglücks und die Hilfe an anderen um sich von sich selbst abzulenken, anstatt zum VVerbandskasten zu greifen und sich selbst zu verartzten. Wie gesagt spreche ich lediglich aus persönlicher Erafhrung heraus. Wenn ich mit diesen Leuten spreche kommt meistens nur eine riesige Blase Ludt an wirklichem Verständnis zum vorschein, anstatt das was man wirklich hat, zu festigen. @ DunklesLicht: Sehr schön formuliert, das macht irgendwie Mut. Dieses Wort "Spannung hat mir durchaus imponiert, jedoch mit meiner üblichen Pingeligkeit, würd ich es mehr als ein Spannung zwischen Extremen auffassen, die unser Empfinden erst ermöglicht. |
| 7r3ni7y | Talorion, du hast mir aus der Seele gesprochen. Ich habe mich mit deinem Text absolut identifizieren können, ich bin froh darüber, daß auch in meiner Seele die Sonne scheint. So eine "Erleuchtung" bewirkt schon einiges, man schöpft wieder Mut, man glaubt das man alles schaffen kann, alles erreichen kann, egal wie weit weg, oder unmöglich dies alles auch zu sein scheint. [SIZE=1]Ich hatte schon fast geglaubt, daß es an diesem " Platz der Philosophen" keine Philosophen gibt, das alle nur irgendetwas schreiben das gut klingt, und nicht wirklich verstehen was sie da von sich geben.[/SIZE] |